Homespot – welches Netz für die mobilen WLAN Router wählen?

Homespot – welches Netz für die mobilen WLAN Router wählen? – Mobile WLAN Router samt Tarif – sogenannte Homespot – sind derzeit eine sehr beliebte Alternative wenn es um schnelles Internet für Unterwegs oder auch zu Hause geht.

Im Gegensatz zu Festnetz-Anschlüssen benötigen die Homespot dabei kein Kabel, sondern stellen die Internet-Verbindung über das Mobilfunk-Netz her. Das macht diese Technik sehr flexibel, da Homespot auch da eingesetzt werden können, wo es kein Telefon-Kabel gibt und wohl auch so schnell keines gelegt werden wird. Auf der anderen Seite sind die Homespot damit auf eine sehr gute Netzqualität angewiesen, denn nur wo es schnelles Internet mit LTE und/oder 5G gibt, sind die Geräte damit auch eine gute Alternative zu den Kabel-Internet-Anschlüssen der großen Anbieter.

Insgesamt sind die Mobilfunk-Netze mittlerweile eine verlässliche Alternative für mobiles Internet und das soll sich zukünftig noch weiter verbessern. Die EU plant den Breitbandausbau bis 2030 und will in diesem Zeitraum ganz Europa flächendeckend mit 5G versorgt haben. Das würde dann auch den Homespot zu Gute kommen – zumindest wenn man einen 5G Homespot nutzt. Deutschland will dieses Ziel schneller erreichen, bleibt abzuwarten, wie sich die Versorgung konkret entwickeln wird. Vorerst muss man auch jeden Fall noch prüfen, wie gut die Netzqualität ist, um einen Homespot sinnvoll nutzen zu können.

Netzausbau prüfen (kostenlos):

In diesem Artikel haben wir die aktuelle Netzabdeckung und die Netzqualität der Homespot auf dem deutschen Markt verglichen und wollen zeigen, wann sich welches Cube lohnt.

HINWEIS: Die Homespot bieten in der Regel kein Roaming und können daher wirklich nur in deutschen Mobilfunk-Netzen genutzt werden. Die Netzqualität im Ausland ist daher eher nebensächlich.

Homespot im D1 Telekom Netz

Die Telekom bietet in Deutschland in fast allen Tests immer das beste Netz und daher ist es durchaus sinnvoll, bei Homespot auch auf das D1 Netz der Telekom zu setzen. Man findet in diesem Mobilfunk-Netz derzeit zwei Angebote von Homespot (teilweise auch bei Dritttanbieter zu finden):

  • den Congstar Homespot
  • den Telekom Homespot (unter dem Namen Telekom Speedbox)

Beide Angebote nutzen das D1 Mobilfunk-Netz der Telekom, aber Congstar ist wesentlich günstiger. Dafür gibt es beim Congstar Homespot kein schnelles LTE und auch keine 5G Anbindungen. Man bekommt zwar die gute D1 Netzabdeckung, aber nicht die hohen Geschwindigkeiten im Telekom Netz. Dazu muss man den Congstar Homespot auf einen Standort anmelden – die mobile Nutzung ist also nicht direkt möglich.

Die Telekom Speedbox kann vor allem dann punkten, wenn man die 5G Variante nimmt. Diese ist leider etwas teurer, bietet aber deutlich mehr Speed und das 5G Netz der Telekom ist derzeit schon sehr weit ausgebaut – man hat also in vielen Bereichen 5G Speed (und falls nicht wird LTE als Reserve genutzt). Wer gute Netzqualität und viel 5G will, sollte also zu den Telekom Angeboten greifen. Dafür sind die Preise beim Homespot der Telekom aber auch etwas höher.

Homespot mit Vodafone Netzabdeckung

Im Mobilfunk-Netz von Vodafone gibt es aktuell nur einen Homespot Anbieter: Vodafone selbst. Das Unternehmen bietet den Homespot unter dem Namen Vodafone GigaCube an und es gibt den WLAN Router als LTE- oder 5G-Variante. Die 5G Nutzung ist aber etwas teurer.

Der Vodafone GigaCube punkte vor allem mit dem höchsten Speed im LTE Netz. Man kann mit bis zu 500MBit/s surfen, so viel Speed bietet kein anderer 4G Cube. Im 5G Netz bietet Vodafone ebenfalls hohe Geschwindigkeiten, allerdings ist die 5G Netzabdeckung bisher deutlich geringer als bei der Telekom. Man sollte also vorher unbedingt prüfen, ob an den Einsatzorten 5G vorhanden ist. Falls nicht nutzt man ohnehin nur das LTE Netz von Vodafone und kann sich daher den Aufpreis für die 5G Nutuzng auch sparen.

TIPP: Vodafone bietet auch einen flexiblen Homespot unter dem Namen GigaCube Flex an. Dieses gibt es nur im 4G Netz und er bietet auch nur 50 Gigabyte Datevolumen im Monat, aber dafür wird der Cube nur abgerechnet, wenn man ihn auch nutzt. Fällt kein Datenverbrauch im Monat an, gibt es auch keine Rechnung.

Homespot mit O2 Netzqualität

Im O2 Netz gibt es gleich mehrere Anbieter mit einem Homespot. Dahinter stecken aber in der Regel immer O2 Tarife, die man nur über andere Anbieter bucht. Dabei gibt es auch bereits Homespot ohne Datenlimit und das zu einem recht interessanten Preis. Die O2 Netzqualität ist zwar eventuell nicht ganz so gut, dafür zahlt man aber auch weniger. Zur Auswahl stehen:

  • der originalen O2 Homespot
  • der Mobilcom-Debitel Homespot (mit O2 Free unlimited Tarif)

Das O2 Netz schneidet in den Netztests in der Regel auf dem letzten Platz ab und daher hat das Unternehmen bei den eigenen Homespot einen relativ strengen Verfügbarkeitscheck integriert. Nur an Standorten mit gutem Indoor LTE lässt sich der O2 Homespot überhaupt buchen. Wie bei Congstar ist man dann auch an diesen Standort gebunden, mobiler Einsatz ist damit nicht möglich.

Mobilcom-Debitel ist da nicht ganz so streng und erlaubt auch den mobilen Einsatz. Das Unternehmen setzt auf eine Kombination von Fritzbox und O2 Free unlimited Flat. Man bekommt faktisch eine O2 Allnet Flat als Datentarif zum Homespot dazu. Damit ist der Tarif ohne Standortbegrenzung nutzbar und hat dennoch unbegrenztes Datenvolumen zu einen vergleichsweise geringen Preis. Aktuell ist damit der MD Homespot der bessere O2 Homespot und hat nicht die vielen Nachteile, die der O2 Homespot selbst hat.

Vor allem außerhalb von Ballungsgebieten sollten man aber bei beiden Angeboten dennoch das Netz prüfen und schauen, wie gut der Ausbau ist. O2 hat vor allem im LTE Bereich deutlich zugelegt, es gibt aber immer noch Schwächen beim Netzausbau.

Welches Netz ist für Homespot das beste?

Generell kann man sich bei den Homespot an den Netztests orientieren, denn diese messen mittlerweile die Datenübertragung sehr gut. Daher gilt auch bei den Homespots, dass die Telekom derzeit das beste Handy-Netz anbieten kann, dich gefolgt von Vodafone und dann mit Abstand kommt das O2 Netz. Vor allem im O2 Netz bekommt man aber oft unlimitertes Datenvolumen zu einem günstigen Preis – wer darauf Wert legt sollte eventuell über geringere Geschwindigkeiten hinweg sehen. Wer dagegen auf beste Netzqualität Wert legt, ist bei der Telekom am besten aufgehoben – zahlt aber eben auch recht viel.

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