Vodafone Kabel – welches Netz nutzen die CableMax Anschlüsse und was sollte man beachten?

Vodafone Kabel – welches Netz nutzen die CableMax Anschlüsse und was sollte man beachten? – Vodafone ist ein Unternehmen, das mittlerweile sehr breit aufgestellt ist und Telekommunikation sowohl mobil als auch über Kabel anbietet. Der Konzern greift damit auch die Telekom an und möchte auch eigene DSL- und Breitbandprodukte verkaufen. Verbraucher, die auf der Suche nach einem neuen Festnetzanbieter sind, stoßen dabei immer auch wieder auf die Vodafone Kabel Tarife (auch Vodafone Cable) und stellen sich dann natürlich die Frage, was dahinter steht und was die Vorteile und Nachteile dieser Angebote sind. In diesem Artikel wollen wir klären, welches Netz Vodafone Kabel nutzt und ob sich dies für Verbraucher lohnen kann.

HINWEIS: Mittlerweile bietet Vodafone den größten GigaBit Tarif mit 1Gbit/s Speed im eignen Kabel-Netz unter dem Namen Vodafone CableMax an. Diser nutze ebenso das eigene Kabel-Netz von Vodafone und unterscheidet sich bis auf denn Namen (und natürlich den Speed) nicht von den anderen Internet Anschlüssen im Vodafone Kabel-Netz. Mehr dazu: die Gigabit CableMax Tarife von Vodafone

Das Vodafone Kabel Netz

Die Vodafone Kabel Tarif sind keine Mobilfunk-Tarife (und nutzen daher auch nicht das mobile D1 Vodafone Netz), sondern sind kabelgestützte Internet-Anschlüsse. Für die Nutzung ist es wichtig, dass ein entsprechendes Vodafone Kabel vor Ort vorhanden ist, sonst kann man diese Internet-Tarife nicht nutzen.

Die Vodafone Kabel Tarife basieren dabei auf dem ehemaligen Kabel-Deutschland Netz. Vodafone hatte das Unternehmen 2014 gekauft und das Netz sukzessive in das eigene Angebot integriert. Mittlerweile gibt es Kabel Deutschland als Marke nach außen nicht mehr und die Tarife und Flatrates in diesem Kabel-Netz werden und der Bezeichnung Vodafone Kabel vertrieben. Mittlerweile wurde auch Unitymedia in diesen Netzbereich integriert.

Schnelleinstieg:

Ist das Vodafone Kabel Netz vorhanden, bekommt man allerdings dann auch mit die schnellsten Internet-Anschlüsse, die es derzeit sowohl bei Vodafone als auch in Deutschland gibt. Das sind bis zu 1GBit/s – im eigenen Kabel-Netz bietet Vodafone bereits Gigabit Tarife an und zwar zu vergleichsweise günstigen Preise ab etwa 40 Euro monatlich. Die Speed kann man mittlerweile auch offiziell prüfen, allerdings ist der Versorgungsgrad mit solchen Gigabit Anschlüssen deutschlandweit doch noch sehr unterschiedlich.

Wichtig: Vodafone nutzt im DSL-Bereich für Internet-Anschlüsse derzeit zwei Produkte. Neben dem normalen Vodafone Internet gibt es auch die sogenannten Vodafone Kabel Angebote. Diese sind mit dem Zusatz Cable gekennzeichnet und nutzen das ehemalige Kabel-Deutschland Netz. Alle anderen Produkte werden auf der letzten Meile der Telekom Angeboten. Vodafone setzt im Breitbandbereich daher auf zwei Netze, die Vodafone Kabel Angebote haben aber alle ein eigenes Netz (ehemals Kabel-Deutschland).

Mittlerweile setzen einige Anbieter auf eigene Netze, beispielsweise nutzt PYUR ein eigenes Netz für die Internet-Anschlüsse und man findet auch immer mehr regionale Unternehmen mit eigenen Netzbereichen. Die Anbieter sind damit unabhängig vom Netz und dem Netzausbau der Telekom.

Für wen lohnt Vodafone Kabel und das entsprechende Netz?

Die Vodafone Kabel Tarife sind – wie bereits geschrieben – unabhängig von den anderen Netzen von Vodafone und basieren auf dem ehemaligen Kabel-Net von Kabel Deutschland. Daher haben diese Internet-Anschlüsse im Netzbereich deutliche Vorteile:

  • Die Vodafone Kabel Internet Anschlüsse sind unabhängig vom Telekom Netz und können auch dort genutzt werden, wo es vielleicht kein Telekom-Festnetz gibt. Es reicht, wenn Kabel Deutschland oder jetzt Vodafone den entsprechenden Standort ausgebaut und versorgt hat.
  • Da dieses Netz unabhängig ist, werden die Vodafone Kabel Tarife auch nicht von Störungen im Telekom Netz betroffen. Dazu wartet Vodafone dieses Netz selbst und ist nicht auf die Techniker der Telekom angewiesen, wenn es Probleme mit einem Anschluss gibt.
  • Vodafone kann im eigenen Kabel-Netz bereits deutlich höhere Geschwindigkeiten anbieten als im Telekom Netz und daher surfen Kunden mit Vodafone Kabel-Tarife in der Regel bereits jetzt deutlich schneller als anderen Nutzer mit Vodafone-Anschlüssen im Telekom Netz (oder auch andere Anbieter in diesem Netz).
  • Mittlerweile kann auch o2 auf das Vodafone Kabel-Netz zurückgreifen. Man kann daher auch über O2 Vodafone Kabel Tarife buchen, die teilweise etwas preiswerter sind und/oder kürzere Laufzeiten haben. Es kann sich also lohnen, auch die O2 Internet Anschlüsse in diesem Bereich zu prüfen.

Aufgrund dieser Vorteile ist das Vodafone Kabel-Netz immer dann interessant, wenn Nutzer viel Speed wollen oder kein Telekom Netz verfügbar ist. Wichtig ist aber natürlich immer eine Verfügbarkeitsabfrage um zu klären, ob an der eigenen Adresse überhaupt Vodafone Kabel verfügbar ist.

Schnelleinstieg:

Die Erfahrungen mit dem Vodafone Kabel / Kabel Deutschland Netz

Nach dem Zusammenschluss mit Vodafone haben es viele Kunden schwer, zwischen den Angebote von Vodafone im eigenen Kabelnetz und im Telekom Netz zu unterscheiden. Das bemerkt man auch bei Erfahrungsberichten, denn es gibt immer weniger Erfahrungen, die sich speziell auf das Vodafone Kabel-Netz beziehen. Oft werden Erfahrungen und Kritik generell unter Vodafone subsummiert.

Die Erfahrungen sind aber durchaus auch positiv. So schreibt ein Nutzer im Computerbase-Forum:

Ich habe bisher nur positive Erfahrungen mit Vodafone Kabelanschlüssen gemacht. In mehreren Wohnungen (passenderweise innerhalb Leipzigs) kam immer die volle Leistung oder mehr an, ohne nennenswerte Einbrüche. Lediglich in Zeiten von Umbauten im jeweiligen Stadtviertel gab es hin und wieder Störungen. Der Support war aber immer freundlich und entgegenkommend. Aktuell nutze ich eine 400/50 Leitung mit Fritzbox 6490.

Kritik dagegen gibt es oft beim Kundenservice (was aber mit dem Netz und der Netzqualität eher wenig zu tun hat). Bei 3dcenter heißt es dazu:

lass es, kabel deutschland ist eine service wüste. ich hab erfolgreich außerordentlich gekündigt, weil die mir einen wlan stick berechnet haben, den ich weder bestellt, noch erhalten habe.
die haben schlicht auf sämtliche einwände nicht reagiert und auf der zahlung beharrt, ich habe die lastschrift zurückgeholt, den korrekten betrag überwiesen und damals von 32mbit(wenn sonst niemand online war) auf 20 zuverlässige adsl mbit rund um die uhr gewechselt. ein jahr später ruft mich auf einmal ein spaßvogel von denen an, der mehr darf als kunden abzuwimmeln. er erklärt mir freundlich, daß kabel deutschland auf die zahlung für den wlan stick aus kulanz verzichtet und sie den vertrag wie gewünscht aufheben… schlechter kann selbst ein asiate nicht versuchen sein gesicht zu wahren.

Es gibt mittlerweile auch die ersten Erfahrungen mit den 1GBit/s Anschlüssen von Vodafone Kabel. Ein Kunde berichtet im KDG Forum dazu:

Ich erreiche an meiner 6590 mit 28 von 32 Downstreamkanälen (4 sind für DVB-C Tuner reserviert) permanent zwischen 800 MBit bis hin zu 940 MBit im Downstream.
Ich bin damit erstmal recht zufrienden. Wenn es so bleibt werde ich ernsthaft überlegen müssen, überhaupt auf die 6591 zu wechseln. Auf die 60 MBit kommt es mir nicht so wirklich an.
Die meisten Server abseits vom Speedtest und abseits von Steam/Uplay/Battlenet schaffen ohnehin in den wenigsten Fällen auch nur annähernd 1 GBit/s mit einer Verbindung.

Vor allem der höhere Speed dürfte für viele Kunden ein Grund für einen eventuellen Wechsel sein, denn im Telekom Netz werden nach wie vor oft maximal 50 oder 100MBit/s angeboten, während man im Vodafone Kabel-Netz bereits Speed bis 500MBit/s oder sogar 1GBit/s bekommt. Die Erfahrungsberichte zeigen auch, dass man dann annähernd diesen Speed bekommt – die hohe Geschwindigkeit ist also nicht nur eines der vielen Werbeversprechen, sondern auch in der Realität so verfügbar.

Schnelleinstieg:

Falls es am eigenen Standort werden ein Vodafone Kabel-Netz und auch kein Telekom Festnetz gibt, bleibt dennoch eine Alternative: der Vodafone GigaCube. Dies ist ein Homespot, der das mobile Funknetz von Vodafone nutzt und damit von Kabeln unabhängig ist. Diese Homespot gibt es auch in anderen Netzen und sie sind immer dann eine gute Alternative, wenn gar kein Kabel liegt oder man den Router auch in anderen Bereichen nutzen möchte.

Video Vodafone Kabel 1GBit/s Anschluss im Netz Test

LTE max – in welchen Netz und bei welchem Anbieter bekommt man diesen Speed?

LTE max – in welchen Netz und bei welchem Anbieter bekommt man diesen Speed? – Wer richtig schnell surfen will, ist meistens auf der Suche nach Anbietern und Netzen mit LTE max, denn damit bekommt man aktuell die schnellsten Geschwindigkeiten sowohl im Download als auch im Upload. Leider haben aber nur wenige Anbieter bisher LTE max frei geschaltet und daher ist es gar nicht so einfach ein passendes Angebot in diesem Bereich zu finden.

HINWEIS: Viele Tarife wurde im Zuge der Abschaltung von 3G auf 4G/LTE aufgerüstet, aber oft hat sich dabei dann am Speed wenig geändert. Die Freischaltung von LTEmax gab es in diesem Zusammenhang nur für sehr wenige Tarife. Daher bleibt es nach wie vor ein Problem, einen günstigen Tarif mit LTEmax Speed zu bekommen.

Was versteht man unter LTE max?

LTE max haben die Netzbetreiber in Deutschland als Kennzeichnung für Tarife eingeführt, den maximalen Speed des jeweiligen Netzes nutzen können. Allerdings bedeutet LTE auch keinen unbegrenzten Speed, sondern eben nur das Maximum, dass das jeweilige Handynetz vor Ort zur Verfügung stellen kann. Bei inside-sim.de schreibt man zu diesem Unterschied:

In der Praxis heißt das, die Anbieter limitieren nicht mehr künstlich die maximalen Geschwindigkeiten ihrer Handytarife sondern geben das Netz frei und lassen die Nutzer so schnell surfen, wie es der Ausbaustand und die aktuelle Auslastung der Handy-Netze her gibt. Für die Frage, wie schnell man mit LTE max nun wirklich surfen kann, ist es daher wichtig, sich den Ausbaustand der einzelnen Mobilfunk-Netze anzusehen.

LTE max kann aber auch je nach Auslastungsgrad der Netze unterschiedlich ausfallen. Je mehr Nutzer gleichzeitig aktiv sind, desto geringer fällt in der Regel auch der Speed für den jeweiligen Nutzer aus. Weitere Faktoren, die trotz LTE max für eine niedrige Geschwindigkeit sorgen können sind der Netzausbau in der jeweiligen Region auch das genutzte Endgerät. Nicht alle Handys unterstützen die hohen Geschwindigkeiten gleichermaßen.

Vodafone schreibt zum Beispiel auch bei den LTE max Tarifen zum durchschnittlichen Speed:

Geschätzte maximale und beworbene Bandbreiten im Vodafone-Netz (4G|LTE Max): Bis zu 500 Mbit/s im Download und bis zu 100 Mbit/s im Upload.

Durchschnitt laut CHIP Test-Ausgabe 01/2022: 108,59 Mbit/s im Download und 51,15 Mbit/s im Upload.

Die Maximalwerte sind unter optimalen Bedingungen und derzeit an einzelnen Standorten in Deutschland verfügbar. 4G|LTE mit einer Maximal-Geschwindigkeit von bis zu 500 Mbit/s im Download und bis zu 100 Mbit/s im Upload gibt’s aktuell in über 1.470 Städten und Gemeinden. Eine Upload-Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s ist sogar in über 4.900 Städten und Gemeinden verfügbar. Stand: Januar 2022

Eine Liste der Städte, Infos zum Netzausbau und zur Bandbreite vor Ort findest Du auf unserer Seite zur Netzabdeckung. Oder in der MeinVodafone-App. Dein Gerät muss die technischen Voraussetzungen haben, diese Bandbreiten zu unterstützen. Deine individuelle Bandbreite hängt von Deinem Standort ab. Und von der aktuellen Anzahl der Nutzer in der Funkzelle.

Ein Vorteil von LTE max ist aber auf jeden Fall, dass die Tarife immer automatisch den höchsten Speed nutzen. Sollte ein Netzbetreiber also die Geschwindigkeiten im eigenen Netz erhöhen (auch über die aktuellen maximalen Werte hinaus) würde man damit als LTE max Kunden auf jeden Fall auch profitieren, da es ja keine Grenzen gibt. Mit LTE max ist man damit als Verbraucher auf jeden Fall auch für den kommenden Netzausbau gerüstet.

Welche Anbieter und welche Netze haben LTE max?

Prinzipiell bekommt man LTE max damit natürlich in allen Netze, wobei allerdings der Speed, der dann zur Verfügung steht, doch deutlich unterschiedlich ausfällt. LTE max im D2 Netz von Vodafone ist beispielsweise deutlich schneller als LTE max bei Telekom oder O2. Aktuell sehen die Geschwindigkeiten mit LTE max in den jeweiligen Netzen wie folgt aus:

  • bis zu 500MBit/s im Vodafone Netz
  • bis zu 300MBit/s im Telekom Netz
  • bis zu 225Mbit/s im O2/Telefonica Netz (in einigen Tarifen auch bis zu 500MBit/s)

Die Geschwindigkeiten beziehen sich dabei immer auch 4G und LTE – wie sich der Speed mit den neuen 5G Netzen verändert wird, ist bisher noch nicht bekannt. Dazu bieten nicht alle Tarife in den jeweiligen Netzen auch wirklich LTE max an – besonders in den Discountbereichen sind viele Angebote noch nicht einmal für LTE frei geschaltet. Tarife mit LTE max findet man hier:

Im Prepaid Bereich steht ebenfalls LTE Max zur Verfügung. Auch hier bieten die Prepaidkarten von Telekom, Vodafone und O2 LTE max für die eigenen Prepaid Tarife und auch hier gilt wieder, dass die Vodafone Prepaid Angebote den meisten Speed beinhalten.

LTE max bedeutet nicht automatisch 5G

Bei LTE max bekommt man nur, was der Name auch sagt: den maximal verfügbaren LTE Speed. Dieser Hinweis sagt aber nichts darüber aus, ob auch 5G Verbindungen zur Verfügung stehen oder nicht. Einige LTE max Handytarife haben zwar bereits Zugang zum 5G Netz, andere aber dagegen nicht. Wer also konkret nach Angeboten mit 5G sucht, sollte in den Tarifdetails 5G suchen und sich nicht auf die LTE max Kennzeichnung verlassen. Den aktuellen Stand zu 5G auf dem deutschen Markt haben wir hier zusammengestellt: 5G Tarife und Netze

Das gilt leider so auch im Prepaid Bereich. Es gibt mittlerweile einige Prepaid Tarife mit LTE max, aber nur zwei Angebot, die auch 5G haben. LTE max bedeutet also auch im Prepaid Bereich nicht automatisch 5G Prepaid.

Video: LTE max im Test

LTE max in der Praxis

LTE max steht in der Praxis leider meistens nur für einen theoretischen Wert, der aber gar nicht wirklich erreicht wird. Welchen Speed das jeweilige Netz tatsächlich bieten kann, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • dem Ausbaustand des genutzten Mobilfunk-Netzes vor Ort, wobei die Netzqualität auch eine Rolle spielt
  • die Auslastung der Funkzelle in der man sich gerade befindet, denn in der Regel teilt man sich die Leistung mit mehreren Nutzern (shared medium)
  • der unterstützte Speed durch das Handy, Smartphones oder den Surfstick – vor allem bei günstigen und älteren Modellen kann es sein, dass die Daten gar nicht so schnell empfangen können, wie das Netz sie zur Verfügung stellt

Man kann daher davon ausgehen, dass man auch mit LTE max die maximalen Download Raten nie erreichen wird und meistens langsame surft als es das Netz in der Theorei erlauben würde. Dennoch ist LTE max ein guter Schritt, denn es gibt zumindest keine künstlichen Speedgrenzen im Netz, sondern man bekommt immer den Speed, den das Mobilfunk-Netz gerade anbieten kann.

XLmobile – Das Netz, die Netzqualität und LTE

XLmobile – Das Netz, Die Netzqualität und LTE – Bei XLmobile handelt es sich um eine Tarifmarke, die vom Handyshop Handybude und Klarmobil bzw. mobilcom-debitel als Vertragspartner gemeinsam mit Angeboten bespielt wurde und lediglich als Übermittler dieser Verträge auftritt. Die Unternehmensstruktur und -verbindungen sind ein bisschen verwirrend: XLmobile ist eine Tarifmarke des Handyshops Handybude.de, über die primär Freenet Mobile Tarife an den Markt gebracht wurden. Freenetmobile hingegen gehört zu Klarmobil und somit zur mobilcom-debitel (hat aber nicht die große Netz Auswahl von Mobilcom-Debitel). Zwischenzeitlich war die Webseite offline, mittlerweile scheint man mit neuen Tarifen neu gestartet zu sein.

Fest steht aber, dass auch diese Mobilfunkanbieter sich in die Netzinfrastruktur von einem deutschen Netzbetreiber einmieten müssen. Doch in welchem Netz surft, telefoniert und simst man in Tarifen von XLmobile?

Das Netz bei XLmobile

UPDATE: Mittlerweile scheint XLmobile die Tarife komplett umgebaut zu haben. Es wird gar kein Handynetz auf der Webseite mehr erwähnt. Verbraucher werden also weitgehend im Unklaren gelassen, welches Netz man bei den Tarifen des Discounters bekommt. Im Kleingedruckten findet man lediglich den Hinweis: „Vertragspartner der Mobilfunkdienstleistung ist die Drillisch Online AG“. Da Drillisch mittlerweile nur noch O2/Telefonica Tarife anbietet, kann man davon ausgehen, dass auch XLmobile mittlerweile ins O2 Netz gewechselt ist.

Mittlerweile leiten die Tarife auch komplett auf Simdiscount weiter. Man nutzt also die Simdiscount Allnet Flat und auch das Simdiscount Netz. Eigenständige Mobilfunk-Tarife von XLmobile scheinen daher nicht mehr vermarktet werden – man kann gebuchte Flatrates aber im jeweiligen Handynetz weiter nutzen. Es sieht aber aktuell eher so aus, als würde die Marke XLmobile nicht mehr aktiv vermarktet.


Die älteren Tarife bei XLmobile (nicht mehr verfügbar)

Schaut man sich die Tarife auf der Website von XLmobile genauer an, wird man, was das Netz betrifft nicht wirklich schlau: in den Tarifbeschreibungen und den Tarifdetails wird stets nur von „D-Netz-Qualität“ geschrieben. Das kann aber sowohl für das D1-Netz der Telekom als auch für das D2-Netz von Vodafone stehen. Das einzige, was man hier ausschließen kann, ist das o2 Netz. Nur bei der Allnet Flat 1 GB wird das genutzte Netz deutlich kommuniziert. Schon in der Tarifbeschreibung steht, man nutze „o2+-Netz-Qualität“.

FAQ oder sonstige Informationen zum Anbieter und den Tarifen sind auf der Website von XLmobile (noch) nicht vorhanden, in den Tarifbeschreibungen wird ein Rätsel aus dem genutzten Netz gemacht und auch in den AGB hat man auf klare Formulierungen verzichtet. Es werden einfach alle Netzbetreiber in Deutschland genannt:

Im Verhältnis des Kunden zu einem Mobilfunkbetreiber (z.B. im Rahmen eines Mobilfunkvertrages) gelten zudem die jeweiligen Bedingungen des Mobilfunkbetreibers. Insoweit sind wir nicht direkt am Vertragsverhältnis beteiligt, sondern allenfalls bei Vertragsschluss für beide Parteien vermittelnd tätig. Hinsichtlich der etwaigen Bedingungen der Mobilfunkanbieter wird auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen derselben verwiesen. Diese können u.a. hier eingesehen werden:

Mobilcom Debitel – http://www.mobilcom-debitel.de/hilfe/downloads/vertrags-tarife/
Drillisch Online – http://www.xlmobile.de/agb_drillisch.pdf
Telekom – http://www.telekom.de/agb
Vodafone – http://www.vodafone.de/agb.html
E-Plus – http://www.eplus.de/meta/AGB/AGB.asp
O2 – http://www.o2online.de/meta/agb-und-infos

Die Benennung der mobilcom-debitel macht an dieser Stelle klar, wie eng die Verbindung zwischen den Unternehmen ist. Insgesamt lässt XLmobile die Kunden aber ziemlich allein mit der Frage, welches Netz genutzt wird und welche Netzqualität man bekommt. Das kennen wir allerdings schon von Freenetmobile. Da XLmobile ja primär Tarife von Freenetmobile vertreibt, ist das also eigentlich kein Wunder.
Wenn man sich die Verträge genauer anschaut und mit dem Angebot von Freenetmobile abgleicht, kann man die Netzzugehörigkeit der einzelnen Tarife trotzdem bestimmen. Momentan lassen sich zwar fast nur Freenetmobile Tarife im Netz von Vodafone finden, es ist zwar nicht auszuschließen, dass XLmobile auch Telekom Verträge mit in sein Tarifportfolio aufnehmen wird.

Die Netzqualität und LTE bei Vodafone

Durch die Fusion von Eplus und O2 ist Vodafone mittlerweile der kleinste Netzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen kann trotzdem auf ein sehr gut ausgebautes Mobilfunk-Netz verweisen und hat in den letzten Jahren besonders im LTE Bereich investiert und ausgebaut. Das hat für Vodafone Kunden den Effekt, dass LTE in vielen Bereichen angeboten wird und Daten somit besonders schnell übertragen werden können. Davon haben die Kunden von XLmobile, die Freenetmobile Tarife abschließen jedoch herzlich wenig, da sie nicht das komplette Handy-Netz von Vodafone nutzen können/dürfen. Vodafone schottet das LTE Netz nämlich vor Nutzern von Drittanbietern ab und stellt es nur direkten Vodafone-Kunden zur Verfügung.

In diversen Netztests liegt Vodafone mit der Telekom in verschiedensten Kategorien immer vor O2. Vodafone überzeugt mit den wenigsten Fehlern beim Übertragungsaufbau und bietet insgesamt den besten VoLTE-Service. Generell scheint bei Vodafone aufgerüstet geworden zu sein: In vielen Bereichen liegt Vodafone zwar noch hinter der Telekom, hat den Abstand zwischen den Kontrahenten jedoch deutlich verkleinert.

Der ewige Zweite hinter der Telekom kriegt die Kurve: Vodafone schließt mit einem großen Sprung auf und landet in der Gesamtwertung mit einer Note von 1,8 nur ganz knapp hinter der Telekom. Besonders im Bereich Telefonie zeigt Vodafone seine Stärke und gewinnt diese Teilwertung zusammen mit der Telekom. Auch wenn es um das Surfen im Internet oder um Datentransfers geht, hat Vodafone aufgeholt. Trotzdem kann die Telekom einen hier kleinen Vorsprung bewahren und dadurch Vodafone noch einmal in Schach halten.

Das Netz, die Netzqualität und LTE bei der Allnet Flat 1 GB

Wie eingangs bereits erwähnt, stellt die Allnet Flat 1GB bei XLmobile einen Sonderfall dar: Nur bei diesem Tarif wird das genutzte Netz eindeutig kommuniziert. Sobald LTE bei Drittanbietern im Spiel ist, kann es sich auch eigentlich nur um einen Tarif im O2 Netz handeln, da O2 als einziger Netzbetreiber das LTE Netz für alle Anbieter freigeschaltet hat. D-Netz Tarife können mit LTE nicht so günstig angeboten werden. Mit der Allnet Flat 1 GB surft und telefoniert man hingegen im o2 Netz. Diese Flatrate ist momentan die einzige bei XLmobile, mit dem man LTE-Internet nutzen kann.

Unter dem Motto „Zwei Netze sind besser als eins“ wurden die Netz von O2 und E-Plus zusammengelegt. Die Fusion der beiden Unternehmen hat durch das Zusammenlegen der Kundenstämme beider Netzbetreiber den größten deutschen Mobilfunk-Anbieter entstehen lassen mit noch mehr Kunden als die Telekom im mobilen Bereich. Darunter hat die Netzqualität von O2 vorerst ein bisschen gelitten. In einigen Tests der letzten Jahre lagen die Konkurrenten Vodafone und Telekom in vielen Bereichen der zahlreichen Netztests vor der Leistung O2.

Die Fusion hat allerdings auch Vorteile mit sich gebracht: Durch die Fusion wurde das National Roaming in den Netzen von O2 und E-Plus möglich. Mit National Roaming ist die Freischaltung aller Kunden aus dem O2 Netz für die E-Plus UMTS-Netzversorgung gemeint. Immer dann, wenn man im Heimnetz nur eine GSM (2G)-Versorgung hat und über das andere Netz eine UMTS-Versorgung verfügbar ist, wählt sich Ihr Endgerät automatisch in das andere UMTS-Netz ein. Kunden von O2 wird somit immer die schnellst- und bestmögliche Datenversorgung garantiert.

Ein großer Vorteil dieses Tarifs im Vergleich zu den Freenet-Tarifen im Vodafone Netz ist jedoch, dass man mit ihm das LTE nutzen kann. Während Vodafone die LTE Nutzung nämlich nur für exklusiv Vodafone Kunden anbietet, können bei O2 auch Kunden von Drittanbietern wie XLmobile bzw. Freenetmobile vom neusten Technik-Standard profitieren.Gerade im ländlichen Raum sollte man sich allerdings nicht zu sicher sein, das schnelle LTE wirklich nutzen zu können. Dafür lohnt es sich, vorab eine Netzabdeckungskarte von O2 zu checken.

O2 Netztest – die Mess-Ergebnisse von O2 bzw. Telefonica im Detail

O2 Netztest – die Mess-Ergebnisse von O2 bzw. Telefonica im Detail – Die deutschen Mobilfunk-Netz sind immer wieder Gegenstand der Aufmerksamkeit in Netztest, denn damit überprüfen die großen Fachmagazine im Mobilfunk-Bereich immer wieder, wie gut der aktuellen Ausbaustand bei den drei großen Netzbetreibern in Deutschland ist und mittlerweile auch, welche Geschwindigkeiten man bei der mobilen Datenübertragung erwarten kann.

Das Netz von O2 steht dabei natürlich auch im Fokus dieser Tests, genau wie die Netze der anderen beiden großen Netzbetreiber und in diesem Artikel wollen wir einen Blick auf die aktuellen Testergebnisse von O2 bzw. des O2 Netz werfen und auch einen Vergleich mit den anderen Netzen machen, denn natürlich gibt es auch den Telekom D1 Netztest und Netztest bei Vodafone.

Die Ergebnisse im O2-Netztest sind dabei nicht nr für die originalen O2 Tarife und Prepaidkarten relevant, sondern natürlich auch wichtig für alle Drittanbieter im O2 Netz, denn auch diese greifen auf die gleiche Infrastruktur zurück und haben damit die gleiche Netzqualität. Die trifft beispielsweise für das ALDI Netz, das 1&1 Netz, das Fonic Netz, aber auch auf die Netze von PremiumSIM und anderen Drillisch Discountern zu.

Wichtig bei der Bewertung der O2 Ergebnisse im Netztest: diese geben immer nur ein globales Bild vom Netz ab. Wichtiger für die Nutzung ist dagegen der Ausbau und die Netzabdeckung vor Ort. Diese kann man hier abfragen:

HINWEIS: O2 hat mittlerweile die 3G Netzbereiche komplett abgeschaltet und bietet daher (wie auch die anderen deutschen Netzbetreiber) kein UMTS und kein HSDPA mehr an. Das kann bei älteren Handys, die noch kein 4G können, zu Problemen führen, da diese dann nur noch das 2G Netz bei O2 nutzen können. Das gilt auch, wenn neuere Gerät im Netzmodus fest auf 3G eingestellt sind. Daher sollte man den Netzmodus überprüfen und diesen auf automatisch stellen.

Die letzten O2 Netztest Ergebnisse

O2 hat in den letzten Jahren (wie die anderen Netzbetreiber auch) viel in den Ausbau und Aufbau des eigenen Netzes investiert. Den jeweiligen Ausbaustand kann man auf der Netzausbaukarte von O2 abfragen.

In den O2 Netztest haben sich diese Investitionen aber nur teilweise niedergeschlagen. Letztendlich hat sich in den vergangenen Jahren an der Reihenfolge der Netzbetreiber in Deutschland in den Netztest recht wenig verändert. In der Regel kommt das Telekom Netz auf den ersten Platz. Danach folgt mit mehr oder weniger geringem Abstand das Netz von Vodafone und erst auf den letzten Platz folgt das Handynetz von o2/Telefonica. Daran konnte auch die Übernahmen von O2 recht wenig ändern. Durch das National Roaming hatte man zwar im 3G Bereich zwei Netze zur Verfügung, das wichtigere LTE gab es aber dennoch nur bei o2 und damit war das schnelle mobile Internet in erster Linie auf ein Netz beschränkt.

Die Bundesnetzagentur schreibt zum generellen Ausbau über alle Netze:

Mit dem aktuell dominierenden Mobilfunkstandard 4G (LTE) sind gegenwärtig ca. 96 Prozent der Fläche von mindestens einem Mobilfunknetzbetreiber versorgt.

Die Anfang des Jahres begonnene Abschaltung der 3G-Technologie ist fast abgeschlossen. Zum Erhebungsstand Ende Oktober 2021 sind noch ca. 13,3 Prozent der Fläche mit 3G versorgt. Telekom und Vodafone haben ihre 3G-Netze bereits im Sommer vollständig abgeschaltet. Telefónica wird diesen Schritt voraussichtlich Ende des Jahres vollzogen haben. Die dadurch freiwerdenden Frequenzen werden für die leistungsfähigeren 4G- und 5G-Netze eingesetzt.

Die Abschaltung des 3G-Netzes hat sich nicht negativ auf die Versorgungssituation ausgewirkt. Der Flächenanteil der weißen und grauen Flecken ist jeweils rückläufig und beträgt ca. 3,9 Prozent für weiße und ca. 6,8 Prozent für graue Flecken. Weiße Flecken sind Gebiete, in denen kein mobiles Breitband zur Verfügung steht. In grauen Flecken bietet nur ein Netzbetreiber mobiles Breitband an. Der Flächenanteil von Funklöchern ohne jede Mobilfunkversorgung ist ebenfalls leicht zurückgegangen und beträgt 0,36 Prozent.

O2 liegt in vielen Bereichen unter den durchschnittlichen Werten, die von der Bundesnetzagentur hier ausgegeben werden. In einigen Bereichen arbeitet man aber mittlerweile mit Vodafone und der Telekom zusammen, um Bereiche ohne Netzabdecken zu können. Das ist aber nach wie vor die absolute Ausnahme.

UPDATE: Mittlerweile hat O2 auch das eigene 5G Mobilfunk-Netz gestartet. Damit gibt es auch 5G Netzbereiche, in den Tests sind diese aber oft bisher noch nicht erfasst. Das wird sich aber wohl noch ändern. Mehr dazu haben wir im 5G Abschnitt weiter unten zusammengefasst.

Die O2 Netztest Ergebnisse im Überblick

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
Connect Netztest 20223375/450 Punkten276/300 Punkten
CHIP Netztest 20203Note 1,36Note 1,44
CHIP 20183 (GUT)Schulnote 2,16Schulnote 2,26
Connect 20183 (ausreichend)205/400 Punkten348/600 Punkten
Stiftung Warentest 6/20173 (2,6 – Befriedigend)befriedigend (2,7)befriedigend (2,6)
Chip Netztest 2013377,2 von 100 Punkten63,6 von 100 Punkten
Connect Netztest 20134129 von 190 Punkten130 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20134Note 2,43Note 3,11

Vor allem bei den neueren Ergebnisse muss man beachten, dass diese sich in vielen Bereichen auf das LTE/4G Netz inklusive 5G von O2 beziehen. Wer ältere Tarife ohne 5G nutzt, hat daher oft eine schlechtere Netzqualität als es die Ergebnisse erwarten lassen, einfach weil man mit diesen älteren Simkarten die besseren Teile des O2 Netzes nicht nutzen kann.

Wichtig bei der Bewertung der O2 Ergebnisse im Netztest: diese geben immer nur ein globales Bild vom Netz ab. Wichtiger für die Nutzung ist dagegen der Ausbau und die Netzabdeckung vor Ort. Diese kann man hier abfragen:

Der 5G Netzausbau bei O2

Die 5G Netze von O2 wurden im Oktober 2020 gestartet und mittlerweile hat das Unternehmen einen Ausbaustand on 10.000 5G Antennen erreicht. Damit erreicht O2 bereits mehrere Millionen Nutzer mit der eigenen 5G Technik. Im Vergleich zu Vodafone und der Telekom liegt das Unternehmen aber immer noch etwas weiter zurück. Das wird sich wohl auch mittelfristig nicht ändern, denn die Telekom hat die Vollabdeckung schon fast erreicht und auch Vodafone kommt diesem Ziel schon recht nahe. An der Stelle hat das Mobilfunk-Netz von O2 also noch Aufholbedarf.

Zum 5G Ausbau bei O2 heißt es:

Der Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica hat einen wichtigen Meilenstein in seiner bundesweiten 5G Netzausbau-Offensive erreicht: Aktuell funken rund 10.000 5G-Antennen im O2 Netz. Damit versorgt O2 über ein Drittel der Bevölkerung mit 5G. Nach dem Start des 5G-Netzes im Oktober 2020 hat O2 seinen Netzausbau kontinuierlich beschleunigt und den mobilen Highspeed-Standard in immer mehr Städte und auch ländliche Gemeinden gebracht. Das Besondere: O2 legt beim 5G-Ausbau einen starken Fokus auf die 3,6 GHz Frequenzen, die sich bestens für besonders schnelles und leistungsfähiges 5G eignen. Derzeit funken mehr als 5.000 5G-Antennen auf dieser Frequenz. O2 setzt seine Netzausbau-Offensive konsequent fort: Bis Jahresende wird der Anbieter die Hälfte der Bevölkerung mit seinem 5G-Netz versorgen, bis Ende 2025 ganz Deutschland.

„Wir bauen 5G schneller aus als jede andere Mobilfunktechnologie zuvor. Unsere Ausbau-Offensive sorgt für ein verbessertes O2 5G-Netz in zahlreichen deutschen Städten und Regionen. Täglich kommen aktuell rund 40 neue 5G-Antennen hinzu“, sagt Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von O2 Telefónica. „Wir konzentrieren uns auf echtes 5G auf 3,6 GHz und 700 MHz, während wir die DSS-Technologie als Kombination aus 4G und 5G ergänzend einsetzen. Mit unserer 5G-Ausbaustrategie schaffen wir ein starkes Fundament und optimale Voraussetzungen für die vernetzte Zukunft von Millionen Privat- und Geschäftskund:innen in Deutschland.“

O2 hat den Ausbau von 5G derzeit vor allem auf die größeren Städte konzentriert und daher gibt es vor allem im ländlichen Bereich noch einige weiße Flecken, bei denen kein 5G verfügbar ist. Wer 5G im O2 Netz nutzen möchte, sollte daher vorher auf jeden Fall die Netzausbaukarte prüfen und sicherstellen, dass 5G bereits vor Ort verfügbar ist oder zumindest zeitnah ausgebaut wird.

5G Frequenzen

Leider unterstützen auch noch nicht alle Tarife im o2 Netz 5G. Aktuell sind nur die originalen O2 Free Tarife und einige 1&1 Angebote für 5G freigeschaltet. Selbst die O2 Prepaid Freikarte hat bisher noch nicht diesen Zugang. Prepaid Anbieter sind im O2 Handynetz generell noch nicht für diese Technik freigeschaltet. Es ist auch nicht bekannt, wann anderen Anbietern der Zugang weiter eingeräumt wird.

Haben sich die Netztest Ergebnisse durch die Übernahme von Eplus verändert?

Mit der Übernahme von Eplus gab es die Hoffnung, dass sich damit auch der Netzausbau und die Netzqualität deutlich verbessern würde. Allerdings hatte man in der letzten Zeit eher das Gefühl, dass O2 mit der Netzzusammenführung herausgefordert war und daher der Netzausbau langsamer vorankam. Daher war die Übernehmen von Eplus eher eine Belastung als ein Push beim Netz.

Mittlerweile kommen aber auch die positiven Effekte der Übernehmen zu tragen und daher konnte in einigen Tests O2 zum ersten Mal das Ergebnis gut erzielen – das ist durchaus auch auf das neue gemeinsame Netz von O2 und Eplus zurückzuführen. Daher wird das neue Netz auch oft als Telefonica Netz bezeichnet.

O2 hat nicht mehr das größte Netz

Nach der Fusion mit Eplus hatte O2 eine zeit lang das größte Netz in Deutschland mit den meisten Kunden. Seit 2018 hat aber wieder die Telekom die Führung bei den Kundenzahlen übernommen.

Hintergrund ist dabei aber weniger die Netzqualität von O2 und das Abschneiden in den letzten Netztest, sondern mehr, dass O2 immer noch alte Prepaidkarten abschalten muss, die noch aus Eplus Zeiten stammen und mittlerweile inaktiv sind. Auf diese Weise müssen die Kundenzahlen immer wieder im mehrere Millionen Simkarten korrigiert werden und das kann das Unternehmen auch kaum mit neuen Kunden kompensieren. Daher sieht man in den Zahlen diesen deutlich Rückgang bei O2.

Wichtig bei der Bewertung der O2 Ergebnisse im Netztest: diese geben immer nur ein globales Bild vom Netz ab. Wichtiger für die Nutzung ist dagegen der Ausbau und die Netzabdeckung vor Ort. Diese kann man hier abfragen:

Billiges Handy = schlechter Empfang? Was ist dran an dieser Formel?

Billiges Handy = schlechter Empfang? Was ist dran an dieser Formel? – Wenn der Handyempfang schlecht ist und im gleiche Netz Freunde und Bekannte schneller und besser surfen, wird das Handy schnell zum Schuldigen. Gerade bei billigeren Handys im Bereich von 100 oder 200 Euro wird dann schnell vermutet, dass die Gerät möglicherweise deutlich schlechteren Empfang haben.

Tatsächlich gibt es Unterschiede zwischen den Handys, was den Empfang betrifft. Die Signalstärke (also die Anzahl der Mobilfunk-Balken auf der Anzeige) hängt aber in der Regel recht wenig vom Preis der Modelle ab. Hier spielen andere Faktoren oft eine größere Rollen. Eventuell erinnert sich der eine oder andere Nutzer noch an das iPhone 4, das anfangs deutliche Probleme mit dem Empfang hatte, wenn man die Antennenbänder zufällig mit der Hand überbrückte. Mit das teuerste Geräte auf dem Markt hatte dabei auf einmal den schlechtesten Empfang. Apple hat mittlerweile daraus gelernt, aber es zeigt, dass der Preis nicht immer eine tragende Rolle spielt.

Generell gilt: Wichtig für den Empfang ist vor allem das Mobilfunk Netz. Die Netzqualität des D1 Netzes, der Vodafone Empfang und auch der O2 Netzausbau spielen bei aktuellen Geräten die größte Rolle. Die Ausnahme ist noch 5G. Diese Technik unterstützen derzeit meistens nur die teureren Geräte.

Der Empfang der Smartphones im Test

Tatsächlich hat die Zeitschrift Computerbild in einem Test von 2017 den Empfang verschiedener Modelle getestet und kam dabei auf sehr interessante Ergebnisse. Im LTE 800 Band war das Moto G in der dritten Generation am besten beim Empfang, dich gefolgt vom Samsung Einsteigermodell Galaxy J5. Bei LTE 1800 Frequenzen kann beispielsweise das Galaxy A7 deutlich mit den Topmodellel mit halten. Preis und Signalstärke sind also nicht immer vergleichbar.

Die Preisunterschiede bei den Geräten merkt man natürlich trotzdem bei den Geschwindigkeiten und der Netzqualität. Dies lässt sich an zwei Bereichen zeigen:

  • Sehr günstige Handys haben teilweise noch gar keine LTE Unterstützung und können sich daher maximal ins 3G Netz des jeweiligen Anbieters einwählen. Wer mehr Geld ausgibt, bekommt meistens Smartphones mit LTE. Damit kann man – den richtigen Tarif vorausgesetzt – sowohl die 2G, 3G als auch die 4G Netzbereiche nutzen und hat damit meistens auch eine bessere Netzabdeckung zur Verfügung.
  • Die Geschwindigkeit der mobilen Datenübertragung hängt ebenfalls oft vom Preis der Handys ab. Je mehr Geld man in die Geräte investiert, desto schneller sind die Smartphones auch. Beispielsweise schafft das iPhone 7 immerhin satte 450Mbit/s im Download. Das deutlich billigere iPhone SE unterstützt die Datenübertragung dagegen nur bis 150Mbit/s. Mit dem günstigeren Gerät surft man also deutlich langsamer. Inzwischen sind aber fast alle Modelle deutlich schneller als das Maximum der Netze, die Geräte selbst sind also nicht mehr der Flaschenhals beim Speed.

Allerdings hat das wenig mit der tatsächlichen Signalstärke zu tun. Die ist auch unter diesen Voraussetzungen gleich.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich unter:

Dazu haben billigere Handys teilweise höhere Strahlenbelastung. Bei den Handys und Smartphone mit den höchsten Abstrahlwerten finden sich viele der billigere Anbieter (aber auch teurere Modelle). Der Preis muss also nicht immer eine Kriterium sein – kann aber eine Aussagekraft haben.

SAR Werte bei Handys

Handys strahlen auch selbst und wie viel Energie dabei abgegeben wird, ist im SAR Wert festgehalten. Generell sollten die Werte dabei niedrig sein, durch hohe Strahlung wird sonst der Körper des Nutzers stärker belastet.

Auch bei SAR Wert gibt es aber kein einheitliches Bild hinsichtlich des Preises der Modelle. Das günstige Samsung Galaxy A51 liegt beispielsweise unter den SAR Werten der Topmodelle und bei Apple sind die billigeren iPhone SE Modelle beim SAR Wert genau so gut wie das aktuelle iPhone 13.

Beim SAR Wert sollte man daher eher auf den Hersteller und das Gerät selbst schauen und weniger auf den Preis. Dieser sagt nichts darüber aus, wie viel Leistung ein Smartphone bei der Netznutzung abgibt.

Was kann man tun bei schlechtem Empfang?

Wer mit dem Empfang unzufrieden ist, sollte an erster Stelle die Netzabdeckung des eigenen Anbieters vor Ort prüfen. In der Regel lässt sich das mit den Netzausbaukarten der Anbieter sehr einfach erledigen:

Dort kann man sehen, welches Netz ausgebaut ist und welche Geschwindigkeiten zu erwarten sind. Allerdings sind auf diesen Karten nur die maximalen Werte eingetragen. Man sollte daher nicht davon ausgehen, dass diese Werte auch wirklich erreicht werden. Wer allerdings bei einem Anbieter dauerhaft und auch in verschiedenen Standorten nur einen oder zwei Balken hat, sollte prüfen, woran das liegt. So kann man die Simkarte in ein anderes Handy einlegen und testen, wie gut das Signal in einem anderen Gerät angezeigt wird. Steigt dann der Empfang (die Anzahl der Balken) deutlich an, könnte es wirklich am eigenen Gerät liegen. Da aber fast alle Geräte auf dem Markt mittlerweile eine guten bis sehr guten Empfang haben, liegt dann möglicherweise ein Defekt vor. So schreibt ein Nutzer mit einem solchen Problem beispielsweise im Congstar Forum:

Nun weiß ich nicht, ob dieser Fehler wie bei einem Bekannten auch bei dir vorhanden sein könnte: Er hat ein HTC. Auch hier war der Empfang im eplus-Netz besser als in dem der Telekom. Des Rätsels Lösung: Das Handy hatte eine Macke. Der eine Frequenzbereich wurde perfekt empfangen der andere nicht.

In solchen Fällen sollte man das Gerät in einer Fachwerkstatt prüfen lassen. Anders bekommt man den Hardware-Defekt leider nicht in den Griff. Solche Defekte kommen aber leider sowohl bei billigen als auch bei teuren Handys vor.

Anrufe und SMS zu ALDI Gewinnspielen – das steckt dahinter [UPDATE – auch bei LIDL]

Anrufe und SMS zu ALDI Gewinnspielen – das steckt dahinter – Den Namen ALDI kennt in Deutschland fast jeder und auch die Namen der anderen Lebensmittelmärkte sind weit verbreitet. Diesen Umstand machen sich Betrüger zu Nutze und versuchen, unter dem Namen der großen Ketten an die Daten von Verbrauchern zu kommen. Aufhänger sind dann meistens Gewinnspiele, die angeblich veranstaltet werden und die Benachrichtigungen dazu werden per SMS oder WhatsApp von unbekannten Nummern verschickt. Teilweise gibt es auch Anrufe zu ALDI Gewinnspielen und angeblichen Gewinnen. Das verunsichert viele Verbraucher.

So schreibt ein Nutzer bei GuteFrage:

hallo, es geht ja grad in whatsapp so ein fake gewinnspiel durch. was passiert wenn man da mitmacht, also seine adresse namen und so preisgibt?

Und bei Finanzfrage schreibt ein anderer Nutzer zu vergleichbaren Gewinnspielen von anderen Supermärkten:

Hallo, Sie tagen kriege ich einen Anruf. Heute bin ich mal ans Apparat. Der nette Herr meinte ich habe an einem Gewinnspiel teilgenommen von rewe dm und Lidl und bin unter den ersten 20. Er will mir nur mal kurz sagen was ich gewinnen könnte unabhängig davon habe ich aber 1000€ gewonnen. Er nannte mir alle meine Daten Name Adresse PLZ Geburtsdatum. Er erzählte und erzählte am Ende sagte ich ich mochte an nichts teilnehmen oder kein Abo. Daraufhin sagte er war mochte keine Vertrag abschließen oder mir ein Abo verkaufen. Ich könnte ihm ja Problemlos meine kontodaten geben den die gibt man ja bi ebay und sonst auch an… Als ich dann sagte ich mach sowas nicht am Telefon sagte er, er verstehe meine Sorge aber wenn man was abbucht ohne mein Einverständnis kann ich doch rückbuchen und die Polizei einschalten. Da ich vor kurzem bei einem dm gewinnspiel teilgenommen habe hab ich ganz DUMMERWEISE kontodaten weitergegeben. Er sagte es ruft nach diesem Telefonat nochmal jemand an dene sollte ich dann bestätigen das ich alles verstanden habe und die Angabeb richtig sind. Ich ging jetzt natürlich nicht mehr ans Telefon und sie nerven natürlich immernoch… Mit was muss Ich rechnen ???

Aktuell gibt es in Zusammenhang mit den Markennamen von ALDI, LIDL, REWE, DM und anderen Discountern gleich zwei verschiedene Maschen:

  • es werden Links zu angeblichen Gewinnspielen herumgeschickt und wenn man diese Links anklickt, landet man auf Fake-Seiten, bei denen in erster Linie die persönlichen Informationen abgegriffen werden. Diese Infos werden dann weiter verkauft und zu Werbeanrufen, Ping Calls, SMS Spam und weiteren Spam-Anrufen usw. genutzt. Solche Nachrichten sollte man also direkt löschen und die Links im besten Fall gar nicht erst anklicken.
  • teilweise werden solche Daten genutzt um die Opfer dann anzurufen und einen noch größeren Gewinn zu versprechen. Oft sind Gutscheine im Wert von 200 bis 500 Euro im Gespräch, man bräuchte nur die Kontoverbindung. Auch in dem Fall sollen natürlich nur persönliche Daten abgegriffen werden – im schlimmsten Fall wird die Kontoverbindung dann für unberechtigte Abbuchungen genutzt. Hier sollte man ebenfalls direkt wieder auflegen.

In beiden Fällen drohen weitere Spam-Versuche und sogar ein Vermögensschaden. Man sollte daher sich darauf gar nicht einlassen.

ALDI warnt vor betrügerischen Gewinnspielen, veranstaltet aber eigene Gewinnspiele

ALDI und die anderen Supermärkte arbeiten tatsächlich mit Gewinnspielen und das sogar recht häufig. Daher trifft eine betrügerische Masche an der Stelle auf echte Angebote – das macht es besonders perfide. DIe Unternehmen warnen zwar vor Fake-Gewinnspielen, das sieht man aber natürlich erst, wenn man direkt auf der Webseite des Discounters ist.

Bei ALDI Nord heißt es beispielsweise:

Immer wieder kursieren vermehrt gefälschte Gewinnspiele, welche über Facebook, telefonisch und per E-Mail geteilt werden. Sollten Sie eine solche Benachrichtigung erhalten, bitten wir Sie darum, nicht auf die Aufforderungen in diesen einzugehen, keine darin enthaltenen Links anzuklicken und keine persönlichen Informationen einzutragen oder zu nennen. Mit diesen Gewinnspielen oder Gutscheinen stehen wir in keinem Zusammenhang. Alle aktuellen Gewinnspiele finden Sie auf dieser Seite. Sollten Sie weitere Fragen diesbezüglich haben, steht Ihnen unser Kundenservice gerne zur Verfügung.

Und ALDI Süd schreibt auf einer eigenen Unterseite dazu:

Wenn ihr eine Meldung zum angeblichen „Aldi-Gewinnspiel“ erhaltet, klickt auf keinen Fall auf den dort eingebetteten Link. Leitet die Nachricht nicht weiter und löscht sie bitte sofort. Denn: Hinter falschen Gewinnspielen wie diesem stecken Datendiebe, die ihren Sitz im Ausland haben – in diesem Fall ist es Singapur. Die angeblichen „Gewinner“ werden nach dem Klick auf den eingebetteten Link dazu aufgefordert, ihre Adressdaten einzugeben, die dann von den Datensammlern für weitere Spam-Aktionen genutzt oder weiterverkauft werden. Und die WhatsApp- und Facebook-Meldungen sind nicht die einzige Masche – auch Anrufe oder E-Mails können falsche Gewinnspiele beinhalten.

Es gibt aber natürlich Möglichkeiten, wie man sich schützen kann und wie man nicht auf diese Betrugsversuche hereinfällt. Fake Gewinnspiele von ALDI, LIDL, REWE und Co erkennt man an einigen wichtigen Punkten:

  • Bei einem echten Gewinnspiel ist der Veranstalter eindeutig erkennbar und muss in den Teilnahmebedingungen sowie im Impressum angeben sein.
  • Meistens ist auch bereits die URL (Webadresse) der Domain, auf der das Gewinnspiel stattfindet, sehr dubios und hat nichts mit ALDI zu tun.
  • Darüber hinaus dürfen aus Datenschutzgründen nicht einfach so persönlichen Daten wie Adresse oder gar Kontodaten abgefragt werden.
  • Besonders Kontodaten sind bei Gewinnspielen NIE notwendig. Wenn diese erfragte werden (egal ob im Anruf oder über Webseite) kann man getrost von einem Fake ausgehen.
  • In der Regel verschicken Anbieter wie ALDI oder LIDL auch keine SMS oder WhatsApp, sondern wenn dann Emails.

Im einfachsten Fall kann man direkt auf der Webseite von ALDI und den anderen Anbietern prüfen, ob sich dort so ein Gewinnspiel überhaupt finden lässt. Dann kann man auch gleich direkt auf der Anbieter-Webseite teilnehmen und ist dann sicher, dass es ein echtes Gewinnspiel ist und die eigenen Daten auch wirklich nur beim richtigen Anbieter ankommen.

Mehr Infos rund um ALDI und ALDI Talk: Welches Netz nutzt ALDI Talk? | Was tun beim Netz-Problemen und schlechtem Empfang bei ALDI?

UPDATE: Mittlerweile gibt es diese Mails auch bei LIDL

Mittlerweile berichten auch immer mehr Discounter von diesen Mail mit Hinweis auf LIDL. Die Masche ist dabei die gleiche, nur der angebliche Anbieter wurde gewechseln. Dahinter steckt aber natürlich nicht LIDL direkt, sondern nur ein Betrüger, der es auf Zahlungen und Kundendaten abgesehen hat.

Angeboten werden dann immer die gleichen Deals:

  • 90 Euro
  • 100 Euro
  • 500 Euro Gutschein
  • 250 Euro Einkaufsgutschein
  • Samsung Galaxy S20
  • Samsung Galaxy S21
  • Samsung Galaxy S22
  • Apple iPhone 11, Apple iPhone 12, Apple iPhone 13
  • Apple MacBook Pro
  • Trekking E-Bike
  • PlayStation 4 und PlayStation 5

Diese Preise werden natürlich nicht wirklich verlost, sondern man lockt damit nur eventuelle Gewinnspiel-Teilnehmer per Mail.

Solche Mails sehen dann beispielsweise wie folgt aus:

Sie sind einer unserer möglichen Exclusiv-Gewinner eines Supermarkt
Gutscheins für Lidl im Wert von 1.000 Euro.
Nutzen Sie die Chance auf einen Einkauf bei Lidl für die ganze Familie.
Bestätigen Sie Ihre Angaben und mit etwas Glück gehört der Supermarkt Gutschein für Lidl im Wert von 1.000 Euro bald vielleicht Ihnen.
Hier bestätigen
Lassen Sie sich die einmalige Chance nicht entgehen und nehmen Sie noch
heute an der Verloseung teil.
Viel Glück,
Ihr Supermarkt Team

Auch in dem Fall gilt: im besten Fall direkt löschen, es steckt kein echter Anbieter (beispielsweise LIDL Connect) dahinter, sondern nur ein Betrugsversuch.

Mobilfunk-Geschichte: das A-Netz, B-Netz und C-Netz in Deutschland

Mobilfunk-Geschichte: das A-Netz, B-Netz und C-Netz in Deutschland – Die Entwicklung der Mobilfunk-Netze in Deutschland hat eine lange Geschichte und startetet mit einzelnen analogen Funknetzen, die dann mit dem A-Netz zum ersten Mal eine bundeseinheitliche Entsprechung fanden. Die analogen Netze waren dabei reine Gesprächs-Netze für Telefonate. Weder SMS noch Internet bzw. Datenübertragungen wurden in diesen Netzen unterstützt.

Heute erfolgt die Aufteilung eher in die D-Netze (das D1 Netz der Telekom und das D2 Netz von Vodafone) und die E-Netze (mittlerweile das O2/Telefonica Netz). Dazu wird mittlerweile auch nach Übertragungsstandard unterschieden. Man kann also das 3G Netz mit UMTS nutzen, das 4G Netz mit LTE oder die neuen 5G Netze, die gerade aufgebaut werden.

Mittlerweile sind die ersten Netze alle abgeschaltet und es gibt in Deutschland nur noch digitale Netze, die neben Gesprächen auch Datenübertragung ermöglichen. Man findet aber immer noch Geräte, diese sind aber mangels passendem Netz nicht mehr nutzbar.

Das A-Netz – das erste Handy-Netz in Deutschland

Das A-Netz war das erste Mobilfunk-Netz in Deutschland und wurde 1958 in Betrieb genommen. Wie bei allen Netzen in Deutschland stand auch dahinter die deutsche Bundespost. Es gab bereits davor einige Funk-Netze, das A-Netz war aber das erste bundeseinheitliche Netz in Deutschland, das sich mit den aktuellen Mobilfunk-Netzen vergleichen lässt.

Damit war auch in Deutschland die Telefonie (von Datenübertragung redet damals noch niemand) ohne Kabel und Kabelanschluss möglich. Allerdings war das A-Netz noch sehr limitiert, sowohl in der Abdeckung als auch in der Leistungsfähigkeit:

  • Handvermittlung – Gespräche wurden nicht automatisch an den jeweiligen Teilnehmer zugestellt, sondern es gab eine Zentrale mit Mitarbeitern, die diese Aufgabe übernahmen. Das war natürlich vor allem in den späteren Jahren nicht mehr zeitgemäß und ein deutlicher Mehraufwand im Vergleich zu moderneren Netzen.
  • keine automatische Funkzellenübergabe – Es gab im A-Netz noch keinen Mechanismus, der die Weitervermittlung übernommen hat, wenn ein Teilnehmer aus einer Funkzelle in die nächste wechselte. In dem Fall brach das Gespräch dann ab und musste neu aufgebaut werden. Auch das ist heute kaum noch vorstellbar.
  • maximal 10748 Teilnehmer – Das A-Netz wurde mit einer festen Obergrenze angelegt, die in den späteren Jahren auch erreicht wurde. Mehr als etwa 11.000 Teilnehmer waren nicht möglich und daher war die Entwicklung der B-Netze und C-Netze auch aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl dringend notwendig.

Für die Nutzung gab es noch keine Handys, sondern recht große und unhandliche Geräte, die meistens fest verbaut waren. Die Technik der Empfänger war dazu recht groß, daher war ein mobiler Einsatz an sich nur in Fahrzeugen möglich. Handys waren das also auch jeden Fall noch nicht.

Das bekannteste Modell für den Einsatz im A Netz war sicherlich das Telefunken 160 Dora. Dieses Gerät war in verschiedenen Ausführungen auf dem Markt und erlangt Berühmtheit, weil auch der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer sich so ein Gerät (In der Polizei-Variante) in sein Fahrzeug einbauen ließ. Der Mercedes 300 hatte ein Dora 160 im Handschuhfach verbaut, der größte Teil der Technik musste allerdings im Kofferraum untergebracht werden. Später wurde das Dora durch ein B 72 von TE-KA_DE ersetzt.

Das B-Netz

Der Start des B-Netzes war im Jahr 1972 und dieses System wurde bis 1994 genutzt. Der Startschuss war dabei am 14. Januar 1972. Das B-Netz war ein reines Analog-Netz, hatte aber im Vergleich zum bis dahin genutzten A-Netz einige deutliche Vorteile:

  • Selbstwählverbindungen – im B-Netz konnten die Teilnehmer selbst anrufen und angerufen werden und es musste keine manuelle Vermittlungsstelle mehr eingreifen. Damit waren Verbindungen schneller, einfacher und auch kostengünstiger möglich.
  • bis zu 27.000 Teilnehmer – Die Zahl der möglichen Nutzer wurde fast verdreifacht und damit konnte das B-Netz mehr Anschlüsse abbilden. Für den privaten Bereich ist diese Zahl aber immer noch viel zu gering, daher waren B-Netz Abschlüsse vor allem Behörden und Unternehmen vorbehalten.

Die Fortschritte waren so deutlich, dass nach wenige Jahren das A-Netz komplett abgeschaltet wurde.

Es gab allerdings nach wie vor einige Nachteile oder Besonderheiten im B-Netz. Auch hier gab es keine automatische Übergabe an die nächste Funkzelle. Wer den Bereich eine Funkzelle verließ, musste die Verbindung selbst neu aufbauen. Das Gespräch wurde dann erst mal unterbrochen bis neu gewählt wurde.

Die Gespräche mussten dazu mit Ortsvorwahl aufgebaut werden. Dazu musste man in etwa den Standort des Teilnehmers kennen um die richtige Vorwahl nutzen zu können. Sollte sich der Angerufene nicht in diesem Bereich aufhalten, kam keine Verbindung zu Stande. Heute gibt es in den modernen Netzen diese Einschränkung nicht mehr – Teilnehmer können erreicht werden egal wo sie sich aufhalten.

Das C-Netz

Das C-Netz war die letzte Generation von analogen Mobilfunk-Netze in Deutschland und wurde 1985 in Betrieb genommen. Mit dem neuen Netz sollte sowohl die Obergrenze bei den Teilnehmern deutlich erhöht werden als auch die Bedienung einfacher werden. Maximal waren im C-Netz 850.000 Teilnehmer möglich – das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den wenigen 10.000 Nutzern im A-Netz und B-Netz.

Dazu gab es im C-Netz bereits eine einheitliche Vorwahl. Mit der Vorwahl 0161 konnte man jedem Teilnehmer in diesem Netz erreichen – es war also nicht mehr notwendig zu wissen, wo sich der Angerufene befand und welche Ortsvorwahl genutzt werden sollte.Auch die Übergabe in eine neue Funkzelle wurde im C-Netz automatisch realisiert. Das Netz bot also einen deutlich technischen Fortschritt in Sachen Mobilfunk. Die C-Netze sind mittlerweile abgeschaltet,  die Vorwahl 0161 ist aber immer noch nicht wieder neu vergeben.

Dazu gab es im C-Netz zum ersten Mal Simkarten bzw. deren Vorläufer. Damit wurden Endgeräte und Zugangsdaten für das Netz getrennt. Das erinnert bereits sehr an die aktuellen Netze. Zum Start war das C-Netz daher das modernsten Mobilfunk-Netz, dass es weltweit gab und Deutschland nahm hier für einige Jahre eine Vorreiterrolle ein.

Originale C-Netz Sim Karte im Scheckkarten-Format – frei nutzbar CC BY welches-netz.com

Auch die Hardware hat sich weiter entwickelt. Zu dieser Zeit wurden die Telefone kleiner (im Vergleich zu den aktuellen Modellen sind sie aber immer noch groß) und auch die Preise sanken. Die Geräte konnte so auch zunehmend im privaten Bereich Fuß fassen. Später gab es dann auch richtige Handys in diesem Netz (beispielsweise das Nokia C6) – am Siegeszug der modernen digitalen Netze konnte das aber nichts mehr ändern.

Das C-Netz war also ein sehr modernes Mobilfunk-Netz und die ersten Handys waren in diesem Netzbereich zu finden, allerdings gab es nach wie vor keine mobile Datenübertragung im heutigen Sinne in diesem Netz. Es gab zwar analoge Modems, aber für den breiten Markt war dies keine gangbare Lösung und die Übertragungsgeschwindigkeiten auch relativ gering. An aktuellen Geschwindigkeiten mit LTE und 5G war daher gar nicht zu denken.

Das C-Netz wurde im Jahr 2000 abgeschaltet. Zu diesem Zeitpunk gab es bereits die neuen D-Netze und E-Netze und vor allem die Datenübertragung wurde interessant. Das konnte aber das C-Netz nicht leisten. Vor allem bei der Netzabdeckung war das C-Netz in den späten Jahren den neuen Netzen aber deutlich überlegen. Das merkten viele Kunden beim Wechsel auf das vermeintlich bessere Netz sehr deutlich.

Video: Telekom Werbung für das C-Netz

Die D-Netze als Nachfolger

Ab 1991 starteten die digitalen Netze in Deutschland und sowohl die Telekom als auch Vodafone (damals noch Mannesmann) bauten die D-Netze auf. Der Ausbaustand war in den ersten Jahren aber noch deutlich geringer als im C-Netz und daher setzen viele Nutzer weiter auf die C-Netze. Nach einigen Jahren konnten dann aber das D1 Netz der Telekom und auch das D2 Netz von Vodafone die Stärken ausspielen. Vor allem die Datenübertragung spielte eine immer größere Rolle und hat mittlerweile Telefonie und SMS bei der Bedeutung abgelöst.

Netzausbaustand D1 Netz 1991 – Bild: inside-sim.de
Netzausbaustand D2 Netz 1991 – Bild: inside-sim.de

Mittlerweile wurden bereits wieder die ersten D-Netze abgeschaltet. Konkret wurden die 3G Netzbereichen in allen digitalen Netzen in Deutschland deaktiviert, die Standards UMTS und HSDPA sind daher nicht mehr verfügbar. Stattdessen gibt es nun LTE als neuen Standard für die mobile Datenübertragung und 5G als Erweiterung.

Welches Netz nutzt Maxxim? – Netzqualität, Ausbaustand und LTE

Welches Netz nutzt Maxxim? -Netzqualität, Ausbaustand und LTE –  Maxxim war ursprünglich als Prepaid-Discounter im Netz von D1 (Telekom) gestartet und bot einige Jahre lang nur Prepaidkarten in diesem Netz an. In den Jahren darauf hat man jedoch die Produktpalette deutlich erweitert. Neben Prepaidkarten im Netz von O2 wurden auch Vodafone Tarife mit in das eigene Angebot aufgenommen. Lediglich Tarife im Netz von Eplus hat man bislang nicht realisiert. Mittlerweile gibt es die originale Prepaidkarte im Netz der Telekom allerdings nicht mehr. Grund dafür sind rechtliche Probleme.

Ende 2011 kam es zu einer heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Telekom und Drillisch, der Muttergesellschaft von Maxxim. Im Zuge der Vorwürfe wurde die Geschäftsverbindung zwischen Drillisch und der Telekom komplett gekündigt. Mittlerweile hat man den Streit zwar gütlich beigelegt, die Nachwirkungen merkt man aber noch heute. Immer noch bietet Maxxim keine Tarife mehr in Netz der Telekom an und die Kunden, die bis dahin eine D1-Karte hatten, wurden zwangsweise ins Netz von O2 umgestellt. Sie bekamen eine neue Simkarte (mit der alten Nummer) und einen Rabatt auf den Tarif, das Netz wurde aber gewechselt. Karten, die nicht gewechselt wurden, bekamen die Kündigung.

Aktuell hat Maxxim die Tarifauswahl wieder etwas reduziert. Es gibt nur noch Allnet Flat und die LTE mini Tarife sowie Datentarifen und beim Maxxim Handy-Netz hinter diesen Tarifen beschränkt man sich auch auf nur noch ein Netz – ältere Tarife sind aber natürlich weiterhin nutzbar. Ähnliche Flatrates findet man auch bei Smartmobil, Simply, PremiumSIM und WinSIM, die auch alle zu Drillisch gehören.

Der aktuelle Tarifüberblick bei Maxxim

Tarif Preis pro Monat
(Aktivierung)
Netz Kosten Laufzeit
(Monate)
maXXim LTE 2000
maXXim LTE 2000
7.99€
(9.99€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (2000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

maXXim LTE 3000
maXXim LTE 3000
8.99€
(9.99€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (3000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

maXXim LTE 5000
maXXim LTE 5000
13.99€
(9.99€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (5000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

MaXXim LTE Mini SMS 1GB
MaXXim LTE Mini SMS 1GB
5.99€
(19.99€)
Telefon: 50 Freimin 15.0 Cent
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (1000MB/Mon)
1 zum
Anbieter

MaXXim LTE Mini SMS 2GB
MaXXim LTE Mini SMS 2GB
9.99€
(19.99€)
Telefon: 100 Freimin 15.0 Cent
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (2000MB/Mon)
1 zum
Anbieter

MaXXim LTE Mini SMS 3GB
MaXXim LTE Mini SMS 3GB
12.99€
(19.99€)
Telefon: 200 Freimin 15.0 Cent
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (3000MB/Mon)
1 zum
Anbieter


Das Netz der Maxxim Allnet Flat und Tarife

Bei den Handytarife hat sich durch die Umstellung der Tarife in den letzten Jahren einiges vereinfacht. Die doppelte Zuordnung (Tarife entweder bei Vodafone oder O2) gibt es nicht mehr. Stattdessen nutzen sowohl die Handytarife als auch die Flatrates von Maxxim mittlerweile ausschließlich das Mobilfunk-Netz von O2. Tarife im Vodafone Netz werden nicht mehr vermarktet. Ältere Handytarife von Maxxim, die noch das Netz von Vodafone nutzen, können aber weiter verwendet werden.

Dabei haben die Maxxim Tarife auch Zugriff auf das 4G/LTE Netz von O2 (allerdings nicht mit LTE max Geschwindigkeiten). Es gibt aber keinen 5G Zugang beim Discounter. Bisher ist auch nicht sicher, wann oder wie dieser Zugang realisiert werden wird – wer 5G Handytarife sucht, ist derzeit also bei Maxxim falsch. Kurzfristig scheint bisher auch nicht geplant zu sein, die 5G Technik beim Discounter auszurollen, daher sollte man auch zeitnah nicht damit rechnen.

Die Laufzeit hat sich durch die Tarifumstellung nicht geändert. Nach wie vor sind alle Tarife des Discounters ohne längerfristige Laufzeit zu bekommen. Die Kündigungsfrist beträgt dabei nur 4 Wochen zum Monatsende. Länger Laufzeiten sind dann möglich, wenn ein Handy mit zum Vertrag bestellt wird. Maxxim bietet im Handyshop des Discounters in diesem Bereich Laufzeiten von 6 bis 24 Monaten an. Die Höhe der monatlichen Raten wird maßgeblich davon beeinflusst. Die kompletten Tarifdetails gibt es direkt bei MaXXim*.

Netzqualität und Netzabdeckung bei Maxxim

Für Kunden von Maxxim gibt es eine einfache Möglichkeit abzufragen, wie der Netzausbau ist und auch, ob es Störungen im O2 Netz von Maxxim gibt. Dazu existieren im Kundenbereich zwei Links, mit denen man den Status des Mobilfunk-Netzes prüfen kann. Die Abfrage ist dabei kostenfrei.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Die Netzabdeckung an Ihrem Standort können Sie prüfen. So können Sie nachschauen, wie gut unser Mobilfunknetz an Ihrem Standort ausgebaut ist. Wie gut unser Mobilfunknetz an Ihrem Standort ausgebaut ist, können Sie in Ihrer persönlichen Servicewelt unter Hilfe und Kontakt > Netzabdeckung prüfen. *Die Funktion bzw. das Angebot steht nur in Tarifen im Netz von Telefónica zur Verfügung.

Wie gut unser Mobilfunknetz an Ihrem Standort ausgebaut ist können Sie in Ihrer persönlichen Servicewelt unter Hilfe und Kontakt > Netzabdeckung prüfen.

Generell ist das O2 Netz mittlerweile besser aufgestellt, denn ab 2020 hat das Unternehmen deutlich mehr LTE Standorte aufgebaut und damit gibt es die Technik inzwischen an immer mehr Standorten und es sind auch höhere Geschwindigkeiten möglich.

Allerdings liegt O2 trotz dieses Ausbaus weiterhin auf Platz 3 im Ranking der deutschen Netzbetreiber. Der Abstand zur Telekom und zu Vodafone ist zwar geringer geworden, an deren Status konnten aber auch der Netzausbau von O2 nicht viel ändern. Aktuell gibt es im O2 Netz daher immer noch den vergleichsweise geringsten Speed und die meisten Bereiche ohne schnelles Netz. Wer sich unsicher ist, wie gut oder schlecht das O2 Netz und damit auch das Maxxim Netz in der eigenen Region ausgebaut ist, sollte auf jeden Fall zu einem der Tarife ohne lange Laufzeit greifen. Diese gibt es im O2 Netzbereich erfreulicherweise bei fast allen Anbietern. Dann kann man auch sehr schnell wieder wechseln, wenn es bei Maxxim doch nicht die erhoffte Netzqualität geben sollte oder es andere Probleme gibt. Bei Netzproblemen mit Maxxim sollte man aber dann nicht zu einem anderen O2 Netz Anbieter wechseln, sondern wenn dann zu einem D-Netz Angebot.

Die O2 Netztest Ergebnisse im Überblick

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
Connect Netztest 20223375/450 Punkten276/300 Punkten
CHIP Netztest 20203Note 1,36Note 1,44
CHIP 20183 (GUT)Schulnote 2,16Schulnote 2,26
Connect 20183 (ausreichend)205/400 Punkten348/600 Punkten
Stiftung Warentest 6/20173 (2,6 – Befriedigend)befriedigend (2,7)befriedigend (2,6)
Chip Netztest 2013377,2 von 100 Punkten63,6 von 100 Punkten
Connect Netztest 20134129 von 190 Punkten130 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20134Note 2,43Note 3,11

Erfahrungen mit Maxxim und dem Handynetz von Maxxim

Der Netzwechsel zu O2 bei der Prepaidkarte hat viele Nutzer verärgert, die gerne das D1-Netz behalten hätten. Entsprechend findet man im Netz viele negative Berichte über Maxxim. Allerdings gibt es auch immer wieder positive Berichte über das hohe Startguthaben. Im Fokus stehen aber häufiger der Mutterkonzern Drillisch und dessen Aktien- bzw. Geschäftsentwicklung.

Im Netz heißt es zu den Erfahrungen mit Maxxim beispielsweise:

NIE NIE NIE WIEDER. habe die karte relativ schnell bekommen, erste monat direckt 2 aufbuchungeb, angeblich habe ich internet verbraucht, obwohl bei andere anbieter habe ich viel mehr internet genuzt und 500 MB weniger gehabt. zweite monat kammen schon 3 automatische aufbuchungen für internet und interessante dabei, das 3-e kamm am 1 des monats, wobei ab 1 habe ich vom vertrag 1,5 GB . kundenservice reagierte nicht, die schreiben immer das lässt sich nicht nachvollziehenob ich wirklich so viel verbraucht habe

Es gibt aber auch positive Erfahrungen:

Ich bin schon seit Jahren Kunde und relativ zufrieden. Zu Beginn nutzte maxxim das T-Mobile-Netz, inzwischen aber überwiegend o2. Auch mein „Alt-Prepaid-Vertrag“ wurde vor etwa einem Jahr umgestellt und ich wechselte vom T-Mobile ins o2-Netz, was mir damals nicht gefiel. Es gab deswegen damals auch eine Menge Kritik in verschiedenen Foren…  Wenn ich jetzt die Wahl hätte, würde ich wahrscheinlich zu callmobile wechseln.

Wer nicht sicher ist, ob Maxxim der richtige Anbieter ist und ob das Maxxim Netz wirklich passt, sollte einen der Tarife mit kurzer Laufzeit wählen. Damit ist man dann flexibel und kann jederzeit auch wieder wechseln, falls es sich heraus stellen sollte, dass die Netzqualität doch nicht gut genug ist oder es andere Probleme gibt.

Das Netz der Maxxim Prepaidkarten (nicht mehr erhältlich)

Maxxim bietet aktuell keine Prepaid Sim mehr an, die bestehenden Angebote sind aber weiterhin nutzbar. Die Netzzuordnung ist dabei vom Tarif abhängig. Je nachdem welchen Tarif man wählt bekommt man eine Karte in dem dazugehörigen Netz. Aktuell sieht die Verteilung wie folgt aus:

  • die O2 Prepaidkarte Maxxim 8 Cent plus
  • die Vodafone Prepaidkarte Maxxim 8 Cent smart

Daneben gibt es noch friends4free Prepaidkarten die das Netz von O2 nutzen. Diese sind aber nicht mehr bestellbar, vorhandene Karten können aber ohne Probleme weiter genutzt werden. Die smart Prepaid Karte ist ebenfalls nur noch über Umwege bestellbar und wird nicht mehr aktiv vermarktet. Durchaus denkbar, dass auch sie bald vom Markt verschwindet.

Insgesamt scheinen die Prepaidangebote bei Maxxim derzeit nicht mehr im Fokus zu stehen. Auf der Startseite werden in erster Linie die neueren LTE mini Tarife beworben und die Prepaid Karten findet man nur noch, wenn man direkt im Menü danach sucht.

Maxxim O2 Netz – mit Roaming bei Eplus

UPDATE: Mittlerweile wurden alle ehemaligen Eplus-Standorte bei O2 integriert. Das Roaming im Eplus Netz spielt also für O2 Netz Nutzer und damit auch für die Kunden von Maxxim keine Rolle mehr.

Sowohl die Prepaidkarten als auch die Flatrates und Tarife von Maxxim im O2 Netz haben derzeit einen großen Vorteil: sie können auch das Eplus Netz noch mit nutzen. Bei diesen Angeboten gibt es sozusagen zwei Netze für eine Simkarte. Möglich wird dies durch den Zusammenschluss von O2 und Eplus. Beide Unternehmen werden derzeit unter dem Dach von O2 fusioniert und das macht sich auch beim Netz bemerkbar. Durch das National Roaming können O2 Kunden das Eplus Netz mit nutzen und umgekehrt. Maxxim schreibt dazu in den FAQ:

National Roaming bedeutet in diesem Falle die Freischaltung der SIM-Karten aus dem o2 und E-Plus Netz für die jeweils andere UMTS-Netzversorgung. Immer dann, wenn die SIM-Karte im Heimatnetz nur eine GSM (2G)-Versorgung hat und über das andere Netz eine UMTS-Versorgung verfügbar ist, wechselt die SIM-Karte automatisch zum anderen UMTS-Netz. Das gilt für das Netzerlebnis im Freien genauso wie in Gebäuden.

Dieses Roaming funktioniert für alle Simkarten im O2 Netz und damit haben auch Maxxim Kunden mit einem O2 Tarif diesen Vorteil. Die Umschaltung auf das Eplus Netz funktioniert dabei automatisch. Es wird immer das Netz gewählt, dass vor Ort den besten Empfang hat. Dadurch entstehen keine Mehrkosten, man muss auch keine neuen Einstellungen vornehmen.

Mittlerweile sind in vielen Bereichen Deutschlands die Netze bereits zusammen gelegt. Dann existiert dort nur noch ein großes Eplus Netz.

Kein Netz und kein Empfang bei Handy und Smartphone – so kann man sich helfen

Kein Netz und kein Empfang bei Handy und Smartphone – so kann man sich helfen – Die Frage nach dem genutzten Handy-Netz ist immer dann besonders wichtig, wenn das Netz auf einmal nicht mehr da ist und man mit dem Smartphone keine Empfang mehr hat und die Geräte keine Verbindung mehr herstellen können. Das kann an unterschiedlichen Ursachen liegen und hat oft mit dem genutzten Netz zu tun – kommt daher je nach Anbieter und Handy-Netz gar nicht so selten vor.

So schreibt ein Nutzer im Telekom Forum:

Seit 2 Std. funktioniert mein Handy nicht mehr. Es zeigt trotz eingelegter SIM Karte an, dass es kein Netz hat. Ich kann auch nicht telefonieren.

Und bei Kleiderkreisel heißt es:

Ich hatte immer Empfang bis vor ein paar Tagen und seitdem immer mal ganz kurz einen Balken aber auch selten und nur für maximal eine Minute, Internet bekomme ich gar nicht. Ich habe schon überlegt, ob es vielleicht eine „Kinderkrankheit“ vom iPhone X ist, weil es ja auch noch relativ neu ist. Ich habe bisher online auch nur einen Eintrag gefunden darüber und die wissen auch nicht was zu tun ist bzw bei denen ist wenigstens immer ein bisschen Empfang und Internet aber schlechteres. Bei mir leider gar nichts. Hat irgendwer Tipps, was ich noch probieren könnte?

Tatsächlich kann es eine ganze Reihe von Ursachen haben, dass ein Handy oder Smartphone kein Netz findet. In diesem Artikel wollen wir zeigen, was man selbst in solchen Fällen machen kann und welche Probleme beim Netz und Empfang auftreten können.

TIPP: Bei Probleme mit Anrufen im Ausland oder ins Ausland kann es ein weiteres Problem geben. Die Auslandsvorwahl muss korrekt sein und bei Anrufen aus dem Ausland nach Deutschland muss man die 0049 oder +49 nutzen und dazu die führende Null bei der Ortsvorwahl weg lassen.

Kein Netz und kein Empfang – so kann man sich helfen

Das kommt selbst im besten Netz vor – technische Probleme sind leider nicht ganz auszuschließen. Vodafone bietet in solchen Fällen beispielsweise die sogenannte GigaGarantie an. Ist man mit dem Netz nicht zufrieden, kann man darüber als Entschädigung einmal pro Monat für 24 Stunden 90GB kostenloses Datenvolumen bekommen. Bei anderen Anbieter gibt es das in dieser Form leider nicht, aber man kann sich in vielen Fällen auch selbst helfen. Was genau man tun kann, haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.

HINWEIS: Generell gelten die nachfolgenden Tipps für Probleme und Schwierigkeiten in allen deutschen Mobilfunk-Netzen. Es macht also keinen Unterschied ob man das D1 Netz nutzt, das Vodafone D2 Netz hat oder die Probleme im O2 Netz auftreten.

1. Grundeinstellung auf Handy und Smartphone prüfen.

Bevor man sich auf die weitergehende Fehlersuche beim Netz macht, sollte man am Handy einige Grundeinstellungen prüfen und eventuell korrigieren. Im besten Fall löst das bereits die Probleme und die Geräte verbinden sich wieder mit dem Netz. Standardmäßig sollte das Smartphone neu gestartet werden.

Konkret sollte man dabei folgende Punkte prüfen, wenn es kein Netz oder keinen Empfang geben sollte:

  • Ist der Flugmodus eventuell aktiviert? – Mit aktivieren Flugmodus werden auf allen Geräten keine Verbindungen zugelassen, daher sind dann auch alle Netzverbindungen inaktiv.
  • Ist der korrekte Netzbetreiber/Netz angewählt? –
  • Falls es nur Probleme mit dem Datennetz gibt: Sind die mobile Datenübertragungen aktiviert? – Die mobilen Daten lassen sehr einfach in den Schnelleinstellungen abschalten. Oft vergisst man dann, diese wieder zu aktivieren und das kann zu Problemen führen.

Das hört sich eher banal an, ist aber hilfreich, weil man damit sicher stellt, dass es keinen einfachen Fehler gibt, sondern das Problem an anderer Stelle liegt.

Mittlerweile sind in allen deutschen Netzen die 3G Netzbereiche abgeschaltet. Verbindungen mit UMTS und HSDPA gibt es daher weder bei der Telekom noch im Vodafone Netz oder bei o2 noch. Diese Abschaltung ist an sich gut gelaufen. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu selbst:

Die Abschaltung des 3G-Netzes hat sich nicht negativ auf die Versorgungssituation ausgewirkt. Der Flächenanteil der weißen und grauen Flecken ist jeweils rückläufig und beträgt ca. 3,9 Prozent für weiße und ca. 6,8 Prozent für graue Flecken. Weiße Flecken sind Gebiete, in denen kein mobiles Breitband zur Verfügung steht. In grauen Flecken bietet nur ein Netzbetreiber mobiles Breitband an. Der Flächenanteil von Funklöchern ohne jede Mobilfunkversorgung ist ebenfalls leicht zurückgegangen und beträgt 0,36 Prozent.

Probleme kann es aber bei Nutzern geben, die noch ältere Geräte haben, die kein LTE können oder die den Netzmodus fest auf 3G eingestellt haben. Bei Probleme mit der Einwahl ins LTE Netz sollte man daher prüfen, ob der Netzmodus auf automatisch steht und auch 4G Netze zugelassen sind. Bei älteren Handys ohne LTE lässt sich leider wenig machen. Dann steht nur noch 2G zur Verfügung und man braucht wohl ein neues Smartphone.

2. Wie gut ist das Netz und die Netzabdeckung vor Ort?

Mittlerweile gibt es nur noch wenige weiße Flecken in Deutschland, in denen keine Netzversorgung möglich ist, dennoch sollte man in solchen Fällen prüfen, ob und wie gut das jeweilige Mobilfunk-Netz ausgebaut ist. Es kann dabei auch passieren, dass zwar theoretisch Netz vorhanden ist, aber man sich im Funkschatten eines Gebäudes befindet und Indoor oder gar im Keller sind die Signale natürlich nochmal deutlich schwächer. Die gute Nachrichten: es gibt kaum noch weiße Flecken in Deutschland und man sollte daher fast überall problemlos Netz haben. Die Bundesnetzagentur hat den aktuellen Ausstand wie folgt zusammengefasst:

Mit dem aktuell dominierenden Mobilfunkstandard 4G (LTE) sind gegenwärtig ca. 96 Prozent der Fläche von mindestens einem Mobilfunknetzbetreiber versorgt.

Die Anfang des Jahres begonnene Abschaltung der 3G-Technologie ist fast abgeschlossen. Zum Erhebungsstand Ende Oktober 2021 sind noch ca. 13,3 Prozent der Fläche mit 3G versorgt. Telekom und Vodafone haben ihre 3G-Netze bereits im Sommer vollständig abgeschaltet. Telefónica wird diesen Schritt voraussichtlich Ende des Jahres vollzogen haben. Die dadurch freiwerdenden Frequenzen werden für die leistungsfähigeren 4G- und 5G-Netze eingesetzt. […]

Die 2019 versteigerten und exklusiv für 5G genutzten Funkfrequenzen bei 3,6 GHz werden von allen Netzbetreibern zuerst in städtischen Gebieten eingesetzt. Besonders hohe Datenraten werden daher zunächst lediglich in Ballungszentren erreicht.

Um trotzdem eine hohe Flächenversorgung mit 5G zu erreichen, setzen vor allem die Netzbetreiber Telekom und Vodafone parallel das sogenannte Dynamic Spectrum Sharing – kurz DSS – ein. Dabei wird die bestehende 4G-Infrastruktur auch für 5G mitgenutzt und das Mobilfunkspektrum zwischen den beiden Technologien bedarfsorientiert aufgeteilt.

Je nach Netz und Anbieter ist der Ausbaustand aber natürlich recht unterschiedlich.

Die jeweiligen Netzausbaukarten haben wir hier zusammen gestellt:

Die Ausbaukarten gelten dabei auch für die Discounter und Drittanbieter im jeweiligen Netz. Beispielsweise müsste man das Congstar Netz auch über die Telekom Karte prüfen und die Netze von Smartmobil über die Ausbaukarte von O2. Bei Klarmobil ist die Abfrage dagegen etwas schwieriger, das das Klarmobil Netz je nach Tarif das Netz der Telekom oder auch Vodafone oder O2 sein kann.

HINWEIS: Bei Anbietern mit mehreren Netzen im Angebot (wie beispielsweise Klarmobil, Freenet Mobile oder auch die ONE Tarife von Handy.de oder Green LTE) sollte man zuerst das Netz bestimmen und dann prüfen, wie die Abdeckung aussieht.

3. Gibt es Störungen im eigenen Mobilfunk-Netz?

Die Netzausbaukarten zeigen nur den theoretischen Stand an. Sollte es technische Probleme im jeweiligen Netz geben, wird das auf der Ausbaukarte nicht mit angezeigt. Daher ist es sinnvoll bei Empfangsproblemen zu prüfen, ob eventuell der Anbieter selbst ein Problem hat. Die großen Netzbetreiber haben dazu Störungshotlines und spezielle Webseiten eingerichtet:

Dazu findet man bei größeren Störungen in der Regel auch in den sozialen Netzwerken und teilweise auch in der Presse Hinweise, denn dann sind meistens viele Nutzer betroffen. In den Hotlines werden Störungen in der eigenen Region oft auch direkt angesagt, wenn man den eigenen Anbieter anruft.

Problematisch sind dabei vor allem Störungen beim Netz selbst. Dann ist nicht nur ein Anbieter betroffen, sondern alle Marken, die das jeweilige Netz nutzen. Bei o2 Problemen würde dies beispielsweise auch ALDI und 1&1 betreffen, bei Problemen mit dem Mobilfunk-Netz der Telekom hätten auch Kunden von EDEKA Smart, Kaufland mobil oder Penny Mobil Schwierigkeiten. Größere Störungen merkt man daher meistens recht schnell daran, dass auch andere Kunden Probleme haben.

HINWEIS: Für spezielle Anbieter haben wir separate Hinweise zusammengefasst, was man bei Problemen mit dem Netz tun kann. Die Artikel dazu finden sich hier: Telekom kein Netz | Congstar kein Netz | ALDI kein Netz | Klarmobil kein Netz | kein LTE Netz

4. Kein Netz weil die Simkarte defekt ist

In seltenen Fällen liegt die Störung nicht am Netz, sondern an der Hardware. Besonders Simkarten sind hier ein Problem, weil diese verschmutzen oder sich abnutzen und dann keine Verbindung zum Handy hergestellt werden kann. Man kann dies aber sehr einfach prüfen: sollte die Simkarte auch in einem anderen Handy kein Netz finden und keinen Empfang haben, dürfte das Problem direkt bei der Sim liegen. Dann sollte man sich an den eigenen Anbieter wenden und das prüfen lassen – in den meisten Fällen kann man dann auch direkt ein neue Ersatzkarte (mit gleicher Rufnummer) bestellen. Allerdings sollte man darauf bestehen, dass diese kostenlos ist, immerhin kann man als Verbraucher ja nichts für einen Defekt der Simkarte.

Mittlerweile setzen immer mehr Anbieter auch auf fest verbaute Simkarten – sogenannte eSIM. Diese sind direkt in den Geräte verbaut, Defekte sind dann also fast ausgeschlossen. Dennoch kann es Probleme geben, wenn das eSIM Profil nicht richtig geladen wurde oder man das falsche Profil geladen hat. Mehr dazu gibt es hier: Was ist eine eSIM und wie setzt man sie ein?

5. Kein Empfang, weil das Handy defekt ist

Noch seltener als ein Defekt der Simkarte ist ein Defekt im Handy selbst. Aber natürlich kann es vorkommen, dass auch im Handy ein Schaden besteht, der die Verbindung mit der Simkarte nicht mehr möglich macht. Auch dies kann man recht einfach prüfen: mit einer anderen Simkarte kann man prüfen, ob diese erkannt wird. Sollte die neue Simkarte Netz und Empfang haben, ist das Handy auf jeden Fall in Ordnung. Wenn auch eine weitere Simkarte kein Netz findet, liegt es unter Umständen wirklich am Handy bzw. Smartphone und daher sollte man in diesem Fall in einer Fachwerkstatt prüfen lassen, wo genau das Problem liegt oder ob sich eine Reparatur lohnt.

Aktuell zeigt sich auch immer wieder, dass es dabei nicht unbedingt nur um die Hardware geht. Es gab auch schon einige Firmware-Updates, bei denen Nutzer danach Probleme mit dem Netzempfang hatten. Bugs und Fehler können dafür sorgen, dass sich die Smartphones nicht mehr korrekt ins Handy-Netz einwählen, weil einfach die Software Probleme hat. In dem Fall sollte man prüfen, ob es eventuell bereits ein neueres Update gibt, dass diese Probleme wieder beheben oder es die Möglichkeit gibt, auf eine älteren Version downzugraden (Rollback). Generell kann es dazu auch helfen, die Netzwerkeinstellungen im Handy zurückzusetzen und den Cache des Gerätes zu leeren. Dann werden alle Einstellungen nochmal neu geladen und hoffentlich korrekt implementiert.

6. Was kann man noch tun, wenn es keinen Empfang

gibt?

Ist nur das mobile Internet das Problem, liegt es oft an fehlerhaften APN Einstellungen. Details dazu gibt es hier: APN Internet Einstellungen für Handy und Smartphones

Die APN Daten sind dabei nicht direkt für das Netz oder den EMpfang wichtig, regeln aber den Zugang zum mobilen Internet. Vodafone schreibt beispielsweise zu den Einstellungen:

Hast Du Dein Smartphone von Vodafone? Dann ist Dein Smartphone so voreingestellt, dass Du problemlos im Internet surfen kannst. Geht das nicht, nutz bitte unseren Handy-Konfigurator. Oder geh auf unsere Geräte-Anleitungen. Dort findest Du Anleitungen und Videos zu vielen Smartphones, Surfsticks & Tablets. Du kennst Dich mit Deinem Gerät aus? Dann kannst Du Deine Internet-Einstellungen auch manuell ändern. Wähl zunächst aus, wo Du Deine Einstellungen ändern möchtest. Benutzername und Passwort brauchst Du dafür nicht.

Sollte danach immer noch kein Netz vorhanden sein und kein Handyempfang bestehen, sollte man sich an den Support des eigenen Anbieters wenden und dort prüfen lassen, welche weiteren Probleme bestehen könnte. Beispielsweise wäre eine inaktive Simkarte ein Möglichkeit oder ein gekündigter Vertrag. Teilweise gibt es auch immer noch Probleme mit Simlock und Netlock Sperren und auch dies kann man über den Support prüfen lassen. Daher sollte man als letzten Schritt sich auf jeden Fall an den eigenen Anbieter wenden und dort alles prüfen lassen.

Welches Netz nutzt NORMA Connect und gibt es LTE und 5G?

Welches Netz nutzt NORMA Connect und gibt es LTE und 5G? – Der Lebensmitteldiscounter NORMA startet eine neue Prepaid-Marke auf dem deutschen Markt und bietet zukünftig Prepaid Tarife und Flatrates unter dem Namen Norma Connect an. Die bisherigen Tarife unter der Bezeichnung Norma Mobil werden dabei umbenannt und sind zukünftig unter Novamobil zu finden. Neben dem Namen ändert sich mit Norma Connet auch das Netz: die neuen Prepaid Angebote sind alle im Telekom Netz zu finden und damit wird es im Prepaid Bereich wieder etwas voller in diesem Netz. Congstar, EDEKA Smart und einige andere D1-Marken bekommen also Zuwachs.

Welches Netz nutzt Norma Connect?

Die Pressemeldung zum Neustart der neuen Marke kommt unter anderem direkt von der Telekom und daher ist klar, welcher Netzbetreiber hinter Norma Smart steckt: die Telekom. Das Unternehmen begleitet den Start von Norma mobil wie folgt:

Die NORMA-Kunden können sich ab heute in über 1.300 deutschen Filialen auf eine neue und attraktive Mobilfunk-Eigenmarke freuen: NORMA Connect bietet beste Qualität im Netz der Telekom. Sie wird ab heute als Prepaid-Eigenmarke in Zusammenarbeit mit der Telekom Deutschland Multibrand GmbH realisiert.

Auf der Webseite findet man allerdings (noch?) keinen konkreten Hinweis auf das gut ausgebaute Telekom Netz. Lediglich in den AGB ist von der Telekom als Vertragspartner die Rede. Daher scheint das Telekom Netz bei den Norma Prepaidkarten gesetzlich geregelt zu sein:

Wer ist Ihr Vertragspartner? Ihr Vertragspartner ist die Telekom Deutsch-land Multibrand GmbH(im Folgenden „TDM“ genannt), Landgrabenweg 151, 53227 Bonn(Amtsgericht Bonn, HRB 13258).

Wer wissen möchte, welche Netzqualität und welche Netzabdeckung bei Norma Connect zu erwarten ist, sollte daher den Netzausbau bei der Telekom abfragen. Bei den Test ist das Bild dazu eindeutig, die Telekom belegt in den Netztests in den letzten Jahren regelmäßig den ersten Platz vor Vodafone und O2. Davon profitiert man auch als Norma Connect Kunde.

Die Testergebnisse des Telekom Netz im Überblick

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
Stiftung Warentest 20221 (GUT, Note 1,6)GUT, Note 1,8SEHR GUT, Note 1,2
CHIP 20201Schulnote 1,21Schulnote 1,30
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schulnote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 – GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91
Die Ergebnisse der Netztest sind nicht unbedingt untereinander vergleichbar, da sowohl Bewertung als auch die Technik für die Messungen recht unterschiedlich sind. Die Entwicklung der Netztest des gleichen Magazins ist aber durchaus aussagekräftig.

Insgesamt bekommt man damit bei Norma Connect einen günstigen Einstieg ins gut ausgebaute Mobilfunk-Netz der Telekom.

VoLTE und WLAN Call bei Norma Connect

Neben LTE ist mittlerweile auch VoLTE wichtig geworden. Die gute Nachricht dabei: Norma Connect bietet die modernen Technik an und daher stehen für Kunden des Discounters sowohl VoLTE als auch WLAN Calling zur Verfügung. Man kann daher auch direkt im LTE Netz telefonieren ohne zu 2G zurück wechseln zu müssen und auch Gespräche im WLAN sind möglich, wenn kein Mobilfunk-Netz zur Verfügung steht. Nach der Abschaltung von 3G haben immer mehr Discounter auf diese Techniken aufgerüstet und Norma Connect gehört erfreulicherweise dazu. Zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht.

Gibt es LTE und 5G bei Norma Connect?

Beim Thema LTE sind die Anbieter im Telekom Netz derzeit zweigeteilt. Die Telekom selbst bietet im Prepaid Bereich natürlich LTE an und diese Simkarten schaffen dann auch hohe Geschwindigkeiten (bis zu 300MBit/s). Mit FCB mobil und EDEKA Smart profitieren teilweise auch Drittanbieter von diesen hohen Geschwindigkeiten.

Seit September 2019 hat NORMA in den Smart Tarifen LTE frei geschaltet und bietet damit 4G Speed bis zu einer Geschwindigkeit von 25MBit/s (LTE25). Das Unternehmen schreibt selbst zu dieser Neuerung:

Gute Nachrichten für NORMA CONNECT Kunden und alle, die es jetzt erst recht werden wollen: Alle Smart-Tarife beinhalten nun LTE, die Preise bleiben aber genauso günstig wie zuvor. Ab dem 2. September steht den Kunden schnelles Internet mit bis zu 25 Mbit pro Sekunde im Download zur Verfügung.

Damit haben die Norma Connect Sim Karte Zugang zum 4G/LTE Netz der Telekom, aber die wirklich schnellen Geschwindigkeiten und LTE max sind weiterhin keine Option. Das betrifft leider auch das 5G Netz. Norma bietet keine 5G Tarife und keinen Zugriff auf das 5G Mobilfunk-Netz der Telekom. Leider ist auch offen, wann sich das ändern könnte. Generell ist aber der LTE Ausbau mittlerweile so weit firtgeschritten, dass man damit an sich auch überall schnell surfen kann. Die Bundesnetzagentur schreibt zum aktuelle Stand des Ausbaus in Deutschland:

Nach den Daten der Bundesnetzagentur wird Ende Oktober 2021 bereits über 53 Prozent der Fläche von mindestens einem Anbieter mit dem neuesten Mobilfunkstandard 5G versorgt.

Die 2019 versteigerten und exklusiv für 5G genutzten Funkfrequenzen bei 3,6 GHz werden von allen Netzbetreibern zuerst in städtischen Gebieten eingesetzt. Besonders hohe Datenraten werden daher zunächst lediglich in Ballungszentren erreicht.

Um trotzdem eine hohe Flächenversorgung mit 5G zu erreichen, setzen vor allem die Netzbetreiber Telekom und Vodafone parallel das sogenannte Dynamic Spectrum Sharing – kurz DSS – ein. Dabei wird die bestehende 4G-Infrastruktur auch für 5G mitgenutzt und das Mobilfunkspektrum zwischen den beiden Technologien bedarfsorientiert aufgeteilt.

Mit dem aktuell dominierenden Mobilfunkstandard 4G (LTE) sind gegenwärtig ca. 96 Prozent der Fläche von mindestens einem Mobilfunknetzbetreiber versorgt.

Die Anfang des Jahres begonnene Abschaltung der 3G-Technologie ist fast abgeschlossen. Zum Erhebungsstand Ende Oktober 2021 sind noch ca. 13,3 Prozent der Fläche mit 3G versorgt. Telekom und Vodafone haben ihre 3G-Netze bereits im Sommer vollständig abgeschaltet. Telefónica wird diesen Schritt voraussichtlich Ende des Jahres vollzogen haben. Die dadurch freiwerdenden Frequenzen werden für die leistungsfähigeren 4G- und 5G-Netze eingesetzt.

Aktuell hat die Telekom in erster Linie die eigenen Tarife mit 5G freigeschaltet. Drittanbieter werden generell noch nicht versorgt. Kurzfristig sollte man daher nicht mit 5G bei den Prepaid Tarifen von Norma Connect rechnen.

Die APN Einstellungen von Norma Connect

Für Internet Verbindungen im Telekom Netz müssen im Handy die passende APN Zugangsdaten hinterlegt sein. Dies geschieht in der Regel automatisch. Sollte es Probleme mit den Datenverbindungen geben, kann es aber auf jeden Fall nicht schaden, selbst zu prüfen, ob die korrekten APN Einstellung für Norma Connect Prepaid Sim im Gerät hinterlegt sind. Im Zweifel kann man diese auch manuell korrigieren.Für LTE braucht man keine neuen Einstellungen, diese können sowohl für 4G als auch 3G identisch genutzt werden.

Norma Connect schreibt zum Thema APN:

Um im Internet surfen zu können, müssen Sie die mobilen Internet-Einstellungen von NORMA Connect konfigurieren. Diese Einstellungen werden bei der ersten Nutzung Ihrer NORMA Connect SIM-Karte automatisch an Ihr Mobilfunkgerät gesendet. Falls Sie diese nicht gespeichert und installiert haben, können Sie folgende Einstellungen über das entsprechende Menü Ihres Mobilfunkgeräts vornehmen.

APN: internet.access
Benutzername: «leer»
Passwort: «leer»

Wer manuell die Daten neu gesetzt hat, sollte danach auf jeden Fall das Handy neu starten, damit die APN Einstellungen auch wirklich komplett und korrekt geladen werden.