032 – Kosten und Hintergründe zu dieser Vorwahl

Wofür wird die Vorwahl 032 genutzt? – Die 032 ist eine Einheitsvorwahl für Internettelefonie (VoIP) und Service-Rufnummer. Sie vereinfacht dessen Nutzung, damit bei VoIP nicht jedes mal die entsprechende Ortsvorwahl gewählt werden muss. Diese Rufnummer wurde 2005 eingeführt und nach wie vor genutzt – allerdings ist die Bekanntheit eher gering.

Die Kosten bzw. Nutzung von VoIP sind je nach Anbieter unterschiedlich. Die Kosten dafür bewegen sich zumeist bei 1 Cent/Minute. VoIP wird allerdings aufgrund der Netzbelastung nur von wenigen Mobilfunk-Providern angeboten und sind meist Bestandteil eines DSL-Pakets.

In Deutschland gibt es über 5000 Ortsnetze mit entsprechenden Vorwahlen. Die Anbieter von Internettelefonie müssten im Prinzip für jedes Ortsnetz ihren Dienst anmelden, was zu sehr hohen Kosten führen würde wenn nicht VoIP auf einige Regionen einschränken will. Seit dem Jahr 2000 gibt es deshalb die 032 als einheitliche Vorwahl für VoIP, die ortsunabhängig vergeben werden kann. Ferner wichen diverse Provider wie GMX oder web.de nach dem Verbot der 0181 auch für Unified Messaging auf die 032 aus. In dem Bereich ist die 032 auch heute noch etabliert, während sie sich gegenüber den ortsüblichen Vorwahlen nie durchsetzen konnte.

HINWEIS: Vergleichbare Services gibt es mit der Vorwahl 0088 auch für Satelliten Telefone. Auch hier sind die Kosten recht hoch und es gibt keine regionale Zuordnung.

Der Grund dafür waren die Schwierigkeiten, die die 032 mit sich brachte. Durch die 03 am Anfang wurde die 032 von Telefonanbietern oftmals automatisch der Region Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern oder Thüringen zugewiesen und somit nicht als eigenständige Vorwahl erkannt. Somit wurde die 032 bei Mobilfunktarifen wesentlich teurer abgerechnet statt mit der VoIP in Verbindung gebracht zu werden. Außerdem ist der Import von 032-Nummern nicht bei allen Anbietern möglich. Die Vorwahl 032 wurde dabei bereits 2005 eingeführt. Die Bundesnetzagentur schrieb damals zu den technischen Hintergründen der neuen Vorwahl:

So wird z. B. im Bereich der Nummerierung nach der Freigabe der (0)32er-Rufnummern jetzt auch endgültig klargestellt, dass Ortsnetzrufnummern technologieneutral für VoIP-Dienste genutzt werden können. Die im November 2004 veröffentlichten Eckpunkte für Ortsnetzrufnummern werden vollständig umgesetzt. VoIP-Diensteanbieter können zukünftig eigene Rufnummern beantragen, auch wenn sie nicht selbst Anschlussanbieter sind. Einschränkungen im Hinblick auf die nomadische Nutzung wird es im Bereich der Nummerierung nicht geben.

Das wichtige Thema Notruf wird ebenfalls behandelt. Hier fehlen jedoch noch konkrete gesetzliche Vorgaben, so dass die Eckpunkte nur den aktuellen Diskussionsstand repräsentieren können. Aus Sicht der Bundesnetzagentur liegt es im Eigeninteresse der VoIP-Anbieter, möglichst rasch umfassende Notrufmöglichkeiten zu entwickeln und anzubieten. ´

Zum Thema IP-Zusammenschaltung hat die Bundesnetzagentur im August 2005 eine beratende Projektgruppe eingerichtet, die sich aus hochrangigen Telekommunikations-Experten zusammensetzt und bis Mitte 2006 die Grundlagen eines neuen Zusammenschaltungsregimes vorschlagen soll. Der Auftrag dieser Gruppe wurde heute ebenfalls auf der Homepage der Bundesnetzagentur veröffentlicht, um Transparenz und Klarheit bei allen interessierten Unternehmen über das Ziel der Arbeit herzustellen.

Daneben gibt es auch noch die internationale Vorwahl 0033 oder +033 die oft mit der 032 verwechselt wird oder man zumindest einen Zusammengang vermutet. Die 0033 ist allerdings die normale Ländervorwahl für Frankreich (wie beispielsweise die 0044 für Großbritannien) und damit eine normale internationale Vorwahl, während die 032 komplett anders abgerechnet wird und auch keine regionale Zuordnung enthält. Das macht es nochmal komplexer. Generell gilt: steht die 00 oder nur ein + vor der Rufnummer, ist es nur eine Ländervorwahl (beispielsweise die 0034). Steht nur ein 0 davor, kann es auch eine Service-Nummer sein.

HINWEIS: Die 0032 steht für Belgien, die 032 wie gesagt für die VOIP Verbindungen – man muss daher sehr genau hinschauen, wann welche Rufnummer anruft.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht jeweils die zugeteilten Rufnummern aus diesem Bereich. Den Überblick findet man hier.

Die Kosten für die 032 Vorwahl

Es gibt an der Stelle leider keine einheitlichen Kosten, sondern die Anbieter berechnen eigenständig, welche Gebühren anfallen. Daher kann sich das von Netz zu Netz, aber auch von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Im Telekom Netz zahlt man bei der Telekom selbst beispielsweise 0,29 Cent pro Gesprächsminute zu einer Rufnummern mit der 032 Vorwahl. Das Congstar Netz ist auch das Telekom Netz und daher liegen die Preise hier auch bei 0,32 Euro für eine Gesprächsminute.

Bei O2 dagegen zahlt man im Prepaid Bereich bis zu 79 Cent und bei den normalen Tarife dann nur noch 49 Cent – trotz gleichem O2 Netz und gleichem Anbieter gibt es in dem Fall also unterschiedliche Kosten für Verbindungen zur 032.

Die Preise für die Kosten beim eigenen Anbieter findet man in der Regel bei den Preislisten unter den Sonderrufnummern. Wer sich unsicher ist, sollte selbst beim Support nachfragen und es sich dort ansagen lassen.

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