0800 – alles rund um kostenfreie Rufnummern – Hintergrund, Probleme und Schwierigkeiten

Vorwahl 0800 – alles rund um kostenfreie Rufnummern – Hintergrund, Probleme und Schwierigkeiten – Vorwahlen, die mit 0800 beginnen, sind sogenannte Freecall-Nummern und haben die bis 2001 gültige 0130 Nummern ersetzt. Dieser Nummernkreis wird auch Freephone genannt.  Ein Anruf zu einer Nummer mit der Vorwahl 0800 ist immer kostenlos, egal ob man aus dem Festnetz, dem Telekom Netz, von einer Vodafone Sim oder auf dem O2 Netz anruft. Als Reserve wird die 0801 vorbehalten (wird aber aktuell nicht genutzt).

Unsere Definition einer 0800 Nummer ist daher:

Die Vorwahl 0800 ist eine Freecall-Nummer. Bis Dezember 2000 wurde die 0130 in Deutschland für kostenlose Anrufe benutzt, dann wurde dies zu 0800 verlegt. Nummern mit der Vorwahl 0800 sind immer kostenlos und werden meistens von Unternehmen genutzt, um Kunden eine kostenfreie Service-Hotline zu bieten. Die Service-Nummer ist auch im Ausland unter 00800 erreichbar.

Die Kosten für die Anrufe zu Nummern, die mit 0800 beginnen, übernimmt der Angerufene. Weil für Anrufe aus dem Mobilfunknetz oder aus Telefonzellen höhere Kosten anfallen können, kommt es vor, dass ein Unternehmen, dass eine 0800-Nummer anbietet, die Nummer für Anrufe aus dem Handynetz oder aus Telefonzellen sperrt. Teilweise kommt es auch vor, das Anbieter 0800 direkt sperren. So bietet beispielsweise KabelBW keinen Zugriff auf 0800 Rufnummern. Sobald aber eine Verbindung zustande kommt, zahlt immer der Angerufene.

Viele gemeinnützige Agenturen setzen beispielsweise auf diese Nummer. So hat die Telefon-Seelsorge mittlerweile mit der 0800/111 0 111 und der 0800/111 0 222 sogar zwei dieser Nummern in Betrieb und auch viele Unternehmen setzen (sehr kundenfreundlich) auf kostenfreie Service-Nummern mit der 0800 am Anfang. Damit sind dann die Anrufe der Kunden im Kundenservice kostenfreie und auch längere Gespräche schlagen nicht auf die Rechnung durch. Allerdings bieten nicht alle Anbieter so einen Service, man sollte daher auch bei den Nummern im Kontaktbereich genau hin schauen, ob es eine kostenfreie 0800 Rufnummer ist.

0800 Kosten – Sind 0800 Rufnummern immer kostenlos?

Ja, die 0800 Freephone Nummer MÜSSEN kostenlos sein und das gilt sowohl für Anrufe aus dem deutschen Festnetz als auch aus dem Mobilfunk-Netzen. Egal welchen Anbieter man an dieser Stelle nutzt und welchen Tarif dieser anbietet: der Anruf muss kostenfrei sein. Das gilt auch unabhängig vom genutzten Mobilfunk-Netz und auch aus dem Festnetz.

Die meisten 0800 Nummern sind aus dem Ausland nicht zu erreichen. Es handelt sich um rein nationale Sonderrufnummern und auch die Vorwahl von Deutschland vor der 0800 bringt in der Regel keine Erfolg. Daher bieten viele Unternehmen für die Anrufe aus dem Ausland nochmal extra Rufnummern an. Oft sind diese extra Rufnummern dann aber nicht mehr gebührenfrei, man sollte sich also überlegen, ob man sie aus dem Ausland wirklich anrufen möchte.

Es gibt aber ausländische 0800 Nummer die ebenfalls kostenfrei sind, da mittlerweile viele Länder der EU dieses System eingeführt haben. Bei einem Anruf aus Deutschland auf einer ausländischen 0800 Nummer können aber Kosten für das Roaming entstehen. Man sollte die kostenfreien 0800 Rufnummern auch nicht mit 0180 Nummern verwechseln. Letztere sind nicht kostenfrei und werden nach einem eigenen Tarif abgerechnet. Vor dem Gespräch muss aber eine Ansage kommen die über die Kosten aufklärt. Wenn man die Vorwahlen verwechselt, bekommt man als Verbraucher also auf jeden Fall die Gelegenheit, das Gespräch zu beenden, ohne das Kosten entstehen.

Im Internationalen Bereich gibt es ebenfalls solche FreePhone Nummern. Speziell wurde dafür der +800 Bereich (auch unter der 00800 zu erreichen) eingerichtet und sie laufen unter der Bezeichnung Universal International Freephone Number (UIFN). Bei diesen Rufnummern kann man aus jedem Land kostenlos anrufen. Das ist mittlerweile auch im Telekommunikationsgesetzt (§121) so geregelt:

Anrufe bei (00)800er-Rufnummern müssen für den Anrufer unentgeltlich sein. Die Erhebung eines Entgelts für die Inanspruchnahme eines Endgerätes bleibt unbenommen.

Das ist dann faktisch die weltweit gültige Version der 0800 Nummer.

Spam von einer 0800 Nummer

Leider sind auch die Rufnummern mit der 0800 Vorwahl nicht davor gefeit, missbraucht zu werden. Es berichten immer mal wieder Nutzer von Anrufen von einer 0800 Rufnummer, die wohl Spam sind. So heißt es im Telekom Forum:

Ich habe seit ein paar Wochen ein wirklich nerviges Problem mit einer 0800er Nummer, von der ich mehrmals täglich angerufen werde.  Sobald der Anrufbeantworter anspringt, wird aufgelegt, ohne eine Nachricht zu hinterlassen.  Wenn ich den Anruf selber annehme, wird nicht aufgelegt, es meldet sich auf der anderen Seite aber niemand.  Klassische Form von Spam!
Ich vermute, dass hier ein Rückruf provoziert werden soll, der dann wahrscheinlich unbemerkt kostenpflichtig umgeleitet wird.  Das merkwürdige daran ist, dass es eine Nummer ist, die darauf schließen lässt, dass die Telekom selber diesen Unfug verzapft: 0800 330 1115 Was kann ich tun, um dies zu unterbinden?

Und bei Antispam e.V. heißt es:

wiederkehrende Anrufe 0800/3009915Hallo Freunde !
Seit mehreren Wochen nervt die o.g. Nummer immens. Selbst an einen Samstag abend machen die nicht halt. Bisher habe ich niemanden an die „Strippe“ bekommen, da bisher immer nur der elektronische Knecht (AB) zuhause war.Laut www soll es sich um eine T-Com Servicegesellschaft handeln, was ich nicht wirklich glauben will.

Eine 0800 als Vorwahl schützt also auch nicht vor Spam, sie ist nur kostenfrei anzurufen. Daher sollte man auf jeden Fall nicht zu blauäugig sein, nur weil ein Anruf von einer 0800er Nummer kommt. Allerdings ist es bei einer 0800 Nummer natürlich einfach, zurückzurufen und nachzufragen, ob der Anruf wirklich von dort kam oder jemand nur dieser Nummer vorgetäuscht hat.

Eine eigene 0800 Rufnummer beantragen

0800 Vorwahlen stehen nicht nur für Unternehmen zu Verfügung, sondern können auch von Privatpersonen beantragt werden.Die Nutzung ist allerdings eingeschränkt. Auf den Seiten der Bundesnetzagentur ist dazu festgehalten:

Rufnummern für das Angebot von entgeltfreien Telefondiensten dürfen ausschließlich für die Erbringung von Diensten genutzt werden, bei deren Inanspruchnahme der Anrufende kein Entgelt zu entrichten hat (vgl. § 3 Nr. 8a TKG). Anrufe zu „entgeltfreien Telefondiensten“ i.S.V. § 3 Nr. 8a TKG lösen für den Anrufer weder ein Entgelt für den Telefondienst (Anruf) noch für den darüber hinausgehenden Dienst aus

Die Zuteilung erfolgt dabei direkt durch die Bundesnetzagentur.

Probleme mit einer 0800-Nummer?

Der zentrale Ansprechpartner für Probleme rund um 0800 Nummern ist die Bundesnetzagentur. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, sollte man sich daher auch zuerst dahin wenden. Die Behörde bietet dabei auch online die Möglichkeit, sich zu beschweren. Die entsprechenden Formulare sind hier zu finden: http://www.bundesnetzagentur.de/…/Beschwerdeeinreichen/beschwerdeeinreichen-node.html

Vorwahl 0038 seriös oder Spam? Hintergründe zu Anrufen von 00387, 00383, 00385 usw.

Vorwahl 0038 seriös oder Spam? Hintergründe zu Anrufen von 00387, 00383, 00385 usw. – Anrufe von der Vorwahl 0038 sind in Deutschland eher selten, aber einige Verbraucher berichten, dass solche Calls aufschlagen und teilweise in den Anruflisten ersichtlich sind. Oft lassen sich die Vorwahlen dann auch nicht direkt zuordnen, so dass die Unsicherheit bleibt, ob hinter einem solchen Anruf ein wichtiges Anliegen steht oder es nur ein Ping Call oder ein anderer Betrugsversuch. In diesem Artikel wollen wir die Hintergründe von Anrufen mit der Vorwahl 0038 aufklären und auch Hinweise geben, wie man sich gegen eventuelle betrügerische Call absichert

Das steckt hinter der Vorwahl 0038

Die Vorwahl 0038 oder auch +38 steht für eine Auslandsvorwahl und dabei erreicht man unter dieser Vorwahl nicht nur ein Land, sondern gleich eine ganze Ländergruppe. Die 0038 steht dabei für die Balkanstaaten des ehemaligen Jugoslawien und einige Länder mehr aus dieser Region. Die Zuordnung ist dabei fest: wenn man mit einer solchen Vorwahl angerufen wird, kann man sicher sein, dass der Anruf aus einem dieser Länder kommt und umgekehrt wird man auch immer mit diesen Ländern verbunden, wenn man die 0038 oder die +38 als Vorwahl nutzt.

Die Nummer nach der 0038 ist dabei entscheidend dafür, aus welchem Land die jeweilige Rufnummer kommt. Aktuell sieht die Aufteilung dabei wie folgt aus:

LandLändervorwahl
Bosnien-Herzegowina00387
Kosovo00383
Kroatien00385
Mazedonien00389
Montenegro00382
Serbien00381
Slowenien00386
Ukraine00380

Ländervorwahlen kennt man auch aus anderen Bereichen. International hat jedes Land eine entsprechende Vorwahl bekommen. Die 0044 steht beispielsweise für Großbritannien, mit der Vorwahl 0033 kommt man in Frankreich heraus und die 0021 steht für Verbindungen in die Länder in Nordamerika. Daher ist eine Rufnummer mit einer 0038 Vorwahl auch grundsätzlich seriös und steht vor allem für einen Anruf aus oder in eines der Länder des Balkans. Falls es also sinnvolle Gründe für so einen Anruf gibt (etwa ein gebuchter Anruf in einem dieser Länder oder auch Bekannte und Verwandte vor Ort), ist so ein Anruf weder gefährlich noch bedenklich.

Leider sind aber auch Fälle bekannt, in denen unter der Vorwahl 0038 unseröse Anrufe getätigt wurden. Mehr dazu haben wir im nachfolgenden Absatz zusammengestellt.

HINWEIS: Probleme kann es geben, weil einige deutsche Ortsvorwahlen recht ähnlich aufgebaut sind. Rostock hat beispielsweise die Vorwahl 0381 und ähnelt damit sehr der internationalen Vorwahl von Serbien (00381). Wählt man die deutsche 038203 vor, kommt man in Bad Doberan heraus, mit einer zweiten Null am Anfang wäre es dagegen die Vorwahl von Montenegro (00382). Es ist daher wichtig sehr genau hinzuschauen, welche Vorwahl man nutzt und ob die führenden zwei Nullen bzw. das + davor für einen Anruf ins Ausland stehen.

Vorwahl 0038 seriös oder Spam?

Im Netz findet man immer wieder Hinweise auf Anrufe unter der 0038 und +38, die nicht zugeordnet werden können. Entsprechende Anfragen von Nutzern gibt es in verschiedenen Portalen und auch Netzbetreiber selber waren von diesen Maschen.

So fragt ein Nutzer bei GuteFrage:

Mich rufen ständig Nummern mit 0038 Vorwahl an. Entweder sie legen dann gleich auf oder sie wollen eine Umfrage durchführen. Heute war eine Frau mit ostdeutschen Dialekt dran und wollte mich etwas über Ernährung fragen, als ich gefragt habe, von wo sie anruft, legte sie sofort auf. Hatte hier jemand auch schon mal Probleme damit oder weiß etwas darüber?

In Österreich warnte beispielsweise der Betreiber Drei vor Ping Anrufen von einer +38162 Rufnummern. Die Anrufe aus Serbien waren bereits nach einem Läuten wieder beendet und sollten in erster Linie dazu animinieren, zurückzurufen. Dabei wären dann hohe Kosten entstanden.

Daneben ist bei solchen Rufnummern auch bekannt, dass teilweise Callcenter dahinter steckt oder angebliche Microsoft Mitarbeiter anrufen. Dabei soll versucht werden, Zugriff auf den Rechner des angerufenen zu bekommen.

Die Bundesnetzagentur ist gegen solche Rufnummern auch bereits aktiv geworden und hat gegen Nummern mit der Vorwahl 0038 ein Inkassierungsverbot und Rechnungslegungsverbot erlassen. Im Bescheid vom November 2021 sind folgende Nummern erfasst:

00265997968610, 00265998043060, 00265998196780, 00265998375240, 00265998444010, 00265998444210, 00265998444760, 00265998929010, 00265998929090, 0026659579900, 0038975884470, 0038977595440, 0050995529071, 0059342698640, 00593982110310, 00593982110311, 00593982110312, 00593982115490, 00593982115491, 00593982115492, 00593996236900, 00593996728250, 00593996728251, 00593996728252, 00593996777960, 00593996920010, 00593996992020, 006800003910, 006800046220, 006801265920, 006801265921, 006801265922, 006806556690, 006806556691, 006806556692, 00870776101599

Generell sollte man also bei unbekannten Anrufen von einer 0038 Vorwahl Vorsicht walten lassen. Persönliche Daten sollte man ohnehin nicht mitteilen und direkt auflegen, wenn man der Meinung ist, dass hinter dem Anruf ohnehin nur ein Betrugsversuch steckt.

So schützt man sich gegen Spam von der 0038

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0038 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

fraenk Netz, Netzabdeckung und Netzqualität

fraenk Netz, Netzabdeckung und Netzqualität  – Mit Freenet Funk gibt es bereits einen App-basierten Handytarif auf dem Markt und nun wurde mit fraenk ein weiterer Anbieter mit diesem Konzept gestartet. Das Unternehmen setzt also auf eine App, die man unter Android und iOS installieren kann und mit dieser App lässt sich der komplette Tarif verwalten. Es gibt also keinen Online-Kundenbereich mehr auf einer Webseite und im normalen Shop ist dieser Handytarif damit auch nicht verfügbar.

Das Unternehmen schreibt zu dem neuen Konzept:

fraenk ist ganz einfach digital per App und nicht im Handel bestellbar – ohne Wartezeiten und Papierkram. Die fraenk App kann kostenfrei im Play Store und im Apple Store heruntergeladen werden. Für die Bestellung ist lediglich eine einmalige Anmeldung in der App sowie ein PayPal Konto, über das die Bezahlung erfolgt, erforderlich. Ein einmaliger Bereitstellungspreis fällt nicht an. fraenk ist monatlich kündbar und spricht besonders Kunden an, die auf der Suche nach einem einfachen und günstigen Mobilfunktarif sind. Damit ist fraenk auch eine gute Alternative zur Prepaidkarte.

Ansonsten funktioniert fraenk aber wie ein normaler Handytarif: es gibt eine Simkarte (eSIM ist leider nicht möglich) und diese nutzt das Mobilfunk-Netz um Gespräche und SMS zu versenden sowie Internet-Verbindungen herzustellen. Die Technik ist bei fraenk also die gleiche wie bei anderen Mobilfunk-Angeboten, nur die Verwaltung über die App ist ein neuer Ansatz. Mittlerweile wurde bei den Tarife auch eSIM frei geschaltet. Man kann mit fraenk daher nur auch Tarife direkt aufs Handy laden, wenn das Gerät dies unterstützt.

Welches Netz nutzt fraenk?

Beim Netz ist fraenk vergleichsweise offen und kommuniziert sehr gut, welche Netzqualität und Netzabdeckung man beim Discounter erwarten kann. Man muss also nicht lange suchen um zu finden, welches Handynetz fraenk nutzt.

In den FAQ heißt es dazu recht deutlich:

fraenk wird im D-Netz der Telekom realisiert. Das Netz der Telekom erhält regelmäßig Auszeichnungen und Preise.

Dazu findet man bei den Unternehmen hinter fraenk die Telekom und ganz konkret Congstar, daher ist es logisch, dass auch die neue App das Telekom Netz nutzt, denn auch dass Congstar Netz ist das Telekom Netz. Die Netzqualität kann man daher auch direkt auf der Netzausbaukarte der Telekom abfragen. Man bekommt eine vergleichbare Abdeckung wie beispielsweise auch bei EDEKA Smart oder den Klarmobil D1 Netz Tarifen.

Mit fraenk bekommt man daher Zugriff auf das aktuell beste Mobilfunk-Netz in Deutschland. Die Telekom belegt schon seit mehreren Jahren stabil den ersten Platz bei der Qualität der Handy-Netze und es scheint auch derzeit nicht so, als würde sich das ändern. Bei fraenk bekommt man daher für vergleichsweise wenig Geld eine sehr gute Netzabdeckung und Netzqualität.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20201Schulnote 1,21Schulnote 1,30
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schulnote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 - GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91

LTE und 4G Netze bei fraenk

Die Telekom hat LTE mittlerweile für viele Drittanbieter freigegeben und daher kann auch fraenk direkt LTE und 4G im Telekom Netz mit nutzen. Man bekommt allerdings kein LTE max, sondern nur gedrosseltes LTE bis maximal 25MBit/s. Aktuell wären im Telekom Netz bereits Geschwindigkeiten bis 300MBit/s im LTE Netz verfügbar – diesen Speed erreichen die fraenk Tarife aber leider nicht, selbst wenn das Mobilfunk-Netz bereits so weit ausgebaut wäre. Im Gegensatz zu anderen Anbietern muss man LTE aber nicht erst dazubuchen (und mehr bezahlen), sondern bekommt LTE gleich kostenfrei im Grundtarif mit dazu.

In den FAQ schreibt dazu Unternehmen dazu:

Du surfst und telefonierst im besten D-Netz mit LTE 25. Das bedeutet du kannst eine Downloadgeschwindigkeit von 25 Mbit/s und eine Geschwindigkeit von 5 Mbit/s im Upload nutzen.

Die Telekom schreibt aktuell zum LTE Ausbau im eigenen Netz (der auch für die fraenk Mobilfunk-Tarife wichtig ist):

Auch LTE wird weiter ausgebaut. So deckt die 4G jetzt 99% aller Haushalte ab. Mit 3G ist Ende Juni 2021 eine alte Technologie in den Ruhestand gegangen. Die frei gewordenen Frequenzen setzt die Telekom nun für die wesentlich leistungsfähigeren Technologien 4G und 5G ein. So haben Nutzer*innen mehr Kapazität und mehr Geschwindigkeit beim mobilen Surfen. Die eigentliche 3G-Abschaltung von 22.000 Antennen hat gerade einmal 29 Minuten gedauert und verlief dank der guten Vorbereitungen für die Kund*innen völlig geräuschlos.

Entlang der Bahnstrecken sollen die Qualität und die Leistungsfähigkeit des Mobilfunks weiter steigen. Alle zweieinhalb Tage hat die Telekom in 2021 an der Schiene einen neuen Mobilfunkstandort gebaut. Ziel ist es, dass Fahrgäste bis 2026 auf allen Strecken ohne Unterbrechung im Netz der Telekom telefonieren und surfen können.

Besonders erfreulich: Bei fraenk sind auch VoLTE (also telefonieren per LTE Netz) und WLAN Calling freigegeben. Diese Funktionen findet man sonst nur direkt bei der Telekom und daher ist es ein sehr großer Pluspunkt, dass bei fraenk diese Technik zur Verfügung steht. Mittlerweile unterstützt fraenk auch eSIM. Man kann die Tarife des Discounters daher auch auf fest verbaute Simkarten laden. Am Netz oder den Tarifdetails ändert sich dadurch nichts. Lediglich die Art der Simkarte ist anders – man benötigt in dem Fall keine Plastik Sim mehr.

5G Netze und Nutzung bei fraenk

Im Netz der Telekom gibt es bereits sehr weit ausgebaute 5G Netzbereichen und die originalen Tarife der Telekom können diese Technik bereits kostenlos mit nutzen. Auch die Telekom Prepaid Karten wurden inzwischen mit 5G ausgestattet (allerdings nur gegen Aufpreis). Bei den Drittanbietern im Telekom Netz sieht es aber bisher schlecht aus und leider gibt es daher die 5G Freigabe für die Tarife von fraenk bisher nicht. Die Angebote surfen mit maximale LTE und Speed bis 25MBit/s im Telekom Netz – 5G Netzbereiche sind derzeit für die Tarife nicht verfügbar. Es ist auch offen, ob und wann diese Technik für die fraenk Flatrates kommen wird.

Bei LTE hat es viele Jahre gedauert, bis auch andere Anbieter im D1 Netz diese Technik nutzen konnte. Bei 5G gibt es Hinweise, dass es etwas schneller gehen könnte, kurzfristig sollte man aber bei fraenk nicht mit 5G rechnen.

fraenk APN Zugangsdaten im Telekom Handynetz

Die APN Zugangsdaten sind notwendig, damit sich die Simkarten in das mobile Internet der Telekom einwählen können. In der Regel werden diese Einstellungen beim ersten Einlegen der Simkarte in das Gerät automatisch gesetzt. Sollte dies nicht funktioniert haben, kann man die korrekten Zugangsdaten auch nochmal neu anfordern. Sollte auch dies nicht funktionieren, kann man die Einstellungen auch manuell setzen.

Die vollständigen APN Daten für den Zugang zum mobilen Internet bei fraenk lauten:

  • Name: T-Mobile Internet
  • APN: internet.t-mobile
  • Benutzername: t-mobile
  • Kennwort: tm
  • MCC: 262
  • MNC: 01
  • Authentifizierung: PAP
  • APN-Typ: default,supl
  • APN-Protokoll IPv4

Diese Zugangsdaten gelten für das komplette Netz der Telekom. Sollte fraenk irgendwann auch 5G Zugang bekommen, könnte man diesen auch mit diesen APN nutzen. Falls die APN Einstellungen geändert wurden, sollte man das Handy neu starten. Erst dann werden die neuen Daten korrekt geladen und verwendet.

Internationale Telefonvorwahlen – diese Vorwahlen muss man für das Ausland nutzen

Internationale Telefonvorwahlen – diese Vorwahlen muss man für das Ausland nutzen – Um von Deutschland aus die Netze im Ausland zu erreichen, muss man je nach Land eine entsprechende Vorwahl wählen. Dann wird automatisch die Verbindung mit den Telefon-Netzes des jeweiligen Landes hergestellt. Gleichzeitig wird auch die Abrechnung auf Auslandstarif umgestellt, in vielen Fällen gelten damit die deutschen Tarife und Allnet Flat nicht mehr.

Internationale Telefonvorwahlen werden dabei unter verschiedenen Bezechnungen geführt, in der Regel sind damit aber immer die Verkehrsausscheidungsziffer (VAZ) für das Ausland (meistens 00) und die Landeskennziffer gemeint.

Die Auslandsvorwahlen gelten dabei sowohl bei Anrufen in ein ausländisches Festnetz als auch für Anrufe in die Mobilfunk-Netze des jeweiligen Landes und die Vorwahlen sind dabei gleich. Man wählt danach nur eine Festnetz- oder Mobilfunk-Nummer für die jeweilige Auswahl.

HINWEIS: Teilweise werden auch die ersten beiden 00 durch ein + ersetzt. Das ist ebenso zulässig und wird als internationale Vorwahl erkannt. Bein Anrufen in Nordamerika muss die 001 dann durch ein + ersetzt werden.

Generell sind die internationalen Vorwahlen grob nach den Kontinenten strukturiert und daher kann man auch in etwa an der Vorwahl ablesen, wo auf der Welt sich ein Land befindet:

  • Zone 1 beinhaltet den Kernbereich Nordamerikas
  • Zone 2 beinhaltet Afrika und Inseln im Atlantik sowie indischen Ozean
  • Zone 3 und 4 beinhaltet Europa
  • Zone 5 beinhaltet den mesoamerikanischen Raum und wird für Mexiko, Zentral- und Südamerika gewählt
  • Zone 6 beinhaltet Australien, den Südpazifik und Ozeanien
  • Zone 7 beinhaltet neben Kasachstan, Russland, Abchasien auch Südossetien
  • Zone 8 beinhaltet Ostasien und vor allem China und Japan
  • Zone 9 beinhaltet den Nahen Osten und West-, Zentral- und Südasien

Deutschland kann aus dem Ausland unter der Vorwahl 0049 erreicht werden. Die 049 funktioniert auch in Deutschland, ist hier aber nicht notwendig, da ohne Vorwahl alle Rufnummern ohnehin in den deutschen Netzen zugeordnet werden.

Internationale Telefonvorwahlen – Auslandkennzahlen

LandVorwahl
A 
Afghanistan00 93
Ägypten00 20
Albanien00 355
Algerien00 213
Amerikanisch-Samoa001 684
Amerikanische Jungferninseln001 340
Andorra00 376
Angola00 244
Anguilla001 264
Antarktis00 672
Antigua und Barbuda001 268
Äquatorial-Guinea00 240
Argentinien00 54
Armenien00 374
Aruba00 297
Ascension00 247
Aserbaidschan00 994
Äthiopien00 251
Australien00 61
B 
Bahamas001 242
Bahrain00 973
Bangladesh00 880
Barbados001 246
Belgien00 32
Belize00 501
Benin00 229
Bermudas001 441
Bhutan00 975
Bolivien00 591
Bosnien-Herzegowina00 387
Botswana00 267
Brasilien00 55
Britische Jungferninseln001 284
Brunei00 673
Bulgarien00 359
Burkina Faso00 226
Burundi00 257
C 
Cayman-Inseln001 345
Chile00 56
China00 86
Cook00 682
Costa Rica00 506
Curaçao00 599
D 
Dänemark00 45
Deutschland00 49
Diego Garcia00 246
Djibouti00 253
Dominica001 767
Dominikanische Republik001 809 / 001 829 / 001 849
E 
Ecuador00 593
Elfenbeinküste00 225
El Salvador00 503
Eritrea00 291
Estland00 372
F 
Falkland00 500
Färöer00 298
Fidschi00 679
Finnland00 358
Frankreich00 33 (+33)
Französisch-Guayana00 594
Französisch-Polynesien00 689
G 
Gabun00 241
Gambia00 220
Georgien00 995
Ghana00 233
Gibraltar00 350
Grenada001 473
Griechenland00 30
Grönland00 299
Grossbritannien und Nordirland00 44 (+44)
Guadeloupe00 590
Guam001 671
Guatemala00 502
Guayana00 592
Guinea00 224
Guinea-Bissau00 245
H 
Haiti00 509
Honduras00 504
Hongkong00 852
I 
Indien00 91
Indonesien00 62
Irak00 964
Iran00 98
Irland00 353
Island00 354
Israel00 972
Italien (inkl. Vatikan)00 39 (+39)
J 
Jamaika001 876
Japan00 81
Jemen00 967
Jordanien00 962
K 
Kambodscha00 855
Kamerun00 237
Kanada001
Kapverdische Inseln00 238
Karibische Niederlande00 599
Kasachstan007
Kenia00 254
Kirgisistan00 996
Kiribati00 686
Kolumbien00 57
Komoren00 269
Kongo, Demokratische Republik00 243
Kongo, Republik 00 242
Kosovo00 381
Kroatien00 385
Kuba00 53
Kuwait00 965
L 
Laos00 856
Lesotho00 266
Lettland00 371
Libanon00 961
Liberia00 231
Libyen00 218
Liechtenstein00 423
Litauen00 370
Luxemburg00 352
M 
Macao00 853
Madagaskar00 261
Malawi00 265
Malaysia00 60
Malediven00 960
Mali00 223
Malta00 356
Marianen001 670
Marokko00 212 (+212)
Marshall-Inseln00 692
Martinique00 596
Mauretanien00 222
Mauritius00 230
Mayotte00 262
Mazedonien00 389
Mexiko00 52
Mikronesien00 691
Moldawien00 373
Monaco00 377
Mongolei00 976
Montenegro00 382
Montserrat001 664
Mosambik00 258
Myanmar (Burma)00 95
N 
Namibia00 264
Nauru00 674
Nepal00 977
Neukaledonien00 687
Neuseeland00 64
Nicaragua00 505
Niederlande00 31
Niger00 227
Nigeria00 234
Niue00 683
Nordkorea00 850
Norfolk00 672
Norwegen00 47
O 
Oman00 968
Österreich00 43 (+43)
Osttimor00 670
P 
Pakistan00 92
Palästinensische Autonomiegebiete00 970
Palau00 680
Panama00 507
Papua-Neuguinea00 675
Paraguay00 595
Peru00 51
Philippinen00 63
Pitcairn00 870
Polen00 48
Portugal00 351
Puerto Rico001 787 / 939
Q 
Qatar00 974
R 
Réunion00 262
Rumänien00 40
Russische Föderation007
Rwanda00 250
S 
St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha00 290
St. Kitts und Nevis001 869
St. Lucia001 758
Sint Maarten001 721
Saint-Pierre und Miquelon00 508
São Tomé und Principe00 239
St. Vincent und die Grenadinen001 784
Salomon00 677
Sambia00 260
Samoa00 685
San Marino00 378
Saudi-Arabien00 966
Schweden00 46
Schweiz00 41
Senegal00 221
Serbien00 381
Seychellen00 248
Sierra Leone00 232
Simbabwe00 263
Singapur00 65
Slowakische Republik00 421
Slowenien00 386
Somalia00 252
Spanien00 34 (+34)
Sri Lanka00 94
Südafrika00 27
Sudan00 249
Südsudan00 211
Südkorea00 82
Surinam00 597
Swasiland00 268
Syrien00 963
T 
Tadschikistan00 992
Taiwan00 886
Tansania00 255
Thailand00 66
Togo00 228
Tokelau00 690
Tonga00 676
Trinidad und Tobago001 868
Tschad00 235
Tschechische Republik00 420
Tunesien00 216
Türkei00 90
Turkmenistan00 993
Turks und Caicos-Inseln001 649
Tuvalu00 688
U 
Uganda00 256
Ukraine00 380
Ungarn00 36
Uruguay00 598
USA001
Usbekistan00 998
V 
Venezuela00 58
Vereinigte Arabische Emirate00 971
Vietnam00 84
W 
Wallis und Futuna00 681
Weissrussland00 375
Z 
Zentralafrikanische Republik00 236
Zypern00 357

Die Kosten für Anrufe ins Ausland

Wer eine der genannten Rufnummern mit der jeweiligen Vorwahl anrufen möchte, sollte im Hinterkopf behalten, dass Rufnummern aus dem Ausland in Deutschland anders abgerechnet werden als deutsche Rufnummern. Verbindungen in Deutschland unterliegen in der Regel der Abrechnung über Allnet Flat oder den 9 Cent Tarife, die in Deutschland mittlerweile mehr oder weniger Standard ist. Auch Minutenpakete gelten für Anrufe in Deutschland. Im Ausland greifen alle diese Regelungen und Pauschal-Pakete nicht. Man wird also separate abgerechnet und die Anbieter haben in der Regel eine ganze Reihe von Auslandtarifen, die teilweise deutlich teurer sind. Vor allem von Handy aus werden die Preise in den Länderklassen schnell recht hoch.

Man sollte vor Anrufen im Ausland also klären, wie viel eine Verbindung kostet und auch, ob es eventuell Tarifoptionen gibt, die solche Verbindungen günstiger machen können. Dazu empfiehlt es sich, mit dem Festnetz anzurufen, da hier die Preise in der Regel niedrig ausfallen als bei Gesprächen per Handy. Die Stiftung Warentest schreibt zu den aktuellen Obergrenzen für Preise:

Am 15. Mai 2019 trat eine verbraucherfreundliche Neuregelung des EU-Parlaments in Kraft: Anrufe vom Heimatland ins Ausland dürfen seither maximal 19 Cent pro Minute zuzüglich Mehr­wert­steuer kosten – egal ob der Anrufer vom Fest­netz aus oder mobil telefoniert. Für Deutsch­land liegt der Minuten­preis inklusive Mehr­wert­steuer also bei maximal 22,6 Cent. Auch die Preise für SMS in der EU wurden gedeckelt, sie betragen jetzt ohne Mehr­wert­steuer maximal 6 Cent, in Deutsch­land inklusive Steuer also 7,1 Cent. Vor der Neuregelung verlangten Anbieter für eine Gesprächs­minute von Deutsch­land in EU-Länder bis zu 1,99 Euro.

HINWEIS: kostenloses EU Roaming gibt es bei Gesprächen ins EU Ausland bisher noch nicht. Die EU hat zwar Höchstsätze festgelegt, das gratis Roaming gibt aber nur für Verbindungen IM Ausland und nicht INS Ausland.

Deutsche Vorwahlen aus dem Ausland: die 0 muss weggelassen werden

Wer vom Ausland nach Deutschland telefonieren will, muss die deutsche Länderkennung (+49 oder 0049) vorwählen. Die ist sowohl für Gespräche ins Festnetz als auch ins Mobilfunk-Netz notwendig. In solchen Fällen wird dann die 0 vor der jeweiligen Ortsvorwahl und auch vor der mobilen Vorwahl weggelassen.

Aus der

  • 030 23125 000 wird dann die +49 30 23125 000

und aus

  • 0152 28817386 wird die +49 152 28817386

Die Null muss auch in Deutschland weggelassen werden, wenn man die Ländervorwahl nutzt. Das ist auch innerhalb von Deutschland möglich (aber nicht notwendig).

Wann muss eine Vorwahl genutzt werden?

Die Auslandsvorwahl muss immer dann genutzt werden, wenn man aus einem fremden Netz in das jeweilige Land telefoniert (beispielsweise von Deutschland ins Ausland oder aus dem Ausland nach Deutschland).

Die Ortsvorwahl muss aus dem Mobilfunk-Netz immer vorgewählt werden und aus dem Festnetz dann, wenn man in ein fremdes Ortsnetz anrufen möchte. Bleibt man im gleichen Ortsnetz, kann man die Ortsvorwahl auf weglassen. Das gilt nicht, wenn es mehrere Vorwahlen für einen Stadt gibt, dann kann man die Vorwahl nur weglassen, wenn man im gleichen Vorwahlbereich bleibt.

0021 Vorwahl: seriös oder eine Gefahr? Wir haben die Details zusammengestellt

0021 Vorwahl: seriös oder eine Gefahr? Wir haben die Details zusammengestellt – Anrufen von Rufnummern mit der Vorwahl 0021 sind mittlerweile keine Seltenheit mehr und viele Verbraucher in Deutschland berichten von diesen Calls oder zumindest den jeweiligen Rufnummern in der Anruferliste. Oft gibt es dann auch die Unsicherheit, ob sich dahinter ein normaler Anruf verbirgt oder eventuell ein Betrugsversuch und man gar nicht zurückrufen sollte. In diesem Artikel wollen wir die Hintergründe der 0021 Rufnummern klären und auch helfen zu entscheiden, ob diese Anrufe seriös sind oder eher nicht.

0021 Vorwahl: seriös oder eine Gefahr?

Die gute Nachricht: generell sind Anrufe mit der 0021 erst mal ganz normale Auslandscall, denn die Vorwahl 0022 steht im internationalen Bereich für Anrufe aus dem nördlichen Afrika und es gibt gleich mehrere Länder, die sich diese Vorwahl teilen. Die Ziffer nach der Vorwahl 0021 gibt dabei Auskunft, zu welchem Land die jeweilige Rufnummer gehört:

LandLändervorwahl
Algerien00213 oder +213
Libyen00218 oder +218
Marokko00212 oder +212
Südsudan00211 oder +211
Tunesien00216 oder +216

Generell handelt es sich also im Auslandsrufnummern (wie beispielsweise auch die 0044, die 0039 oder die 0034) und wenn man Bekannte oder Verwandte in diesen Ländern hat, kann ein Call durchaus einen seriösen Grund haben. Auch bei Urlauben in einigen dieser Länder kann es zu Rückrufen kommen. Es muss sich also nicht unbedingt um Betrugsversuche unter dieser Rufnummer handeln, allerdings gibt es oft auch nicht seriöse Anrufe mit dieser Vorwahl. Mehr dazu haben wir im nachfolgenden Abschnitt zusammengestellt.

Es gibt auch einige deutsche Städte, die mit einer ähnlichen Vorwahl angerufen werden können und daher ist hier die Verwechslungsgefahr durchaus gegeben. So hat beispielsweise Düsseldorf die Vorwahl 0211 und unter der 02102 findet man Ratingen. Man sollte daher genau hinschauen, ob führend ein + oder 00 davor steht, nur dann sind es wirklich Rufnummern aus dem Ausland.

Spam und Betrugsversuche von der 0021

Anrufe mit der 0021 tauchen oft nur in der Anrufliste auf und daher sind Nutzer nicht sicher, ob man zurückrufen sollte oder nicht.

So fragt ein Nutzer bei GuteFrage:

Ich hab‘ eine Frage – und zwar aus welchem Land diese Vorwahl (0021) kommt? Ich hab bei Google gelesen – Libyen oder Tunesien. Aber das kann nicht sein, weil meine Bekanntschaften nur aus Ägypten oder Persien sein können. Also wenn, dann eins von den beiden, oder? 002133.. usw. – könnt ihr mir vielleicht helfen? Merci

Und bei Kipp.ch heißt es bereits 2010 zu Anrufen mit dieser Vorwahl:

Beim K-Tipp haben sich zahlreiche Leser gemeldet, die von der Nummer 0021 702 472 8477 einen Anruf erhielten. Sie hätten den Jackpot in Las Vegas geknackt, erklärt eine Stimme ab Band. Um den Gewinn zu erhalten, sollten sie die Taste 9 drücken. Wer das tut, wird laut Berichten von Lesern mit einem Callcenter verbunden.

Die 0021-er-Nummer ist wahrscheinlich gefälscht. Das ist mit den Mitteln der Internet-Telefonie möglich. Sicher ist: Einen Gewinn erhält niemand.

Tipps: Hängen Sie bei solchen Anrufen auf, drücken Sie nicht die Taste 9 und rufen Sie nicht zurück, wenn Sie die Nummer auf dem Display sehen.

Tatsächlich gibt es auch viele Betrugsversuche, die mit einer solchen Vorwahl gestartet sind. Aktuell beispielsweise laufen einige Wellen, bei denen Verbraucher von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern unter dieser Vorwahl angerufen werden. Das sind dann immer Versuche, Zugriff auf den Rechner des Opfer zu bekommen und man sollte in solchen Fällen gleich auflegen. Microsoft ruft niemals auf diese Weise an. Wie oben genannt gibt es auch teilweise noch automatische Calls, aber diese sind mittlerweile eher selten, weil kaum noch ein Verbraucher darauf reagiert. Bei automatisierten Ansagen kann man ebenfalls gleich auflegen.

Die Bundesnetzagentur ist in vielen Fällen gegen solche Rufnummern vorgegangen. Im Januar 2022 schreibt die Behörde beispielsweise für folgenden Nummern ein Inkassierungs- und Rechnungslegungsverbot aus:

00211915040026, 00211915040360, 00211915040446, 00211919520230, 00211919520261, 00211919520291, 00211919577423 (Isoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot vom 30.12.2021 bis 31.12.2021)

Daneben werden aber auch teilweise Ping Anrufe bzw. Ping Calls gemeldet, bei denen Nutzer auf teure Nummern zurückrufen sollen und ab und an wird auch Romance Scam über Nummern mit der Vorwahl 0021 abgewickelt. SMS Spam oder Schockanrufe von dieser Vorwahl gibt es dagegen erfreulicherweise eher selten. Ein Rückruf lohnt sich bei solchen Rufnummern auch eher selten. Zum Einen sind die Kosten recht hoch, da die Auslandsanrufe immer extra berechnet werden und oft landet man auch bei teuren Premium-Rufnummern, die nochmal mehr abrechnen als normale Auslandcalls. Daher sollte man sich Rückrufe sparen, wenn es wichtig ist, wird man sicher ohnehin nochmal angerufen.

So schützt man sich gegen Spam von der 0021

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0021 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

Sonderrufnummern in Deutschland – Technik, Hintergrund und Kosten

Sonderrufnummern in Deutschland – Technik, Hintergrund und Kosten – Die Rufnummern im Festnetz und Mobilfunk in Deutschland sind viele Jahr lang gewachsen und mittlerweile in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. Es gibt die Ortsvorwahlen, die mobilen Rufnummern und darüber hinaus auch noch eine ganze Reihe von Rufnummern, die sich nicht direkt in dieses Schema einordnen lassen und daher als Sonderrufnummern bezeichnet werden. Sie haben unterschiedliche Abrechnungsformen und die Kosten fallen auch sehr verschieden aus. In diesem Artikel haben wir den Überblick über Sonderrufnummern in Deutschland zusammengestellt mit Hinweisen zu den Hintergründen und zur Bepreisung der jeweiligen Vorwahlen.

Was sind Sonderrufnummern?

Definition: Sonderrufnummern sind Telefonnummern, die für bestimmte Zwecke vorgesehen sind und die daher nicht zu den normalen Teilnehmeranschlüssen wie Ortsvorwahlen oder Mobilfunk gehören. Sie werden in der Regel separat abgerechnet und teilweise unterliegen sie auch einer Regulierung durch die Bundesnetzagentur – die Preise können also nicht frei festgelegt werden

Sonderrufnummern müssen dabei nicht immer teuer sein. Es gibt mit den 0800 Rufnummer sogar kostenlose Vorwahlen und teilweise wird auch per Anruf und nicht per Minute abgerechnet. Das kann die Kosten auch deutlich senken. Auf der anderen Seite gehören aber auch die 0900 Nummern zu den Sonderrufnummern und dahinter stehen die teuersten Verbindungen, die man derzeit in Deutschland bekommen kann. Man kann also nicht immer sagen, dass Sonderrufnummern teuer sind, aber sie könnten je nach Vorwahl das Gebührenkonto richtig stark belasten.

Generell gilt aber, dass Sonderrufnummern in Deutschland in der Regel nicht unter die normalen Leistungen eines Festnetzanschlusses oder eines Mobilfunk-Vertrags fallen. Sie werden also separat abgerechnet und Allnet Flat oder auch Freiminuten greifen bei Verbindungen zu diesen Rufnummern NICHT. Teilweise ist es dazu leider immer noch so, dass Sonderrufnummern aus dem Festnetz günstiger sind als bei Anrufen mit dem Smartphone. Es gibt zwar ein Maximum, dass die Kosten deckelt, wenn man aus dem D1 Netz, dem Vodafone Netz oder dem O2 Netz anruft, die Gestaltung der Kosten unterhalb dieser Grenze ist aber immer noch recht frei und damit auch unterschiedlich. Das verursacht bei vielen Verbrauchern immer noch Unsicherheiten

Viele Netzbetreiber und Mobilfunk-Anbieter haben daher die Möglichkeit, Sonderrufnummern sperren zu lassen. Oft gilt dies vor allem für die teuren 0900 Rufnummern, aber auch die anderen Sonderrufnummern kann man auf diese Weise vorab sperren und eine Anwahl ist dann nicht möglich. In der Regel ist so eine Sperre kostenlos und man kann sie im Kundenbereich auch wieder aufheben. Die Sperrung ist vor allem dann sinnvoll, wenn man das Handy an die Kinder weitergibt oder man sich selbst nicht sicher ist, welche Rufnummern wie viel Kosten. Im Prepaid Bereich lassen sich solche Sperren auch hinterlegen, dort kann aber ohnehin nur abtelefoniert werden, was auf dem Prepaid Konto an Guthaben vorhanden ist.

Vorwahl 0137 – Die Vorwahl für Votings und Gewinnspiele

Die Vorwahl 0137 wird als Sonderrufnummer gerne genutzt um Massendienste wie Votings, Gewinnspiele oder andere Angebote abzuwickeln. Genau dafür ist diese Nummer auch gedacht und sie darf auch nur dafür eingesetzt werden. Man findet diese Vorwahl oft im TV oder mittlerweile auch im Netz bei Voting-Shows oder bei Abstimmungen und in der Regel ist dazu dann auch ein Preishinweis mit angegeben. Vor allem beliebte Shows mit vielen Zuschauern generieren auf diese Weise dann zusätzliche Einnahmen. Die Preise für diese Rufnummern sind zwar nicht sehr hoch, aber wenn mehrere tausend Zuschauer anrufen, dann kommen auch so recht hohe Summen zusammen.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu selbst:

Massenverkehrs-Rufnummern dürfen ausschließlich für die Erbringung von Massenverkehrs-Diensten genutzt werden. Diese sind charakterisiert durch ein hohes Verkehrsaufkommen in einem oder mehreren kurzen Zeitintervallen mit kurzer Belegungsdauer zu einem Ziel mit begrenzter Abfragekapazität.

Massenverkehrs-Dienste sind demnach Dienste, die zum Einen durch die Kürze der Anrufzeit (beispielsweise der Möglichkeit der Stimmabgabe oder der Meldung für die Teilnahme an einem Gewinnspiel) geprägt sind und die zum Anderen nicht dauerhaft angeboten werden. Die Möglichkeit der Generierung vieler Anrufe innerhalb eines definierten, kurzen Zeitraumes bei gleichzeitigem Schutz des Netzes vor Überlastungen steht im Vordergrund der Nutzung. Der Massenverkehrs-Dienst muss innerhalb eines begrenzten Zeitraums zu Verkehrsspitzen führen.

Die Preise für diese Rufnummern sind derzeit unterschiedlich gestaffelt und richten sich nach der Ziffer, die nach der 0137 kommt. Generell liegen die Preise zwischen 14 Cent und 1 Euro pro Anruf, bei den Rufnummern mit 2, 3 und 4 an der 5. Stelle wird mit 14 Cent pro Anruf abgerechnet. Diese Preise gelten aus den Festnetzen. Im Mobilfunk können Anbieter auch höhere Kosten verlangen, das sollte man also vorher abklären, wenn man solche Sonderrufnummern auf dem Handy nutzen will. Auch die 0138 gehört zu diesem Nummernkreis.

Den Überblick über die 0137 Sonder-Rufnummern gibt es hier: 01371| 01372| 01373| 01374 | 01375| 01376| 01377| 01371

Die Vorwahl 0180 (01801 bis 01807)

In diesem Rufnummernbereich finden sich die sogenannten Service-Dienste Rufnummern. Sie sind für Hotlines oder Ähnliches gedacht und sollen die Anrufer an den Kosten für solche Services zumindest teilweise beteiligen. Es gibt aber Obergrenzen für die Kosten, so dass Verbraucher eine gewissen Kostensicherheit haben.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Service-Dienste-Rufnummern dürfen ausschließlich für die Erbringung von Service-Diensten genutzt werden. Voraussetzung für eine Zuteilung einer Service-Dienste-Rufnummer ist, dass der Antragsteller die Einrichtung einer Rufnummer für Service-Dienste bei einem Betreiber eines Telekommunikationsnetzes beauftragen will und beabsichtigt, bei ihrer Anwahl einen dem Nutzungszweck der Rufnummer entsprechenden Dienst zu erbringen. Die Beauftragung kann direkt beim Betreiber eines Telekommunikationsnetzes oder indirekt über einen Diensteanbieter erfolgen. Zuteilungen werden auch gegenüber dem Betreiber eines Telekommunikationsnetzes vorgenommen. Voraussetzung dafür ist, dass er in dem von ihm betriebenen Telekommunikationsnetz eine Rufnummer für Service-Dienste einrichten will und beabsichtigt, bei ihrer Anwahl selbst einen dem Nutzungszweck der Rufnummer entsprechenden Dienst zu erbringen.

Die Kosten für einen Anruf auf einer 0180 Nummer richten sich nach der Nummer, die an der 5. Stelle kommt und danach, ob man aus dem Festnetz oder mit dem Handy anruft. im Vergleich zu 0137 Rufnummern sind die Gebühren aber geringer, liegen bei 3,9 bis maximal 14 Cent pro Minute oder 20 Cent pro Anruf.

Mittlerweile steht fest, dass die unterschiedlichen Kosten zwischen Festnetz und Mobilfunk zum 1. April 2022 enden werden. Die Bundesnetzagentur hat dies bereits beschlossen.

Mehr dazu haben wir in diesen Artikeln zusammengestellt: 01801 | 01802 | 01801 | 01801 | 01805 | 01806 | 01807

Die 0190 und 0191 Rufnummern und Vorwahlen

Die 0190 Rufnummern waren die Vorgänger der 0900 Nummern und ebenso für die Abrechnung von preisintensiven Dienstleistungen gedacht. Allerdings wurde damit leider auch sehr viel Mißbrauch betrieben und daher entschloss sich die Aufsichtsbehörde, hier eine neue Regelung einzuführen. Daher wurde stattdessen ab 2010 auf die 0900 für diese Dienstleistungen gesetzt.

Dazu gab es auch noch die 0191 Nummern. Vorwahlen, die mit 0191 beginnen, waren Vorwahlen für die Einwahl ins Internet oder Online-Dienste (Internet by Call, Dialer). Neben der 0191 gehören dazu noch die 0192, 0193 und 0194. Heute darf nur noch die 09009 für Dialer verwendet werden, die 0191 kommt also im normalen Einsatz nicht mehr vor.

Als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, war die 0191 oftmals Teil einer Rufnummer, die man über ein Programm am PC anwählen musste, um das Internet nutzen zu können. Während diese legale Variante von Einwahlprogrammen zu jedem Internetanbieter gehörte, versuchten auch Betrüger sich diese Nummer von Nutzen zu machen. Da die Kosten für die 0191 frei wählbar waren, wurden mehrere Premium-Rate-Dialer in heimische PCSs eingeschleust, die sich kostspielig mit dem Internet verbanden. Dieses passierte praktisch unsichtbar: der Nutzer klickte einen Link zu einem Spiel o.ä. an und installierte das vermeintlich zugehörige Programm. Nach der Installation erhielt der User aber kein Spiel, sondern nur ein unsichtbares Dialer-Programm, was sich von nun an sehr kostspielig mit dem Internet verband. Ein Dialer kassierte pro Verbindung gar 900 Euro. Das Entfernen der Dialer musste zumeist über gute Programmierkenntnisse oder Virenscanner erfolgen, da die 0191 eben auch für die reguläre Einwahl ins Internet verwendet wurde und somit nicht ohne Weiteres gesperrt werden konnte.

Generell gibt es daher die 0190 aktuell im praktischen Einsatz nicht mehr und wer von so einer Rufnummer angerufen wird, kann ohnehin davon ausgehen, dass es sich im eine manipulierte Rufnummer handelt.

Die persönliche 0700 Rufnummer

Die 0700 ist eine Besonderheit unter den Vorwahlen. Mit ihr und einer 8-stelligen Durchwahl kann man ein Leben lang stets dieselbe Festnetznummer haben. Sie lässt sich problemlos zu jedem Anbieter mitnehmen. Die 0701 gehört ebenfalls zum System. Die Bundesnetzagentur schreibt zu 0700 Sonderrufnummern kurz und knapp:

Mit einer Persönlichen Rufnummer ist ein Zugang zu und von allen Telekommunikationsnetzen unter einer Rufnummer unabhängig vom Standort und vom Endgerät möglich. Jeder, der bei einem Netzbetreiber seine Persönliche Rufnummer beauftragen möchte, kann eine solche Rufnummer beantragen.

Die Idee einer Festnetznummer, die ein ganzes Leben lang gleich bleibt, klingt auf Anhieb sehr praktisch. Diese Festnetznummer lässt sich auch auf mehrere Geräte – auch mobil – festlegen, so dass man überall mit der selben Nummer erreicht werden kann. Das Problem: Anrufer zahlen für Verbindungen auf eine 0700 Nummern meistens separate Kosten, die sehr unterschiedlich ausfallen können und die auch NICHT von den meisten Allnet Flat mit abgedeckt sind. Daher schrecken viele Nutzer davor zurück, bei 0700 Rufnummern anzurufen, weil sie sich nicht sicher sind, welche Kosten entstehen. Mittlerweile sind die Kosten aber auf maximal 9 Cent pro Minute begrenzt, daher hat man hier zumindest eine Obergrenze für die Kosten. Allnet Flat Nutzer zahlen aber dennoch weiter extra. Mehr Details zu 0700 Nummern gibt es hier: die Vorwahl 0700

0800 und 00800 Nummern – Freephone ohne Kosten

Die Vorwahl 0800 wurde eingeführt, um Nutzern zu signalisieren, dass ein Anruf kostenlos erfolgen kann. Verbindungen zu einer 0800 Rufnummern sind immer kostenfrei, egal ob man aus dem Festnetz oder aus dem Mobilfunk-Netz anruft. Die Kosten übernimmt der Angerufene. Man findet solche Rufnummern oft bei Hotlines und Bestell-Rufnummern. Im Internationalen Raum wird in der Regel die 00800 verwendet um Freephone-Nummern abzuwickeln. Dazu gibt es noch die 0801 als Reserve für zukünftige kostenlose Nummern. Den kompletten Überblick haben wir hier zusammengestellt: 0800 Rufnummern

Die 0900 Sonder-Rufnummern

Die 0900 Rufnummern sind die Nachfolger der 0190 Sondernummern und setzen auf die gleichen Inhalte. Sie bieten recht frei konfigurierbare Tarife, der maximale Kosten deutlich über denen anderer Rufnummern liegen. Betreiber dieser Rufnummern dürfte bis zu 3 Euro pro Minute und bis zu 30 Euro pro Anruf abrechnen. Das ist wesentlich mehr als bei anderen Service-Nummern und daher werden in der Regel hochpreisige Dienstleistungen über diese Rufnummern abgewickelt. Beispielsweise findet man die Erotik-Hotlines mittlerweile hinter 0900 Nummern. Generell ist dieser Bereich mittlerweile streng reguliert um Missbrauch wie bei den 0190 Nummern von Anfang an auszuschließen. Aufgrund der hohen Gebühren locken diese Rufnummern aber dennoch auch immer wieder Betreiber an, die solche Rufnummern eher missbrauchen wollen.

Die Bundesnetzagentur schreibt selbst zu diesen Rufnummern:

Premium-Dienste sind Dienste, bei denen durch einen Betreiber eines Telekommunikationsnetzes eine Telekommunikationsdienstleistung für die Öffentlichkeit erbracht wird und darüber hinaus eine weitere Dienstleistung erbracht wird, die gegenüber dem Anrufer gemeinsam mit der Telekommunikationsdienstleistung abgerechnet wird.

Rufnummern für Premium-Dienste werden von der Bundesnetzagentur einzeln an Inhalteanbieter zugeteilt. Dadurch kann jeder Inhalteanbieter jede Rufnummer beantragen, unabhängig davon, bei welchem Netzbetreiber er Kunde ist. (0)900er-Rufnummern haben keine Tarifkennung und sind dadurch flexibel tarifierbar. Der Inhalteanbieter kann für jede Rufnummer individuell den Preis festlegen, den ein Anruf kosten soll. Im Rahmen einer freiwilligen Selbstkontrolle folgt auf die Dienstekennzahl (0)900 eine Inhaltekennung (1 für Information, 3 für Unterhaltung, und 5 für sonstige Dienste). Dadurch besteht für die Anschlussinhaber die Möglichkeit, gezielt bestimmte Inhalte zu sperren.

Die genauen Kosten und Details zu den 0900 Sonderrufnummern gibt es in diesem Artikel: 0900 Vorwahl und Rufnummern

Behörden-Dienste und andere Sonderrufnummern

Zwei Sonderrufnummern kennt wohl jeder, auch wenn die wenigsten sie als Sonderrufnummern einordnen: die 110 (Polizei-Notruf) und die 112 (Feuerwehr-Notruf). Beide Rufnummern sind kostenfrei erreichbar und leiten an die jeweilige Notrufstelle weiter.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Rufnummern, die diesem Bereich zuzuordnen sind. Unter der 115 wird beispielsweise gerade der Behörden-Call aufgebaut und die 116117 ist vor allem in der Corona-Pandemie als ärztliche Auskunft bekannt geworden. Daneben gibt es aber auch noch die Kurzwahl 116116 als zentraler Sperrdienst für Karte (egal ob Kreditkarte, Bankkarte oder Simkarte).

Generell gibt es dazu noch mit der Vorwahl 118 die Auskunftsdienste in Deutschland. Dort kann man Rufnummern erfragen und sich auch direkt verbinden lassen, die Kosten sind in diesem Bereich aber vergleichsweise hoch.

Die 01803 als Vorwahl und Rufnummer – Kosten und Wissenswertes

Die 01803 als Vorwahl und Rufnummer – Kosten und Wissenswertes – Vorwahlen, die mit 01803 beginnen, werden ausschließlich für Servicedienste (früher: Geteilte-Kosten-/Shared-Cost-Dienste) verwendet. Früher wurden dabei die Kosten teilweise direkt mit von den Unternehmen übernommen und diese Rufnummern waren damit billiger. Mittlerweile ist es eher umgekehrt.

Die Vorwahl 01803 kostet 9 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, wer aus dem deutschen Mobilfunknetz anruft, zahlt bis zu 42 Cent/Minute. Der Preis für Festnetzverbindungen ist für Telefonate aus dem Netz der Telekom angegeben, andere Festnetzanbieter berechnen aber meistens die gleichen Preise.

Wer die 01803 wählt und nicht sofort mit einem Mitarbeiter verbunden wird, landet in der Warteschleife. Früher zahlte man auch für die Zeit, die man in der Warteschleife verbrachte. Seit dem 1. September 2012 sind die ersten zwei Minuten in der Warteschleife aber kostenfrei. Erst ab der dritten Minute in der Warteschleife oder sobald der Kunde mit einem Mitarbeiter verbunden ist, dürfen Kosten für den Anruf entstehen. Die einzige Ausnahme sind nachgelagerte Warteschleifen, diese kosten sofort. Als nachgelagerte Warteschleifen gelten alle, in die der Kunde im Verlauf des Gespräches gestellt wird oder über die man sich per Telefonanwahl („Wenn Sie … wollen, drücken Sie die 1.“) einwählt. Die Bundesnetzagentur schrieb zu den Änderungen bereits im Jahr 2010:

Ab dem 1. März 2010 gelten neue gesetzliche Regelungen für (0)180er Rufnummern. Insbesondere werden preisliche Obergrenzen eingeführt. Die bisherigen Preise für Anrufe aus dem Festnetz ändern sich nicht. Anrufe aus dem Mobilfunknetz auf (0)180er Rufnummern kosten ab dem 1. März  2010 maximal 42 ct/min.

Ab dem 1. März 2010 besteht außerdem die Verpflichtung, bei jeder Angabe einer (0)180er Rufnummer nicht nur den Preis für Anrufe aus dem Festnetz, sondern zusätzlich den Mobilfunkhöchstpreis anzugeben. Der bloße Hinweis auf möglicherweise abweichende Mobilfunkpreise reicht nicht mehr aus. Ferner heißen die in diesem Rufnummernbereich erbrachten Dienste nicht mehr „Geteilte-Kosten-Dienste“, sondern „Service-Dienste“.

Früher waren die 0180 Rufnummern und damit auch die 01803 gedacht gewesen, um Anrufe billiger zu machen. Mittlerweile sind aber die Kosten für Handytarife und auch für Festnetzanrufe so weit gesunken, dass die 01803 kaum noch wirklich attraktiv ist. Die Preise für diese Rufnummern wurden nicht im gleichen Zuge abgesenkt. Dazu gibt es mittlerweile Urteile, das Support-Hotline für Bestandskunden nicht teurer sein dürfen als normale Anrufe – auch das hat der Nutzung von 01803 Rufnummern deutlich geschadet.

Hinweis: die 01803 gilt als Sonderrufnummer und wird daher separat zu den normalen Rufnummern abgerechnet. Wer eine Allnet Flat nutzt, zahlt für 01803 Anrufe daher dennoch extra. Das sollte man bei der Nutzung wissen. In den meisten Fällen ist es daher billiger, eine normale Festnetz-Rufnummer zu nutzen.

Warteschleifen Abrechnung bei der 0180-3

Ab 1. Juni 2013 sind Warteschleifen, auch nachgelagerte, vollständig kostenfrei. Damit zahlen Kunden nur noch für die Dauer des Gesprächs und nicht mehr für die Zeit in einer eventuelle Warteschleife. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Eine Warteschleife liegt vor, wenn Anrufe entgegengenommen oder aufrechterhalten werden, ohne dass das Anliegen des Anrufers bearbeitet wird. Die Bearbeitung kann über einen automatisierten Dialog oder durch eine Person erfolgen. Beim ersten Einsatz einer Warteschleife im Rahmen des Anrufs hat der Angerufene bei Sonderrufnummern sicherzustellen, dass der Anrufende mit Beginn der Warteschleife über deren voraussichtliche Dauer informiert wird. Darüber hinaus muss dem Anrufer mitgeteilt werden, ob für den Anruf ein Festpreis gilt oder der Anruf für die Dauer des Einsatzes dieser Warteschleife für den Anrufer kostenfrei ist. Die Ansage kann mit Beginn der Bearbeitung vorzeitig beendet werden.

In diesen Fällen dürfen mittlerweile keine Kosten mehr berechnet werden.

Wissenswertes um die 0180-3

Aufgrund der Preisgestaltung und immer häufigerer Missbrauch haben Rufnummern mit dieser Vorwahl über die Zeit einen eher schlechten Ruf bekommen. Darauf reagieren auch teilweise die Anbieter. So hat die Bundesagentur für Arbeit beispielsweise ihre ehemaligen 0180-1 Rufnummer auf kostenfreie 0800 Rufnummern umgestellt.

Die 01803 wird in erster Linie als Zielrufnummer genutzt und weniger für Anrufe eingesetzt. Daher gibt es auch eher selten Fälle von Spam – die Nummern sind meistens für die Weiterleitung gedacht. Ping Anrufe oder Schockanrufe von diesen Rufnummern gibt es daher nicht, wenn so eine Rufnummer im Display auftaucht kann man auch recht sicher sein, dass es sich um eine manipulierte Nummer handelt.

Gut dagegen: bei einer 01803 kann man sich sicher sein, dass man einen deutschen Anschluss anruft (Auslandsrufnummern wie die 0044 oder die 0034 beginnen immer mit einer 00 oder einem +). Die Kosten sind dabei auch reguliert, so dass man immer weiß, was man bezahlt (auch wenn das mittlerweile teurer ist als ein normaler Handyanruf). Kostenfallen bei ausländischen Rufnummern gibt es daher bei diesen Vorwahlen erfreulicherweise nicht.

Video: Vorsicht vor Ping-Anrufen mit teuren Vorwahlen

Überwachung der Mobilfunk-Netze per Funkzellenabfrage – was wird erfasst?

Überwachung der Mobilfunk-Netze per Funkzellenabfrage – was wird erfasst? – Das Handy ist mittlerweile ein sehr individualisiertes Gerät und nur wenige Menschen gehen noch ohne ein Handy oder Smartphone aus dem Haus. Diese neue Entwicklung wird zunehmend auch von den Behörden genutzt, wenn es darum geht, Verbrechen aufzuklären. Die entsprechende Technik heißt dabei Funkzellenabfrage. Dabei werden alle Mobilfunk-Teilnehmer erfasst, die sich in einer bestimmten Funkzelle aufhalten.  Diese Maßnahme muss allerdings verhältnismäßig sein und von einem Gericht angeordnet werden. trotz dieser Vorgaben gibt es immer wieder Kritik am exzessiven Einsatz solcher Funkzellenabfragen.

So hatte das Amtsgericht in Dresden im Vorfeld einer Anti-Nazi Demonstration eine weitgehende Funkzellen-Überwachung für die Dresdner Innenstadt genehmigt. Dabei wurden mehr als 900.000 Verbindungen erfasst und abgefragt. Bei Netzpolitik.org spricht man unter anderem von folgenden Zahlen:

  • Südvorstadt/Plauen Dresden: 800.600 Verkehrsdaten und 229 Bestandsdaten
  • Coschützer Straße in Freital: 14.243 Verkehrsdaten und 4.755 Bestandsdaten
  • Großenhainer Straße: 81.229 Verkehrsdaten und 35.748 Bestandsdaten

Hier spricht man sogar von mehr als einer Millionen erfasster Datensätze. Es reichte also, an diesem Tag in Dresden zu sein und einen der überwachten Bereiche zu betreten um erfasst zu werden – unabhängig ob man an der Demonstration teilgenommen hat oder nicht. So gerieten beispielsweise auch Abgeordnete des sächsischen Landtags in die Überwachungsliste.

In Jena gab es 2021 eine ähnliche Abfrage, hier wurden Funkzellen in der Innenstadt abgefragt und so an sich die Rufnummern der gesamten Einwohner erfasst.

Im Plenarprotokoll ist dazu festgehalten:

Aufgrund richterlicher Beschlüsse wurde im Rahmen mehrerer Funkzellenabfragen ein
Bestand von ca. 138.000 Datensätzen von Mobilfunkrufnummern erfasst. Aus diesem Datenbestand wurden ca. 100 Bestandsdaten erhoben, zu denen weitere Prüfungen im Rahmen der Ermittlungen vorgenommen wurden. Es wurden mehrere Funkzellen abgefragt, wobei der Radius einzelner Zellen teilweise wenige 100 Meter beträgt. Die Datenerhebung wurde aufgrund des Grundrechtseingriffs auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

In anderen Bundesländern dürften die Zahlen vergleichbar liegen, oft werden aber Details gar nicht veröffentlicht.

Was wird bei einer Funkzellenabfrage erfasst?

Erfasst wurden dabei ein ganze Anzahl von Daten. Die Mobilfunkbetreiber übermittelten an den Staatsanwaltschaft:

  • Zeitpunkt eines ausgehenden oder eingehenden Anrufes
  • Verbindungsdauer
  • Rufnummer des Anrufers
  • Abstrahlungswinkel in der Funkzelle
  • WLAN Nutzung
  • SMS Nutzung
  • Mailbox Gespräche
  • Anwahlversuche

Die Inhalte der Gespräche selbst wurden jedoch nicht erfasst. Ebenso gab es keinen Zugriff auf die Inhalte von SMS oder die Internet-Seiten, die geöffnet wurden.

Zu diesen Verbindungsdaten wurden noch Bestandsdaten erhoben, also Material mit dem sich Nutzer direkt identifizieren lassen. Dazu gehören neben der Rufnummer auch die IMEI Nummer und die IMSI Nummer. Die IMEI Nummer ist dabei der Gerätecode des genutzten Handys. Damit kann ein Gerät eindeutig identifiziert werden. Die IMSI Nummer wieder ist die Kennzeichnung der Simkarte und darüber ist es möglich, auch die Simkarte die genutzt wurde eindeutig zu identifizieren. Die Behörden fragen also nicht nur die Simkarten Vertragsdaten ab sondern greifen mit der IMEI auch direkt auf die Hardwarekennung zu. Eine anonymisierte Simkarte würde bei dieser Abfrage nur teilweise helfen, da über die IMEI auch die Handys von eventuell Verdächtigen geprüft werden können

Das Amtsgericht Dresden findet diese Art der massenhaften Abfrage im Übrigen nach wie vor. In einem Beschluss dazu heißt es:

„Vor diesem Hintergrund war die Maßnahme geboten und unter Berücksichtigung sonstiger verfügbarer Beweismittel auch der mildeste Eingriff in die Rechtsposition unbeteiligter Dritter“

Die Überwachung der Handynetze per Funkzellenabfrage dürfte damit auch in Zukunft weiter eingesetzt werden und es besteht immer die Gefahr selbst mit erfasst zu werden. Falls das passiert sieht das Gesetz im Übrigen vor, dass die Personen nach der Maßnahme informiert werden müssen. Das Amtsgericht Dresden sah auch hier keinen Handlungsbedarf da die meisten erfassten Personen wohl ohnehin kein Interesse an dieser Benachrichtigung gehabt hätten.

HINWEIS: Generell können in Deutschland alle mobilen Netze auf diese Weise abgefragt werden, die Netzbetreiber sind verpflichtet, mit Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten. Es macht also keinen Unterschied, ob D1 Netz, Vodafone Netz oder O2 Netz – die Daten werden dennoch erfasst. Auch 5G Netzbereiche können auf diese Weise abgefragt werden.

Wie genau ist eine Funkzellenabfrage?

Die Funkzelle ist der jeweilige Versorgungsbereich eine Basistation (eines Funkmastes) und dieser Bereich kann je nach genutzter Technik recht groß sein. Es gibt dabei Funkzellen von wenigen 100 Metern bis hin zu mehreren Kilometern. Entsprechend genau oder ungenau ist auch die Standortbestimmung über eine Funkzellenabfrage.  Generell kann man auf diese Weise keinen genauen Standort festlegen und beispielsweise nicht bestimmen, welche Adresse eine Person innerhalb einer Funkzelle aufgesucht hat. Dazu wären weitere Daten notwendig.

Dennoch geben die Funkzellen Standortdaten preis, die Nutzungsgewohnheiten von Usern beinhalten und bei größeren Objekten (wie beispielsweise größeren Unternehmen mit viel Fläche) kann man auch durch eine Funkzellenabfrage eine Verbindung zu Unternehmen oder anderen Aktivitäten herstellen.

Video: Details zur Funkzellenabfrage vom CCC

0039 Vorwahl – was steckt hinter Anrufen mit der +39?

0039 Vorwahl – was steckt hinter Anrufen mit der +39? – In Deutschland berichten Nutzer immer wieder von Anrufen mit einer Vorwahl 0039 oder +39 die sie nicht zuordnen können und bei denen sie daher unsicher sind, ob hinter diesen Anrufen ein wirkliches Anliegen steckt oder eventuell Spam oder Betrugsversuche unter solchen Rufnummern ankommen.

In diesem Artikel wollen wir klären, was hinter unbekannten Anrufen von der 0035 als Vorwahl steckt und auch wie man sich bei Problemen oder Spam dagegen schützen kann.

0039 Vorwahl – was steckt hinter Anrufen mit der +39?

Grundsätzlich ist die 0039 eine reguläre Vorwahl im internationalen Rufnummernsystem und steht für eine regionale Vorwahl. Konkret ist die 0039 oder auch +39 Italien zugeordnet und diese Zuordnung ist fest. Ein Anruf, der mit der 0039 ankommt, stammt also aus Italien oder auch wenn man die 0039 anruft, kommt man in Italien heraus. Man kennt dies auch von anderen Auslandsvorwahlen wie beispielsweise der 0034, 0035 oder auch der 0044 – diese sind immer fest bestimmten Ländern zugeordnet.

Die Vorwahl 0039 steht also für Anrufe aus Italien und daher sind Anrufe mit dieser Vorwahl prinzipiell erst mal kein Problem. Es kann durchaus plausibel Gründe für Anrufe mit dieser Nummer geben, beispielsweise wenn man dort einen Urlaub gebucht hat oder wenn man etwas bei einem Anbieter aus Italien bestellt hat. Auch Freunde und Bekannte in Italien könnten ein Grund für so einen Anruf sein.

Leider besteht auch leicht die Möglichkeit, die Vorwahlen zu verwechseln, denn auch einige deutsche Ortsvorwahlen starten mit der 039. Beispielsweise hat Magdeburg die Rufnummer 0391 oder Gommern und einige andere Gemeinden sind unter der 0392 zu erreichen. Man sollte daher genau hinschauen: nur wenn die 00 davon steht oder ein + direkt von der 39 zu finden ist, handelt es sich um die Auslandsvorwahl von Italien.

TIPP: Es gibt mit der 032 auch Rufnummern, die nicht regional zugeordnet sind. Bei der 0039 ist des aber nicht der Fall, diese steht IMMER für Italien.

Die Kosten für Anrufe auf eine 0039 Vorwahl

Wer einen Anruf mit einer 0039 Vorwahl bekommen hat und zurückrufen möchte, sollte im Hinterkopf behalten, dass Auslandvorwahlen nach wie vor separat abgerechnet werden. Ein Anruf verursacht also Kosten und diese variieren je nach Anbieter.

Anrufe auf die 0039 werden in der Regel auch nicht von deutschen Allnet Flat mit erfasst (Was gehört zu einer Allnet Flatrate) und auch das kostenlose EU Roaming greift an der Stelle NICHT. Allerdings gehören Gespräche nach Italien in der Regel zur Ländergruppe 1 bei den Mobilfunk-Betreibern in Deutschland und die Kosten sind daher überschaubar. Dennoch kann es nicht schaden, wenn man sich vor einem Anruf auf so eine Rufnummer rückversichert, welche Kosten maximal entstehen können.

Spam und Betrugsversuche von 0039 Rufnummern

Leider kann man bei der Vorwahl 0039 keine komplette Entwarnung geben, denn es sind durchaus auch viele Fälle bekannt, in denen es Spam und Fake-Anrufe von dieser Rufnummer gab, oft auch mit gefälschten Nummern. Erfreulicherweise sind kaum Ping-Anrufe und SMS Spam von dieser Vorwahl bekannt, aber angebliche Anrufe von Microsoft Mitarbeitern und auch Calls von Immobilien-Firmen gibt es leider ab und an.

Bei wochenblatt-reporter.de heißt es zu einem Fall aus 2020:

Gleich mehrere Fälle von sogenannten Call-Center-Betrugsdelikten – in diesem Fall mit der Vorwahl 0039 – sind der Polizei am Dienstag gemeldet worden – das heißt: Betrugsversuche, bei denen die Täter per Telefon und (mutmaßlich) aus einem Call-Center heraus agieren.

Aus Otterbach ging die Meldung ein, dass eine 66-jährige Dame am Nachmittag innerhalb einer Stunde gleich zwei dubiose Anrufe erhalten hatte. In beiden Fällen gaben sich die jeweiligen Anrufer als „Microsoft-Mitarbeiter“ aus, die der Dame weismachen wollten, dass ihr Computer gehackt worden sei. Die Frau war jedoch auf der Hut, erkannte die Betrugsmasche und beendete die Telefonate, indem sie einfach auflegte. Und mehr noch: Sie notierte sich die im Display angezeigten Rufnummern und übermittelte sie an die Polizei. Recherchen ergaben, dass die Betrüger mit technischen Hilfsmitteln falsche Nummern anzeigen ließen, denn die abgelesenen Rufnummern sind ungültig.

Und bei GuteFrage schrieb ein Nutzer 2021:

Hallo, seit ca 6 wochen bekommen wir fast täglich Anrufe mit der Vorwahl 0039 also Italinen , sogar an heiligabend haben sie angerufen, auf jeden Fall legen sie sobalt Man dran geht auf bis auf einmal da haben sie einen nach der Meinung von italienischem Wein gefragt, hab dann aufgelegt. Dann war noch diese komische Begegnung mit einem Mann vor unserem Haus, ich sah ihn die Strasse runterlaufen und hab gleich gedacht das da was nicht stimmt. Er lief ganz langsam an unserem Haus vorbei und hatte sowas wie einen Notizblock bei sich, ich hab das meiner Mutter gesagt und die ist gleich auf den Balkon nachdem er dann mehrere Minuten vor dem Haus standt Etwas in seinen block kritzelte und es anschaute. Sie fragte dann was er mache und er antwortete etwas in gebrochenem deutsch und verschwandt dann. Er sah außerdem sehr südländisch aus. Meine Mutter hat die Polizei gerufen, so zur Sicherheit, die sind dann die Straße abgefahren konnten aber niemanden sehen. Auch komisch ist das wir in einem sehr sehr kleinen Dorf wohnen weshalb das echt ungewöhnlich war. Hat das alles was miteinander zu tun?

Die Bundesnetzagentur ist in den letzten Jahren kaum gegen Rufnummern mit der 0039 vorgegangen. In den Listen der Agentur finden sich keine Hinweise zu Sperrungen oder einem Inkassierungsverbot. Das ist an sich ein gutes Zeichen, denn es bedeutet auch, dass es wohl keine zu massiven Betrugsversuche rund um diese Rufnummern gab.

Man sollte aber dennoch bei Anrufen von dieser Vorwahl Vorsicht walten lassen und weder persönliche Daten freigeben noch Verträge oder anderen Commitments eingehen.

So schützt man sich gegen Spam von der 0039

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0039 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

Rufnummer und Vorwahl – das sollte man dazu wissen

Rufnummer und Vorwahl – das sollte man dazu wissen – Wer in Deutschland Telefon und Handy nutzt, wird meistens auch damit konfrontiert, dass es zu den Rufnummern in der Regel noch eine Vorwahl gibt. Nur in wenigen Ausnahmen ist dies nicht der Fall.

Die Vorwahlen haben sich historisch vor allem deswegen entwickelt, weil es notwendig war, bestimmte Abrechnungen einzuführen und unterscheidbar zu machen. Daher wurden ausländische Rufnummern immer mit 00 abgewählt. Auf diese Weise konnte im System einfach hinterlegt werden, dass für die 00 einen gesonderte Abrechnung und ein extra Tarif gewählt wurden.

In Deutschland kennen die meisten Verbraucher derzeit zwei Vorwahlen-Systeme, die parallel nebeneinander laufen (und eigentlich sind die mobilen Vorwahlen in die normalen Vorwahlen integriert):

  • die Ortsvorwahlen aus dem Festnetz Bereich
  • die mobilen Vorwahlen für die Handyrufnummern – erkennt man an der 01 als vorangestellte Ziffern (nach der Länderkennung)

Daneben gibt es noch die Länderkennung +49 für Deutschland. Diese muss nur genutzt werden, wenn man eine deutsche Rufnummer aus dem Ausland anrufen möchte und dann wird die 0 als erste Ziffer der normalen Vorwahl weggelassen.

Die Ortsvorwahlen nach Bereichen geordnet

Die Vorwahlen haben nicht alle einen Ortsnetzbezug, aber die meisten Vorwahlen sind bestimmen regionalen Bereichen zugeordnet. Die Aufteilung sieht dabei wie folgt aus:

  • Vorwahlbereich 00 – Verbindungen ins Ausland und in ausländische Mobilfunk- und Festnetze
  • Vorwahlbereich 01 – Mobilfunk-Rufnummern und Sonderrufnummern verschiedenster Bereiche
  • Vorwahlbereich 02 – Nordrhein-Westfalen (außer Nordost), Rheinland-Pfalz (Nord), Hessen (Dillenburger Raum)
  • Vorwahlbereich 03 – Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Niedersachsen (Amt Neuhaus) – die neuen Bundesländern wurden nach der Wiedervereinigung in diesen Bereich eingegliedert
  • 032 – Nationale Teilnehmerrufnummern ohne Ortsnetzbezug (beispielsweise für VoIP Einwahlnummern). Man sollte diese Rufnummern aber nicht mit den internationalen Rufnummern wie 0033 oder 0034 verwechseln. 032 steht für deutsche VoIP Anschlüsse und wird daher auch dementsprechend abgerechnet.
  • Vorwahlbereich 04 – Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen (Küste) Vorwahlbereich 05 – Nordrhein-Westfalen (Nordost), Niedersachsen (ohne Küste), Hessen (Nord)
  • Vorwahlbereich 06 – Saarland, Rheinland-Pfalz (Mitte, Nord [hier auch Grenzorte im Süden von Nordrhein-Westfalen]), Hessen (Mitte, Ost, Süd), Baden-Württemberg (Raum Mannheim/Heidelberg), Bayern (Raum Aschaffenburg)
  • Vorwahlbereich 07 – Baden-Württemberg, Südpfalz, Bayern (Raum Neu-Ulm)
  • 0700 – Persönliche Rufnummern ohne Ortsnetzbezug
  • Vorwahlbereich 08 – Südliches Bayern
  • 0800 – Kostenfreie Rufnummern ohne Ortsnetzbezug
  • Vorwahlbereich 09 – Nördliches Bayern, Baden-Württemberg (Raum Wertheim), Hessen (Kalbach, LK Fulda und Seckmauern, Odenwaldkreis)

In den Ortsnetzen kann die Vorwahl in der Regel weg gelassen werden. Wer also nur im eigenen Ort telefoniert, kann einfach die Rufnummer wählen. Das gilt aber nur aus dem Festnetz heraus. Im mobilen Bereich muss immer die Vorwahl mit angegeben werden, da Mobilfunk als extra Netz gilt und daher nicht ins normale Orts-Vorwahlennetz mit integriert ist.

Die Ortsnetze sind dabei relativ fest, aber es werden auch immer wieder Grenzen in kleinen Bereichen verschoben und dann können sich Vorwahlen ändern. In der Regel sind davon aber nur wenige Rufnummern betroffen, oft werden auch Änderungen vorgenommen, die gar keine Rufnummern betreffen. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Die Bundesnetzagentur plant weitere Änderungen von Ortsnetzgrenzen, bei denen jedoch keine bestehenden Anschlüsse betroffen sind. Die geplanten Änderungen werden hier in Form von GIS-Daten veröffentlicht, damit Betreiber von Telekommunikationsnetzen prüfen können, ob tatsächlich keine bestehenden Anschlüsse betroffen sind.

Was sagen die Handy-Vorwahlen über das Netz aus?

Im mobilen Bereich sind die Vorwahlen der jeweiligen Rufnummern nach bestimmten Netzen getrennt. Die Telekom (D1 Netz), Vodafone (D2 Netz) und o2 (O2 Netz) haben also bestimmte Rufnummernkreise und Vorwahlen, die sie vergeben können. Allerdings gilt diese Zuordnung nur dann wirklich zuverlässig, wenn die Rufnummern gerade erst vergeben wurden.

Mittlerweile können Kunden ihre Rufnummern zu anderen Anbieter mitnehmen und das gilt auch für die Vorwahlen. Daher kann eine Telekom Rufnummer auch ins O2 Netz mitgenommen werden und eine Vodafone Rufnummer bei der Telekom landen. Die Vorwahl selbst sagt also inzwischen nicht mehr zuverlässig aus, in welchem Netz eine Nummer gerade aktiv ist. Man sieht lediglich noch, dass es sich um eine Mobilfunk-Rufnummer handelt, wenn die 01 davor steht.

NetzbetreiberHandyvorwahlen
Deutsche Telekom01511, 01512, 01514, 01515, 01516, 01517, 0160, 0170, 0171, 0175
Vodafone01520, 01522, 01523, 01525, 0162, 0172, 0173. 0174
O201590, 0176, 0179 – ehemals Eplus: 01570, 01573, 01575, 01577, 01578, 0163, 0177, 0178

So fragt man das Netz bei mobilen Rufnummern und Vorwahlen ab

Da man aus der Vorwahl einer Handynummer nicht mehr das Netz zuverlässig ermitteln kann, bieten die Netzbetreiber Abfragemöglichkeiten für die jeweiligen Netze an. Damit kann man vor einem Anruf prüfen, welches Handynetz eine Nummer nutzt – beispielsweise dann, wenn man einen Tarif hat, der in ein bestimmtes Netz besonders günstig ist. Allerdings nutzen mittlerweile die meisten Verbraucher Allnet Flat mit gleichen Konditionen in alle Netze, daher ist diese Unterscheidung nicht mehr ganz so wichtig.

Folgende Nummern stehen zur Verfügung:

  • Deutsche Telekom: Anruf über die Kurzwahl 4387. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch die Telekom das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Telekom Netz kostenfrei.
  • Vodafone: Anruf über die Kurzwahl 12313. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch Vodafone das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Vodafone Netz kostenfrei.
  • O2: SMS mit „Netz Rufnummer“ an die Kurzwahl 4636 senden. „Rufnummer“ muss in der SMS durch die Nummer, die man abfragen will, ersetzt werden. Man bekommt danach eine SMS mit dem passenden Netz zugeschickt. Diese SMS ist kostenfrei. Ehemalige Eplus Kunden können nun ebenfalls die O2-Abfrage mit nutzen (ebenfalls kostenlos).

Deutsche Vorwahlen aus dem Ausland: die 0 muss weggelassen werden

Wer vom Ausland nach Deutschland telefonieren will, muss die Länderkennung (+49 oder 0049) vorwählen. Die ist sowohl für Gespräche ins Festnetz als auch ins Mobilfunk-Netz notwendig. In solchen Fällen wird dann die 0 vor der jeweiligen Ortsvorwahl und auch vor der mobilen Vorwahl weggelassen.

Aus der

  • 030 23125 000 wird dann die +49 30 23125 000

und aus

  • 0152 28817386 wird die +49 152 28817386

Die Null muss auch in Deutschland weggelassen werden, wenn man die Ländervorwahl nutzt. Das ist auch innerhalb von Deutschland möglich (aber nicht notwendig).

Wann muss eine Vorwahl genutzt werden?

Die Auslandsvorwahl muss immer dann genutzt werden, wenn man aus einem fremden Netz in das jeweilige Land telefoniert (beispielsweise von Deutschland ins Ausland oder aus dem Ausland nach Deutschland).

Die Ortsvorwahl muss aus dem Mobilfunk-Netz immer vorgewählt werden und aus dem Festnetz dann, wenn man in ein fremdes Ortsnetz anrufen möchte. Bleibt man im gleichen Ortsnetz, kann man die Ortsvorwahl auf weglassen. Das gilt nicht, wenn es mehrere Vorwahlen für einen Stadt gibt, dann kann man die Vorwahl nur weglassen, wenn man im gleichen Vorwahlbereich bleibt.

Im mobilen Bereich muss man immer die mobile Vorwahl für Handynummern und im Festnetz die Ortsnetz-Vorwahl nutzen.

Ortsvorwahlen und Ländervorwahlen können verwechselt werden

Teilweise kann es bei Vorwahlen vorkommen, dass sich die Zahlenfolgen ähneln und dann Verwechslungen leicht passieren könnten. Das ist in einigen Fällen bei Ländervorwahlen und Ortsvorwahlen der Fall, die sich nur durch die führende Null unterscheiden. Das wird teilweise bei sogenannten Ping-Anrufen ausgenutzt um zu suggerieren, dass ein Anruf aus Deutschland kommt.

  • 0531 Braunschweig
  • 0053 Kuba

oder

  • 0261 Koblenz
  • 00261 Madagaskar

Generell sollte man immer genau hinschauen – sind zwei Nullen vorangestellt, geht es in der Regel immer ins Ausland. Aktuell gibt es vor allem Probleme mit Anrufen von der 0044 – wer keine Bekannten oder Verwandten in diesem Land hat, kann sicher davon ausgehen, dass es sich um einen Spam Anruf oder Betrugsversuch handelt.

Bei neueren Handys und Festnetzgeräten wird aber teilweise direkt angezeigt, aus welchem Land ein Anruf kommt, dann sind solche Verwechselungen nicht mehr so einfach möglich.