Welches Netz nutzt die Vorwahl 0160

Welches Netz nutzt die Vorwahl 0160 – Die 0160 ist eine Vorwahl aus dem Kreis der deutschen Mobilfunk-Netze und kommt in verschiedenen Schreibweisen vor. In der Regel findet man die Vorwahl nach folgenden Muster angegeben:

  • 0160
  • (0160)
  • 0160/
  • 0160-

Die 0160 gehört dabei zu den originalen Vorwahl-Nummern der Deutschen Telekom und wird damit bei Erstvergabe im D1-Netz ausgeliefert.Das Telekom Netz startet im Jahr 1992 und dabei waren die 1060 Rufnummern mit die ersten Nummern, die vergeben wurden. Entsprechend häufig sind sie bei Tarifen zu finden und aktuell gibt es nur noch selten freie Rufnummer mit der Vorwahl 0160, die verfügbar sind.

Weitere Nummern in diesem Bereich sind beispielsweise die Rufnummer 0171 oder 0151. In den meisten Fällen findet man die 0160 dabei bei Discountern im Telekom Netz. Beispielsweise ist das Congstar Netz oder auch Klarmobil (teilweise auch D1 Netz)  oder Sparhandy vergeben diese Rufnummern.

Durch die Möglichkeit zur Rufnummern-Mitnahme kann die Vorwahl aber in jedes beliebige deutsche Mobilfunk-Netz mitgenommen werden. Damit kann man von der Handyvorwahl 0160 nicht mehr automatisch auf das Netz schließen. Diese Vorwahl könnte mittlerweile auch bereits im O2 Netz oder bei Vodafone angesiedelt sein. Genaueres erfährt man nur, wenn man die Netzzugehörigkeit der passenden Rufnummer direkt abfragt. Wie das geht haben wir hier beschrieben.

Die Netzabdeckung von 0160 Rufnummern kann man hier abfragen:

Bekannter Spam mit der Vorwahl 0160

Bisher sind nur wenige Fälle von Spam mit dieser Vorwahl bekannt. Von einigen Nutzern wurde die Rufnummer 0160 6737971 in Verbindung mit Ping-Anrufen auf (bei denen Nutzer zurückrufen sollten). Allerdings sind diese Fälle bereits etwas älter und scheinen in den letzten Jahren nicht mehr vorgekommen zu sein. Der Rufnummernkreis scheint daher gerade bei Spammern nicht besonders beliebt zu sein. Ein Beispiel für so etwas ist im AntiSpam EV Forum zu finden:

Gerade eben einen PING von 0160 6737971 erhalten. Natürlich nicht zurück gerufen (zu geizig). Falls also jemand eine Handy-Flat hat und mir mal die aktuell beworbene Rufnummer mitteilt, geht eine BNetzA Mail raus. Nachtrag: Außerdem geht eine Beschwerde an T-Mobile raus.

In neuster Zeit gab es teilweise auch Fake Paket Spam mit dieser Vorwahl. Beim NRD schreibt man dazu im Original:

Die neue Masche läuft immer nach dem gleichen Schema ab: Die Geschädigten erhalten von einer 0174- oder 0160-Nummer eine SMS mit dem Text „Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es. http://….duckdns.org“. Damit machen sich die Betrüger die in der Corona-Krise gestiegene hohe Nachfrage beim Onlinehandel zunutze: Viele Menschen erwarten tatsächlich ein Paket und klicken undedarft auf den Link in der SMS.

In den letzten Jahren werden Rufnummer mit der Vorwahl 0160 ab und an in Verbindung mit Glücksspiel-Spam wahrgenommen. Dabei wird dann per WhatsApp oder SMS über einen angeblichen Gewinn informiert und auf eine Webseite gelockt um persönliche Daten abzufragen. Solche Spam-Wellen nutzen auch andere Rufnummern, hin und wieder sind aber auch Absender mit 0160 Vorwahl mit dabei. Wer selbst von so etwas betroffen ist, sollte auf jeden Fall die Bundesnetzagentur informieren.

Mittlerweile gibt es einige aktuellen Wellen von Spam und Betrugsversuchen, bei denen per Paketankündigung und über Messenger versucht wird, Nutzer auf manipulierte Webseiten zu locken. Solche Smishing Versuche nutzen aber in der Regel manipulierte Rufnummern (Anruferspoofing), angezeigte Anrufe und WhatsApp von der 0160 sind daher in fast allen Fällen nicht echt.

Weitere Informationen zur Telekom und dem Telekom Netz

Diese Vorwahl gehört zu einem Rufnummern-Kreis, der für die Telekom registriert wurde. Falls die Rufnummer aufgegeben wird oder nicht mehr in Benutzung ist, fällt sie auch automatisch an die Telekom zurück. Nur dieses Unternehmen darf die Vorwahl vergeben, sie kann aber auch vom Besitzer in ein anderes Netz mit genommen werden.

Weitere Infos zur Telekom:

  • Adresse: Telekom Deutschland GmbH, Landgrabenweg 151, 53227 Bonn
  • Telefon: 0228/1810 oder Kundenservice Mobilfunk: 0800 33 02202, vom Handy: 2202
  • Kontakt: https://www.telekom.de/telekom/impressum/kontaktmail

Video: Eine Rufnummer finden

0156 – Welches Netz hat die Vorwahl 0156?

Welches Netz hat die Vorwahl 0156? – Die Rufnummern werden anhand ihrer Vorwahlen an bestimmte Mobilfunk-Netze vergeben. Die ersten vier Ziffern einer Rufnummer sind dabei immer die Vorwahl und geben Auskunft darüber, in welchem Netz eine Rufnummer ursprünglich ausgegeben wurde. In einigen Fällen ist die Vorwahl auch fünfstellig und wird an bestimmte Discounter oder Prepaid-Anbieter vergeben. Die Vergabe erfolgt dabei durch die Bundesnetzagentur, die unter anderem auch für die Regulierung im Mobilfunk- und Telekommunikationsbereich zuständig ist. Bei der Ausgabe der Telefonnummern sind die Vorwahlen daher immer für bestimmte Netzbetreiber (Telekom, Vodafone, O2/Eplus) reserviert.

Die Vorwahl 0156 ist nicht vergeben; sie war aber einige Zeit lang für Mobilcom reserviert.

Um sicherzugehen, ob eine Nummer noch ein bestimmtes Netz nutzt, bieten die Netzbetreiber kostenfreie Kurzwahlnummern. Damit kann man bequem abfragen, welche Nummer zu welchem Netz gehört. Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Unter-Vorwahlen der 0156

Derzeit gibt es nur eine spezifische Unter-Vorwahl, die in diesem Rufnummernkreis genutzt wird und das ist die 015678 für die Satellite App Anbindung. Satellite nutzt dabei kein Netz, sondern die allgemeine Internet Verbindung des Handys (also beispielsweise auch das WLAN). Anrufe werden aber unter der 015678 verschickt und auch empfangen.

Eine weitere Untervorwahl der 0156 war für Mobilcom-Debitel reserviert, ist aber nicht in Benutzung.

  • 01566 – ehemals für Mobilcom reserviert

Derzeit arbeitet Mobilcom-Debitel nicht mit einem eigenen Netz, sondern nutzt an sich alle Netzbetreiber in Deutschland als Partner. Man kann daher alle Netze (D1 Netz, Vodafone Netz, O2 Netz) bei Mobilcom-Debitel bekommen, aber eben kein eigenes MD Netz. Die gilt auch für die Untermarken: Das Klarmobil Netz ist mittlerweile allerdings in den meisten Tarifen das Telekom Netz und auch das Freenet Mobile Netz ist wahlweise Telekom oder Vodafone.

Spam von der 0156

Da der Rufnummernkreis 0156 derzeit nicht vergeben ist und entsprechend auch nicht genutzt wird, gibt es aktuell auch keine Spammeldungen für Rufnummern mit dieser Vorwahl. Sollten diese Nummer aber irgendwann in Umlauf gelangen, weil ein Anbieter sie nutzt, wird es sicher auch Spammer geben, die solche Nummern mit 0156 als Vorwahl nutzen.

Prinzipiell wären dabei natürlich Anrufe unter der Satellite Vorwahl 015678 möglich, aber bei allen anderen Rufnummern-Kreisen kann man von Call ID Spoofing ausgehen. Die Rufnummernanzeige ist dann manipuliert und enthält nicht die richtige Rufnummern. Solche gefakten Rufnummern werden oft bei Ping-Anrufen oder auch bei Schockanrufen genutzt, mittlerweile sind sie aber nur noch in sehr engen Vorgaben möglich.

Gesetzlche Regelungen zu den Rufnummern

Telekommunikationsgesetz (TKG)
§ 108 Nummerierung

(1) Die Bundesnetzagentur nimmt die Aufgaben der Nummerierung wahr. Ihr obliegt insbesondere die Strukturierung und Ausgestaltung des Nummernraumes mit dem Ziel, den Anforderungen von Endnutzern, Betreibern von Telekommunikationsnetzen und Anbietern von Telekommunikationsdiensten zu genügen. Die Bundesnetzagentur teilt ferner Nummern den Betreibern von Telekommunikationsnetzen, Anbietern von Telekommunikationsdiensten und Endnutzern zu. Ausgenommen ist die Verwaltung von Domänennamen oberster und nachgeordneter Stufen. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die Zuteilungsentscheidungen nach Satz 3 unter Wahrung des Schutzes personenbezogener Daten.

(2) Im Rahmen ihrer Tätigkeit nach Absatz 1 stellt die Bundesnetzagentur einen Bereich geografisch nicht gebundener Nummern zur Verfügung, die zur Bereitstellung anderer Telekommunikationsdienste als interpersoneller Telekommunikationsdienste auch im Ausland genutzt werden können.

(3) Die Bundesnetzagentur kann zur Umsetzung internationaler Verpflichtungen oder Empfehlungen sowie zur Sicherstellung der ausreichenden Verfügbarkeit von Nummern Änderungen der Struktur und Ausgestaltung des Nummernraumes und des nationalen Nummernplanes vornehmen. Dabei sind die Belange der Betroffenen, insbesondere die Umstellungskosten, die den Betreibern von Telekommunikationsnetzen, den Anbietern von Telekommunikationsdiensten und den Nutzern entstehen, angemessen zu berücksichtigen. Beabsichtigte Änderungen sind rechtzeitig vor ihrem Wirksamwerden bekannt zu geben. Die von diesen Änderungen betroffenen Betreiber von Telekommunikationsnetzen und Anbieter von Telekommunikationsdiensten sind verpflichtet, die zur Umsetzung erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

(4) Die Bundesnetzagentur kann zur Durchsetzung der Verpflichtungen nach Absatz 3 Anordnungen erlassen. Zur Durchsetzung der Anordnungen können nach Maßgabe des Verwaltungsvollstreckungsgesetzes Zwangsgelder bis zu 500 000 Euro festgesetzt werden.(5) Die Bundesnetzagentur trifft, sofern der angerufene Endnutzer Anrufe aus bestimmten geografischen Gebieten nicht aus wirtschaftlichen Gründen eingeschränkt hat, die erforderlichen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass

1.die Endnutzer in der Lage sind, Dienste unter Verwendung geografisch nicht gebundener Nummern in der Europäischen Union zu erreichen und zu nutzen und

2.die Endnutzer in der Lage sind, unabhängig von der vom Betreiber verwendeten Technologie und der von ihm genutzten Geräte alle in der Europäischen Union bestehenden Rufnummern, einschließlich der Nummern in den nationalen Nummernplänen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie universeller internationaler gebührenfreier Rufnummern, zu erreichen.

(6) Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Maßstäbe und Leitlinien festzulegen für

1.die Strukturierung, Ausgestaltung und Verwaltung der Nummernräume sowie2.den Erwerb, Umfang und Verlust von Nutzungsrechten an Nummern.Dies schließt auch die Umsetzung darauf bezogener internationaler Empfehlungen und Verpflichtungen in nationales Recht sowie die Festlegung von Regelungen zur Nutzung von Nummern gemäß Absatz 2 ein. Dabei sind insbesondere zu berücksichtigen: 1.die effiziente Nummernnutzung,2.die Belange der Marktbeteiligten einschließlich der Planungssicherheit,3.die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Marktteilnehmer,4.die Anforderungen an die Nummernnutzung und die langfristige Bedarfsdeckung sowie5.die Interessen der Endnutzer.In der Verordnung sind die Befugnisse der Bundesnetzagentur sowie die Rechte und Pflichten der Marktteilnehmer und der Endnutzer im Einzelnen festzulegen. Absatz 1 Satz 4 gilt entsprechend.(7) Ist im Vergabeverfahren für generische Domänen oberster Stufe für die Zuteilung oder Verwendung einer geografischen Bezeichnung, die mit dem Namen einer Gebietskörperschaft identisch ist, eine Einverständniserklärung oder Unbedenklichkeitsbescheinigung durch eine deutsche Regierungs- oder Verwaltungsstelle erforderlich, obliegt die Entscheidung über die Erteilung des Einverständnisses oder die Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung der nach dem jeweiligen Landesrecht zuständigen Stelle. Weisen mehrere Gebietskörperschaften identische Namen auf, liegt die Entscheidungsbefugnis bei der Gebietskörperschaft, die nach der Verkehrsauffassung die größte Bedeutung hat.

01373 – Alles Wissenswerte zu dieser Vorwahl

Wofür wird die Vorwahl 01373 genutzt? – Alle Vorwahlen, die mit 0137 beginnen, werden ausschließlich als Abstimmungs- und Gewinnspielnummern verwendet.

Die Vorwahl 01373 kostet immer 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, egal, welchen Anbieter man hat. Wer aus dem deutschen Mobilfunknetz anruft, zahlt meistens deutlich mehr. Wie teuer ein Anruf aus Mobilfunknetzen wird, hängt von der Uhrzeit, vom Netz und davon ab, ob man Pre- oder Postpaidkunde ist. Für die 01373 zahlen Vertragskunden bei O2 beispielsweise 49 Cent pro Minute und 49 Cent für den Anruf, bei E-Plus werden 1 Euro pro Minute und 20 Cent für den Anruf fällig.

Nummern, die mit der Vorwahl 0137 beginnen, bezeichnet man als MABEZ-Nummern: Das steht für Massenverkehr zu bestimmten Zielen. Solche Nummern werden dafür benutzt, um Teilnehmer anzusprechen, die allein durch die Anzahl an angesprochenen Personen schwer zu erreichen wären. Früher wurden MABEZ-Nummern in erster Linie für Televoting benutzt, heute sind sie auch sehr häufig für Gewinnspiele übers Radio oder übers Fernsehen in Benutzung. Bisher sind Anbieter noch nicht dazu verpflichtet, den Maximalpreis für einen Anruf aus dem Mobilfunknetz anzugeben. Wer häufiger über sein Handy auf 0137-Nummern anruft, sollte bei seinem Anbieter die genauen Kosten erfragen.

Konkret sollte man bei diesen Rufnummern im Hinterkopf behalten, dass sie als Sonderrufnummern geführt werden. Es gelten damit nicht die normalen Verbindungspreise. Auch Flatrates und Allnet Flat gelten nicht für Anrufe auf der 01373. Stattdessen werden diese Rufnummern separat bepreist und Anrufe auf dieser Nummer werden daher auch extra auf der Handyrechnung ausgewiesen.

Weitere MABEZ Rufnummern im Überblick

  • 01371: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01372: 0,14 Euro pro Minute
  • 01373: 0,14 Euro pro Minute
  • 01374: 0,14 Euro pro Minute
  • 01375: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01376: 0,25 Euro pro Anruf
  • 01377: 1,00 Euro pro Anruf
  • 01378: 0,50 Euro pro Anruf
  • 01379: 0,50 Euro pro Anruf

Die Kosten beziehen sich dabei wie bereits geschrieben nur auf die Kosten aus dem Festnetz. Wer mobil auf diesen Rufnummern anruft, zahlt in der Regel mehr, da hier jeder Anbieter selbst die Kosten fest legt. Bei Congstar liegen die Kosten für 01371, 01372, 01373, 01374 und 01376 Rufnummern pauschal bei 69 Cent pro Minute und damit deutlich höher als bei Anrufen aus dem Festnetz. Bei o2 kostet ein Anruf auf so einer Nummer bis zu 59 Cent und der Anbieter unterscheidet hier sogar noch zwischen Hauptzeit und Freizeit. Dazu berechnet das Unternehmen für diese Rufnummern bei mobilen Tarifen noch eine einmalige Verbindungsgebühr pro Anruf. Man kann also hier sehr viel Geld sparen, wenn man diese Rufnummern aus dem Festnetz nutzt und nicht das Handy bzw. Smartphone dafür verwendet.

Generell sollte man vor der Nutzung der 0137 prüfen, welche Kosten beim Anbieter entstehen, denn die Preise unterscheiden sich nicht nur aus dem D1 Netz, dem Vodafone Netz und dem o2 Netz, sondern auch je nach Anbieter in den einzelnen Netzen.

Spam von Rufnummern mit der 01373

Die Rufnummer mit der Vorwahl 0137x sind nur für eingehende Anrufe gedacht und können daher nur angerufen werden. Sie werden nicht für Anrufe genutzt. Wenn man also einen Anruf von einer 0137 Rufnummer bekommt, kann sicher davon ausgehen, dass es sich um Spam oder einen Ping Anruf mit einer falschen Rufnummer handelt. Allerdings finden sich bisher keine Fälle in dieser Hinsicht – Spammer scheinen also diesen Rufnummernkreis eher zu meiden.

Die Verbraucherzentrale meldet aber mittlerweile Ping Anrufe mit 0137 Nummern. Dann wird versucht, Verbraucher auf kostenpflichtige Nummern zu lenken und so Einnahmen zu generieren:

Die Anrufer:innen lassen das Handy kurz klingeln und legen sofort wieder auf. Die Rufnummer wird aber als “nicht gespeichert“ in der Anrufliste angezeigt. Wer neugierig ist und wissen möchte, wer angerufen hat, sollte einem spontanen Rückrufreflex aber besser widerstehen. Denn bei der angezeigten Rufnummer handelt es sich oft um eine Nummer mit der Kennung 0137-7 bzw. +49 1377. Handy-Nutzer werden beim Rückruf zur Kasse gebeten, auch wenn keine Ansage, sondern nur ein Knacken oder Rauschen in der Leitung zu hören ist.

Diese Rufnumern sind aber an sich gar Nummern für ausgehende Anrufe, daher kann man solche Calls direkt löschen.

0181 – Wofür wird die Vorwahl 0181 genutzt?

Wofür wird die Vorwahl 0181 genutzt? – Vorwahlen, die mit 0181 beginnen, gehörten aus dem 0180-Segment für VPN-Nummern (Virtuelles privates Netzwerk), die v.a. für Kunden-Dienste genutzt wurden. Seit dem 01.10.2014 untersagt die Bundesnetzagentur die Nutzung wegen intransparenter Kosten. Neben der 0181 gilt dies auch für die 0182 bis 0189. Rufnummern mit der Vorwahl 0181 sollten also mittlerweile nicht mehr in Gebrauch sein.

Die Kosten der Vorwahl 0181 bis 0189 konnten vom Betreiber frei gewählt werden, da das Telekommunikationsgesetz keine Regelung vorsah und bei Anruf auch keine Verpflichtung seitens der Betreiber bestand, die Kosten anzusagen. So wurden vor allem Anrufe aus dem Mobilfunknetz exorbitant teuer und Kosten auch teils auf den Mobilfunkanbieter abgewälzt.

WICHTIG: Die Vorwahl 0181 hat nichts mit den 0800 Rufnummern zu tun und wird auch anders abgerechnet. Das gilt auch für die 0180 Rufnummern. Man sollte die Vorwahlen daher nicht verwechseln, mittlerweile sollten aber ohnehin keine 0181 Nummern mehr im Einsatz sein.

Gemeinsam mit der 0900-Vorwahl sperrten einige Mobilfunkanbieter deshalb bereits im Vorfeld das 0181-Segment, wie O2 im Jahr 2010. Bis dato nutzten mehrere Organisationen und Banken die VPN-Nummern für ihren Kundenservice, z. B. Deutsche Bank oder Barmer. Die Sperrung von O2 gefiel nicht allen Nutzern, da so kein Telefonat zu diversen Kundenservice-Leistungen möglich war. Wegen der Ähnlichkeit zur 0180, dessen Leistungen auf 60 Cent/Minute gedeckelt waren, sind auf der anderen Seite viele Kunden in Kostenfallen hineingetappt, so dass die Entscheidung der Bundesnetzagentur nur folgerichtig war.

Die einzige Ausnahme  bildet die 0185-99950100, die heute noch aktiv ist. Sie ist die Durchwahl für den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie deren Ableger. Der Anruf kostet 6,5 Cent/Minute aus dem Festnetz. Durch die Sperrung der VPN-Nummern ist die Nummer über Mobilfunk selten erreichbar, kosten dann zwischen 49 Cent und 1 Euro.

Spam von diesen Rufnummer ist bisher nicht bekannt, da diese in der Regel nur für eingehende Anrufe genutzt werden und nicht, um damit direkt mit dem Kunden zu telefonieren. Von daher gibt es keine Anrufe mit dieser Nummer und auch keinen Spam aus diesem Vorwahlkreis.

Spam von der 0181

Bisher sind keine Probleme mit Spam von dieser Rufnummer bekannt, die Vorwahl ist an sich auch nur dazu gedacht, um angerufen zu werden und nicht für ausgehende Verbindungen. Sollte man einen Anruf von der 0181 bekommen, kann man sehr sicher davon ausgehen, dass die Rufnummer manipuliert ist. Dann handelt es sich meistens um Spam Anrufe oder Ping Anrufe, die man ignorieren oder gleich blocken sollte. Bei Anrufen mit der 0181 als Vorwahl kann man davon ausgehen, dass die Rufnummer manipuliert wurde (Call ID Spoofing) und dies passiert in der Regel vor allem, um Spam oder Betrugsversuche zu decken.

Video: eigene Rufnummer unterdrücken

Die 0310 und 0311 Rufnummern – das steckt dahinter

Die 0310 und 0311 Rufnummern – das steckt dahinter – Die 031 ist eine Servicenummer der Telekom, über die man die Preselection bei Ortsverbindungen überprüfen kann. Aktuell sind sowohl die 0310 als auch die 0311 geschaltet.

Nur im Festnetz der Dt. Telekom ist die 0310 bzw. die 0311 anwählbar und dort kostenfrei. Im Mobilfunk-Netz der Telekom und in allen anderen Netzen funktionieren diese Nummern nicht. Bei Anruf überprüft man, welche Telefongesellschaft bei abgehenden Telefonaten bei Ortsgesprächen eingestellt ist. Dies ist u.a. nützlich bei Call-By-Call Telefonaten, wo bei so genannten Sparvorwahlen nicht immer wieder neue Einstellungen vorgenommen werden müssen. Man kann mit bei den Nummern daher prüfen wer der Anbieter für Ferngespräche ist (0310) und welcher Anbieter die normalen Gespräche abrechnet (0311).

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Sie können ganz einfach erfahren, über welchen Telefonanbieter Sie telefonieren. Wählen Sie von Ihrem Festnetzanschluss einfach die Nummer 0310 (um zu prüfen, wer Ihr Anbieter für Ferngespräche ist) oder 0311 (um zu prüfen, über welchen Anbieter Sie Ortsgespräche führen).

Wer sich also nicht sicher ist, welchen Anbieter man nutzt und ob eventuell ein Preselection Vertrag gebucht wurden, kann dies über beide Rufnummern (keine Vorwahl) abfragen. Die Auskunft ist dabei kostenfrei,

Da der 03-Nummernblock ist ansonsten Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen vorbehalten. Die 0310 hat jedoch keinen Bezug zu den hier genannten Bundesländern, sondern ist eine für sich allein stehende Service-Nummer der Dt. Telekom.

HINWEIS: Es gibt auch die internationale Vorwahl 0031, die sich recht leicht mit den 031 Rufnummern verwechseln lässt. Die 0031 bzw. +32 (GSM Schreibweise) steht dabei für Rufnummern auf den Niederlanden und wird komplett anders abgerechnet. Man sollte daher genau hinschauen, welche Rufnummer wirklich angezeigt wird.

Vorwahl 0085 – sind Anrufe seriös oder Spam?

Vorwahl 0085 – sind Anrufe seriös oder Spam? – Anrufe mit der Vorwahl 0085 sind in Deutschland eher selten, aber ab und an kommen Kontaktversuche über WhatsApp oder andere Messenger unter dieser Vorwahl vor. Auf dem Handy wird dabei in der Regel die GSM Schreibweise +85 genutzt. Viele Verbraucher sind bei solchen Calls unsicher, ob man herangehen sollte (oder sogar zurückrufen) oder ob es sich eventuell nur um Spam und Betrugsversuche handelt.

In diesem Artikel wollen wir erklären, was hinter Rufnummern mit 0085 steckt und wie man sich vor eventuellem Spam von dieser Vorwahl schützen kann.

Was steckt hinter der Vorwahl 0085?

Die 0085 (GSM Schreibweise +85) ist im international gültigen Rufnummernkreis eine Auslandsvorwahl und damit stehen dahinter an sich reguläre Rufnummern. Hinter der 0085 stehen mehrere Länder. Die Vorwahl beinhaltet also nicht nur ein Land, sondern eine Ländergruppe mit regionalem Zusammenhang. Man findet beispielsweise Hongkong aber auch Nord-Korea unter dieser Vorwahl. Für die Zuordnung auf das jeweilige Land ist dabei die Ziffer hinter der 0085 ausschlaggebend.

LandLändervorwahl
Hongkong00852
Kambodscha00855
Nord-Korea (VR)00850
Laos00856
Macau00853

In der Regel steht eine internationale Vorwahl dabei nur für ein Land. Unter der Vorwahl 0032 erreicht man beispielsweise Belgien, die Vorwahl 0045 steht für Anschlüsse aus Dänemark und die 0039 beinhaltet Rufnummern aus Italien. Mehrere Länder, die sich eine Vorwahl teilen, sind also eher selten. Es kommt aber bei kleineren Ländern durchaus vor, dass sie auf diese Weise zusammengefasst werden.

Anders als bei der Satellitenvorwahl 0088 kann man sich bei der 0085 auch sicher sein, dass der Anschluss zum jeweiligen Land gehört und aus der Region kommt.

Allerdings gibt es auch einige deutsche Ortsvorwahlen, die 085 nutzen und das macht den Überblick nicht wirklich einfacher. Beispielsweise erreicht man unter der deutschen Vorwahl 0851 Passau. Die Vorwahl 08591 steht für Obernzell und unter der 08503 erreicht man Neuhaus im Inn. Generell finden sich unter der deutschen Vorwahl 085 mehrere Gemeinden aus Bayern und vor allem an Inn. Bei Anrufen mit dieser Vorwahl sollte man daher ganz genau hinschauen und prüfen, ob vor der 85 wirklich eine doppelte Null oder ein + steht. Nur dann handelt es sich um Vorwahlen aus dem Ausland und aus den oben genannten Ländern.

HINWEIS: Für Anrufe aus den jeweiligen Ländern nach Deutschland muss man allerdings nicht die Landesvorwahl nutzen, sondern die internationale Vorwahl von Deutschland. Das ist die 0049.

WhatsApp Spam mit der Vorwahl 0085

Wie oben bereits beschrieben ist die Vorwahl 0085 an sich eine reguläre Ländervorwahl und daher kann es durchaus plausible Gründe geben, warum man von so einer Rufnummern angerufen wird oder eine Nachricht erhält. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn man eine Reise in das jeweilige Land plant oder es Geschäftskontakte nach Hongkong usw. gibt. Auch Verwandte und Bekannte in diesen Ländern können Gründe sein, warum es einen Anruf gibt.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Leider muss man aber festhalten, dass vor allem Messenger-Nachrichten mit der Vorwahl 0085 vor allem Spam sind. Die Bandbreite an möglichen Betrugsversuchen ist dabei weit: oft werden Sex-Kontakte angeboten, teilweise auch Kryptowährungen verkauft oder es gibt Calls von angeblichen IT Anbietern, die Sicherheitslücken absichern wollen.

So heißt es beispielsweise in einer Spam-WhatsApp, die an Nutzer verschickt wurde:

Hallo, ich habe lange nichts von dir gehört. Aufgrund der Pandemie kann ich nicht nach Deutschland reisen. Wie ist die Seuchenpräventionslage in Deutschland? Ich plane eine Reise nach Deutschland im Juni. Ich hoffe, wir können uns wiedersehen. Sie können klicken, um meine neue WhatsApp wa.me/+85 25227 9799 hinzuzufügen

WhatsApp und andere Messenger werden dabei gerne genutzt, weil man Nachrichten darin sehr gut in viele Sprachen übersetzen kann und daher keinen Nutzer braucht, der die jeweilige Landessprache (beispielsweise Deutsch) beherrscht.

Die Bundesnetzagentur wird ab und an gegen Rufnummern aus diesem Vorwahlkreis aktiv und verhängt Rechnungslegungsverbote. Dann dürfen entstandenen Kosten für den betroffenen Rufnummern mit der Vorwahl 0085 nicht mehr abgerechnet werden – Kunden müssen also eventuell angefallene Kosten nicht bezahlen. Die BNetzA schreibt beispielsweise im Februar 2022 zu betroffenen und gesperrten Rufnummern:

0033825932266, 0033825932269, 0033825934171, 0077273792009, 0079407881061, 0079407881118, 0079409294040, 0079409294490, 0085364282787, 0085364282787, 0085364282787, 00218914610251, 00233571230660, 00436643900035, 00959780070649, 00992937902108, 00995599190009, 00998972091869, 004381095503423, 004381095503423

Generell sollte man daher überlegen, ob es plausible Gründe für einen Kontakt gibt und ansonsten die Anrufe und Nachrichten im besten Fall direkt löschen. Links sollte man auf keinen Fall anklicken und auch nicht zurückrufen – oft führen die Rufnummern zu teuren Premium-Diensten, die dann hohe Kosten verursachen (PING Anrufe). Natürlich gelten auch bei Anrufen von einer 0085 Rufnummern die bekannten Vorsichtsmaßnahmen: man sollte weder persönliche Daten weiter gehen noch Zahlungsinformationen übermitteln. Im besten Fall also bei Calls und Nachrichten von einer 0085 direkt auflegen bzw. die Message löschen.

So schützt man sich gegen Spam von der 0085

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0085 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

0174 – welches Netz nutzt diese Vorwahl bzw. Rufnummer?

Welches Netz hat die Vorwahl 0174? – Diese Vorwahl wurde ergänzend von Vodafone im Jahr 2000 kurz nach der Einführung von 0173 eingeführt, nachdem die Kapazitäten von 0172 erschöpft waren. In der Regel wird diese Vorwahl nicht mehr vergeben, ist vergleichsweise auch nicht sonderlich begehrt.

Die Vorwahl 0174 gehört dabei zum Netz von Vodafone (D2). Allerdings können Rufnummern mittlerweile auch in andere Netze mitgenommen werden. Daher muss die 0174 nicht mehr zwangsläufig in diesem Netz zu finden sein, sondern könnte auch in ein anderes Netz portiert worden sein. Falls die Nummer direkt vom Anbieter kommt, ist das Netz auf jeden Fall noch das Netz von Vodafone.

Diese Vorwahl war die erste, die Vodafone nach der Übernahme von Mannesmann-Arcor eigenständig eingeführt hatte, um dem stetig wachsenden Markt an Handynutzern gerecht zu werden. Heutzutage ist die Nummer eher selten geworden und bei den Kunden in den allermeisten Fällen keine Wunschoption. Diese Vorwahl wird teils noch von Vodafone direkt vergeben. Die Preise hierfür beginnen bei 20 Euro, können aber je nach Nummernkombination mit der Durchwahl durchaus auch bis zu 1000 Euro kosten. Die 0174 ist zudem bei Mobilfunkdiscountern nicht im Angebot und muss direkt bei Vodafone oder einem Privathändler erworben werden. Darüber hinaus weist die Vorwahl alleinstehend keine hervorhebenswerten Besonderheiten auf – wird aber originale in erster Linie im Vodafone Netz vergeben (sowohl von Vodafone selbst als auch von einigen Discountern wie beispielsweise Otelo, LIDL Connect oder 1&1).

Um sicherzugehen, ob eine Nummer noch ein bestimmtes Netz nutzt, bieten die Netzbetreiber kostenfreie Kurzwahlnummern. Damit kann man bequem abfragen, welche Nummer zu welchem Netz gehört. Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Rufnummern mit der Vorwahl 0174 können auch im Ausland genutzt werden und man kann sie auch aus dem Ausland erreichen. Wichtig ist dabei nur, dass dann die deutsche internationale Vorwahl +49 vorgewählt wird und man die Null vor der 0174 weg lässt.

Mehr zum Vodafone Netz

Vodafone im Netztest

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP Netztest 20202Note 1,25Note 1,39
CHIP Netztest 20192Note 1,35Note 1,55
Connect Netztest 20192304/340 Punkten408/510 Punkten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

Spam von Rufnummern mit 0174 Vorwahl

Die 0174 als Vorwahl wird leider auch immer wieder von einigen Spammern missbraucht. Das betrifft natürlich nicht alle Nutzer von Handy-Nummer mit dieser Vorwahl.

Ein jüngerer Fall sind WhatsApp Nachrichten, die teilweise aus diesem Rufnummernkreis kommen. Dabei wird in erster Linie ein Link verschickt, teilweise mit der Bezeichnung Video dazu. Klickt man auf den Link erhält man allerdings kein Video, sondern es wird versucht Malware zu installieren. Daher sollte man solche Messages in WhatsApp oder auch in anderen Nachrichten-Apps sofort löschen.

Bereits vor mehreren Jahren tauchte eine 0174 Rufnummer in Verbindung mit einem Stromanbieter auf, der ungefragt Werbung machte. Dies scheint aber mittlerweile nicht mehr der Fall zu sein – hier hat sich die Bundesnetzagentur wohl durchgesetzt. Zu den Fällen damals hieß es beispielsweise im Antispam Forum:

0174-6225409 energy2day – ruft ungefragt an und behauptet, es wäre auf ein Schreiben des tatsächlichen Stromanbieters nicht reagiert worden, man wolle nachfragen, warum. Im Anschluss wird dann ein Stromvertrag aufgeschwätzt, (nicht öffentlich verfügbare) Adresse und Geburtsdatum sind dort vorhanden.

Umgehende Mailbestätigung kommt von der
Energy2day GmbH
Kistlerhofstraße 170
81379 München
www.sorglos-strom.de

2021 gab es leider wieder eine Welle mit Spam von 0174 Rufnummern. Der NRD schreibt dazu:

Die neue Masche läuft immer nach dem gleichen Schema ab: Die Geschädigten erhalten von einer 0174- oder 0160-Nummer eine SMS mit dem Text „Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es. http://….duckdns.org“. Damit machen sich die Betrüger die in der Corona-Krise gestiegene hohe Nachfrage beim Onlinehandel zunutze: Viele Menschen erwarten tatsächlich ein Paket und klicken unbedarft auf den Link in der SMS.

Die gute Nachricht: mittlerweile scheinen einige Formen von Spam rund um die 0174 Vorwahl kaum noch vorzukommen. Ping Anrufe sind beispielsweise nicht mehr bekannt. Auch Romance Scam ist eher die absolute Ausnahmen von diesen Rufnummern.

Mehr zum Thema Vodafone

Diese Vorwahl für mobile Rufnummern ist ursprünglich im Mobilfunk-Netz von Vodafone angesiedelt. Nur Vodafone vergibt derzeit Rufnummer mit dieser Vorwahl.

Details zum Unternehmen:

Weitere Vorwahlen von Vodafone (D2)

0159 – Welche Netz nutzt die Vorwahl 0159?

Welches Netz hat die Vorwahl 0159? – Die mobile Vorwahl 0159 wurde 2013 von O2 mit in ihr Angebot aufgenommen und ist somit einer der jüngeren Vorwahlen auf dem Mobilfunkmarkt. Sie wird auch von den diversen Discountern aus dem O2-Netz genutzt.

Die Vorwahl 0159 gehört dabei zum Netz von O2/Telefonica. Allerdings können Rufnummern mittlerweile auch in andere Netze mitgenommen werden. Daher muss die 0159 nicht mehr zwangsläufig in diesem Netz zu finden sein, sondern könnte auch in ein anderes Netz portiert worden sein. Falls die Nummer direkt vom Anbieter kommt, ist das Netz auf jeden Fall noch das Netz von O2.

Um sicherzugehen, ob eine Nummer noch ein bestimmtes Netz nutzt, bieten die Netzbetreiber kostenfreie Kurzwahlnummern. Damit kann man bequem abfragen, welche Nummer zu welchem Netz gehört. Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Mit der Übernahmen von Eplus hat sich dabei recht wenig geändert, die 0159 Rufnummern werden nach wie vor sehr häufig von O2 Anbietern und Discountern eingesetzt. Man findet sie beispielsweise bei Anbietern wie den Drillisch Marken, denn auch das PremiumSIM Netz, das ALDI Netz oder das Discotel Netz ist das Mobilfunk-Netz von O2 bzw. Telefonica. Andere Rufnummer aus diesem Bereich sind die 0156 oder die 0155

Unter-Vorwahlen

Für die 0159 gibt es weitere Untervorwahlen, die fünfstellig sind und in erster Linie (bzw. oft) für Discounter in diesem Netz eingesetzt werden. Folgende Rufnummernkreise sind bei der Vorwahl 0159 bekannt:

  • 01590 – im Netz von O2

Weitere Unterrufnummernkreise gibt es in diesem Fall nicht.

Spam von Rufnummer mit 0159

Leider gibt es auch von Rufnummern aus dem Kreis 0159 einige Spammeldungen. Häufig wird hier auf einen Zusammenhang mit WhatsApp verwiesen, das muss aber nicht in jedem Fall so sein. So heißt es bei tellow beispielsweise zu einer Rufnummer mit der 0159 als Vorwahl:

Frank meldete lea mit der Nummer 015903480320 als Aggressive Werbung

1. wie kommt diese „lea“ an meine private Nummer, die nirgends öffentlich ist? Da sollte es schon klingeln.
2. der Text ist schwammig und man wird auf Whattsapp verwiesen.

Bei anderen Portalen wird von 0159 Nummern im mobilen Bereich un Zusammenhang mit Ebay Betrug gewarnt.

In neueren Fällen berichten Nutzer davon, dass SMS Spam und auch Voicemail Spam über Rufnummern mit der Vorwahl 1059 läuft. Beispielsweise wurden auf diese Weise falsche Paket-Meldungen an Nutzer zugestellt und andere Spam-Formen ebenfalls. Hintergrund ist dabei in der Regel, die betroffenen Empfänger auf manipulierte Webseiten zu locken um dort Daten abzugreifen oder Malware auf mobilen Geräten zu installieren.

Insgesamt scheint die 0159 aber wenig von Spam betroffen, die meisten Spammer sind wohl mittlerweile dazu über gegangen, Rufnummern aus dem Ausland zu benutzen (besonders für Ping-Anrufe). Dennoch kann es auch bei Rufnummern mit der 0159 Vorwahl im deutschen Netz nicht schaden, vorsichtig zu sein, wenn man den Anrufer nicht kennt.

Schutz gegen SMS Spam und unerwünschte Kontakte

Mittlerweile bieten moderne Smartphones viele Möglichkeiten, wie man sich gegen Spam und unseriöse Anrufe oder SMS schützen kann. Meistens sind diese Funktionen aber nicht standardmäßig aktiv, sondern man muss sie erst noch aktivieren, wenn man davon profitieren möchte.

Die Sicherheitsexperten von AVAST schreiben dazu:

  1. Antworten Sie nicht: Wenn Sie Spam-SMS einfach ignorieren, signalisieren Sie dem Absender, dass Ihre Telefonnummer kein lohnendes Ziel ist und er sich anderweitig nach Opfern umsehen muss.
  2. Blockieren Sie Rufnummern: Einfach aber wirksam, denn das Blockieren einer bekannten Spam-Nummer kann dem Absender den Kommunikationsweg absperren (allerdings können viele Spammer durch Spoofing zahlreiche neue Rufnummern generieren). Glücklicherweise ist das Blockieren von Spam-SMS auf iPhones und Android-Geräten gleichermaßen effektiv.
  3. Melden Sie Spam-SMS Ihrem Mobilfunkanbieter: Betrüger werden immer cleverer, aber das gilt auch für Mobilfunkanbieter. Durch die Meldung verdächtiger oder unerwünschter Nachrichten helfen Sie Ihrem Anbieter, ähnliche Betrugsversuche per SMS künftig zu unterbinden.
  4. Verwenden Sie Apps zur Spam-Blockierung: Die Installation eines Spam-Blockers auf Ihrem Smartphone verhindert lästige robotisierte Anrufe und SMS. Gleichzeitig erhalten Sie eine zusätzliche Schutzebene für Ihre Daten. Wenn Sie iOS-Nutzer sind, gehen Sie direkt zu unserer Liste der besten SMS-Blocker-Apps für iPhone. Besitzen Sie ein Android-Gerät, empfehlen wir unsere Übersicht über die besten SMS-Blocker-Apps für Android. 
  5. Klicken Sie nicht auf Links in empfangenen Nachrichten: Verdächtige Links können zu bösartigen Webseiten führen, die darauf aus sind, Ihre Daten zu stehlen, Ihre Telefonrechnung in die Höhe zu treiben oder Ihr Gerät mit Malware zu infizieren. Deshalb: nicht anklicken!
  6. Schützen Sie Ihre persönlichen Daten: Legitime Unternehmen fragen Sie nicht nach vertraulichen persönlichen Daten wie Anmeldepasswörtern oder Personalausweisnummern. Behalten Sie diese Informationen für sich!
  7. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Mobiltelefonrechnung: Manche Betrugsmaschen zwingen Ihr Smartphone dazu, teure Nummern anzurufen oder eine SMS dorthin zu schicken – wodurch Ihre Gebühren rasant ansteigen. Kontrollieren Sie Ihre Abrechnungen auf ungewöhnlich hohe Beträge oder unerwarteten Datenverbrauch.
  8. Nutzen Sie die integrierten Spam-Blockierfunktionen Ihres Smartphones: Überprüfen Sie die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen Ihres Smartphones und aktivieren Sie die Anrufsperre, die Spamfilter und andere Spamschutz-Optionen.

01372 – Wofür wird die Vorwahl 01372 genutzt

Wofür wird die Vorwahl 01372 genutzt? – Alle Vorwahlen, die mit 0137 beginnen, werden ausschließlich als Abstimmungs- und Gewinnspielnummern verwendet.

Die Vorwahl 01372 kostet immer 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, egal, welchen Anbieter man hat. Wer aus dem deutschen Mobilfunknetz anruft, zahlt meistens deutlich mehr. Wie teuer ein Anruf aus Mobilfunknetzen wird, hängt von der Uhrzeit, vom Netz und davon ab, ob man Pre- oder Postpaidkunde ist. Für die 01372 zahlen Prepaidkunden der Telekom beispielsweise 39 Cent pro Minute, für Vertragskunden von Vodafone kostet der Anruf einmalig 20 Cent und 72 Cent pro Minute.

Nummern, die mit der Vorwahl 0137 beginnen, bezeichnet man als MABEZ-Nummern: Das steht für Massenverkehr Zu BEstimmten Zielen. Solche Nummern werden dafür benutzt, um Teilnehmer anzusprechen, die allein durch die Anzahl an angesprochenen Personen schwer zu erreichen wären. Früher wurden MABEZ-Nummern in erster Linie für Televoting benutzt, heute sind sie auch sehr häufig für Gewinnspiele übers Radio oder übers Fernsehen in Benutzung. Bisher sind Anbieter noch nicht dazu verpflichtet, den Maximalpreis für einen Anruf aus dem Mobilfunknetz anzugeben. Wer häufiger über sein Handy auf 0137x-Nummern anruft, sollte bei seinem Anbieter die genauen Kosten erfragen.

Prinzipiell ist die 01372 eher selten in Gebrauch, da die Kosten zu niedrig sind. Wenn man die Transaktionskosten für den Abrechnungsanbieter abrechnet, bleibt an sich kaum noch etwas für den Anbieter übrig. Daher werden bei den bekannten Gewinnspielen und Votings-Shows eher die Rufnummern mit der 01378/79 genutzt, weil dort die Kosten höher liegen.

HINWEIS: Die Rufnummern 0137 und damit auch die 01372 sind aus dem Ausland nicht erreichbar. Selbst wenn man die deutsche internationale Vorwahl 0049 zusätzlich davor stellt, gibt es keine Verbindung, die 0317 Rufnummern sind nur für die Nutzung in Deutschland gedacht.

MABEZ 0137 Rufnummern und Kosten

  • 01371: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01372: 0,14 Euro pro Minute
  • 01373: 0,14 Euro pro Minute
  • 01374: 0,14 Euro pro Minute
  • 01375: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01376: 0,25 Euro pro Anruf
  • 01377: 1,00 Euro pro Anruf
  • 01378: 0,50 Euro pro Anruf
  • 01379: 0,50 Euro pro Anruf

Die Kosten beziehen sich dabei wie bereits geschrieben nur auf die Kosten aus dem Festnetz. Wer mobil auf diesen Rufnummern anruft, zahlt in der Regel mehr, da hier jeder Anbieter selbst die Kosten fest legt. Bei Congstar liegen die Kosten für 01371, 01372, 01373, 01374 und 01376 Rufnummern pauschal bei 69 Cent pro Minute und damit deutlich höher als bei Anrufen aus dem Festnetz. Bei o2 kostet ein Anruf auf so einer Nummer bis zu 59 Cent und der Anbieter unterscheidet hier sogar noch zwischen Hauptzeit und Freizeit. Dazu berechnet das Unternehmen für diese Rufnummern bei mobilen Tarifen noch eine einmalige Verbindungsgebühr pro Anruf. Man kann also hier sehr viel Geld sparen, wenn man diese Rufnummern aus dem Festnetz nutzt und nicht das Handy bzw. Smartphone dafür verwendet.

Generell gilt: MABEZ Nummer am besten aus dem Festnetz anrufen und falls man doch das Handy nutzen will, vorher prüfen, welche Kosten pro Minute oder pro Anruf entstehen. Dabei am besten direkt beim Anbieter nachfragen, denn die Kosten variieren sowohl nach Netz (D1 Netz, Vodafone Netz, O2 Netz) als auch nach dem jeweiligen Anbieter.

Spam von der 01372

Die Rufnummer 0137 als Vorwahl wird ausschließlich für eingehende Anrufe benutzt und daher gibt es keine Fällen von Spam oder ähnlichem, die von diesem Vorwahlen bekannt wären. Es ist auch gar nicht möglich zu spammen, da man damit eben nicht anrufen kann.

Sollte man einen Anruf mit der Vorwahl 0137 bekommen, kann man sehr sicher davon ausgehen, dass es sich um eine manipulierte Rufnummer handelt. Dann kann dahinter an sich nur ein Spam-Anruf oder eventuell ein Ping-Anruf stecken. Die Verbraucherzentrale schreibt selbst dazu:

Die Anrufer:innen lassen das Handy kurz klingeln und legen sofort wieder auf. Die Rufnummer wird aber als “nicht gespeichert“ in der Anrufliste angezeigt. Wer neugierig ist und wissen möchte, wer angerufen hat, sollte einem spontanen Rückrufreflex aber besser widerstehen. Denn bei der angezeigten Rufnummer handelt es sich oft um eine Nummer mit der Kennung 0137-7 bzw. +49 1377. Handy-Nutzer werden beim Rückruf zur Kasse gebeten, auch wenn keine Ansage, sondern nur ein Knacken oder Rauschen in der Leitung zu hören ist.

In dem Fall wird versucht, die Rufnummer durch die internationale Vorwahl zu tarnen, dahinter steht aber dennoch eine eher teure 0137 Rufnummern.

Schockanrufe oder SMS Spam von einer 0137 und speziell der 01372 sind aber bisher nicht bekannt.

0900 Nummer – Kosten, Rechtliches und alles was man wissen und beachten sollte

0900 Nummer – Kosten, Rechtliches und alles was man wissen und beachten sollte? – Nummern, die mit der Vorwahl 0900 beginnen, sie sind frei tarifierbar, das heißt, ihre Kosten unterscheiden sich, weil die Anbieter der Nummern den Verbindungspreis selbst festlegen. Wie viel man zahlt, wenn man eine 0900-Nummer anwählt, hängt also davon ab, was der Anbieter berechnet. Trotzdem gibt es Einschränkungen. Allgemein gilt dabei:

Die Vorwahl 0900 ist eine kostenpflichtige Servicenummer. Wie viel ein Anruf zu einer Nummer kostet, wird beim Wählen angesagt. So weiß man immer, wie viel man bezahlt. Den Preis legt der Anbieter selbst fest, das Gesetz gibt aber Maximalwerte vor: Ein Gespräch zu einer 0900-Nummer darf maximal 3 Euro pro Minute beziehungsweise 10 Euro pro Gespräch unabhängig von der Gesprächslänge kosten.

In Benutzung sind die Nummern 09001, 09003, 09005 und 09009. Bei 09001, 09003 und 09005 werden die Verbindungskosten angesagt, 09009 wird für Dialer verwendet. Die Kosten sind dann über die Dialerinformation abrufbar. Der Rufnummernkreis rund um die 0900 Nummern unterliegt auch einer recht strengen gesetzlichen Regulierung. In den letzten Jahren kamen immer wieder neuen, verbraucherfreundliche Vorgaben hinzu, die Endkunden vor den Kosten von 0900 Nummern schützen sollen.

HINWEIS: 0900 Rufnummern können nur angerufen werden. Wenn also eine 0900 Nummer im Display auftaucht und angeblich ein Anruf mit dieser Vorwahl kommt, weiß man sicher, dass die Nummer manipuliert wurde und es sich um Spam oder Ping Anrufe handelt. Auch SMS und Voicemail von dieser Rufnummer sind nicht möglich. SMS Spam ist daher an sich auch kein Thema.

Welche Kosten entstehen bei 0900 Nummern?

Die 0900 Kosten sind für den Anbieter relativ frei festlegbar. Es gibt also keine festen Kosten. Allerdings gibt es Höchstgrenzen und darüber hinaus muss ein Anrufer über die Kosten informiert werden. Im Überblick:

  1. die Kosten für Gespräche dürften maximale bei 3 Euro pro Minute liegen
  2. die Kosten für einen Anruf dürfen bei maximal 30 Euro liegen (auch wenn er länger dauert)
  3. Anrufer müssen am Anfang KOSTENFREI über die anfallenden Gebühren informiert werden

Auf diese Weise sollen Verbraucher bereits vor dem Gespräch über anfallende Kosten informiert und sie sollen dazu die Möglichkeit haben, die Gespräche auch wieder zu beenden, wenn die Kosten zu hoch ausfallen sollten. Daher ist auch die Kostenansage kostenlos – Gebühren fallen erst an, wenn man in den tatsächlichen Premiumteil der Rufnummer wechselt – also nach der Tarifansage weiter in der Leitung bleibt. Sollte ein Anbieter gegen diese Pflichten verstoßen, kann man beispielsweise bei der Bundesnetzagentur eine Beschwerde einreichen und diese Vorgehensweise beanstanden. Die Behörde hat dann eine ganze Reihe von Möglichkeiten, gegen ein solches Verhalten vorzugehen (und hat dies in der Vergangenheit auch bereits häufiger getan – bis hin zur Abschaltung von Rufnummern).

WICHTIG: Man sollte die 0900 Rufnummern nicht mit der Vorwahl 0090 verwechseln. Die 0090 oder auch +90 ist die internationale Vorwahl der Türkei und das bedeutet, es entstehen nochmal andere Kosten für Anrufe als bei deutschen 0900 Rufnummern.

Keine 0900 aus dem Ausland

Im Vergleich mit normalen Rufnummern gibt es bei den 0900 Nummern noch einen Unterschied: man kann die Rufnummern nicht aus dem Ausland erreichen. Auch wenn man die deutsche Vorwahl 0049 nutzt, gibt es dennoch keine Verbindung aus dem Ausland zu den deutschen 0900 Nummern. Viele Länder haben aber vergleichbare Rufnummern mit ähnlichen Abrechnungsmodellen und den gleichen Service-Angeboten.

Die Kosten für 0900 Nummern im Detail

Die Kosten für den Anruf bei einer Rufnummer mit einer 0900 Vorwahl sind gestaffelt danach, welche Nummer an der 5. Stelle kommt. Diese Ziffer bestimmt den Dienst, der dahinter steht und auch die Kosten, die entstehen.

  • die Ziffer 1 steht dabei für Informationsdienste aller Art
  • die Ziffer 3 steht für Unterhaltungsdienste
  • die Ziffer 5 steht für Dienste für Erwachsene

Die Kosten, die für eine solche Rufnummer entstehen, müssen schriftlich bei entsprechenden (Werbe-)Angeboten mit hinterlegt sei. Ziel ist es dabei, dass sich der Kunde bereits vor einem Anruf über die maximalen Kosten informieren kann. Dazu muss vor dem Beginn des eigentliches Anrufes nochmal angesagt werden, welche Kosten für einen Anbieter entstehen. Diese Ansage ist dabei kostenfrei, es entstehen erst wirkliche Kosten, wenn man während der Ansage nicht auflegt. Im Gesetz ist dazu fest gehalten:

Für sprachgestützte Premium-Dienste und für sprachgestützte Betreiberauswahl hat derjenige, der den vom Endnutzer zu zahlenden Preis für die Inanspruchnahme dieses Dienstes festlegt, vor Beginn der Entgeltpflichtigkeit dem Endnutzer den für die Inanspruchnahme dieses Dienstes zu zahlenden Preis zeitabhängig je Minute oder zeitunabhängig je Datenvolumen oder sonstiger Inanspruchnahme einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile anzusagen. Die Preisansage ist spätestens drei Sekunden vor Beginn der Entgeltpflichtigkeit unter Hinweis auf den Zeitpunkt des Beginns derselben abzuschließen. Ändert sich dieser Preis während der Inanspruchnahme des Dienstes, so ist vor Beginn des neuen Tarifabschnitts der nach der Änderung zu zahlende Preis entsprechend der Sätze 1 und 2 anzusagen mit der Maßgabe, dass die Ansage auch während der Inanspruchnahme des Dienstes erfolgen kann.

Wichtig ist dabei, dass es keine Unterschied macht, von welchem Anbieter aus man anruft. Auch das Netz spielt keine Rolle. Es ist also egal, ob man einen Tarif der Telekom, Vodafone oder O2 hat oder einen Discounter wie 1&1 oder Congstar nutzt – die Kosten für die 0900er Nummer sind zentral durch den Betreiber der jeweiligen 0900 Rufnummer fest gelegt und damit immer gleich (hoch).

Das gleiche gilt auch für Warteschleifen, die eventuell vor den Anruf geschaltet sind. Wenn beispielsweise der Anruf nicht sofort entgegen genommen werden kann, werden die Kunden häufig in eine Warteschleife gelegt. Diese muss allerdings kostenfrei sein. Das entsprechende Gesetz wurde 2013 geändert und seit dem dürfen für eine Warteschleife keine Kosten mehr verlangt werden. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Am 1. Juni treten die endgültigen Regelungen zu kostenlosen Warteschleifen in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Warteschleifen bei Sonderrufnummern (z. B. 0180er und 0900er Rufnummern) nur noch genutzt werden, wenn für den Anruf ein Festpreis gilt oder die Warteschleifen für den Anrufer kostenfrei sind. Auch nachgelagerte Warteschleifen, also beispielsweise Wartezeiten während einer Weiterleitung nach begonnener Bearbeitung, müssen kostenfrei sein. Bei ortsgebundenen Rufnummern, Mobilfunkrufnummern und entgeltfreien Rufnummern ist der Einsatz von Warteschleifen weiterhin zulässig.

Insgesamt sind die Rufnummern-Bereiche um die 0900 mittlerweile damit ein streng regulierter Bereich und bieten viele verbraucherfreundliche Regelungen. Unabhängig davon ist der Ruf dieser Vorwahlen immer noch durch Sex- und Escort-Dienste dominiert und diese Nummer werden daher in der Regel von vielen Unternehmen eher gemieden.

Falls jemand von einer solchen Rufnummer angerufen wird: Die Bundesnetzagentur für ein großes und öffentliches Verzeichnis aller Nummern und Besitzer samt Anschrift. Dort kann man sehr einfach abfragen, von wem der Anruf kommt und ob sich eventuell ein Rückruf lohnt oder ob es sich vielleicht nur um Spam handelt. Das entsprechende Verzeichnis findet sich hier (unter dem Punkt Suche nach Rufnummer):

Dieses Verzeichnis und die Transparenz der Rufnummern ist auch gesetzlich so geregelt und die Anbieter sind verpflichtet, ihre Daten dort eintragen zu lassen. Es ist also anders als die normalen Telefonbücher kein freiwilliges Verzeichnis, sondern zum Schutz der Verbraucher ist der Eintrag verpflichtend.

Video: Abzocke mit der 0900 erklärt