Welches Netz nutzt Penny mobil und wie ist die Netzqualität?

Welches Netz nutzt Penny mobil und wie ist die Netzqualität? – Penny ist ein Lebensmitteldiscounter, der zur REWE-Gruppe gehört. Mittlerweile hat Penny eine eigene Prepaidkarte unter dem Namen „Penny mobil„. Sie wird in Zusammenarbeit mit Congstar realisiert.Congstar bietet dabei vor allem die Technik im Hintergrund und die Plattform, über die alle Dienste der Penny mobil Simkarte realisiert werden. Penny selbst steuert in erster Linie die Marke hinzu und natürlich werden die Handykarten in den Penny Märkten vertrieben. Ein vergleichbares Modell findet man auch bei ja! mobil und den ja!mobil Prepaid Tarifen.

Die Simkarte von Penny Mobil bietet neben dem Grundtarif auch verschiedenen Flatrates an. Der Tarif selbst sieht wie folgt aus:

Penny Mobil Basic

  • 9 Cent pro Gesprächsminute in alle deutschen Netze
  • 9 Cent pro SMS
  • 24 Cent pro MB Datenvolumen

Smart Max

  • 7 GB Datenvolumen (statt 6 GB) im LTE-Netz (mit max. 25 Mbit/s)
  • Telefon- und SMS-Flat in alle deutsche Netze
  • Kosten: 19,99 Euro / 4 Wochen

Smart Plus

  • 5 GB Datenvolumen (statt 4 GB) im LTE-Netz (mit max. 25 Mbit/s)
  • Telefon- und SMS-Flat in alle deutsche Netze
  • Kosten: 12,99 Euro / 4 Wochen

Smart

  • 3 GB Datenvolumen (statt 2 GB) im LTE-Netz (mit max. 25 Mbit/s)
  • Telefon- und SMS-Flat in alle deutsche Netze
  • Kosten: 7,99 Euro / 4 Wochen

Mittlerweile scheint der Partner-Tarif aber nicht mehr vertrieben zu werden. Dabei nutzen beide Tarife das gleiche Netz. Es ist also nicht entscheidend, welchen Tarif man wählt.

Welche Netz nutzen die Simkarte von Penny Mobil?

In den FAQ von Penny mobil findet sich keine Information dazu, welches Netz die Prepaidkarte von Penny mobil nutzt, da das Angebot aber über Congstar abgewickelt wird, telefoniert man mit der Penny-Karte wie mit der von Congstar im Netz der Telekom (D1). Den deutlichsten Hinweis dazu findet man im Kleingedruckten in den AGB von Penny Mobil. Dort wird im Passus „Übertragungsgeschwindigkeit“ ganz klar das Telekom Netz erwähnt:

Die geschätzte maximale Übertragungsgeschwindigkeit im Download ist in der jeweiligen Preisliste bei dem mit dem Kunden vereinbarten Tarif oder der Zubuchoption angegeben. Das Mindestniveau der Dienstqualität bei der Daten- übertragung beträgt 14,4 kbit/s im Download. Im Durchschnitt werden im Mobilfunknetz der Telekom bei der Datennutzung höhere Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht. Hinweis: Nach unabhängigen Tests Dritter2 beträgt die mittlere Datenübertragungsrate im Download bei Nutzung eines Smartphones in der Stadt 1.729 kbit/s im Download und außerhalb von Städten (Transferrouten) 1.368 kbit/s im Download

Damit ist Penny Mobil ein D1-Discounter im Telekom Netz wie beispielsweise Sparhandy, Congstar oder auch einige Tarife von Klarmobil. Das ist auch nicht unbedingt verwunderlich, denn hinter Pennymobil steht (wie bereits angedeutet) Congstar und daher ist das Congstar Netz mit dem Mobilfunk-Netz von Penny identisch – in beiden Fällen das D1 Netz der Telekom. Man bekommt also die gute D1 Netz Qualität bei Penny Mobil – allerdings mit einigen Einschränkungen und natürlich mit Prepaid Abrechnung.

5G, 4G und LTE bei Penny Mobil

Leider gibt es damit aber auch die Nachteile, die andere D1 Discounter haben, bei Penny Mobil. So bietet die Telekom zwar aktuell mit das beste LTE Netz, das es in Deutschland gibt und die maximale Datentarifen für den Download liegen bei 300MBit/s, außer der Telekom selbst kann derzeit aber kein anderer Anbieter darauf zugreifen. Mittlerweile haben zwar auch andere Anbieter LTE bekommen, aber LTE max mit bis zu 300MBit/s gibt es weiterhin nur bei den originalen Tarifen der Telekom.

Mit den Penny Mobil Prepaid Sim surft man daher zwar mittlerweile auch im 4G/LTE Netz der Telekom, aber der maximale Speed liegt bei nur 25MBit/s. Auch gegen Aufpreis gibt es kein LTE max. Erfreulicherweise muss man aber LTE nicht noch extra dazu buchen (wie beispielsweise bei den Congstar Prepaid Tarifen), sondern man bekommt LTE25 standardmäßig mit zu den Tarifen dazu.

Der Zugang zu LTE bedeutet auch, dass man nun die volle Netzabdeckung und Netzqualität der Telekom mit bekommt. Das macht auch bei der Netzqualität einen Unterschied, denn LTE wurde in den letzten Jahren deutlich ausgebaut, 3G dagegen eher nicht. Das Telekom Netz schneidet in allen Netztest immer wieder als bestes Netz ab.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20201Schulnote 1,21Schulnote 1,30
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schulnote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 - GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91

Mittlerweile bietet die Telekom auch ein 5G Mobilfunk-Netz an. In einigen Städten ist dies bereits im Einsatz und daher kann man dort besonders schnell surfen. Leider hat die Telekom dieses neue Netz aber bisher nur für die eigenen MagentaMobil Flatrates frei gegeben. Diese können kostenlos auch das 5G Netz mit nutzen. Für die Prepaid Angebote von Penny Mobil steht 5G bisher nicht zur Verfügung und es ist auch nicht bekannt, ob und wann das Unternehmen für 5G frei geschaltet wird.

FAQ rund um das Penny Mobil Netz

Steht 5G bei Penny Mobil zur Verfügung?

Die Prepaid Sim von Penny Mobil haben bisher keinen Zugriff auf 5G und es ist auch nicht sicher, wann genau die Handykarten auf diesen Netz zugreifen können werden.

Kann man mit Penny Mobil das Handy-Netz wechseln?

Penny Mobil bietet für alle Handytarife nur ein Netz an. Wer also ein anderes Netz haben möchte, hat bei Penny selbst leider keine Möglichkeit dazu und müsste zu einem anderen Anbieter wechseln.

Wo kann man die Penny Mobil Netzabdeckung abfragen?

Die Penny Mobil Netzabdeckung ist identisch mit der von normalen Telekom Handytarifen (bis auf die 5G Anbindung) und daher kann man die Telekom Netzausbaukarte nutzen um den Status abzufragen.

Benötigt man für LT4/4G spezielle Zugangsdaten?

Die Penny Mobil APN Zugangsdaten für das mobile Internet gelten für alle Netzbereiche und damit auch für 4G. Man kann also mit den normalen Zgangsdaten auch mit LTE surfen.

0900 Nummer – Kosten, Rechtliches und alles was man wissen und beachten sollte

0900 Nummer – Kosten, Rechtliches und alles was man wissen und beachten sollte? – Nummern, die mit der Vorwahl 0900 beginnen, sie sind frei tarifierbar, das heißt, ihre Kosten unterscheiden sich, weil die Anbieter der Nummern den Verbindungspreis selbst festlegen. Wie viel man zahlt, wenn man eine 0900-Nummer anwählt, hängt also davon ab, was der Anbieter berechnet. Trotzdem gibt es Einschränkungen. Allgemein gilt dabei:

Die Vorwahl 0900 ist eine kostenpflichtige Servicenummer. Wie viel ein Anruf zu einer Nummer kostet, wird beim Wählen angesagt. So weiß man immer, wie viel man bezahlt. Den Preis legt der Anbieter selbst fest, das Gesetz gibt aber Maximalwerte vor: Ein Gespräch zu einer 0900-Nummer darf maximal 3 Euro pro Minute beziehungsweise 10 Euro pro Gespräch unabhängig von der Gesprächslänge kosten.

In Benutzung sind die Nummern 09001, 09003, 09005 und 09009. Bei 09001, 09003 und 09005 werden die Verbindungskosten angesagt, 09009 wird für Dialer verwendet. Die Kosten sind dann über die Dialerinformation abrufbar. Der Rufnummernkreis rund um die 0900 Nummern unterliegt auch einer recht strengen gesetzlichen Regulierung. In den letzten Jahren kamen immer wieder neuen, verbraucherfreundliche Vorgaben hinzu, die Endkunden vor den Kosten von 0900 Nummern schützen sollen.

HINWEIS: 0900 Rufnummern können nur angerufen werden. Wenn also eine 0900 Nummer im Display auftaucht und angeblich ein Anruf mit dieser Vorwahl kommt, weiß man sicher, dass die Nummer manipuliert wurde und es sich um Spam oder Ping Anrufe handelt.

Welche Kosten entstehen bei 0900 Nummern?

Die 0900 Kosten sind für den Anbieter relativ frei festlegbar. Es gibt also keine festen Kosten. Allerdings gibt es Höchstgrenzen und darüber hinaus muss ein Anrufer über die Kosten informiert werden. Im Überblick:

  1. die Kosten für Gespräche dürften maximale bei 3 Euro pro Minute liegen
  2. die Kosten für einen Anruf dürfen bei maximal 30 Euro liegen (auch wenn er länger dauert)
  3. Anrufer müssen am Anfang KOSTENFREI über die anfallenden Gebühren informiert werden

Auf diese Weise sollen Verbraucher bereits vor dem Gespräch über anfallende Kosten informiert und sie sollen dazu die Möglichkeit haben, die Gespräche auch wieder zu beenden, wenn die Kosten zu hoch ausfallen sollten. Daher ist auch die Kostenansage kostenlos – Gebühren fallen erst an, wenn man in den tatsächlichen Premiumteil der Rufnummer wechselt – also nach der Tarifansage weiter in der Leitung bleibt. Sollte ein Anbieter gegen diese Pflichten verstoßen, kann man beispielsweise bei der Bundesnetzagentur eine Beschwerde einreichen und diese Vorgehensweise beanstanden. Die Behörde hat dann eine ganze Reihe von Möglichkeiten, gegen ein solches Verhalten vorzugehen (und hat dies in der Vergangenheit auch bereits häufiger getan – bis hin zur Abschaltung von Rufnummern).

Die Kosten für 0900 Nummern im Detail

Die Kosten für den Anruf bei einer Rufnummer mit einer 0900 Vorwahl sind gestaffelt danach, welche Nummer an der 5. Stelle kommt. Diese Ziffer bestimmt den Dienst, der dahinter steht und auch die Kosten, die entstehen.

  • die Ziffer 1 steht dabei für Informationsdienste aller Art
  • die Ziffer 3 steht für Unterhaltungsdienste
  • die Ziffer 5 steht für Dienste für Erwachsene

Die Kosten, die für eine solche Rufnummer entstehen, müssen schriftlich bei entsprechenden (Werbe-)Angeboten mit hinterlegt sei. Ziel ist es dabei, dass sich der Kunde bereits vor einem Anruf über die maximalen Kosten informieren kann. Dazu muss vor dem Beginn des eigentliches Anrufes nochmal angesagt werden, welche Kosten für einen Anbieter entstehen. Diese Ansage ist dabei kostenfrei, es entstehen erst wirkliche Kosten, wenn man während der Ansage nicht auflegt. Im Gesetz ist dazu fest gehalten:

Für sprachgestützte Premium-Dienste und für sprachgestützte Betreiberauswahl hat derjenige, der den vom Endnutzer zu zahlenden Preis für die Inanspruchnahme dieses Dienstes festlegt, vor Beginn der Entgeltpflichtigkeit dem Endnutzer den für die Inanspruchnahme dieses Dienstes zu zahlenden Preis zeitabhängig je Minute oder zeitunabhängig je Datenvolumen oder sonstiger Inanspruchnahme einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile anzusagen. Die Preisansage ist spätestens drei Sekunden vor Beginn der Entgeltpflichtigkeit unter Hinweis auf den Zeitpunkt des Beginns derselben abzuschließen. Ändert sich dieser Preis während der Inanspruchnahme des Dienstes, so ist vor Beginn des neuen Tarifabschnitts der nach der Änderung zu zahlende Preis entsprechend der Sätze 1 und 2 anzusagen mit der Maßgabe, dass die Ansage auch während der Inanspruchnahme des Dienstes erfolgen kann.

Wichtig ist dabei, dass es keine Unterschied macht, von welchem Anbieter aus man anruft. Auch das Netz spielt keine Rolle. Es ist also egal, ob man einen Tarif der Telekom, Vodafone oder O2 hat oder einen Discounter wie 1&1 oder Congstar nutzt – die Kosten für die 0900er Nummer sind zentral durch den Betreiber der jeweiligen 0900 Rufnummer fest gelegt und damit immer gleich (hoch).

Das gleiche gilt auch für Warteschleifen, die eventuell vor den Anruf geschaltet sind. Wenn beispielsweise der Anruf nicht sofort entgegen genommen werden kann, werden die Kunden häufig in eine Warteschleife gelegt. Diese muss allerdings kostenfrei sein. Das entsprechende Gesetz wurde 2013 geändert und seit dem dürfen für eine Warteschleife keine Kosten mehr verlangt werden. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Am 1. Juni treten die endgültigen Regelungen zu kostenlosen Warteschleifen in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Warteschleifen bei Sonderrufnummern (z. B. 0180er und 0900er Rufnummern) nur noch genutzt werden, wenn für den Anruf ein Festpreis gilt oder die Warteschleifen für den Anrufer kostenfrei sind. Auch nachgelagerte Warteschleifen, also beispielsweise Wartezeiten während einer Weiterleitung nach begonnener Bearbeitung, müssen kostenfrei sein. Bei ortsgebundenen Rufnummern, Mobilfunkrufnummern und entgeltfreien Rufnummern ist der Einsatz von Warteschleifen weiterhin zulässig.

Insgesamt sind die Rufnummern-Bereiche um die 0900 mittlerweile damit ein streng regulierter Bereich und bieten viele verbraucherfreundliche Regelungen. Unabhängig davon ist der Ruf dieser Vorwahlen immer noch durch Sex- und Escort-Dienste dominiert und diese Nummer werden daher in der Regel von vielen Unternehmen eher gemieden.

Falls jemand von einer solchen Rufnummer angerufen wird: Die Bundesnetzagentur für ein großes und öffentliches Verzeichnis aller Nummern und Besitzer samt Anschrift. Dort kann man sehr einfach abfragen, von wem der Anruf kommt und ob sich eventuell ein Rückruf lohnt oder ob es sich vielleicht nur um Spam handelt. Das entsprechende Verzeichnis findet sich hier (unter dem Punkt Suche nach Rufnummer):

Dieses Verzeichnis und die Transparenz der Rufnummern ist auch gesetzlich so geregelt und die Anbieter sind verpflichtet, ihre Daten dort eintragen zu lassen. Es ist also anders als die normalen Telefonbücher kein freiwilliges Verzeichnis, sondern zum Schutz der Verbraucher ist der Eintrag verpflichtend.

Video: Abzocke mit der 0900 erklärt

Vodafone GigaGarantie – 90GB als Wiedergutmachung für schlechtes Netz

Vodafone Gigagarantie – 90GB als Wiedergutmachung für schlechtes Netz – Wer gerne etwas mehr Datenvolumen hätte (zumindest für kurze Zeit) kann dies bei Vodafone über die sogenannte GigaGarantie einmal im Monat bekommen. Dies ist also Entschädigung für Kunden gedacht, die mit dem Netz und der Netzqualität bei Vodafone nicht ganz so zufrieden sind. In diesem Fall können sie über die Gigagarantie einmal im Monat 90GB Datenvolumen extra bekommen.

Der aktuelle Ausbaustand und die Netzabdeckung bei Vodafone können direkt auf der Netzabausbaukarte eingesehen werden, die das Unternehmen anbietet. In der Praxis kann es allerdings durchaus Abweichungen geben, beispielsweise wenn zu viele Nutzer das Netz beanspruchen oder es technische Probleme gibt. Das kann da zu sehr langsamen Internet-Verbindungen führen bis hin zu einem kompletten Ausfall des Vodafone Netzes. In solchen Fällen greift die GigaGarantie von Vodafone: bei einer Kundenbeschwerden wegen schlechtem Netz gibt es eine Gutschrift von 90 Gigabyte Datenvolumen auf die jeweilige Simkarte.

Die GigaGarantie gilt allerdings nur für die originalen Vodafone Tarife und Flatrates:

Drittanbieter im Vodafone Netz (wie Bildmobil, Otelo oder 1&1) sind leider nicht in der GigaGarantie eingeschlossen. Auch die Prepaidkarten und Prepaid Tarife von Drittanbieter werden leider nicht mit erfasst.

Die GigaGarantie wurde bei Vodafone bereits 2016 eingeführt und ist bis heute nutzbar. Das Unternehmen hat am System dahinter nichts geändert (und auch nichts an den 90GB kostenlosem Datenvolumen). Mittlerweile gibt es aber auch andere Vodafone Sonderaktionen, bei denen man kostenlosen Volumen erhält – oft gibt es dieses Datenvolumen aber nur für Neukunden, während die GigaGarantie auch von Bestandskunden genutzt werden kann.

Mittlerweile bietet Vodafone auch erste 5G Netze an und die Tarife erlauben auch, 5G kostenfrei mit zu nutzen. Die GigaGarantie greift auch bei 5G – wer damit unzufrieden ist, kann dies auch über die App melden und bekommt den Bonus (nach den gleichen Regeln).

Wie bekommt man die GigaGarantie von Vodafone?

Die GigaGaratnei bei Vodafor lässt sich recht einfach über die App buchen und man muss nicht direkt ein Funkloch oder schlechten Empfang nachweisen. Es reicht, als Feedback zu geben, dass man nur langsames Internet hatte und man bekommt das zusätzliche Datenvolumen von 90GB für 24 Stunden.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Dann sag uns bitte, womit Du nicht zufrieden bist. Dadurch können wir jeden Tag ein bisschen besser werden. Für Dein Feedback schenken wir Dir einen Tag lang zusätzliches Datenvolumen.
Und so geht’s:

  1. Öffne die MeinVodafone-App auf Deinem Smartphone oder Tablet.
  2. Geh im Menü auf GigaGarantie.
  3. Schick uns Dein Feedback.
  4. Und in kürzester Zeit bekommst Du Dein zusätzliches Datenvolumen.

Bevor man aber schlechtes Netz meldet, sollte man auf jeden Fall sicher stellen, dass es auch wirklich am Netz liegt und alle Einstellungen am Smartphone korrekt sind. Im Wikoblog sind 4 Punkte aufgeführt, die man auf jeden Fall vorher checken sollte:

  1. Eventuell ist der Flugmodus aktiviert
  2. ein falscher Netzbetreiber/ Netz ist ausgewählt
  3. möglicherweise sind die mobilen Daten deaktiviert
  4. eventuell ist der Energiesparmodus aktiv und damit sind keine Datenverbindungen möglich

Erst danach lohnt es sich, eine entsprechende Meldung an Vodafone zu machen.

Vodafone Netztest – die Ergebnisse

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP Netztest 20202Note 1,25Note 1,39
CHIP Netztest 20192Note 1,35Note 1,55
Connect Netztest 20192304/340 Punkten408/510 Punkten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

Vodafone Netz-Abdeckung

Vodafone bietet für die Abfrage der Netzabdeckung im D2-Netz einen eigenen Service an, der hier kostenfrei genutzt werden kann. Es reicht die eigene Adresse einzugeben um zu ermitteln, welche Netze und welche Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen. Im Mobilfunk Bereich hat das Unternehmen dabei mit der Telekom fast gleichgezogen – in zukünftigen Netztests wird es also spannend werden, welcher Betreiber das beste Handy-Netz bieten wird (vor allem im 5G Bereich).

Die Abfrage erfolgt dabei aber nur anhand des Ausbaustandes. Gerade spezielle Situationen wie Indoor-Empfang oder Empfang an bestimmten Standorten werden dabei nicht berücksichtigt. Wer sich unsicher ist sollte in jedem Fall bei Freunden und Bekannten Erfahrungen mit Vodafone und dem D2-Netz erfragen. Man kann auch selber mit einer kostenlosen Sim Karte testen. Callya bietet mit der Callya Freikarte solche gratis Simkarten an. Diese erreichen die gleichen Geschwindigkeiten wie die normalen Vodafone Tarife und Verträge.

Die GigaGarantie gilt allerdings nur für die originalen Vodafone Tarife und Flatrates:

Vodafone Netz-Qualität

Im Datenbereich bietet Vodafone fast flächendeckenden Ausbau mit LTE . Damit ist mobiles Surfen möglich, bei den kleineren Discountern gibt es bis zu 21,6MBit/s. Schneller Verbindungen gibt es in Ballungszentren, beispielsweise bekommt man in vielen Großstädten bereits LTE und 5G mit bis zu 500Mbit/s. Im Vergleich mit der Telekom liegt das Vodafone Netz immer noch etwas hinter dem D1-Netz, aber in der Praxis sind die Unterschiede eher gering. Lediglich im 5G Bereich ist die Telekom mit dem Netzausbau deutlich weiter. Wer also 5G Technik nutzen will, findet bei Vodafone etwas weniger Ausbau, aber auch hier geht der Netzaufbau immer weiter.

Da es aktuell große Diskussionen um die Netzneutralität und die Drosselung bei der Telekom gibt: Die mobilen Flatrates sind bei Vodafone alle gedrosselt (lediglich das neue RED XL Angebot hat keine Drosselung), im DSL-Bereich gibt es dagegen keine Pläne für eine Drosselung.

Callya Freikarte, Callya Digital und Callya Flex – Netz, Netzqualität und die Netzabdeckung

 

Callya Freikarte, Callya Digital und Callya Flex – Netz, Netzqualität und die Netzabdeckung – Die Callya Prepaidkarte ist die originale Prepaidkarte von Vodafone und damit ist relativ klar, welches Netz die Simkarte nutzt: natürlich das D2-Netz von Vodafone. Dies gilt auch für die neueren Tarife des Unternehmen: Callya Flex und Callya Digital sind ebenfalls in diesem Mobilfunk-Netz angesiedelt. Allerdings haben viele Kunden Bedenken hinsichtlich der Netzqualität und der Netzabdeckung. Kann eine günstige Prepaidkarte wirklich die gleiche Netzqualität bieten wie die originalen Vodafone RED Handytarife, die teilweise erheblich teurer sind?

Tatsächlich muss man bei der Nutzung der Simkarte unterscheiden: nutze man die Callya Karte im Talk&SMS Tarif, der ohne monatliche Grundgebühr auskommt oder hat man dazu eine Flatrate gebucht, beispielsweise den Callya Smartphone Special Tarif. Die Unterschiede beim Netz sind deutlich, denn es nutzen zwar beide Tarife das Vodafone Netz, im Talk&SMS Tarif sind aber bestimmte Netzbereiche nicht nutzbar. Das ist aber an sich auch kein Problem, denn der Internet-Zugang ist mit der Talk&SMS Karte ohnehin nur möglich, wenn man eine entsprechende Tarifoption dazu bucht. Dann steht auch (genau so wie im Callya Special Tarif) LTE zur Verfügung.

Mittlerweile bietet das Unternehmen auch die Allnet Flat unter dem Namen Callya Digital an. Der Name ist hier Programm, denn dieser Tarif wird digital verwaltet und auch der Support erfolgt nur über SMS oder WhatsApp. Dafür bekommt man aber auch eine komplette Allnet Flat und 10 Gigabyte monatlichen Datenvolumen für nur 20 Euro monatlich. Das können selbst Postpaid Tarife auf Rechnung mit 10GB Datenvolumen kaum mithalten. Keine Änderung gibt es dagegen bei Netz: auch die Callya Digital Flatrate nutzt das Vodafone Mobilfunk-Netz und unterstützt LTE.

LTE mit extrem hohen Geschwindigkeiten bei der Callya Prepaidkarte

Durch die Tarifoptionen und Smartphone Tarife ist die Callya Handykarte derzeit eine der schnellsten Prepaidkarte auf dem deutschen Markt. Das betrifft nicht nur die Konkurrenz im Vodafone Netz sondern auch die Prepaidkarten in allen anderen Netz. Mit der Callya Karte surft man derzeit mit Geschwindigkeiten von bis zu 500Mbit/s und kann auch das LTE Netz von Vodafone mit nutzen. Zum Vergleich: viele andere Prepaidkarten bieten gar kein LTE an und auch im Vodafone Netz bieten Discounter wie BILDmobil oder Otelo maximale Geschwindigkeiten von 21,6Mbit/s. Die Callya Karte ist damit mehr als 10 Mal so schnell wie vergleichbare Angebote im gleichen Netz. Auch die originalen anderer Netzbetreiber kommen da nicht mit. So bietet die Telekom beispielsweise bei der MagentaMobil Prepaid Karte maximal 300Mbit/s und auch im O2 Netz sind die Geschwindigkeiten der originalen O2 Prepaid Freikarte niedriger.

Die Freigabe der LTE Geschwindigkeiten ist allerdings noch nicht so lange online. Vodafone schrieb erst Anfang 2017 zu dieser Freigabe:

Maximale LTE-Geschwindigkeit: Nun auch bei CallYa 4G|LTE Max mit 500 Mbit/s … Zusätzlich profitieren alle Bestands- und Neukunden der CallYa Smartphone-Tarife von der maximal verfügbaren LTE-Geschwindigkeit und surfen nun auf rund 85 Prozent der Fläche Deutschlands mit 4G|LTE Max.

Etwas problematisch ist, dass Vodafone auf der einen Seiten von LTE Max schreibt, also suggeriert, dass die Karten immer so schnell surfen, wie es das D2-Netz vor Ort her gibt, auf der anderen Seiten aber mit den 500Mbit/s als maximale Geschwindigkeit arbeitet. Bisher war das kein größeres Thema, da 500Mbit/s ohnehin der maximale Speed im Vodafone Netz war. Das hat sich allerdings geändert und Vodafone hat bereits Basistationen, die deutlich schneller surfen können. In einer Mitteilung schreibt dazu Unternehmen sogar von 1000Mbit/s, also nochmal 500Mbit/s mehr als das aktuelle Maximum:

In Langenhagen bei Hannover funkt ab sofort Deutschlands schnellste Mobilfunk-Basisstation mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde. Alle Vodafone-Kunden mit Red-Tarif und geeignetem Smartphone können die neue Höchstgeschwindigkeit erleben. … Noch in diesem Jahr geht es rasant weiter: Vodafone macht 2016 zum Gigabit-Jahr. Im Mobilfunk folgen voraussichtlich schon im Herbst 525 Mbit/s und zur Weihnachtszeit soll dann die Schallmauer von einem Gigabit pro Sekunde durchbrochen werden.

In der Mitteilung ist leider auch sehr deutlich die Rede davon, dass die neuen hohen Geschwindigkeiten nur den „Vodafone-Kunden mit Red-Tarif“ zur Verfügung stehen. Die Prepaidkarten scheinen davon leider ausgenommen zu sein. LTE max heißt daher im Prepaid Bereich bei den Callya Tarifen wohl maximal 500Mbit/s – zumindest derzeit. Da sist aber sowohl im Prepaid Bereich als auch bei den kostenlosen Simkarten dennoch der beste Wert, den man derzeit in Deutschland bekommen kann. Wer wissen will, wie schnell er wirklich surft, kann dazu das kostenlose Tool der Bundesnetzagentur nutzen.

Trotz der Unterstützung von LTE gibt es eine Einschränkung: Gespräche können bei den Callya Tarifen nicht über LTE geführt werden, VoLTE wird also nicht unterstützt. Selbst bei der neuen Callya Digital Allnetflat muss für Anrufe (egal ob eingehend oder ausgehend) immer ins 3G oder 2G Netz zurück geschaltet werden. –

5G Netz bei den Callya Freikarten

Vodafone hat für die eigenen Vodafone RED Angebote auf Rechnung bereits 5G frei geschaltet. Man kann daher dort den 4G/LTE Nachfolger bereits kostenfrei nutzen, sofern es dieses Netz vor Ort bereits gibt.

Im Prepaid Bereich sieht es dagegen noch schlecht aus. Die Callya Prepaid Sim unterstützen kein 5G und es ist bisher auch offen, ob und wann Vodafone diesen neuen Standard für die Prepaid Angebote frei schalten wird. Die D-Netz Anbieter haben bei LTE lange gebraucht, bis dieser Datenstandard auch im Prepaid Bereich genutzt werden kann, möglicherweise wird es bei 5G auch wieder so lange dauern.

Die Netzqualität bei Vodafone

Das Surfen mit solchen hohen Geschwindigkeiten ist natürlich nur dann möglich, wenn das Mobilfunk-Netz vor Ort auch entsprechend ausgebaut ist. Den aktuellen Ausbaustand kann man sich auf der Netzkarte von Vodafone anschauen, wobei dort natürlich nur der theoretische Ausbaustand angezeigt wird und nicht, wie gut oder schlecht der Empfang in der Praxis ist. Das hängt von vielen weiteren Faktoren wie Auslastung, Funkschatten und Indoor/Outdoor-Aufenthalt ab. Die Karte bietet aber in jedem Fall eine gute Orientierung, in welchen Bereichen sich die maximalen Geschwindigkeiten bewegen.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP Netztest 20202Note 1,25Note 1,39
CHIP Netztest 20192Note 1,35Note 1,55
Connect Netztest 20192304/340 Punkten408/510 Punkten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

In den Tests der verschiedenen Fachzeitschriften kann das D2-Netz von Vodafone vor allem im LTE Bereich punkten. Das kommt auch den Callya Kundne zu Gute, da auch die Callya Prepaidkarten auf das Vodafone LTE Netz zurück greifen können. So schreibt das Magazin CHIP im Netztest 2015:

Vodafone bleibt auch in diesem Jahr hinter der Telekom, kann sich aber etwas von den beiden Telefonica-Töchtern absetzen. Insgesamt führt der Provider noch bei der LTE-Abdeckung, aber die Telekom rückt immer näher.

Auch in 2016 hat Vodafone wieder sehr viel Geld investiert, um das LTE Netz auszubauen und daher ist zu erwarten, das auch in 2016 beim nächsten Netztest das Ergebnis sehr gut ausfallen wird. Problematisch ist die Situation dagegen ohne LTE, beispielsweise weil das Handy noch kein LTE unterstützt. Dann hat man bei Vodafone oft nur 2G Netzqualität und surft damit extrem langsam. Das liegt daran, dass Vodafone das eigenen 3G Netz (also UMTS und HSDPA) im Vergleich mit LTE deutlich weniger ausgebaut hat. Wer LTE nutzen kann hat also mit der Callya Prepaidkarte dank des guten Netzausbaus von Vodafone wirkliche Vorteile – ohne LTE sieht es dagegen nicht ganz so gut aus.

Die Vodafone APN Zugangsdaten für das mobile Internet

Für den mobilen Internet-Zugang mit der Callya Prepaidkarte gelten die gleichen APN Zugangsdaten wie bei den normalen Handykarten und Allnet Flatrates von Vodafone. In der Regel werden diese Zugangsdaten dabei automatisch über eine sogenannte Konfigurations-SMS zugeschickt. Als Kunden muss man diese SMS dann nur noch bestätigen und die korrekten APN Daten sind im Gerät hinterlegt.

Falls die SMS nicht angekommen sein sollte, kann man diese auch nachträglich noch einmal anfordern. Vodafone bietet dazu eine spezielle Webseite an, mit der man je nach Gerät die Daten nochmal zugeschickt bekommen. Diese Webseite ist hier zu finden: https://www.vodafone.de/privat/hilfe-support/handykonfigurator.html

Man kann die Daten auch manuell ändern oder neu eingeben, das sollte man aber nur machen, wenn die automatische Einrichtung gar nicht mehr funktioniert. Die APN Daten für das Vodafone Netz lauten dabei:

Mobiler Internet-Zugang mit Ihrem Smartphone

APN: web.vodafone.de

Mobiler Internet-Zugang über Vodafone WebSessions mit Ihrem Surfstick

APN: event.vodafone.de

Nach der Eingaben der Daten (und dem Speichern) sollte man auf jeden Fall das Gerät neu starten, nur dann werden die Daten korrekt übernommen.

Video: Vodafone Callya APN verändern

Diese Apps helfen: Welche Nummer gehört zu welchem Netz?

Diese Apps helfen: Welche Nummer gehört zu welchem Netz? – Wer nicht sicher ist, welches Netz die eigene Rufnummer oder die eines Freundes benutzt, der kann das per Netzabfrage herausbekommen. Als Fachbegriff wird hierfür gerne „Zielnetz-Abfrage“ genutzt. Neben Servicenummern der vier großen Netzbetreiber geht das auch mit Apps. Teilweise werden auch direkt die einzelnen Anbieter mit genannt, das ist aber weniger zuverlässig als die Netzansage. Daher sollte man sich zumindest auf die Anbieterdaten nicht direkt verlassen. Wir haben einige Apps beispielhaft vorgestellt.

Man kann damit sehr einfach herausfinden, in welchem Netz eine Rufnummer angesiedelt ist und natürlich kann man damit auch die eigene Rufnummer schnell testen, falls man sich nicht sicher ist, in welchem Mobilfunk-Netz man selbst telefoniert.

HINWEIS: Bei Spam oder Ping Anrufen helfen die Apps nur bedingt weiter. Wenn solche Probleme auftauchen sollte man besser auf richtige Anti-Spam Apps setzen

Schnell und einfach: Netzabfrage-Rufnummern

Wer schnell und gratis herausfinden will, welches Netz eine Handynummer nutzt, sollte nicht direkt auf Apps zurückgreifen, da man diese erst installieren muss. Schneller geht die Abfrage mit folgenden Nummern:

  • Telekom: Nummer 4387 + Eingabe der gesuchten Handynummer (für Suchen aus dem Telekom Netz)
  • Vodafone: Nummer 12313 + Eingabe der gesuchten Handynummer (für Suchen aus dem Vodafone Netz)
  • O2: SMS mit Inhalt NETZ + gesuchte Handynummer an 4636 (für Suchen aus dem O2 Netz)
  • Festnetz: Nummer 0800 5052090 + gesuchten Handynummer wählen (netzunabhängig)

Diese Rufnummern sind kostenlos, haben aber einen Nachteil: Die Nutzung ist umständlich, da man erst die jeweilige Kurzwahl und dann noch die gesuchte Rufnummer eintippen muss. Das dauert lange und wird sehr mühselig, wenn man mehrere Nummern auf das jeweilige Netz testen will.

Bei Anbietern mit mehreren Netzen (beispielsweise beim Klarmobil Netz oder beim Mobilcom-Debitel Netz) wird immer das Netz der jeweiligen Rufnummer übergeben. Die Abfrage erfolgt also immer für die jewielige Rufnummer und nicht für den Anbieter, der dahinter steht.

Diese Apps helfen: Welche Nummer gehört zu welchem Netz?

Apps zur Netzabfrage und zur Ermittlung des Zielnetzes sind vor allem dann sinnvoll, wenn man mehrere Rufnummern abfragen will oder immer mal wieder die Netze prüft. Mittlerweile gibt es kostenlose und kostenpflichtige Versionen und vor allem bei den kostenpflichtigen Varianten gibt es eine interessante Funktion: man kann für das gesamte Telefonbuch bzw. die Kontakt anzeigen lassen, welches Netz hinter eine Nummer steckt. Das ist vor allem wichtig, weil die Kontakte ihre Nummern natürlich auch in anderen Netze mitnehmen können.

  • Die App „Welches Netz?“ gibt es kostenlos im Google Playstore für Androidhandys. Mit ihr kann man ganz unkompliziert feststellen, welches Netz eine Rufnummer nutzt. Das abgefragte Netz wird im Telefonbuch dargestellt, unbegrenzt viele Abfragen stehen kostenfrei zur Verfügung. Wer noch mehr Funktionen braucht, kann auch zur kostenpflichtigen PRO-Version greifen.
  • Die App „Netzfinder“ gibt es sowohl im Google Playstore (kostenlos) als auch im Applestore (aktuell 89 Cent pro Monat oder 2,69 Euro für sechs Monate). Für die Abfrage selbst entstehen in beiden Stores allerdings keine Kosten. Auf Wunsch kann man eine Nummer entweder von Hand eingeben oder gleich das ganze Telefonbuch überprüfen lassen.
  • Auch die App „PIMP – People in my Pocket“ im Applestore hilft dabei, festzustellen, welches Netz eine Rufnummer nutzt. Sie kostet einmalig 89 Cent. Zusätzlich zum Netz erkennt diese App auch sehr viele Discountanbieter. Die Verteilung der Netze auf die Nummern in Telefonbuch kann man sich in übersichtlichen Statistiken anzeigen lassen.

Video: Rufnummer (Zielnetz) Abfrage mit der Zielnetz App

0088 – was steckt hinter dieser Vorwahl und was sollte man beachten?

0088 – was steckt hinter dieser Vorwahl und was sollte man beachten? – Nutzer berichten ab und an von Anrufen, die mit der Vorwahl 0088 (oder auch +88) ankommen und die sich nicht so richtig zuordnen lassen. Klar scheint, dass es sich um keine deutsche Ortsvorwahl handelt und auch um keine Handyrufnummer, aber viele Verbraucher sind unsicher, wer dort angerufen hat und was dahinter steckt. Teilweise wird dabei dann auch die 00882 oder die 00883 genutzt, das sind aber auch alles Rufnummern aus dem Vorwahlkreis 0088.

Die 0088 ist dabei keine Auslandvorwahl, sondern steht für Rufnummern im internationalen Netz der Satelliten-Telefone. Diese bauen die Verbindung über einen Satelliten auf und sind damit unabhängig von Netzen vor Ort. Theoretisch könnte daher ein Anruf mit der Vorwahl 0088 von überall kommen – es könnte der Nachbar im nächsten Haus sein oder ein Telefon auf einem anderen Kontinent.

Generell gilt:

  • die Vorwahl 0088 ist die reguläre Vorwahl für Satelliten-Telefone
  • es gibt bei der 0088 keine regionale Zuordnung

Unser Tipp: Wer nicht genau weiß, dass er von einem Satelliten-Telefon angerufen wird, sollte bei Anrufen mit der 0088 nicht reagieren. Den Anruf am besten löschen oder sogar eine Beschwerde bei der Bundensetzagentur wegen Rufnummern-Missbrauch und Ping Anrufen einreichen.

Die Kosten der 0088

Verbindungen zu +88 Rufnummern gelten als Sonderverbindungen und werden daher weder von gebuchten Flatrates noch von Freiminuten erfasst. Man zahlt diese Verbindungen auf jeden Fall extra und die Abrechnung erfolgt dabei nach Minuten. Oft kommt zum Grundpreis des eigenen Anbieters noch ein Aufschlag des Satelliten-Telefon Betreibers dazu. Die Kosten sind daher DRASTISCH höher als bei normalen Gesprächen und liegen meistens im Bereich von mehrere Euro pro Minuten.

Eine 0088 Rufnummern sollte man daher wirklich nur anrufen, wenn es nicht anders geht und es kann helfen, beim Anbieter die Gebühren dazu zu erfragen. Auf jeden Fall ist ein Anruf auf die +88 teuer.

Generell sind 0088 Rufnummern aber aus allen deutschen Netzen erreichbar. Das gilt sowohl für das deutsche Festnetz als auch für das D1 Netz der Telekom, für das Vodafone Netz und auch für das O2 Netz. Die Kosten sind aber sehr unterschiedlich je nach Anbieter.

Vodafone Preisliste – bis zu 6,55 Euro + Grundpreis für Gespräch zu 0088 Nummern

Sollte man bereits zurückgerufen haben, dürften auf der nächsten Rechnung recht hohe Kosten auftauchen. Ab und an verhängt die Bundesnetzagentur aber Inkassierungsverbote für Rufnummern, die für Spam genutzt wurden, dann hat man Glück und muss eventuell nichts zahlen.

Spam mit der 0088

Die 0088 Vorwahlen sind in erster Linie durch sogenannte Ping Anrufe bekannt geworden. Ping Calls (teilweise auch Lockanrufe oder einfach Ping-Anrufe genannt) sind dabei sehr kurze Anrufe, bei denen der Nutzer gar keine Chance hat, sie anzunehmen. Teilweise wird dabei ein Anruf sofort beendet, in anderen Fällen kommen solche Anrufe zu Zeiten, in denen die Verbraucher schlafen und sie daher gar nicht annehmen können. Der Handy-Besitzer sieht dann nur die Handynummer auf dem Gerät und dass ein Anruf eingegangen ist. Das passiert leider häufiger als man denkt.

In der Presse findet man beispielsweise Warnungen vor den Rufnummern +883-100-100-105 und +883-100-100-106. Generell betrifft das Problem aber auch andere Rufnummern mit dieser Vorwahl.

Homespot – welches Netz für die mobilen WLAN Router wählen?

Homespot – welches Netz für die mobilen WLAN Router wählen? – Mobile WLAN Router samt Tarif – sogenannte Homespot – sind derzeit eine sehr beliebte Alternative wenn es um schnelles Internet für Unterwegs oder auch zu Hause geht.

Im Gegensatz zu Festnetz-Anschlüssen benötigen die Homespot dabei kein Kabel, sondern stellen die Internet-Verbindung über das Mobilfunk-Netz her. Das macht diese Technik sehr flexibel, da Homespot auch da eingesetzt werden können, wo es kein Telefon-Kabel gibt und wohl auch so schnell keines gelegt werden wird. Auf der anderen Seite sind die Homespot damit auf eine sehr gute Netzqualität angewiesen, denn nur wo es schnelles Internet mit LTE und/oder 5G gibt, sind die Geräte damit auch eine gute Alternative zu den Kabel-Internet-Anschlüssen der großen Anbieter.

Insgesamt sind die Mobilfunk-Netze mittlerweile eine verlässliche Alternative für mobiles Internet und das soll sich zukünftig noch weiter verbessern. Die EU plant den Breitbandausbau bis 2030 und will in diesem Zeitraum ganz Europa flächendeckend mit 5G versorgt haben. Das würde dann auch den Homespot zu Gute kommen – zumindest wenn man einen 5G Homespot nutzt. Deutschland will dieses Ziel schneller erreichen, bleibt abzuwarten, wie sich die Versorgung konkret entwickeln wird. Vorerst muss man auch jeden Fall noch prüfen, wie gut die Netzqualität ist, um einen Homespot sinnvoll nutzen zu können.

Netzausbau prüfen (kostenlos):

In diesem Artikel haben wir die aktuelle Netzabdeckung und die Netzqualität der Homespot auf dem deutschen Markt verglichen und wollen zeigen, wann sich welches Cube lohnt.

HINWEIS: Die Homespot bieten in der Regel kein Roaming und können daher wirklich nur in deutschen Mobilfunk-Netzen genutzt werden. Die Netzqualität im Ausland ist daher eher nebensächlich.

Homespot im D1 Telekom Netz

Die Telekom bietet in Deutschland in fast allen Tests immer das beste Netz und daher ist es durchaus sinnvoll, bei Homespot auch auf das D1 Netz der Telekom zu setzen. Man findet in diesem Mobilfunk-Netz derzeit zwei Angebote von Homespot (teilweise auch bei Dritttanbieter zu finden):

  • den Congstar Homespot
  • den Telekom Homespot (unter dem Namen Telekom Speedbox)

Beide Angebote nutzen das D1 Mobilfunk-Netz der Telekom, aber Congstar ist wesentlich günstiger. Dafür gibt es beim Congstar Homespot kein schnelles LTE und auch keine 5G Anbindungen. Man bekommt zwar die gute D1 Netzabdeckung, aber nicht die hohen Geschwindigkeiten im Telekom Netz. Dazu muss man den Congstar Homespot auf einen Standort anmelden – die mobile Nutzung ist also nicht direkt möglich.

Die Telekom Speedbox kann vor allem dann punkten, wenn man die 5G Variante nimmt. Diese ist leider etwas teurer, bietet aber deutlich mehr Speed und das 5G Netz der Telekom ist derzeit schon sehr weit ausgebaut – man hat also in vielen Bereichen 5G Speed (und falls nicht wird LTE als Reserve genutzt). Wer gute Netzqualität und viel 5G will, sollte also zu den Telekom Angeboten greifen. Dafür sind die Preise beim Homespot der Telekom aber auch etwas höher.

Homespot mit Vodafone Netzabdeckung

Im Mobilfunk-Netz von Vodafone gibt es aktuell nur einen Homespot Anbieter: Vodafone selbst. Das Unternehmen bietet den Homespot unter dem Namen Vodafone GigaCube an und es gibt den WLAN Router als LTE- oder 5G-Variante. Die 5G Nutzung ist aber etwas teurer.

Der Vodafone GigaCube punkte vor allem mit dem höchsten Speed im LTE Netz. Man kann mit bis zu 500MBit/s surfen, so viel Speed bietet kein anderer 4G Cube. Im 5G Netz bietet Vodafone ebenfalls hohe Geschwindigkeiten, allerdings ist die 5G Netzabdeckung bisher deutlich geringer als bei der Telekom. Man sollte also vorher unbedingt prüfen, ob an den Einsatzorten 5G vorhanden ist. Falls nicht nutzt man ohnehin nur das LTE Netz von Vodafone und kann sich daher den Aufpreis für die 5G Nutuzng auch sparen.

TIPP: Vodafone bietet auch einen flexiblen Homespot unter dem Namen GigaCube Flex an. Dieses gibt es nur im 4G Netz und er bietet auch nur 50 Gigabyte Datevolumen im Monat, aber dafür wird der Cube nur abgerechnet, wenn man ihn auch nutzt. Fällt kein Datenverbrauch im Monat an, gibt es auch keine Rechnung.

Homespot mit O2 Netzqualität

Im O2 Netz gibt es gleich mehrere Anbieter mit einem Homespot. Dahinter stecken aber in der Regel immer O2 Tarife, die man nur über andere Anbieter bucht. Dabei gibt es auch bereits Homespot ohne Datenlimit und das zu einem recht interessanten Preis. Die O2 Netzqualität ist zwar eventuell nicht ganz so gut, dafür zahlt man aber auch weniger. Zur Auswahl stehen:

  • der originalen O2 Homespot
  • der Mobilcom-Debitel Homespot (mit O2 Free unlimited Tarif)

Das O2 Netz schneidet in den Netztests in der Regel auf dem letzten Platz ab und daher hat das Unternehmen bei den eigenen Homespot einen relativ strengen Verfügbarkeitscheck integriert. Nur an Standorten mit gutem Indoor LTE lässt sich der O2 Homespot überhaupt buchen. Wie bei Congstar ist man dann auch an diesen Standort gebunden, mobiler Einsatz ist damit nicht möglich.

Mobilcom-Debitel ist da nicht ganz so streng und erlaubt auch den mobilen Einsatz. Das Unternehmen setzt auf eine Kombination von Fritzbox und O2 Free unlimited Flat. Man bekommt faktisch eine O2 Allnet Flat als Datentarif zum Homespot dazu. Damit ist der Tarif ohne Standortbegrenzung nutzbar und hat dennoch unbegrenztes Datenvolumen zu einen vergleichsweise geringen Preis. Aktuell ist damit der MD Homespot der bessere O2 Homespot und hat nicht die vielen Nachteile, die der O2 Homespot selbst hat.

Vor allem außerhalb von Ballungsgebieten sollten man aber bei beiden Angeboten dennoch das Netz prüfen und schauen, wie gut der Ausbau ist. O2 hat vor allem im LTE Bereich deutlich zugelegt, es gibt aber immer noch Schwächen beim Netzausbau.

Welches Netz ist für Homespot das beste?

Generell kann man sich bei den Homespot an den Netztests orientieren, denn diese messen mittlerweile die Datenübertragung sehr gut. Daher gilt auch bei den Homespots, dass die Telekom derzeit das beste Handy-Netz anbieten kann, dich gefolgt von Vodafone und dann mit Abstand kommt das O2 Netz. Vor allem im O2 Netz bekommt man aber oft unlimitertes Datenvolumen zu einem günstigen Preis – wer darauf Wert legt sollte eventuell über geringere Geschwindigkeiten hinweg sehen. Wer dagegen auf beste Netzqualität Wert legt, ist bei der Telekom am besten aufgehoben – zahlt aber eben auch recht viel.

115 – Die Kurzwahl für Behörden (aber leider nicht für alle)

115 – Die Kurzwahl für Behörden (aber leider nicht für alle) – In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von zentralen Rufnummern, die sehr bekannt sind. Unter der 110 erreicht man beispielsweise die Polizei, die 112 steht für die Feuerwehr.

Die Idee hinter der Rufnummern 115 war, dass man auch die Behörden in Deutschland unter eine zentralen Rufnummer erreichen kann. Man wählt die 155, trägt dort sein Anliegen vor und wird zu der richtigen Behörde weiter verbunden (mit entsprechenden Hinweise wie benötigte Unterlagen). Die 115 ist dabei erst 2009 als Pilotprojekt gestartet und umfasst mittlerweile mehrere hundert Behörden, die man über diese Rufnummer erreichen kann. Allerdings sind nach wie vor nicht alle Behörden dabei enthalten, je nach Bundesland und Stadt kann es sein, dass man die 115 nicht nutzen kann. Dann gibt es aber einen entsprechenden Hinweis beim Anruf. Zuständig ist das Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Dort schreibt man zu den Hintergründen der 115:

Die Behördennummer 115 bietet Ihnen das, was Sie von einer modernen Verwaltung erwarten: einen erreichbaren, zentralen Ansprechpartner, der Ihnen örtliche und sachliche Zuständigkeitsfragen abnimmt.
Im Unterschied zu Telefonzentralen, Vermittlungen und zentralen kommunalen Einwahlnummern werden Ihre Anliegen bei einem Anruf in einem persönlichen Gespräch mit einer Servicecentermitarbeiterin bzw. einem -mitarbeiter meist abschließend geklärt. Damit muss Ihr Anruf auch nicht mehr an die zuständige Stelle weitergeleitet werden.

Im Vergleich zu 110 oder 112 hat die zentrale Behördenvorwahl 115 aber bisher noch eine eher geringe Bekanntheit. Kaum ein Nutzer kennt die 115 oder weiß, ob die eigene Kommune mit dabei ist oder nicht. Daher ist die Nutzung auch vergleichsweise gering.

Die Behörden und Kommunen hinter der Rufnummer 115

Nach eigenen Angaben nutzen die 115 als zentrale Rufnummer mittlerweile 550 Kommunen, 14 Bundesländer und 80 Bundesbehörden. Es kann sich daher lohnen, zu prüfen, ob die eigenen Gemeinde oder Stadt bereits angeschlossen ist. Die normalen Rufnummern der Behörden sind aber weiter nutzbar, die 115 ist also in erster Linie ein zusätzliches Angebot für Bürger ein kein kompletter Ersatz für die Telefonzentralen der Behörden.

Noch ein Problem: die Kosten der 115 Rufnummer

Im Vergleich zu anderen zentralen Rufnummern ist die 115 NICHT kostenfrei. Bei der Nutzung zahlt man den normalen Preis für einen Anruf ins Festnetz. Je nach Anbieter kann die 115 aber auch separat als Sonderrufnummer abgerechnet werden. Dann liegen die Kosten pro Minute eventuell deutlich höher und die Verbindungen werden auch nicht von einer eventuell gebuchten Flatrate erfasst.

Das Ministerium schreibt selbst dazu:

Die Behördennummer ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar.

Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise den Festnetztarifen angepasst. Über die Tarifierung der 115 entscheiden die Anbieter letztendlich jedoch selbst. Jeder Anbieter ist verpflichtet, die Preise für „besondere Rufnummern“ zu veröffentlichen, sofern sie vom Standard-Flatrate- oder Festnetz-Preis (Ortstarif) abweichen. Eine verbindliche Auskunft zu den entstehenden Anrufkosten erhalten Sie daher bei Ihrem Anbieter.

Generell sollte man vor der Nutzung daher die möglichen Kosten für die 115 prüfen. Diese finden sich in den Preislisten der Anbieter. Congstar berechnet beispielsweise die 115 mit einem Preis analogSprachverbindungen innerhalb Deutschlands. Im ALDI Netz ist für die 115 gar kein separater Preis ausgewiesen. Auch die Drillisch Discounter berechnen in der Regel den Festnetzpreis. Dennoch kann es einen Unterschied machen, ob man von einem D1 Netz Anbieter, von einem Vodafone Discounter oder einem O2 Tarif anruft.

Diese Preisunsicherheit macht es für Nutzer eher schwierig, die 115 zu nutzen. Bei den normalen Festnetz Nummern der Behörden wissen die Bürger, ob die Flat greift oder welche Kosten entstehen. Bei der 115 ist das (noch) nicht so. Eine einheitliche Preisgestaltung wäre hier gut.

Vorwahlen und Erreichbarkeit aus dem Ausland für die 115

In Deutschland braucht man für die 115 keine Vorwahl. Egal wo man sich befindet, es reicht also die 115 zu wählen.

Aus dem Ausland ist die 115 ebenfalls erreichbar, dann allerdings mit der Landesvorwahl für Deutschland. Man wählt in dem Fall die

  • +49 115

und wird genau so wie im Inland zur Behördennummer verbunden.

Was tun bei unerlaubten Werbeanrufen?

Was tun bei unerlaubten Werbeanrufen? – Wer einen Werbeanruf erhalten hat, zu dem er vorher keine Zustimmung erteilt hat, ist meistens eher verärgert, denn diese Anrufe sind nicht nur lästig, sondern mittlerweile im privaten Bereich auch verboten. Sogenannte Cold Calls werden aber trotzdem noch häufiger gemacht. Verbraucher können sich mittlerweile aber durchaus dagegen wehren und gegen diese Form der unerwünschten Werbung vorgehen. Die Bundesnetzagentur kann dann beispielsweise Sanktionen gegen das Unternehmen verhängen (und hat dies auch bereits gemacht).

Hinweis: hier soll es vor allem um Werbeanrufe gehen. Andere Spamformen und deren Bekämpfung (wie beispielsweise Ping Anrufe) haben wir an anderer Stelle zusammengefasst.

Wie sehen die gesetzlichen Regelungen zu Telefon-Werbung aus?

Die gesetzliche Regelung hinsichtlich der Möglichkeiten, gegen unerlaubte Telefonwerbung vorzugehen, wurde in den letzten Jahren deutlich verschärft. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu auf ihren Seiten:

Der Gesetzgeber hat in § 20 in Verbindung mit § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) klargestellt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher in den Erhalt von Werbeanrufen zuvor ausdrücklich eingewilligt haben müssen. Hat der Angerufene in die telefonische Werbung nicht vorher ausdrücklich eingewilligt, handelt es sich um einen unerlaubten Werbeanruf, einen sogenannten Cold Call, den die Bundesnetzagentur mit einem Bußgeld ahnden kann.

Werbung ist dabei „jede Äußerung bei der Ausübung eines Handels, Gewerbes, Handwerks oder freien Berufs mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich unbeweglicher Sachen, Rechte und Verpflichtungen zu fördern“ (Art. 2 lit. a) der Richtlinie 2006/114/EG). Ein Werbeanruf liegt somit z. B. dann vor, wenn die Fortsetzung und die Wiederaufnahme eines Vertrages angestrebt werden oder der Angerufene zur Änderung oder zur Erweiterung eines Vertragsverhältnisses bestimmt werden soll.

Die Einwilligung in Telefonwerbung muss schon vor dem Anruf vorliegen. Die Einholung der Einwilligung zu Beginn des Telefonats ist unzulässig.

Die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde ist in solchen Fällen auch schon aktiv geworden und hat Bußgelder verhängt oder Durchsuchungen angeordnet.

Mittlerweile ist es auch verboten, solche Anrufe mit unterdrückter Rufnummer durchzuführen. Man muss also in jedem Fall erkennen und auch nachvollziehen können, wer angerufen hat. Sollten solche Anrufe ohne Rufnummer durchgeführt werden, kann man sich auch darüber beschweren und versuchen, den Anrufer beim eigenen Anbieter nachzuvollziehen.

Inforgrafik unerlaubte Telefonwerbung
Infografik unerlaubte Werbung per Telefon von wissen-wappnet.de

Was kann man gegen unerwünschte Werbe-Anrufe tun?

Sollte man einen solchen Anruf erhalten haben, kann man bei der Aufsichtsbehörde (der Bundesnetzagentur) dagegen Beschwerde einlegen. Wichtig dabei ist es die Daten das Anrufes festzuhalten. Um zuordnen zu können wer angerufen hat, sollte man folgenden Daten erfragen und notieren:

  • Datum des Anrufs,
  • Name des Anrufers und – wenn möglich – dessen Rufnummer,
  • Name des Unternehmens, in dessen Auftrag der Anruf erfolgt ist,
  • Grund des Anrufs.

Diese Daten kann man dann relativ unkompliziert direkt an die Bundesnetzagentur weiter leiten. Dort gibt es sowohl ein Online Formular um direkt online die Anfrage einzureichen als auch ein Formular, das man sich herunterladen, ausdrucken und abschicken kann:

Wer die Beschwerde per Post verschicken möchte, sollte dies an folgende Adresse tun:

Bundesnetzagentur
Nördeltstr. 5
59872 Meschede

Mittlerweile wurde mit der Datenschutzgrundverordnung auch noch ein weiteres Instrument für Verbraucher eingeführt, gegen solche Anrufe vorzugehen. Angerufene Verbraucher haben mittlerweile beispielsweise Auskunftsrechte und durchaus auch ein Recht auf Löschung. Sollte es hier Probleme beim Anrufen geben, kann man sich auch an die Datenschutzbeauftragen der jeweiligen Länder wenden und die Probleme schildern.

Die vielen Beschwerden von Verbrauchern haben gezeigt, dass unerlaubte Anrufe keine Einzelfälle sind und entsprechend sensibel reagiert die Bundesnetzagentur auf Beschwerden.

Für die Ermittlung der verantwortlichen Personen und Unternehmen stehen der Bundesnetzagentur weitreichende Befugnisse zur Verfügung. Die Durchsuchung von Wohn- und Geschäftsräumen ermöglicht es den ermittelnden Beamten, Beweise sicherzustellen oder zu beschlagnahmen. Ich appelliere an die werbenden Unternehmen und Call-Center, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten und aus Werbemaßnahmen keine Belästigung von Verbrauchern entstehen zu lassen. Dies schadet  dem Ansehen einer ganzen Branche.“ erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur

Sind Verträge in solchen Fällen gültig?

Eine Frage, die sich Verbraucher immer wieder stellen, beschäftigt sich damit, ob Verträge am Telefon rechtswirksam geschlossen werden können. Aktuell ist es noch so, dass dies der Fall ist. Wer also am Telefon zu einem Deal ja sagt, hat damit einen Vertrag abgeschlossen, den es auch zu erfüllen gilt, es sei denn man kann nachweisen, dass falsche Versprechungen gemacht wurden oder getäuscht wurde. Das ist aber sehr schwer und die Beweislast liegt hier beim Verbraucher.

Allerdings gilt auch bei Verträgen am Telefon das Widerrufsrecht. Man kann die geschlossenen Verträge also in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Die Bundesregierung schreibt dazu sehr deutlich:

Lassen sich Verbraucher überreden und es kommt zum telefonischen Vertragsabschluss, hat der Angerufene in fast allen Fällen das Recht, diesen binnen 14 Tagen zu widerrufen. Beim Kauf beginnt die Frist ab Erhalt der Ware. Hier ist zu beachten: Erst nachdem man den Widerruf erklärt hat, kann man die Ware zurückschicken. Eine Begründung für den Widerruf ist nicht nötig. Es genügt der rechtzeitige Versand des Schreibens per Brief, Fax oder E-Mail, der aber nachgewiesen werden muss.

Dazu muss man aber aktiv den Widerruf erklären. Ohne diesen Widerruf wird der geschlossene Vertrag ganz normal gültig.

Ping Anrufe – was steckt hinter Ping Calls und wie reagiert man richtig?

Ping Anrufe – was steckt hinter Ping Calls und wie reagiert man richtig? – Bei Handys und Telefonen gibt es leider auch immer wieder Missbrauch und Abzocke und eine Form davon sind die sogenannten Ping-Anrufe, die nach wie vor immer wieder auftauchen und Verbraucher verunsichern.

Ping Calls (teilweise auch Lockanrufe oder einfach Ping-Anrufe genannt) sind dabei sehr kurze Anrufe, bei denen der Nutzer gar keine Chance hat, sie anzunehmen. Teilweise wird dabei ein Anruf sofort beendet, in anderen Fällen kommen solche Anrufe zu Zeiten, in denen die Verbraucher schlafen und sie daher gar nicht annehmen können. Der Handy-Besitzer sieht dann nur die Handynummer auf dem Gerät und dass ein Anruf eingegangen ist. Das passiert leider häufiger als man denkt. Henning Uhle schreibt beispielsweise in seinem Blog:

In der Nacht soll mein Handy geklingelt haben. Ich habe das Gerät lautlos, deshalb habe ich das nicht mitbekommen. Aber es war ein Ping Call. Was zum Teufel ist das jetzt schon wieder? Ich musste dem Ganzen mal nachgehen. Ich werde nämlich nicht so richtig schlau daraus. Es scheint aber so, als ob das eine ziemlich verrückte Falle ist.

Und im O2 Forum berichtet ein Verbraucher zu ähnlichen Vorgehensweise:

Ich habe vor 2 Tagen einen Ping Anruf erhalten. Absender eine Nummer aus Serbien. Da ich nächste Woche in Urlaub nach Kroatien fahre, dachte ich es wäre der Vermieter der Ferienwohnung und habe zurückgerufen und eine Frauenstimme am Telefon gehabt, die ich nicht verstanden habe. Bis dahin waren mir Ping Anrufe nicht bekannt. Nun sehe ich in meiner O2 Übersicht, dass ich 2 Minuten ins Ausland telefoniert habe. Wird mir dieser Anruf berechnet? Wenn ja in welcher Höhe? Gemäß Infos der Bundesnetzagentur dürfen diese nicht berechnet werden.

Die Bundesnetzagentur hat bereits 2017 vor diesen Anrufen gewarnt:

Bei der Bundesnetzagentur gehen zahlreiche Verbraucherbeschwerden zu sog. Ping-Anrufen ein. Durch entsprechende Anrufe soll ein kostenpflichtiger Rückruf provoziert werden. Ein Rückruf dieser Nummern ist oft mit hohen Kosten verbunden, teilweise in Höhe von mehreren Euro pro Minute. Die Verbraucher erhalten derzeit insbesondere Anrufe unter Anzeige ausländischer Rufnummern. Aktuell gehen insbesondere Beschwerden zu Rufnummern aus Tunesien (Vorwahl +216 bzw. 00216) und Burundi (Vorwahl +257 bzw. 00257) ein. Die entsprechenden Landesvorwahlen können auf den ersten Blick mit lokalen Vorwahlen (Ortsnetzkennzahlen) verwechselt werden.

Hintergrund von Ping Calls ist es, die Nutzer dazu zu bringen, die angezeigte Rufnummer zurück zu rufen. Dahinter sind dann meistens sehr teure Premium-Dienste (oft im Ausland) geschaltet, die hohe Kosten verursachen und im Bereich von mehreren Euro pro Minute abgerechnet werden. Daher wird auch versucht, den Rückrufer so lange wie möglich in der Leitung zu halten. Ping Anrufe finden sowohl im Festnetz statt also auch im D1 Netz der Telekom, im Vodafone Handynetz und auch im O2 Handynetz. Im mobilen Bereich ist es oft noch teurer, weil die Kosten für Gespräche ins Ausland bei vielen Mobilfunk-Tarifen noch teurer sind.

Für Ping Anrufe werden mittlerweile meistens ausländische Rufnummern verwendet, weil die deutschen Nutzer deutsche Premium-Dienste inzwischen recht gut kennen und es dazu eine Ansagepflicht für die Preise gibt, bevor die Abrechnung beginnt. Das ist im Ausland selten genau so der Fall und daher ist es mit fremden Nummern einfacher, hohe Kosten zu verursachen.

Die Rückrufe von Ping Calls werden dabei normal vom eigenen Anbieter in Rechnung gestellt, es sei denn, es liegt ein Inkassierungsverbot der Bundesnetzagentur vor. Das ist aber vergleichsweise selten der Fall.

Ping Anrufe Liste

Bei Mimikama.at hat man auch eine Liste von Rufnummern veröffentlicht, die dafür besonders oft missbraucht werden:

  • +9944041350xx
  • +43720022530
  • +1548458130
  • +40744638xx
  • +40420042399
  • +41742773xx
  • +229922960xx
  • +883 100 100 105
  • +883 100 100 106
  • +211978xx,
  • +231902xx
  • +88216227763
  • +375299015168
  • +21628702629
  • +381643033145

Auch bei der Aufsichtsbehörde ein Österreich findet man eine Liste mit Vorwahlen und Nummern zu Ping Anrufen. Diese gelten auch in Deutschland:

  • 00216 (+216) – November 2019, Juli 2020, November 2020, Dezember 2020, Jänner 2021, Februar 2021, März 2021, April 2021, Juni 2021
  • 003816 (+3816) – Juni 2021
  • 0037 (+37) – Dezember 2020, März 2021
  • 00535 ( +535) – März 2021
  • 0037744 (+37744) – Februar 2021
  • 0038111 (+38111) – Dezember 2020, Jänner 2021
  • 003826 (+3826) – Jänner 2021
  • 00256 (+256) – Dezember 2020
  • 00257 (+257) – Dezember 2020
  • 0041744 (+41744) – Dezember 2020
  • 0041748 (+41748) – Dezember 2020
  • 0079407 (+79407) – Dezember 2020
  • 00221 (+221) – November 2020
  • 00212 (+212) – November 2020
  • 00252 (+252) – November 2020
  • 00255 (+255) – November 2020
  • 00992 (+992) – Juni 2020
  • 00680 (+680) – Juni 2020
  • 00509 (+509) – März 2020
  • 00242 (+242) – März 2020
  • 00222 (+222) – November 2019
  • 00676 (+676) – März 2019
  • 004416045xxxx (+4416045xxxx) – Februar 2019
  • 00417427730xx (+417427730xx) – Dezember 2018
  • 00685 (+685) – Dezember 2018
  • 00265 (+265) – Dezember 2018
  • 00248 (+248) – Dezember 2018
  • 00236 (+236) – Dezember 2018
  • 00229 (+229) – Dezember 2018
  • 00211 (+211) – Dezember 2018
  • 00241 (+241)
  • 00686 (+686)
  • 00882 (+882)
  • 00883 (+883)
  • 0720 270033

Wie sollte man mit Ping Anrufen umgehen?

Prinzipiell gilt bei diesen Anrufen: NICHT ZURÜCKRUFEN. Ein Rückruf verursacht hohe Kosten und man hat nur selten die Chance, diese Kosten zurück zu bekommen. Man sollte diese Anrufe auch gar nicht annehmen, selbst wenn es möglich wäre. Im besten Fall ignoriert man diese Anrufen vollständig und reagiert nicht darauf.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann die entsprechenden Rufnummern auch im Handy sperren. Dann kann zumindest von dieser Rufnummer kein Call mehr kommen. Gegen andere Rufnummern schützt das natürlich nicht, es sein denn man sperrt generell Anrufe aus bestimmten Ländern.

Was kann man gegen Ping Anrufe tun?

Als Verbraucher kann man direkt nicht viel gegen solche Anrufe tun, aber die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde kann hier natürlich aktiv werden. So können beispielsweise deutsche Anbieter angewiesen werden, die Rechnung und Forderungen von missbräuchlichen Rufnummern nicht für die Unternehmen im Ausland einzuziehen und abzurechnen. Dann werden auch keine Kosten für Verbraucher in Rechnung gestellt. Damit dies durchgeführt werden kann, muss die Behörde aber über den Missbrauch informiert werden.

Die Bundesnetzagentur bietet dafür ein spezielles Formular an, mit der man gezielt diese Anrufe und vor allem die Nummer melden kann. Dieses Formular ist kostenfrei hier zu finden:

Die Behörde ist in solchen Fällen auch schon mehrfach aktiv geworden. Allerdings ändert das leider nichts daran, dass es nach wie vor diese Form des Missbrauchs gibt.

Wer sich unsicher ist, ob eine Rufnummer im Handy zu einem Ping Call gehört oder nicht, kann dies auch prüfen. Es gibt dazu Apps, mit denen man sich die Erfahrungen und Hintergründe für eine Rufnummer anzeigen lassen kann. Beispielsweise steht für Android CleverDialer kostenlos zur Verfügung. Die Macher schreiben dazu:

Mit der Anruferkennung wisst ihr immer wer anruft. Die Dialer App soll unbekannte Telefonnummern erkennen. Wir nutzen sowohl Das Telefonbuch als auch das Internet als Quelle um unbekannte Nummern für dich zu finden. Die Anruferkennung erkennt nicht nur unbekannte Anrufer, sondern ermöglicht auch einen schnellen Zugriff auf eure Kontakte und Telefonnummern. Wir versuchen die Identität unbekannter Anrufer für euch herauszufinden und zusätzlich könnt ihr lästige Anrufer einfach direkt blocken.

So kann man zu jeder Nummer bereits einige Informationen bekommen und einfacher entscheiden, ob es ein wichtiger Anruf war oder man lieber nicht zurückruft, weil es wohl ohnehin nur ein Ping Call gewesen ist.

Video: Jan Böhmermann beantwortet einen Ping Call