Freie WLAN Netze und Hotspots als Alternative – hier gibt es die Karte

Freie WLAN Netze als Alternative – Freie WLAN-Zugangspunkte sind in Deutschland eher selten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen machen es schwer, offenen Zugänge anzubieten, denn als Anbieter kann man über die sogenannte „Mitstörerhaftung“ unter Umständen für Rechtsverletzungen der Nutzer mit haften. Gerade im Bereich des Filesharing kann das sehr schnell sehr teuer werden. Mittlerweile wurden zwar die gesetzlichen Regelungen dazu geädert, eine wirkliche Rechtssicherheit scheint es in diesem Bereich aber nach wie vor nicht zu geben.

Trotzdem gibt es auch in Deutschland Möglichkeiten, Netzwerke zu sharen und für Dritte freizugeben bzw. auch Netzwerke anderer als Zugangspunkte mit zu nutzen. Die Telekom selbst bietet solche Varianten unter dem Namen „WLAN to go“ an. Die rechtliche Situation ist an dieser Stelle etwas überschaubarer (mehr dazu auf tablet-tarife.com) allerdings muss man zwingend Kunde der Telekom sein um diese Hotspots nutzen zu können.

Insgesamt muss man bei unterscheiden: Die Hotspot Netze der Telekom und von Vodafone sind in der Regel kostenpflichtig. Man kann diese mit einer Hotspot Flat des Unternehmens teilweise auch kostenlos nutzen, ohne solche Flatrates wird aber für den Zugang eine Gebühr fällig. So kostet ein Tag surfen bei der Telekom beispielsweise knapp 5 Euro.

Auf den allgemeinen Karten sind oft sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Hotspots eingetragen, so dass man hier einen durchaus besseren Überblick hat. Allerdings werden diese oft durch die Nutzer befüllt. Daher sind die eingetragenen Daten auf diesen Karten oft nur so gut, wie die Nutzer diese pflegen. Man findet daher leider oft auch veraltete Einträge oder nur einen Bruchteil der Hotspots, die eigentlich vorhanden wären. Es ist daher sehr fair, wenn man die Karten nicht nur nutzt, sondern auch selbst mit pflegt und beispielsweise alte Einträge entfernt oder neuen WLAN und Hotspots mit aufnimmt.

Freifunk als Alternative

Ein deutlich offeneres Modell findet man unter dem Namen „Freifunk“. Nutzer teilen dabei ihre Internetanschlüsse. Auf der Karte von Freifunk.de sieht man die aktuellen Zugangspunkte und Städte, in denen bereits solche Hotspots verfügbar sind. Nach dem aktuellen Stand gibt es über 3000 Zugangspunkte in mehr als 60 Städten Deutschlands. Das ist von einer flächendeckenden Versorgung noch weit entfernt aber ein durchaus großer Erfolg für ein rein privates Projekt ohne finanzielle Hintergedanken.

Video: So funktioniert Freifunk

(via)

In einigen Städten funktionieren die Freifunk Zugänge sogar wie ein normales WLAN. Dann ist keine spezielle Hardware notwendig. Freifunk Potsdam schreibt dazu:

Welchen Router benötige ich?

Für Freifunk sind besonders die folgende Geräte geeignet.

  • Nanostation M2
  • TP-Link TL-WR741ND

Wir helfen auch, falls Dir das Flashen der Firmware zu kompliziert ist.

Brauche ich spezielle Software, um Freifunk nutzen zu können?

Nein, normalerweise nicht.

Wenn Du experimentierfreudig bist, kannst Du natürlich auch auf Deinem Rechner die OLSR-Software installieren. Wenn Du Freifunk einfach nur benutzen willst, hol Dir von uns einen passenden Router und häng‘ Dich dort einfach nur per Kabel ran. Der Router erledigt den Rest für Dich.

In Potsdam haben wir die Besonderheit, dass Du Dich zu einem nahegelegenen Router sogar via WLAN verbinden kannst. Der Router fungiert dann für Dich wie ein gewöhnlicher Wireless Access Point, eine zusätzliche Softwareinstallation ist also nicht notwendig.

Prinzipiell sollte man aber schon ein wenig technikaffin sein um diese Zugänge nutzen zu können.

Welches Netz nutzen die Handytarife von Web.de und GMX?

Welches Netz nutzen die Handytarife von Web.de und GMX? -Bei den Allnet Flat und Tarifen von GMX und Web.de hat es in den letzten Monaten deutliche Veränderung gegeben. Das Unternehmen bietet nun eher einen Tarifvergleich, in dem auch die Angebote von Simply, PremiumSIM und anderen Drillisch Unternehmen zu finden sind. Das könnte darauf hindeutet, dass die Angebote früher oder später ganz entfernt werden.

Wir empfehlen daher auch jetzt bereits auf die originalen Tarife direkt von Simply und PremiumSIM zu setzen und nicht den Umweg über die Buchung bei Web.de und GMX zu gehen:

Simply Tarife im Vergleich

Tarif Preis pro Monat
(Aktivierung)
Netz Kosten Laufzeit
(Monate)
Simply 8 Cent
Simply 8 Cent
0.00€
(4.95€)
Telefon: 8.0 Cent
SMS: 8.0 Cent
Internet: 49 Cent/MB
keine zum
Anbieter

Simplytel LTE 3000
Simplytel LTE 3000
7.99€
(19.99€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (3000MB/Mon)
1 zum
Anbieter

Simplytel LTE 5000
Simplytel LTE 5000
8.99€
(19.99€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (6000MB/Mon)
1 zum
Anbieter

Simplytel LTE 10000
Simplytel LTE 10000
12.99€
(19.99€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (12000MB/Mon)
1 zum
Anbieter

Simplytel LTE 20000
Simplytel LTE 20000
19.99€
(19.99€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (20000MB/Mon)
1 zum
Anbieter

PremiumSIM Tarife im Vergleich

Tarif Preis pro Monat
(Aktivierung)
Netz Kosten Laufzeit
(Monate)
PremiumSIM LTE S
PremiumSIM LTE S
5.99€
(0.00€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (2000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

PremiumSIM LTE 4XL
PremiumSIM LTE 4XL
14.99€
(0.00€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (20000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang: bestehende Tarife des Unternehmens können aber weiter genutzt werden. Nur die Buchung von neuen Angeboten scheint erschwert und man muss im Tarifrechner schon sehr suchen um die Angebote noch zu finden.


Das Netz der bestehenden Tarife von GMX und Web.de

Sowohl GMX als auch Web.de bieten unter dem Namen „Allnet und Surf Giga“ bzw. „Allnet und Surf Giga Plus“ Handytarife auf den eigenen Webseiten an.  Die Handytarife und Flatrates werden dabei über 1&1 als technischer Partner realisiert. Allerdings betreibt auch 1&1 kein eigenes Netz sondern kauft Kapazitäten bei Vodafone und O2 ein. Die Tarife von GMX und Web.de nutzen daher nicht das Mobilfunk-Netz von 1&1 sondern ein Netz der Partner von 1&1.

Zum genauen Netz findet sich auf den Webseiten der Unternehmen allerdings nur der Hinweis „D-Netz“. Teilweise ist auch von „Top D-Netz Qualität“ die Rede. Auch in den Tarifdetails ist lediglich vom D-Netz oder der D-Netz Qualität die Rede, weitere Hinweise dazu gibt es nicht. Da 1&1 im D-Netz allerdings nur mit Vodafone zusammenarbeitet, kann man daraus schließen, dass hier Handytarife im Netz von Vodafone (D2) gemeint sind. Allerdings ist es unverständlich, warum die Unternehmen dies nicht deutlicher kommunizieren. Gerade für Nutzer, die wenig mit Tarifen und Handyangeboten zu tun haben ist so kaum ersichtlich welches Netz sie mit den entsprechenden Angeboten wirklich bekommen. Viele Nutzer denken bei D-Netz Qualität möglicherweise direkt an die Telekom und nicht an das Vodafone Netz und sind dann überrascht, einen D2-Tarif zu bekommen.

Dazu bieten die Unternehmen die gleichen Tarife auch im O2 Netz an. Damit bieten die Flatrates von GMX und Web.de sogar die Auswahl aus zwei Netzen. Genau genommen gibt es sogar 3 Netze, denn wer sich für eine Flat im O2 Netz entscheidet, kann derzeit auch das gesamte Eplus Netz kostenfrei mit nutzen. Allerdings ist mittlerweile vom Eplus Netz nicht mehr viel übrig, sondern es wurde fast komplett in O2 integriert und es düfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Zusammenschluss der beiden Handy-Netze komplett ist.

Die Einstellung des Netzes wird dabei relativ spät im Bestellprozess vorgenommen. Erst wenn man fast am Ende ist und den Tarif nochmal im Überblick angezeigt bekommt, kann man auch das Netz wählen. Voreingestellt ist dabei Eplus/O2. Wer dieses Netz nutzen möchte, muss also nichts weiter tun. Wer dagegen lieber das Vodafone Netz nutzen möchte, muss die Tarife selbst umstellen.

LTE und 4G bei Web.de und GMX

Da man bei diesen Anbieter zwei Netze auswählen kann, gibt es auch Unterschiede bei der LTE Nutzung, je nachdem, welches Netz man für den Tarif ausgewählt hat. Aktuell sieht die LTE Nutzung wie folgt aus:

  • GMX und Web.de Tarife im Vodafone Netz: bis zu 21,6Mbit/s im 3G Netz OHNE LTE
  • GMX und Web.de Tarife im O2 Netz: bis zu 21,6Mbit/s im 4G Netz MIT LTE

5G ist prinzipiell noch bei keinem Handytarif der beiden Unternehmen verfügbar.

Nominell sind die Angebote damit gleich schnell, egal welches Handynetz man wählt, aber nur die Tarife im O2 Netz können derzeit LTE nutzen. Die maximalen Geschwindigkeiten sind zwar dabei gleich, auch wenn man kein LTE hat, aber die Nutzung von LTE beschleunigt das Surfen im Internet deutlich. Ohne LTE kann man im Vodafone Netz leider nur die 2G und 3G Bereiche nutzen und das kann bedeuten, dass sich der Netzausbau und die Netzqualität im D2-Netz deutlich von den originalen Vodafone Tarife mit LTE unterscheidet. Auf der Netzkarte von Vodafone kann man prüfen, wie gut der D2 Ausbau in der eigenen Region ist. 1&1 (als Anbieter hinter den Tarifen von GMX und Web.de) schreibt dazu:

Mit der 1&1 Netzfreiheit können Sie jederzeit das beste Netz für Ihren Alltag wählen: entweder die kombinierte Stärke von E-Plus und O2 im  E-Netz mit LTE Internet-Speed in Städten oder die sichere Abdeckung in ländlichen Regionen im D-Netz.  Entscheiden Sie sich einfach für das beste Netz – dort wo Sie leben oder arbeiten – und profitieren Sie von optimaler Empfangsqualität und rasend schnellem LTE Internet für unterwegs.

Man muss sich allerdings bei Vertragsbeginn entscheiden, welches Netz man möchte und damit auch, ob man LTE haben will oder nicht. Für die Nutzung von Messengerdiensten wie WhatsApp und Co. sind die Auswirkungen dabei eher gering. Wer aber Musik streamen oder Videos schauen will, sollte auf LTE zurück greifen. Dazu kommt, das mittlerweile fast alle Modelle bei den Smartphones (und natürlich vor allem die Topmodelle) mit LTE surfen können. Wenn der Tarif das nicht unterstützt, vergibt man Möglichkeiten des Smartphones, denn was nützt es, viel Geld für ein hochwertiges iPhone oder Samsung Topmodell auszugeben, wenn man wichtige Funktionen dann gar nicht nutzen kann, weil das Netz oder der Tarif dies nicht unterstützt.

APN und Internet-Einstellungen für GMX und Web.de (1&1)

Die Internet- und APN Einstellungen für die Handytarife und Flatrates von Web.de und GMX entsprechenden denen der normalen Vodafone Handytarife. In der Regel muss man auch nicht selbst eingeben, sondern man bekommt alle Einstellung aus Handy geschickt.

Beschreibung: Frei wählbar, zum Beispiel 1&1 Internet
Verbinden mit: Internet
Zugriffspunkt (APN): web.vodafone.de
Benutzername: Lassen Sie dieses Feld leer.
Kennwort: Lassen Sie dieses Feld leer.
Authentifizierungstyp: Kein
Primärer DNS: 139.7.30.125
Die Eingabe des primären DNS ist optional.
Sekundärer DNS: 139.7.30.126
Die Eingabe des sekundären DNS ist optional.
IP-Adresse: Lassen Sie dieses Feld leer.
MCC: 262
MNC: 02

Welche Unterschiede zu normalen Vodafone Handytarifen gibt es?

Die Flatrates und Tarife von GMX und Web.de können das gesamte Vodafone Netz ohne Einschränkungen oder Reglementierungen nutzen. Abstriche gibt es nur bei der Nutzung von LTE. Das Vodafone LTE Netz ist zwar schon weit ausgebaut, steht aber nur für originale Vodafone Kunden in den RED Tarifen oder der Prepaid Handykarte des Unternehmens zur Verfügung. Andere Discounter (und auch 1&1) können im Vodafone Netz kein LTE nutzen und daher sind auch Kunden von Web.de und GMX auf HSDPA Speed mit maximal 21,6Mbit/s beschränkt. Wie gut das Vodafone Netz in der eigenen Region ausgebaut ist, lässt sich auf der Netzkarte von Vodafone ablesen.

Erfahrungen mit den Handytarifen von GMX und Web.de

Die meisten Erfahrungen mit Kunden von Web.de und GMX beziehen sich auf die Free-Mail Angebote. Die Handytarife spielen bei den Erfahrungen mit den Unternehmen nur eine eher untergeordnete Rolle. Die Tarife selber werden von 1&1 realisiert, daher helfen die Erfahrungen mit 1&1 an dieser Stelle schon weiter. Wer bereits Erfahrungen mit diesem Tarif gemacht hat (egal ob positiv oder negativ), kann diese gerne bei uns in den Kommentaren veröffentlichen.

Mobilfunk-Geschichte: das A-Netz, B-Netz und C-Netz in Deutschland

Mobilfunk-Geschichte: das A-Netz, B-Netz und C-Netz in Deutschland – Die Entwicklung der Mobilfunk-Netze in Deutschland hat eine lange Geschichte und startetet mit einzelnen analogen Funknetzen, die dann mit dem A-Netz zum ersten Mal eine bundeseinehtliche Entsprechung fanden.

Heute erfolgt die Aufteilung eher in die D-Netze (das D1 Netz der Telekom und das D2 Netz von Vodafone) und die E-Netze (mittlerweile das O2/Telefonica Netz). Dazu wird mittlerweile auch nach Übertragungsstandard unterschieden. Man kann also das 3G Netz mit UMTS nutzen, das 4G Netz mit LTE oder die neuen 5G Netze, die gerade aufgebaut werden.

Mittlerweile sind die ersten Netze alle abgeschaltet und es gibt in Deutschland nur noch digitale Netze, die neben Gesprächen auch Datenübertragung ermöglichen. Man findet aber immer noch Geräte, diese sind aber mangels passendem Netz nicht mehr nutzbar.

Das A-Netz – das erste Handy-Netz in Deutschland

Das A-Netz war das erste Mobilfunk-Netz in Deutschland und wurde 1958 in Betrieb genommen. Wie bei allen Netzen in Deutschland stand auch dahinter die deutsche Bundespost. Es gab bereits davor einige Funk-Netze, das A-Netz war aber das erste bundeseinheitliche Netz in Deutschland, das sich mit den aktuellen Mobilfunk-Netzen vergleichen lässt.

Damit war auch in Deutschland die Telefonie (von Datenübertragung redet damals noch niemand) ohne Kabel und Kabelanschluss möglich. Allerdings war das A-Netz noch sehr limitiert, sowohl in der Abdeckung als auch in der Leistungsfähigkeit:

  • Handvermittlung – Gespräche wurden nicht automatisch an den jeweiligen Teilnehmer zugestellt, sondern es gab eine Zentrlae mit Mitarbeitern, die diese Aufgabe übernahmen. Das war natürlich vor allem in den späteren Jahren nicht mehr zeitgemäß und ein deutlicher Mehraufwand im Vergleich zu moderneren Netzen.
  • keine automatische Funkzellenübergabe – Es gab im A-Netz noch keinen Mechanismus, der die Weitervermittlung übernommen hat, wenn ein Teilnehmer aus einer Funkzelle in die nächste wechselte. In dem Fall brach das Gespräch dann ab und musste neu aufgebaut werden. Auch das ist heute kaum noch vorstellbar.
  • maximal  10748 Teilnehmer – Das A-Netz wurde mit einer festen Obergrenze angelegt, die in den späteren Jahren auch erreicht wurde. Mehr als etwa 11.000 Teilnehmer waren nicht möglich und daher war die Entwicklung der B-Netze und C-Netze auch aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl dringend notwendig.
Für die Nutzung gab es noch keine Handys, sondern recht große und unhandliche Geräte, die meistens fest verbaut ware.  Die Technik der Empfänger war dazu recht groß, daher war ein mobiler Einsatz an sich nur in Fahrzeugen möglich.
Das bekannteste Modell für den Einsatz im A Netz war sicherlich das Telefunken 160 Dora. Dieses Gerät war in verschiedenen Ausführungen auf dem Markt und erlangt BErerühmtheit, weil auch der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer sich so ein Gerät (In der Polizei-Variante) in sein Fahrzeug einbauen ließ. Der Mercedes 300 hatte ein Dora 160 im Handschuhfach verbaut, der größte Teil der Technik musste allerdings im Kofferraum untergebracht werden. Später wurde das Dora durch ein B 72 von TE-KA_DE ersetzt.

Das B-Netz

Der Start des B-Netzes war im Jahr 1972 und dieses System wurde bis 1994 genutzt. Der Startschuss war dabei am 14. Januar 1972. Das B-Netz war ein reines Analog-Netz, hatte aber im Vergleich zum bis dahin genutzen A-Netz einige deutliche Vorteile:

  • Selbstwählverbindungen – im B-Netz konnten die Teilnehmer selbst anrufen und angerufen werden und es musste keine manuelle Vermittlungsstelle mehr eingreifen. Damit waren Verbindungen schneller, einfacher und auch kostengünstiger möglich.
  • bis zu 27.000 Teilnehmer – Die Zahl der möglichen Nutzer wurde fast verdreifacht und damit konnte das B-Netz mehr Anschlüsse abbilden. Für den privaten Bereich ist diese Zahl aber imme rnoch viel zu gering, daher waren B-Netz Abschlüsse vor allem Behörden und Unternehmen vorbehalten.

Die Fortschritte waren so deutlich, dass nach wenige Jahren das A-Netz komplett abgeschaltet wurde.

Es gab allerdings nach wie vor einige Nachteile oder Besonderheiten im B-Netz. Auch hier gab es keine automatische Übergabe an die nächste Funkzelle. Wer den Bereich eine Funkzelle verließ, musste die Verbindung selbst neu aufbauen. Das Gespräch wurde dann erstmal unterbrochen bis neu gewählt wurde.

Die Gespräche mussten dazu mit Ortsvorwahl aufgebaut werden. Dazu musste man in etwa den Standort des Teilnehmers kennen um die richtige Vorwahl nutzen zu können. Sollte sich der Angerufene nicht in diesem Bereich aufhalten, kam keine Verbindung zu Stande. Heute gibt es in den modernen Netzen diese Einschränkung nicht mehr – Teilnehmer können erreicht werden egal wo sie sich aufhalten.

Das C-Netz

Das C-Netz war die letzte Generation von analogen Mobilfunk-Netze in Deutschland und wurde 1985 in Betrieb genommen. Mit dem neuen Netz sollte sowohl die Obergrenze bei den Teilnehmern deutlich erhöht werden als auch die Bedienung einfacher werden. Maximal waren im C-Netz 850.000 Teilnehmer möglich – das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den wenigen 10.000 Nutzern im A-Netz und B-Netz.

Dazu gab es im C-Netz bereits eine einheitliche Vorwahl. Mit der Vorwahl 0161 konnte man jedem Teilnehmer in diesem Netz erreichen – es war also nicht mehr notwendig zu wissen, wo sich der Angerufene befand und welche Ortsvorwahl genutzt werden sollte.Auch die Übergabe in eine neue Funkzelle wurde im C-Netz automatisch realisiert. Das Netz bot also einen deutlich technischen Fortschritt in Sachen Mobilfunk. Die C-Netze sind mittlerweile abgeschaltet,  die Vorwahl 0161 ist aber immer noch nicht wieder neu vergeben.

Dazu gab es im C-Netz zum ersten Mal Simkarten bzw. deren Voläufer. Damit wurden Endgeräte und Zugangsdaten für das Netz getrennt. Das erinnert bereits sehr an die aktuellen Netze. Zum Start war das C-Netz daher das modernsten Mobilfunk-Netz, dass es weltweit gab und Deutschland nahm hier für einige Jahre eine Vorreiterrolle ein.

originale C-Netz Sim Karte im Scheckkarten-Format – frei nutzbar CC BY welches-netz.com

 
Auch die Hardware hat sich weiter entwickelt. Zu dieser Zeit wurden die Telefone kleiner (im Vergleich zu den aktuellen Modellen sind sie aber immer noch groß) und auch die Preise sanken. Die Geräte konnte so auch zunehmend im privaten Bereich Fuß fassen. Später gab es dann auch richtige Handys in diesem Netz (beispielsweise das Nokia C6) – am Siegeszug der modernen digitalen Netze konnte das aber nichts mehr ändern.
 
Das C-Netz wurde im Jahr 2000 abgeschaltet. Zu diesem Zeitpunk gab es bereits die neuen D-Netze und E-Netze und vor allem die Datenübertragung wurde interessant. Das konnte aber das C-Netz nicht leisten. Vor allem bei der Netzabdeckung war das C-Netz in den späten Jahren den neuen Netzen aber deutlich überlegen. Das merkten viele Kunden beim Wechsel auf das vermeintlich bessere Netz sehr deutlich.

Video: Telekom Werbung für das C-Netz

 

5G bei 1&1 – so soll der Aufbau des 5G Netzes bei 1&1 erfolgen

5G bei 1&1 – so soll der Aufbau des 5G Netzes bei 1&1 erfolgen – Vodafone und auch die Telekom haben bereits die ersten 5G Netzbereiche gestartet und bieten mittlerweile auch passende 5G Tarife an bzw. haben ihre Angebote alle für die 5G Nutzung kostenfrei mit frei gegeben.

1&1 hat in diesem Zusammengang auch 5G Frequenzen ersteigert und daher fragen sich viele Nutzer, wann es endlich bei 1&1 soweit sein wird und es die erste 5G Netze und 5G Angebote beim Unternehmen geben wird. Bisher nutzt das Unternehmen vor allem das Mobilfunk-Netz von O2/Telefonica mit (mehr zum 1&1 Netz). Zukünftig will man aber auch ein eigenes 4G/5G Netz starten.

Das Unternehmen schreibt selbst zum aktuellen Stand:

In einigen 1&1 LTE-Tarifen, die aktuell im Telefónica-Netzverbund realisiert werden, ist „5G ready“ verfügbar. In 1&1 Tarifen im D-Netz ist 5G ready aktuell nicht erhältlich. 1&1 Drillisch hat 2019 in der 5G-Auktion Frequenzen ersteigert, mit denen das Unternehmen in der Lage ist, ein leistungsfähiges und hochmodernes Netz aufzubauen. Aktuell laufen Verhandlungen mit potenziellen Partnern für den Netzaufbau.

Die aktuellen „5G ready“ Tarife bei 1&1

Tarif Preis pro Monat
(Aktivierung)
Netz Kosten Laufzeit
(Monate)
1&1 LTE S
1&1 LTE S
19.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (3000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

1&1 LTE M
1&1 LTE M
24.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (10000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

1&1 LTE L
1&1 LTE L
29.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (20000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

1&1 LTE XL
1&1 LTE XL
34.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (40000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

1&1 LTE XXL
1&1 LTE XXL
39.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (100000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

Die Netzabdeckung und die Netzqualität von 1&1 lässt sich hier nachschauen: 1&1 Abdeckung im Vodafone Netz | 1&1 Netzqualität im O2/Telefonica Netz. Zur Prüfung kann man auch die Freikarte von Vodafone nutzen.

1&1 5G Start erst ab 2021

Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang noch einige Probleme. Die ersteigerten Netzbereiche im 5G Segment sind erst ab 2021 nutzbar. Die ersteigerten 2Ghz Bereiche können sogar erst ab 2026 genutzt werden. 1&1 kann daher also rechtlich erst ab 2021 mit 5G Angeboten starten und daher wird es die ersten Tarife in diesem Bereich geben. Das hat der Vorstandschef von 1&1 Drillisch, Ralph Dommermuth, auch so bestätigt. Kunden des Unternehmens werden also auf jeden Fall bis 2021 auf 5G warten müssen.

Ein zweites Problem: die 2021 nutzbaren Frequenzen sind alle im 3,6MHz Bereich, eignen sich also gut um Ballungsgebiete zu versorgen, aber eher wenig für die breite Fläche. Bis zur Verfügbarkeit von weiteren Frequenzen ist 1&1 also weiterhin auf einen Netzpartner abgewiesen, der die Versrogung in den Bereichen übernimmt, die 1&1 noch nicht ausbauen konnte. Daher muss das Unternehmen in den ersten Jahren nach 2021 auf einen Nationalen Roamingpartner setzen. Das ist aktuell wahrscheinlich O2/Telefonica.

Das Unternehmen schreibt zum angestrebten Nationalen Roaming:

  • Der Aufbau eines bundesweiten 5G-Netzes in Deutschland ist nur mit zusätzlichen Frequenzen aus der nächsten Auktion möglich (800 MHz, verfügbar ab 2026). Schon allein aus diesem Grund ist das nationale Roaming in bestehenden Netzen für einen neuen Marktteilnehmer unerlässlich.
  • Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat dies in den Versteigerungsbedingungen berücksichtigt und den bestehenden Netzbetreibern die Verpflichtung zu Verhandlungen auferlegt. Die Agentur fungiert als Schiedsrichter.
  • 1&1 Drillisch stützt sich auf die Vergabebedingungen sowie auf die Entscheidungen der BNetzA.
  • Zusätzlich zu der allgemeinen Verpflichtung der BNetzA, für alle Netzwerkbetreiber zu verhandeln, wird in der MBA-MVNO-Vereinbarung mit Telefónica nationales Roaming ausdrücklich garantiert.
  • Als Bestandteil der Fusion mit E-Plus hat sich Telefónica verpflichtet, einem neuen Marktteilnehmer in Deutschland nationales Roaming anzubieten.
  • Einzelheiten sind in der MBA-MVNO-Vereinbarung und in den „VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION“ vom 29. Mai 2014 festgelegt.
  • Die MBA-MVNO-Vereinbarung ist bis zum 30. Juni 2020 gültig. 1&1 Drillisch kann sie bis zum 30. Juni 2030 zweimal um je fünf Jahre verlängern.

Wie sieht das kommende 1&1 5G Netz aus?

1&1 wird also die 5G netze erst 2021 starten und dann wohl auch in den ersten Kahren zweigeteilt arbeiten: dort wo es bereits 5G Ausbau von 1&1 gibt, können die eigenen Kunden direkt das 1&1 5G Netz nutzen, in den anderen Bereichen wird man wohl das Mobifunk-Netz von O2 weiter nutzen – wobei unklar ist, wie es dann mit 5G aussieht. Genaueres dazu müssen die Verhandlungen mit der Telefonica ergeben.

Vodafone Netz – die Testergebnisse des D2 Netzes im Detail

Vodafone Netz – die Testergebnisse des D2 Netzes im Detail – Im Mobilfunk-Netz von Vodafone findet man neben den bekannten Tarifen von Vodafone selbst auch eine ganze Reihe von Drittanbieter. Beispielsweise haben dort auch Otelo, FYVE, LIDL Connect und andere Discounter ihrer Angebote angesiedelt. Teilweise nutzen auch andere Anbieter das Vodafone Netz, auch Klarmobil bietet Netz und Tarife bei Vodafone an und das gilt auch je nach Tarif für das Freenet Mobile Netz. Neuster Zugang ist Freenet Flex im Vodafone Netz.

Es ist daher für eine ganze Reihe von Kunden wichtig zu wissen, wie gut die Netzqualität und der Netzausbau bei Vodafone ist und dazu gibt es in der Regel immer wieder unabhängige Netztest, bei denen auch das Mobilfunk-Netz von Vodafone unter die Lupe genommen wird. In diesem Artikel wollen wir darauf eingehen, wie das Handy-Netz von Vodafone in den einzelnen Netztests abgeschnitten hat und was es bei der Bewertung zu beachten gilt.

Grundsätzlich hat Vodafone derzeit unter den drei Netzbetreibern die wenigsten Kunden und liegt mittlerweile wieder knapp über 30 Millionen Kunden, die das Mobilfunk-Netz von Vodafone nutzen. Dennoch investiert das Unternehmen sehr viel in den Netzausbau und vor allem auch in die LTE Abdeckung. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 500MBit/s bietet das Vodafone Netz dazu aktuell das nominell schnellsten LTE Netz. Die Telekom liegt bei 300MBit/s und O2 bei maximal 225MBit/s. Die Netztest in den anderen Netzen haben wir hier zusammen gestellt: Telekom Netztest | O2 Netztest

Mittlerweile hat Vodafone auch bereits 5G Netzbereiche freigeschaltet. Es sind aber immer noch eher wenig 5G Standorte und man kann sie auch nur direkt mit den Vodafone Tarifen nutzen, daher wird 5G bisher bei den Netztests noch nicht berücksichtigt.

Die Testergebnisse in den Vodafone Netztest

Hinweis: die Testergebnisse geben ein Bild zur durchschnittlichen Netzqualität von Vodafone ab. Das sagt aber wenig über die Qualität vor Ort aus, hier ist der Netzausbau entscheidend. Um diesen zu prüfen ist ein Blick auf die Netzausbaukarte von Vodafone sinnvoller:

Netztest werden etwa einmal im Jahr von den größeren Fachzeitschriften im Mobilfunk-Bereich durchgeführt. Dazu testet auch die Stiftung Warentest ab und an die Netzqualität und die Abdeckung der einzelnen Anbieter. Die Test-Durchführungen sind daber aber oft unterschiedlich, daher kann man die einzelnen Test-Ergebnisse von Vodafone und auch von anderen Anbietern nur schwer miteinander vergleichen. Es ist daher sinnvoll, sich den trend über mehrere Tests anzuschauen, um ein realistisches Bild zu bekommen.

Prinzipiell hat sich das Vodafone Netz in den letzten Tests dabei gezeigt, dass Vodafone einen sehr stabilen zweiten Platz belegt, wobei der Unterschied zur Telekom recht gering ausfällt. Besonders im Bereich LTE sind die beiden D-Netze fast gleichauf. Der Abstand zu O2 fällt dagegen größer aus – Vodafone kann sich im Vergleich recht solide vor O2 platzieren.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP Netztest 20192Note 1,35Note 1,55
Connect Netztest 20192304/340 Punkten408/510 Punkten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

Man sieht in der Entwicklung recht deutlich, dass der zweite Platz von Vodafone recht stabil ist und sich daher in der Bewertung das Ranking in der Netzqualität kaum verändert hat. Es gibt bisher auch keine Hinweise, dass sich dass in absehbarer Zeit ändert wird – es sei denn, Vodafone legt es nocheinmal darauf an die Telekom von Platz 1zu verdrängen denn so groß ist der Abstand gar nicht. Aktuell findet man aber das beste Mobilfunk-Netz in Deutschland weiterhin bei der Telekom.

LTE im Vodafone Netz

Das 4G Netz bzw. LTE spielt bei der Bewertung der Netzqualität eine große Rolle, denn vor allem im Datenbereich wird in erster Linie der Netzausbau im LTE Bereich abgefragt um zu ermitteln, wie schnell das Netz von Vodafone ist und auch, welche Abdeckung besteht.

Allerdings haben noch nicht alle Tarife LTE und daher surfne immer noch viele Verbraucher mit 3G Verbindungen. Für den Vodafone Netztest bedeutet dies, dass man die Ergebnisse nur dann sinnvoll lesen kann, wenn man auch einen LTE Tarif hat und damit auch das 4G/LTE Netz von Vodafone nutzen kann. Umgekehrt is die Netzqualität deutlich schlechter, wenn man einen Tarif ohne LTE nutzt, da man dann nur auf den (geringeren) Ausbaustand von3G zurück greifen kann.

Unterschiede gibt es dabei auch im Sprachbereich, denn dank VoLTE in vielen Vodafone Tarifen können Gespräche über LTE schneller und mit besserer Sprachwualität abgewickelt werden. Konkret sind damit unter Umständen auch die Ergebnisse in den Sprachtests bessern, wenn LTE zur Verfügung steht und wahrscheinlich muss man ein paar Punkte bei der Sprache abziehen, wenn man kein LTE und damit auch kein VoLTE nutzen kann. Hier kommt es aber sehr auf den Testaufbau an, der für die Testergebnisse im Vodafone Netz zu Grund gelegt wurde.

Hinweis: die Testergebnisse geben ein Bild zur durchschnittlichen Netzqualität von Vodafone ab. Das sagt aber wenig über die Qualität vor Ort aus, hier ist der Netzausbau entscheidend. Um diesen zu prüfen ist ein Blick auf die Netzausbaukarte von Vodafone sinnvoller:

5G im Vodafone Netz

Vodafone bietet mittlerweile auch die ersten 5G Tarife und Flatrates an und es gibt auch die ersten 5G Netzbereiche, in denen man die höhere Geschwindigkeit von 5G testen kann. Der Ausbau ist derzeit allerdings nur punktuell und daher kann man an sich noch nicht von einem wirklichen 5G Netz bei Vodafone sprechen.

In den aktuellen Tests ist daher die Netzqualität von 5G noch nicht mit eingeflossen und es gibt auch noch keine separate Bewertung für das 5G Netz von Vodafone. Es könnte aber bereits 2020 so weit sein, dass erster Tester auch das 5G Netz mit prüfen und in den kommenden Jahren wird es sicher mit zum Netztest dazu gehören.

Im 5G Bereich tritt ab 2021 auch 1&1 United Internet als Netzbetreiber mit an. Dann wird es also wieder 4 Netzbetreiber in Deutschland geben und es bleibt spannend, wie gut oder schlecht 1&1 im 5G Netztest abschneiden wird.

Hinweis: die Testergebnisse geben ein Bild zur durchschnittlichen Netzqualität von Vodafone ab. Das sagt aber wenig über die Qualität vor Ort aus, hier ist der Netzausbau entscheidend. Um diesen zu prüfen ist ein Blick auf die Netzausbaukarte von Vodafone sinnvoller:

Die Vorwahl 0171 – welches Netz nutzt diese Nummer?

Welches Netz hat die Vorwahl 0171? – Die 0171 ist dabei eine der ersten Rufnummernkreise, die der Telekom zugeteilt wurden und sind mittlerweile entsprechend selten, weil bereits fast vollständig vergeben. Diese Vorwahl wurde 1992 bei der Vergabe der Nummern als erstes zugeteilt und waren über mehrere Jahre die einzigen Vorwahlen, die es gab. Aufgrund des Vergabe-Systemes zu dieser Zeit wurde die 0171 sogar noch vor der 0170 ausgegeben. Die Süddeutsche schreibt zu den Nummern:

0171 und 0172 werden seit knapp zehn Jahren nur noch in Fällen vergeben, in denen ein Kunde seine Nummer zurückgibt, was in Zeiten der »Rufnummermitnahme« – der Möglichkeit, die Telefonnummer auch nach Wechsel des Anbieters zu behalten – so gut wie nicht mehr vorkommt. Die Vorwahlen 0171 und 0172 sind zu stolzen Emblemen geworden.

Besonders gute Rufnummern mit der Vorwahl 0171 sind daher begehrt und werden aktuell bei Ebay und auf anderen Portalen teilweise für mehrere hundert Euro gehandelt. Die Rufnummern gibt es wenn das derzeit direkt bei Telekom-Neuverträgen. Discounter bekommen andere Rufnummern, hier ist eher die Vorwahl 0151 die erste Wahl. Daher findet man bei D1 Discountern die 0171 als Vorwahl eher selten, obwohl auch das Klarmobil Netz und das Netz von Congstar das originale Telekom Netz ist. Damit haben beiden Anbieter verglichbare Netzqualität (in den Telekom Netztests bestätigt) aber andere Vorwahlen und das betrifft an sich alle D1 Netz Anbieter.

Aber Achtung: Die Vorwahl 0171 wurde zwar ursprünglich für Tarife im Netz der Telekom D1) verwendet und wird auch heute noch direkt von der Telekom vergeben, das muss aber nicht heißen, das eine Rufnummer mit der Vorwahl 0171 auch derzeit das Telekom Netz nutzt. Rufnummern können heute ohne Probleme und für vergleichsweise geringe Kosten (25 bis 30 Euro je nach Anbieter) in jedes deutsche Mobilfunk-Netz mitgenommen werden. Die Vorwahl 0171 stammt daher zwar aus dem D1-Netz der Telekom, kann mittlerweile aber auch bereits in ein anderes Mobilfunk-Netz portiert worden sein und zu einem Anbieter im Netz von Vodafone, Eplus oder O2 gehören. Die Vorwahl allein sagt darüber nichts aus.

Um sicherzugehen, ob eine Nummer noch ein bestimmtes Netz nutzt, bieten die Netzbetreiber kostenfreie Kurzwahlnummern. Damit kann man bequem abfragen, welche Nummer zu welchem Netz gehört. Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Spam mit Vorwahl 0171

Kommerzieller Spam unter der Vorwahl 0171 ist eher selten, aber es gibt ab und an Kettenbriefe (sogenannte Hoax) die unter Rufnummern mit solcher Vorwahl verschickt werde. Bekannt ist zum Beispiel die „Ute Christoff“-Meldung, hinter der sich ein Internet Fake verbirgt und die teilweise unter dieser Rufnummer verschickt wird:

Sag mal bitte allen leuten in deiner liste, dass sie den kontakt mit ‚Ute Christoff‘ nicht annehmen sollen! das ist ein Virus (über whats app u.s.w) der zerstört die ganze festplatte und zieht sich die daten runter, wenn ihn einer deiner kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die liste frisst! also kopier und schicken !!! Wenn dich die Nummer 0171 9626509 anruft,nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute Morgen auch von EUROP1 und RTL bestätigt worden!Weiterleiten!

Weitere Informationen zur Telekom und dem Telekom Netz

Diese Vorwahl gehört zu einem Rufnummern-Kreis, der für die Telekom registriert wurde. Falls die Rufnummer aufgegeben wird oder nicht mehr in Benutzung ist, fällt sie auch automatisch an die Telekom zurück. Nur dieses Unternehmen darf die Vorwahl vergeben, sie kann aber auch vom Besitzer in ein anderes Netz mit genommen werden.

Weitere Infos zur Telekom:

Video: Telefon-Vorwahlen erklärt

Welches Netz nutzt Ortel mobile und wie ist die Netzqualität, LTE und 5G?

Welches Netz nutzt Ortel mobile und wie ist die Netzqualität, LTE und 5G? – Ortel mobile ist ein eher kleiner Prepaid Discounter auf dem deutschen Markt. Den Fokus legt das Unternehmen daher auch weniger auf innerdeutsche Verbindungen, sondern es sind vor allem Gespräche und SMS ins Ausland, die bei Ortel mobile besonders preiswert angeboten werden. teilweise bietet das Unternemen auch Optionen an, mit denen man Freiminuten oder Flatrates in bestimmte Länder bekommt. Der Fokus liegt also auf Verbindungen ins Ausland.

Bei der Angabe des Netzpartner ist das Unternehmen sehr vorbildlich. Zu jedem Tarif wird das genutzt Netz angegeben und der Netzpartner ist in allen Fälle Telefonica bzw. O2.

In den FAQ heißt es dazu dann noch recht deutlich:

Ortel Mobile nutzt die leistungsstarken Netze des Betreibers Telefónica Deutschland (O2-Netz und ehemaliges E-Plus-Netz).  Wie die Netzverfügbarkeit bei Dir vor Ort aussieht, kannst Du in folgender Netzabdeckungskarte sehen: https://www.o2online.de/service/netz-verfuegbarkeit/netzabdeckung/

Man bekommt mit den Tarifen und Angebote von Ortel also Zugriff auf das O2 Netz und hat dann auch die O2 Netzqualität. Das betrifft auch die Datenverbindungen. Ortel setzt also nur auf einen Netzpartner und nicht wie andere Anbieter auf mehrere Netze (beispielsweise kann das Klarmobil Netz bei der Telekom oder Vodafone sein und Mobilcom-Debitel nutzt Netze aller Anbieter). Insgesamt richtet sich der Discounter aber vor allem auf Nutzer mit internationalen Ansprüchen. Wer vor allem in Deutschland telefoniert, findet blligere Handyvertrag, beispielsweise hier: mobil-experten.de oder www.inside-sim.de

Der aktuelle Netzausbau im O2 Netz

O2 zeigt den Ausbaustand des Netzausbaus auf einer eigenen Karte an. Dort kann man ablesen, welche Techniken vor Ort verfügbar sind. Die Karte gibt es hier:

Der Stand ist allerdings rein theoretisch, in welcher Qualität Empfang und Internet-Geschwindigkeit direkt vor Ort verfügbar sind, lässt sich daran leider nicht ablesen. Der Empfang hängt auch sehr vom Standort ab und kann zwischen Indoor- und Outdoor Standorten deutlich schwanken. Prinzipiell findet man aber auf der Karte die maximalen Geschwindigkeiten des O2 Netzes vor Ort. Ob man sie wirklich erreicht, hängt aber neben dem Handy und dem Tarif auch von der aktuellen Auslastung des Netzes ab.

Netztest: die aktuellen Ergebnisse

Die Fachzeitschriften im Mobilfunk-Bereich testen regelmäßig die Netze der Betreiber auf deren Leistungsfähigkeit und stellen ein Ranking zusammen. Die Ergebnisse der letzten O2 Netztests haben wir hier zusammen gestellt:

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20183 (GUT)Schulnote 2,16Schulnote 2,26
Connect 20183 (ausreichend)205/400 Punkten348/600 Punkten
Stiftung Warentest 6/20173 (2,6 - Befriedrigend)befriedigend (2,7)befriedigend (2,6)
Chip Netztest 2013377,2 von 100 Punkten63,6 von 100 Punkten
Connect Netztest 20134129 von 190 Punkten130 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20134Note 2,43Note 3,11

Ein großer Test aus der letzten Zeit kommt von der Stiftung Warentest. Dort hatte man die drei verbliebenen deutschen Netze (nach der Fusion von O2 und Eplus) einem Test unterzogen. Das O2 Netz kam dabei auf den dritten Platz nach der Telekom und Vodafone. Besonders bei LTE außerhlab der Städte gab es bei O2 Probleme. Die Tester schreiben dazu:

Das Stadt-Land-Gefälle bei O2 spüren Nutzer zum Beispiel, wenn sie Webseiten laden wollen: Während in Städten auch im O2-Netz fast alle Surf-Versuche erfolg­reich waren, scheiterten die Prüfer außer­halb von Städten bei mehr als zehn von hundert Versuchen. Bei der Telekom hingegen lief auch auf dem Land weniger als ein Prozent der Surf-Versuche ins Leere.

Wichtigster Grund für die Land-Funk­schwäche von O2 ist, dass der Anbieter den Konkurrenten beim Ausbau mit der modernen Funk­technik LTE deutlich hinterherhinkt. Zwar haben alle drei Netze seit dem Test 2015 spür­bar an LTE-Kapazität zugelegt (siehe Grafik), aber die Abstände zwischen ihnen sind fast gleich geblieben. Im O2-Netz liefen bei den aktuellen Messungen außer­halb von Städten nicht viel mehr als die Hälfte der Verbindungen über LTE; in Städten schaffte der Anbieter immerhin 90 Prozent

Insgesamt ist das also gerade im LTE Bereich keine gute Empfehlung. Wer wirklich viel surfen will und nicht in einem Ballungsgebiet wohnt, ist wahrscheinlich mit Vodafone oder der Telekom besser beraten. Mehr Details zu den Netzunterschieden haben wir hier zusammen gestellt: O2 Netz oder Vodafone Netz?

Kann man LTE und 5G bei Ortel nutzen?

Ortel ist bei der Frage ob LTE nutzbar ist oder nicht auf der Webseite sehr wortkarg. Es gibt weder in den Tarifdetails oder auch in den FAQ einen Hinweis auf die LTE Nutzung. Selbst im Kleingedruckten wird immer nur der Speed kommuniziert und nicht der genutzte Netzstandard. So schreibt das Unternehmen beispielsweise bei der Internet Flat S lediglich:

Bis zu 2 GB innerhalb Deutschlands und in der EU Datengeschwindigkeit von bis zu 21,6 MBit/s (Download) und 8,6 Mbit/s (Upload), danach bis zu 56 kbit/s im Up- und Download. Bei den angegeben Geschwindigkeiten handelt es sich um die jeweils technisch mögliche Maximalgeschwindigkeit. Die tatsächlich erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit kann davon abweichen. Die Verlängerung erfolgt bei ausreichendem Guthaben automatisch, wenn Sie die Option nicht zum Ende der jeweiligen Laufzeit kündigen.

Tatsächlich sind aber mittlerweile alle Prepaid Discounter bei O2 mit LTE ausgestattet und auch bei Ortel kann man seit Anfang 2017 LTE nutzen. Die maximale Geschwindigkeit liegt aber weiter bei nur 21,6MBit/s und damit deutlich unter den Werten, die maximal im Handy-Netz von O2 möglich wäre. Warum man aber so eine Versteckspiel um die LTE Nutzung macht, bleibt wohl eine Geheimnis von Ortel mobile.

5G ist bisher bei Ortel mobile noch nicht verfügbar und es ist auch nicht bekannt, wann diese Technik nutzbar sein wird. O2 selbst will bis Ende 2020 mit den ersten 5G Netzbereichen starten, bis es bei Ortel allerdings 5G gibt, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

Der Ortel Homespot

Als Besonderheit findet man bei Ortel mittlerweile auch einen mobilen Internet-Zugang (einen sogenannten Homespot) auf Prepaid-Basis. Diese Technik gibt es derzeit in der Regel nur mit einem passenden Vertrag. Bei homespots.de schreibt man dazu:

Die meisten Homespot auf den Markt werden über eine monatliche Rechnung abgerechnet. Es gibt derzeit nur ein Modell bei Ortel, das in Verbindung mit einer Prepaidkarte zu haben ist.

Der Ortel Homespot nutzt das gleiche Netz wie die anderen Simkarten auch (O2/Telefonica) und ist das einzige Angebot, bei dem das Unternehmen im Kleingedruckten auch LTE mit angibt. Man sollte sich vor der Nutzung auch in jedem Fall darüber informieren, wie gut das O2 Netz in der eigenen Region ist, denn nur wenn dieses gut ausgebaut ist, kann man mit dem Ortel Homespot wirklich schnell und stabil surfen und nur dann ist dieser WLAN Cube eine Alternative zu einem DSL Anschluss.

Kein Netz bei Ortel – das kann man tun

Ortel selbst schreibt in den FAQ dazu:

  • Netzverfügbarkeit am Standort prüfen: Anhand der Netzabdeckungskarte kannst Du die Netzverfügbarkein an Deinem Standort prüfen. Aktuelle Netzstörungen kannst Du auch online hier prüfen.
  • Mobiltelefon einfach aus- und wieder einschalten. In manchen Fällen hängt sich die Software auf. Nachdem Dein Mobiltelefon wieder eingeschaltet wird, wird der Netzempfang wiederhergestellt.
  • SIM-Karte in einem anderen Mobiltelefon einlegen. Tritt der Fehler nicht mehr auf, dann liegt das Problem entweder an der Hardware oder an der SIM-Karte.

Es kommt allerdings durchaus vor, dass tatsächlich das O2 Netz selbst eine Störung aufweist. In solchen Fällen ist man auch als Kunde von Ortel betroffen und kann an sich nicht viel mehr machen als Geduld zu haben, bis die Störung durch die Techniker von O2 wieder behoben wurde.

Was ist das D-Netz und die D-Netz Qualität?

Was ist das D-Netz und die D-Netz Qualität? – Unter dem Namen D-Netz (oder auch DNetz) werden gleich zwei Netze zusammengefasst. Sowohl die Telekom (D1) als auch Vodafone nutzen D-Netz Frequenzen um ihre Mobilfunk-Dienste abzuwickeln. Das D-Netz stand ursprünglich für ein digitales Netz im GSM-900-Frequenzbereich und wurde dann später durch das E-Netz (genutzt von Eplus und O2) erweitert. Die Namen D1-Netz (für das Netz der Telekom bzw. T-Mobile) und D2-Netz (für das Netz von Vodafone) leiten sich noch aus der ursprünglichen Aufteilung ab. Mittlerweile gibt es mit UMTS-Netze und LTE Netzen deutlich mehr Mobilfunk-Netze, die genutzt werden können, die Bezeichnungen haben sich aber mittlerweile so eingebürgert, das auch ohne die eigentliche Netz-Grundlage viele Nutzer diese Kennungen verwenden.

Das liegt auch daran, dass viele Discounter als Netzbezeichnung das eigentlich ungenaue D-Netz verwenden. Dann heißt es oft „Beste D-Netz Qualität“ oder „D-Netz“ Qualität. Da dies sowohl auf D1 oder D2 hindeuten kann ist nicht ganz klar, in welchem Netze diese Tarife eigentlich unterwegs sind. Solche Bezeichnungen findet man beispielsweise bei Klarmobil, Freenetmobile oder auch bei DeutschlandSIM. Häufig dürfen diese Unternehmen nicht direkt mit dem Netznamen werben und behelfen sich dann mit dieser Bezeichnung. Für die Kunden ist das aber eher problematisch, weil man dann oft schon sehr genau hin schauen muss, um herauszufinden, welches Netz genutzt wird.

Mittlerweile gibt es auch bei den D-Netz Anbietern die ersten 5G Netzbereiche. O2 und 1&1 Internet haben noch nichts aufgebaut, auch hier gibt es also einen Unterschied zwischen den Netzbetreibern.

Die Historie der D-Netze

Ursprünglich wurden als D-Netze die ersten Mobilfunk-Netze bezeichnet, die im Sendebereich von 900Mhz lagen und digitalen Mobilfunk anboten. Diese Netze gibt es nach diesem Standard nicht nur in Deutschland sondern in vielen anderen Ländern, so dass sich die Hersteller bei den Geräten darauf einstellen konnten. Ursprünglich gab es die D-Netze nur bei der Telekom (D1, also das D1-Netz) und Vodafone (D2).

Mittlerweile ist diese Trennung aber nicht mehr so strikt und auch die Netze von O2 und Eplus haben Bereiche, die 900Mhz nutzen und damit als D-Netze gelten. Dazu haben auch die Telekom und Vodafone ihr Netz in anderen Frequenzbereichen ausgebaut. Daher stehen D-Netze heute in erster Linie für Angebote und Tarife in den Netzen von Vodafone und der Telekom und nicht mehr für die 900Mhz als Frequenzbereich.

Warum spricht man von D-Netz Qualität?

Die D-Netzqualität ist ein Merkmal, mit dem häufig geworben wird und das daher immer wieder als Begriff auftaucht. Allerdings wissen die meisten Kunden gar nicht, was es damit im Detail auf sich hat.

Aufgrund der Nutzung der 900Mhz als Spektrum konnte die D-Netze anfangs mit recht wenigen Türmen eine weite Fläche abdecken. Daher war es für die Telekom und Vodafone auch möglich, die ländlichen Bereiche ohne zu große Kosten zu erschließen. Es gab daher einen gute Netzabdeckung im D-Netz von Anfang an und dies hat sich als Qualitätsmerkmal der D-Netze bis heute gehalten. Dazu gibt es in den D-Netzen oft auch noch besondere Angebote und Leistungen, die meistens aber recht schnell auch in anderen Netzen zu finden sind.

Mittlerweile steht D-Netz Qualität immer noch für einen guten Netzausbau, inzwischen aber auch im LTE Bereich. So bieten die D1- und D2-Netze nach wie vor die höchsten Geschwindigkeiten auf dem Markt. Die derzeitigen Spitzenwerte liegen wie folgt:

  • D1 Netz der Telekom: maximal 300MBit/s im Download per LTE
  • D2 Netz von Vodafone: maximal 500MBit/s im Download per LTE
  • Eplus/O2 Netz: maximal 225Mbit/s im Download mit LTE

Man sieht also auch hier durchaus einen Unterschied in der Netzqualität und auch auf den Netzausbaukarten der einzelnen Betreiber gibt es durchaus Unterschiede was den Netzausbau vor allem im LTE Bereich betrifft.

Anbieter, die das D-Netz nutzen

In den D-Netze findet man natürlich die Angebote der Netzbetreiber selbst und sowohl die Telekom als auch Vodafone haben Tochterunternehmen, die auch das Netz des Mutterkonzerns mit nutzen. Dazu gibt es weitere unabhängige Discounter, die Netzkapazitäten einkaufen und diese auf eigene Rechnung an ihre Kunden weiter gehen. In allen beiden deutschen D-Netze findet man daher eine ganze Reihe von Anbietern.

Die Verwendung des Begriffes wird in erster Linie durch verschiedenen Discounter noch verstärkt. Diese haben Vereinbarungen mit Vodafone oder der Telekom, dass sie nicht direkt das Netz kommunizieren dürfen. Daher behelfen sich diese Anbieter mit der Formulierung D-Netz. So liest man bei vielen Prepaid Discountern im Netz der Telekom oder bei Vodafone die Bezeichnung „Beste D-Netz Qualität“ oder „Tarife im D-Netz“. Damit will man dieses Netz als Qualitätsstandard angeben, ohne direkt das Netz nennen zu müssen. D-Netzqualität bedeutet damit in erster Linie ein Netz von Vodafone oder der Telekom zu nutzen – welches das ist bleibt offen.

Für Kunden ist dies natürlich eher ein Problem, denn mit „D-Netz Qualität“ kann sowohl das Netz der Telekom als auch von Vodafone gemeint sein. In den meisten Fällen muss man tief in den AGB oder FAQ der entsprechenden Discounter graben, um den tatsächlichen Netzbetreiber zu finden.

Ist das D-Netz besser?

Derzeit scheiden die Telekom und Vodafone in den Netztest in der Regel am besten ab. Beide Unternehmen investieren sehr viel Geld in den Ausbau der Netze und daher kann man durchaus sagen, dass die Netzqualität in den D-Netzen besser ist. Diese Aussage ist aber natürlich sehr pauschal und kann vor Ort durchaus auch anders sein. Gerade bei Eplus, schwankt die Netzqualität von Region zu Region sehr stark, es kann durchaus Orte geben, an denen man mit Eplus eine bessere Netzqualität hat als bei anderen Anbieter auch wenn diese das D-Netz nutzen.

Bei Eplus gibt es noch ein Problem: Das Unternehmen kann kein LTE mehr anbieten, da die entsprechende Bereich verkauft wurden. Die Eplus Tarife nutzen für LTE damit jetzt in der Regel das O2 Netz, wobei dann der Ausbaustand von O2 für die Netzqualität ausschlaggebend ist. Dazu ist geplant, die Netze von O2 und Eplus zu einem gemeinsamen, großen O2 Netz zusammen zu schalten. Allerdings ist bisher noch nicht sicher, wann genau es soweit sein wird. Als Zwischenschritt können jetzt aber bereits die Kunden beider Netze jeweils das andere Netz mit nutzen, falls die Netzqualität im eigenen Netz zu schlecht sein sollte. Diesen Vorteil gibt es in den D-Netzen nicht, hier ist man immer nur auf das eigene Netz angewiesen.

D-Netz Anbieter (nicht abschließend)

Video-Klassiker von 1988 – D-Netz wird aufgebaut

Ganz einfach abfragen: Welche Vorwahl gehört zu welchem Handy-Netz

Ganz einfach abfragen: Welche Vorwahl gehört zu welchem Handy-Netz -Früher war alles viel einfacher. Die Netzbetreiber hatten feste Nummernkreise und man wusste anhand der zugewiesenen Vorwahl, in welchem Netz eine Rufnummer angesiedelt war. Bei Anrufen auf eine 0171-Rufnummer war klar, dass es sich im einen Tarif im Telekom Netz handeln musste und bei einer 0172 als Vorwahl konnte man erkennen, dass es ein Vodafone Tarif war.

Mit der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes vor einigen Jahren wurde es allerdings möglich, jede Rufnummer in jedes Netz mit zu nehmen. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Mobilfunkanbieter sind nach § 46 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz (TKG) verpflichtet, den Wechsel zu einem anderen Anbieter unter Beibehaltung der Rufnummer zu ermöglichen. Das gilt auch für Prepaid-Verträge. Der aufnehmende Mobilfunkanbieter ist im Übrigen nicht verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren (kein Kontrahierungszwang).

Damit können durch die Mitnahme der Rufnummer auf einmal Rufnummern mit der Vorwahl 0171 im O2 Netz unterwegs sein. Die Vorwahl einer mobilen Rufnummer ist also mittlerweile kein sicheres Zeichen mehr, welches Netz die Rufnummer nutzt.

Die Vorwahlen im Mobilfunk-Bereich nach Netzen

Netzbetreibergenutzte VorwahlenAbfrage Netz-Zugehörigkeit
Telekom (D1)
  • 01511
  • 01512
  • 01514
  • 01515
  • 01516
  • 01517
  • 0160
  • 0170
  • 0171
  • 0175
  • Anruf bei Kurzwahl 4387 (Ansageservice)
Vodafone (D2)
  • 01520
  • 01522
  • 01523
  • 01525
  • 0162
  • 0172
  • 0173
  • 0174
  • Anruf bei Kurzwahl 12313 (Ansageservice)
E-Plus (mittlerweile O2)
  • 01570 (Telogic)
  • 01573
  • 01575
  • 01577
  • 01578
  • 0163
  • 0177
  • 0178
  • nicht mehr aktiv
O2
  • 01590
  • 0176
  • 0179
  • per SMS mit "NETZ Rufnummer" an 4636

Durch die Fusion von  O2 und Eplus gibt es an der Stelle Änderungen. Die bisherigen Eplus Vorwahlen nutzen nun auch O2.

Die Netzabfrage einer Rufnummer per Kurzwahl

Wer wissen will, welches Netz die eigene Handynummer nutzt oder auch die eines Freundes oder Verwandten, der kann das über Apps herausbekommen. Aber für den Fall, dass man kein Smartphone hat oder keine Internetflatrate, stehen auch Kurzwahlen der Netzbetreiber bereit. Diese helfen dabei, eine Netzabfrage direkt übers Telefon zu erledigen, ohne Zugriff aufs mobile Internet haben zu müssen.

Erfreulicherweise steht dieser Service mittlerweile in allen deutschen Netzen zur Verfügung. Die Netzbetreiber haben hier sehr schnell reagiert und bieten ein kostenloses Angebot um das Netz einer Rufnummer heraus zu finden. Dazu stehen in allen Netzen Service-Rufnummern bereit, die nur dazu dienen, das Netz abzufragen.

Wichtig: Dabei wird lediglich das genutzt Mobilfunk-Netz und nicht der Anbieter selbst angesagt. Ob eine Simkarte bei der Vodafone selbst oder einem Vodafone Discounter wie Otelo angesiedelt ist, lässt sich damit nicht ermitteln.

Folgende Nummern stehen zur Verfügung:

  • Deutsche Telekom: Anruf über die Kurzwahl 4387. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch die Telekom das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Telekom Netz kostenfrei.
  • Vodafone: Anruf über die Kurzwahl 12313. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch Vodafone das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Vodafone Netz kostenfrei.
  • O2: SMS mit „Netz Rufnummer“ an die Kurzwahl 4636 senden. „Rufnummer“ muss in der SMS durch die Nummer, die man abfragen will, ersetzt werden. Man bekommt danach eine SMS mit dem passenden Netz zugeschickt. Diese SMS ist kostenfrei. Ehemalige Eplus Kunden können nun ebenfalls die O2-Abfrage mit nutzen (ebenfalls kostenlos).

Für die Kunden mit Tarifen bei mobilcom-debitel gibt es eine vergleichbare Abfrage des Netzes im Kundenbereich. Man erreicht die Abfrage wie folgt:  Ablauf: Einloggen => Mein mobilcom-debitel => Meine Rechnungen => Zielnetzabfrage. Diese Abfrage steht auch für andere Marken von Mobilcom-Debitel wie beispielsweise Talkline zur Verfügung.

Besonders positiv sollte man hervor heben, dass alle Netzbetreiber (nach der Fusion von Eplus und O2 nur noch 3) diesen Service kostenfrei anbieten. Das betrifft dabei nicht nur Kunden der Netzbetreiber selbst sondern auch die Discounter in dem Netz. So können beispielsweise Congstar Kunden den Telekom Service ebenfalls kostenfrei nutzen oder BASE Kunden können auch den SMS Service von O2 ohne Zusatzkosten abfragen.

Eine andere Form der Abfrage bietet Mobilcom-Debitel an (und auch Talkline). Bei diesem Unternehmen gibt es keine Rufnummer für die Abfrage sondern einen Dienst im Online-Kundenbereich des Unternehmens. Loggt man sich mit den Zugangsdaten ein kann an unter Rechnung => Zielnetzabfrage eine Rufnummer eingeben und bekommt für diese Rufnummer ermittelt, welches Netz diese hat. Diese Abfrage ist ebenfalls kostenfrei, steht aber nur MD-Kunden mit einem entsprechenden Login zur Verfügung.

Wichtig: Bei diesen Abfragenwird lediglich das genutzt Mobilfunk-Netz und nicht der Anbieter selbst angesagt. Ob eine Simkarte bei der Vodafone selbst oder einem Vodafone Discounter wie Otelo angesiedelt ist, lässt sich damit nicht ermitteln.

Kostenpflichtige Dienste zur Netzabfrage

Neben den hier vorgestellten Varianten der Netzabfrage, die kostenfrei sind und bei denen es keinen Gebühren für die Abfrage gibt, findet man im Netz auch einige kommerziellen Dienste, bei denen man für die Abfrage bezahlen muss. Teilweise liefern diese Abfragen dann auch noch weitere zusätzliche Informationen wie beispielsweise den genutzten Anbieter bzw. Discounter und nicht nur das Netz.

In der Regel benötigen private Kunden diese Daten aber nicht und es reicht eine einfache Abfrage des genutzten Handy-Netzes. Wir haben daher an dieser Stelle darauf verzichtet, zusätzliche kostenpflichtige Anbieter aufzulisten, da die kostenlosen Angeboten in der Regel absolut ausreichen und ebenso aktuell sind wie die Services, die auf Gebühren setzen.

Daneben gibt es auch von privaten Anbietern teilweise Netzchecks im Netz zu finden. Diese sind durchaus auch eine Alternative, allerdings sind diese Dienste teilweise beschränkt (beispielsweise auf maximal 10 Abfragen pro Tag) und man kann auch nicht direkt erkennen, auf welche Datenbanken diese Dienste zurück greifen und wie aktuell die Daten sind. Haben Rufnummern in der letzten Zeit das Netz gewechselt wird das unter Umständen nicht mit angezeigt. Daher sollte man die offiziellen Dienste und Rufnummer auf jeden Fall vorziehen und diese in erster Linie nutzen. Nur falls die Abfragemöglichkeiten nicht zu Verfügung stehen kann es sich lohnen, auf einen privaten Service im Netz zurück zu greifen. Dabei sollte man aber immer im Hinterkopf haben, dass diese Infos möglicherweise veraltet und damit nicht aktuell sind.

Video: die eigenen Rufnummer unterdrücken

0173 – welcher Anbieter und welches Netz nutzen die Vorwahl 0173?

0173 – welcher Anbieter und welches Netz nutzen die Vorwahl 0173? – Die 0173 gehörte zu den ersten Mobilfunknummern und gehörte ursprünglich vom D2-Anbieter Mannesmann, welcher ab 1990 das erste private Mobilfunknetz in Deutschland aufbaute. Nach der Fusion mit Arcor 1996/1997 wurde der Vertrieb endgültig im Jahr 2000 an Vodafone übergeben.

Die Vorwahl 0173 gehört dabei zum Netz von Vodafone (D2). Allerdings können Rufnummern mittlerweile auch in andere Netze mitgenommen werden. Daher muss die 0173 nicht mehr zwangsläufig in diesem Netz zu finden sein, sondern könnte auch in ein anderes Netz portiert worden sein. Falls die Nummer direkt vom Anbieter kommt, ist das Netz auf jeden Fall noch das Netz von Vodafone.

Die 0173 wurde im Jahr 1998 eingeführt, nachdem die Kapazitäten für die 0172 von Mannesmann-Arcor langsam erschöpft waren. Da es zu diesem Zeitpunkt noch nicht viele Handy-Vorwahlen gab, sorgte die 0173 bei einigen Angerufenen für Verwirrung, da diese Nummer auf Anhieb keinem Anbieter zugeordnet werden konnte und weil sie ohne Werbekampagne still und leise eingeführt wurde.

Die ersten Mobilfunknummern sind nach wie vor begehrt, obgleich die 0173 nicht so häufig gefragt ist wie die 0170, 0171 oder o172, die ersten Nummern aus dem Netz der Telekom. Trotzdem finden sich im Internet in Foren hin und wieder Leute, die diese Vorwahl erwerben wollen. In der Regel starten die Preise für diese Vorwahl bei 50 EUR. Der Grund dafür ist, dass diese Vorwahl nur noch sehr selten bzw. gar nicht von Vodafone vergeben wird, da diese Vorwahl von einem Alt-Kunden erst zurück gegeben werden müsste, damit sie wieder vergeben werden kann. Da allerdings durch die Rufnummerportierung die eigene Nummer heutzutage problemlos zu einem anderen Anbieter mitgenommen werden kann, muss der Nutzer der 0173 nicht zwangsweise Kunde von Vodafone sein. Bei einigen Mobilfunkdiscountern wird die 0173 sogar noch als VIP-Nummer für knapp 20 Euro angeboten oder direkt in den Vodafone-Shops vor Ort. Man findet die 0173 daher bei Neuverträgen sowohl direkt bei Vodafone als auch bei D2 Netz Anbieter wie LIDL Connect, FYVE, 1&1 oder Otelo.

Um sicherzugehen, ob eine Nummer noch ein bestimmtes Netz nutzt, bieten die Netzbetreiber kostenfreie Kurzwahlnummern. Damit kann man bequem abfragen, welche Nummer zu welchem Netz gehört. Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Weitere Rufnummer aus dem Vorwahlkreis von Vodafone sind beispielsweise die 0152, 0162 oder auch die 0172.

Spam von der Vorwahl 0173

Rufnummer mit der Vowahl 0173 sind tausendfach in Deutschland im Einsatz und daher kann es durchaus auch passieren, dass Spammer diese Vorwahl für Anrufe nutzen. Allerdings scheint das Aufkommen von unverlangten Anrufen mit dieser Vorwahl eher gering zu sein. Lediglich einzelene Fälle sind bekannt. So schreibt ein Nutzer bei antispam e.V.:

Diese Nummer wurde zig mal (täglich) auf meinem Privatanschluß registriert. Ein Rückruf brachte die Ansage „Mailbox voll“.
Einmal war ich Zuhause als der Anruf kam. Es meldete sich ein Hr. Schumburg von der Gunther GmbH, der mir erklärt hat, sie würden dafür sorgen, dass ich nichtmehr durch Telefonspam belästigt würde und man würde nun daraufhin für die nächsten Monate das Geld von meinem Konto abbuchen. Wir müssten nur noch die Daten abgleichen….
Nachdem ich mehrmals nach der Firma und der Adresse gefragt habe, und gebeten habe, mir die Unterlagen zuzuschicken, wurde aufgelegt. Hat sonst noch jemand mit der Nummer Erfahrungen?

Insgesamt wird diese Vorwahl aber für legale Zwecke genutzt – es reicht also, eventuell einzelne Rufnummern zu sperren, eine komplette Sperre des gesamte Vorwahlkreises ist nicht notwendig.