Bestes Handy-Netz für den Wohnort – so findet man die Netzqualität heraus

Bestes Handy-Netz für den Wohnort – so findet man die Netzqualität heraus – Wer nach dem besten Netz für die eigene Wohnung und in der eigenen Stadt sucht, kann meistens mit Netztests wenig anfangen. Diese gibt es zwar regelmäßig für alle Netze, aber sie geben eher einen Gesamteindruck beispielsweise von Vodafone Netz oder dem O2 Netz und sagen wenig über die Netzqualität und die Netzabdeckung direkt vor Ort aus. Am eigenen Standort und vor allem in einer Wohnung können diese Werte oft deutlich abweichen und dass bedeutet dann, dass ein recht gutes Netz regional durchaus Schwächen haben kann und das beste Netz bundesweit am eigenen Wohnort vielleicht doch keine so gute Performance liefert.

Dennoch gibt es natürlich Möglichkeiten, wie man prüfen kann, ob sich ein Netzwechsel lohnen kann und welches Netz in der eigenen Region die besten Ergebnisse bietet. Der erste Anlaufpunkt sollten dabei immer die Netzausbaukarten der Anbieter sein. Diese sind kostenfrei und zeigen, wie die Netzbetreiber in der eigenen Region und am eigenen Wohnort ihre Netze bereits ausgestattet haben.

Die Netzabfragen für die einzelnen Anbieter:

TIPP: Die besten Infos rund um die Netzqualität bekommt man in der Regel von Freunden und bekannten, die vor Ort das Netz bereits genutzt haben. Auf diese Weise erfährt man recht gut, ob die Nutzer mit dem Netzausbau und der Leistung zufrieden waren oder ob es größere Probleme gab und gibt.

Die Netzausbaukarten der Anbieter zeigen aber in der Regel nur den theoretischen Ausbaustand. Bei Störungen vor Ort oder auch in Bereichen im Funkschatten kann der tatsächliche Empfang abweichen, das gilt auch für die Indoor Netzabdeckung der jeweiligen Anbieter. Daher gibt es externe Projekte, die einen anderen Ansatz haben und die Netzabdeckung per App von den jeweiligen Nutzern ermitteln. Dann wird tatsächlich die reale Netzqualität vor Ort erfasst und aufgezeichnet, das ergibt dann oft ein besseres Bild als die Netzausbaukarten der Anbieter. Solche externen Maps zu Netzabdeckung gibt es beispielsweise hier:

Der Nachteil dabei: war noch kein Nutzer mit der jeweiligen App in der Region gibt es auch keine Testergebnisse oder nur alte Werte. Die besten Resultate liefern solche Portal daher in den Ballungsräumen – da gibt es aber auch nur selten Probleme mit dem Netz und dem Empfang.

HINWEIS: Ältere Artikel und Ratgeber beziehen sich oft noch auf die Netzqualität und die Netzabdeckung im 3G Bereich. Das 3G Netz ist aber mittlerweile bei fast allen Anbieter abgeschaltet und wird noch in diesem Jahr abgeschaltet. Daher sollte man sich an neueren Publikationen orientieren und zumindest den 4G/LTE Ausbaustand prüfen.

Die Netzabdeckung im 5G Bereich

Im 5G Bereich ist die Netzabdeckung und die Netzqualität noch extrem unterschiedlich. Hier merkt man sehr deutlich, wie stark und mit welcher Technik die Unternehmen den Ausbau angegangen sind. Die Telekom bietet derzeit das am weitesten ausgebaut 5G Mobilfunk-Netz in Deutschland und man hat im D1 Netz deutlich öfter 5G als in den anderen Handy-Netzen. Aber auch bei der Telekom bekommt man derzeit noch kein flächendeckendes 5G Netz – man sollte also auch da vorher abfragen, ob es 5G Netzbereiche am eigenen Wohnort und in der eigenen Region gibt. Dazu kann man die oben genannten Netzausbaukarten der jeweiligen Anbieter nutzen.

Aktuell bauen alle Netzbetreiber im 5G Bereich auch deutlich aus. Es kann sich daher lohnen, die Ausbaukarten ab und an zu prüfen um zu schauen, ob sich am eigenen Wohnort und in der eigenen Region bereits etwas getan hat, die Chancen dafür stehen zumindest recht gut.

Die Netzabfrage bei den LTE Tarifen

Viele Nutzer haben noch keine 5G Tarife, weil beispielsweise das eigene Handy noch kein 5G unterstützt oder der genutzte Mobilfunk-Tarif bisher noch nicht für 5G freigeschaltet wurde. In dem Fall kann man nicht auf die 5G Netzbereiche des eigenen Anbieters zurückgreifen und dass kann bedeuten, dass die Netzqualität auf den Ausbaukarten teilweise deutlich abweicht. Man sollte in dem Fall daher die 5G Netzbereiche in den Karten deaktivieren und bekommt dann ein realistischeres Bild, welche Netzabdeckung und Netzqualität zu erwarten ist. Einige Anbieter (wie beispielsweise Congstar) haben noch kein 5G auf der eigenen Netzkarte, weil das Unternehmen noch keine 5G Tarife anbietet. Die Abfrage des Congstar Netzes zeigt also immer die LTE Abdeckung an.

Netzqualität auch außerhalb des eigenen Wohnortes

Wer viel unterwegs ist, braucht Mobilfunk-Netz nicht nur an der eigenen Adresse, sondern an vielen unterschiedlichen Standorten. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang dann das D1 Handy-Netz, denn die Telekom belegt in den Netztest in der Regel stabil den ersten Platz und daher hat man mit dem Telekom Mobilfunk-Netz die besten Chancen auf ein gutes Netz und hohe Datenraten. Das ist zwar keine absolute Garantie, dass man immer Empfang und schnelles Internet hat (auch die Telekom hat noch weiße Flecken), aber die Chance ist besser als bei den anderen beiden Netzbetreiber. Mehr dazu: Telekom Netz | Telekom Netztest | Telekom Pluskarten

Die Testergebnisse des Telekom Netz im Überblick

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
Stiftung Warentest 20221 (GUT, Note 1,6)GUT, Note 1,8SEHR GUT, Note 1,2
CHIP 20201Schulnote 1,21Schulnote 1,30
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schulnote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 – GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91
Die Ergebnisse der Netztest sind nicht unbedingt untereinander vergleichbar, da sowohl Bewertung als auch die Technik für die Messungen recht unterschiedlich sind. Die Entwicklung der Netztest des gleichen Magazins ist aber durchaus aussagekräftig.

Die Netzabfragen für die einzelnen Anbieter:

Telekom Pluskarten: Zusatz-Flatrates im Mobilfunk-Netz der Telekom

Telekom Pluskarten: Zusatz-Flatrates im Mobilfunk-Netz der Telekom – An der Netzqualität im Telekom Netz gibt es wenig auszusetzen. Das Unternehmen belegt mit dem D1 Netz bereits seit Jahren den ersten Platz unter den deutschen Mobilfunk-Netzen. Allerdings schrecken die vergleichsweise hohe Preise für die Telekom Flatrates Nutzer durchaus auch ab. Daher hat sich das Unternehmen nun ein Konzept überlegt, um die Kosten zu senken und geht dabei den Weg von Zusatzkarten. Unter dem Namen Pluskarte kann man zu einem Grundtarif noch weitere Flatrates buchen, die dann deutlich günstiger sind. Die erste Pluskarte zu jedem Vertrag kostet dabei 19.95 Euro und beinhaltet eine Allnet Flat mit Datenvolumen in der gleichen Höhe wie bei der Grundflatrate. Jeder weitere Zusatzkarte (Pluskarte+ genannt) kostet dann sogar nur noch 9.95 Euro und hat aber ebenso die gleichen Konditionen. Auf diese Weise sinkt der Preis für die gesamte Buchung, je mehr Nutzer sich Flatrates zu einem Grundtarif holen.

Am Netz der Flatrates ändert sich nichts, auch wenn man sie als Pluskarte bucht, bekommt man die gute D1 Telekom Netz Qualität und die Features, die auch die Grundtarife bei der Telekom haben:

  • LTE max im 4G Bereich mit Geschwindigkeiten von bis zu 300MBit/s – VoLTE und WLAN Calling gibt es ebenfalls
  • kostenloser 5G Zugang mit unbegrenztem Speed sofern 5G in der eigenen Region bereits zur Verfügung steht (VoNR bzw. Vo5G gibt es aber noch nicht)
  • die Pluskarte kann auch als eSIM gebucht werden und kann daher direkt auf Handys und Smartphones geladen werden

Im 5G Bereich erreicht die Telekom mittlerweile mehr als 96 Prozent der Bundesbürger, aber in der Fläche gibt es doch noch weiße Flecken ohne 5G Ausbau. Daher kann es nicht schaden, den Ausbaustand der neuen Technik auch bei den Telekom Pluskarten über die Ausbaukarte der Telekom zu prüfen, wenn man diese Technik nutzen möchte.

Die Pluskarte der Telekom kann dabei erfreulicherweise mit einer kürzeren Laufzeit als der Grundtarif gebucht werden. Man ist daher sowohl an die Telekom Pluskarte als auch an die Pluskarte+ nur einen Monat gebunden, wenn man es möchte und kann dann auch wieder kündigen. Es besteht aber natürlich auch die Möglichkeit, die 24 Monate Laufzeit zu wählen. Wer ein Handy zur Pluskarte möchte, hat sogar immer die Vertragslaufzeit von 2 Jahren.

Die Telekom Pluskarte ist dabei aber KEINE MultiSIM, sondern jeweils ein eigenständiger Tarif, der nur zusammen mit dem Haupttarif abgerechnet wird und ansonsten eine eigene Rufnummer und auch ein eigenes Datenvolumen hat. Die Tarife sind daher tatsächlich für mehrere Nutzer geeignet, die jeweils einen eigenen Handytarif benötigen. Wer mehreren Simkarten zu einem Mobilfunk-Tarif benötigt (um beispielsweise mehrere Geräte ins Netz zu bekommen) sollte die richtigen MultiSIM buchen. Diese sind dann sogar noch etwas günstiger als die Pluskarten.

Die Ergebnisse der Telekom Netztest in den letzten Jahren

Den Ausbaustand der Telekom und den Anbietern im Telekom Netz kann man sich auf der Ausbaukarte der Telekom anschauen. Die Leistungsfähigkeit in der Praxis wurde dann in den letzte Jahren mehrfach in verschiedenen Netztests verglichen und die allgemeine Ergebnisse haben wir hier zusammengestellt. Man kann da bei sagen, dass die Telekom im Netztest bei fast allen Tests und Testern in den letzten Jahren immer den ersten Platz belegt hat und damit im Mobilfunk-Bereich das beste Netz in Deutschland bietet. Der Unterschied zum Vodafone Netz fällt an der Stelle zwar immer unterschiedlich aus und ist mal mehr oder weniger groß, aber dennoch bleibt die Telekom in allen Netztests derzeit vorn.

Die Testergebnisse des Telekom Netz im Überblick

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
Stiftung Warentest 20221 (GUT, Note 1,6)GUT, Note 1,8SEHR GUT, Note 1,2
CHIP 20201Schulnote 1,21Schulnote 1,30
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schulnote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 – GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91
Die Ergebnisse der Netztest sind nicht unbedingt untereinander vergleichbar, da sowohl Bewertung als auch die Technik für die Messungen recht unterschiedlich sind. Die Entwicklung der Netztest des gleichen Magazins ist aber durchaus aussagekräftig.

Die Testergebnisse werden in der Regel auch im Detail so bestätigt. So schreibt man beispielsweise bei Connect wie folgt:

In Deutschland fährt eine starke Telekom zum achten Mal in Folge den Gesamtsieg ein. Dabei konnten sich die Bonner sogar abermals leicht steigern. Auch in unserer neuen Crowd-Disziplin führt die Telekom das Vergleichsfeld an. Vodafone bleibt in der Gesamtleistung etwa gleich, was den Düsseldorfern einen guten zweiten Platz einbringt. Auch der im Crowdsourcing von Vodafone erzielte Score liegt im guten Mittelfeld. O2 bleibt zwar auch in diesem Jahr mit einigem Abstand auf dem dritten Rang, die Münchner haben ihre Leistungen im Vergleich zum Vorjahr aber klar gesteigert. Besonders in Großstädten zeigen sich die Ergebnisse der Anstrengungen beim Zusammenschluss und Ausbau der ehemals getrennten Netze von E-Plus und O2. In Kleinstädten und auf Verbindungsstraßen bleibt allerdings noch einiges zu tun.

Auch die Stiftung Warentest sieht das Telekom Netz 2022 auf dem ersten Platz. Die Tester schreiben dazu:

Die Telekom behauptet den Spitzen­platz, wenn auch knapp. Bester Konkurrent ist Vodafone. Knapp dahinter liegt O2. Dieser Anbieter holte im Vergleich zum Test 2017 deutlich auf. Gut für den Geldbeutel: Ein neues Handy mit 5G für mobile Daten ist in den nächsten ein bis zwei Jahren nicht unbe­dingt nötig: Das 4G-Netz ist alltags­tauglich und das neue 5G-Netz noch lange nicht fertig.

Und bei Allnetflat-24.de heißt es zu den aktuellen Netztests der Telekom:

Wie bereits geschrieben liegt die Telekom bei fast allen Netztest auf dem ersten Platz, es gibt aber gerade im Bereich LTE und bei der Telefonie oft ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Vodafone und in einigen Bereichen kann Vodafone die Telekom sogar überholen. Da die Telekom aber neben dem Mobilfunk-Netz auch das Telekom-Festnetz betreibt, sollte man genau hin schauen, auf welches Netz genau sich ein Netztest bezieht. So hatte 1&1 im letzten Jahr in einem Werbespot mit dem „besten Netz“ geworben. Dies bezog sich aber nur auf die Leistungen im Festnetz-Bereich und nicht auf den Mobilfunk (1&1 betreibt gar kein eigenes Mobilfunk-Netz).

Insgesamt sind das also durchaus gute Punkte für die Telekom. Allerdings sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass für den praktischen Einsatz vor Ort der Netzausbau und die Verfügbarkeit des Telekom Netzes in der eigenen Region wichtig ist und weniger die allgemeine Bewertung im Telekom Netztest. Daher kann es von Region zu Region durchaus Abweichungen bei der Beurteilung geben.

Hinweis: die Netztest der unterschiedlichen Anbieter geben in der Regel nur ein pauschales Ergebnis zur deutschlandweiten Qualität des D1 Netzes der Telekom. Für eine Abschätzung der Qualität vor Ort und in der eigenen Region sind die Abfragen der Telekom sinnvoller. Dort kann man Speed und Netzabdeckung direkt erkennen:

Telefonate und Anrufe brechen ab – so kann man sich helfen

Telefonate und Anrufe brechen ab – so kann man sich helfen – Die Mobilfunk-Netze in Deutschland sind im Bereich Sprache mittlerweile flächendeckend ausgebaut und so hat man an sich immer eine relativ stabilen Empfang. Dennoch kann es passieren, dass die Gespräche unterbrochen werden und dann wieder neu angewählt werden müssen. Das passiert eher selten, kommt aber doch ab und an vor und das macht die Kommunikation dann natürlich nicht einfacher.

So schreibt ein Nutzer im Samsung Forum zu diesem Problem:

mein Mann und ich haben je ein S20 Plus (ohne ! 5G). Gekauft im November. Seit ein paar Wochen brechen bei beiden Geräten fast alle Gespräche ab. Mal nach einer Minute, mal nach 5… Egal mit wem wir telefonieren und egal ob Festnetz oder Mobil. Es liegt nicht an den SIM-Karten (wäre auch Zufall, wenn beide gleichzeitig defekt wären). Verschiedene Tips wie Flugmodus etc. haben wir schon probiert. Es liegen auch keine offenen Updates vom Betriebssystem an. So langsam bin ich am verzweifeln, ob es an den Handys selbst liegt… aber beide?

und im Forum von O2 berichten Nutzer über ähnliche Schwierigkeiten:

Seit etwa 3 Monaten brechen ständig meine Telefonate ab, in den letzten 4 Wochen sind kaum Anrufe zu führen. Wenn ich jemanden anrufe, komme ich entweder gar nicht erst durch (es gibt auch keinen Anrufton zu hören, d. h. ich höre nicht, ob es beim Gegenüber klingelt) oder das Gespräch bricht nach kurzer Zeit einfach ab. Was bei Privatfesprächen „nur“ lästig ist, wird bei beruflichen Anrufen oder anderen wichtigen Telefonaten (Anrufe bei Behörden, Ärzten etc.) inzwischen zum echten Problem.

Und wie ich in zahlreichen Foren lese, bin ich mit diesem Problem nicht alleine. Eine Kollegin hatte das gleiche Problem und hat aus diesem Grund den Anbieter gewechselt, eine Freundin hat ebenfalls das Problem … von einem Einzelfall kann wohl keine Rede sein.

Bei solchen Problemen wollen wir zeigen, wie man sich selbst helfen kann und wie man die Unterbrechungen bei Telefonaten und am Handy vermeidet.

HINWEIS: In diesem Artikel geht es in erster Linie über Anrufe, die direkt über das Mobilfunk-Netz geführt werden. Gespräche per Apps und VoIP (wie Skype oder WhatsApp) sind damit nicht gemeint.

Telefonate und Anrufe brechen ab – so kann man sich helfen

Unterbrechungen bei Gespräche liegen meistens am Netz und können mit Netzwechseln begründet sein. Daher sollte man prüfen, ob man sich in Bereichen aufhält, in denen der Empfang schlecht ist oder generell ab und an kein Netz vorhanden ist. Das könnte bereits den Abbruch von Telefonaten erklären. Für spezielle Anbieter haben wir separate Hinweise zusammengefasst, was man bei Problemen mit dem Netz tun kann. Die Artikel dazu finden sich hier: Telekom kein Netz | Congstar kein Netz | ALDI kein Netz | Klarmobil kein Netz | kein LTE Netz

Generell gibt es in Deutschland kaum noch unversorgte Netzbereiche. Die Bundesnetzagentur schreibt zu Abdeckungsgrad der Mobilfunk-Netze:

Mit dem aktuell dominierenden Mobilfunkstandard 4G (LTE) sind gegenwärtig ca. 96 Prozent der Fläche von mindestens einem Mobilfunknetzbetreiber versorgt.

Die Anfang des Jahres begonnene Abschaltung der 3G-Technologie ist fast abgeschlossen. Zum Erhebungsstand Ende Oktober 2021 sind noch ca. 13,3 Prozent der Fläche mit 3G versorgt. Telekom und Vodafone haben ihre 3G-Netze bereits im Sommer vollständig abgeschaltet. Telefónica wird diesen Schritt voraussichtlich Ende des Jahres vollzogen haben. Die dadurch freiwerdenden Frequenzen werden für die leistungsfähigeren 4G- und 5G-Netze eingesetzt.

Die Abschaltung des 3G-Netzes hat sich nicht negativ auf die Versorgungssituation ausgewirkt. Der Flächenanteil der weißen und grauen Flecken ist jeweils rückläufig und beträgt ca. 3,9 Prozent für weiße und ca. 6,8 Prozent für graue Flecken. Weiße Flecken sind Gebiete, in denen kein mobiles Breitband zur Verfügung steht. In grauen Flecken bietet nur ein Netzbetreiber mobiles Breitband an. Der Flächenanteil von Funklöchern ohne jede Mobilfunkversorgung ist ebenfalls leicht zurückgegangen und beträgt 0,36 Prozent.

Dennoch kann es natürlich passieren, dass man einen weißen Flecken ohne Versorgung trifft – das ist aber immer unwahrscheinlicher. Ein Blick auf die Ausbaukarten kann helfen, zu bestimmen, ob die Gesprächsabbrüche eventuell mit weißen Flecken zusammenhängen.

Ein anderer Punkt ist in diesem Bereich der Netzwechsel zwischen den unterschiedlichen Standards. Wer kein VoLTE nutzt oder der Tarif dies nicht unterstützt, muss bei Anrufen von LTE ins 2G Netz wechseln und das kann schief gehen. Dann kommt es zu Unterbrechungen. Gleichen gilt im 5G Bereich, wenn das Handy eventuell kein 5G unterstützt. Man sollte in den Verbindungseinstellungen prüfen, ob VoLTE aktiviert ist und auch, ob 5G mit eingestellt ist. Sollte der Tarif und das Handy noch kein 5G können, kann es helfen, die 5G Verbindungen abzuschalten.

Es kann in solchen Fällen auch sein, dass das Handy-Netz vor Ort technische Probleme hat. So eine Störung ist eher selten, kommt aber ab und an vor und als Verbraucher kann man an dieser Stelle recht wenig machen. Man sollte sich an den Support des eigenen Netzbetreibers werden und dort klären, ob es eine Störung gibt und wann diese behoben wird.

HINWEIS: Man sollte auf jeden Fall prüfen, ob sich mit der eigenen Sim diese Probleme auch in einem anderen Handy so einstellen. Falls nicht kann es auch an einen Problem mit dem Smartphone oder dem Betriebssystem liegen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die neuste Version von Android oder iOS zu nutzen und eventuell auch die Netzwerkverbindungen zurückzusetzen, um Fehler in diesem Segment auszuschließen.

TIPP: Netzwechsel bei dauerhaften Störungen

Sollten die Probleme dauerhaft sein und der Netzbetreiber sich nicht in der Lage zeigen, ein stabiles Netz für Gespräche zur Verfügung zu stellen, kann das ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. In dem Fall ist man nicht mehr an die Laufzeiten des Handyvertrags gebunden.

Allerdings sollte man beim Wechsel zu einem anderen Anbieter genau prüfen, welches Netz genutzt wird. Aktuell bietet die Telekom das beste Netz und die D1 Netz Anbieter haben in der Regel die beste Netzqualität in Deutschland. Vodafone kommt recht nahe an diese Qualität an und O2 liegt meistens auf den 3. und damit letzten Platz bei der Qualität der deutschen Mobilfunk-Netze. Beim Netzwechsel sollte man daher zu Anbietern im D-Netz greifen wenn man nach einer besseren Netzqualität sucht. Andere Anbieter im gleichen Netz haben dagegen dann auch die gleichen Netzprobleme. Wenn es bei O2 Probleme gibt, lohnt beispielsweise ein Wechsel zu den Drillisch Marken nicht, weil auch diese das O2 Mobilfunk-Netz nutzen.

Smishing – Was steckt hinter dem neuen Spam Trend und wie schützt man sich dagegen?

Smishing – Was steckt hinter dem neuen Spam Trend und wie schützt man sich dagegen? – Im mobilen Bereich gibt es immer wieder neuen Spam-Wellen und das sogenannte Smishing wird derzeit sehr stark ausgenutzt – entsprechend viele Nutzer sind von diesen Betrugsversuchen betroffen. Smishing ist dabei zusammengesetzt aus den Begriffen SMS und Phising und beschreibt letztendlich einen Phishing Versuch per SMS. Smishing ist daher eine Sonderform des bereits hinlänglich bekannten SMS Spam.

Nutzer erhalten dabei per SMS unterschiedliche Nachrichten: das reicht von einer Paketankündigung, über angebliche Bilder, die vom Empfänger im Internet aufgetaucht sind bis hin zur einfacher Nachricht mit einem „coolen Link“. Hintergrund ist immer, die Nutzer auf eine präparierte Internet-Seite zu locken um dort Daten abzugreifen oder Malware zu installieren.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik informiert Nutzer dazu wie folgt:

Im Frühjahr 2021 gaben die Täter häufig vor, dass die Empfängerinnen und Empfänger der SMS bald ein Paket erhalten oder eine Sendung zurück an die Absenderin beziehungsweise den Absender gehen soll. In einigen der SMS-Texte ist sogar eine persönliche Anrede zu beobachten. Dieses Phänomen wurde bereits im Bürger-CERT Newsletter vom 18.02.2021 aufgegriffen. Damals handelte es sich um das Android-Botnetz „MoqHao“. Diese Methode wurde in Deutschland verwendet, um weitere Android-Schadsoftware wie „FluBot“ und „TeaBot“ zu verbreiten.

Android-Nutzerinnen und -Nutzer bekommen über den Link in der SMS-Nachricht den Download einer App angeboten. Diese löst allerdings keines der vorgetäuschten Probleme, sondern späht lokale Adressdaten aus, verbreitet weitere schadhafte SMS-Nachrichten und führt Phishing-Angriffe durch. Dabei tarnen die Kriminellen die Schadsoftware z. B. als eine für die Paketverfolgung angeblich notwendige App von bekannten Logistikunternehmen wie FedEx oder DHL. Apple iOS-Anwenderinnen und -Anwender landen in der Regel auf Werbe- oder Phishing-Seiten.

In der Regel schützen aktuellen Betriebssystem davor, das die Geräte einfach beim Besuch einer solchen Seite infiziert werden, aber vor allem bei älteren Modellen und Geräten, die nicht alle Sicherheitsupdates haben, können bekannte Sicherheitslücken dazu führen, dass man direkt Malware auf das Handy lädt, einfach in dem man den Link aufruft. Das ist aber eher die Ausnahmen, meistens muss man aktiv eine App installieren oder Daten eingeben.

Smishing Angriffe werden häufig auch verwendet, um bereits vorhanden illegale Datensätze zu vervollständigen. Klick man den Link in den SMS an, weiß der Betrüger im Hintergrund, dass die Telefonnummer korrekt ist und das erhöht den Wert des Datensatzes. Dazu werden beim Aufruf des Links oft auch Daten zum genutzten Betriebssystem und Gerät übertragen, so dass solche Informationen ergänzt und für zukünftige Angriffe genutzt werden können. Im schlechtesten gibt das Opfer sogar noch weitere Daten in den Fragebogen hinter dem Link und ergänzt damit das Profil. Auf diese Weise steigt die Wahrscheinlichkeit, dass zukünftige Angriffe erfolgreich sind.

Generell gilt daher: bei Smishing versuchen nie auf den angegeben Link klicken und im besten Fall die SMS gleich löschen. Kommen solche SMS von bekannten Kontakten, wurden diese eventuelle gehackt und man sollte sie darüber informieren.

Das Netz und auch der Tarif macht dabei keinen Unterschied. Smishing gibt es daher sowohl im D1 Netz, im Vodafone Netz und auch im O2 Netz. Prepaid Karten sind davon ebenso betroffen wie Allnet Flat und neuere Tarife.

Wie schützt man sich vor Smishing Versuchen?

Den besten Tipp zum Schutz gegen Smishing haben wir oben bereits genannt: einfach die SMS ignorieren, auf keinen Fall auf die geschickten Links klicken und die SMS direkt löschen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt folgende Sicherheitstipps:

  • Klicken Sie nicht auf den Link und löschen Sie die Nachricht umgehend nach Erhalt. Sollte Ihnen der Absender oder die Absenderin bekannt sein, rufen Sie ihn oder sie zum Beispiel an und fragen Sie nach der Richtigkeit der SMS.
  • Sperren Sie über Ihr Betriebssystem die Absenderin beziehungsweise den Absender der Nachricht.
  • Laden Sie Apps nur aus den bekannten Stores herunter und nicht aus externen Quellen. Deaktivieren Sie unter Android die Installation von Apps aus unbekannten Quellen. Suchen Sie dafür in den Einstellungen nach „Apps aus unbekannten Quellen“ oder „Unbekannte Apps installieren“ und entfernen Sie dort den Haken.
  • Egal ob Android oder iOS: Aktualisieren Sie Ihr Gerät! IOS liegt momentan in der Version 15.0.2 vor. Android erhält Sicherheitsupdates für die Systeme 8.1, 9, 10 und 11. Tipps für einen wirksamen Basisschutz finden Sie auf unseren weiteren Webseiten.
  • Sie können bei Ihrem Mobilfunkanbieter die Drittanbietersperre aktivieren lassen. Dadurch lassen sich versehentliche Kosten oder eventuelle Kosten durch Schadsoftware weitestgehend vermeiden. Hinweise zur Umsetzung erhalten Sie über die Informationsangebote beziehungsweise Service-Portale ihres Mobilfunkproviders.

Sowohl für Android als auch für iOS (iPhone und iPad) gibt es dazu einige Apps, die helfen können, Spam zu erkennen und direkt auszusortieren. Im App-Store findet man eine Reihe von kostenlosen und kostenpflichtigen Diensten, die Anrufe und SMS mit Blacklists abgleichen und vor Spam warnen. Das hilft, den Spam im eigenen Postfach zu reduzieren und kann die Arbeit deutlich erleichtern. Wer sich für so eine Lösung entscheiden möchte, sollte im App Store nach Blacklist suchen. Dann findet man eine ganze Reihe von passenden Angeboten.

Weitere Sicherheitshinweise zu anderen Versionen des Spam haben wir hier zusammengestellt: Ping Anrufe | SMS Spam | Voicemail Spam

Wie kommen die Betrüger an die Rufnummern?

Wer Smishing SMS erhält, muss nicht zwangsläufig etwas verkehrt gemacht haben. Solche SMS sind auch kein Anzeichen dafür, dass das eigene Handy gehackt oder kompromittiert wurde. Die Rufnummern für die Spammer stammen häufig aus Hacks und Datenlecks von großen Plattformen. Dann werden oft komplette Datensätze der Kunden kopiert und im Darknet zum Verkauf angeboten. Die Rufnummer muss mittlerweile oft mit angegeben werden (2-Faktor Authentifizierung) und daher ist die Nummer bei solchen Leaks oft mit dabei und wird dann für Spam und Smishing genutzt.

Ob und über welche Plattform eventuell eigene Daten wurden, kann man hier nachprüfen:

Erreichbar sein im Katastrophenfall – so bekommt man eine Priorisierung im Mobilfunk-Netz

Erreichbar sein im Katastrophenfall – so bekommt man eine Priorisierung im Mobilfunk-Netz – Für absolute Ausnahmesituationen müssen die Netzbetreiber für Nutzer mit lebenswichtigen Aufgaben eine gesonderten und vorrangigen Handy-Anschluss bereits stellen, der auch dann noch funktioniert, wenn andere Nutzer vielleicht schon gar nicht mehr telefonieren können. Im Gesetz dazu ist festgelegt, dass die Betreiber solche priorisierten Anschlüsse „unverzüglich und vorrangig bereitzustellen und unverzüglich und vorrangig zu entstören“ haben. Allerdings muss man nachweisen, dass man zur berechtigten Personengruppe gehört und ganz kostenlos ist dieser Dienst auch nicht.

HINWEIS: Für Privatpersonen bzw. die private Nutzung ist eine solche Priorisierung generell nicht unbedingt gedacht. Es ist in solchen Fällen in der Regel auch wichtiger, Warnmeldungen zu bekommen und dafür soll Cell Broadcast sorgen.

Was bedeutet Priorisierung im Mobilfunk-Netz?

In Katastrophenfällen kann es dazu kommen, dass die Infrastruktur für den Mobilfunk massiv beschädigt ist und daher kaum noch mobile Nutzung möglich ist. In solchen Fällen arbeiten die Netzbetreiber meistens mit Hochdruck daran, alle Stationen wieder ins Netz zu bringen, bis dies soweit ist, können die Handynetze aber nur sehr eingeschränkt genutzt werden. Daher wird in diesen Fällen der Zugriff auf das Mobilfunk-Netz begrenzt. Nur wichtige Nutzer haben dann Zugriff auf das Mobilfunk-Netz und können dieses nutzen. Der Zugang auf diese Weise muss beantragt werden und man bekommt auch eine Info darüber, wenn man zum Priorisierungskreis gehört.

Die Bundesnetzagentur schreibt zur Freischaltung:

Das Telekommunikationsunternehmen, bei dem Sie den betroffenen Mobilfunkanschluss haben, hat Sie über den Abschluss der dafür getroffenen Vorkehrungen unverzüglich zu informieren. Ab diesem Zeitpunkt ist das bevorrechtigte Herstellen von Verbindungen für diesen Anschluss bei Kapazitätsengpässen in der Mobilfunkzelle möglich. Einer zusätzlichen Freischaltung der Vorrangfunktionalität in diesen Fällen durch den Netzbetreiber bedarf es nicht.

Zu den möglichen Nutzern eine Priorisierung gehören vor allem Nutzer, die wichtige Aufgabe für die öffentliche Sicherheit und bei der Rettung innehaben. Das Gesetz schreibt dabei von folgenden Gruppen:

  • Verfassungsorgane des Bundes und der Länder,
  • Behörden des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände,
  • Gerichte des Bundes und der Länder,
  • Dienststellen der Bundeswehr und der stationierten Streitkräfte,
  • Katastrophenschutz-, Zivilschutz- und Hilfsorganisationen,
  • Aufgabenträger im Gesundheitswesen,
  • Hilfs- und Rettungsdienste,
  • Rundfunkveranstalter,
  • Teilnehmer, denen von einer Behörde nach Nummer 2 eine Bescheinigung darüber ausgestellt wurde, dass sie lebens- oder verteidigungswichtige Aufgaben zu erfüllen haben und hierzu auf Telekommunikationsdienste nach Absatz 1 angewiesen sind

Es gibt aber auch Einschränkungen in diesem Bereich. Prepaid Sim Karten werden beispielsweise von diesem System nicht unterstützt und man kann auch nur Handy-Anschlüsse priorisieren lassen. Für das Festnetz gilt dies leider ebenfalls nicht. Es macht allerdings keinen Unterschied, welches Mobilfunk-Netz man nutzt – die Priorisierung gilt in allen Handynetzen.

Was kostet eine Priorisierung im Mobilfunk

Für die Priorisierung fallen keinen laufenden Kosten an, allerdings ist es auch nicht ganz kostenlos. Man zahlt eine gewissen einmalige Gebühr für die Freischaltung.

Die Bundesnetzagentur fasst die Kosten wie folgt zusammen:

Die Kosten für die Bevorrechtigung bei der Entstörung von Festnetzanschlüssen und Übertragungswegen betragen einmalig 100 € je Anschluss oder Übertragungsweg. Das Entgelt für die Bevorrechtigung von Mobilfunkanschlüssen beträgt einmalig 50 € je Anschluss. Die anfallenden Entgelte sind unmittelbar an das vom Kunden beauftragte TK-Unternehmen zu entrichten. Weitere Kosten für die Beauftragung von TK-Bevorrechtigungen entstehen nicht.

Frank geht ran – was steckt hinter der Rufnummer 01631737743?

Frank geht ran – was steckt hinter der Rufnummer 01631737743? – Unter dem Namen „Frank geht ran“ wurde eine Rufnummer eingerichtet, die immer dann weiter gegeben werden kann, wenn man die eigene Rufnummer nicht herausgeben möchte. Zu dem Dienst Frank geht ran gehört dabei die Rufnummer 01631737743 und das ist auf den ersten Blick eine ganz normale Rufnummer aus dem mobilen Bereich. Wenn man diese Nummer anruft, bekommt man aber keine richtige Person zu hören, sondern nur eine Bandansage, die erklärt, dass es sich nicht um eine normale Rufnummer handelt.

Der Dienst erklärt den eigenen Service wie folgt:

Franks Nummer können Sie an alle Menschen weitergeben, die nach Ihrer Telefonnummer verlangen, aber mit denen Sie nichts zu tun haben wollen. Frank weist jeden Anrufer freundlich auf diesen Umstand hin und beendet anschließend das Gespräch.

Frank geht schon seit 2007 ran und wird nicht müde, allen Anrufern seine Abwimmel-Ansage vorzuspielen. Anrufer können nach der Ansage keine Nachricht hinterlassen.

Hintergrund ist, dass man an vielen Stellen (beispielsweise im Internet) die Telefonnummer angeben soll und diese dann bei Hacks oder Datenverlusten oft zum Spamzwecken missbraucht wird. Dann bekommt man Ping Anrufe, SMS Spam oder angebliche Paketmeldungen und weiß gar nicht, wie die Spammer an die eigene Rufnummer gekommen sind. Für solche Fällen kann man die „Frank geht ran“ Rufnummer hinterlegen und dann bekommen Spammer nur eine freundliche Ansage.

Immer dann, wenn man die eigene Rufnummer nicht herausgeben will, kann man direkt die 01631737743 von Frank geht ran nutzen und so die eigene Privatsphäre etwas sicherer machen.

Für Österreich gibt es mittlerweile auch so einen Dienst. Die Nummern sind hier für Festnetz: 01 2341668 und Mobil: 0699 10565921 – die Funktionsweise dabei ist aber die Gleiche. Man kann diese Nummern auch aus Deutschland erreichen, dann muss man aber die Vorwahl von Österreich mit nutzen und die führende Null weg lassen.

HINWEIS: Man sollte die „Frank geht ran“ nicht für Authentifzierungsverfahren oder TAN nutzen, denn man hat keinen Zugriff auf die Anrufe und SMS sind auch nicht möglich. In dem Fall muss man also wirklich eine echte Rufnummer angeben.

Wieviel kostet „Frank geht ran“?

Wer die „Frank geht ran“ Rufnummer weiter gibt, zahlt prinzipiell nichts, der Service ist also für die Nutzer komplett kostenfrei. Anrufer auf der „Frank geht ran“ Nummer zahlen den normalen Tarif für ein Gespräch ins Mobifunk-Netz – je nach Tarif werden also die normalen Minutenpreise aufgerufen oder wenn man eine Allnet Flat hat, kann der Anruf auch kostenfrei sein.

„Frank geht ran“ ist damit keine Sonderrufnummer, die extra abgerechnet hat, sondern taucht also normale Mobilfunk Nummer auf der Rechnung auf.

Welche Alternativen zu „Frank geht ran“ gibt es?

Als Alternative zu den Rufnummern von „Frank geht ran“ kann man beispielsweise auch sogenannte „Drama Nummern“ nutzen. Diese sind für Film- und Fernsehproduktionen gedacht und werden NIE vergeben, man bekommt mit diesen Nummern also auf keinen Fall eine Person an die Leitung. Drama-Nummern gibt es auch im Festnetzbereich und daher eigenen sie sich auch als Festnetz Alternative, wenn die mobile Rufnummer von Frank nicht funktioniert. Man kann sie auch einsetzen, wenn die Frank-Rufnummer eventuell erkannt und abgelehnt wird.

  • Rufnummern Berlin (0)30 23125 000 bis 999
  • Frankfurt am Main (0)69 90009 000 bis 999
  • Hamburg (0)40 66969 000 bis 999
  • Köln (0)221 4710 000 bis 999
  • München (0)89 99998 000 bis 999

Mobile Drama-Nummern:

  1. (0)152 28817386
  2. (0)152 28895456
  3. (0)152 54599371
  4. (0)171 39200 00 bis 99 (100 Rufnummern)
  5. (0)172 9925904
  6. (0)172 9968532
  7. (0)172 9973185
  8. (0)172 9973186
  9. (0)172 9980752
  10. (0)174 9091317
  11. (0)174 9464308
  12. (0)176 040690 00 bis 99 (100 Rufnummern)

SMS von 83782 – das steckt dahinter

SMS von 83782 – das steckt dahinter – Einige Nutzer bekommen immer noch SMS mit vergleichsweise unidentifizierbaren Codes von der Rufnummer 83782. Was im ersten Moment nach einem Fehler oder einem Hack aussieht, ist aber an sich ungefährlich. Dennoch wissen viele Nutzer nicht, was dahinter steckt und sind entsprechend verunsichert. So fragt ein Nutzer im O2 Forum:

Hallo als ich letztens meine Nachrichten gecheckt hab sah ich diese SMS an die Nummer 83782 : DCB_ASSOCIATION:Y3890K43GTGPT4AFR8QFQJL93N4BDNCRN

Ich habe vorher auf Google Play nichts gekauft nur die Zahlungsmethode auf meine Nummer getan, Ist es ein Abo oder nur die Bestätigung von Google Play?

Solche SMS sehen in der Regel so aus und werden von der DCB Association unter der Rufnummer 83782 versendet:

  • DCB ASSOCIATION:Wzs15J21ImB9wiKJwDr2849o
  • DCB_ASSOCIATION:W1LZSJK5h79ge9YiIAvLaF9K

Es handelt sich dabei nicht um SMS Spam, sondern um technische SMS zur Abrechnung. Sie können sowohl im Telekom Netz, im Vodafone Netz als auch im O2 Netz auftreten.

HINWEIS: Diese SMS kommen wirklich nur als SMS an und nicht per Messenger wie WhatsApp. Wenn in einem Messenger eine Nachricht von der 83782 auftaucht, sollte man von Spam ausgehen- die Absenderkennung ist dann auf jeden Fall gefälscht.

Als Nutzer muss man sich an der Stelle keine größeren Sorgen machen denn es handelt sich dabei nur um eine Abrechnung aus dem Direct Carrier Billing (DCB). Wenn bestimmte Angebote über die Handyrechnung gekauft werden, dann gibt es diese SMS als Quittung für den Kauf. Man sieht den Kauf dann zwar später auch auf der Handyrechnung, aber zur direkten Bestätigung wird in der Regel die SMS von der 83782 versendet. Meistens stecken dahinter dann Käufe im Android Play Store – wer dort also eine App gekauft hat oder andere Dienste in Anspruch genommen hat, bekommt in der Regel eine DCB SMS mit dem Quittungscode zur Transaktion. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn dieser Kauf über die Handyrechnung abgewickelt hat. Wer andere Zahlungsmethoden hinterlegt hat (beispielsweise Paypal oder eine Kreditkarte) bekommt diese Nachricht nicht, dann wird der Kauf anderes nachgewiesen.

Generell ist eine SMS von der 83782 daher kein Problem, es sei denn, man hat keinerlei Transaktionen in diesem Bereich veranlasst. Dann hat eventuell ein Dritter die Zugangsdaten und damit Zugriff auf den Google Account. Daher sollte man in solchen Fällen das Passwort ändern und eventuell auch die 2-Stufen Authentifizierung aktivieren.

5G+ oder 5G Standalone – was steckt hinter der neuen Technik und wo liegen die Unterschiede zu normalem 5G?

5G+ oder 5G Standalone – was steckt hinter der neuen Technik und wo liegen die Unterschiede zu normalem 5G? – Die 5G Mobilfunk-Netze sind mittlerweile bei den meisten Netzbetreibern in vielen Bereichen bereits aufgebaut. Ausnahme ist hier 1&1 – das 1&1 Netz gibt es nach wie vor nicht und die Tarife von 1&1 nutzen das O2 Netz mit. Die anderen Handynetze in Deutschland erreichen mittlerweile aber bereits Versorgungsgrade im Bereich von 50 bis über 90 Prozent bei der 5G Netzabdeckung.

Die technologische Entwicklung geht aber auch im 5G Bereich weiter und der nächste Stand der Technik werden 5G Standalone Netz sein (und früher oder später wird es mit Vo5G auch Gespräche im 5G Netz geben). In diesem Artikel wollen wir erklären, was hier der nächsten Ausbaustufe 5G+ steckt und was Kunden und Verbraucher davon erwarten können.

5G+ oder 5G Standalone – was steckt hinter der neuen Technik?

Um 5G+ zu verstehen muss man wissen, wie aktuell 5G aufgebaut ist. Es gibt an sich in Deutschland noch keinen reinen 5G Netze, sondern es wird immer ein 4G/LTE Netz gebraucht, um den Zugang zum 5G Netz zu ermöglichen. Die Authentifizierung der Nutzer und alle Core Funktionen des Netzes werden nach wie vor per LTE abgewickelt nur die Datenübertragung selbst erfolgt dann per 5G Technik und daher mit 5G Speed.

5G Standalone soll das ändern. Dabei brauchen die 5G Netze keine LTE Bereiche mehr, um alle Funktionen abbilden zu können, sondern es reicht ein reines 5G Netz um die Nutzung sicherzustellen. 5G Standalone (daher auch der Name) kann daher auch genutzt werden, wenn es kein 4G Netz gibt oder das Handy gar kein 4G mehr unterstützt.

Die Telekom schreibt beispielsweise zu dieser neuen Technik:

Wie immer gilt: Technologien entwickeln sich weiter. Auch 5G. In Zukunft werden wir daher eine Variante anbieten, die ohne 4G im Kernnetz auskommt. Standalone nennt sich diese Evolution. Kurz: SA. Das 5G-Netz steht dann komplett auf eigenen Beinen. Das ist in Zukunft eine wichtige Basis für weitere, technologische Entwicklungen. Und bestimmte Angebote, wie Network-Slicing.

Speziell diese Technologie ist vielversprechend: Beim Network-Slicing teilt ein Netzbetreiber das Netz in Scheiben auf. Wie bei einem Laib Brot. Jede einzelne dieser Scheiben bedient ganz spezielle Anforderungen. Und zwar individuell passend. Vor allem Geschäftskunden werden von diesen Netzwerk-Scheiben profitieren. Bringt das auch Privatkund*innen wir dir einen Vorteil? Klar. Zum Beispiel mit einer separaten Netzscheibe für Gaming. Butterweiches Zocken, auch bei hohen Anforderungen an die Grafik – garantiert. Klingt super? Wird es auch!

5G+ ist also an sich das 5G Netz, das jeder bereits im Kopf hat, wenn er von 5G Verbindungen redet. Die aktuellen 5G Netze sind dagegen an sich 5G- Angebote, weil sie bisher keine vollständigen 5G Netze anbieten. Daher wird diese Technik teilweise auch als 5G NSA (5G non stand-alone) bezeichnet und dahinter steckt dann immer eine Kombination aus 4G/5G Netz um die 5G Verbindungen zu ermöglichen.

Viele Namen für 5G+ aber dahinter steckt immer das gleich

Eines der größten Probleme in diesem Bereich: die neue Technik wird derzeit von Marketing dominiert und daher finden sich viele Bezeichnungen, die aber an sich immer das gleiche meinen. Vodafone bezeichnet 5G ohne LTE Unterstützung beispielsweise als 5G+ oder 5Gplus und bewirbt die neue Technik mittlerweile auch auf diese Weise.

Bei der Telekom heißt die neue Technik 5G Standalone oder 5G SA (ob das so bleibt muss man abwarten), gemeint ist aber an sich das Gleiche.

Im O2 Netz wird die neue Technik bisher als 5G Standalone bezeichnet, eine Abkürzung oder einem Marketing Begriff dazu gibt es bisher nicht.

Generell steht hinter diesen Namen aber immer das gleiche: die 5G Technik ohne Rückgriff auf ein grundlegendes LTE Netz und damit ein reines 5G Netz, wie man es eigentlich erwarten würde.

5G+ bei den Netzbetreibern teilweise bereits verfügbar

Der Rollout von 5G+ oder 5G SA ist dabei nach wie vor sehr unterschiedlich. Vodafone scheint in diesem Bereich bereits am weitesten und lässt den Zugriff auf 5G SA für Endkunden mit der kostenlose 5G+ Option zu. Zu den meisten Laufzeittarife und den neuen GigaMobil Angeboten kann man diese Option buchen und nutzt dann 5G+, wenn es das Vodafone Netz bereits anbietet.

Das Unternehmen schreibt dazu selbst:

5G ist in unseren aktuellen GigaMobil-, GigaMobil Young-, Red-, Young, Red+ und DataGo-Tarifen inklusive. 5G+ kannst Du nutzen, wenn Du die kostenlose Giga 5G+ Option zu Deinem Tarif gebucht hast. Und Dein Gerät und Deine SIM-Karte 5G+ unterstützen.

Auch in unseren GigaCube-Tarifen ist 5G inklusive. Du hast schon einen GigaCube? Dann wechsel in einen neuen Tarif oder verlänger Deinen Vertrag, um 5G nutzen zu können. Die Giga 5G+ Option kannst Du in den GigaCube-Tarifen noch nicht nutzen.

Im Telekom D1 Netz gibt es bisher noch keinen Zugriff auf die 5G SA Bereiche, auch wenn diese im Mobilfunk-Netz der Telekom bereits vorhanden sind. Die Planungen laufen aber, noch 2022 diese Zugriff zu ermöglichen.

Auch im Mobilfunk-Netz von O2 gibt es bisher noch keinen 5G SA Zugänge, hier gibt es bisher auch noch keine Hinweise, wann die neue Technik verfügbar sein wird. Im Vergleich zum O2 Netz hat Vodafone also einen deutlichen Vorteil und bisher auch im Vergleich zur Telekom.

Welche Vorteile bietet 5G Standalone?

Eine der wesentlichen Vorteile von 5G gibt es nur, wenn auch 5G SA bzw. 5G+ genutzt wird. Das betrifft vor allem die Latenz und den Speed der Verbindungen.

Die Vorteile von 5G SA sehen dabei wie folgt aus:

  • 5G SA unterstützt höher Geschwindigkeiten, weil keine 4G Netze extra mit betrieben werden müssen. Der richtig hohe 5G Speed wird daher vor allem dann zur Verfügung stehen, wenn es 5G+ flächendeckend gibt.
  • Die Latenz ist deutlich geringer, weil nicht erst 4G und 5G genutzt werden muss, um eine Verbindung aufzubauen. Im Gespräch sind 10 Millisekunden für den Verbindungsaufbau. Das ist aber vor allem im Bereich von automatischen Steuerungen ein Vorteil und weniger bei normalen Nutzern.
  • Die 5G+ Netze sparen Energie und sind damit für Netzbetreiber günstiger. Ob dann aber auch die Preise für Endkunden sinken werden, ist nicht bekannt.
  • 5G SA Bereiche können auf 4G Netze verzichten – wenn irgendwann LTE abgeschaltet wird, braucht man flächendeckend 5G+ als Ersatz.

Für Endkunden ist die neue Technik also kein wirklicher Game-Changer, daher ist es eher eine Status-Frage der Netzbetreibern, ob man auf 5G SA oder 5G NSA setzt.

Größtes Problem bisher: die Smartphones zeigen noch nicht an, welche Form von 5G man nutzt.

Vodafone schreibt dazu:

Dein Gerät zeigt immer nur 5G an, auch wenn Du gerade 5G+ nutzt. Bist Du in einem Gebiet unterwegs, das mit 5G+ erschlossen ist, nutzt Du automatisch 5G+. Du brauchst dafür einen 5G-fähigen Tarif, die Giga 5G+ Option und ein Gerät, das 5G+ unterstützt. Hast Du z.B. ein iPhone 13, brauchst Du außerdem eine geeignete SIM-Karte: die SUCI-SIM. Die kannst Du in der MeinVodafone-App bestellen.

Daher ist weitgehend unklar, wann man mit welchem Netzstandard unterwegs ist und es bleibt abzuwarten, wann in iOS und Android implementiert wird, welche 5G Technik die Modelle wirklich nutzen.

Diese Geräte unterstützen bereits 5G+ bzw. 5G SA

Mittlerweile gibt es auf dem Markt eine ganze Reihe von Smartphones, die bereits das 5G Netz nutzen kann. Für 5G+ sind aber leider nicht alle dieser Geräte freigeschaltet, man braucht also für die Nutzung von 5G Standalone ein spezielles Modell. Vor allem die neusten Topmodelle sind dafür bereits freigeschaltet, aber wer wirklich 5G+ nutzen will, sollte sich vor einem Kauf nochmal versichern, dass das Wunschgerät die neue Technik auch bereits unterstützt. Bei Vodafone sind es aktuell nur die Modelle mit Vodafone Branding, die diese Technik bereits können. Freie Geräte haben diese Funktion noch nicht (auch wenn sie auf der nachfolgenden Liste stehen).

Die aktuellen Geräte mit 5G+ bzw. 5G Standalone Unterstützung:

  • OPPO Find X3 Pro,
  • Xiaomi Mi11 und Mi11T Pro,
  • Xiaomi 12, 12X und 12 pro
  • Samsung Galaxy S21- und S22-Serie,
  • Apple iPhone 13-Serie
  • iPad mini 6
  • iPad Air 5. Generation

Man kann aber natürlich davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren immer mehr Modelle die 5G SA Technik unterstützen werden und daher diese Liste immer länger wird.

Vorwahl 0020 – Spam Anrufe oder seriöse Calls?

Vorwahl 0020 – Spam Anrufe oder seriöse Calls? – Deutsche Nutzer berichten in letzten Zeit immer wieder von Anrufen, die mit der Vorwahl 0020 auftauchen und die sie nicht direkt zuordnen können. Teilweise sind es nur sehr kurze Anrufe, die gleich wieder aufhören, ab und an klingelt es aber auch länger. Verbraucher sind dann unsicher, was sich hinter solchen Calls verbirgt und ob man gefahrlos so einen Anruf auch annehmen kann.

In diesem Artikel wollen wir uns mit den Hintergründen der Vorwahl 0020 (bzw. +20 in der mobilen Schreibweise) beschäftigen und Hinweise geben, was von solchen Rufnummern zu erwarten ist.

Was steckt hinter der Vorwal 0020 bzw. +20?

Moderne Handys zeigen es in der Regel direkt an: die Rufnummer 0020 ist eine internationalen Vorwahl und steht für Anrufe aus den Netzen von Ägypten. Man kann daher recht sicher davon ausgehen, dass ein Call mit der Voewahl 0020 bzw. +20 aus dem ägyptischen Festnetz stammt oder von einem Handy mit Sim aus Ägypten geführt wird.

Dazu kommt dann immer noch die örtliche Vorwahl in Ägypten. So hat Kairo beispielsweise die 2 als regionale Vorwahl. Ein Anruf aus Kairo würde daher mit der 0020 2 beginnen (bzw. +20 2). Die beliebte Urlaubsregion Hurghada hat die Vorwahl 65 – Calls würden daher mit der 0020 65 beginnen.

Vergleichbare Konzepte findet man auch in anderen Ländern. So steht beispielsweise die Vorwahl 0021 eine ganze Reihe von Ländern in Nordamerika und unter der 0029 erreicht man einige kleinere Länder und Inseln auf der Westhalbkugel. Die Vorwahl 0030 steht beispielsweise für Griechenland und unter der 0040 erreicht man Rumänien.

Leider gibt es auch deutsche Ortsvorwahlen, die mit der 020 beginnen, so dass es teilweise nicht ganz einfach ist, dies auseinanderzuhalten. So hat beispielsweise Essen die Vorwahl 0201 und Bottrop erreicht man unter der deutschen Vorwahl 02041. Die 0203 steht für Düsseldorf. In diesen Fällen muss man genau hin schauen, ob es sich um einen Anruf aus dem Ausland oder aus Deutschland handelt.

HINWEIS: Wer aus Ägypten nach Deutschland telefonieren will, darf natürlich nicht die Vorwahl von Ägypten nutzen, sondern muss die deutsche Auslandsvorwahl +49 vorwählen und dann die führende Null der Rufnummer weglassen.

Vorwahl 0020 – Spam Anrufe oder seriöse Calls?

Grundsätzlich kann es durchaus plausible Gründe geben, warum man einen Anruf aus Ägypten bekommt. Vor allem in den Urlaubszeit kann es passieren, dass eine Urlaubslocation eine Buchung bestätigen möchte oder es letzte Details zu klären gilt. Auch Bekannt und Verwandte vor Ort können ein Grund für so einen Call sein.

Leider muss man aber festhalten, dass viele Anrufe mit der Vorwahl 0020 einfach auch nur Spam sind. Es gibt dabei mehrere Maschen, mit denen Betrüger versuchen, Daten oder Zahlungen zu bekommen:

  • nach wie vor gibt es Ping-Anrufe mit der Rufnummer 0020, bei denen es darum geht, Nutzer zu Rückrufen auf teure Premium-Dienste zu verleiten. Oft sind solche Ping Anrufe nur sehr kurz und werden gleich wieder beendet.
  • 0020 Vorwahlen werden oft genutzt um bei Malware und Hacking den Kontakt herzustellen. Ab und an findet man auch angebliche Anrufe von Microsoft Mitarbeitern unter dieser Vorwahl.
  • teilweise wird auch Romance Sam unter der 0020 abgewickelt, das ist allerdings mittlerweile eher selten

Generell empfehlen wir daher bei 0020 Rufnummern immer zu prüfen, ob es einen plausiblen Grund für einen Call gibt. Falls nicht, kann man die Anrufe auch direkt weg drücken und die Rufnummern blockieren. Es handelt sich dann fast immer um Betrugsversuche. Geht man doch an so einen Anruf, sollte man auf keinen Fall persönliche Daten und Zahlungsdaten weitergeben. Fragen sollte man in solchen Gesprächen im besten Fall nicht beantworten oder nur mit vagen Angaben. Oft werden solche Calls genutzt um Daten für weitere Betrugsversuche zu bekommen – das kann man vermeiden, wenn man gar keine Infos weiter gibt.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht regelmäßig Rufnummern, gegen die Ma0nahmen verhängt wurden und in einigen Fällen sind auch Nummern mit der Vorwahl 0020 darunter. Allerdings tauchen diese Anrufe eher selten auf, meistens sind es europäische Rufnummern, gegen die die Behörde vorgeht.

002482535722, 002917279242, 002975835000, 005354498011, 005354498018, 005922163157, 005922203130, 009613998101, 009613999884, 009617203076, 0018762926821, 0021620999942, 0021650718841, 0021650718843, 0021678556437, 0022672300359, 0023599473410, 0023599986904, 0024104492027, 0027120300344, 0027210880029, 0027819130815, 0027819230814, 0027819231026, 0027819231027, 0037061971175, 0037327321046, 0037379461618, 0037494958940, 0038269514423, 0038970357293, 0046812111773, 0050223178621, 0050223784000, 0050245358482, 0050247688812, 00201069408382, 00211956000978, 00211956020037, 00211956020307

Generell kann es daher durchaus gute Gründe für einen Anruf einer 0020 Rufnummer geben, aber in der Regel kann man davon ausgehen, dass hinter solchen Anrufen nur Spam steckt und im schlechtesten Fall ein Betrugsversuch zu erwarten ist. Wenn man keine Anrufe aus Ägypten erwartet, sollte man solche Anrufe daher löschen oder gleich blockieren.

So schützt man sich gegen Spam von der 0020

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0020 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

Angebliche Anrufe von Pflege- und Medizindienstleistern – das steckt dahinter

Angebliche Anrufe von Pflege- und Medizindienstleistern – das steckt dahinter – Deutsche Nutzer sind mit einer ganzen Reihe von unerwünschten Anrufen konfrontiert und in den letzten Jahren ist eine weitere Masche dazu gekommen. Anrufer geben sich als Pflegestellen oder Pflegehelfer auf und versuche so, Waren zu verkaufen, an Zahlungsdaten zu kommen oder einfach Rechnungen zu verschicken, in der Hoffnung, dass ein überforderter Verbraucher schon bezahlen wird.

Die einzelnen Vorgehensweise bei diesen neuen Systemen sind dabei unterschiedlich, gleich ist nur, dass Pflege und medizinische Versorgung als Vorwand genommen wird, um den Anruf durchzuführen. Das ist besonders perfide, weil man auf diese Weise besonders anfällige Personen direkt ansprechen kann und diesen Zustand auch noch ausnutzt. Daher sind solche Anrufe nicht selten auch erfolgreich und Verbraucher zahlen geforderte Summen unabhängig davon, ob diese Forderungen berechtigt sind oder nicht.

In diesem Artikel wollen wir zeigen, wie man sich gegen solche Spam Anrufe von angeblichen Pflege-Unternehmen schützen kann und was hinter diesen Anrufen steckt.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Generell gilt bei solchen Anrufen: wenn sie mit einer Vorwahl aus dem Ausland ankommen, kann man sehr sicher von einem Betrugsversuch ausgehen. Beliebt ist vor allem das deutschsprachige Ausland (also die Schweiz mit Vorwahl 0041 oder Österreich mit Vorwahl 0043 ) aber auch UK (Vorwahl 0044) oder Irland (Auslandvorwahl 00353 ) werden oft als Herkunftsland genutzt.

Die Polizei in Thüringen schreibt beispielsweise zu einem solchen Fall:

Eine 87-jährige Frau aus Zella-Mehlis erhielt bereits Ende Juni einen Anruf einer vermeintlichen Schweizer Firma, die ihren Service bei der Beantragung gesetzlicher Pflegeansprüche anbot. Nach diesem Telefonat erhielt die Seniorin am 08.07.2022 einen Brief der besagten Firma. Darin enthalten war eine Geldforderung für eine Serviceleistung in Höhe von 129 Euro. Die 87-Jährige, die nie einen derartigen Service in Anspruch genommen hatte, zahlte nicht, vertraute sich aber ihrer Tochter an. Diese las bereits von derartigen Betrugsversuchen und informierte die Polizei. Die Polizei rät in diesen Fällen, keinerlei Zahlung zu veranlassen und eine Anzeige zu erstatten.

Auf diese Art und Weise wird oft das komplexe deutsche System von Pflegeversicherungen und Kassen ausgenutzt um bei Betroffenen Verunsicherung zu erzeugen und dann Rechnungen zu schreiben. Generell ist die Beratung der Pflegekassen aber kostenlose – wer sich informieren möchte, sollte das daher direkt bei der eigenen Pflegeversicherung tun, dann gibt es auch keine Rechung.

Angeblich Beratung per Spam-Anruf

Solche Anrufe gibt es durchaus auch mit deutschen Rufnummern und teilweise sind die angezeigten Nummern auch gefälscht (Anrufer-Spoofing). Man erkennt an der Nummer daher oft nicht, um welches Unternehmen es sich beim Anruf handelt und sieht Kosten und Rechnungsersteller erst, wenn nachgelagert eine Rechnung ankommt (die man natürlich nicht bezahlen sollte).

Die Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) schreibt zu diesem Thema:

In letzter Zeit wurden vermehrt Betrugsverdachtsfälle, in Form von unseriösen Anrufen gemeldet. Die Versicherten wurden angeblich von der Pflegeversicherung angerufen, um einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Teilweise wurde den Versicherten auch mitgeteilt, dass sie einen Termin zu einer bestimmten Uhrzeit haben, obwohl kein Antrag für einen Beratungstermin gestellt wurde oder es wurde mitgeteilt, dass der Berater in kurzer Zeit da ist.

Wir möchten Sie ausdrücklich vor solchen Anrufen warnen!

Wenn Sie bei einem Telefonat den Verdacht haben, dass es sich um einen missbräuchlichen oder fingierten Anruf handelt, sollten Sie das Telefonat unverzüglich beenden. Legen Sie einfach auf!

Ziel solcher Anrufe ist es immer, einen Termin für eine Beratung auszumachen (die dann meistens sehr kurz und knapp und wenig informativ ausfällt) und diese Beratung dann teuer in Rechnung zu stellen. Meistens wird für eine halbe Stunde oder weniger Beratung eine Summe von mehr als 100 Euro in Rechnung gestellt, obwohl Versicherte kostenlose Beratungen bei ihren Pflegeversicherungen bekommen könnten.

Hilfsmittelpakete per Telefon

Eine weitere Maschen, die in Zusammenhang mit Pflegeleistungen und Medizinprodukten sehr verbreitet ist, besteht im angeblichen Verkauf von Lieferverträgen für Medizinprodukte. Oft werden dabei sehr günstige Preise für Medizin, Hilfsmittel und täglichen Medizinbedarf genannt in der Hoffnung, den oder die Angerufenen zum Abschluss eines Vertrages zu bewegen. In der Regel geht es dabei aber nur darum, die Zahlungsdaten und die persönlichen Daten des Opfers zu bekommen und damit dann Zusatzversicherungen abzuschließen oder die vollständigen Datensätze schlciht weiter zu verkaufen.

Die Kaufmännische Krankenkasse schreibt zur Vorgehensweise bei solchen Anrufen:

Sensible Daten wie die Versichertennummer, aber auch die Kontonummer oder das Geburtsdatum sollten Sie niemals an unbekannte Anrufer am Telefon durchgeben. Versichertendaten werden durch die KKH grundsätzlich nicht weitergegeben. Die KKH fragt nur nach Ihrer Bankverbindung, wenn Sie einen Antrag auf eine Leistung oder eine Erstattung gestellt haben.

Wenn Sie bei einem Telefonat den Verdacht haben, dass es sich um einen missbräuchlichen oder fingierten Anruf handelt, sollten Sie das Telefonat umgehend beenden.

Wenn Sie einen Vertrag über die Erbringung von „Beratungsleistungen“ erhalten haben, sollten Sie den angeblich geschlossenen Vertrag unverzüglich widerrufen und auf keinen Fall bezahlen. Sie haben einen kostenfreien Rechtsanspruch auf eine Pflegeberatung.

Sofern Sie weitere Maßnahmen ergreifen wollen, können Sie auf der Website der Bundesnetzagentur Rufnummern von Betrugsanrufen melden. Die Behörde kann dann eine Sperrung der unseriösen Telefonnummern veranlassen.

Werbeanrufe dürfen nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Angerufenen erfolgen. Unerlaubte Werbeanrufe können daher als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden.

Auch hier gilt prinzipiell die gleiche Vorgehensweise wie bei anderen unerlaubten Werbeanrufen: keine Daten weitergeben, keine Zahlungsdaten kommunizieren, im besten Falle nicht ja sagen und am besten direkt wieder auflegen. Wer sicher gehen will, dass es sich nicht um einen wichtigen Anruf gehandelt hat, sollte direkt bei seiner Pflegekasse oder Krankenkasse anrufen und dort nachfragen. In der Regel kann man bei solchen Werbe-Versuchen aber von unseriösen Drittanbietern ausgehen, die man auch ohne Probleme direkt wegdrücken kann.