Vorwahl 0038 seriös oder Spam? Hintergründe zu Anrufen von 00387, 00383, 00385 usw.

Vorwahl 0038 seriös oder Spam? Hintergründe zu Anrufen von 00387, 00383, 00385 usw. – Anrufe von der Vorwahl 0038 sind in Deutschland eher selten, aber einige Verbraucher berichten, dass solche Calls aufschlagen und teilweise in den Anruflisten ersichtlich sind. Oft lassen sich die Vorwahlen dann auch nicht direkt zuordnen, so dass die Unsicherheit bleibt, ob hinter einem solchen Anruf ein wichtiges Anliegen steht oder es nur ein Ping Call oder ein anderer Betrugsversuch. In diesem Artikel wollen wir die Hintergründe von Anrufen mit der Vorwahl 0038 aufklären und auch Hinweise geben, wie man sich gegen eventuelle betrügerische Call absichert

Das steckt hinter der Vorwahl 0038

Die Vorwahl 0038 oder auch +38 steht für eine Auslandsvorwahl und dabei erreicht man unter dieser Vorwahl nicht nur ein Land, sondern gleich eine ganze Ländergruppe. Die 0038 steht dabei für die Balkanstaaten des ehemaligen Jugoslawien und einige Länder mehr aus dieser Region. Die Zuordnung ist dabei fest: wenn man mit einer solchen Vorwahl angerufen wird, kann man sicher sein, dass der Anruf aus einem dieser Länder kommt und umgekehrt wird man auch immer mit diesen Ländern verbunden, wenn man die 0038 oder die +38 als Vorwahl nutzt.

Die Nummer nach der 0038 ist dabei entscheidend dafür, aus welchem Land die jeweilige Rufnummer kommt. Aktuell sieht die Aufteilung dabei wie folgt aus:

LandLändervorwahl
Bosnien-Herzegowina00387
Kosovo00383
Kroatien00385
Mazedonien00389
Montenegro00382
Serbien00381
Slowenien00386
Ukraine00380

Ländervorwahlen kennt man auch aus anderen Bereichen. International hat jedes Land eine entsprechende Vorwahl bekommen. Die 0044 steht beispielsweise für Großbritannien, mit der Vorwahl 0033 kommt man in Frankreich heraus und die 0021 steht für Verbindungen in die Länder in Nordamerika. Daher ist eine Rufnummer mit einer 0038 Vorwahl auch grundsätzlich seriös und steht vor allem für einen Anruf aus oder in eines der Länder des Balkans. Falls es also sinnvolle Gründe für so einen Anruf gibt (etwa ein gebuchter Anruf in einem dieser Länder oder auch Bekannte und Verwandte vor Ort), ist so ein Anruf weder gefährlich noch bedenklich.

Leider sind aber auch Fälle bekannt, in denen unter der Vorwahl 0038 unseröse Anrufe getätigt wurden. Mehr dazu haben wir im nachfolgenden Absatz zusammengestellt.

HINWEIS: Probleme kann es geben, weil einige deutsche Ortsvorwahlen recht ähnlich aufgebaut sind. Rostock hat beispielsweise die Vorwahl 0381 und ähnelt damit sehr der internationalen Vorwahl von Serbien (00381). Wählt man die deutsche 038203 vor, kommt man in Bad Doberan heraus, mit einer zweiten Null am Anfang wäre es dagegen die Vorwahl von Montenegro (00382). Es ist daher wichtig sehr genau hinzuschauen, welche Vorwahl man nutzt und ob die führenden zwei Nullen bzw. das + davor für einen Anruf ins Ausland stehen.

Vorwahl 0038 seriös oder Spam?

Im Netz findet man immer wieder Hinweise auf Anrufe unter der 0038 und +38, die nicht zugeordnet werden können. Entsprechende Anfragen von Nutzern gibt es in verschiedenen Portalen und auch Netzbetreiber selber waren von diesen Maschen.

So fragt ein Nutzer bei GuteFrage:

Mich rufen ständig Nummern mit 0038 Vorwahl an. Entweder sie legen dann gleich auf oder sie wollen eine Umfrage durchführen. Heute war eine Frau mit ostdeutschen Dialekt dran und wollte mich etwas über Ernährung fragen, als ich gefragt habe, von wo sie anruft, legte sie sofort auf. Hatte hier jemand auch schon mal Probleme damit oder weiß etwas darüber?

In Österreich warnte beispielsweise der Betreiber Drei vor Ping Anrufen von einer +38162 Rufnummern. Die Anrufe aus Serbien waren bereits nach einem Läuten wieder beendet und sollten in erster Linie dazu animinieren, zurückzurufen. Dabei wären dann hohe Kosten entstanden.

Daneben ist bei solchen Rufnummern auch bekannt, dass teilweise Callcenter dahinter steckt oder angebliche Microsoft Mitarbeiter anrufen. Dabei soll versucht werden, Zugriff auf den Rechner des angerufenen zu bekommen.

Die Bundesnetzagentur ist gegen solche Rufnummern auch bereits aktiv geworden und hat gegen Nummern mit der Vorwahl 0038 ein Inkassierungsverbot und Rechnungslegungsverbot erlassen. Im Bescheid vom November 2021 sind folgende Nummern erfasst:

00265997968610, 00265998043060, 00265998196780, 00265998375240, 00265998444010, 00265998444210, 00265998444760, 00265998929010, 00265998929090, 0026659579900, 0038975884470, 0038977595440, 0050995529071, 0059342698640, 00593982110310, 00593982110311, 00593982110312, 00593982115490, 00593982115491, 00593982115492, 00593996236900, 00593996728250, 00593996728251, 00593996728252, 00593996777960, 00593996920010, 00593996992020, 006800003910, 006800046220, 006801265920, 006801265921, 006801265922, 006806556690, 006806556691, 006806556692, 00870776101599

Generell sollte man also bei unbekannten Anrufen von einer 0038 Vorwahl Vorsicht walten lassen. Persönliche Daten sollte man ohnehin nicht mitteilen und direkt auflegen, wenn man der Meinung ist, dass hinter dem Anruf ohnehin nur ein Betrugsversuch steckt.

So schützt man sich gegen Spam von der 0038

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0038 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

0021 Vorwahl: seriös oder eine Gefahr? Wir haben die Details zusammengestellt

0021 Vorwahl: seriös oder eine Gefahr? Wir haben die Details zusammengestellt – Anrufen von Rufnummern mit der Vorwahl 0021 sind mittlerweile keine Seltenheit mehr und viele Verbraucher in Deutschland berichten von diesen Calls oder zumindest den jeweiligen Rufnummern in der Anruferliste. Oft gibt es dann auch die Unsicherheit, ob sich dahinter ein normaler Anruf verbirgt oder eventuell ein Betrugsversuch und man gar nicht zurückrufen sollte. In diesem Artikel wollen wir die Hintergründe der 0021 Rufnummern klären und auch helfen zu entscheiden, ob diese Anrufe seriös sind oder eher nicht.

0021 Vorwahl: seriös oder eine Gefahr?

Die gute Nachricht: generell sind Anrufe mit der 0021 erst mal ganz normale Auslandscall, denn die Vorwahl 0022 steht im internationalen Bereich für Anrufe aus dem nördlichen Afrika und es gibt gleich mehrere Länder, die sich diese Vorwahl teilen. Die Ziffer nach der Vorwahl 0021 gibt dabei Auskunft, zu welchem Land die jeweilige Rufnummer gehört:

LandLändervorwahl
Algerien00213 oder +213
Libyen00218 oder +218
Marokko00212 oder +212
Südsudan00211 oder +211
Tunesien00216 oder +216

Generell handelt es sich also im Auslandsrufnummern (wie beispielsweise auch die 0044, die 0039 oder die 0034) und wenn man Bekannte oder Verwandte in diesen Ländern hat, kann ein Call durchaus einen seriösen Grund haben. Auch bei Urlauben in einigen dieser Länder kann es zu Rückrufen kommen. Es muss sich also nicht unbedingt um Betrugsversuche unter dieser Rufnummer handeln, allerdings gibt es oft auch nicht seriöse Anrufe mit dieser Vorwahl. Mehr dazu haben wir im nachfolgenden Abschnitt zusammengestellt.

Es gibt auch einige deutsche Städte, die mit einer ähnlichen Vorwahl angerufen werden können und daher ist hier die Verwechslungsgefahr durchaus gegeben. So hat beispielsweise Düsseldorf die Vorwahl 0211 und unter der 02102 findet man Ratingen. Man sollte daher genau hinschauen, ob führend ein + oder 00 davor steht, nur dann sind es wirklich Rufnummern aus dem Ausland.

Spam und Betrugsversuche von der 0021

Anrufe mit der 0021 tauchen oft nur in der Anrufliste auf und daher sind Nutzer nicht sicher, ob man zurückrufen sollte oder nicht.

So fragt ein Nutzer bei GuteFrage:

Ich hab‘ eine Frage – und zwar aus welchem Land diese Vorwahl (0021) kommt? Ich hab bei Google gelesen – Libyen oder Tunesien. Aber das kann nicht sein, weil meine Bekanntschaften nur aus Ägypten oder Persien sein können. Also wenn, dann eins von den beiden, oder? 002133.. usw. – könnt ihr mir vielleicht helfen? Merci

Und bei Kipp.ch heißt es bereits 2010 zu Anrufen mit dieser Vorwahl:

Beim K-Tipp haben sich zahlreiche Leser gemeldet, die von der Nummer 0021 702 472 8477 einen Anruf erhielten. Sie hätten den Jackpot in Las Vegas geknackt, erklärt eine Stimme ab Band. Um den Gewinn zu erhalten, sollten sie die Taste 9 drücken. Wer das tut, wird laut Berichten von Lesern mit einem Callcenter verbunden.

Die 0021-er-Nummer ist wahrscheinlich gefälscht. Das ist mit den Mitteln der Internet-Telefonie möglich. Sicher ist: Einen Gewinn erhält niemand.

Tipps: Hängen Sie bei solchen Anrufen auf, drücken Sie nicht die Taste 9 und rufen Sie nicht zurück, wenn Sie die Nummer auf dem Display sehen.

Tatsächlich gibt es auch viele Betrugsversuche, die mit einer solchen Vorwahl gestartet sind. Aktuell beispielsweise laufen einige Wellen, bei denen Verbraucher von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern unter dieser Vorwahl angerufen werden. Das sind dann immer Versuche, Zugriff auf den Rechner des Opfer zu bekommen und man sollte in solchen Fällen gleich auflegen. Microsoft ruft niemals auf diese Weise an. Wie oben genannt gibt es auch teilweise noch automatische Calls, aber diese sind mittlerweile eher selten, weil kaum noch ein Verbraucher darauf reagiert. Bei automatisierten Ansagen kann man ebenfalls gleich auflegen.

Die Bundesnetzagentur ist in vielen Fällen gegen solche Rufnummern vorgegangen. Im Januar 2022 schreibt die Behörde beispielsweise für folgenden Nummern ein Inkassierungs- und Rechnungslegungsverbot aus:

00211915040026, 00211915040360, 00211915040446, 00211919520230, 00211919520261, 00211919520291, 00211919577423 (Isoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot vom 30.12.2021 bis 31.12.2021)

Daneben werden aber auch teilweise Ping Anrufe bzw. Ping Calls gemeldet, bei denen Nutzer auf teure Nummern zurückrufen sollen und ab und an wird auch Romance Scam über Nummern mit der Vorwahl 0021 abgewickelt. SMS Spam oder Schockanrufe von dieser Vorwahl gibt es dagegen erfreulicherweise eher selten. Ein Rückruf lohnt sich bei solchen Rufnummern auch eher selten. Zum Einen sind die Kosten recht hoch, da die Auslandsanrufe immer extra berechnet werden und oft landet man auch bei teuren Premium-Rufnummern, die nochmal mehr abrechnen als normale Auslandcalls. Daher sollte man sich Rückrufe sparen, wenn es wichtig ist, wird man sicher ohnehin nochmal angerufen.

So schützt man sich gegen Spam von der 0021

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0021 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

Sonderrufnummern in Deutschland – Technik, Hintergrund und Kosten

Sonderrufnummern in Deutschland – Technik, Hintergrund und Kosten – Die Rufnummern im Festnetz und Mobilfunk in Deutschland sind viele Jahr lang gewachsen und mittlerweile in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. Es gibt die Ortsvorwahlen, die mobilen Rufnummern und darüber hinaus auch noch eine ganze Reihe von Rufnummern, die sich nicht direkt in dieses Schema einordnen lassen und daher als Sonderrufnummern bezeichnet werden. Sie haben unterschiedliche Abrechnungsformen und die Kosten fallen auch sehr verschieden aus. In diesem Artikel haben wir den Überblick über Sonderrufnummern in Deutschland zusammengestellt mit Hinweisen zu den Hintergründen und zur Bepreisung der jeweiligen Vorwahlen.

Was sind Sonderrufnummern?

Definition: Sonderrufnummern sind Telefonnummern, die für bestimmte Zwecke vorgesehen sind und die daher nicht zu den normalen Teilnehmeranschlüssen wie Ortsvorwahlen oder Mobilfunk gehören. Sie werden in der Regel separat abgerechnet und teilweise unterliegen sie auch einer Regulierung durch die Bundesnetzagentur – die Preise können also nicht frei festgelegt werden

Sonderrufnummern müssen dabei nicht immer teuer sein. Es gibt mit den 0800 Rufnummer sogar kostenlose Vorwahlen und teilweise wird auch per Anruf und nicht per Minute abgerechnet. Das kann die Kosten auch deutlich senken. Auf der anderen Seite gehören aber auch die 0900 Nummern zu den Sonderrufnummern und dahinter stehen die teuersten Verbindungen, die man derzeit in Deutschland bekommen kann. Man kann also nicht immer sagen, dass Sonderrufnummern teuer sind, aber sie könnten je nach Vorwahl das Gebührenkonto richtig stark belasten.

Generell gilt aber, dass Sonderrufnummern in Deutschland in der Regel nicht unter die normalen Leistungen eines Festnetzanschlusses oder eines Mobilfunk-Vertrags fallen. Sie werden also separat abgerechnet und Allnet Flat oder auch Freiminuten greifen bei Verbindungen zu diesen Rufnummern NICHT. Teilweise ist es dazu leider immer noch so, dass Sonderrufnummern aus dem Festnetz günstiger sind als bei Anrufen mit dem Smartphone. Es gibt zwar ein Maximum, dass die Kosten deckelt, wenn man aus dem D1 Netz, dem Vodafone Netz oder dem O2 Netz anruft, die Gestaltung der Kosten unterhalb dieser Grenze ist aber immer noch recht frei und damit auch unterschiedlich. Das verursacht bei vielen Verbrauchern immer noch Unsicherheiten

Viele Netzbetreiber und Mobilfunk-Anbieter haben daher die Möglichkeit, Sonderrufnummern sperren zu lassen. Oft gilt dies vor allem für die teuren 0900 Rufnummern, aber auch die anderen Sonderrufnummern kann man auf diese Weise vorab sperren und eine Anwahl ist dann nicht möglich. In der Regel ist so eine Sperre kostenlos und man kann sie im Kundenbereich auch wieder aufheben. Die Sperrung ist vor allem dann sinnvoll, wenn man das Handy an die Kinder weitergibt oder man sich selbst nicht sicher ist, welche Rufnummern wie viel Kosten. Im Prepaid Bereich lassen sich solche Sperren auch hinterlegen, dort kann aber ohnehin nur abtelefoniert werden, was auf dem Prepaid Konto an Guthaben vorhanden ist.

Vorwahl 0137 – Die Vorwahl für Votings und Gewinnspiele

Die Vorwahl 0137 wird als Sonderrufnummer gerne genutzt um Massendienste wie Votings, Gewinnspiele oder andere Angebote abzuwickeln. Genau dafür ist diese Nummer auch gedacht und sie darf auch nur dafür eingesetzt werden. Man findet diese Vorwahl oft im TV oder mittlerweile auch im Netz bei Voting-Shows oder bei Abstimmungen und in der Regel ist dazu dann auch ein Preishinweis mit angegeben. Vor allem beliebte Shows mit vielen Zuschauern generieren auf diese Weise dann zusätzliche Einnahmen. Die Preise für diese Rufnummern sind zwar nicht sehr hoch, aber wenn mehrere tausend Zuschauer anrufen, dann kommen auch so recht hohe Summen zusammen.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu selbst:

Massenverkehrs-Rufnummern dürfen ausschließlich für die Erbringung von Massenverkehrs-Diensten genutzt werden. Diese sind charakterisiert durch ein hohes Verkehrsaufkommen in einem oder mehreren kurzen Zeitintervallen mit kurzer Belegungsdauer zu einem Ziel mit begrenzter Abfragekapazität.

Massenverkehrs-Dienste sind demnach Dienste, die zum Einen durch die Kürze der Anrufzeit (beispielsweise der Möglichkeit der Stimmabgabe oder der Meldung für die Teilnahme an einem Gewinnspiel) geprägt sind und die zum Anderen nicht dauerhaft angeboten werden. Die Möglichkeit der Generierung vieler Anrufe innerhalb eines definierten, kurzen Zeitraumes bei gleichzeitigem Schutz des Netzes vor Überlastungen steht im Vordergrund der Nutzung. Der Massenverkehrs-Dienst muss innerhalb eines begrenzten Zeitraums zu Verkehrsspitzen führen.

Die Preise für diese Rufnummern sind derzeit unterschiedlich gestaffelt und richten sich nach der Ziffer, die nach der 0137 kommt. Generell liegen die Preise zwischen 14 Cent und 1 Euro pro Anruf, bei den Rufnummern mit 2, 3 und 4 an der 5. Stelle wird mit 14 Cent pro Anruf abgerechnet. Diese Preise gelten aus den Festnetzen. Im Mobilfunk können Anbieter auch höhere Kosten verlangen, das sollte man also vorher abklären, wenn man solche Sonderrufnummern auf dem Handy nutzen will. Auch die 0138 gehört zu diesem Nummernkreis.

Den Überblick über die 0137 Sonder-Rufnummern gibt es hier: 01371| 01372| 01373| 01374 | 01375| 01376| 01377| 01371

Die Vorwahl 0180 (01801 bis 01807)

In diesem Rufnummernbereich finden sich die sogenannten Service-Dienste Rufnummern. Sie sind für Hotlines oder Ähnliches gedacht und sollen die Anrufer an den Kosten für solche Services zumindest teilweise beteiligen. Es gibt aber Obergrenzen für die Kosten, so dass Verbraucher eine gewissen Kostensicherheit haben.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Service-Dienste-Rufnummern dürfen ausschließlich für die Erbringung von Service-Diensten genutzt werden. Voraussetzung für eine Zuteilung einer Service-Dienste-Rufnummer ist, dass der Antragsteller die Einrichtung einer Rufnummer für Service-Dienste bei einem Betreiber eines Telekommunikationsnetzes beauftragen will und beabsichtigt, bei ihrer Anwahl einen dem Nutzungszweck der Rufnummer entsprechenden Dienst zu erbringen. Die Beauftragung kann direkt beim Betreiber eines Telekommunikationsnetzes oder indirekt über einen Diensteanbieter erfolgen. Zuteilungen werden auch gegenüber dem Betreiber eines Telekommunikationsnetzes vorgenommen. Voraussetzung dafür ist, dass er in dem von ihm betriebenen Telekommunikationsnetz eine Rufnummer für Service-Dienste einrichten will und beabsichtigt, bei ihrer Anwahl selbst einen dem Nutzungszweck der Rufnummer entsprechenden Dienst zu erbringen.

Die Kosten für einen Anruf auf einer 0180 Nummer richten sich nach der Nummer, die an der 5. Stelle kommt und danach, ob man aus dem Festnetz oder mit dem Handy anruft. im Vergleich zu 0137 Rufnummern sind die Gebühren aber geringer, liegen bei 3,9 bis maximal 14 Cent pro Minute oder 20 Cent pro Anruf.

Mittlerweile steht fest, dass die unterschiedlichen Kosten zwischen Festnetz und Mobilfunk zum 1. April 2022 enden werden. Die Bundesnetzagentur hat dies bereits beschlossen.

Mehr dazu haben wir in diesen Artikeln zusammengestellt: 01801 | 01802 | 01801 | 01801 | 01805 | 01806 | 01807

Die 0190 und 0191 Rufnummern und Vorwahlen

Die 0190 Rufnummern waren die Vorgänger der 0900 Nummern und ebenso für die Abrechnung von preisintensiven Dienstleistungen gedacht. Allerdings wurde damit leider auch sehr viel Mißbrauch betrieben und daher entschloss sich die Aufsichtsbehörde, hier eine neue Regelung einzuführen. Daher wurde stattdessen ab 2010 auf die 0900 für diese Dienstleistungen gesetzt.

Dazu gab es auch noch die 0191 Nummern. Vorwahlen, die mit 0191 beginnen, waren Vorwahlen für die Einwahl ins Internet oder Online-Dienste (Internet by Call, Dialer). Neben der 0191 gehören dazu noch die 0192, 0193 und 0194. Heute darf nur noch die 09009 für Dialer verwendet werden, die 0191 kommt also im normalen Einsatz nicht mehr vor.

Als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, war die 0191 oftmals Teil einer Rufnummer, die man über ein Programm am PC anwählen musste, um das Internet nutzen zu können. Während diese legale Variante von Einwahlprogrammen zu jedem Internetanbieter gehörte, versuchten auch Betrüger sich diese Nummer von Nutzen zu machen. Da die Kosten für die 0191 frei wählbar waren, wurden mehrere Premium-Rate-Dialer in heimische PCSs eingeschleust, die sich kostspielig mit dem Internet verbanden. Dieses passierte praktisch unsichtbar: der Nutzer klickte einen Link zu einem Spiel o.ä. an und installierte das vermeintlich zugehörige Programm. Nach der Installation erhielt der User aber kein Spiel, sondern nur ein unsichtbares Dialer-Programm, was sich von nun an sehr kostspielig mit dem Internet verband. Ein Dialer kassierte pro Verbindung gar 900 Euro. Das Entfernen der Dialer musste zumeist über gute Programmierkenntnisse oder Virenscanner erfolgen, da die 0191 eben auch für die reguläre Einwahl ins Internet verwendet wurde und somit nicht ohne Weiteres gesperrt werden konnte.

Generell gibt es daher die 0190 aktuell im praktischen Einsatz nicht mehr und wer von so einer Rufnummer angerufen wird, kann ohnehin davon ausgehen, dass es sich im eine manipulierte Rufnummer handelt.

Die persönliche 0700 Rufnummer

Die 0700 ist eine Besonderheit unter den Vorwahlen. Mit ihr und einer 8-stelligen Durchwahl kann man ein Leben lang stets dieselbe Festnetznummer haben. Sie lässt sich problemlos zu jedem Anbieter mitnehmen. Die 0701 gehört ebenfalls zum System. Die Bundesnetzagentur schreibt zu 0700 Sonderrufnummern kurz und knapp:

Mit einer Persönlichen Rufnummer ist ein Zugang zu und von allen Telekommunikationsnetzen unter einer Rufnummer unabhängig vom Standort und vom Endgerät möglich. Jeder, der bei einem Netzbetreiber seine Persönliche Rufnummer beauftragen möchte, kann eine solche Rufnummer beantragen.

Die Idee einer Festnetznummer, die ein ganzes Leben lang gleich bleibt, klingt auf Anhieb sehr praktisch. Diese Festnetznummer lässt sich auch auf mehrere Geräte – auch mobil – festlegen, so dass man überall mit der selben Nummer erreicht werden kann. Das Problem: Anrufer zahlen für Verbindungen auf eine 0700 Nummern meistens separate Kosten, die sehr unterschiedlich ausfallen können und die auch NICHT von den meisten Allnet Flat mit abgedeckt sind. Daher schrecken viele Nutzer davor zurück, bei 0700 Rufnummern anzurufen, weil sie sich nicht sicher sind, welche Kosten entstehen. Mittlerweile sind die Kosten aber auf maximal 9 Cent pro Minute begrenzt, daher hat man hier zumindest eine Obergrenze für die Kosten. Allnet Flat Nutzer zahlen aber dennoch weiter extra. Mehr Details zu 0700 Nummern gibt es hier: die Vorwahl 0700

0800 und 00800 Nummern – Freephone ohne Kosten

Die Vorwahl 0800 wurde eingeführt, um Nutzern zu signalisieren, dass ein Anruf kostenlos erfolgen kann. Verbindungen zu einer 0800 Rufnummern sind immer kostenfrei, egal ob man aus dem Festnetz oder aus dem Mobilfunk-Netz anruft. Die Kosten übernimmt der Angerufene. Man findet solche Rufnummern oft bei Hotlines und Bestell-Rufnummern. Im Internationalen Raum wird in der Regel die 00800 verwendet um Freephone-Nummern abzuwickeln. Dazu gibt es noch die 0801 als Reserve für zukünftige kostenlose Nummern. Den kompletten Überblick haben wir hier zusammengestellt: 0800 Rufnummern

Die 0900 Sonder-Rufnummern

Die 0900 Rufnummern sind die Nachfolger der 0190 Sondernummern und setzen auf die gleichen Inhalte. Sie bieten recht frei konfigurierbare Tarife, der maximale Kosten deutlich über denen anderer Rufnummern liegen. Betreiber dieser Rufnummern dürfte bis zu 3 Euro pro Minute und bis zu 30 Euro pro Anruf abrechnen. Das ist wesentlich mehr als bei anderen Service-Nummern und daher werden in der Regel hochpreisige Dienstleistungen über diese Rufnummern abgewickelt. Beispielsweise findet man die Erotik-Hotlines mittlerweile hinter 0900 Nummern. Generell ist dieser Bereich mittlerweile streng reguliert um Missbrauch wie bei den 0190 Nummern von Anfang an auszuschließen. Aufgrund der hohen Gebühren locken diese Rufnummern aber dennoch auch immer wieder Betreiber an, die solche Rufnummern eher missbrauchen wollen.

Die Bundesnetzagentur schreibt selbst zu diesen Rufnummern:

Premium-Dienste sind Dienste, bei denen durch einen Betreiber eines Telekommunikationsnetzes eine Telekommunikationsdienstleistung für die Öffentlichkeit erbracht wird und darüber hinaus eine weitere Dienstleistung erbracht wird, die gegenüber dem Anrufer gemeinsam mit der Telekommunikationsdienstleistung abgerechnet wird.

Rufnummern für Premium-Dienste werden von der Bundesnetzagentur einzeln an Inhalteanbieter zugeteilt. Dadurch kann jeder Inhalteanbieter jede Rufnummer beantragen, unabhängig davon, bei welchem Netzbetreiber er Kunde ist. (0)900er-Rufnummern haben keine Tarifkennung und sind dadurch flexibel tarifierbar. Der Inhalteanbieter kann für jede Rufnummer individuell den Preis festlegen, den ein Anruf kosten soll. Im Rahmen einer freiwilligen Selbstkontrolle folgt auf die Dienstekennzahl (0)900 eine Inhaltekennung (1 für Information, 3 für Unterhaltung, und 5 für sonstige Dienste). Dadurch besteht für die Anschlussinhaber die Möglichkeit, gezielt bestimmte Inhalte zu sperren.

Die genauen Kosten und Details zu den 0900 Sonderrufnummern gibt es in diesem Artikel: 0900 Vorwahl und Rufnummern

Behörden-Dienste und andere Sonderrufnummern

Zwei Sonderrufnummern kennt wohl jeder, auch wenn die wenigsten sie als Sonderrufnummern einordnen: die 110 (Polizei-Notruf) und die 112 (Feuerwehr-Notruf). Beide Rufnummern sind kostenfrei erreichbar und leiten an die jeweilige Notrufstelle weiter.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Rufnummern, die diesem Bereich zuzuordnen sind. Unter der 115 wird beispielsweise gerade der Behörden-Call aufgebaut und die 116117 ist vor allem in der Corona-Pandemie als ärztliche Auskunft bekannt geworden. Daneben gibt es aber auch noch die Kurzwahl 116116 als zentraler Sperrdienst für Karte (egal ob Kreditkarte, Bankkarte oder Simkarte).

Generell gibt es dazu noch mit der Vorwahl 118 die Auskunftsdienste in Deutschland. Dort kann man Rufnummern erfragen und sich auch direkt verbinden lassen, die Kosten sind in diesem Bereich aber vergleichsweise hoch.

Überwachung der Mobilfunk-Netze per Funkzellenabfrage – was wird erfasst?

Überwachung der Mobilfunk-Netze per Funkzellenabfrage – was wird erfasst? – Das Handy ist mittlerweile ein sehr individualisiertes Gerät und nur wenige Menschen gehen noch ohne ein Handy oder Smartphone aus dem Haus. Diese neue Entwicklung wird zunehmend auch von den Behörden genutzt, wenn es darum geht, Verbrechen aufzuklären. Die entsprechende Technik heißt dabei Funkzellenabfrage. Dabei werden alle Mobilfunk-Teilnehmer erfasst, die sich in einer bestimmten Funkzelle aufhalten.  Diese Maßnahme muss allerdings verhältnismäßig sein und von einem Gericht angeordnet werden. trotz dieser Vorgaben gibt es immer wieder Kritik am exzessiven Einsatz solcher Funkzellenabfragen.

So hatte das Amtsgericht in Dresden im Vorfeld einer Anti-Nazi Demonstration eine weitgehende Funkzellen-Überwachung für die Dresdner Innenstadt genehmigt. Dabei wurden mehr als 900.000 Verbindungen erfasst und abgefragt. Bei Netzpolitik.org spricht man unter anderem von folgenden Zahlen:

  • Südvorstadt/Plauen Dresden: 800.600 Verkehrsdaten und 229 Bestandsdaten
  • Coschützer Straße in Freital: 14.243 Verkehrsdaten und 4.755 Bestandsdaten
  • Großenhainer Straße: 81.229 Verkehrsdaten und 35.748 Bestandsdaten

Hier spricht man sogar von mehr als einer Millionen erfasster Datensätze. Es reichte also, an diesem Tag in Dresden zu sein und einen der überwachten Bereiche zu betreten um erfasst zu werden – unabhängig ob man an der Demonstration teilgenommen hat oder nicht. So gerieten beispielsweise auch Abgeordnete des sächsischen Landtags in die Überwachungsliste.

In Jena gab es 2021 eine ähnliche Abfrage, hier wurden Funkzellen in der Innenstadt abgefragt und so an sich die Rufnummern der gesamten Einwohner erfasst.

Im Plenarprotokoll ist dazu festgehalten:

Aufgrund richterlicher Beschlüsse wurde im Rahmen mehrerer Funkzellenabfragen ein
Bestand von ca. 138.000 Datensätzen von Mobilfunkrufnummern erfasst. Aus diesem Datenbestand wurden ca. 100 Bestandsdaten erhoben, zu denen weitere Prüfungen im Rahmen der Ermittlungen vorgenommen wurden. Es wurden mehrere Funkzellen abgefragt, wobei der Radius einzelner Zellen teilweise wenige 100 Meter beträgt. Die Datenerhebung wurde aufgrund des Grundrechtseingriffs auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

In anderen Bundesländern dürften die Zahlen vergleichbar liegen, oft werden aber Details gar nicht veröffentlicht.

Was wird bei einer Funkzellenabfrage erfasst?

Erfasst wurden dabei ein ganze Anzahl von Daten. Die Mobilfunkbetreiber übermittelten an den Staatsanwaltschaft:

  • Zeitpunkt eines ausgehenden oder eingehenden Anrufes
  • Verbindungsdauer
  • Rufnummer des Anrufers
  • Abstrahlungswinkel in der Funkzelle
  • WLAN Nutzung
  • SMS Nutzung
  • Mailbox Gespräche
  • Anwahlversuche

Die Inhalte der Gespräche selbst wurden jedoch nicht erfasst. Ebenso gab es keinen Zugriff auf die Inhalte von SMS oder die Internet-Seiten, die geöffnet wurden.

Zu diesen Verbindungsdaten wurden noch Bestandsdaten erhoben, also Material mit dem sich Nutzer direkt identifizieren lassen. Dazu gehören neben der Rufnummer auch die IMEI Nummer und die IMSI Nummer. Die IMEI Nummer ist dabei der Gerätecode des genutzten Handys. Damit kann ein Gerät eindeutig identifiziert werden. Die IMSI Nummer wieder ist die Kennzeichnung der Simkarte und darüber ist es möglich, auch die Simkarte die genutzt wurde eindeutig zu identifizieren. Die Behörden fragen also nicht nur die Simkarten Vertragsdaten ab sondern greifen mit der IMEI auch direkt auf die Hardwarekennung zu. Eine anonymisierte Simkarte würde bei dieser Abfrage nur teilweise helfen, da über die IMEI auch die Handys von eventuell Verdächtigen geprüft werden können

Das Amtsgericht Dresden findet diese Art der massenhaften Abfrage im Übrigen nach wie vor. In einem Beschluss dazu heißt es:

„Vor diesem Hintergrund war die Maßnahme geboten und unter Berücksichtigung sonstiger verfügbarer Beweismittel auch der mildeste Eingriff in die Rechtsposition unbeteiligter Dritter“

Die Überwachung der Handynetze per Funkzellenabfrage dürfte damit auch in Zukunft weiter eingesetzt werden und es besteht immer die Gefahr selbst mit erfasst zu werden. Falls das passiert sieht das Gesetz im Übrigen vor, dass die Personen nach der Maßnahme informiert werden müssen. Das Amtsgericht Dresden sah auch hier keinen Handlungsbedarf da die meisten erfassten Personen wohl ohnehin kein Interesse an dieser Benachrichtigung gehabt hätten.

HINWEIS: Generell können in Deutschland alle mobilen Netze auf diese Weise abgefragt werden, die Netzbetreiber sind verpflichtet, mit Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten. Es macht also keinen Unterschied, ob D1 Netz, Vodafone Netz oder O2 Netz – die Daten werden dennoch erfasst. Auch 5G Netzbereiche können auf diese Weise abgefragt werden.

Wie genau ist eine Funkzellenabfrage?

Die Funkzelle ist der jeweilige Versorgungsbereich eine Basistation (eines Funkmastes) und dieser Bereich kann je nach genutzter Technik recht groß sein. Es gibt dabei Funkzellen von wenigen 100 Metern bis hin zu mehreren Kilometern. Entsprechend genau oder ungenau ist auch die Standortbestimmung über eine Funkzellenabfrage.  Generell kann man auf diese Weise keinen genauen Standort festlegen und beispielsweise nicht bestimmen, welche Adresse eine Person innerhalb einer Funkzelle aufgesucht hat. Dazu wären weitere Daten notwendig.

Dennoch geben die Funkzellen Standortdaten preis, die Nutzungsgewohnheiten von Usern beinhalten und bei größeren Objekten (wie beispielsweise größeren Unternehmen mit viel Fläche) kann man auch durch eine Funkzellenabfrage eine Verbindung zu Unternehmen oder anderen Aktivitäten herstellen.

Video: Details zur Funkzellenabfrage vom CCC

0039 Vorwahl – was steckt hinter Anrufen mit der +39?

0039 Vorwahl – was steckt hinter Anrufen mit der +39? – In Deutschland berichten Nutzer immer wieder von Anrufen mit einer Vorwahl 0039 oder +39 die sie nicht zuordnen können und bei denen sie daher unsicher sind, ob hinter diesen Anrufen ein wirkliches Anliegen steckt oder eventuell Spam oder Betrugsversuche unter solchen Rufnummern ankommen.

In diesem Artikel wollen wir klären, was hinter unbekannten Anrufen von der 0035 als Vorwahl steckt und auch wie man sich bei Problemen oder Spam dagegen schützen kann.

0039 Vorwahl – was steckt hinter Anrufen mit der +39?

Grundsätzlich ist die 0039 eine reguläre Vorwahl im internationalen Rufnummernsystem und steht für eine regionale Vorwahl. Konkret ist die 0039 oder auch +39 Italien zugeordnet und diese Zuordnung ist fest. Ein Anruf, der mit der 0039 ankommt, stammt also aus Italien oder auch wenn man die 0039 anruft, kommt man in Italien heraus. Man kennt dies auch von anderen Auslandsvorwahlen wie beispielsweise der 0034, 0035 oder auch der 0044 – diese sind immer fest bestimmten Ländern zugeordnet.

Die Vorwahl 0039 steht also für Anrufe aus Italien und daher sind Anrufe mit dieser Vorwahl prinzipiell erst mal kein Problem. Es kann durchaus plausibel Gründe für Anrufe mit dieser Nummer geben, beispielsweise wenn man dort einen Urlaub gebucht hat oder wenn man etwas bei einem Anbieter aus Italien bestellt hat. Auch Freunde und Bekannte in Italien könnten ein Grund für so einen Anruf sein.

Leider besteht auch leicht die Möglichkeit, die Vorwahlen zu verwechseln, denn auch einige deutsche Ortsvorwahlen starten mit der 039. Beispielsweise hat Magdeburg die Rufnummer 0391 oder Gommern und einige andere Gemeinden sind unter der 0392 zu erreichen. Man sollte daher genau hinschauen: nur wenn die 00 davon steht oder ein + direkt von der 39 zu finden ist, handelt es sich um die Auslandsvorwahl von Italien.

TIPP: Es gibt mit der 032 auch Rufnummern, die nicht regional zugeordnet sind. Bei der 0039 ist des aber nicht der Fall, diese steht IMMER für Italien.

Die Kosten für Anrufe auf eine 0039 Vorwahl

Wer einen Anruf mit einer 0039 Vorwahl bekommen hat und zurückrufen möchte, sollte im Hinterkopf behalten, dass Auslandvorwahlen nach wie vor separat abgerechnet werden. Ein Anruf verursacht also Kosten und diese variieren je nach Anbieter.

Anrufe auf die 0039 werden in der Regel auch nicht von deutschen Allnet Flat mit erfasst (Was gehört zu einer Allnet Flatrate) und auch das kostenlose EU Roaming greift an der Stelle NICHT. Allerdings gehören Gespräche nach Italien in der Regel zur Ländergruppe 1 bei den Mobilfunk-Betreibern in Deutschland und die Kosten sind daher überschaubar. Dennoch kann es nicht schaden, wenn man sich vor einem Anruf auf so eine Rufnummer rückversichert, welche Kosten maximal entstehen können.

Spam und Betrugsversuche von 0039 Rufnummern

Leider kann man bei der Vorwahl 0039 keine komplette Entwarnung geben, denn es sind durchaus auch viele Fälle bekannt, in denen es Spam und Fake-Anrufe von dieser Rufnummer gab, oft auch mit gefälschten Nummern. Erfreulicherweise sind kaum Ping-Anrufe und SMS Spam von dieser Vorwahl bekannt, aber angebliche Anrufe von Microsoft Mitarbeitern und auch Calls von Immobilien-Firmen gibt es leider ab und an.

Bei wochenblatt-reporter.de heißt es zu einem Fall aus 2020:

Gleich mehrere Fälle von sogenannten Call-Center-Betrugsdelikten – in diesem Fall mit der Vorwahl 0039 – sind der Polizei am Dienstag gemeldet worden – das heißt: Betrugsversuche, bei denen die Täter per Telefon und (mutmaßlich) aus einem Call-Center heraus agieren.

Aus Otterbach ging die Meldung ein, dass eine 66-jährige Dame am Nachmittag innerhalb einer Stunde gleich zwei dubiose Anrufe erhalten hatte. In beiden Fällen gaben sich die jeweiligen Anrufer als „Microsoft-Mitarbeiter“ aus, die der Dame weismachen wollten, dass ihr Computer gehackt worden sei. Die Frau war jedoch auf der Hut, erkannte die Betrugsmasche und beendete die Telefonate, indem sie einfach auflegte. Und mehr noch: Sie notierte sich die im Display angezeigten Rufnummern und übermittelte sie an die Polizei. Recherchen ergaben, dass die Betrüger mit technischen Hilfsmitteln falsche Nummern anzeigen ließen, denn die abgelesenen Rufnummern sind ungültig.

Und bei GuteFrage schrieb ein Nutzer 2021:

Hallo, seit ca 6 wochen bekommen wir fast täglich Anrufe mit der Vorwahl 0039 also Italinen , sogar an heiligabend haben sie angerufen, auf jeden Fall legen sie sobalt Man dran geht auf bis auf einmal da haben sie einen nach der Meinung von italienischem Wein gefragt, hab dann aufgelegt. Dann war noch diese komische Begegnung mit einem Mann vor unserem Haus, ich sah ihn die Strasse runterlaufen und hab gleich gedacht das da was nicht stimmt. Er lief ganz langsam an unserem Haus vorbei und hatte sowas wie einen Notizblock bei sich, ich hab das meiner Mutter gesagt und die ist gleich auf den Balkon nachdem er dann mehrere Minuten vor dem Haus standt Etwas in seinen block kritzelte und es anschaute. Sie fragte dann was er mache und er antwortete etwas in gebrochenem deutsch und verschwandt dann. Er sah außerdem sehr südländisch aus. Meine Mutter hat die Polizei gerufen, so zur Sicherheit, die sind dann die Straße abgefahren konnten aber niemanden sehen. Auch komisch ist das wir in einem sehr sehr kleinen Dorf wohnen weshalb das echt ungewöhnlich war. Hat das alles was miteinander zu tun?

Die Bundesnetzagentur ist in den letzten Jahren kaum gegen Rufnummern mit der 0039 vorgegangen. In den Listen der Agentur finden sich keine Hinweise zu Sperrungen oder einem Inkassierungsverbot. Das ist an sich ein gutes Zeichen, denn es bedeutet auch, dass es wohl keine zu massiven Betrugsversuche rund um diese Rufnummern gab.

Man sollte aber dennoch bei Anrufen von dieser Vorwahl Vorsicht walten lassen und weder persönliche Daten freigeben noch Verträge oder anderen Commitments eingehen.

So schützt man sich gegen Spam von der 0039

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0039 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

Rufnummer und Vorwahl – das sollte man dazu wissen

Rufnummer und Vorwahl – das sollte man dazu wissen – Wer in Deutschland Telefon und Handy nutzt, wird meistens auch damit konfrontiert, dass es zu den Rufnummern in der Regel noch eine Vorwahl gibt. Nur in wenigen Ausnahmen ist dies nicht der Fall.

Die Vorwahlen haben sich historisch vor allem deswegen entwickelt, weil es notwendig war, bestimmte Abrechnungen einzuführen und unterscheidbar zu machen. Daher wurden ausländische Rufnummern immer mit 00 abgewählt. Auf diese Weise konnte im System einfach hinterlegt werden, dass für die 00 einen gesonderte Abrechnung und ein extra Tarif gewählt wurden.

In Deutschland kennen die meisten Verbraucher derzeit zwei Vorwahlen-Systeme, die parallel nebeneinander laufen (und eigentlich sind die mobilen Vorwahlen in die normalen Vorwahlen integriert):

  • die Ortsvorwahlen aus dem Festnetz Bereich
  • die mobilen Vorwahlen für die Handyrufnummern – erkennt man an der 01 als vorangestellte Ziffern (nach der Länderkennung)

Daneben gibt es noch die Länderkennung +49 für Deutschland. Diese muss nur genutzt werden, wenn man eine deutsche Rufnummer aus dem Ausland anrufen möchte und dann wird die 0 als erste Ziffer der normalen Vorwahl weggelassen.

Die Ortsvorwahlen nach Bereichen geordnet

Die Vorwahlen haben nicht alle einen Ortsnetzbezug, aber die meisten Vorwahlen sind bestimmen regionalen Bereichen zugeordnet. Die Aufteilung sieht dabei wie folgt aus:

  • Vorwahlbereich 00 – Verbindungen ins Ausland und in ausländische Mobilfunk- und Festnetze
  • Vorwahlbereich 01 – Mobilfunk-Rufnummern und Sonderrufnummern verschiedenster Bereiche
  • Vorwahlbereich 02 – Nordrhein-Westfalen (außer Nordost), Rheinland-Pfalz (Nord), Hessen (Dillenburger Raum)
  • Vorwahlbereich 03 – Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Niedersachsen (Amt Neuhaus) – die neuen Bundesländern wurden nach der Wiedervereinigung in diesen Bereich eingegliedert
  • 032 – Nationale Teilnehmerrufnummern ohne Ortsnetzbezug (beispielsweise für VoIP Einwahlnummern). Man sollte diese Rufnummern aber nicht mit den internationalen Rufnummern wie 0033 oder 0034 verwechseln. 032 steht für deutsche VoIP Anschlüsse und wird daher auch dementsprechend abgerechnet.
  • Vorwahlbereich 04 – Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen (Küste) Vorwahlbereich 05 – Nordrhein-Westfalen (Nordost), Niedersachsen (ohne Küste), Hessen (Nord)
  • Vorwahlbereich 06 – Saarland, Rheinland-Pfalz (Mitte, Nord [hier auch Grenzorte im Süden von Nordrhein-Westfalen]), Hessen (Mitte, Ost, Süd), Baden-Württemberg (Raum Mannheim/Heidelberg), Bayern (Raum Aschaffenburg)
  • Vorwahlbereich 07 – Baden-Württemberg, Südpfalz, Bayern (Raum Neu-Ulm)
  • 0700 – Persönliche Rufnummern ohne Ortsnetzbezug
  • Vorwahlbereich 08 – Südliches Bayern
  • 0800 – Kostenfreie Rufnummern ohne Ortsnetzbezug
  • Vorwahlbereich 09 – Nördliches Bayern, Baden-Württemberg (Raum Wertheim), Hessen (Kalbach, LK Fulda und Seckmauern, Odenwaldkreis)

In den Ortsnetzen kann die Vorwahl in der Regel weg gelassen werden. Wer also nur im eigenen Ort telefoniert, kann einfach die Rufnummer wählen. Das gilt aber nur aus dem Festnetz heraus. Im mobilen Bereich muss immer die Vorwahl mit angegeben werden, da Mobilfunk als extra Netz gilt und daher nicht ins normale Orts-Vorwahlennetz mit integriert ist.

Die Ortsnetze sind dabei relativ fest, aber es werden auch immer wieder Grenzen in kleinen Bereichen verschoben und dann können sich Vorwahlen ändern. In der Regel sind davon aber nur wenige Rufnummern betroffen, oft werden auch Änderungen vorgenommen, die gar keine Rufnummern betreffen. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Die Bundesnetzagentur plant weitere Änderungen von Ortsnetzgrenzen, bei denen jedoch keine bestehenden Anschlüsse betroffen sind. Die geplanten Änderungen werden hier in Form von GIS-Daten veröffentlicht, damit Betreiber von Telekommunikationsnetzen prüfen können, ob tatsächlich keine bestehenden Anschlüsse betroffen sind.

Was sagen die Handy-Vorwahlen über das Netz aus?

Im mobilen Bereich sind die Vorwahlen der jeweiligen Rufnummern nach bestimmten Netzen getrennt. Die Telekom (D1 Netz), Vodafone (D2 Netz) und o2 (O2 Netz) haben also bestimmte Rufnummernkreise und Vorwahlen, die sie vergeben können. Allerdings gilt diese Zuordnung nur dann wirklich zuverlässig, wenn die Rufnummern gerade erst vergeben wurden.

Mittlerweile können Kunden ihre Rufnummern zu anderen Anbieter mitnehmen und das gilt auch für die Vorwahlen. Daher kann eine Telekom Rufnummer auch ins O2 Netz mitgenommen werden und eine Vodafone Rufnummer bei der Telekom landen. Die Vorwahl selbst sagt also inzwischen nicht mehr zuverlässig aus, in welchem Netz eine Nummer gerade aktiv ist. Man sieht lediglich noch, dass es sich um eine Mobilfunk-Rufnummer handelt, wenn die 01 davor steht.

NetzbetreiberHandyvorwahlen
Deutsche Telekom01511, 01512, 01514, 01515, 01516, 01517, 0160, 0170, 0171, 0175
Vodafone01520, 01522, 01523, 01525, 0162, 0172, 0173. 0174
O201590, 0176, 0179 – ehemals Eplus: 01570, 01573, 01575, 01577, 01578, 0163, 0177, 0178

So fragt man das Netz bei mobilen Rufnummern und Vorwahlen ab

Da man aus der Vorwahl einer Handynummer nicht mehr das Netz zuverlässig ermitteln kann, bieten die Netzbetreiber Abfragemöglichkeiten für die jeweiligen Netze an. Damit kann man vor einem Anruf prüfen, welches Handynetz eine Nummer nutzt – beispielsweise dann, wenn man einen Tarif hat, der in ein bestimmtes Netz besonders günstig ist. Allerdings nutzen mittlerweile die meisten Verbraucher Allnet Flat mit gleichen Konditionen in alle Netze, daher ist diese Unterscheidung nicht mehr ganz so wichtig.

Folgende Nummern stehen zur Verfügung:

  • Deutsche Telekom: Anruf über die Kurzwahl 4387. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch die Telekom das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Telekom Netz kostenfrei.
  • Vodafone: Anruf über die Kurzwahl 12313. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch Vodafone das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Vodafone Netz kostenfrei.
  • O2: SMS mit „Netz Rufnummer“ an die Kurzwahl 4636 senden. „Rufnummer“ muss in der SMS durch die Nummer, die man abfragen will, ersetzt werden. Man bekommt danach eine SMS mit dem passenden Netz zugeschickt. Diese SMS ist kostenfrei. Ehemalige Eplus Kunden können nun ebenfalls die O2-Abfrage mit nutzen (ebenfalls kostenlos).

Deutsche Vorwahlen aus dem Ausland: die 0 muss weggelassen werden

Wer vom Ausland nach Deutschland telefonieren will, muss die Länderkennung (+49 oder 0049) vorwählen. Die ist sowohl für Gespräche ins Festnetz als auch ins Mobilfunk-Netz notwendig. In solchen Fällen wird dann die 0 vor der jeweiligen Ortsvorwahl und auch vor der mobilen Vorwahl weggelassen.

Aus der

  • 030 23125 000 wird dann die +49 30 23125 000

und aus

  • 0152 28817386 wird die +49 152 28817386

Die Null muss auch in Deutschland weggelassen werden, wenn man die Ländervorwahl nutzt. Das ist auch innerhalb von Deutschland möglich (aber nicht notwendig).

Wann muss eine Vorwahl genutzt werden?

Die Auslandsvorwahl muss immer dann genutzt werden, wenn man aus einem fremden Netz in das jeweilige Land telefoniert (beispielsweise von Deutschland ins Ausland oder aus dem Ausland nach Deutschland).

Die Ortsvorwahl muss aus dem Mobilfunk-Netz immer vorgewählt werden und aus dem Festnetz dann, wenn man in ein fremdes Ortsnetz anrufen möchte. Bleibt man im gleichen Ortsnetz, kann man die Ortsvorwahl auf weglassen. Das gilt nicht, wenn es mehrere Vorwahlen für einen Stadt gibt, dann kann man die Vorwahl nur weglassen, wenn man im gleichen Vorwahlbereich bleibt.

Im mobilen Bereich muss man immer die mobile Vorwahl für Handynummern und im Festnetz die Ortsnetz-Vorwahl nutzen.

Ortsvorwahlen und Ländervorwahlen können verwechselt werden

Teilweise kann es bei Vorwahlen vorkommen, dass sich die Zahlenfolgen ähneln und dann Verwechslungen leicht passieren könnten. Das ist in einigen Fällen bei Ländervorwahlen und Ortsvorwahlen der Fall, die sich nur durch die führende Null unterscheiden. Das wird teilweise bei sogenannten Ping-Anrufen ausgenutzt um zu suggerieren, dass ein Anruf aus Deutschland kommt.

  • 0531 Braunschweig
  • 0053 Kuba

oder

  • 0261 Koblenz
  • 00261 Madagaskar

Generell sollte man immer genau hinschauen – sind zwei Nullen vorangestellt, geht es in der Regel immer ins Ausland. Aktuell gibt es vor allem Probleme mit Anrufen von der 0044 – wer keine Bekannten oder Verwandten in diesem Land hat, kann sicher davon ausgehen, dass es sich um einen Spam Anruf oder Betrugsversuch handelt.

Bei neueren Handys und Festnetzgeräten wird aber teilweise direkt angezeigt, aus welchem Land ein Anruf kommt, dann sind solche Verwechselungen nicht mehr so einfach möglich.

Was versteht man unter „Beste D-Netz“ Qualität?

Was versteht man unter „Beste D-Netz“ Qualität? – Wer wissen möchte, welches Handynetz ein bestimmte Anbieter oder Tarif nutzt, findet bei einigen Anbieter keine direkten Netzangaben, sondern nur kryptische Hinweise. Bei Angaben wie „Telefonica Netzverbund“ kann man sich denken, dass O2 dahinter steht, denn Telefonica ist das Mutterunternehmen von O2. Bei Bezeichnungen wie „Beste D-Netz“ oder „Top D-Netz Qualität“ kann man aber das tatsächliche Handynetz nicht einfach so aus dem Namen ableiten, denn D-Netze gibt es in Deutschland sowohl bei der Telekom (das Telekom D1 Handynetz) und auch bei Vodafone (das D2 Netz von Vodafone).

Bei der Suche nach dem Klarmobil Netz findet man mittlerweile sogar noch eine andere Formulierung, das Unternehmen spricht inzwischen von „feinsten D-Netz“:

D-Netzqualität: Bei uns surfst und telefonierst du im feinsten D-Netz, genau wie bei den Netzbetreibern.

In diesem Artikel wollen wir klären, warum Anbieter diese merkwürdigen Formulierung verwenden, welche Netze sich hinter dem D-Netz verbergen und wie man dennoch herausfinden kann, welcher Tarif welches Netz nutzt.

Warum nutzen Anbieter Formulierungen wie „Beste D-Netz Qualität“?

Alle Drittanbieter und Discounter nutzen kein eigenen Handy-Netz, sondern haben einen Netzpartner, dessen Handy-netz sie dann mit nutzen. Teilweise wird dabei ein Netzpartner genutzt (beispielsweise ist das Congstar Netz immer das Telekom Netz), teilweise nutzen Anbieter auch mehrere Netz. Bei 1&1 findet man zum Beispiel mehrere Netze: das 1&1 Netz kann also sowohl das O2 Netz als auch das Vodafone Netz sein. Noch weiter gehen Anbiter wie Klarmobil oder Freenet Mobile: das Freenet Mobile Netz kann an sich jedes Netz sein, denn der Discounter behält es sich vor, mit allen Netzbetreibern zusammenzuarbeiten. Einen Überblick über D-Netze und passende Flat gibt es hier: Allnet Flat mit D-Netz Qualität

Die Netzbetreiber schreiben dann häufig in die Verträge mit den Drittanbietern, dass nicht mit dem Netz und der Netzqualität geworben werden darf – das ist dem Netzbetreiber selbst vorbehalten. Was genau unter Werbung zu verstehen ist, bleibt dabei oft offen und daher wird allein schon die Nennung des Netzes auf der Webseite als Werbung aufgefasst. Um rechtliche Probleme zu vermeiden, nutzen Drittanbieter daher oft diese verklausulierten Formulierungen um zu beschreiben, welches Netz dahinter steht.

Für Kunden ist dies natürlich wenig hilfreich, denn so muss man erst aufwendig prüfen, welches Mobilfunk-Netz genutzt wird anstatt es auf den ersten Blick zu sehen. In der Regel liegt es aber weniger direkt am Discounter bzw. Drittanbieter, dass das korrekte Handynetz nicht explizit genannt wird, sondern eher am jeweiligen Netzbetreiber, der dies verhindert.

Wie werden die Netze bei Drittanbieter häufig bezeichnet?

Letztendlich sind Begriffe wie Beste D-Netz Qualität nicht geschützt und daher können sie durchaus für viele Sache verwendet werden. Im Telekommunikationsbereich hat sich in den letzten Jahren aber einbürgert, diese Bezeichnungen nur in Verbindung mit bestimmten Netzen zu benutzen. Nach unserer Erfahrung gibt es daher durchaus verlässliche Übersetzung für diese Formulierungen.

Unsere Übersetzung sieht an der Stelle daher so aus:

  • Beste D-Netz Qualität: Telekom (D1) Netz
  • Feinstes D-Netz Qualität: Telekom (D1) Netz
  • Top D-Netz Qualität: Vodafone Netz

Der Hintergrund für diese Bezeichnung sind die Ergebnisse in den Netztests, die es in den letzten Jahre recht verlässlich gibt. Die Telekom Netztest zeigen immer wieder, dass dieses Netz in Deutschland am besten ausgebaut ist und daher ist hier die Bezeichnung „Bestes D-Netz“ durchaus angemessen. Wenn also „Bestes D-Netz“ steht, bezieht sich das in der Regel auf das beste Netz in Deutschland und damit auf das Telekom Netz.

Die Netzergebnisse der Telekom im Detail:

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20201Schulnote 1,21Schulnote 1,30
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schulnote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 - GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91

Als Abgrenzung dazu gibt es die „Top D-Netz Qualität“ die sich in der Regel auf das Vodafone Netz bezieht. Die Bezeichnung „Top“ ist dabei hinreichend ungenau um an sich gar nichts auszusagen und daher könnte man es auch auf andere Netze beziehen, aber in der Regel wird es für das D2 Netz von Vodafone.

Prinzipiell kann man sich aber nur an einem Punkt sicher sein: Diese Bezeichnungen stehen auf jeden Fall nicht für das O2 Netz bzw. für das Telefonica Netz, sondern beziehen sich immer auf ein Handynetz der Telekom oder von Vodafone.

Man merkt diesen Unterschied teilweise auch am Preis: Allnet Flat und Tarife ab 5 Euro gibt es in der Regel nur im O2 Netz bei den Discountern, in den D-Netz Tarifen von Telekom und Vodafone zahlt man dagegen meistens ab 10 Euro und mehr für die Angebote.

Wie kann man das Netz bei den Anbietern heraus finden?

Obwohl viele Anbieter auf der Webseite selbst mit Bezeichnungen wie „Beste D-Netz Qualität“ arbeiten, findet man oft im Kleingedruckten konkrete Hinweise auf das Netz. Es kann also auf jeden Fall helfen, in den Tarifdetails und im Kleingedruckten zu prüfen, wer für einen Tarif der Netzpartner ist.

Dazu gibt es derzeit eine kleine Hilfe: das Datennetz. Bei der Telekom werden die Geschwindigkeitsangaben oft ganzzahlig dargestellt. Hat die Flat also einen Speed von 25MBit/s ist dies oft ein Tarif im Telekom Netz. Bei Angaben von 21,6MBit/s oder 42,2MBit/s ist es dagegen in das Netz von Vodafone – zumindest im 3G Bereich. Auf diese Weise kann man sich doch etwas orientieren und versuchen, den Netzpartner zu ermitteln.

Sollte man sich nach wie vor unsicher sein, hilft auf jeden Fall ein Anruf bei der Hotline und dort bekommt man in der Regel das konkrete Netz genannt.

5G im D-Netz von Telekom und Vodafone

Die 5G Netze haben technisch gar nichts mehr mit den D-Netzen zu tun, werden aber immer noch gerne unter diesem Namen subsummiert. Dabei wird auch hier oft von Verbrauchern nach der Netzqualität unterschieden und tatsächlich gibt es zumindest beim Netzausbau relativ deutliche Unterschiede. Die ehemaligen D-Netz Anbieter Telekom und Vodafone sind bisher am weitesten, was den Netzausbau im 5G Bereich betrifft und nähert sich der Marke, an der man von einer flächendeckenden Versorgung sprechen kann. Das Unternehmen schreibt selbst zum Ausbau um 5G Bereich:

Beim 5G-Ausbau ist die Telekom auf der Zielgeraden. In Deutschland können mittlerweile 90 Prozent der Menschen mit 5G surfen. Von den insgesamt 63.000 5G-Antennen kamen dieses Jahr 6.000 neu hinzu. Auf dem ultraschnellen 3,6 Gigahertz-Band ist 5G jetzt in mehr als 140 Städten verfügbar. Über 3.500 Antennen an fast 1.200 Standorten bringen Highspeed-5G zu immer mehr Menschen. 

Technisch ist das 5G Netz der Telekom einsatzfähig für 5G Standalone. Alle Standorte, die auf dem 3,6 Gigahertz-Band funken, unterstützen ab sofort diese Technologie. Sie sind parallel sowohl an das bereits bestehende Kernnetz, sowie auch an das neue 5G Standalone Kernnetz angebunden. Im kommenden Jahr will die Telekom 5G Standalone auf weiteren Frequenzbändern ausrollen. In dieser Zeit wird auch die Technologie weiterentwickelt und optimiert. Sobald erlebbare Anwendungen für Kunden da sind, startet die kommerzielle Nutzung. 5G Standalone kommt ohne LTE-Technik im Kernnetz aus. Diese Technologie bildet die nächste Stufe von 5G. Sie ermöglicht eine minimale Reaktionszeit von unter 10 Millisekunden und sogenanntes Network Slicing. Dabei wird das Netz in virtuelle Scheiben geteilt. Diese können für individuelle Anforderungen konfiguriert werden, zum Beispiel für Gaming oder Videostreams. 

Vodafone erreicht ebenfalls mehrere Millionen Menschen. Im O2 Netz sieht das dagegen noch nicht ganz so gut aus, das Unternehmen hat vorrangig die größeren Städte ausgebaut und beginnt jetzt auch die ländlicheren Bereichen zu versorgen. 1&1 hat bisher noch kein 5G Netz gestartet.

Bei den D-Netz Marken bekommt man aktuell also in vielen Fällen bereits 5G, während es im O2 Netz teilweise noch eher schlecht aussieht. Das hat zwar nichts mehr mit der D-Netz Technik zu tun, die Unterschiede bei der Netzqualität ziehen sich aber weiter durch.

Video: O2 bietet nun auch gedrosselt LTE an

Die Historie der D-Netze in Deutschland

Die D-Netze in Deutschland sind mittlerweile 30 Jahre als und wurden in den 90er Jahren als Ergänzung und später dann auch als Ersatz für das bis dahin genutzte C-Netz ausgebaut. Durch die digitale Technologie im Hintergrund waren sie sehr viel moderner und boten mehr Funktionen als das C-Netz, allerdings dauerte es etwas, bis auch der Netzausbau so weit war, dass die Netzabdeckung in den D-Netzen mit der im C-Netz mithalten konnte.

Das D1-Netz wurde von der Telekom Tochter T-Mobile Deutschland (damals noch De.Te.Mobil Deutsche Telekom Mobilfunk GmbH) 1992 gestartet, das Unternehmen nahm zum 1. Juli 1992 den Betrieb auf. Die Netzabdeckung war am Anfang zwar noch eher gering, aber die Preise waren niedriger als im C-Netz und daher konnte das Unternehmen bereits Ende 1993 auf knapp eine halbe Millionen Kunden im D1 Telekom Netz verweisen. Die ersten Vorwahlen im D1 Netz waren die 0170 und die 0171 – allerdings reichten die Vorwahlen bereits nach einigen Jahren nicht mehr aus und wurden daher um die mobilen Vorwahlen 0160, 0175 und die 0151 erweitert. Alle diese Vorwahlen gehören heute noch zum Telekom-Rufnummernkreis, können aber natürlich auch in andere Handy-Netze portiert werden. Vor allem die 0170 und 0171 Rufnummern sind immer noch sehr begehrt und kaum zu bekommen, auf Ebay werden oft hohe Preise für diese Rufnummern geboten.

D2 Netz Callya Boxen mit D2 Mannesmann und D2 Privat Markenname

Das D2-Netz wurde ursprünglich von der Mannesmann AG gestartet und man gründete dazu die Mannesmann Mobilfunk GmbH. Am 30. Juni 1992 wurde dabei der kommerzielle Betrieb der D2-Netze gestartet, damit gab es das D2 Netz sogar noch vor dem D1 Netz auf dem Markt. Auch im D2 Netz war der Netzausbau am Anfang noch sehr lückenhaft und das Netz startet in erster Linie in den deutschen Großstädten. Es gab nur 200 Funkstationen für das Netz, der Ausbau wurde aber deutlich forciert um immer mehr Nutzer zu erreichen. Im Zuge der weiteren Entwicklung wurde dann Mannesmann durch Vodafone übernommen und die Mannesmann Mobilfunk GmbH firmierte ab 2002 unter dem Namen Vodafone D2 GmbH. Seit 2013 wurde dann der D2 Namenszug weggelassen, seit dem wird das D1 Netz nur noch von der Vodafone GmbH betrieben. Diese Bezeichung findet man auch heute noch im Impressum von Vodafone.

Vorwahl 0035 – was steckt hinter dieser Nummern und ist es sicher diese Anrufe anzunehmen?

Vorwahl 0035 – was steckt hinter dieser Nummern und ist es sicher diese Anrufe anzunehmen? – Nutzer in Deutschland berichten ab und an von Anrufen mit der Vorwahl 0035 und oft sind sich die Verbraucher dann unsicher, was hinter diesen Anrufen steckt und ob es sicher ist, so einen Anruf anzunehmen. Tatsächlich scheint es immer wieder Wellen zu geben, bei denen solche Anrufe von ausländischen Callcentern getätigt werden. In diesem Artikel wollen wir die Hintergründe zu solchen Anrufen aufzeigen und Hilfestellung geben, wie man mit Spam oder ähnlichen unangenehmen Anrufen umgehen kann.

Vorwahl 0035 – was steckt hinter dieser Nummern

Gleich zu Anfang eine Entwarnung: die Vorwahl 0035 ist eine ganz normale Auslandsvorwahl und man kann damit andere Länder erreichen. Ein Anruf von der 0035 ist also nicht zwangsläufig eine Gefahr, sondern kann auch reale Gründe haben – beispielsweise wenn man einen Urlaub in diesem Land gebucht hat oder es Verwandte oder Bekannte vor Ort gibt. Dennoch gibt es natürlich auch Probleme mit dieser Vorwahl, mehr dazu haben wir im weiteren Verlauf des Artikels zusammengestellt.

Anderes als andere Auslandsvorwahlen (beispielsweise die 0044 oder die 0033) steht die 0035 aber nicht nur für ein Land, sondern gleich für mehrere Länder. An der Ziffer nach der 0035 erkennt man dabei, um welches Land es sich handelt:

Albanien00355 bzw. +355
Bulgarien00359 bzw. +359
Finnland00358 bzw. +358
Gibraltar00350 bzw. +350
Irland00353 bzw. +353
Island00354 bzw. +354
Luxemburg00352 bzw. +352
Malta00356 bzw. +356
Portugal00351 bzw. +351
Zypern (griechisch)00357 bzw. +357

Die Auslandsvorwahlen können dabei sowohl durch eine doppelte 00 oder ein + angewählt werden. Man kann sich also beispielsweise aussuchen, ob man bei Anrufen nach Irland die 00350 oder die +350 vorwählt. Beides hat die gleiche Funktion und würde eine Verbindung nach Irland aufbauen. Gleiches gilt für die anderen Ländern, die man unter der Vorwahl 0035 erreichen kann.

HINWEIS: Es gibt auch in Deutschland einige Ortsvorwahlen, die mit der 035 beginnen. Dann ist die Verwechslungsgefahr groß. Beispielsweise hat Dresden die Vorwahl 0351 und Pirna die 03501. In dem Fall sollte man genau hinschauen, ob ein Anruf aus Sachen oder nicht doch aus dem Ausland kommt.

Spam von der Vorwahl 0035

Leider gibt es aber auch von der Vorwahl 0035 immer wieder Anrufe, die Spam sind und hinter denen in erster Linie Betrugsversuche stecken. Vor allem angebliche Microsoft-Calls werden immer wieder berichtet – also Anrufe, die angebliche von Microsoft-Mitarbeiter kommen, die aber in erster Linie darauf abzielen, die Rechner der Angerufenen zu hacken.

So fragt ein Nutzer im Microsoft Forum:

Ich habe mehrfach Anrufe erhalten (Handy und Festnetz) von Anschlüssen mit der Vorwahl 0031 und 0035 von einem angeblichen „Technical Support“ von Microsoft. Auf englisch wurde ich von einer Frauenstimme mit asiatischem Akzent darüber in Kenntnis gesetzt, dass mein Computer angeblich falsche Signale sende. Was ist das?

Vergleichbare Vorfälle findet man auch in anderen Foren und mit anderen Rufnummern. Generell sollte man immer wenn angeblich Microsoft anruft davon ausgehen, dass es sich um einen Betrüger handelt. Das Unternehmen ruft in der Regel nicht von sich aus an.

Die Bundesnetzagentur ist auch bereits gegen Rufnummern mit der 0035 Vorwahl vorgegangen und hat Anfang 2022 beispielsweise ein Inkassierungsverbot gegen eine Rufnummer dieser Art verhängt. Damit dürfen keine Rechnungen mehr zu dieser Rufnummer ausgestellt werden, eventuell angefallene Kosten müssen daher nicht bezahlt werden. Hintergrund war hier Hacking – bei der Bundesnetzagentur meistens ein Hinweis auf die bereits genannten angeblichen Mitarbeiter des Microsoft Supports. Die betroffenen Rufnummern:

0027615557260, 0027740285890, 0027812760050, 0027846602320, 002917149163, 00351930111080, 0037630016081, 0037630016082, 00380503065212

Bereits im Dezember gab es eine ähnliche Anordnung der Bundesnetzagentur gegen eine Rufnummer auf dem 0035 Nummernkreis. Auch dabei wurde ein isoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot verhängt. Betroffen war dabei die folgende Nummer:

00265997199260, 00265997327140, 00265998375240, 00265998444210, 0026663429917, 002917548532, 00355684034724, 0037065524290

Es gibt also durchaus immer mal wieder Spam von Rufnummern mit der Vorwahl 0035, aber zumindest Ping Anrufe und auch Spam SMS scheinen derzeit nicht im Umlauf zu sein. Dennoch sollte man bei Anrufen mit dieser Vorwahl vorsichtig sein und überlegen, ob es einen sinnvollen Grund für so einen Anruf gibt oder ob man auf einen Betrugsversuch gefasst sein muss.

So schützt man sich gegen Spam von der 0035

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0035 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

Datapass.de und pass.telekom.de – was steckt hinter diesen Netz-Diensten?

Datapass.de und pass.telekom.de – was steckt hinter diesen Netz-Diensten? – Mobilfunk-Kunden im Telekom Netz werden ab und an mit Dienst-Webseiten konfrontiert, die unter datapass.de oder pass.telekom.de zu finden sind. Häufig wird auf diese Webseiten in SMS hingewiesen, die von der Kurzwahl 7277 kommen. Dieser Dienst ist dabei kein Spam, sondern der technische Service der Telekom im Datenbereich.

Prinzipiell ist die Funktionsweise von Datapass.de und pass.telekom.de dabei gleich, lediglich der Kundenkreis ist unterschiedlich: pass.telekom.de ist die Webseite für die originalen Telekom Kunden und datapass.de wird in erster Linie von den Discountern und Drittanbietern im Telekom-Netz genutzt. Sie bieten aber letztendlich den gleichen Service – Drittanbieter haben es aber natürlich nicht gern, wenn ihre Kunden auf die Webseite der Telekom geleitet werden. Daher hat man dazu das neutrale datapass.de Angebot geschaltet.

Man kann diese Webseite dabei selbst aufrufen und teilweise wird die Webseite auch selbst vorgeschaltet. Wenn beispielsweise keine Datenflat gebucht ist, wird häufig diese Webseite vor dem Surfen aufgerufen und die Möglichkeit zur Buchung einer Tagesflat oder einen anderen Flat geboten. Vodafone bietet einen vergleichbaren Service unter center.vodafone.de an.

HINWEIS: Die Webseiten lassen sich nur mit einem Mobilfunk-Tarif sinnvoll aufrufen, nur dann stehen die Funktionen zur Verfügung. Bei Aufrufen aus dem normalen Internet gibt es nur eine Fehlermeldung bzw. einen Hinweis, dass man einen Handytarif nutzen sollte.

Die Service-Webseite bietet dabei mehrere Funktionen:

  • den aktuellen Datenverbrauch anzeigen lassen
  • den Abrechnungszeitraum anzeigen (man sieht auch, wann wieder neues Datenvolumen zur Verfügung steht)
  • die Möglichkeit, neue Datenoptionen nachzubuchen oder auch das Volumen kostenpflichtig aufzustocken
  • teilweise werden auch Aktionen über diese Seite abgewickelt, beispielsweise wenn es kostenfreies Datenvolumen gibt. In der Regel wird gratis Datenvolumen aber nur über die App angeboten und nicht über die Serviceseiten.

Die Webseiten steht dabei für die Tarife im D1 Netz der Telekom zur Verfügung und ist nur dann erreichbar, wenn man mit der Simkarte im mobilen Internet unterwegs ist. Wenn man die Webseite aus einem WLAN aufruft oder mit einem Festnetz-Anschluss, bekommt man nur einen Fehlerhinweis angezeigt.

Welche Datentarife und Optionen zur Auswahl stehen, hängt dabei jeweils vom Anbieter ab. Wer also mit einem originalen Telekom Tarif surft, bekommt andere Angebote unter diesen Webseiten angezeigt als Kunden von Constar oder Klarmobil Nutzer, die diese Webseite aufrufen.

Der Aufruf von datapass.de und pass.telekom.de ist dabei kostenfrei und kann auch dann durchgeführt werden, wenn man beispielsweise kein Datenvolumen mehr auf der Simkarte hat oder auch kein Guthaben auf der Prepaidkarte mehr zur Verfügung steht

Datapass.de und pass.telekom.de nicht erreichbar?

HINWEIS: Beide Seiten lassen sich im Normalfall auch ohne Guthaben und ohne Datenflat aufrufen. Es muss aber natürlich eine Internetverbindung vorhanden sein. Falls das nicht der Fall ist, sollte man zuerst das Verbindungsproblem lösen: Das hilft bei Problemen mit Netz und Empfang.

Wie oben bereits geschrieben sollten die beiden Webseiten an sich jederzeit und auch ohne Datenflat oder Guthaben erreichbar sein. Falls diese Seiten dennoch eine Fehlermeldung ausgeben, liegt das meistens an grundsätzlichen Problemen mit der Internet-Verbindungen. Das passiert leider durchaus oft. So fragt ein Nutzer bei GuteFrage:

Ich habe mir für mein Privathandy (Android 4.4.2 ARCHOS 40d Titanium) eine Prepaidkarte gekauft und möchte nach einer Flatrate jetzt die Messagingoption buchen über http://Datapass.de doch bei google Chrome und Opera wird mir die Seite im mobilen Netz nicht angezeigt. Dort steht, sie könne nicht gefunden werden. Woran liegt das und wie fixe ich das?

Und ein Congstar Kunden fragt direkt:

Hallo zusammen, bei mir funktioniert der Aufruf von datapass.de im Standardbrowser von Android (=Chrome) nicht mehr. Musste mir extra Firefox installieren, sollte natürlich in ALLEN Browsern funzen. Wer ist dafür zuständig? Die Telekom? Congstar? …? Danke!

Daher sollte man folgende Punkte prüfen, wenn datapass.de und pass.telekom.de nicht aufgerufen werden können:

  • hat das Handy allgemeinen Netzempfang oder gibt es generell Probleme mit dem Empfang?
  • sind die APN Einstellungen korrekt gesetzt?
  • ist das WLAN deaktiviert? Mit WLAN wird die Simkarte nicht erkannt und daher ist auch kein Zugriff auf datapass.de oder pass.telekom.de möglich
  • ist man eventuell im Ausland unterwegs und kein Roaming aktiviert?
  • dazu kann es helfen, die Seite in unterschiedlichen Browsern aufzurufen

Bei dauerhaften Problemen mit diesen Webseiten sollte man auf jeden Fall den Kundenservice des eigenen Anbieters kontaktieren und prüfen lassen, warum es diese Probleme gibt.

0034 – das steckt hinter Anrufen mit der +34 Vorwahl

0034 – das steckt hinter Anrufen mit der +34 Vorwahl – Nutzer berichten immer wieder, dass sie Anrufe auf dem Handy oder auch auf dem Festnetz-Telefon haben, die mit der Vorwahl 0034 beginnen und die man nicht direkt zuordnen kann. Viele Verbraucher wissen auf Anhieb nicht, was hinter der Vorwahl 0034 steckt und sind sich daher unsicher, ob man so einen Anruf annehmen kann oder ob es eventuell gefährlich ist, auf diese Vorwahl zu reagieren.

In diesem Artikel wollen wir einen Überblick geben, was man bei Anrufen mit der 0034 Vorwahl erwarten kann und auch was es zu beachten gibt.

Was steckt hinter der Vorwahl 0034

Grundsätzlich ist die 0034 eine internationale Vorwahl und daher erst mal eine ganz normale Auslandsvorwahl. Die 0034 steht dabei für Spanien und bedeutet daher, dass der Anruf aus Spanien kommt bzw. die Rufnummer in das spanische Festnetz oder Mobilfunk-Netz gehört. Bekannte andere Auslandsvorwahlen sind beispielsweise die 0033, die 0044 oder auch die 0043. Ein Anruf mit der 0034 ist also vor allem ein Anruf aus Spanien oder noch keine Gefahr oder ein Problem.

Wie bei Auslandsvorwahlen üblich kann man diese Vorwahl auf verschiedene Weise eintippen. Möglich ist:

  • 0034
  • +34

In beiden Fällen wird Spanien als Zielland angewählt. Umgekehrt weiß man bei beiden Schreibweise auch, dass ein Anruf aus Spanien getätigt wurde.

HINWEIS: Es gibt auch einige deutsche Ortsvorwahlen, die der 0034 ähnlich sind. Dann besteht Verwechslungsgefahr. Beispielsweise steht die 03421 als Vorwahl für Torgau und die 043208 für Löbnitz und einige andere Orte haben ebenfalls solche Vorwahlen. Daher sollte man genau hinschauen, nur wenn die 00 davor steht kommt der Anruf aus dem Ausland.

Es existiert darüber hinaus auch die 032 als spezielle Vorwahl für VOIP Anschlüsse. Auch hier kann man Rufnummern leicht verwechseln. Anrufe mit nur der 032 als Vorwahl stammen von einem VOIP Anschluss und sind daher keine Auslandsanrufe.

Welche Kosten verursachen Anrufen auf eine Rufnummer mit 0034?

Wer von einer Rufnummer mit der 0043 angerufen wird und zurückrufen möchte, sollte sich im Klaren sein, dass deutsche Allnet Flatrates für diese Rufnummern nicht gelten und auch das kostenlose Roaming in der EU hier nicht greift. Das betrifft nur Anrufe IN Spanien, aber nicht Anrufe nach Spanien.

Verbindungen auf eine 0034 Rufnummern werden also fast immer über den Auslandstarif des jeweiligen Anbieters abgerechnet und man zahlt daher den Preis (meistens) für die Tarifzone 1. Es kann auf jeden Fall nicht schaden vor einem Rückruf in den Tarifdetails oder über den Support zu prüfen, welche Kosten konkret dafür entstehen.

Spam von Rufnummern mit 0034 Vorwahl

Leider gibt es auch immer wieder deutliche Hinweise auf Spam und Betrugsversuchen mit der Rufnummer 0034. Das können einfache Ping-Anrufe sein, mit denen ein teurer Rückruf provoziert werden soll, es gibt aber auch SMS Spam von dieser Rufnummer und teilweise auch Hacking-Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. Seltener sind dagegen Call Center Anrufe aus dem Immobilienbereich.

Im AntiSpam Forum schreibt ein Nutzer beispielsweise zu Problemen mit einer +34 Rufnummer:

Kennt jemand von Euch das Problem, dass Ihr/Sie ständig (innerhalb der letzten ca. 5 Tage wiederholt) Anrufe mit einer Vorwahl von Spanien 0034… erhaltet?
Gehen die Spammer neuerdings über Auslandsnummern?
Ich habe zunächst vermutet, dass jemand seriöses mich wegen der Arbeit anrufen wolle, und habe (über Billiganbieter) mal zurück gerufen. Aber da erscheint nur die Ansage, dass diese Nummer nicht existiert (‚Kein Anschluss unter dieser Nummer‘). Zur Info: die Nummer lautet: 003473217298. Vielleicht kann man ja darüber eine Firma ausfindig machen? Mich würde es wirklich langsam mal interessieren, nervigen Leuten mit einer Strafanzeige gegenüber zu treten!! — Im übrigen erfolgen diese Anrufe wohl immer von dieser Nummer aus (so zeigt es gerade meine fritzbox.

Im Microsoft Forum gibt es ebenfalls Hinweise auf Spam unter einer Rufnummer mit der 0034 Vorwahl:

Verdächtiger Anruf von Nummer 00349292322804 mein Computer melde einen Befall und sei gefährdet – Ich habe heute um ca 13.45 einen Anruf von eingangs erwähnter Nummer erhalten. Der Typ am anderen Ende sprach Englisch mit deutlichem indischen Akzent (könnte auch Nigerianisch sein) und behauptete,  er sei von Windows Security…. Mein Computer melde Fehler und sei für Hackerangriffe gefährdet. Ich fragte ihn, warum man mich vom Ausland anrufe und nicht von Microsoft Schweiz. Er meinte, er sei von Microsoft Security (vorher Windows Security.(!).. und ich solle mich als Administrator anmelden auf meinem PC (Ctrl + Windowstaste etc.)  Darauf habe ich ihm gesagt, wenn er von Microsoft Security sei, dann bin ich Jesus Christus, habe ihm einen schönen Tag gewünscht und habe aufgelegt. (Die Vorwahl 0034 kommt von den Kanarischen Inseln) Der Frechling hat eine halbe Stunde später nochmals angerufen aber ich habe ihn leerlaufen lassen….

Bei Anrufen mit einer 0034 Vorwahl sollte man daher auf jeden Fall vorsichtig sein und keine persönlichen Daten freigeben. Wenn es keinen nachvollziehbaren Grund für einen solchen Anruf gibt (Urlaub, Business oder auch eventuelle Verwandte) kann man solche Anrufe auch gleich wegdrücken – dann gibt es gar keine Probleme mit eventuellen Betrugsversuchen am Telefon.

So schützt man sich gegen Spam von der 0034

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten. Die Apps helfen natürlich nicht nur bei Problemen rund um die Vorwahl 0034, sondern auch generell gegen Fake-Anrufe und Spam.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0034 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.