Rufnummer 00 – was steckt hinter solchen Anrufen?

Rufnummer 00 – was steckt hinter solchen Anrufen? – Bei Anrufen wird in der Regel die Rufnummer übertragen, es sei denn, der Anrufer selbst schaltet diese Funktion ab. Dann wird der Anruf als unbekannt angezeigt und man weiß, dass jemand anruft, der die eigene Rufnummer nicht mitteilen möchte. Viele Nutzer lehnen solche Anrufe aber direkt ab.

Es gibt aber auch immer wieder Anrufe, die eine Rufnummer anzeigen, die aber wohl auf keine Fall die eigene ist. Es erscheint in dem Fall die 00 im Display und das ist dann natürlich keine deutsche Rufnummer, die man zurückrufen kann.

So schreibt ein Verbraucher im Telekom Forum:

Ich bekomme ständig Anrufe von der Nummer 00 (Anzeige im Display des Telefons) , die ich bisher immer ignoriert habe. … Ich hatte die 00 auch schon in die Sperrliste der Fritzbox aufgenommen, aber das habe ich wieder rückgängig gemacht, da mich danach einige Bekannte nicht mehr erreicht haben, ich werde mal den Vorschlag der Telekom probieren, binnen 1 Minute nach Anruf eine entsprechende PIN einzugeben. Vielleicht hilft das. Ansonsten werde ich es bei der bisherigen Verfahrensweise, einfach ignorieren, belassen.

Viele Nutzer fragen sich dann, was hinter solchen Anrufen steckt, ob es ein Betrugsversuch ist oder man solche Anrufe bedenkenlos annehmen kann. In diesem Artikel wollen wir die Hintergründe aufklären und zeigen, wie es zu Anrufen mit der 00 kommen kann.

HINWEIS: Man sollte die 00 nicht manuell als Rufnummer blockieren, da es sonst passieren kann, dass auch einige normalen Nummern, die eine 00 enthalten, geblockt werden. Daher ist es besser, manuell darauf zu reagieren und nicht automatisch zu sperren.

Video: Spam Anrufe lustig genommen

Rufnummer 00 – was steckt hinter solchen Anrufen?

Generell ist die 00 keine normale Rufnummer und wird auch nicht vergeben. Wenn ein Anruf mit der 00 ankommt oder in der Anrufliste angezeigt wird, heißt das immer, dass die Anrufer-Kennung verändert wurde (Call ID Spoofing). Die Rufnummer wurde also manipuliert um nicht die richtige Rufnummer anzuzeigen, sondern die 00. Das ist mit den meisten Telefonanlagen möglich und wird meistens und dem Leistungsmerkmal CLIP no Screening zusammengefasst.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu selbst:

Um eine Rufnummer zu manipulieren und bei Anrufen eine falsche Rufnummer zu übermitteln und anzeigen zu lassen, ist es nicht erforderlich, sich diese Rufnummer auf irgendeine Weise zu verschaffen, d.h. sie zu erwerben oder sie freischalten zu lassen. Von der Manipulation betroffen sein können dabei einerseits real existierende – auch ausländische – Rufnummern, obwohl der Inhaber der Rufnummer mit dem Anruf nichts zu tun hat. Andererseits können Phantasienummern verwendet werden, also Rufnummern, die nicht vergeben wurden und daher niemandem zugeordnet werden können.

Mit dem Aufsetzen einer Rufnummer wird beabsichtigt, die wahre Identität des Anrufers zu verschleiern. Anrufe mit gefälschten Absenderinformationen haben dabei nach den Erfahrungen der Bundesnetzagentur durchaus unterschiedliche Hintergründe – die Bandbreite reicht von harmlosen, sogenannten „Spaßanrufen“ bis hin zu kriminell motivierten Anrufen, für deren Aufklärung die Strafverfolgungsbehörden zuständig sind. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten daher bei einem entsprechenden Verdacht in jedem Fall zunächst die zuständige Polizeidienststelle kontaktieren.

Hinter so eine Manipulation muss nicht immer ein Betrugsversuch stehen. Es kann sich auch um ein Callcenter handeln, das im Auftrag arbeitet und daher eher die Rufnummer des Anbieters anzeigen will (das aber nicht richtig konfiguriert hat). Eine 00 ist also nicht zwingend ein Hinweis auf einen Spam-Anruf und Ping-Anrufe sind auf diese Weise natürlich auch nicht möglich (man kann ja nicht zurückrufen). Wir empfehlen dennoch, solche Anruf zu ignorieren, wer die eigene Rufnummer nicht mitteilen will und gar keine Hinweise auf einen Rückruf bietet, kann in der Regel auch ignoriert werden – selbst im besten Fall landet man ohnehin nur in einem Verkaufsgespräch. Das kann man sich auch sparen.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Video: Die Polizei Hamburg erklärt die Schockanrufe

Wie reagiert man richtig, wenn die 00 anruft?

So reagieren Sie richtig bei Spam-Anrufen:

Während des Anrufs:

  • Nicht abheben: Wenn Sie eine unbekannte Nummer sehen, sollten Sie am besten gar nicht erst abheben. Spammer nutzen oft Wählprogramme, die automatisch viele Nummern hintereinander anrufen. Wenn Sie nicht abheben, gehen diese Anrufe meist nach kurzer Zeit weiter zum nächsten Opfer.
  • Keine Informationen preisgeben: Wenn Sie doch versehentlich einen Spam-Anruf abheben, sollten Sie keine Informationen wie Ihre Bankdaten, Ihre Adresse oder Ihre Telefonnummer preisgeben.
  • Gespräch beenden: Legen Sie so schnell wie möglich auf. Sie müssen nicht höflich sein.

Nach dem Anruf:

Zusätzliche Tipps:

  • Vorsicht bei Gewinnspielen und dubiosen Angeboten: Seien Sie vorsichtig bei Anrufen, bei denen Ihnen Gewinne versprochen werden oder Sie zu dubiosen Vertragsabschlüssen gedrängt werden sollen.
  • Persönliche Daten schützen: Geben Sie Ihre persönlichen Daten niemals am Telefon heraus, es sei denn, Sie sind sich sicher, mit wem Sie sprechen.
  • Aufmerksam sein: Seien Sie aufmerksam und misstrauen Sie Anrufen, die Ihnen verdächtig erscheinen.

Schockanrufe – das steckt dahinter und so kann man sich schützen

Schockanrufe und Enkeltrick
Schockanrufe und Enkeltrick
Schockanrufe und Enkeltrick

Schockanrufe – das steckt dahinter und so kann man sich schützen – Viele der aktuellen Betrugsmaschen laufen derzeit über das Telefon oder Handy und eine der hinterhältigsten Tricks sind die sogenannten Schockanrufe. Dabei wird meist älteren Menschen ein Unglück oder eine Notlage eines Angehörigen vorgegaukelt. Am Telefon wird dann beispielsweise erzählt, dass der Enkel einen Autounfall hatte und im Krankenhaus liegt. Für die Behandlung wird dann ein größerer Geldbetrag erbeten. Oft sind es fünfstellige Summen um die es geht. Die Übergabe der Summer erfolgt dann meistens anonym oder oder per Cash-Karten. Wurde erst mal gezahlt, ist das Geld dann meistens unwiederbringlich weg. Die Hilfsbereitschaft in der Familie wird also eiskalt ausgenutzt.

Die Polizei Rheinland-Pfalz schreibt beispielsweise dazu:

„Betrüger sind erfinderisch! Die neue Masche sogenannter ‚Schockanrufe‘ ist nun auch in Rheinland-Pfalz vermehrt festzustellen. So gelang es Unbekannten in Kirchheimbolanden bei einer Frau an größere Geldsummen zu kommen, indem sie die Notlage eines angeblichen Verwandten vortäuschen. Die Betrüger sprechen fließend Russisch und spielen in einem Telefonat gekonnt vor, ein angebliches Familienmitglied sei in einer Notlage und benötige dringend eine größere Geldsumme.
In fast allen dieser Fälle werden Frauen mit russischem Migrationshintergrund von russisch sprechenden Männern, angeblichen Verwandten, angerufen. Als Notlage wird ein schwerer Verkehrsunfall oder ein anderer tragischer Vorfall vorgegaukelt. Das Geld werde für eine dringend erforderliche Behandlung / Operation oder zur ‚Auslösung‘ des Sohnes aus dem Polizeigewahrsam benötigt. Noch während des Telefonats erscheinen ‚Boten‘ an der Haustür und erkundigen sich in russischer Sprache nach dem Bargeld. Der Empfang des Geldes wird dreisterweise dem Opfer bei Aushändigung quittiert.“

Und auch die Polizei Thüringen warnt eindringlich vor solchen Anrufen:

Mit unterschiedlichsten Geschichten (Verkehrsunfall, Todesfall, dringende medizinische Behandlungen) setzen sie ihre Opfer am Telefon unter Druck und fordern sie zu hohen Zahlungen auf. Die meist älteren Herrschaften glauben dann den vermeintlichen Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern und lösen ihre Sparkonten auf. Wir bitten um Sensibilisierung von Verwandten, Bekannten und Nachbarn. Auch Bankmitarbeiter sind angehalten bei hohen Abhebungen genauer nachzufragen. Meist werden die Opfer von den Betrügern schon so weit beeinflusst, dass sie die Bankangestellten auf Nachfrage belügen. Sie täuschen einen Autokauf oder Immobilienerwerb vor.

Schockanrufe werden gezielt an ältere Menschen gerichtet. Die Rufnummern werden oft aus dem Telefonbuch genommen und dabei werden Menschen mit älter klingenden Vornamen in der Regel bevorzugt angerufen. Sollte sich eine jüngere Stimme melden, legen die Betrüger auch direkt wieder auf.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Meistens starten Schockanrufe dazu mit Fragen. Der Anrufe weiß ja nichts über die Familie des angerufenen und versucht daher, einige Details dazu zu bekommen. „Hallo, rat mal, wer dran ist“ ist daher ein beliebter Start um durch das Raten von Namen und Verwandtschaften einen Überblick zu bekommen, als welche Person man sich ausgeben könnte. Wir empfehlen daher, bei solchen Frage direkt zum Start einfach wieder aufzulegen. Wer sich unsicher ist, ob nicht doch etwas Wichtiges dahinter steckt, sollte die Verwandten selbst anrufen und nachfragen, ob ein Anruf getätigt wurde. Geht der Betreffende nicht ans Telefon, sollte man andere Verwandte anrufen um dort zu klären, ob es Probleme gibt.

Generell gibt es dabei kein Muster, von welchen Vorwahlen diese Anrufe kommen. Teilweise sind es Handy-Nummern, teilweise Ortsvorwahlen, die aber oft nicht stimmen. Ausländische Rufnummern werden dagegen selten genutzt, da man eine gewisse Regionalität vortäuschen will und kein Vertrauen verspielt werden soll. In der Regel erfolgen Schock-Anrufe auch nur auf Festnetz-Nummer. Mobile Rufnummern im D1 Netz, mit einem Vodafone Netz Tarif oder auch o2 Netz Sim werden kaum auf diese Weise angerufen.

Die Zahl der Schockanrufe in Deutschland ist im Jahr 2023 wieder angestiegen, nachdem sie im Jahr 2022 einen Rückgang verzeichnet hatte.

Genaue Zahlen:

  • 2023: Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen registrierte mehr als 1.500 Schockanrufe im Jahr 2023. In etwa 100 Fällen waren die Betrüger erfolgreich. Der Schaden belief sich auf gut 2,2 Millionen Euro.
  • 2022: Im Vergleich dazu gab es 2022 1.330 Schockanrufe in Sachsen. Der Schaden lag bei gut 1,94 Millionen Euro.
  • 2021: Im Jahr 2021 registrierte die Polizei in Sachsen 2.030 Schockanrufe. Der Schaden betrug über 4 Millionen Euro.

Bundesweite Zahlen:

  • Es gibt keine offiziellen bundesweiten Statistiken zu Schockanrufen.
  • Die Anzahl der Fälle und der Schaden schwanken je nach Bundesland und Region.
  • Experten gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer hoch ist und die tatsächliche Anzahl der Schockanrufe deutlich höher liegt als die registrierten Fälle.

HINWEIS: Teilweise werden auch gefälschte Telefonnummern genutzt. Dann wird die angezeigte Rufnummer manipuliert und dahinter stecken dann Anrufen mit Auslandsvorwahlen wie 0043, 0039 oder 0032 oder deutsche Nummern, die missbraucht werden. Es lohnt sich daher oft nicht, gegen die Besitzer der angezeigten Nummern vorzugehen.

Video: Die Polizei Hamburg erklärt Schockanrufe

Welchen Schutz gibt es vor Schockanrufen?

Wer ältere Verwandte vor Schockanrufen schützen will, sollte mit ihnen über diese Masche reden und darüber aufklären, mit welchen Mitteln Betrüger aktuell am Telekom vorgehen. Man kann in diesem Zusammenhang auch andere Themen wie etwa Ping-Anrufe, SMS Spam oder auch Mailbox Spam mit ansprechen und versuchen, die Hintergründe zu erklären.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Wer sich selbst vor solchen Schockanrufen schützen möchte, sollte einige einfache Tipps beherzigen:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn ein unbekannter Anrufer Sie mit einem beunruhigenden Sachverhalt – wie etwa dem Unfall eines Angehörigen – konfrontiert und Geld von Ihnen fordert. Hinterfragen und Belegen anfordern hilft – oft legen die Anrufer dann selbst wieder auf.
  • Nehmen Sie selbst Kontakt mir den Angehörigen auf und fragen sie selbst nach, ob es wirklich Probleme gibt. Auf diese Weise kann abgesichert werden, ob es sich wirklich um einen Notfall handelt oder nur um einen Schockanruf.
  • Keine Ratespiele am Telefon machen – wenn sich ein Anrufer nicht direkt zu erkennen gibt, sollten Sie auch keine Details zu Namen von Angehörigen preisgeben.
  • Es kann helfen, den Eintrag im Telefonbuch zu verändern. Wenn man beispielsweise den Vornamen nicht ausschreibt, sondern nur den Anfangsbuchstaben listen lässt, wird man oft nicht angerufen, da Betrüger nicht sehen, ob es sich um ältere oder neuere Vornamen handelt.
  • Polizei einschalten – auch wenn der Anruf nicht erfolgreich war sollte man solche Vorfälle der Polizei melden und eventuell Anrufer und Rufnummern ermitteln lassen.

Das LKA Sachsen hat noch einige andere Tipps:

  • Die Polizei nutzt niemals die Notrufnummer 110, um mit Personen in Verbindung zu treten. Diese Rufnummer dient ausschließlich der Entgegennahme von Notrufen von Bürgern!
  • Informieren Sie Familienangehörige oder Bekannte über einen solchen Anruf!
  • Nennen Sie niemals Namen Ihrer Verwandten am Telefon und machen Sie keine Angaben zu Ihrem Barvermögen im Hause oder auf Ihren Konten. Geben Sie auch keine Auskünfte über Ihr Geldinstitut oder Ihre Kontonummer.
  • Kein Polizeibeamter wird von Ihnen persönliche Vermögensdaten am Telefon erfragen oder Sie zur Auflösung Ihres Kontos oder von Sparverträgen auffordern! Kein Polizeibeamter wird bei Ihnen anrufen, sie über Verfahren oder verdeckte Polizeimaßnahmen informieren!
  • Kein Polizeibeamter wird Sie auffordern, Ihr Geld nach Hause zu holen und in der Folge an einen „verdeckten Ermittler“ zu übergeben! Dies trifft auch auf Schmuck und an Wertsachen zu.
  • Vertrauen Sie nicht den angezeigten Telefonnummer auf Ihrem Telefon, wenn Sie diese nicht kennen bzw. Sie sich nicht sicher sind, ob diese korrekt ist.
  • Nutzen Sie nicht die Wahlwiederholung für einen Rückruf, sondern die Nummer der örtlichen Polizei aus dem Telefonbuch/ Internet. Noch besser ist ein persönlicher Besuch auf der Dienststelle.

Es ist auch sinnvoll, mit den eigenen Eltern oder Großeltern über diese Maschen zu reden und sie für solche Betrugsversuche zu sensibilisieren. Man kann beispielsweise auch ein Codewort ausmachen, dass man im Zweifel abfragen kann, um sicherzustellen, dass man wirklich mit der jeweiligen Person spricht.

Dazu kann man Sperren einrichten und beispielsweise in der Fritzbox oder direkt am Handy hinterlegen, dass Anrufe aus dem Ausland nicht mehr durchgestellt werden. So kann man eine ganze Reihe von Maschen und Abzocke von Anfang an unterbinden, auch wenn dies natürlich kein 100% Schutz ist.

Schockanrufe werden uns wohl noch einige Zeit begleiten und daher sollte man sich und Verwandte absichern und versuchen, gegen solche Betrugsversuche möglichst gut gewappnet zu sein.

Video: So funktionieren Enkel-Trick und die Masche mit falschen Polizisten

So reagiert man bei Schockanrufen richtig

Wenn Sie einen Schockanruf erhalten, sollten Sie die folgenden Schritte befolgen:

1. Ruhe bewahren:

  • Schockanrufe zielen darauf ab, Opfer in Panik zu versetzen, damit sie unüberlegt handeln.
  • Atmen Sie tief durch und versuchen Sie, ruhig zu bleiben.

2. Keinerlei Informationen preisgeben:

  • Geben Sie dem Anrufer keine Informationen über sich selbst, Ihre Familie oder Ihre finanziellen Verhältnisse.
  • Vermeiden Sie es, Ja oder Nein zu sagen, da dies von den Tätern als Bestätigung Ihrer Identität missverstanden werden kann.

3. Auflegen und Polizei kontaktieren:

  • Legen Sie den Telefonhörer auf und wählen Sie sofort die 110.
  • Schildern Sie der Polizei den Sachverhalt und geben Sie so viele Informationen wie möglich über den Anrufer und den Anruf selbst.

4. Vorsicht bei erneuten Anrufen:

  • Es ist möglich, dass die Täter erneut anrufen.
  • Legen Sie in diesem Fall sofort wieder auf und kontaktieren Sie erneut die Polizei.

Weitere Tipps:

  • Informieren Sie Ihre Familie und Freunde: Lassen Sie Ihre Familie und Freunde wissen, dass Sie einen Schockanruf erhalten haben, damit sie Sie unterstützen und auf verdächtige Aktivitäten achten können.
  • Melden Sie den Anruf an die Bundesnetzagentur: Sie können den Schockanruf auch bei der Bundesnetzagentur melden.
  • Die Bundesnetzagentur sammelt diese Daten und leitet sie an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weiter.
  • Präventionstipps beachten: Informieren Sie sich über die Masche der Schockanrufe und befolgen Sie die Präventionstipps, um sich vor diesen Betrugsmaschen zu schützen.

Schockanrufe sind eine Straftat. Indem Sie die Polizei kontaktieren und den Anruf melden, tragen Sie dazu bei, die Täter zu fassen und weitere Straftaten zu verhindern. Scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu kontaktieren, auch wenn Sie glauben, kein Geld verloren zu haben. Ihr Anruf kann anderen Menschen helfen, Opfer von Schockanrufen zu werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wichtig ist, Ruhe zu bewahren und keine Informationen an die Täter preiszugeben, wenn Sie einen Schockanruf erhalten. Informieren Sie die Polizei und melden Sie den Anruf, um die Täter zu fassen und weitere Straftaten zu verhindern.

Vorwahl 0037: Warnungen vor Spam und Betrug

Spam Anrufe einer Vorwahl aus dem Ausland

In letzter Zeit häufen sich Meldungen über Betrugsmaschen mit Anrufen aus Litauen. Verbraucher berichten von Anrufen zu verschiedenen Tageszeiten und Anrufern, die in gebrochenen Deutsch versuchen, verschiedene Betrugsmaschen durchzuziehen. Teilweise steht auch nur die Nummer im Display und die Angerufenen sind dann unsicher, ob es sich um einen wichtigen Anruf oder eventuell nur Spam handelt.

Für alle, die auch solche Anrufe hatten, haben wir hier zusammengestellt, was hinter der Vorwahl 0037 steckt und wie man richtig in solchen Situationen reagiert.

HINWEIS Auf dem Handy wird die 0037 in der Regel als +37 gezeigt – es handelt sich aber in beiden Fällen um die gleichen Vorwahl.

Welches Land steckt hinter der Vorwahl 0037?

Die Vorwahl 0037 gehört zu Litauen. Es handelt sich dabei um eine normale Ländervorwahl und damit kommen Anschlüsse mit dieser Vorwahl immer aus Litauen. Andere Länder sind darunter nicht zu erreichen. Man kennt dies auch von anderen europäischen Ländern. Die +44 gehört beispielsweise zu UK, unter der Vorwahl 0036 erreicht man Ungarn und die 0038 erreicht man Länder im Balkanraum.

In Litauen gibt es neben der Landesvorwahl 00370 verschiedene Ortsvorwahlen für Festnetz- und Mobilfunknummern. Einige der wichtigsten Ortsvorwahlen sind:

  • Vilnius: 00370-5
  • Kaunas: 00370-37
  • Klaipėda: 00370-46
  • Šiauliai: 00370-41
  • Panevėžys: 00370-50
  • Alytus: 00370-63
  • Marijampolė: 00370-34
  • Tauragė: 00370-61
  • Telšiai: 00370-71
  • Utena: 00370-82

Welche Betrugsmaschen sind unter der Vorwahl +37 bekannt?

Die Meldungen zu Spam und Betrugsversuchen unter der 0037 umfasst leider fasst alle bekannten Maschen und Tricks.

Enkeltrick:

  • Betrüger geben sich als Enkel, Neffe oder Nichte der Angerufenen aus und erfinden eine Notlage.
  • Sie behaupten beispielsweise, in einen Unfall verwickelt gewesen zu sein, im Gefängnis zu sitzen oder dringend Geld für eine Operation zu benötigen.
  • Unter Druck bringen sie die Opfer dazu, ihnen Geld oder Bargeld und Wertsachen auszuhändigen oder ihnen Kontodaten mitzuteilen.

Falsche Polizeibeamte:

  • Betrüger geben sich als Polizisten oder andere vermeintlich seriöse Autoritäten aus.
  • Sie berichten von einem angeblichen Einbruch in der Nachbarschaft oder anderen Straftaten in der Nähe.
  • Dann erfragen sie persönliche Daten oder Kontoinformationen der Opfer, um diese zu betrügen.

Technischer Support:

  • Betrüger geben sich als Mitarbeiter von bekannten Technikunternehmen wie Microsoft oder Amazon aus.
  • Sie behaupten, einen Virus oder andere Fehler auf dem Computer des Opfers festgestellt zu haben.
  • Dann bieten sie kostenpflichtige „Reparaturdienste“ an, die in Wirklichkeit nicht notwendig sind.

Schockanruf:

  • Betrüger rufen meist ältere Menschen an und täuschen eine Notsituation vor, in die ein naher Angehöriger involviert sein soll.
  • Beispielsweise behaupten sie, dass der Sohn oder die Tochter in einen Unfall verwickelt war und dringend Geld für eine Operation benötigt.
  • Die Opfer sind oft so schockiert, dass sie den Betrügern Geld oder Wertsachen übergeben, ohne zu überlegen.

Gewinnspiele:

  • Bei dieser Masche werden Opfer über Telefonanrufe, SMS oder E-Mails über einen angeblichen Gewinn informiert.
  • Um den Gewinn zu erhalten, müssen sie jedoch zunächst Gebühren oder Steuern bezahlen.
  • In Wirklichkeit gibt es aber keinen Gewinn, und die Opfer verlieren ihr Geld.

Die Bundesnetzagentur ist auch bereits aktiv geworden und hat Maßnahmen gegen Rufnummern mit der Vorwahl 0037 ergriffen, beispielsweise eißt es im Januar 2024:

24.01.202400375717092827, 00375717030527, 00375717012367, 00375717087669, 00375717050457, 00375717010599, 00375717047158, 00375170394410, 00375170394381, 00375170394689, 00375170316988HackingIsoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot  vom 10.01.2024 bis 12.05.2024

Wie reagiert man richtig, wenn eine Rufnummer mit Vorwahl 0037 anruft?

Wenn Sie einen Anruf von einer unbekannten Nummer mit der Vorwahl 0037 erhalten, sollten Sie vorsichtig sein.

So sollten Sie reagieren:

  • Legen Sie den Hörer auf, wenn Sie die Nummer nicht kennen.
  • Rufen Sie die Nummer niemals zurück, auch wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten oder Kontoinformationen an den Anrufer heraus.
  • Blockieren Sie die Nummer auf Ihrem Telefon.
  • Informieren Sie die Bundespolizei, wenn Sie Opfer einer Betrugsmasche geworden sind.

Weitere Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn der Anrufer Sie unter Druck setzt oder Ihnen ein tolles Angebot macht, das zu gut klingt, um wahr zu sein.
  • Erkundigen Sie sich selbstständig bei der betreffenden Stelle oder Person, ob der Anruf tatsächlich seriös war.
  • Informieren Sie Ihre Familienmitglieder und Freunde, insbesondere ältere Menschen, über diese Betrugsmaschen.

Hilfe und Informationen:

Ist die Vorwahl 0025 seriös und welches Land steht dahinter?

Spam Anrufe mit merkwürdiger Vorwahl

Wenn ein Anruf mit der Vorwahl 0025 auf dem Telefon auftaucht (auf dem Handy auch oft +25) sind sich viele Nutzer unsicher, was hinter dieser Vorwahl steckt und ob es sich um einen seriösen Anrufe handelt oder um einen Betrugsversuch. Tatsächlich muss man leider festhalten, dass unter dieser Vorwahl leider oft auch Spam-Anrufe kommen – man sollte also vorsichtig sein. Was genau dahinter steckt und welche Maschen genutzt werden, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Ist die Vorwahl 0025 seriös und welches Land steht dahinter?

Die internationale Vorwahl 0025 steht für die Länder Kenia, Mosambik, Ruanda und Sansibar.

  • Kenia: 00254
  • Mosambik: 00258
  • Ruanda: 00250
  • Sansibar: 00255

Unter der Vorwahl 0025 sind also mehrere Länder zu erreichen. Das ist nicht unüblich, aber die meisten Vorwahlen verweisen nur auf ein Land (beispielsweise die Vorwahl 0044 auf UK oder die 0036 für Ungarn). Die Vorwahl 0035 verweist aber beispielsweise auch in Europa auf mehrere Länder – das ist also nicht ungewöhnlich.

Um eine Nummer in einem dieser Länder anzurufen, muss man die Vorwahl vor die Ortsvorwahl und die Rufnummer setzen. Beispielsweise lautet die Telefonnummer der deutschen Botschaft in Nairobi, Kenia: 00254 20 272 10 00.

In Deutschland muss man, um eine Nummer in einem dieser Länder anzurufen, zuerst die Vorwahl 00 wählen. Danach folgt die Ländervorwahl, die Ortsvorwahl und die Rufnummer. Beispielsweise lautet die Telefonnummer der deutschen Botschaft in Nairobi, Kenia, aus Deutschland heraus: 00 254 20 272 10 00.

Die Ländervorwahl 0025 wurde im Jahr 1967 eingeführt. Sie wurde ursprünglich für Kenia, Mosambik und Ruanda vergeben. Sansibar erhielt die Vorwahl im Jahr 1964.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Leider immer auch wieder Spam und Betrugsversuche mit Vorwahl +25

Es gibt verschiedene Fälle von Spam unter der Vorwahl +25. Zu den häufigsten gehören:

  • Ping-Anrufe: Bei Ping-Anrufen wird dem Angerufenen ein verpasster Anruf von einer unbekannten Nummer mit der Vorwahl +25 angezeigt. Wenn der Angerufene zurückruft, wird er an eine kostenpflichtige Nummer weitergeleitet.
  • Betrugsanrufe: Bei Betrugsanrufen geben sich Betrüger als Vertreter einer seriösen Organisation aus, z. B. einer Bank oder eines Telekommunikationsunternehmens. Sie versuchen, den Angerufenen dazu zu bringen, persönliche Daten oder Geld preiszugeben.
  • Spam-SMS: Bei Spam-SMS werden unerwünschte Nachrichten an den Empfänger gesendet. Diese Nachrichten enthalten oft Links zu Phishing-Websites oder andere schädliche Inhalte.

Die Vorwahl +25 wird von Betrügern häufig genutzt, da sie für Verbraucher in Deutschland und anderen europäischen Ländern ungewöhnlich ist. Dies macht es den Betrügern leichter, ihre Opfer zu täuschen.

Um sich vor Spam unter der Vorwahl +25 zu schützen, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Nehmen Sie keine Anrufe von unbekannten Nummern mit der Vorwahl +25 entgegen.
  • Öffnen Sie keine Links in Spam-SMS.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten oder Geld an Personen weiter, die Sie nicht kennen.

Sie können auch Ihre Telefonanlage so konfigurieren, dass unbekannte Nummern mit der Vorwahl +25 automatisch blockiert werden.

Es gibt eine Reihe von Apps, die Sie vor Spam Anrufen schützen können. Diese können teilweise kostenlos auf dem Handy eingesetzt werden und blocken Spam oder weisen zumindest darauf hin. Zu den beliebtesten gehören:

  • Truecaller: Truecaller ist eine kostenlose App, die eine Community-basierte Liste von Spam-Nummern enthält. Wenn Sie einen Anruf von einer unbekannten Nummer erhalten, kann Truecaller die Nummer identifizieren und anzeigen, ob es sich wahrscheinlich um einen Spam-Anruf handelt. Truecaller bietet auch die Möglichkeit, Spam-Nummern zu blockieren.
  • Whoscall: Whoscall ist eine weitere kostenlose App, die eine Community-basierte Liste von Spam-Nummern enthält. Whoscall bietet auch die Möglichkeit, Spam-Nummern zu blockieren und Anrufe von unbekannten Nummern zu filtern.
  • Mr. Number: Mr. Number ist eine kostenlose App, die eine Liste von bekannten Spam-Nummern enthält. Mr. Number bietet auch die Möglichkeit, Spam-Nummern zu blockieren und Anrufe von unbekannten Nummern zu filtern.

Diese Apps funktionieren, indem sie die Anrufer-ID-Informationen von Anrufen verarbeiten. Wenn die App eine Nummer in ihrer Liste von Spam-Nummern findet, kann sie den Anruf blockieren oder eine Warnung anzeigen.

Neben diesen Apps bieten auch viele Telefonanbieter integrierte Spam-Schutzfunktionen. Diese Funktionen können Sie daran hindern, Anrufe von unbekannten Nummern oder von Nummern zu erhalten, die von bekannten Spammer stammen.

So reagiert man richtig, wenn die Rufnummer mit der Vorwahl +25 anruft

Anruf von unbekannter Nummer mit Vorwahl +255: So verhalten Sie sich richtig

Um sich vor diesen Anrufen zu schützen und seriöse Anrufe nicht zu verpassen, sollten Sie folgende Tipps beachten:

1. Vorsicht bei unbekannten Nummern:

  • Seien Sie generell vorsichtig bei Anrufen von unbekannten Nummern, insbesondere von ausländischen Nummern.
  • Nehmen Sie den Anruf nicht sofort an: Lassen Sie den Anruf auf Ihre Mailbox gehen und hören Sie die Nachricht ab. So können Sie schon am Anrufverhalten erkennen, ob es sich um einen seriösen Anrufer handelt.
  • Tipp: Wenn Sie die Nummer im Internet googeln, finden Sie häufig Hinweise von anderen Nutzern, ob es sich um eine seriöse oder unseriöse Nummer handelt.

2. Vorsicht bei Geldforderungen:

  • Legen Sie sofort auf, wenn der Anrufer Geld von Ihnen fordert, egal ob in Form von Bargeld, Überweisungen oder Aufladungen von Prepaid-Karten.
  • Geben Sie niemals persönliche Daten oder Bankdaten am Telefon preis, insbesondere nicht an unbekannte Personen.
  • Seriöse Unternehmen und Behörden werden Sie niemals am Telefon nach solchen Daten fragen.

3. Vorsicht bei dubiosen Angeboten:

  • Seien Sie skeptisch bei unglaublich günstigen Angeboten oder Gewinnmitteilungen.
  • Legen Sie sofort auf, wenn der Anrufer Druck auf Sie ausübt, eine Entscheidung zu treffen.
  • Informieren Sie sich vor Vertragsabschlüssen oder Geldzahlungen immer genau über das Unternehmen und das Angebot.

4. Melden Sie verdächtige Anrufe:

WARNUNG: Anrufe mit der Vorwahl 0044 (+44) können Spam sein!

Spam Anrufe mit merkwürdiger Vorwahl

WARNUNG: Anrufe mit der Vorwahl 0044 (+44) können Spam sein! – Anrufe und Nachrichten von Rufnummern mit der 0044 als Vorwahl sind nach wie vor auf den Handys und Smartphones vieler Nutzer zu finden und oft wissen die Angerufenen nicht, was genau dahinter steckt bzw. was sie dagegen tun sollen. Die Calls mit dieser Vorwahl sind bereits seit einigen Jahren aktiv, aber natürlich ist nicht jeder Anruf mit der 0044 ein Spam-Anruf.

HINWEIS: Rückrufe sind nur selten zu empfehlen, da deutsche Allnet Flat für diese Vorwahlen nicht gelten (Was gehört alles zu einer Allnet Flat?) und auch das kostenlose EU Roaming nicht für Gespräche IN ein anderes Land gilt. Man sollte daher vorher über die Kosten informieren oder den Rückruf gleich ganz lassen.

Bei Borncity schreibt man beispielsweise zu diesem Hintergrund:

Es sieht so aus, als ob seit Mitte November 2019 vermehrt Telefon-SPAM über die Nummer 00441212818161 geführt wird. Seit dieser Zeit häufen sich die Beschwerden von Telefonkunden, die Anrufe von dieser Nummer erhalten. Der Anschluss ist in Birmingham, Großbritannien registriert.

Und im Telekom Forum schreibt ein Kunden:

Seit einigen Tage bekomme ich im Stundentakt immer wieder Spam-Anrufe mit der Vorwahl 0044 ….. Immer von verschiedenen Rufnummern. Ich habe inzwischen bereits 6 Anrufnummern im Kundencenter blockiert . Nachdem aber immer wieder neue Nummern erscheinen , wird das langsam nervig. In aller Regel geben sich die Anrufer als Mitarbeiter von windows aus.

Die Vorwahl wird dabei auf dem Smartphones und dem Telefon unterschiedlich angezeigt:

  • 0044
  • +44

In beiden Fällen handelt es sich aber um die gleiche Vorwahl und den gleichen Hintergrund.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Die 0044 ist dabei generell keine Spam-Rufnummer oder eine Vorwahl mit dubiosen Hintergrund, sondern die internationale Länder-Vorwahl für Großbritannien (England, Schottland, Wales & Nordirland). Danach folgt in der Regel die Ortsvorwahl. London hat so beispielsweise die Vorwahl +4420 und Manchester erreicht man unter der Vorwahl 0044161. Liverpool hat die Ortsvorwahl 0151 und wird daher per 0044151 erreicht.

StadtVorwahl
London020
Birmingham0121
Manchester0161
Leeds0113
Glasgow0141
Liverpool0151
Sheffield0114
Bristol0117
Reading0118
Edinburgh0131
Newcastle upon Tyne0191
Nottingham0115

Das kennt man auch aus dem deutschen System. London hat beispielsweise die Vorwahl 020 und daher wird London aus dem Ausland wie folgt angewählt: 004420 oder +4420. Wer einen Anruf mit der 0044 als Vorwahl erhält, wird also aus UK angerufen. Die Frage ist dann natürlich: gibt es einen sinnvollen Grund für so einen Anruf aus dem Ausland oder sitzt dahinter nur ein Call-Center?

Prinzipiell lässt sich das leider auch nicht pauschal beantworten. Es gibt sinnvolle Anrufe aus UK (vor allem wenn man dort Verwandte hat oder jemand dort im Urlaub ist), es gibt aber leider eben auch Spam mit der Vorwahl 0044. Grundsätzlich empfehlen wir daher bei Anrufen von unbekannten Nummern mit der Vorwahl 0044 immer vorsichtig zu sein und davon auszugehen, dass es sich um Spam oder einen Betrugsversuch handelt. Man sollte daher keine persönlichen Daten und keine Zahlungsdaten weitergeben und auflegen, wenn sich herausstellt, dass der Anruf keinen wirklich sinnvollen Zwekc hat.

HINWEIS: Es gibt in Deutschland auch Ortsvorwahlen, die ähnlich aussehen. Wilhelmshaven nutzt beispielsweise die Rufnummer 04421 und Oldenburg die 00441 als Vorwahl für die jeweilige Stadt. Nur wenn vor der 44 zwei Nullen oder ein + stehen, handelt es sich daher um die Auslandsvorwahl.

Spam von der Vorwahl 0044

Missbräuchliche Anrufe von dieser Vorwahl sind wie oben geschrieben leider nicht unbedingt selten und es gibt dabei die komplette Palette: Werbeanrufe, Ping Calls, SMS Spam und andere Anrufe werden von Verbrauchern berichtet. Auch angebliche Anrufe von Microsoft werden mit dieser Vorwahl gerne getätigt, weil wohl eine Reihe auch von deutschen Callcentern in UK betrieben werden. Leider hat sich daran auch trotz des Brexit eher wenig geändert.

Tatsächlich ist auch bereits die Bundesnetzagentur in solchen Fällen aktiv geworden und hat für die Rufnummer 00442394200411 ein befristetest Inkassierungsverbot erlassen. Gebühre über diese Rufnummer durften dann nicht mehr eingezogen werden, Kunden musste also eventuell Gespräche nicht bezahlen. Das ist aber aktuell eher die Ausnahme. Andere Rufnummern mit der 0044 als Vorwahl werden normal abgerechnet, man kann sich also bei den meisten +44 Anrufen nicht auf dieses Inkassierungsverbot berufen.

UPDATE: Im August 2022 wurden eine ganze Reihe von 0044 Rufnummern von der Bundesnetzagentur gesperrt bzw. die Abrechnung verboten. Es scheint mittlerweile also doch etwas größere Probleme mit der Vorwahl zu geben. Betroffen waren folgende Rufnummern (die 0059 steht übrigens für Haiti):

00447441800101, 00447441802400, 00447441802401, 00447441802402, 00447441802403, 00447441804001, 0059179197274, 0059179197275, 0059179270757, 0059179308360, 0059179308369, 00447441805900, 00447441810001, 00447441811800, 00447441840800, 00447441850001, 00447441857324, 0059179427700, 0059179427701, 0059179427702, 0059179427703, 0059179738700, 00447441868100, 00447441876500, 00447441876501, 00447441876502, 00447441876503, 00447441876550, 0059179842000, 0059179842001, 0059179842003, 0059179842004, 0059179842005

Auch in Österreich haben die Aufsichtsbehörden mittlerweile reagiert und listen beispielsweise die 00447856726250 und auch die Rufnummer 00447782803502 unter den verdächtigen Nummern. Dahinter stehen laut der Behörde eine angebliche Lottoteilnahme oder eine vorgetäuschte Immobilienfirma. Maßnahmen wurden allerdings wohl nicht eingeleitet.

In anderen Fällen wurde davon berichtet, dass angebliche Microsoft Mitarbeiter unter der Vorwahl +44 angerufen haben um Zugriff auf die PC System der Angerufenen zu bekommen.

VIDEO Betrug bei WhatsApp, diese Nachrichten sollte man sofort löschen

Was kann man gegen Spam und Anrufe von der Vorwahl 0044 machen?

Spamanrufe aus dem Ausland sind ein zunehmendes Problem. Die Anrufer verwenden oft gefälschte Rufnummern, um ihre Identität zu verbergen. Dadurch ist es schwierig, sie zu verfolgen und zu belangen.

Es gibt jedoch einige Dinge, die Sie tun können, um sich vor Spamanrufen zu schützen:

  • Nehmen Sie keine Anrufe von unbekannten Nummern an. Wenn Sie den Anrufer nicht kennen, ist es wahrscheinlich ein Spamanruf.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten am Telefon preis. Spamanrufer versuchen oft, Ihre persönlichen Daten zu ergattern, um Sie zu betrügen.
  • Blockieren Sie Spamanrufe. Die meisten Smartphones und Festnetztelefone bieten die Möglichkeit, Spamanrufe zu blockieren.
  • Melden Sie Spamanrufe. Sie können Spamanrufe bei der Bundesnetzagentur melden. Die Bundesnetzagentur kann die Anrufer verfolgen und gegebenenfalls belangen.

Hier sind einige weitere Tipps, die Sie befolgen können, um sich vor Spamanrufen aus dem Ausland zu schützen:

  • Aktivieren Sie die Anrufer-ID auf Ihrem Telefon. Dadurch können Sie sehen, wer Sie anruft, bevor Sie den Anruf annehmen.
  • Installieren Sie eine Anti-Spam-App. Anti-Spam-Apps können helfen, Spamanrufe zu erkennen und zu blockieren.
  • Seien Sie vorsichtig mit Anrufen, die Sie auffordern, Geld zu zahlen. Spamanrufer versuchen oft, Geld zu erpressen oder zu betrügen.

Wenn Sie einen Spamanruf erhalten, sollten Sie die folgenden Schritte unternehmen:

  • Nehmen Sie den Anruf nicht an.
  • Blockieren Sie die Rufnummer.
  • Melden Sie den Anruf bei der Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur hat eine Liste von Spam-Rufnummern veröffentlicht. Sie können diese Liste verwenden, um zu überprüfen, ob Sie einen Spamanruf erhalten haben.

Wenn Sie einen Spamanruf erhalten haben, sollten Sie sich auch an Ihren Mobilfunkanbieter wenden. Ihr Mobilfunkanbieter kann Ihnen helfen, Spamanrufe zu blockieren.

So melden Sie Spam-Anrufe

Sie können Spam-Anrufe auf verschiedene Weise melden:

  • Online-Formular der Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/AnfragenBeschwerden/Beschwerde_Aerger/start.html
  • Post an die Bundesnetzagentur: Bundesnetzagentur Telekommunikation, Post 53107 Bonn
  • Hotline Ihres Telefonanbieters: Die Nummer der Hotline finden Sie auf der Website Ihres Telefonanbieters.
  • Online-Portal Ihres Telefonanbieters: Den Zugang zum Online-Portal finden Sie auf der Website Ihres Telefonanbieters.
  • App Ihres Telefonanbieters: Die App finden Sie im App Store oder bei Google Play.

Wichtig: Bitte geben Sie bei der Meldung des Spam-Anrufs die Rufnummer des Anrufers an. So können die Behörden gegen die Täter vorgehen.

Smishing – Was steckt hinter dem neuen Spam Trend und wie schützt man sich dagegen?

Smishing – Was steckt hinter dem neuen Spam Trend und wie schützt man sich dagegen? – Im mobilen Bereich gibt es immer wieder neuen Spam-Wellen und das sogenannte Smishing wird derzeit sehr stark ausgenutzt – entsprechend viele Nutzer sind von diesen Betrugsversuchen betroffen. Smishing ist dabei zusammengesetzt aus den Begriffen SMS und Phising und beschreibt letztendlich einen Phishing Versuch per SMS. Smishing ist daher eine Sonderform des bereits hinlänglich bekannten SMS Spam.

Nutzer erhalten dabei per SMS unterschiedliche Nachrichten: das reicht von einer Paketankündigung, über angebliche Bilder, die vom Empfänger im Internet aufgetaucht sind bis hin zur einfacher Nachricht mit einem „coolen Link“. Hintergrund ist immer, die Nutzer auf eine präparierte Internet-Seite zu locken um dort Daten abzugreifen oder Malware zu installieren.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik informiert Nutzer dazu wie folgt:

Im Frühjahr 2021 gaben die Täter häufig vor, dass die Empfängerinnen und Empfänger der SMS bald ein Paket erhalten oder eine Sendung zurück an die Absenderin beziehungsweise den Absender gehen soll. In einigen der SMS-Texte ist sogar eine persönliche Anrede zu beobachten. Dieses Phänomen wurde bereits im Bürger-CERT Newsletter vom 18.02.2021 aufgegriffen. Damals handelte es sich um das Android-Botnetz „MoqHao“. Diese Methode wurde in Deutschland verwendet, um weitere Android-Schadsoftware wie „FluBot“ und „TeaBot“ zu verbreiten.

Android-Nutzerinnen und -Nutzer bekommen über den Link in der SMS-Nachricht den Download einer App angeboten. Diese löst allerdings keines der vorgetäuschten Probleme, sondern späht lokale Adressdaten aus, verbreitet weitere schadhafte SMS-Nachrichten und führt Phishing-Angriffe durch. Dabei tarnen die Kriminellen die Schadsoftware z. B. als eine für die Paketverfolgung angeblich notwendige App von bekannten Logistikunternehmen wie FedEx oder DHL. Apple iOS-Anwenderinnen und -Anwender landen in der Regel auf Werbe- oder Phishing-Seiten.

Auch die Bundesnetzagentur hat in diesem Jahr nochmal eine ausdrückliche Warnung in diesem Bereich ausgesprochen.

In der Regel schützen aktuellen Betriebssystem davor, das die Geräte einfach beim Besuch einer solchen Seite infiziert werden, aber vor allem bei älteren Modellen und Geräten, die nicht alle Sicherheitsupdates haben, können bekannte Sicherheitslücken dazu führen, dass man direkt Malware auf das Handy lädt, einfach in dem man den Link aufruft. Das ist aber eher die Ausnahmen, meistens muss man aktiv eine App installieren oder Daten eingeben.

Smishing Angriffe werden häufig auch verwendet, um bereits vorhanden illegale Datensätze zu vervollständigen. Klick man den Link in den SMS an, weiß der Betrüger im Hintergrund, dass die Telefonnummer korrekt ist und das erhöht den Wert des Datensatzes. Dazu werden beim Aufruf des Links oft auch Daten zum genutzten Betriebssystem und Gerät übertragen, so dass solche Informationen ergänzt und für zukünftige Angriffe genutzt werden können. Im schlechtesten gibt das Opfer sogar noch weitere Daten in den Fragebogen hinter dem Link und ergänzt damit das Profil. Auf diese Weise steigt die Wahrscheinlichkeit, dass zukünftige Angriffe erfolgreich sind.

Mittlerweile werden teilweise auch ausländische Rufnummern für diese Angriffe verwendet. Dann kommen die SMS mit Vorwahl 0044 oder 0043 oder 0033 und damit ist an sich sofort klar, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, denn deutsche Unternehmen verwenden deutsche Rufnummern.

Generell gilt daher: bei Smishing versuchen nie auf den angegeben Link klicken und im besten Fall die SMS gleich löschen. Kommen solche SMS von bekannten Kontakten, wurden diese eventuelle gehackt und man sollte sie darüber informieren.

Das Netz und auch der Tarif macht dabei keinen Unterschied. Smishing gibt es daher sowohl im D1 Netz, im Vodafone Netz und auch im O2 Netz. Prepaid Karten sind davon ebenso betroffen wie Allnet Flat und neuere Tarife.

VIDEO Smishing einfach erklärt

Wie schützt man sich vor Smishing Versuchen?

Den besten Tipp zum Schutz gegen Smishing haben wir oben bereits genannt: einfach die SMS ignorieren, auf keinen Fall auf die geschickten Links klicken und die SMS direkt löschen.

So schützen Sie sich gegen Smishing-Versuche auf dem Handy:

Seien Sie wachsam und misstrauisch:

  • Achten Sie auf ungewöhnliche Absender: Smishing-Nachrichten kommen oft von unbekannten Nummern oder Nummern, die sich als bekannte Unternehmen oder Institutionen ausgeben. Seien Sie besonders vorsichtig bei Nachrichten, die von Ihrer Bank, Ihrem Mobilfunkanbieter oder anderen sensiblen Stellen zu kommen scheinen.
  • Grammatik- und Rechtschreibfehler: Smishing-Nachrichten enthalten oft Fehler in Grammatik und Rechtschreibung. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Nachricht nicht von einem seriösen Unternehmen stammt.
  • Dringlichkeit und Druck: Smishing-Nachrichten versuchen oft, ein Gefühl der Dringlichkeit oder des Drucks zu erzeugen, damit Sie schnell handeln, ohne nachzudenken. Seien Sie vorsichtig bei Nachrichten, die Sie auffordern, sofort auf einen Link zu klicken oder Ihre persönlichen Daten einzugeben.
  • Links und Anhänge: Öffnen Sie niemals Links oder Anhänge in Smishing-Nachrichten. Diese können Schadsoftware enthalten, die Ihr Gerät infizieren und Ihre Daten stehlen kann.

Richtiger Umgang mit Links und Inhalten

  • Klicken Sie nicht auf Links: Auch wenn die Nachricht von einem seriösen Unternehmen zu stammen scheint, klicken Sie nicht auf den Link in der SMS. Rufen Sie die Website des Unternehmens stattdessen direkt über Ihren Browser auf oder verwenden Sie die offizielle App.
  • Geben Sie keine Daten ein: Geben Sie niemals persönliche Daten wie Bankkontoinformationen, Passwörter oder Kreditkartennummern in einer SMS ein. Seriöse Unternehmen werden Sie niemals per SMS nach diesen Informationen fragen.
  • Löschen Sie die Nachricht: Löschen Sie die Smishing-Nachricht sofort, um zu verhindern, dass Sie versehentlich darauf klicken oder sie an andere weiterleiten.
  • Melden Sie die Nachricht: Sie können Smishing-Nachrichten an die Anti-Phishing-Zentrale des Bundeskriminalamts melden: https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Warnhinweise/230519_FakeSchreiben.html.

Vorsorge treffen:

  • Installieren Sie Anti-Virensoftware: Installieren Sie eine Anti-Virensoftware auf Ihrem Handy, die Sie vor Schadsoftware schützen kann, die über Smishing-Nachrichten verbreitet wird.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihre wichtigen Online-Konten. Dies erschwert es Hackern, auf Ihre Konten zuzugreifen, selbst wenn sie Ihre Anmeldedaten erhalten haben.
  • Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Apps auf dem neuesten Stand: Stellen Sie sicher, dass Ihr Betriebssystem und Ihre Apps auf dem neuesten Stand sind, um die neuesten Sicherheitsupdates zu erhalten.
  • Seien Sie vorsichtig bei öffentlichen WLAN-Netzen: Vermeiden Sie es, sensible Daten über öffentliche WLAN-Netze einzugeben, da diese nicht sicher sein können.

Informieren Sie sich:

  • Informieren Sie sich über die neuesten Smishing-Betrugsmaschen: Informieren Sie sich auf den Websites von Behörden und Verbraucherschutzzentralen über die neuesten Smishing-Betrugsmaschen.
  • Teilen Sie Ihr Wissen mit anderen: Informieren Sie Ihre Familie und Freunde über die Gefahren von Smishing und wie sie sich schützen können.

Sowohl für Android als auch für iOS (iPhone und iPad) gibt es dazu einige Apps, die helfen können, Spam zu erkennen und direkt auszusortieren. Im App-Store findet man eine Reihe von kostenlosen und kostenpflichtigen Diensten, die Anrufe und SMS mit Blacklists abgleichen und vor Spam warnen. Das hilft, den Spam im eigenen Postfach zu reduzieren und kann die Arbeit deutlich erleichtern. Wer sich für so eine Lösung entscheiden möchte, sollte im App Store nach Blacklist suchen. Dann findet man eine ganze Reihe von passenden Angeboten.

Weitere Sicherheitshinweise zu anderen Versionen des Spam haben wir hier zusammengestellt: Ping Anrufe | SMS Spam | Voicemail Spam

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

VIDEO Smishing Hintergründe erläutert

Wie kommen die Betrüger an die Rufnummern?

Das Erhalten von Smishing-SMS bedeutet nicht notwendigerweise, dass man einen Fehler gemacht hat. Diese Nachrichten sind auch kein Hinweis darauf, dass das eigene Smartphone gehackt oder kompromittiert wurde. Die Telefonnummern für die Spammer kommen oft aus Hacks und Datenlecks großer Plattformen. Dabei werden häufig ganze Kundendatensätze kopiert und im Darknet zum Kauf angeboten. Aufgrund der häufigen Notwendigkeit der Angabe der Telefonnummer für die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist diese oft in solchen Leaks enthalten und wird dann für Spam und Smishing missbraucht.

Ob und über welche Plattform eventuell eigene Daten wurden, kann man hier nachprüfen:

Was steckt hinter der Vorwahl 0061: Spam oder seriös?

Spam Anrufe einer Vorwahl aus dem Ausland

Was steckt hinter der Vorwahl 0061: Spam oder seriös? – In Deutschland findet man immer wieder auch Anrufe mit der Vorwahl 0061 und viele Verbraucher sind an der Stelle unsicher, was dahinter steckt und ob man eventuell nur einen Schockanruf oder einem Spam-Call entgegen nimmt. In diesem Artikel wollen wir die Hintergründe der 0061 Rufnummern erklären und auch zeigen, was dahinter steckt und ob es sich im Spam oder Betrugsversuche handelt.

Anrufe von der Vorwahl 0061 – Spam oder seriös?

Die gute Nachricht ist dabei, dass die 0061 (oder auch +61) eine ganz normale internationale Auslandsvorwahl ist und fest zugeordnet ist. Es handelt sich also per se um keine gefährliche Rufnummer, sondern es kann durchaus plausible Gründe haben, wenn eine Anruf mit der 0061 in Deutschland ankommt.

Die 0061 steht dabei als Vorwahl für Anschlüsse in Australien und ist nur diesem Land fest zugeordnet. Bei einem Anruf mit der Vorwahl 0061 kann man also sehr sicher davon ausgehen, dass es sich um einen Call aus Australien handelt. Vielen Ländern ist genau eine Vorwahl zugeordnet. UK hat beispielsweise die Vorwahl 0044, hinter 0043 Rufnummern stecken Anschlüsse in Österreich und die Vorwahl 0034 verweist auschließlich auf Spanien.

Danach kommen weitere Ziffern, folgt nach der Vorwahl beispielsweise eine 4, handelt es sich um ein Mobilfunk-Netz in Australien. Dazu haben die größeren Städte eigene Ortsvorwahlen. Canberra erreicht man beispielsweise unter der Rufnummer 0061-261, Sidney hat die Vorwahl 0061-28 und Melbourne hat die 0061-38. Im Mobilfunk-Bereich gibt es mehrere Betreiber mit teilweise eigenen Vorwahlen:

  • Telstra ist der größte Netzbetreiber in Australien. Er hat eine Netzabdeckung von 99,5 %. Die Vorwahlen von Telstra sind 040, 041 und 043.
  • Optus ist der zweitgrößte Netzbetreiber in Australien. Er hat eine Netzabdeckung von 99 %. Die Vorwahlen von Optus sind 042 und 044.
  • TPG ist der drittgrößte Netzbetreiber in Australien. Er hat eine Netzabdeckung von 98 %. Die Vorwahlen von TPG sind 045 und 046.
  • Vodafone ist der viertgrößte Netzbetreiber in Australien. Er hat eine Netzabdeckung von 97 %. Die Vorwahlen von Vodafone sind 047 und 048.

Generell ist eine Anruf mit einer 0061 Rufnummer also ein Anruf aus Australien und kann durchaus seriös sein. Vor allem wenn man einen Urlaub vor Ort gebucht hat oder Freunde und Bekannte in Australien unterwegs sind, kann es zu Calls mit dieser Vorwahl kommen. Von daher sollte man solche Anrufe nicht direkt wegdrücken, sondern überlegen, ob es eventuell einen sachlichen Hintergrund für einen solchen Anruf gibt.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Spam von der 0061

Ab und an gibt es auch Spam und Betrugsversuche mit 0061 Nummern, aber erfreulicherweise ist dies eher die Ausnahmen. die Bundesnetzagentur muss beispielsweise recht selten gegen solche Rufnummern vorgehen und das ist in der Regel ein gutes Zeichen, dass es vergleichsweise wenige Fake-Anrufe unter dieser Vorwahl gibt.

Das mag damit zusammenhängen, dass Anrufe von Australien nach Deutschland doch recht teuer sein. Spam-Anrufe lohnen sich daher eher nicht und Betrüger nutzen dafür eher Länder die niedrige Kosten haben. Das heißt leider nicht, dass jeder Anruf von einer 0061 Rufnummer auch seriös ist, aber zumindest ist die Chance sehr hoch, dass es sich um einen richtigen Anruf handelt.

Ein paar Punkte sollte man aber dennoch beachten:

  • ab und an gibt es Ping-Anrufe mit der Rufnummer 0061, bei denen es darum geht, Nutzer zu Rückrufen auf teure Premium-Dienste zu verleiten. Oft sind solche Ping Anrufe nur sehr kurz und werden gleich wieder beendet.
  • 0061 Vorwahlen werden in seltenen genutzt um bei Malware und Hacking den Kontakt herzustellen. Ab und an findet man auch angebliche Anrufe von Microsoft Mitarbeitern unter dieser Vorwahl.
  • teilweise wird auch Romance Scam unter der 0061 abgewickelt, das ist allerdings mittlerweile eher selten – die große Entfernen macht es aber einfach, eine Angebliche Beziehung vorzugaukeln

Man sollte also dennoch bei Anrufen mit einer 0061 Vorwahl vorsichtig sein und erst den Hintergrund abklären, bevor man Daten weiter gibt.

Call by Call für Australien

Es gibt eine Reihe von Call by Call Anbietern für Australien. Diese Anbieter ermöglichen es Kunden, zu einem niedrigeren Tarif als bei einem regulären Tarif zu telefonieren.

Einige der bekanntesten Call by Call Anbieter für Australien sind:

  • 13Cheap
  • 1300Calls
  • 1800Call
  • Call Connect
  • Call Local

Wie funktioniert Call by Call?

Bei Call by Call wählen Kunden eine bestimmte Vorwahl, um zu einem niedrigeren Tarif zu telefonieren. Die Vorwahl wird von einem Call by Call Anbieter verwaltet. Der Anbieter leitet den Anruf dann an das gewünschte Ziel weiter.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

So schützen Sie sich am Handy gegen Anrufe aus dem Ausland

Netzbetreiber-Dienste nutzen:

  • Anrufsperre: Die meisten Netzbetreiber bieten eine Anrufsperre an, mit der Sie bestimmte Nummern oder Rufnummernbereiche (z. B. Vorwahlen aus dem Ausland) blockieren können. Informieren Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber über die Verfügbarkeit und Konfiguration der Anrufsperre.
  • Kostenkontrolle: Aktivieren Sie eine Kostenkontrolle bei Ihrem Netzbetreiber, um hohe Kosten durch Anrufe aus dem Ausland zu vermeiden. So können Sie z. B. ein Limit für die monatlichen Kosten für Auslandsgespräche festlegen.
  • Spamfilter: Einige Netzbetreiber bieten Spamfilter an, die unerwünschte Anrufe, einschließlich solcher aus dem Ausland, blockieren können. Informieren Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber über die Verfügbarkeit und Konfiguration von Spamfiltern.

Smartphone-Apps nutzen:

  • Call Blacklist: Es gibt verschiedene Apps, mit denen Sie unerwünschte Nummern blockieren können, auch solche aus dem Ausland. Diese Apps funktionieren meist über eine Datenbank mit bekannten Spam-Nummern oder ermöglichen die manuelle Blockierung von Nummern.
  • TrueCaller: TrueCaller ist eine App, die die Identifizierung von Anrufern ermöglicht, auch wenn diese nicht in Ihrem Kontaktbuch gespeichert sind. Die App nutzt eine Community-basierte Datenbank mit Nummern und Bewertungen, um Spam und Betrugsversuche zu erkennen.

Verhalten und Vorsorge:

  • Achtung bei unbekannten Nummern: Seien Sie besonders vorsichtig bei Anrufen von unbekannten Nummern, insbesondere aus dem Ausland. Gehten Sie nicht ans Telefon, wenn Sie die Nummer nicht kennen, und lassen Sie den Anruf auf die Mailbox gehen.
  • Keine Rückrufe bei unbekannten Nummern: Rufen Sie unbekannte Nummern, insbesondere aus dem Ausland, niemals zurück. Dies kann zu hohen Kostenfallen führen.
  • Vorsicht bei kostenpflichtigen Diensten: Achten Sie bei Anrufen aus dem Ausland auf Hinweise auf kostenpflichtige Dienste. Brechen Sie das Gespräch sofort ab, wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich um einen kostenpflichtigen Dienst handelt.
  • Regelmäßige Abrechnung kontrollieren: Kontrollieren Sie Ihre Handyabrechnung regelmäßig auf ungewöhnliche Gebühren, insbesondere für Auslandsgespräche.

Indem Sie diese Maßnahmen ergreifen, können Sie sich effektiv vor unerwünschten und betrügerischen Anrufen aus dem Ausland schützen und Ihre Handyrechnung unter Kontrolle behalten.

Spam-Anrufe melden: So geht’s!

In Deutschland gibt es verschiedene Möglichkeiten, Spam-Anrufe zu melden:

1. Bundesnetzagentur:

2. Verbraucherzentralen:

3. Mobilfunkbetreiber:

  • Menüpunkt im Kundenportal: Viele Mobilfunkbetreiber bieten in ihrem Kundenportal die Möglichkeit, Spam-Anrufe zu melden. Informieren Sie sich auf der Website Ihres Mobilfunkbetreibers, wie Sie dies tun können.
  • App: Einige Mobilfunkbetreiber bieten Apps an, mit denen Sie Spam-Anrufe direkt melden können. Informieren Sie sich auf der Website Ihres Mobilfunkbetreibers, ob eine solche App verfügbar ist.

Wichtig:

  • Um Spam-Anrufe effektiv zu melden, sollten Sie so viele Informationen wie möglich angeben, z. B.:
    • Rufnummer des Anrufers
    • Datum und Uhrzeit des Anrufs
    • Inhalt des Gesprächs
    • Mögliche Hinweise auf die Absicht des Anrufers (z. B. Abzocke, Werbung, Datenfishing)

Warntag 2024: das sollte man dazu wissen

Warntage sind deutschlandweit durchgeführte Tests des Warnsystems zur Information der Bevölkerung in Notfällen. Sie finden jährlich an zwei festgelegten Terminen statt:

  • Zweiter Donnerstag im September: Dieser Warntag umfasst das gesamte Bundesgebiet.
  • Je nach Bundesland: Zusätzlich kann es in manchen Bundesländern einen weiteren Warntag zu einem individuellen Termin geben. Erkundigen Sie sich hierzu am besten bei Ihrer lokalen Behörde.

Während eines Warntages werden um 11:00 Uhr verschiedene Warnkanäle aktiviert, um deren Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Dazu gehören:

  • Sirenen
  • Radio
  • Fernsehen
  • Warn-Apps (wie z.B. NINA)

Im Mobilfunk-Bereich arbeiten dabei alle Anbieter mit. Man bekommt daher auch in allen Netzen Warnung, sowohl im Telekom Netz, mit Vodafone, im O2 Netz und auch im neuen 1&1 Netz.

Warntage im Mobilfunk werden aus mehreren Gründen durchgeführt:

1. Um die Funktionsfähigkeit des Warnsystems zu testen:

Die Warnung der Bevölkerung im Ernstfall ist eine wichtige Aufgabe des Staates. Um sicherzustellen, dass die Systeme im Notfall zuverlässig funktionieren, werden regelmäßig Warntage durchgeführt. In diesen Tests werden alle Warnkanäle, wie z. B. Sirenen, Radio, Fernsehen und Warn-Apps, gleichzeitig aktiviert. So können die Behörden mögliche Fehler erkennen und das System optimieren.

2. Um die Bevölkerung über die Warnmöglichkeiten zu informieren:

Viele Menschen wissen nicht, wie sie im Ernstfall gewarnt werden können. Die Warntage dienen dazu, die Bevölkerung über die verschiedenen Warnmöglichkeiten zu informieren und ihnen zu erklären, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen.

3. Um die Akzeptanz der Warnungen zu erhöhen:

Wenn die Bevölkerung die Warnungen kennt und versteht, ist sie eher bereit, diese zu beachten und im Ernstfall die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Die Warntage tragen dazu bei, die Akzeptanz der Warnungen zu erhöhen und die Bevölkerung auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen.

4. Um die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Mobilfunkbetreibern zu verbessern:

Die Warnung der Bevölkerung im Mobilfunk erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und Mobilfunkbetreibern. Die Warntage dienen dazu, diese Zusammenarbeit zu testen und zu verbessern.

Warntage 2024 in Deutschland

In Deutschland gab/gibt es im Jahr 2024 zwei bundesweite Warntage:

  • 14. März 2024: In diesem bundesweiten Warntag wurde in weiten Teilen Bayerns das Warnsystem zur Warnung der Bevölkerung getestet. Um 11:00 Uhr heulten die Sirenen für eine Minute.
  • 14. September 2024: Dieser bundesweite Warntag umfasste das gesamte Bundesgebiet. Um 11:00 Uhr wurde ein Warnsignal über verschiedene Kanäle ausgespielt, darunter Sirenen, Radio, Fernsehen und Warn-Apps. Auch Cell Broadcast wird dabei wieder genutzt und daher bekommt Nutzer die Warnung direkt auf das Handy.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Bundesländer eigene Warntage zusätzlich zu den bundesweiten Warntagen durchführen können. Informieren Sie sich daher bei Ihrer lokalen Behörde, um die genauen Termine für Ihre Region zu erfahren.

Weitere Informationen zu den Warntagen in Deutschland finden Sie auf den folgenden Websites:

Heimwegtelefon – das steckt dahinter

Das Heimwegtelefon ist eine Hotline in Deutschland und Österreich, die Menschen anrufen können, die sich nachts auf ihrem Heimweg unwohl fühlen. Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen am Telefon leisten dann bis nach Hause Gesellschaft.

Die Funktionsweise ist dabei immer gleich:

  • Rufen Sie die Nummer 030/12074182 an, wenn Sie sich auf dem Heimweg unwohl fühlen.
  • Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter am Telefon bleibt so lange mit Ihnen verbunden, bis Sie sicher zuhause angekommen sind.
  • Während des Gesprächs können Sie dem Mitarbeiter Ihren aktuellen Standort mitteilen. So ist er stets darüber informiert, wo Sie sich befinden und kann Ihnen im Zweifelsfall schneller helfen.
  • Im Notfall kann der Mitarbeiter für Sie einen Notruf absetzen.

Das Heimwegtelefon richtet sich an alle Menschen in Deutschland und Österreich, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität. Ob allein reisende Frauen, Berufspendler in der Dunkelheit oder besorgte Eltern – jeder, der sich auf seinem Heimweg unwohl fühlt, kann die kostenlose Hotline nutzen.

Der Anruf beim Heimwegtelefon ist erfreulicherweise kostenlos. Sie können die Hotline sowohl aus dem deutschen Festnetz als auch aus allen Mobilfunknetzen ohne zusätzliche Gebühren erreichen. Sie können das Heimwegtelefon an jedem Abend und jeder Nacht zwischen 21 Uhr und 3 Uhr morgens erreichen. So steht Ihnen auch in den späten Abendstunden und in der Nacht ein Ansprechpartner zur Verfügung.

Hier sind die wichtigsten Fakten zum Heimwegtelefon:

  • Rufnummer: 030/12074182 (deutschlandweit)
  • Erreichbar:
    • Sonntags bis Donnerstags von 21 bis 24 Uhr
    • Freitags und Samstags von 21 bis 3 Uhr
  • Kosten: Die üblichen Gesprächskosten ins deutsche Festnetz
  • Ziel: Dir auf deinem Heimweg ein sicheres Gefühl zu geben

Es gibt auch Heimweg-Apps, die ähnlich funktionieren. Allerdings hat die Einführung des automatischen Notruf-Standortes bei der Nummer 112 den Vorteil von Apps etwas reduziert. Dazu gibt es teilweise auch regionale Facebook Gruppen, mit denen man sich solche Anrufe organisieren kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Heimwegtelefon eine gute Möglichkeit ist, sich auf dem Heimweg sicherer zu fühlen. Es ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar.

HINWEIS: Die Vorwahl 030 gehört zu Berlin und dessen Umgebung. Das heißt, wenn Sie eine Telefonnummer mit der Vorwahl 030 sehen, dann klingelt das Telefon in Berlin oder einer der umliegenden Städte.

Welches Land hat die Vorwahl 0037 und sind Anrufe seriös?

Spam Anrufe mit merkwürdiger Vorwahl

Viele deutsche Verbraucher berichten von Anrufen oder auch Nachrichten, die mit einer 0037 Vorwahl ankommen oder auf dem Handy als +37 Rufnummern angezeigt werden. Oft finden sich diese Anrufe nur in den Anruflisten und viele Nutzer sind sich dann unsicher, ob man zurückrufen sollte, weil es um etwas wichtiges geht oder aber ob es sich nur um Spam und Abzocke handelt.

In diesem Artikelwollen wir klären, was hinter der Vorwahl 0037 steckt und wann man leider auch von Spam oder Betrugsversuchen von solchen Rufnummern ausgehen muss.

Welches Land hat die Vorwahl 0037 und sind Anrufe seriös?

Die Vorwahl 0037 ist eine offizielle internationale Ländervorwahl und daher generell erst mal eine normale Vorwahl wie viele anderen auch. Die Nummer steht dabei für gleich mehrere kleinere Länder – um herauszufinden, wohin eine Rufnummer direkt gehört, muss man daher auch noch die Nummern nach der 0037 betrachten. Hinter einem Anruf mit der 0037 können also Anschlüsse aus einer ganze Reihe von Ländern stecken. Das macht die Zuordnung etwas schwieriger als bei anderen Rufnummern und Vorwahlen aus dem Ausland.

Die aktuellen Länder mit der Vorwahl 0037

LandLändervorwahl
Andorra00376
Armenien00374
Estland00372
Lettland00371
Litauen00370
Moldau (Republik)00373
Monaco00377
San Marino00378
Vatikanstaat00379
Weißrussland00375

Es kann generell durchaus plausible Gründe für einen Anruf aus einem solche Land geben. Wer Verwandte oder Bekannte vor Ort hat oder geschäftlich mit diesen Ländern zu tun hat, wird unter Umständen mit durchaus seriösem Hintergrund von diesen Rufnummern angerufen.

Statt der 0037 kann dabei auch komplett gleichwertig die GSM Schreibweise +37 genutzt werden. Das ist für Handys und Smartphones insgesamt die bessere Version der Auslandsrufnummer.

Im Vergleich zu anderen Vorwahlen aus dem Ausland ist die 0037 also leider nicht direkt einem Land zugeordnet wie andere Vorwahlen. Die 0044 steht beispielsweise für Großbritannien, mit der Vorwahl 0033 kommt man in Frankreich heraus und die 0034 steht für Anschlüsse aus Spanien. Allerdings sind auch Sammel-Vorwahlen nicht ungewöhnlich. Die 0038 oder auch die 0035 stehen beispielsweise ebenfalls für mehrere Länder.

Nicht verwechseln sollte man die 0037 Rufnummern mit der deutschen Ortsvorwahl 037. Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe von Orten, die auch eine 037 als Vorwahl haben und deren Rufnummern sehr ähnlich aussehen. Beispielsweise erreicht man unter der 0371 Chemnitz, die 03771 steht für Aue und die 03727 für Mittweida. Nur wenn vor der 73 ein + oder eine doppelte Null steht, handelt es sich wirklich um eine Vorwahl aus dem Ausland und den genannten Ländern.

Spam und Betrugsversuche mit der Vorwahl 0037

Neben seriösen Anrufen berichten deutsche Verbraucher aber leider auch immer wieder von Spam und Betrugsversuchen mit dieser Rufnummer. Die Bandbreite an möglichen Gründen und Maschen für solche Anrufen sind dabei weit gefasst. Die bekanntesten Maschen bei der 0037 sind dabei:

  • Ping Anrufe, bei denen nur sehr kurz angeklingelt wird und der Nutzer eine teurere Premium-Rufnummer zurückrufen soll. Nur wenige deutsche Verbraucher kennen ausländische Premium-Rufnummern und daher ist es einfach, diese als Rufnummern anzugeben.
  • IT Support Spam: Angeblich ruft ein Mitarbeiter von Microsoft oder einem anderen Sicherheitsunternehmen an, um Malware auf dem heimischen Rechner zu beseitigen. Tatsächlich versucht man aber, Malware auf den Geräten per Fernwartung und IP Zugriff zu installieren.
  • Meinungsforschungsinstitute: Angeblich rufen Mitarbeiter der Trendforschung an um Meinungen zu aktuellen Thema zu erfragen. Oft geht es dann aber im Krypto-Währungen oder Strompreise und es wird versucht, ein entsprechendes Produkt zu verkaufen. Generell haben seriöse Unfrage-Institute deutsche Rufnummern. Anrufe aus dem Ausland kann man daher direkt wieder beenden.

Andere Formen von Spam sind dagegen eher selten. Für SMS Spam werden meistens andere Rufnummern genutzt und auch Schockanrufe werden in der Regel mit deutschen Vorwahlen durchgeführt. Dennoch kann es natürlich sein, dass auch Rufnummern mit der Vorwahl +37 dafür eingesetzt werden.

Insgesamt sollte man daher bei einem Anruf oder auch einer Nachricht von einer 0037 Rufnummern kritisch sein. Im besten Fall löscht man den Anruf direkt, aber auch wenn man annimmt, sollte man auf keinen Fall persönliche Daten preisgeben oder gar Zahlungsdaten übermitteln. Viele Account nutzen persönliche Daten als Sicherheitsfragen – solche Infos können also genutzt werden, um Zugängen zu bekommen.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Die Bundesnetzagentur muss leider ab und an auch gegen solche Rufnummern vorgehen. Das deutet immer darauf hin, dass die Vorwahl doch recht häufig in Zusammenhang mi Betrugsversuchen und Spam genutzt werden. 2024 hat beispielsweise die Bundesnetzagentur auch gegen Rufnummern mit der 0037 Vorwahl Manahmen ergriffen (Preisansage):

00257, 00235, 00381, 00248, 00216, 00225, 00224, 00249, 00212, 00255, 00229, 00223, 00256, 00261, 00355, 00387, 00252, 00231, 00960, 00967, 00389, 00232, 00382, 00881, 00882, 00883, 00269, 00685, 00263, 00213, 00674, 00592, 00691, 00509, 00676, 00245, 00221, 00994, 00241, 00675, 00297, 00247, 00236, 00593, 00242, 00211, 00501, 00374, 00240, 001767, 00678, 00973, 00265, 00237, 00375, 007

Kosten ohne Ansage, die über diese Rufnummern angefallen sind, dürfen daher nicht mehr in Rechnung gestellt oder weiter geleitet werden. Allerdings ist es natürlich immer besser, wenn solche Kosten gar nicht erst anfallen und Verbraucher sich daher auch nicht darum kümmern müssen, diese wieder zurück zu bekommen.

So melden man Betrugsversuche per 0037 bei der Bundesnetzagentur

Sie können Spam-Anrufe bei der Bundesnetzagentur online oder per Formular melden:

Online-Meldung:

  1. Rufen Sie die Webseite der Bundesnetzagentur für Beschwerden zu Ärger mit Rufnummern und Anrufen auf: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/AnfragenBeschwerden/Beschwerde_Aerger/start.html
  2. Wählen Sie die Kategorie „Belästigende Anrufe“ aus.
  3. Folgen Sie den Anweisungen auf der Seite, um Ihre Beschwerde einzureichen.

Meldung per Formular:

  1. Laden Sie das Formular für die Beschwerde über unerlaubte Telefonwerbung von der Webseite der Bundesnetzagentur herunter: [ungültige URL entfernt]
  2. Füllen Sie das Formular vollständig aus.
  3. Senden Sie das Formular per Post an die Bundesnetzagentur:

Bundesnetzagentur Referat 111 TK 52 53107 Bonn

Wichtig:

  • Um Ihre Beschwerde bearbeiten zu können, benötigt die Bundesnetzagentur Ihre Rufnummer, die Rufnummer des Anrufers, Datum und Uhrzeit des Anrufs sowie eine kurze Beschreibung des Vorfalls.
  • Sie können auch mehrere Spam-Anrufe in einer Beschwerde melden.
  • Die Bundesnetzagentur kann keine rechtliche Prüfung Ihres Einzelfalls vornehmen. Sie kann jedoch Maßnahmen gegen die Unternehmen ergreifen, die gegen das Gesetz verstoßen.