Ping Anrufe – was steckt hinter Ping Calls und wie reagiert man richtig?

Ping Anrufe – was steckt hinter Ping Calls und wie reagiert man richtig? – Bei Handys und Telefonen gibt es leider auch immer wieder Mißbrauch und Abzocke und eine Form davon sind die sogenannten Ping-Anrufe, die nach wie vor immer wieder auftauchen und Verbraucher verunsichern.

Ping Calls (teilweise auch Lockanrufe genannt) sind dabei sehr kurze Anrufe, bei denen der Nutzer gar keine Chance hat, sie anzunehmen. Teilweise wird dabei ein Anruf sofort beendet, in anderen Fällen kommen solche Anrufe zu Zeiten, in denen die Verbraucher schlafen und sie daher gar nicht annehmen können. Der Handy-Besitzer sieht dann nur die Handynummer auf dem Gerät und das ein Anruf eingegangen ist. Das passiert leider häufiger als man denkt. Henning Uhle schreibt bespielsweise in seinem Blog:

In der Nacht soll mein Handy geklingelt haben. Ich habe das Gerät lautlos, deshalb habe ich das nicht mitbekommen. Aber es war ein Ping Call. Was zum Teufel ist das jetzt schon wieder? Ich musste dem Ganzen mal nachgehen. Ich werde nämlich nicht so richtig schlau daraus. Es scheint aber so, als ob das eine ziemlich verrückte Falle ist.

Und im O2 Forum berichtet ein Verbraucher zu ähnlichen Vorgehensweise:

Ich habe vor 2 Tagen einen Ping Anruf erhalten. Absender eine Nummer aus Serbien. Da ich nächste Woche in Urlaub nach Kroatien fahre, dachte ich es wäre der Vermieter der Ferienwohnung und habe zurückgerufen und eine Frauenstimme am Telefon gehabt, die ich nicht verstanden habe. Bis dahin waren mir Ping Anrufe nicht bekannt. Nun sehe ich in meiner O2 Übersicht, dass ich 2 Minuten ins Ausland telefoniert habe. Wird mir dieser Anruf berechnet? Wenn ja in welcher Höhe? Gemäß Infos der Bundesnetzagentur dürfen diese nicht berechnet werden.

Die Bundesnetzagentur hat bereits 2017 vor diesen Anrufen gewarnt:

Bei der Bundesnetzagentur gehen zahlreiche Verbraucherbeschwerden zu sog. Ping-Anrufen ein. Durch entsprechende Anrufe soll ein kostenpflichtiger Rückruf provoziert werden. Ein Rückruf dieser Nummern ist oft mit hohen Kosten verbunden, teilweise in Höhe von mehreren Euro pro Minute.

Die Verbraucher erhalten derzeit insbesondere Anrufe unter Anzeige ausländischer Rufnummern. Aktuell gehen insbesondere Beschwerden zu Rufnummern aus Tunesien (Vorwahl +216 bzw. 00216) und Burundi (Vorwahl +257 bzw. 00257) ein. Die entsprechenden Landesvorwahlen können auf den ersten Blick mit lokalen Vorwahlen (Ortsnetzkennzahlen) verwechselt werden.

Hintergrund von Ping Calls ist es, die Nutzer dazu zu bringen, die angezeigte Rufnummer zurück zu rufen. Dahinter sind dann meistens sehr teure Premium-Dienste (oft im Ausland) geschaltet, die hohe Kosten verursachen und im Bereich von mehreren Euro pro Minute abgerechnet werden. Daher wird auch versucht, den Rückrufer so lange wie möglich in der Leitung zu halten.

Für Ping Anrufe werden mittlerweile meistens ausländische Rufnummern verwendet, weil die deutschen Nutzer deutsche Premium-Dienste inzwischen recht gut kennen und es dazu eine Ansagepflicht für die Preise gibt, bevor die Abrechnung beginnt. Das ist im Ausland selten genau so der Fall und daher ist es mit fremden Nummern einfacher, hohe Kosten zu verursachen.

Bei Mimikama.at hat man auch eine Liste von Rufnummern veröffentlicht, die dafür besonders oft missbraucht werden:

  • +9944041350xx
  • +43720022530
  • +1548458130
  • +40744638xx
  • +40420042399
  • +41742773xx
  • +229922960xx
  • +883 100 100 105
  • +883 100 100 106
  • +211978xx,
  • +231902xx
  • +88216227763
  • +375299015168
  • +21628702629
  • +381643033145

Die Rückrufe von Ping Calls werden dabei normal vom eigenen Anbieter in Rechnung gestellt, es sei denn, es liegt ein Inkassierungsverbot der Bundesnetzagentur vor. Das ist aber vergleichsweise selten der Fall.

Wie sollte man mit Ping Anrufen umgehen?

Prinzipiell gilt bei diesen Anrufen: NICHT ZURÜCKRUFEN. Ein Rückruf verursacht hohe Kosten und man hat nur selten die Chance, diese Kosten zurück zubekommen. Man sollte diese Anrufe auch gar nicht annehmen, selbst wenn es möglich wäre. Im besten Fall ignoriert man diese Anrufen vollständig und reagiert nicht darauf.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann die entsprechenden Rufnummern auch im Handy sperren. Dann kann zumindest von dieser Rufnummer kein Call mehr kommen. Gegen andere Rufnummern schützt das natürlich nicht, es sein denn man sperrt generell Anrufe aus bestimmten Ländern.

Was kann man gegen Ping Anrufe tun?

Als Verbraucher kann man direkt nicht viel gegen solche Anrufe tun, aber die Bundesnetzagentur als Aufsichtbehörde kann hier natürlich aktiv werden. So können beispielsweise deutsche Anbieter angewiesen werden, die Rechnung und Forderungen von missbräuchlichen Rufnummern nicht für die Unternehmen im Ausland einzuziehen und abzurechnen. Dann werden auch keine Kosten für Verbraucher in Rechnung gestellt. Damit dies durchgeführt werden kann, muss die Behörde aber über den Missbrauch informiert werden.

Die Bundesnetzagentur bietet dafür ein spezielles Formular an, mit der man gezielt diese Anrufe und vor allem die Nummer melden kann. Dieses Formular ist kostenfrei hier zu finden:

Die Behörde ist in solchen Fällen auch schon mehrfach aktiv geworden. Allerdings ändert das leider nichts daran, dass es nach wie vor diese Form des Missbrauchs gibt.

Wer sich unsicher ist, ob eine Rufnummer im Handy zu einem Ping Call gehört oder nicht, kann dies auch prüfen. Es gibt dazu Apps, mit denen man sich die Erfahrungen und Hintergründe für eine Rufnummer anzeigen lassen kann. Beispielsweise steht für Android CleverDialer kostenlos zur Verfügung. Die Macher schreiben dazu:

Mit der Anruferkennung wisst ihr immer wer anruft. Die Dialer App soll unbekannte Telefonnummern erkennen. Wir nutzen sowohl Das Telefonbuch als auch das Internet als Quelle um unbekannte Nummern für dich zu finden. Die Anruferkennung erkennt nicht nur unbekannte Anrufer, sondern ermöglicht auch einen schnellen Zugriff auf eure Kontakte und Telefonnummern. Wir versuchen die Identität unbekannter Anrufer für euch herauszufinden und zusätzlich könnt ihr lästige Anrufer einfach direkt blocken.

So kann man zu jeder Nummer bereits einige Informationen bekommen und einfacher entscheiden, ob es ein wichtiger Anruf war oder man lieber nicht zurückruft, weil es wohl ohnehin nur ein Ping Call gewesen ist.

Video: Jan Böhmermann beantwortet einen Ping Call

Das beste Netz – welches Mobilfunk-Netz ist das Beste?

Welches Mobilfunk-Netz ist das Beste? – Diese Frage beschäftigt seit dem Beginn des Mobilfunks die Nutzer und auch die Betreiber. Die Merkmale, die das beste Netz ausmachen, haben sich dabei allerdings geändert. Waren es in den Anfangszeiten des Mobilfunks die Sprachqualität und die Verfügbarkeit der Netze im Sprachbereich, die den Unterschied machten, sind es aktuell die Geschwindigkeiten und Übertragungsstandards im Datenbereich, die für viele Nutzer den Ausschlag geben. Dabei können Anbieter unterschiedlich gut sein: wer im 3G Bereich gute Verfügbarkeit und Sprachqualität anbietet, muss bei den LTE (4G) Verbindungen noch lange nicht vorn liegen. Daher sollte man bei der Beurteilung der Netzqualität auch die einzelnen Nutzungsbereiche getrennt betrachten.

Im 5G Bereich gibt es bisher noch keinen Netztest. Allerdings hat die Telekom mittlerweile die meisten 5G Standorte in Betrieb und dürfte damit zumindest vorläufig im 5G Bereich das beste Mobilfunk-Netz anbieten.

Das beste Mobilfunk-Netz im Sprachbereich

Alle drei Netzbetreiber (Telekom, Vodafone,und O2) bieten im Sprachbereich gute Leistungen. Sowohl bei der Qualität der Verbindungen als auch bei der Erreichbarkeit und Verfügbarkeit sind die Unterschiede zwischen den Anbietern mittlerweile eher gering. Nach wie vor gibt es zwar Unterschiede zwischen dem Netzausbau in den Ballungsgebieten und auf dem Land, alle 4 Anbieter geben sich jedoch bei der reinen Telefonie keine Blöße und bieten überall gute Leistungen an. Im letzten Netztest des Fachmagazin connect lagen die Ergebnisse daher auch sehr eng beieinander. Zwischen 87 Prozent Testergebnis bei der Telekom (D1) bis zu 73 Prozent bei O2/Eplus lagen die Bewertungen nicht weit auseinander. Die Erreichbarkeit der Netze hat aber auch Grenzen, vor allem wer das Internet täglich nutzt, wird diese bald fest stellen.

Wer also nur Telefonieren oder SMS-Schreiben möchte, sollte sich weniger nach dem Netz bzw. der Netzqualität richten sondern mehr nach dem Preis-Leistungsverhältnis und den angebotenen Tarifen. Auch wenn die Telekom in diesem Bereich das beste Netz bietet: mit einem guten Tarif kann man diesen geringen Vorteil im Sprachbereich problemlos wieder wettmachen. Die Stiftung Warentest schreibt 2017 zu den Testergebnissen der Handynetze im Sprach-Bereich:

In allen drei Netzen ist die Sprach­qualität besser geworden. Haupt­grund: Die Betreiber setzen vermehrt neue Codierungs­verfahren ein, bekannt als „HD Voice“ oder „HD-Telefonie“. Die Anfangs­buch­staben stehen für „High Definition“, also „Hohe Auflösung“. Auch hier gibt es aber einen Haken: HD-Telefonie funk­tioniert bislang verläss­lich nur inner­halb eines Netzes. Nach eigenem Bekunden arbeiten die Anbieter daran, die Technik auch für Gespräche zwischen verschiedenen Netzen zu ermöglichen. Es wäre schön, wenn das schon vor dem nächsten Test funk­tioniert.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schunote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 - GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91

Bestes Netz im Datenbereich

Im Bereich des mobilen Internet-Zuganges sieht die Lage im Mobilfunkbereich anders aus. Hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Netzes und die Frage nach dem besten Netz ist hier nach wie vor relevant, denn je besser ein Netz ausgebaut ist, desto schneller kann man auch surfen. Die Qualität des Zugangs hängt im Datenbereich nach wie vor deutlich vom Netzausbau ab.

Die beiden D-Netze (Telekom und Vodafone) bieten im Datenbereich aktuell die beste Netzqualität. Dabei hat die Telekom deutlich die Nase vorn. Bei Stiftung Warentest schrieben die Tester 2017:

Bei der Telekom dauerte es während des Tests im Schnitt nur gut 8 Sekunden, eine 20-Megabyte-Datei herunter­zuladen. Bei Vodafone waren es 13 Sekunden, bei O2 sogar fast 22. Auch bei Online­videos sind Unterschiede sicht­bar – und zwar an der Qualität des Films: Youtube-Software entscheidet nach der Leistungs­stärke der Verbindung, in welcher Auflösung sie ein Video verschickt. Im Telekom-Netz empfingen die Tester knapp 90 Prozent aller Videos in Full-HD, also der besten Auflösung. Bei Vodafone waren es noch fast 80 Prozent, bei O2 nur 56 Prozent.

Im Chip Netztest vom Dezember 2019 heißt es konkret zu den Leistungen im Telekom Netz:

Während beim Telefonieren zwischen Telekom und Vodafone noch Gleichstand herrscht, setzt sich der Magenta-Konzern beim Websurfen etwas ab und erhält von uns die Schulnote 1,3. Allerdings bescheinigen wir Vodafone auch in dieser Disziplin Premiumqualität und vergeben die Note 1,5.

Surfen, Saugen und YouTube schauen bewerten wir im O2-Netz insgesamt mit einer 2,2. Allerdings hinterlässt das Netz einen zwiespältigen Eindruck. In den Städten sehen wir den Abstand von O2 zur Konkurrenz deutlich geringer als auf dem Land oder in den Fernzügen.

Insgesamt herrscht in Deutschland nach wie vor ein Stadt-Land-Gefälle, was sich gut an den Downloadraten ablesen lässt. Hier haben wir auf der Autofahrt über Landstraßen und Autobahnen nur noch einen Teil der durchschnittlichen Geschwindigkeit gemessen, die wir in den Städten registriert haben.

 

An diese Werte kommt derzeit keiner der anderen Netzbetreiber heran. Der Netzausbau bei Vodafone macht sich zwar auch positiv bemerkbar und die Geschwindigkeiten steigen auch bei Vodafone. Allerdings bleiben die Geschwindigkeiten trotzdem hinter denen der Telekom zurück. Allerdings gibt es bei beiden Anbietern diesen Speed nur mit LTE (mehr dazu im Mobilfunkvergleich). Wer einen D1-Discounter oder Vodafone-Drittanbieter nutzt, profitiert davon nur selten. Das könnte zukünftig immer stärker zum Problem werden, denn durch die digitale Transformation, die immer mehr Bereiche erfasst, steigen die Datenraten auch im mobilen Bereich. Mit 3G ist man als Kunde da schnell abgekoppelt.

Platz drei geht bei den Netztest regelmäßig an O2. Auch wenn das Unternehmen immer wieder ankündigt, aufholen zu wollen, scheint man doch nach wie vor auch finanziell an Grenzen zu geraten. Auch wenn die Unterschiede zu den D-Netzen nicht sehr groß sind, merkt man sie leider doch, insbesondere Netzüberlastung war und ist teilweise ein Problem im O2 Netz. Eplus belegt bei den Netztests im Datenbereich regelmäßig den letzten Platz, teilweise mit deutlichem Abstand zu den anderen drei Anbietern. Der Verzicht auf den Ausbau im großen Umfang macht es für Eplus einfach, günstigere Tarife anzubieten, die Leistung ist dann aber auch entsprechend niedrig.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP Netztest 20192Note 1,35Note 1,55
Connect Netztest 20192304/340 Punkten408/510 Punkten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

Das beste Netz im LTE Bereich

Das LTE Netz ist derzeit bei allen Anbietern im Fokus und wird verstärkt ausgebaut. Auch hier hat die Telekom in den meisten Netztests die Nase vor. So schreiben die Tester von Computerbild im Oktober 2015:

Von flächendeckendem LTE ist zwar auch die Telekom noch weit entfernt, doch in einigen Städten bietet sie atemberaubendes LTE-Tempo. Und im Gegensatz zur Konkurrenz sind auch auf dem Land die Chancen auf LTE nicht schlecht. Die hohen Geschwindigkeiten erreicht die Telekom vor allem, weil sie ihre Mobilfunksender frühzeitig mit schnellen Glasfaserkabeln angebunden hat.

Die Tester von Connect bestätigen dieses Ergebnis in ihrem eigenen Netztest. Im Dezember 2015 heißt es dort:

Auch 2015 liegt bei den Datennetzen in deutschen Städten klar die Telekom vorne. Vodafone und mit leichten Abstrichen O2 bieten in Großstädten gute Performance bei insgesamt hoher Zuverlässigkeit, in den Kleinstädten kann O2 sogar zu Vodafone aufschließen. Abgeschlagen auf Platz vier der Daten-Disziplin bleibt E-Plus.

Insgesamt kann damit auch im LTE Bereich die Telekom ihren Status als bestes Netz festigen und durch den fortschreitenden Netzausbau ist zu erwarten, dass dies auch in den nächsten Jahren so bleiben wird. Dazu kommt verstärkt auch der Ausbau von LTE Advanced mit noch höheren Geschwindigkeiten, auch hier hat die Telekom die Nase vorn.

Prinzipiell ist es für die Bestimmung des besten LTE Netzes aber wichtig, die Verfügbarkeit zu prüfen und aktuell dürfte diese sowohl bei der Telekom als auch bei Vodafone am weitesten verbreitet sein. Es gibt aber auch Bereich, die bei der Telekom und Vodafone derzeit noch nicht mit LTE versorgt sind.

Das beste Netz im 5G Bereich

Mittlerweile gibt es bei Vodafone und auch bei der Telekom die ersten Bereiche mit 5G Netzabdeckung. Dort kann man (die passenden Handys und Smartphone vorausgesetzt) mit 5G Speed surfen. Allerdings ist dieser Ausbau bisher nur punktuell und daher gibt es auch noch keine wirklichen Tests mit fachlichen Hintergrund dieser Netze. In den nächsten Jahren sollen diese Netze aber weiter wachsen und dann wird es spannend werden zu sehen, wer im Bereich des 5G Ausbau das beste Netz wird anbieten können.

Netzqualität und Sicherheit

Der Netzausbau schreitet voran und daher können die Ergebnisse von heute bereits morgen wieder Makulatur sein. Prinzipiell gilt aber, dass gerade die Telekom und Vodafone am meisten in den Netzausbau investieren und neue Technologien am schnellsten anbieten. Wer einen Tarif in einem dieser beiden Netze nutzt, dürfte auch in Zukunft gute Chancen haben, im besten Netz zu telefonieren und zu surfen. Das bedeutet aber auch, dass eventuell die Preise für Tarife in diesen Netzen höher sind als bei o2 und Eplus, die zwar weniger in den Netzausbau investieren, dafür aber billigere Tarife anbieten können.

Die Zukunft von Eplus und O2

Durch die Fusion von O2 und Eplus werden die Netze der beiden Anbietern schrittweise zusammen gelegt. Zukünftig soll es nur noch ein Netz geben, allerdings wird es noch einige Jahre dauern, bis dies realisiert ist. Kunden merken diesen Zusammenschluss bereits jetzt. Über das National Roaming können die Nutzer jeweils auch über das andere Netz Verbindungen aufbauen (zumindest im 3G Bereich) und seit Anfang 2016 wurde auch die Abrechnung beider Netze zusammengelegt und man unterscheidet daher nicht mehr zwischen dem O2- und Eplus Netz. Wie sich dieser Zusammenschluss auf die Netzqualität auswirken wird, ist allerdings noch nicht sicher.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20183 (GUT)Schulnote 2,16Schulnote 2,26
Connect 20183 (ausreichend)205/400 Punkten348/600 Punkten
Stiftung Warentest 6/20173 (2,6 - Befriedrigend)befriedigend (2,7)befriedigend (2,6)
Chip Netztest 2013377,2 von 100 Punkten63,6 von 100 Punkten
Connect Netztest 20134129 von 190 Punkten130 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20134Note 2,43Note 3,11

CHIP Netztest: Wer hat das beste Handy-Netz?

Was tun bei unerlaubten Werbeanrufen?

Was tun bei unerlaubten Werbeanrufen? – Wer einen Werbeanruf erhalten hat, zu dem er vorher keine Zustimmung erteilt hat, ist meistens eher verärgert, denn diese Anrufe sind nicht nur lästig, sondern mittlerweile im privaten Bereich auch verboten. Sogenannte Cold Calls werden aber trotzdem noch häufiger gemacht. Verbraucher können sich mittlerweile aber durchaus dagegen wehren und gegen diese Form der unerwünschten Werbung vorgehen. Die Bundesnetzagentur kann dann beispielsweise Sanktionen gegen das Unternehmen verhängen (und hat dies auch bereits gemacht).

Wie sehen die gesetzlichen Regelungen zu Telefon-Werbung aus?

Die gesetzliche Regelung hinsichtlich der Möglichkeiten, gegen unerlaubte Telefonwerbung vorzugehen, wurde in den letzten Jahren deutlich verschärft. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu auf ihren Seiten:

Der Gesetzgeber hat in § 20 in Verbindung mit § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) klargestellt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher in den Erhalt von Werbeanrufen zuvor ausdrücklich eingewilligt haben müssen. Hat der Angerufene in die telefonische Werbung nicht vorher ausdrücklich eingewilligt, handelt es sich um einen unerlaubten Werbeanruf, einen sogenannten Cold Call, den die Bundesnetzagentur mit einem Bußgeld ahnden kann.

Werbung ist dabei „jede Äußerung bei der Ausübung eines Handels, Gewerbes, Handwerks oder freien Berufs mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich unbeweglicher Sachen, Rechte und Verpflichtungen zu fördern“ (Art. 2 lit. a) der Richtlinie 2006/114/EG). Ein Werbeanruf liegt somit z. B. dann vor, wenn die Fortsetzung und die Wiederaufnahme eines Vertrages angestrebt werden oder der Angerufene zur Änderung oder zur Erweiterung eines Vertragsverhältnisses bestimmt werden soll.

Die Einwilligung in Telefonwerbung muss schon vor dem Anruf vorliegen. Die Einholung der Einwilligung zu Beginn des Telefonats ist unzulässig.

Die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde ist in solchen Fällen auch schon aktiv geworden und hat Bußgelder verhängt oder Durchsuchungen angeordnet.

Mittlerweile ist es auch verboten, solche Anrufe mit unterdrückter Rufnummer durchzuführen. Man muss also in jedem Fall erkennen und auch nachvollziehen können, wer angerufen hat. Sollten solche Anrufe ohne Rufnummer durchgeführt werden, kann man sich auch darüber beschweren und versuchen, den Anrufer beim eigenen Anbieter nachzuvollziehen.

Inforgrafik unerlaubte Telefonwerbung
Infografik unerlaubte Werbung per Telefon von wissen-wappnet.de

Was kann man gegen unerwünschte Werbe-Anrufe tun?

Sollte man einen solchen Anruf erhalten haben, kann man bei der Aufsichtsbehörde (der Bundesnetzagentur) dagegen Beschwerde einlegen. Wichtig dabei ist es die Daten das Anrufes festzuhalten. Um zuordnen zu können wer angerufen hat, sollte man folgenden Daten erfragen und notieren:

  • Datum des Anrufs,
  • Name des Anrufers und – wenn möglich – dessen Rufnummer,
  • Name des Unternehmens, in dessen Auftrag der Anruf erfolgt ist,
  • Grund des Anrufs.

Diese Daten kann man dann relativ unkompliziert direkt an die Bundesnetzagentur weiter leiten. Dort gibt es sowohl ein Online Formular um direkt online die Anfrage einzureichen als auch ein Formular, das man sich herunterladen, ausdrucken und abschicken kann:

Wer die Beschwerde per Post verschicken möchte, sollte dies an folgende Adresse tun:

Bundesnetzagentur
Nördeltstr. 5
59872 Meschede

Mittlerweile wurde mit der Datenschutzgrundverordnung auch noch ein weiteres Instrument für Verbraucher eingeführt, gegen solche Anrufe vozugehen. Angerufene Verbraucher haben mittlerweile beispielsweise Auskunftsrechte und durchaus auch ein Recht auf Löschung. Sollte es hier Probleme beim Anrufen geben, kann man sich auch an die Datenschutzbeauftragen der jeweiligen Länder wenden und die Probleme schildern.

Die vielen Beschwerden von Verbrauchern haben gezeigt, dass unerlaubte Anrufe keine Einzelfälle sind und entsprechend sensibel reagiert die BNetz-Agentur auf Beschwerden.

Für die Ermittlung der verantwortlichen Personen und Unternehmen stehen der Bundesnetzagentur weitreichende Befugnisse zur Verfügung. Die Durchsuchung von Wohn- und Geschäftsräumen ermöglicht es den ermittelnden Beamten, Beweise sicherzustellen oder zu beschlagnahmen. Ich appelliere an die werbenden Unternehmen und Call-Center, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten und aus Werbemaßnahmen keine Belästigung von Verbrauchern entstehen zu lassen. Dies schadet  dem Ansehen einer ganzen Branche.“ erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur

Sind Verträge in solchen Fällen gültig?

Eine Frage, die sich Verbraucher immer wieder stellen, beschäftig sich damit, ob Verträge am Telefon rechtswirksam geschlossen werdne können. Aktuell ist es noch so, dass dies der Fall ist. Wer also am Telefon zu einem Deal ja sagt, hat damit einen Vertrag abgeschlossen, den es auch zu erfüllen gilt, es sei denn man kann nachweisen, dass falsche Versprechungen gemacht wurden oder getäuscht wurde. Das ist aber sehr schwer und die Beweislast liegt hier beim Verbraucher.

Allerdings gilt auch bei Verträgen am Telefon das Widerrufsrecht. Man kann die geschlossenen Verträge also in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Die Bundesregierung schreibt dazu sehr deutlich:

Lassen sich Verbraucher überreden und es kommt zum telefonischen Vertragsabschluss, hat der Angerufene in fast allen Fällen das Recht, diesen binnen 14 Tagen zu widerrufen. Beim Kauf beginnt die Frist ab Erhalt der Ware. Hier ist zu beachten: Erst nachdem man den Widerruf erklärt hat, kann man die Ware zurückschicken. Eine Begründung für den Widerruf ist nicht nötig. Es genügt der rechtzeitige Versand des Schreibens per Brief, Fax oder E-Mail, der aber nachgewiesen werden muss.

Dazu muss man aber aktiv den Widerruf erklären. Ohne diesen Widerruf wird der geschlossene Vertrag ganz normal gültig.

O2 Netz oder Vodafone Netz – welcher Anbieter hat die bessere Abdeckung und Netzqualität?

O2 Netz oder Vodafone Netz – welcher Anbieter hat die bessere Abdeckung und Netzqualität? – Verbraucher stehen bei der Auswahl von passenden Tarifen und Flatrates immer wieder vor der Wahl, welches Netz man nutzt und ob ein Angebot in einem bestimmten Netz tatsächlich die guten Leistungen bietet, die man oft in der Werbung sieht. In diesem Artikel wollen wir speziell die Netze von O2 und Vodafone vergleichen und prüfen, ob man eher mit dem D2-Netz von Vodafone oder dem O2/Telefonica Netz besser beraten ist.

Update: Vodafone bietet im eigenen Netz bereits 5G und mit den Vodafone RED Allnet Flat kann man diese Technik bereits kostenlos nutzen (sofern sie bereits vor Ort vorhanden ist). Im Vergleich der Netze und der Allnet Flat hat in diesem Punkt Vodafone also einen deutlichen Vorteil, den es so bei O2 nicht gibt. Das Unternehmen wird sicher auch die ersten Tarife und Flat mit 5G bald starten – aktuell liegt hier aber das Vodafone D2 Netz noch deutlich vorn.

Das O2 Netz in den Netztests

An der Netzabdeckung und Netzqualität von O2 gibt es immer wieder viel Kritik. Die Nutzer bemängeln vor allem in Bereich des mobilen Internets langsame Verbindungen und auch immer wieder Schmierigkeiten bei der Netzabdeckung. Dieser subjektive Eindruck schlägt sich auch in den Testergebnissen des O2 Netzes wieder. O2 liegt seit Jahren relativ konstant auf dem letzten Platz unter den drei großen Netzbetreibern und der Abstand zu Vodafone fällt mehr oder weniger groß aus. Aus die Fusion mit dem Eplus Netz konnte daran recht wenig ändern – nach wie vor sind die Testergebnisse bei O2 schlechter als die der beiden anderen Anbieter.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20183 (GUT)Schulnote 2,16Schulnote 2,26
Connect 20183 (ausreichend)205/400 Punkten348/600 Punkten
Stiftung Warentest 6/20173 (2,6 - Befriedrigend)befriedigend (2,7)befriedigend (2,6)
Chip Netztest 2013377,2 von 100 Punkten63,6 von 100 Punkten
Connect Netztest 20134129 von 190 Punkten130 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20134Note 2,43Note 3,11

Mehr Details zum O2 Netztest haben wir in diesem Artikel zusammengestellt: O2 und Telefonica in den Netztests

Im Vergleich zu den anderen beiden Anbietern sind dafür die Preise bei O2 für die Tarife aber auch billiger und vor allem das Datenvolumen bekommt man wesentlich preiswerter. Die originalen O2 Freikarten können sogar mit bis zu 225MBit/s Speed surfen  Dazu hat O2 LTE mittlerweile auch für alle Drittanbieter (auch im Prepaid Bereich) frei geschaltet – das ALDI Netz oder auch das Netzclub Netz ist daher auch mit 4G verfügbar. Daher können auch die Discounter (langsames) LTE mit nutzen. Das gibt es so bei Vodafone beispielsweise nicht.

Das Vodafone Netz in den Netztest

Vodafone kann in den Netztest in der Regel deutlich besser abschneiden als das Netz von O2/Telefonica und liegt meistens auch recht nah an der Telekom. Sehr pauschal kann man also sagen, dass der allgemeine Netzausbau bei Vodafone deutlich besser ist als bei O2. Das hat sich auch in den letzten Jahren immer wieder in den Netztest so bestätigt. Das Vodafone Netz kann also in Sachen Netzqualität in diesem Vergleich punkten.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP Netztest 20192Note 1,35Note 1,55
Connect Netztest 20192304/340 Punkten408/510 Punkten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

Es gibt aber auch einige Nachteile im Vodafone Netz im Vergleich mit O2:

  • Vodafone schottet LTE und den 4G Netzzugang im Vergleich mit den Mitbewerben doch deutlich ab. Schnelles LTE gibt es nur bei Vodafone selbst, einige Drittanbieter bekommen mittlerweile langsames LTE und im Prepaid Bereich gibt es für andere Marken gar kein LTE. So hat Klarmobil Zugriff auf das LTE Netz von Vodafone, aber nur bis 21,6MBit/s.
  • Die Preise im Vodafone Netz liegen etwas über denen im O2 Netz. Der Unterschied beträgt zwar nur einige Euro monatlich bei den Discounter, aber ist doch deutlich. Für die bessere D-Netz Qualität bei Vodafone zahlt man daher auch mehr.

Insgeamt muss man sich daher oft entscheiden: Zahlt man weniger und hat dafür unter Umständen auch das etwas schlechtere Netz oder nutzt man Vodafone und zahlt dafür einen gewissen Aufpreis.

Was ist besser O2 mit LTE oder Vodafone mit 3G?

Aufgrund dieser Konstellation haben viele Verbraucher die Wahl: einen günstigen Tarifen im O2 Netz mit LTE zu nehmen oder einen vergleichbaren Tarif im Vodafone Netz ohne LTE. In der Regel empfehlen wir dabei den LTE Tarif im Handynetz von O2. Der Grund ist relativ einfach: das Vodafone Netz hat zwar die besseren Noten, aber diese beruhen in erster Linie auf dem guten LTE Ausbau. Mit Tarifen, die kein LTE unterstützen, hat man nur das 3G Netz von Vodafone und das ist deutlich schlechter ausgebaut. Daher hat man (pauschal gesagt) mit O2 und LTE oft die bessere Netzqualität. Abweichungen davon gibt es vor allem im sehr ländlichen Raum, hier kann Vodafone dennoch die bessere Wahl sein. Es hilft, die Netzausbaukarte beider Anbieter zu prüfen, wenn O2 LTE anbietet ist es in der Regel die bessere Wahl.

Kann man dagegen einen Vodafone Tarif MIT LTE nutzen, sollte man dies immer bevorzugen, da die LTE Netzqualität bei Vodafone wirklich ausgezeichnet ist.

Speed im O2 und Vodafone Netz

Beim maximalen Speed ist die Rolle klar: Vodafone bietet derzeit das schnellste Netz in Deutschland und erreicht im Maximum Geschwindigkeiten bis zu 500MBit/s sowohl in den Handytarifen als auch bei den Prepaidkarten. O2 liegt mit einem Maximum von 225MBit/s etwa bei der Hälfte.

Für die Praxis zählt aber weniger das Maximum als mehr der Durchschnitt den man vor Ort auch wirklich erreichen kann.

O2 schreibt zu den tatsächlichen Geschwindigkeiten:

mit einer geschätzten max. Datenübertragungsrate für mobiles Surfen mit bis zu 225 MBit/s (im Durchschnitt 37,5 MBit/s; Upload bis zu 50 MBit/s, im Durchschnitt 22,5 MBit/s) im dt. O2 Mobilfunknetz bzw. mit bis zu 50 MBit/s (im Durchschnitt 28,1 MBit/s; Upload bis zu 32 MBit/s, im Durchschnitt 19,2 MBit/s) für ehemalige Kunden der E-Plus Service GmbH & Co.KG, die einmal automatisch auf O2 umgestellt wurden.

Bei Vodafone heißt es dazu:

Max: Durchschnitt laut Connect Test-Ausgabe 01/2019 sind 67,40 Mbit/s im Download und 32,45 Mbit/s im Upload in Stadtgebieten (Walktest). Mit Deinem Tarif profitierst Du immer von der für Dich maximal verfügbaren Geschwindigkeit beim Surfen. Deine individuelle Bandbreite hängt unter anderem von Deinem Standort und der Anzahl gleichzeitiger Nutzer in Deiner Funkzelle ab. Dein eingesetztes Gerät muss außerdem die technischen Voraussetzungen haben, diese Bandbreiten zu unterstützen. 4G|LTE mit einer Geschwindigkeit von bis zu 500 Mbit/s im Download und bis zu 100 Mbit/s im Upload, steht derzeit in über 60 Städten zur Verfügung. Eine Upload-Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s ist sogar in über 590 Städten möglich (Stand Dezember 2018).

Die Unterschiede in den Geschwindigkeiten zwischen beiden Netzen sind also nicht nur im Maximum vorhanden, sondern zeichnen sich auch in der Praxis ab. Man kann durchschnittlich bei Vodafone doppelt so schnell surfen wie bei O2 und das ist dann doch ein Unterschied, den man auch im täglichen Einsatz bemerkt.

Allerdings muss man auch hier einschränkend sagen: je nach Region kann dieser Unterschied natürlich auch anders ausfallen. Dazu beziehen sich diese Werte immer auch auf die LTE Nutzung – bei reinen 3G Tarifen, die man vor allem im Vodafone Netz noch sehr häufig findet, sind die Geschwindigkeiten in der Regel deutlich geringer.

Ganz einfach abfragen: Welche Vorwahl gehört zu welchem Handy-Netz

Ganz einfach abfragen: Welche Vorwahl gehört zu welchem Handy-Netz -Früher war alles viel einfacher. Die Netzbetreiber hatten feste Nummernkreise und man wusste anhand der zugewiesenen Vorwahl, in welchem Netz eine Rufnummer angesiedelt war. Bei Anrufen auf eine 0171-Rufnummer war klar, dass es sich im einen Tarif im Telekom Netz handeln musste und bei einer 0172 als Vorwahl konnte man erkennen, dass es ein Vodafone Tarif war.

Mit der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes vor einigen Jahren wurde es allerdings möglich, jede Rufnummer in jedes Netz mit zu nehmen. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Mobilfunkanbieter sind nach § 46 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz (TKG) verpflichtet, den Wechsel zu einem anderen Anbieter unter Beibehaltung der Rufnummer zu ermöglichen. Das gilt auch für Prepaid-Verträge. Der aufnehmende Mobilfunkanbieter ist im Übrigen nicht verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren (kein Kontrahierungszwang).

Damit können durch die Mitnahme der Rufnummer auf einmal Rufnummern mit der Vorwahl 0171 im O2 Netz unterwegs sein. Die Vorwahl einer mobilen Rufnummer ist also mittlerweile kein sicheres Zeichen mehr, welches Netz die Rufnummer nutzt.

Die Vorwahlen im Mobilfunk-Bereich nach Netzen

Netzbetreibergenutzte VorwahlenAbfrage Netz-Zugehörigkeit
Telekom (D1)
  • 01511
  • 01512
  • 01514
  • 01515
  • 01516
  • 01517
  • 0160
  • 0170
  • 0171
  • 0175
  • Anruf bei Kurzwahl 4387 (Ansageservice)
Vodafone (D2)
  • 01520
  • 01522
  • 01523
  • 01525
  • 0162
  • 0172
  • 0173
  • 0174
  • Anruf bei Kurzwahl 12313 (Ansageservice)
E-Plus (mittlerweile O2)
  • 01570 (Telogic)
  • 01573
  • 01575
  • 01577
  • 01578
  • 0163
  • 0177
  • 0178
  • nicht mehr aktiv
O2
  • 01590
  • 0176
  • 0179
  • per SMS mit "NETZ Rufnummer" an 4636

Durch die Fusion von  O2 und Eplus gibt es an der Stelle Änderungen. Die bisherigen Eplus Vorwahlen nutzen nun auch O2.

Die Netzabfrage einer Rufnummer per Kurzwahl

Wer wissen will, welches Netz die eigene Handynummer nutzt oder auch die eines Freundes oder Verwandten, der kann das über Apps herausbekommen. Aber für den Fall, dass man kein Smartphone hat oder keine Internetflatrate, stehen auch Kurzwahlen der Netzbetreiber bereit. Diese helfen dabei, eine Netzabfrage direkt übers Telefon zu erledigen, ohne Zugriff aufs mobile Internet haben zu müssen.

Erfreulicherweise steht dieser Service mittlerweile in allen deutschen Netzen zur Verfügung. Die Netzbetreiber haben hier sehr schnell reagiert und bieten ein kostenloses Angebot um das Netz einer Rufnummer heraus zu finden. Dazu stehen in allen Netzen Service-Rufnummern bereit, die nur dazu dienen, das Netz abzufragen.

Wichtig: Dabei wird lediglich das genutzt Mobilfunk-Netz und nicht der Anbieter selbst angesagt. Ob eine Simkarte bei der Vodafone selbst oder einem Vodafone Discounter wie Otelo angesiedelt ist, lässt sich damit nicht ermitteln.

Folgende Nummern stehen zur Verfügung:

  • Deutsche Telekom: Anruf über die Kurzwahl 4387. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch die Telekom das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Telekom Netz kostenfrei.
  • Vodafone: Anruf über die Kurzwahl 12313. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch Vodafone das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Vodafone Netz kostenfrei.
  • O2: SMS mit „Netz Rufnummer“ an die Kurzwahl 4636 senden. „Rufnummer“ muss in der SMS durch die Nummer, die man abfragen will, ersetzt werden. Man bekommt danach eine SMS mit dem passenden Netz zugeschickt. Diese SMS ist kostenfrei. Ehemalige Eplus Kunden können nun ebenfalls die O2-Abfrage mit nutzen (ebenfalls kostenlos).

Für die Kunden mit Tarifen bei mobilcom-debitel gibt es eine vergleichbare Abfrage des Netzes im Kundenbereich. Man erreicht die Abfrage wie folgt:  Ablauf: Einloggen => Mein mobilcom-debitel => Meine Rechnungen => Zielnetzabfrage. Diese Abfrage steht auch für andere Marken von Mobilcom-Debitel wie beispielsweise Talkline zur Verfügung.

Besonders positiv sollte man hervor heben, dass alle Netzbetreiber (nach der Fusion von Eplus und O2 nur noch 3) diesen Service kostenfrei anbieten. Das betrifft dabei nicht nur Kunden der Netzbetreiber selbst sondern auch die Discounter in dem Netz. So können beispielsweise Congstar Kunden den Telekom Service ebenfalls kostenfrei nutzen oder BASE Kunden können auch den SMS Service von O2 ohne Zusatzkosten abfragen.

Eine andere Form der Abfrage bietet Mobilcom-Debitel an (und auch Talkline). Bei diesem Unternehmen gibt es keine Rufnummer für die Abfrage sondern einen Dienst im Online-Kundenbereich des Unternehmens. Loggt man sich mit den Zugangsdaten ein kann an unter Rechnung => Zielnetzabfrage eine Rufnummer eingeben und bekommt für diese Rufnummer ermittelt, welches Netz diese hat. Diese Abfrage ist ebenfalls kostenfrei, steht aber nur MD-Kunden mit einem entsprechenden Login zur Verfügung.

Wichtig: Bei diesen Abfragenwird lediglich das genutzt Mobilfunk-Netz und nicht der Anbieter selbst angesagt. Ob eine Simkarte bei der Vodafone selbst oder einem Vodafone Discounter wie Otelo angesiedelt ist, lässt sich damit nicht ermitteln.

Kostenpflichtige Dienste zur Netzabfrage

Neben den hier vorgestellten Varianten der Netzabfrage, die kostenfrei sind und bei denen es keinen Gebühren für die Abfrage gibt, findet man im Netz auch einige kommerziellen Dienste, bei denen man für die Abfrage bezahlen muss. Teilweise liefern diese Abfragen dann auch noch weitere zusätzliche Informationen wie beispielsweise den genutzten Anbieter bzw. Discounter und nicht nur das Netz.

In der Regel benötigen private Kunden diese Daten aber nicht und es reicht eine einfache Abfrage des genutzten Handy-Netzes. Wir haben daher an dieser Stelle darauf verzichtet, zusätzliche kostenpflichtige Anbieter aufzulisten, da die kostenlosen Angeboten in der Regel absolut ausreichen und ebenso aktuell sind wie die Services, die auf Gebühren setzen.

Daneben gibt es auch von privaten Anbietern teilweise Netzchecks im Netz zu finden. Diese sind durchaus auch eine Alternative, allerdings sind diese Dienste teilweise beschränkt (beispielsweise auf maximal 10 Abfragen pro Tag) und man kann auch nicht direkt erkennen, auf welche Datenbanken diese Dienste zurück greifen und wie aktuell die Daten sind. Haben Rufnummern in der letzten Zeit das Netz gewechselt wird das unter Umständen nicht mit angezeigt. Daher sollte man die offiziellen Dienste und Rufnummer auf jeden Fall vorziehen und diese in erster Linie nutzen. Nur falls die Abfragemöglichkeiten nicht zu Verfügung stehen kann es sich lohnen, auf einen privaten Service im Netz zurück zu greifen. Dabei sollte man aber immer im Hinterkopf haben, dass diese Infos möglicherweise veraltet und damit nicht aktuell sind.

Video: die eigenen Rufnummer unterdrücken

LTE max – in welchen Netz und bei welchem Anbieter bekommt man diesen Speed?

LTE max – in welchen Netz und bei welchem Anbieter bekommt man diesen Speed? – Wer richtig schnell surfen will, ist meistens auf der Suche nach Anbietern und Netzen mit LTE max, denn damit bekommt man aktuell die schnellsten Geschwindigkeiten sowohl im Download als auch im Upload. Leider haben aber nur wenige Anbieter bisher LTE max frei geschaltet und daher ist es gar nicht so einfach ein passendes Angebot in diesem Bereich zu finden.

Was versteht man unter LTE max?

LTE max haben die Netzbetreiber in Deutschland als Kennzeichnung für Tarife eingeführt, den maximalen Speed des jeweiligen Netzes nutzen können. Allerdings bedeutet LTE auch keinen unbegrenzten Speed, sondern eben nur das Maximum, dass das jeweilige Handynetz vor Ort zur Verfügung stellen kann. Bei inside-sim.de schreibt man zu diesem Unterschied:

In der Praxis heißt das, die Anbieter limitieren nicht mehr künstlich die maximalen Geschwindigkeiten ihrer Handytarife sondern geben das Netz frei und lassen die Nutzer so schnell surfen, wie es der Ausbaustand und die aktuelle Auslastung der Handy-Netze her gibt. Für die Frage, wie schnell man mit LTE max nun wirklich surfen kann, ist es daher wichtig, sich den Ausbaustand der einzelnen Mobilfunk-Netze anzusehen.

LTE max kann aber auch je nach Auslastunggrad der Netze unterschiedlich ausfallen. Je mehr Nutzer gleichzeit aktiv sind, desto geringer fällt in der Regel auch der Speed für den jeweiligen Nutzer aus. Weitere Faktoren, die trotz LTE max für eine niedrige Geschwindigkeit sorgen können sind der Netzausbau in der jeweiligen Region auch das genutzte Endgerät. Nicht alle Handys unterstützen die hohen Geschwindigkeiten gleichermaßen.

Ein Vorteil von LTE max ist aber auf jeden Fall, dass die Tarife immer automatisch den höchsten Speed nutzen. Sollte ein Netzbetreiber also die Geschwindigkeiten im eigenen Netz erhöhen (auch über die aktuellen maximalen Werte hinaus) würde man damit als LTE max Kunden auf jeden Fall auch profitieren, da es ja keine Grenzen gibt. Mit LTE max ist man damit als Verbraucher auf jeden Fall auch für den kommenden Netzausbau gerüstet.

Welche Anbieter und welche Netze haben LTE max?

Prinzipiell bekommt man LTE max damit natürlich in allen Netze, wobei allerdings der Speed, der dann zur Verfügung steht, doch deutlich unterschiedlich ausfällt. LTE max im D2 Netz von Vodafone ist beispielsweise deutlich schneller als LTE max bei Telekom oder O2. Aktuell sehen die Geschwindigkeiten mit LTE max in den jeweiligen Netzen wie folgt aus:

  • bis zu 500MBit/s im Vodafone Netz
  • bis zu 300MBit/s im Telekom Netz
  • bis zu 225Mbit/s im O2/Telefonica Netz

Die Geschwindigkeiten beziehen sich dabei immer auch 4G und LTE – wie sich der Speed mit den neuen 5G Netzen verändert wird, ist bisher noch nicht bekannt. Dazu bieten nicht alle Tarife in den jeweiligen Netzen auch wirklich LTE max an – besonders in den Discountbereichen sind viele Angebote noch nicht einmal für LTE frei geschaltet. Tarife mit LTE max findet man hier:

Im Prepaid Bereich steht ebenfalls LTE Max zur Verfügung. Auch hier bieten die Prepaidkarten von Telekom, Vodafone und O2 LTE max für die eigenen Prepaid Tarife und auch hier gilt wieder, dass die Vodafone Prepaid Angebote den meisten Speed beinhalten.

LTE max bedeutet nicht automatisch 5G

Bei LTE max bekommt man nur, was der Name auch sagt: den maximal verfügbaren LTE Speed. Dieser Hinweis sagt aber nichts darüber aus, ob auch 5G Verbindungen zur Verfügung stehen oder nicht. Einige LTE max Handytarife haben zwar bereits Zugang zum 5G Netz, andere aber dagegen nicht. Wer also konkret nach Angeboten mit 5G sucht, sollte in den Tarifdetails 5G suchen und sich nicht auf die LTE max Kennzeichnung verlassen. Den aktuellen Stand zu 5G auf dem deutschen Markt haben wir hier zusammengestellt: 5G Tarife und Netze

 

Video: LTE max im Test

https://www.youtube.com/watch?v=_oQ5Hzt92q0

Kein Netz und kein Empfang bei Handy und Smartphone – so kann man sich helfen

Kein Netz und kein Empfang bei Handy und Smartphone – so kann man sich helfen – Die Frage nach dem genutzten Handy-Netz ist immer dann besonders wichtig, wenn das Netz auf einmal nicht mehr da ist und man mit dem Smartphone keine Empfang mehr hat und die Geräte keine Verbindung mehr herstellen können. Das kann an unterschiedlichen Ursachen liegen und hat oft mit dem genutzten Netz zu tun – kommt daher je nach Anbieter und Handy-Netz gar nicht so selten vor.

So schreibt ein Nutzer im Telekom Forum:

Seit 2 Std. funktioniert mein Handy nicht mehr. Es zeigt trotz eingelegter SIM Karte an, dass es kein Netz hat. Ich kann auch nicht telefonieren.

Und bei Kleiderkreisel heißt es:

Ich hatte immer Empfang bis vor ein paar Tagen und seitdem immer mal ganz kurz einen Balken aber auch selten und nur für maximal eine Minute, Internet bekomme ich gar nicht. Ich habe schon überlegt, ob es vielleicht eine „Kinderkrankheit“ vom iPhone X ist, weil es ja auch noch relativ neu ist. Ich habe bisher online auch nur einen Eintrag gefunden darüber und die wissen auch nicht was zu tun ist bzw bei denen ist wenigstens immer ein bisschen Empfang und Internet aber schlechteres. Bei mir leider gar nichts. Hat irgendwer Tipps, was ich noch probieren könnte?

Tatsächlich kann es eine ganze Reihe von Ursachen haben, dass ein Handy oder Smartphone kein Netz findet. In diesem Artikel wollen wir zeigen, was man selbst in solchen Fällen machen kann und welche Probleme beim Netz und Empfang auftreten können.

Kein Netz und kein Empfang – so kann man sich helfen

Das kommt selbst im besten Netz vor – technische Probleme sind leider nicht ganz auszuschließen. Vodafone bietet in solchen Fällen beispielsweise die sogenannte GigaGarantie an. Ist man mit dem Netz nicht zufrieden, kann man darüber als Entschädigung einmal pro Monat für 24 Stunden 90GB kostenloses Datenvolumen bekommen. Bei anderen Anbieter gibt es das in dieser Form leider nicht, aber man kann sich in vielen Fällen auch selbst helfen. Was genau man tun kann, haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.

1. Grundeinstellung auf Handy und Smartphone prüfen.

Bevor man sich auf die weitergehende Fehlersuche beim Netz macht, sollte man am Handy einige Grundeinstellungen prüfen und eventuell korrigieren. Im besten Fall löst das bereits die Probleme und die Geräte verbinden sich wieder mit dem Netz. Standardmäßig sollte das Smartphone neu gestartet werden.

Konkret sollte man dabei folgende Punkte prüfen, wenn es kein Netz oder keinen Empfang geben sollte:

  • Ist der Flugmodus eventuell aktiviert?
  • Ist der korrekte Netzbetreiber/Netz angewählt?
  • Falls es nur Probleme mit dem Datennetz gibt: Sind die mobile Datenübertragungen aktiviert?

Das hört sich eher banal an, ist aber hilfreich, weil man damit sicher stellt, dass es keinen einfachen Fehler gibt, sondern das Problem an anderer Stelle liegt.

2. Wie gut ist das Netz und die Netzabdeckung vor Ort?

Mittlerweile gibt es nur noch wenige weiße Flecken in Deutschland, in denen keine Netzversorgung möglich ist, dennoch sollte man in solchen Fällen prüfen, ob und wie gut das jeweilige Mobilfunk-Netz ausgebaut ist.

Die jeweiligen Netzausbaukarten haben wir hier zusammen gestellt:

Die Ausbaukarten gelten dabei auch für die Discounter und Drittanbieter im jeweiligen Netz. Beispielsweise müßte man das Congstar Netz auch über die Telekom Karte prüfen und die Netze von Smartmobil über die Ausbaukarte von O2. Bei Klarmobil ist die Abfrage dagegen etwas schwieriger, das das Klarmobil Netz je nach Tarif das Netz der Telekom oder auch Vodafone oder O2 sein kann.

3. Gibt es Störungen im eigenen Mobilfunk-Netz?

Die Netzausbaukarten zeigen nur den theoretischen Stand an. Sollte es technische Probleme im jeweiligen Netz geben, wird das auf der Ausbaukarte nicht mit angezeigt. Daher ist es sinnvoll bei Empfangsproblemen zu prüfen, ob eventuell der Anbieter selbst ein Problem hat. Die großen Netzbetreiber haben dazu Störungshotlines und spezielle Webseiten eingerichtet:

Dazu findet man bei größeren Störungen in der Regel auch in den sozialen Netzwerken und teilweise auch in der Presse Hinweise, denn dann sind meistens viele Nutzer betroffen. In den Hotlines werden Störungen in der eigenen Region oft auch direkt angesagt, wenn man den eigenen Anbieter anruft.

4. Kein Netz weil die Simkarte defekt ist

In seltenen Fällen liegt die Störung nicht am Netz, sondern an der Hardware. Besonders Simkarten sind hier ein Problem, weil diese verschmutzen oder sich abnutzen und dann keine Verbindung zum Handy hergestellt werden kann. Man kann dies aber sehr einfach prüfen: sollte die Simkarte auch in einem anderen Handy kein Netz finden und keinen Empfang haben, dürfte das Problem direkt bei der Sim liegen. Dann sollte man sich an den eigenen Anbieter wenden und das prüfen lassen – in den meisten Fällen kann man dann auch direkt ein neue Ersatzkarte (mit gleicher Rufnummer) bestellen. Allerdings sollte man darauf bestehen, dass diese kostenlos ist, immerhin kann man als Verbraucher ja nichts für einen Defekt der Simkarte.

5. Kein Empfang, weil das Handy defekt ist

Noch seltener als ein Defekt der Simkarte ist ein Defekt im Handy selbst. Aber natürlich kann es vorkommen, dass auch im Handy ein Schaden besteht, der die Verbindung mit der Simkarte nicht mehr möglich macht. Auch dies kann man recht einfach prüfen: mit einer anderen Simkarte kann man prüfen, ob diese erkannt wird. Sollte die neue Simkarte Netz und Empfang haben, ist das Handy auf jeden Fall in Ordnung. Wenn auch eine weitere Simkarte kein Netz findet, liegt es unter Umständen wirklich am Handy bzw. Smartphone und daher sollte man in diesem Fall in einer Fachwerkstatt prüfen lassen, wo genau das Problem liegt oder ob sich eine Reparatur lohnt.

6. Was kann man noch tun, wenn es keinen Empfang gibt?

Sollte danach immer noch kein Netz vorhanden sein und kein Handyempfang bestehen, sollte man sich an den Support des eigenen Anbieters wenden und dort prüfen lassen, welche weiteren Probleme bestehen könnte. Beispielsweise wäre eine inaktive Simkarte ein Möglichkeit oder ein gekündigter Vertrag. Teilweise gibt es auch immer noch Probleme mit Simlock und Netlock Sperren und auch dies kann man über den Support prüfen lassen. Daher sollte man als letzten Schritt sich auf jeden Fall an den eigenen Anbieter wenden.

D1 oder D2 Netz – Unterschiede, Vorteile und Nachteile zwischen Telekom und Vodafone

D1 oder D2 Netz – Unterschiede, Vorteile und Nachteile zwischen Telekom und Vodafone – Die D-Netz Qualität ist bei vielen Verbrauchern immer noch ein Hinweis auf gute Netzabdeckung und schneller Internet. Daher sind D-Netz Tarife und entsprechende Angebote sehr beliebt und werden gerne genutzt. In Deutschland hat man dabei die Wahl zwischen Vodafone und Telekom.

Beide Unternehmen gehören zu den sogenannten D-Netzen und bieten das D1 Netz (Telekom) und das D2 Netz (Vodafone) an. Mittlerweile sind diese Bezeichnungen technisch nicht mehr absolut korrekt, aber die Bezeichnung hat sich eingebürgert und wird wohl so schnell auch nicht verschwinden.

In dieser Artikel wollen wir zeigen, wo die Unterschiede zwischen D1 und D2 liegen und wann sich eher das eine oder andere Mobilfunk-Netz lohnt. Dabei geht es um die Mobilfunk-Netze in Deutschland, die Unterschiede zwischen Telekom und Vodafone Internet Anschlüssen im DSL Bereich sind hier erklärt: Was wählen? Telekom oder Vodafone DSL?

Die Gemeinsamkeiten zwischen D1 und D2 Netz

Sowohl D1 als auch D2 Handynetze haben mittlerweile in Deutschland eine Abdeckung von 100 Prozent und auch im Datenbereich werden mit LTE hohe Abdeckungsraten erreicht. Die Unterschiede zwischen den Netzen sind dabei marginal und maximal im regionalen Bereich etwas unterschiedlich. Man kann die Netzabdeckung beider Anbieter kostenlos abfragen und bekommst so ein Bild welches Netz vor Ort die beste Leistung bietet:

Mittlerweile bieten D1 und D2 auch die ersten Bereiche mit 5G und dazu die entsprechenden 5G Handytarife und Smartphones. Der Netzausbau ist aber vorerst auf die größeren Städte beschränkt und zwischen beiden Netzen auch noch höchst unterschiedlich. Im D1 Netz bekommt man 5G also an anderen Standorten als bei D2 und umgekehrt. In dem Fall sollte man auf jeden Fall die Karten mit der Netzabdeckung zu Rate ziehen und prüfen, ob 5G in der eigenen Region bereits verfügbar ist oder nicht.

Beide Netze bieten auch schnelles LTE an. Die Geschwindigkeiten sind zwar unterschiedlich (maximal 500MBit/s bei Vodafone und maximal 300MBit/s bei der Telekom), aber das ist im praktischen Einsatz zu vernachlässigen.

In beiden Netzen gibt es weiterhin Drittanbieter, die nicht direkt zu Vodafone oder der Telekom gehören und dennoch das Netz mitnutzen können. Das sind zum Beispiel LIDL Connect oder auch FYVE im Vodafone Netz oder Congstar (Telekom Tochter) und EDEKA Smart im Telekom Netz. Man muss also nicht immer die originalen Tarife der Netzbetreiber nutzen um D1 oder D2 Netzqualität zu bekommen.

Quelle: BNetzA

Die Stärken und Vorteile des D1-Netzes der Telekom

In den Tests kann das Telekom Netz in den letzten Jahren stabil den ersten Platz belegen (mehr dazu hier: Telekom Netztest). Bei der Frage nach dem besten Netz hat die Telekom mit dem D1 Netz also aktuell die Nase vorn. Dazu investiert das Unternehmen auch sehr viel in den Netzausbau, so dass man davon ausgehen kann, dass es auch bei diesen guten Testergebnissen bleiben wird. Unsicher ist bisher noch, wie die Aufstellung im 5G Bereich sein wird. Hier fehlen bisher noch die Testergebnisse (weil die Netze bisher nur punktuell zu finden sind) und daher bleibt offen, ob hier D1 oder D2 besser aufgestellt sind.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schunote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 - GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91

Bei Allnetflat-24.de heißt es zu den aktuellen Netztests der Telekom:

Wie bereits geschrieben liegt die Telekom bei fast allen Netztest auf dem ersten Platz, es gibt aber gerade im Bereich LTE und bei der Telefonie oft ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Vodafone und in einigen Bereichen kann Vodafone die Telekom sogar überholen. Da die Telekom aber neben dem Mobilfunk-Netz auch das Telekom-Festnetz betreibt, sollte man genau hin schauen, auf welches Netz genau sich ein Netztest bezieht. So hatte 1&1 im letzten Jahr in einem Werbespot mit dem „besten Netz“ geworben. Dies bezog sich aber nur auf die Leistungen im Festnetz-Bereich und nicht auf den Mobilfunk (1&1 betreibt gar kein eigenes Mobilfunk-Netz).

Insgesamt sind das also durchaus gute Punkte für die Telekom. Allerdings sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass für den praktischen Einsatz vor Ort der Netzausbau und die Verfügbarkeit des Telekom Netzes in der eigenen Region wichtig ist und weniger die allgemeine Bewertung im Telekom Netztest. Daher kann es von Region zu Region durchaus Abweichungen bei der Beurteilung geben.

Hinweis: die Netztest der unterschiedlichen Anbieter geben in der Regel nur ein pauschales Ergebnis zur deutschlandweiten Qualität des D1 Netzes der Telekom. Für eine Abschätzung der Qualität vor Ort und in der eigenen Region sind die Abfragen der Telekom sinnvoller. Dort kann man Speed und Netzabdeckung direkt erkennen:

Video: Telekom 5G Netz im Test

Die Vorteile und Stärken des D2 Netzes von Vodafone

Vodafone bietet nominell im eigenen Netz den meisten maximalen Speed und schafft Geschwindigkeiten bis 500MBit/s. Das ist auf den Papier deutlich schneller als die Telekom, allerdings sind dies nur theoretische Werte, die in der Praxis wenig zu sagen haben. In der Praxis zeigen die Tests, dass Vodafone stabil den zweiten Platz bei den Mobilfunk-Netzen in Deutschland belegt und es hat sich daran in den letzten Jahren nichts geändert. (Mehr dazu: Vodafone Netztest) Das D2 Netz von Vodafone ist aber in der Praxis dennoch fast gleichauf mit der Telekom und daher sollte man weniger nach dem Netz entscheiden, sondern mehr nach Angeboten und vor allem den Leistungen und Preisen. Konrekt heißt das: prüfen, welcher Anbieter (D1 oder 2) vor Ort gut ausgebaut ist und wenn das beide sind, kann man nach Preis und Leistung gehen.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP Netztest 20192Note 1,35Note 1,55
Connect Netztest 20192304/340 Punkten408/510 Punkten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

Man sieht in der Entwicklung recht deutlich, dass der zweite Platz von Vodafone recht stabil ist und sich daher in der Bewertung das Ranking in der Netzqualität kaum verändert hat. Es gibt bisher auch keine Hinweise, dass sich dass in absehbarer Zeit ändert wird – es sei denn, Vodafone legt es nocheinmal darauf an die Telekom von Platz 1 zu verdrängen denn so groß ist der Abstand gar nicht. Aktuell findet man aber das beste Mobilfunk-Netz in Deutschland weiterhin bei der Telekom.

Video: 5G Netz im Test

Diese Apps helfen: Welche Nummer gehört zu welchem Netz?

Diese Apps helfen: Welche Nummer gehört zu welchem Netz? – Wer nicht sicher ist, welches Netz die eigene Rufnummer oder die eines Freundes benutzt, der kann das per Netzabfrage herausbekommen. Als Fachbgeriff wird hierfür gerne „Zielnetz-Abfrage“ genutzt. Neben Servicenummern der vier großen Netzbetreiber geht das auch mit Apps. Wir haben einige Apps beispielhaft vorgestellt.

Man kann damit sehr einfach herausfinden, in welchem Netz eine Rufnummer angesiedelt ist und natürlich kann man damit auch die eigene Rufnummer schnell testen, falls man sich nicht sicher ist, in welchem Mobilfunk-Netz man selbst telefoniert.

Schnell und einfach: Netzabfrage-Rufnummern

Wer schnell und gratis herausfinden will, welches Netz eine Handynummer nutzt, sollte nicht direkt auf Apps zurückgreifen, da man diese erst installieren muss. Schneller geht die Abfrage mit folgenden Nummern:

  • Telekom: Nummer 4387 + Eingabe der gesuchten Handynummer (für Suchen aus dem Telekom Netz)
  • Vodafone: Nummer 12313 + Eingabe der gesuchten Handynummer (für Suchen aus dem Vodafone Netz)
  • O2: SMS mit Inhalt NETZ + gesuchte Handynummer an 4636 (für Suchen aus dem O2 Netz)
  • Festnetz: Nummer 0800 5052090 + gesuchten Handynummer wählen (netzunabhängig)

Diese Rufnummern sind kostenlos, haben aber einen Nachteil: Die Nutzung ist umständlich, da man erst die jeweilige Kurzwahl und dann noch die gesuchte Rufnummer eintippen muss. Das dauert lange und wird sehr mühselig, wenn man mehrere Nummern auf das jeweilige Netz testen will.

Diese Apps helfen: Welche Nummer gehört zu welchem Netz?

Apps zur Netzabfrage und zur Ermittlung des Zielnetzes sind vor allem dann sinnvoll, wenn man mehrere Rufnummern abfragen will oder immer mal wieder die Netze prüft. Mittlerweile gibt es kostenlose und kostenpflichtige Versionen und vor allem bei den kostenpflichtigen Varianten gibt es eine interessante Funktion: man kann für das gesamte Telefonbuch bzw. die Kontakt anzeigen lassen, welches Netz hinter eine Nummer steckt. Das ist vor allem wichtig, weil die Kontakte ihre Nummern natürlich auch in anderen Netze mitnehmen können.

  • Die App „Welches Netz?“ gibt es kostenlos im Google Playstore für Androidhandys. Mit ihr kann man ganz unkompliziert feststellen, welches Netz eine Rufnummer nutzt. Das abgefragte Netz wird im Telefonbuch dargestellt, unbegrenzt viele Abfragen stehen kostenfrei zur Verfügung. Wer noch mehr Funktionen braucht, kann auch zur kostenpflichtigen PRO-Version greifen.
  • Die App „Netzfinder“ gibt es sowohl im Google Playstore (kostenlos) als auch im Applestore (aktuell 89 Cent pro Monat oder 2,69 Euro für sechs Monate). Für die Abfrage selbst entstehen in beiden Stores allerdings keine Kosten. Auf Wunsch kann man eine Nummer entweder von Hand eingeben oder gleich das ganze Telefonbuch überprüfen lassen.
  • Auch die App „PIMP – People in my Pocket“ im Applestore hilft dabei, festzustellen, welches Netz eine Rufnummer nutzt. Sie kostet einmalig 89 Cent. Zusätzlich zum Netz erkennt diese App auch sehr viele Discountanbieter. Die Verteilung der Netze auf die Nummern in Telefonbuch kann man sich in übersichtlichen Statistiken anzeigen lassen.

Video: Rufnummer (Zielnetz) Abfrage mit der Zielnetz App

Eigenes Netz herausfinden – so findet man den eigenen Netzbetreiber

Eigenes Netz herausfinden – so findet man den eigenen Netzbetreiber – Für viele Einstellungen (beispielsweise bei den SMS oder auch den APN Zugangsdaten) ist es wichtig zu wissen, welches Netz die eigene Simkarte und der eigene Tarif nutzt.

Einige Anbieter machen es den Verbrauchern dabei einfach. Congstar, Telekom, Vodafone oder auch ALDI Talk nutzen derzeit nur ein Netz und daher kann man sich sicher sein, welchen Netzbetreiber man bei den jeweiligen Anbietern bekommt. Bei anderen Anbietern gibt es gleich mehrere Netze und daher muss man entweder beim Vertragsabschluss aufpassen, welches Handynetz man bekommt oder hinterher prüfen, welches Netz genutzt wird. Die kennt man beispielsweise von den Klarmobil Netzen und auch von den Mobilfunk-Netzen bei Freenet Mobile, aber auch die Drillisch Anbieter haben teilweise Alttarife im Vodafone Netz und neuen Tarife bei O2. Generell gilt aber: nach Abschluss eines Vertrags ist das Netz fest und ändert sich nicht mehr.

In diesem Artikel wollen wir zeigen, wie man die eigene Rufnummer heraus findet und was es dabei zu beachten gilt.

Das eigenen Netz abfragen

Zur Abfrage des Netzes einer Mobilfunk-Nummer haben die Netzbetreiber eine Reihe von Diensten geschaltet. Diese kann man natürlich auch dann nutzen, wenn man nicht weiß, welches Netz die eigene Handynummer hat:

  • Telekom: Nummer 4387 + Eingabe der gesuchten Handynummer
  • Vodafone: Nummer 12313 + Eingabe der gesuchten Handynummer
  • O2: SMS mit Inhalt NETZ + gesuchte Handynummer an 4636
  • Festnetz: Nummer 0800 5052090 + gesuchten Handynummer wählen

Sinnvoll ist in dem Fall natürlich nur die letzte Option, da man gar nicht weiß, welches Netz man nutzt. Man sollte also mit dem Festnetz die 0800 5052090 anrufen und dann die eigenen Rufnummer angeben. Dann bekommt man angesagt, welches Netz genutzt wird. Die Nutzung dieser Abfrage ist dabei gratis – allerdings ist das Eintippen nicht ganz einfach. Wer häufiger diese Abfrage nutzt, sollte also zumindest die 0800 5052090 abspeichern.

Apps zur Netzabfrage

Daneben gibt es auch spezielle Apps, die man nutzen kann um das eigene Netze zu ermitteln. Zur Auswahl stehen dabei kostenlose und kostenpflichtige Versionen:

  • Die App „Welches Netz?“ gibt es kostenlos im Google Playstore für Androidhandys. Mit ihr kann man ganz unkompliziert feststellen, welches Netz eine Rufnummer nutzt. Das abgefragte Netz wird im Telefonbuch dargestellt, unbegrenzt viele Abfragen stehen kostenfrei zur Verfügung. Wer noch mehr Funktionen braucht, kann auch zur kostenpflichtigen PRO-Version greifen.
  • Die App „Netzfinder“ gibt es sowohl im Google Playstore (kostenlos) als auch im Applestore (aktuell 89 Cent pro Monat oder 2,69 Euro für sechs Monate). Für die Abfrage selbst entstehen in beiden Stores allerdings keine Kosten. Auf Wunsch kann man eine Nummer entweder von Hand eingeben oder gleich das ganze Telefonbuch überprüfen lassen.
  • Auch die App „PIMP – People in my Pocket“ im Applestore hilft dabei, festzustellen, welches Netz eine Rufnummer nutzt. Sie kostet einmalig 89 Cent. Zusätzlich zum Netz erkennt diese App auch sehr viele Discountanbieter. Die Verteilung der Netze auf die Nummern in Telefonbuch kann man sich in übersichtlichen Statistiken anzeigen lassen.

Die kostenpflichtigen Varianten der Apps lohnen sich vor allem dann, wenn man sie häufiger nutzt und Komfortfunktionen nutzen möchte. So kann man sich beispielsweise bei einigen Apps automatisch zu den Nummern im Telefonbuch anzeigen lassen, welches Netz sie nutzen.

Das eigene Netz im Kundenbereich herausfinden

Die meisten Mobilfunk-Betreiber mit mehreren Netzen haben im Online-Bereich die Möglichkeit, den Netzbetreiber anzeigen zu lassen. Man loggt sich also einfach in den Kundenbereich an und sieht dann dort, welcher Netzbetreibe rgenutzt wird. Sollte man dies nicht finden, kann man natürlich auch einfach im Kundenservice nachfragen.