0800 – alles rund um kostenfreie Rufnummern – Hintergrund, Probleme und Schwierigkeiten

Vorwahl 0800 – alles rund um kostenfreie Rufnummern – Hintergrund, Probleme und Schwierigkeiten – Vorwahlen, die mit 0800 beginnen, sind sogenannte Freecall-Nummern und haben die bis 2001 gültige 0130 Nummern ersetzt. Dieser Nummernkreis wird auch Freephone genannt.  Ein Anruf zu einer Nummer mit der Vorwahl 0800 ist immer kostenlos, egal ob man aus dem Festnetz, dem Telekom Netz, von einer Vodafone Sim oder auf dem O2 Netz anruft. Als Reserve wird die 0801 vorbehalten.

Unsere Definition einer 0800 Nummer ist daher:

Die Vorwahl 0800 ist eine Freecall-Nummer. Bis Dezember 2000 wurde die 0130 in Deutschland für kostenlose Anrufe benutzt, dann wurde dies zu 0800 verlegt. Nummern mit der Vorwahl 0800 sind immer kostenlos und werden meistens von Unternehmen genutzt, um Kunden eine kostenfreie Service-Hotline zu bieten. Die Service-Nummer ist auch im Ausland unter 00800 erreichbar.

Die Kosten für die Anrufe zu Nummern, die mit 0800 beginnen, übernimmt der Angerufene. Weil für Anrufe aus dem Mobilfunknetz oder aus Telefonzellen höhere Kosten anfallen können, kommt es vor, dass ein Unternehmen, dass eine 0800-Nummer anbietet, die Nummer für Anrufe aus dem Handynetz oder aus Telefonzellen sperrt. Teilweise kommt es auch vor, das Anbieter 0800 direkt sperren. So bietet beispielsweise KabelBW keinen Zugriff auf 0800 Rufnummern. Sobald aber eine Verbindung zustande kommt, zahlt immer der Angerufene.

Viele gemeinnützige Agenturen setzen beispielsweise auf diese Nummer. So hat die Telefon-Seelsorge mittlerweile mit der 0800/111 0 111 und der 0800/111 0 222 sogar zwei dieser Nummern in Betrieb und auch viele Unternehmen setzen (sehr kundenfreundlich) auf kostenfreie Service-Nummern mit der 0800 am Anfang. Damit sind dann die Anrufe der Kunden im Kundenservice kostenfreie und auch längere Gespräche schlagen nicht auf die Rechnung durch. Allerdings bieten nicht alle Anbieter so einen Service, man sollte daher auch bei den Nummern im Kontaktbereich genau hin schauen, ob es eine kostenfreie 0800 Rufnummer ist.

Sind 0800 Rufnummern immer kostenlos?

Ja, die 0800 Freephone Nummer MÜSSEN kostenlos sein und das gilt sowohl für Anrufe aus dem deutschen Festnetz als auch aus dem Mobilfunk-Netzen. Egal welchen Anbieter man an dieser Stelle nutzt und welchen Tarif dieser anbietet: der Anruf muss kostenfrei sein. Das gilt auch unabhängig vom genutzten Mobilfunk-Netz.

Die meisten 0800 Nummern sind aus dem Ausland nicht zu erreichen. Es gibt aber ausländische 0800 Nummer die ebenfalls kostenfrei sind, da mittlerweile viele Länder der EU dieses System eingeführt haben. Bei einem Anruf aus Deutschland auf einer ausländischen 0800 Nummer können aber Kosten für das Roaming entstehen. Man sollte die kostenfreien 0800 Rufnummern auch nicht mit 0180 Nummern verwechseln. Letztere sind nicht kostenfrei und werden nach einem eigenen Tarif abgerechnet. Vor dem Gespräch muss aber eine Ansage kommen die über die Kosten aufklärt. Wenn man die Vorwahlen verwechselt, bekommt man als Verbraucher also auf jeden Fall die Gelegenheit, das Gespräch zu beenden, ohne das Kosten entstehen.

Spam von einer 0800 Nummer

Leider sind auch die Rufnummern mit der 0800 Vorwahl nicht davo gefeit, mißbraucht zu werden. Es berichten immer mal wieder Nutzer von Anrufen von einer 0800 Rufnummer, die wohl Spam sind. So heißt es im Telekom Forum:

Ich habe seit ein paar Wochen ein wirklich nerviges Problem mit einer 0800er Nummer, von der ich mehrmals täglich angerufen werde.  Sobald der Anrufbeantworter anspringt, wird aufgelegt, ohne eine Nachricht zu hinterlassen.  Wenn ich den Anruf selber annehme, wird nicht aufgelegt, es meldet sich auf der anderen Seite aber niemand.  Klassische Form von Spam!
Ich vermute, dass hier ein Rückruf provoziert werden solll, der dann wahrscheinlich unbemerkt kostenpflichtig umgeleitet wird.  Das merkwürdige daran ist, dass es eine Nummer ist, die darauf schließen lässt, dass die Telekom selber diesen Unfug verzapft: 0800 330 1115 Was kann ich tun, um dies zu unterbinden?

Und bei Antispam e.V. heißt es:

wiederkehrende Anrufe 0800/3009915Hallo Freunde !
Seit mehreren Wochen nervt die o.g. Nummer immens. Selbst an einen Samstag abend machen die nicht halt. Bisher habe ich niemanden an die „Strippe“ bekommen, da bisher immer nur der elektronische Knecht (AB) zuhause war.Laut www soll es sich um eine T-Com Servicegesellschaft handeln, was ich nicht wirklich glauben will.

Eine 0800 als Vorwahl schützt also auch nicht vor Spam, sie ist nur kostenfrei anzurufen. Daher sollte man auf jeden Fall nicht zu blauäugig sein, nur weil ein Anruf von einer 0800er Nummer kommt. Allerdings ist es bei einer 0800 Nummer natürlich einfach, zurückzurufen und nachzufragen, ob der Anruf wirklich von dort kam oder jemand nur dieser Nummer vorgetäuscht hat.

Eine eigene 0800 Rufnummer beantragen

0800 Vorwahlen stehen nicht nur für Unternehmen zu Verfügung, sondern können auch von Privatpersonen beantragt werden.Die Nutzung ist allerdings eingeschränkt. Auf den Seiten der Bundesnetzagentur ist dazu festgehalten:

Rufnummern für das Angebot von entgeltfreien Telefondiensten dürfen ausschließlich für die Erbringung von Diensten genutzt werden, bei deren Inanspruchnahme der Anrufende kein Entgelt zu entrichten hat (vgl. § 3 Nr. 8a TKG). Anrufe zu „entgeltfreien Telefondiensten“ i.S.V. § 3 Nr. 8a TKG lösen für den Anrufer weder ein Entgelt für den Telefondienst (Anruf) noch für den darüber hinausgehenden Dienst aus

Die Zuteilung erfolgt dabei direkt durch die Bundesnetzagentur.

Probleme mit einer 0800-Nummer?

Der zentrale Ansprechpartner für Probleme rund um 0800 Nummern ist die Bundesnetzagentur. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, sollte man sich daher auch zuerst dahin wenden. Die Behörde bietet dabei auch online die Möglichkeit, sich zu beschweren. Die entsprechenden Formulare sind hier zu finden: http://www.bundesnetzagentur.de/…/Beschwerdeeinreichen/beschwerdeeinreichen-node.html

0155 – welche Netz hat diese Vorwahl?

Welches Netz hat die Vorwahl 0155? – Die Rufnummern werden anhand ihrer Vorwahlen an bestimmte Mobilfunk-Netze vergeben. Die ersten vier Ziffern einer Rufnummer sind dabei immer die Vorwahl und geben Auskunft darüber, in welchem Netz eine Rufnummer ursprünglich ausgegeben wurde. In einigen Fällen ist die Vorwahl auch fünfstellig und wird an bestimmte Discounter oder Prepaid-Anbieter vergeben. Die Vergabe erfolgt dabei durch die Bundesnetzagentur, die unter anderem auch für die Regulierung im Mobilfunk- und Telekommunikationsbereich zuständig ist. Bei der Ausgabe der Telefonnummern sind die Vorwahlen daher immer für bestimmte Netzbetreiber (Telekom, Vodafone, Eplus oder O2) reserviert.

Die Vorwahl 0155 ist derzeit nicht in Benutzung, sie ist aber reserviert für E-Plus 3G Luxemburg.

Mit dem Zusammenschluss von O2 und Eplus ist diese Vorwahl ebenfalls mit an O2 übergegangen. Da sie aber derzeit nicht verwendet wird, spielt das für die Praxis nur eine sehr untergeordnete Rolle. In den meisten Fällen wird aus diesem Rufnummernkreis die 0157 oder die 0159 als Vorwahl genutzt.

Um sicherzugehen, ob eine Nummer noch ein bestimmtes Netz nutzt, bieten die Netzbetreiber kostenfreie Kurzwahlnummern. Damit kann man bequem abfragen, welche Nummer zu welchem Netz gehört. Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Unter-Vorwahlen

Für die 0155 sind derzeit keine Untervorwahlen reserviert.

Spam mit der Vorwahl 0155

Da die 0155 derzeit keinen Einsatz findet, gibt es natürlich auch keine Spammeldungen von Rufnummern, die diese Vorwahl nutzen. Sollte dieser Nummerkreis aber genutzt werden (womit früher oder später durchaus zu rechnen ist) wird es sicher auch die ersten Spammeldungen dazu geben.

0170 – welcher Anbieter nutzt die 0170?

Welches Netz hat die Vorwahl 0170? – Die ersten drei Ziffern der Vorwahl 0170 weisen darauf hin, dass es sich bei den Rufnummern in diesem Bereich immer um Vorwahlen aus dem Mobilfunk-Bereich handelt. Die 0 (als vierte Ziffer der Vorwahl) gibt dann darüber Auskunft, zu welchem Netz bzw. Anbieter diese Rufnummer gehört.  Bei der Ausgabe der Telefonnummern durch die Bundesnetzagentur sind die Vorwahlen daher immer für bestimmte Netzbetreiber (Telekom, Vodafone, Eplus oder O2) reserviert. Die originale Zuordnung sieht dabei wie folgt aus:

Die Vorwahl 0170 gehört dabei zum Netz der Telekom (D1). Mittlerweile lassen sich Rufnummern aber auch ohne Probleme in andere Netze mit nehmen. Aus diesem Grund ist es durchaus möglich, dass eine Rufnummer mit der 0170 als Vorwahl nicht mehr im D1-Netz der Telekom angesiedelt ist sondern mittlerweile zu einem komplett anderen Anbieter gehört und auch in einem anderen Netz zu finden ist. Falls die Nummer direkt vom Anbieter kommt, ist das Netz auf jeden Fall noch das Netz der Telekom.

Wer sicher abfragen möchte, welches Netz eine Rufnummer gerade nutzt, kann dies über bestimmte Service-Rufnummern der Netzbetreiber tun. Leider gibt es dafür aber keine zentrale Rufnummer sondern jeder Netzbetreiber bieten diesen kostenfreien Service unter einer andere Nummer an.  Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Prinzipiell gilt aber: Rufnummer mit der 0170 werden original nur von der Telekom ausgegeben. Teilweise gibt es diese Nummern auch bei den Discountern im D1 Netz (wie beispielsweise Congstar – auch im Telekom Netz), aber das ist eher selten. Bei anderen D1 Anbieter (Klarmobil Netz und Sparhandy Netz ist teilweise auch D1-Telekom) sind sie nicht zu finden. Teilweise werden 0170 Rufnummer bereits zu sehr hohen Preisen auf Ebay gehandelt, vor allem, wenn es sich im Premium-Rufnummern mit besonders leicht zu merkenden Kombinationen handelt.

Spam von der 0170

Unter dieser Vorwahl gab es lange Zeit recht wenig Spam. In den letzten Jahren wurden aber immer wieder Kettenbriefe gemeldet, die auch unter Rufnummern mit der  Vorwahl 0170 verschickt wurden. Leider hat sich das Spamaufkommen 2018/19 wieder etwas erhöht, möglicherweise wurden wieder mehr 0170 Rufnummern ausgegeben. Viele Verbraucher melden Anrufe mit dieser Vorwahl für Sponsoring und andere Angebote.

Geschichte der 0170

Der Vorwahlbereich 0170 war einer der ersten Mobilfunk-Vorwahl Bereiche, der von der Telekom genutzt wurde. Mittlerweile bekommt man Rufnummer mit dieser Vorwahl nur noch sehr selten direkt vom Anbieter. Im Gegenteil: Rufnummer mit dieser Vorwahl gelten als selten und schwer zu bekommen. Bei Portalen wir Ebay und Co. finden sich solche Vorwahlen daher häufig für um die 100 Euro. Aktuell nutzt die Telekom eher die 0171 und die 0151 als Vorwahlbereich.

Weitere Informationen zur Telekom und dem Telekom Netz

Diese Vorwahl gehört zu einem Rufnummern-Kreis, der für die Telekom registriert wurde. Falls die Rufnummer aufgegeben wird oder nicht mehr in Benutzung ist, fällt sie auch automatisch an die Telekom zurück. Nur dieses Unternehmen darf die Vorwahl vergeben, sie kann aber auch vom Besitzer in ein anderes Netz mit genommen werden.

Weitere Infos zur Telekom:

Video: Vorsicht vor Ping-Anrufen mit teuren Vorwahlen

Die Vorwahl 0171 – welches Netz nutzt diese Nummer?

Welches Netz hat die Vorwahl 0171? – Die 0171 ist dabei eine der ersten Rufnummernkreise, die der Telekom zugeteilt wurden und sind mittlerweile entsprechend selten, weil bereits fast vollständig vergeben. Diese Vorwahl wurde 1992 bei der Vergabe der Nummern als erstes zugeteilt und waren über mehrere Jahre die einzigen Vorwahlen, die es gab. Aufgrund des Vergabe-Systemes zu dieser Zeit wurde die 0171 sogar noch vor der 0170 ausgegeben. Die Süddeutsche schreibt zu den Nummern:

0171 und 0172 werden seit knapp zehn Jahren nur noch in Fällen vergeben, in denen ein Kunde seine Nummer zurückgibt, was in Zeiten der »Rufnummermitnahme« – der Möglichkeit, die Telefonnummer auch nach Wechsel des Anbieters zu behalten – so gut wie nicht mehr vorkommt. Die Vorwahlen 0171 und 0172 sind zu stolzen Emblemen geworden.

Besonders gute Rufnummern mit der Vorwahl 0171 sind daher begehrt und werden aktuell bei Ebay und auf anderen Portalen teilweise für mehrere hundert Euro gehandelt. Die Rufnummern gibt es wenn das derzeit direkt bei Telekom-Neuverträgen. Discounter bekommen andere Rufnummern, hier ist eher die Vorwahl 0151 die erste Wahl. Daher findet man bei D1 Discountern die 0171 als Vorwahl eher selten, obwohl auch das Klarmobil Netz und das Netz von Congstar das originale Telekom Netz ist. Damit haben beiden Anbieter verglichbare Netzqualität (in den Telekom Netztests bestätigt) aber andere Vorwahlen und das betrifft an sich alle D1 Netz Anbieter.

Aber Achtung: Die Vorwahl 0171 wurde zwar ursprünglich für Tarife im Netz der Telekom D1) verwendet und wird auch heute noch direkt von der Telekom vergeben, das muss aber nicht heißen, das eine Rufnummer mit der Vorwahl 0171 auch derzeit das Telekom Netz nutzt. Rufnummern können heute ohne Probleme und für vergleichsweise geringe Kosten (25 bis 30 Euro je nach Anbieter) in jedes deutsche Mobilfunk-Netz mitgenommen werden. Die Vorwahl 0171 stammt daher zwar aus dem D1-Netz der Telekom, kann mittlerweile aber auch bereits in ein anderes Mobilfunk-Netz portiert worden sein und zu einem Anbieter im Netz von Vodafone, Eplus oder O2 gehören. Die Vorwahl allein sagt darüber nichts aus.

Um sicherzugehen, ob eine Nummer noch ein bestimmtes Netz nutzt, bieten die Netzbetreiber kostenfreie Kurzwahlnummern. Damit kann man bequem abfragen, welche Nummer zu welchem Netz gehört. Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Spam mit Vorwahl 0171

Kommerzieller Spam unter der Vorwahl 0171 ist eher selten, aber es gibt ab und an Kettenbriefe (sogenannte Hoax) die unter Rufnummern mit solcher Vorwahl verschickt werde. Bekannt ist zum Beispiel die „Ute Christoff“-Meldung, hinter der sich ein Internet Fake verbirgt und die teilweise unter dieser Rufnummer verschickt wird:

Sag mal bitte allen leuten in deiner liste, dass sie den kontakt mit ‚Ute Christoff‘ nicht annehmen sollen! das ist ein Virus (über whats app u.s.w) der zerstört die ganze festplatte und zieht sich die daten runter, wenn ihn einer deiner kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die liste frisst! also kopier und schicken !!! Wenn dich die Nummer 0171 9626509 anruft,nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute Morgen auch von EUROP1 und RTL bestätigt worden!Weiterleiten!

Weitere Informationen zur Telekom und dem Telekom Netz

Diese Vorwahl gehört zu einem Rufnummern-Kreis, der für die Telekom registriert wurde. Falls die Rufnummer aufgegeben wird oder nicht mehr in Benutzung ist, fällt sie auch automatisch an die Telekom zurück. Nur dieses Unternehmen darf die Vorwahl vergeben, sie kann aber auch vom Besitzer in ein anderes Netz mit genommen werden.

Weitere Infos zur Telekom:

Video: Telefon-Vorwahlen erklärt

0700 – Vorwahl und persönliche Runfnummer

Wofür wird die Vorwahl 0700 genutzt? – Die 0700 ist eine Besonderheit unter den Vorwahlen. Mit ihr und einer 8-stelligen Durchwahl kann man ein Leben lang stets dieselbe Festnetznummer haben. Sie lässt sich problemlos zu jedem Anbieter mitnehmen. Die 0701 gehört ebenfalls zum System.

Die Kosten für die Nutzung einer 0700-Vorwahl sind vergleichsweise teuer. Neben der einmaligen Anschlussgebühr, die je nach Anbieter zwischen 50 und 70 Euro beträgt, sind auch pro Telefonminute für den Anrufenden bzw. dem Anrufer Kosten zwischen 6 und 30 Cent/Minute fällig. Je nach Anbieter sind Anrufe in bestimmte Netze auch kostenfrei.

Die Idee einer Festnetznummer, die ein ganzes Leben lang gleich bleibt, klingt auf Anhieb sehr praktisch. Diese Festnetznummer lässt sich auch auf mehrere Geräte – auch mobil – festlegen, so dass man überall mit der selben Nummer erreicht werden kann. Dieser Luxus hat dafür auf der anderen Seite auch seinen Preis, was durch eine fehlende Tarifregelung die Kosten sogar teils sehr hoch ausfallen lässt. Zunächst muss die 0700-Nummer bei der Bundesnetzagentur beantragt werden, was Kosten von ca. 60 Euro bedeutet. Anschließend werden noch beim Anbieter, dem so genannten Carrier der Rufnummer, monatliche und teils sogar halbminütliche und je nach Anbieter unterschiedliche Kosten fällig. Für den Anrufenden bleiben die Kosten jedoch gleich: Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr je 12,6 Cent/Minute (30/30 Taktung), außerhalb dieses Zeitraumes 6,3 Cent/Minute (60/60 Taktung). Auch, wenn sich der Angerufene im Ausland befindet, bleiben die Kosten gleich, jedoch ist die technische Infrastruktur für die 0700 bzw. 0701 nicht ausgereift, weshalb man gelegentlich den Teilnehmer im Ausland nicht erreichen kann.

Wer sich für einen solche Rufnummer interessiert, kann diese direkt bei der Bundesnetzagentur holen. Die Behörde schreibt dazu:

Online-Antragstellung (wird empfohlen):
Zur Online-Antragstellung klicken Sie hier: Online-Antrag (0)700
Nachdem Sie Ihre Daten eingegeben und elektronisch zu uns gesendet haben, bekommen Sie das ausgefüllte Antragsformular ebenfalls elektronisch zur Anzeige in Ihren Browser zugeschickt. Damit Ihr Browser dieses Formular anzeigen kann, benötigen Sie ein PDF-Plugin oder einen PDF-Reader. Drucken Sie das Formular aus und schicken es mit den entsprechenden Anlagen unterschrieben an die angegebene Anschrift.

Der Service einer 0700-Nummer ist vor allem für Vielreisende interessant, die stets erreichbar sein wollen und dem Anrufer keine zu hohen Kosten zumuten wollen. Allerdings wandeln sich die Preise für Mobilfunkverbindungen ins Ausland auch stetig, weshalb man auch bei diversen Mobilfunkanbietern überprüfen sollte, ob eine Prepaid-Karte für Auslandsaufenthalte eventuell günstiger ist.

Mittlerweile muss man aber eher sagen, dass sich dieser Service nicht durchgesetzt hat. Viele Kunden nutzen ohne Allnet Flat und daher ist ihnen egal, was für eine Rufnummer sie anrufen – es macht daher keinen Unterschied ob mobile, Festnetz oder 0700. Daher findet man Rufnummern mit dieser Vorwahl nur noch eher selten.

Video: die eigene Rufnummer sperren

Spam von einer 0700 Rufnummer

Die 0700 Rufnummern sind personalisiert und daher auch leicht zurückzuverfolgen. Für Spammer eignen sich diese Rufnummern und Vorwahlen daher kaum, entsprechend gibt es auch keinen Hinweise auf Spam und unerwünschter Werbung aus diesem Rufnummernkreis. Darüber hinaus werden diese Rufnummern allgemein nur sehr selten genutzt.

 

0151 – welches Netz nutzen Rufnummern mit dieser Vorwahl?

Welches Netz hat die Vorwahl 0151? – Der Rufnummernkreis 015 steht in Deutschland für eine Rufnummer aus dem Bereich Mobilfunk. Die 4. Ziffer der Vorwahl gibt Auskunft darüber, in welchem Netz die Rufnummer ursprünglich ausgegeben wurde. Die Bundesnetzagentur hat für jeden Mobilfunk-Anbieter in Deutschland bestimmte Rufnummernkreis reserviert und diese lassen sich anhand der 4. Ziffer der Vorwahl zuordnen.

Die Vorwahl 0151 gehört dabei zum Netz der Deutschen Telekom (D1). Allerdings können Rufnummern mittlerweile auch in andere Netze mitgenommen werden. Daher muss die 0151 nicht mehr zwangsläufig in diesem Netz zu finden sein, sondern könnte auch in ein anderes Netz portiert worden sein. Falls die Nummer direkt vom Anbieter kommt, ist das Netz auf jeden Fall noch das Netz der Telekom.

Es gibt leider keinen zentralen Service um zu prüfen, in welchem Netz sich die Rufnummer mit der Vorwahl 0151 derzeit befindet. Die Netzbetreiber bieten aber kostenfreie kostenfreie Kurzwahlnummern an um dies abzufragen. Man kann diese Nummern auch von Discountern aus den jeweiligen Netzen nutzen. Die Abfrage der Telekom kann beispielsweise auch mit Congstar genutzt werden.  Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier für Sie zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Derzeit nutzen häufig Discounter diese D1-Netz Vorwahl. Beispielsweise gibt es bei Klarmobil und auch bei Congstar Simkarten mit den entsprechenden Vorwahlen – das Klarmobil Netz und auch das Congstar Netz ist damit auch das D1 Netz der Telekom.

Die Netzqualität der Vorwahl 0151 prüfen

Die Qualität des Netzes der Telekom (und damit auch der meisten Rufnummer mit 0151) lässt sich am einfachsten über die Netzkarte der Telekom prüfen. Dort wird der Ausbaustand und auch die verfügbaren Netzstandards angezeigt. Auf diese Weise bekommt man einen guten Eindruck, ob Netz bereits vorhanden ist und welche Geschwindigkeiten zu erwarten sind. Die Netzkarte der Telekom ist hier zu finden:

Unter-Vorwahlen zur 0151

Für die 0151 gibt es weitere Untervorwahlen, die fünfstellig sind und in erster Linie (bzw. oft) für Discounter in diesem Netz eingesetzt werden. Folgende Rufnummernkreise sind bei der Vorwahl 0151 bekannt:

  • 01510 – im Netz der Deutschen Telekom (D1)
  • 01511 – im Netz der Deutschen Telekom (D1)
  • 01512 – im Netz der Deutschen Telekom (D1)
  • 01513 – im Netz der Deutschen Telekom (D1)
  • 01514 – im Netz der Deutschen Telekom (D1)
  • 01515 – im Netz der Deutschen Telekom (D1)
  • 01516 – im Netz der Deutschen Telekom (D1)

Weitere Informationen zur Telekom und dem Telekom Netz

Diese Vorwahl gehört zu einem Rufnummern-Kreis, der für die Telekom registriert wurde. Falls die Rufnummer aufgegeben wird oder nicht mehr in Benutzung ist, fällt sie auch automatisch an die Telekom zurück. Nur dieses Unternehmen darf die Vorwahl vergeben, sie kann aber auch vom Besitzer in ein anderes Netz mit genommen werden.

Weitere Infos zur Telekom:

Spam von der Vorwahl 0151

Rufnummern mit der 0151 als Vorwahl sind weit verbreitet und daher gibt es auch immer wieder Meldungen zu Spam und unerwünschten Anrufen aus diesem Rufnummernkreis. So schriebt ein Nutzer im AntiSpam eV Forum bereits 2011:

Auf meine GSM-Rufnummer ging soeben die nachfolgende SMS-Nachricht ein …

Sonja aus deiner Region sucht Liebevollen Ihn fur eine Feste Bez. Tauscht MMS + Sprachnachricht. Zum Kostenlosen Anruf der Daten sende JA zurück

Zur Rufnummer selbst ist als Inhaber / Betreiber nachzuvollziehen:
Rufnummer: 01512-2133541
Land: Deutschland
Netz: T-Mobile
Vorwahl: 01512
RN-Block: 21
Betreiber: RTLmobile c/o congstar GmbH , Anna-Schneider-Steig 8 , 50678 Köln

Und im Computerbetrug Forum stammt eine Meldung bereits aus dem Jahr 2006:

am 05.11.06 um 02:30 Uhr erhielt ich folgende Spam-SMS an mein Handy von der Rufnummer 0151 14813***:

„Eine Nachricht wurde für Dich hinterlegt. Schreibe eine SMS mit dem Text „Flirt 228765″ und antworte an die 84123 (1,99EUR/SMS)“

Ich hab schon bei der Bundesnetzagentur angefragt. Kennt hier jemand ähnliches?

Wer ähnliche Probleme hat, sollte sich mit den Fällen einer 0151 Nummer, über die Spam verschickt wird, an die Bundesnetzagentur werden. Diese bietet hier eine entsprechende Service-Seite an.

0173 – welcher Anbieter und welches Netz nutzen die Vorwahl 0173?

0173 – welcher Anbieter und welches Netz nutzen die Vorwahl 0173? – Die 0173 gehörte zu den ersten Mobilfunknummern und gehörte ursprünglich vom D2-Anbieter Mannesmann, welcher ab 1990 das erste private Mobilfunknetz in Deutschland aufbaute. Nach der Fusion mit Arcor 1996/1997 wurde der Vertrieb endgültig im Jahr 2000 an Vodafone übergeben.

Die Vorwahl 0173 gehört dabei zum Netz von Vodafone (D2). Allerdings können Rufnummern mittlerweile auch in andere Netze mitgenommen werden. Daher muss die 0173 nicht mehr zwangsläufig in diesem Netz zu finden sein, sondern könnte auch in ein anderes Netz portiert worden sein. Falls die Nummer direkt vom Anbieter kommt, ist das Netz auf jeden Fall noch das Netz von Vodafone.

Die 0173 wurde im Jahr 1998 eingeführt, nachdem die Kapazitäten für die 0172 von Mannesmann-Arcor langsam erschöpft waren. Da es zu diesem Zeitpunkt noch nicht viele Handy-Vorwahlen gab, sorgte die 0173 bei einigen Angerufenen für Verwirrung, da diese Nummer auf Anhieb keinem Anbieter zugeordnet werden konnte und weil sie ohne Werbekampagne still und leise eingeführt wurde.

Die ersten Mobilfunknummern sind nach wie vor begehrt, obgleich die 0173 nicht so häufig gefragt ist wie die 0170, 0171 oder o172, die ersten Nummern aus dem Netz der Telekom. Trotzdem finden sich im Internet in Foren hin und wieder Leute, die diese Vorwahl erwerben wollen. In der Regel starten die Preise für diese Vorwahl bei 50 EUR. Der Grund dafür ist, dass diese Vorwahl nur noch sehr selten bzw. gar nicht von Vodafone vergeben wird, da diese Vorwahl von einem Alt-Kunden erst zurück gegeben werden müsste, damit sie wieder vergeben werden kann. Da allerdings durch die Rufnummerportierung die eigene Nummer heutzutage problemlos zu einem anderen Anbieter mitgenommen werden kann, muss der Nutzer der 0173 nicht zwangsweise Kunde von Vodafone sein. Bei einigen Mobilfunkdiscountern wird die 0173 sogar noch als VIP-Nummer für knapp 20 Euro angeboten oder direkt in den Vodafone-Shops vor Ort. Man findet die 0173 daher bei Neuverträgen sowohl direkt bei Vodafone als auch bei D2 Netz Anbieter wie LIDL Connect, FYVE, 1&1 oder Otelo.

Um sicherzugehen, ob eine Nummer noch ein bestimmtes Netz nutzt, bieten die Netzbetreiber kostenfreie Kurzwahlnummern. Damit kann man bequem abfragen, welche Nummer zu welchem Netz gehört. Die jeweiligen Rufnummern haben wir hier zusammengestellt: Netz-Abfrage – welche Nummer gehört zu welchem Netz?. Die Netzabfrage erfasst dabei den aktuellen Status der Rufnummer und ist damit wesentlich sicherer und genauer als die Zuordnung anhand der Vorwahl.

Weitere Rufnummer aus dem Vorwahlkreis von Vodafone sind beispielsweise die 0152, 0162 oder auch die 0172.

Spam von der Vorwahl 0173

Rufnummer mit der Vowahl 0173 sind tausendfach in Deutschland im Einsatz und daher kann es durchaus auch passieren, dass Spammer diese Vorwahl für Anrufe nutzen. Allerdings scheint das Aufkommen von unverlangten Anrufen mit dieser Vorwahl eher gering zu sein. Lediglich einzelene Fälle sind bekannt. So schreibt ein Nutzer bei antispam e.V.:

Diese Nummer wurde zig mal (täglich) auf meinem Privatanschluß registriert. Ein Rückruf brachte die Ansage „Mailbox voll“.
Einmal war ich Zuhause als der Anruf kam. Es meldete sich ein Hr. Schumburg von der Gunther GmbH, der mir erklärt hat, sie würden dafür sorgen, dass ich nichtmehr durch Telefonspam belästigt würde und man würde nun daraufhin für die nächsten Monate das Geld von meinem Konto abbuchen. Wir müssten nur noch die Daten abgleichen….
Nachdem ich mehrmals nach der Firma und der Adresse gefragt habe, und gebeten habe, mir die Unterlagen zuzuschicken, wurde aufgelegt. Hat sonst noch jemand mit der Nummer Erfahrungen?

Insgesamt wird diese Vorwahl aber für legale Zwecke genutzt – es reicht also, eventuell einzelne Rufnummern zu sperren, eine komplette Sperre des gesamte Vorwahlkreises ist nicht notwendig.

01371 Rufnummer – welche Kosten entstehen, was sollte man beachten?

Wofür wird die Vorwahl 01371 genutzt? – Alle Vorwahlen, die mit 0137 beginnen, werden ausschließlich als Abstimmungs- und Gewinnspielnummern verwendet. Prominente beispielsweise sind Gewinn- oder Pseudo-Gewinnspielen im Radio oder im Fernsehen. Allerdings wird dazu die 01371 eher selten genutzt, da die abgerechneten Kosten eher gering sind. Man setzt stattdessen eher auf andere Vorwahlen aus diesem Rufnummernkreis die teilweise deutlich teurer abgerechnet werden können.

Welche Kosten entstehen bei der 01371 als Vorwahl?

Die Vorwahl 01371 kostet immer 14 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, egal, welchen Anbieter man hat. Wer aus dem deutschen Mobilfunknetz anruft, zahlt meistens deutlich mehr. Wie teuer ein Anruf aus Mobilfunknetzen wird, hängt von der Uhrzeit, vom Netz und davon ab, ob man Pre- oder Postpaidkunde ist. Für die 01371 werden bei O2 für Prepaidkunden beispielsweise 59 Cent pro Minute plus 59 Cent für den Anruf fällig, Vertragskunden bei E-Plus zahlen sogar 1 Euro pro Minute plus 25 Cent für den Anruf.

MABEZ Rufnummern sollte man daher immer im besten Fall aus dem Festnetz anrufen, da sie darüber am günstigsten sind und auch nur das der maximal Preis gilt. Ansonsten ist es hilfreich, sich bei eigenen Anbieter zu informieren, wie hoch die Kosten mit dem Handy sind, je nachdem ob man das D1 Netz der Telekom nutzen, einen Vodafone Anbieter hat oder O2 Handytarife nutzt.

Nummern, die mit der Vorwahl 0137 beginnen, bezeichnet man als MABEZ-Nummern: Das steht für Massenverkehr zu bestimmten Zielen. Solche Nummern werden dafür benutzt, um Teilnehmer anzusprechen, die allein durch die Anzahl an angesprochenen Personen schwer zu erreichen wären. Früher wurden MABEZ-Nummern in erster Linie für Televoting benutzt, heute sind sie auch sehr häufig für Gewinnspiele übers Radio oder übers Fernsehen in Benutzung. Bisher sind Anbieter noch nicht dazu verpflichtet, den Maximalpreis für einen Anruf aus dem Mobilfunknetz anzugeben. Wer häufiger über sein Handy auf 0137-Nummern anruft, sollte bei seinem Anbieter die genauen Kosten erfragen. Die 01371 als Vorwahl wird allerdings eher selten genutzt, da die Kosten zu gering sind und sich diese Nummer kaum rentieren. Die meisten Voting-Shows setzen daher auf andere 0137 Rufnummer, RTL beispielsweise nutzt in den Voting-Shows fast immer eine 01379 Vorwahl (beispielsweise bei DSDS).

Weitere MABEZ Rufnummern im Überblick

  • 01371: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01372: 0,14 Euro pro Minute
  • 01373: 0,14 Euro pro Minute
  • 01374: 0,14 Euro pro Minute
  • 01375: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01376: 0,25 Euro pro Anruf
  • 01377: 1,00 Euro pro Anruf
  • 01378: 0,50 Euro pro Anruf
  • 01379: 0,50 Euro pro Anruf

Die Kosten beziehen sich dabei wie bereits geschrieben nur auf die Kosten aus dem Festnetz. Wer mobil auf diesen Rufnummern anruft, zahlt in der Regel mehr, da hier jeder Anbieter selbst die Kosten fest legt. Bei Congstar liegen die Kosten für 1371, 01372, 01373, 01374 und 01376 Rufnummern pauschal bei 69 Cent pro Minute und damit deutlich höher als bei Anrufen aus dem Festnetz. Bei o2 kostet ein Anruf auf so einer Nummer bis zu 59 Cent und der Anbieter unterscheidet hier sogar noch zwischen Hauptzeit und Freizeit. Dazu berechnet das Unternehmen für diese Rufnummern bei mobilen Tarifen noch eine einmalige Verbindungsgebühr pro Anruf. Man kann also hier sehr viel Geld sparen, wenn man diese Rufnummern aus dem Festnetz nutzt und nicht das Handy bzw. Smartphone dafür verwendet.

Einen Überblick über die genutzten 0317 Vorwahlen gibt es direkt bei der Bundesnetzagentur.

Spam von der Vorwahl 01371

Die Rufnummer im 01371 Nummernkreis können an sich nicht für Anrufe genutzt werden, daher gibt es auch keinen bekannten Spam von diesen Vorwahlen. Man sollte aber dennoch mißtrauisch sein – kommt ein Anruf mit dieser reinen Vorwahl, kann die Rufnummer an sich nur gefälscht sein.

0900 Nummer – Kosten, Rechtliches und alles was man wissen und beachten sollte

0900 Nummer – Kosten, Rechtliches und alles was man wissen und beachten sollte? – Nummern, die mit der Vorwahl 0900 beginnen, sie sind frei tarifierbar, das heißt, ihre Kosten unterscheiden sich, weil die Anbieter der Nummern den Verbindungspreis selbst festlegen. Wie viel man zahlt, wenn man eine 0900-Nummer anwählt, hängt also davon ab, was der Anbieter berechnet. Trotzdem gibt es Einschränkungen. Allgemein gilt dabei:

Die Vorwahl 0900 ist eine kostenpflichtige Servicenummer. Wie viel ein Anruf zu einer Nummer kostet, wird beim Wählen angesagt. So weiß man immer, wie viel man bezahlt. Den Preis legt der Anbieter selbst fest, das Gesetz gibt aber Maximalwerte vor: Ein Gespräch zu einer 0900-Nummer darf maximal 3 Euro pro Minute beziehungsweise 10 Euro pro Gespräch unabhängig von der Gesprächslänge kosten.

In Benutzung sind die Nummern 09001, 09003, 09005 und 09009. Bei 09001, 09003 und 09005 werden die Verbindungskosten angesagt, 09009 wird für Dialer verwendet. Die Kosten sind dann über die Dialerinformation abrufbar. Der Rufnummernkreis rund um die 0900 Nummern unterliegt auch einer recht strengen gesetzlichen Regulierung. In den letzten Jahren kamen immer wieder neuen, verbraucherfreunliche Vorgaben hinzu, die Endkunden vor den Kosten von 0900 Nummern schützen sollen.

Welche Kosten entstehen bei 0900 Nummern?

Die 0900 Kosten sind für den Anbieter relativ frei festlegbar. Es gibt also keine festen Kosten. Allerdings gibt es Höchstgrenzen und darüber hinaus muss ein Anrufer über die Kosten informiert werden. Im Überblick:

  1. die Kosten für Gespräche dürften maximale bei 3 Euro pro Minute liegen
  2. die Kosten für einen Anruf dürfen bei maximal 30 Euro liegen (auch wenn er länger dauert)
  3. Anrufer müssen am Anfang KOSTENFREI über die anfallenden Gebühren informiert werden

Auf diese Weise sollen Verbraucher bereits vor dem Gespräch über anfallende Kosten informiert und sie sollen dazu die Möglichkeit haben, die Gespräche auch wieder zu beenden, wenn die Kosten zu hoch ausfallen sollten. Daher ist auch die Kostenansage kostenlos – Gebührne fallen erst an, wenn man in den tatsächlichen Premiumteil der Rufnummer wechselt – also nach der Tarifansage weiter in der Leitung bleibt. Sollte ein Anbieter gegen diese Pflichten verstoßen, kann man beispielsweise bei der Bundesnetzagentur eine Beschwerde einreichen und diese Vorgehensweise beanstanden. Die Behörde hat dann eine ganze Reihe von Möglichkeiten, gegen ein solches Verhalten vorzugehen (und hat dies in der Vergangenheit auhc bereits häufiger getan – bis hin zur Abschaltung von Rufnummern).

Die Kosten für 0900 Nummern im Detail

Die Kosten für den Anruf bei einer Rufnummer mit einer 0900 Vorwahl sind gestaffelt danach, welche Nummer an der 5. Stelle kommt. Diese Ziffer bestimmt den Dienst, der dahinter steht und auch die Kosten, die entstehen.

  • die Ziffer 1 steht dabei für Informationsdienste aller Art
  • die Ziffer 3 steht für Unterhaltungsdienste
  • die Ziffer 5 steht für Dienste für Erwachsene

Die Kosten, die für eine solche Rufnummer entstehen, müssen schriftlich bei entsprechenden (Werbe-)Angeboten mit hinterlegt sei. Ziel ist es dabei, dass sich der Kunde bereits vor einem Anruf über die maximalen Kosten informieren kann. Dazu muss vor dem Beginn des eigentliches Anrufes nochmal angsagt werden, welche Kosten für einen Anbieter entstehen. Diese Ansage ist dabei kostenfrei, es entstehen erst wirkliche Kosten, wenn man während der Ansage nicht auflegt. Im Gesetz ist dazu fest gehalten:

Für sprachgestützte Premium-Dienste und für sprachgestützte Betreiberauswahl hat derjenige, der den vom Endnutzer zu zahlenden Preis für die Inanspruchnahme dieses Dienstes festlegt, vor Beginn der Entgeltpflichtigkeit dem Endnutzer den für die Inanspruchnahme dieses Dienstes zu zahlenden Preis zeitabhängig je Minute oder zeitunabhängig je Datenvolumen oder sonstiger Inanspruchnahme einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile anzusagen. Die Preisansage ist spätestens drei Sekunden vor Beginn der Entgeltpflichtigkeit unter Hinweis auf den Zeitpunkt des Beginns derselben abzuschließen. Ändert sich dieser Preis während der Inanspruchnahme des Dienstes, so ist vor Beginn des neuen Tarifabschnitts der nach der Änderung zu zahlende Preis entsprechend der Sätze 1 und 2 anzusagen mit der Maßgabe, dass die Ansage auch während der Inanspruchnahme des Dienstes erfolgen kann.

Wichtig ist dabei, dass es keine Unterschied macht, von welchem Anbieter aus man anruft. Auch das Netz spielt keine Rolle. Es ist also egal, ob man einen Tarif der Telekom, Vodafone oder O2 hat oder einen Discounter wie 1&1 oder Congstar nutzt – die Kosten für die 0900er Nummer sind zentral durch den Betreiber der jeweiligen 0900 Rufnummer fest gelegt und damit immer gleich (hoch).

Das gleiche gilt auch für Warteschleifen, die eventuell vor den Anruf geschaltet sind. Wenn beispielsweise der Anruf nicht sofort entgegen genommen werden kann, werden die Kunden häufig in eine Warteschleife gelegt. Diese muss allerdings kostenfrei sein. Das entsprechende Gesetz wurde 2013 geändert und seit dem dürfen für eine Warteschleife keine Kosten mehr verlangt werden. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Am 1. Juni treten die endgültigen Regelungen zu kostenlosen Warteschleifen in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Warteschleifen bei Sonderrufnummern (z. B. 0180er und 0900er Rufnummern) nur noch genutzt werden, wenn für den Anruf ein Festpreis gilt oder die Warteschleifen für den Anrufer kostenfrei sind. Auch nachgelagerte Warteschleifen, also beispielsweise Wartezeiten während einer Weiterleitung nach begonnener Bearbeitung, müssen kostenfrei sein. Bei ortsgebundenen Rufnummern, Mobilfunkrufnummern und entgeltfreien Rufnummern ist der Einsatz von Warteschleifen weiterhin zulässig.

Insgesamt sind die Rufnummern-Bereiche um die 0900 mittlerweile damit ein streng regulierter Bereich und bieten viele verbraucherfreundliche Regelungen. Unabhängig davon ist der Ruf dieser Vorwahlen immer noch durch Sex- und Escot-Dienste dominiert und diese Nummer werden daher in der Regel von vielen Unternehmen eher gemieden.

Falls jemand von einer solchen Rufnummer angerufen wird: Die Bundesnetzagentur für ein großes und öffentliches Verzeichnis aller Nummern und Besitzer samt Anschrift. Dort kann man sehr einfach abfragen, von wem der Anruf kommt und ob sich eventuell ein Rückruf lohnt oder ob es sich vielleicht nur um Spam handelt. Das entsprechende Verzeichnis findet sich hier (unter dem Punkt Suche nach Rufnummer):

Dieses Verzeichnis und die Transparenz der Rufnummern ist auch gesetzlich so geregelt und die Anbieter sind verpflichtet, ihre Daten dort eintragen zu lassen. Es ist also anders als die normalen Telefonbücher kein freiwilliges Verzeichnis, sondern zum Schutz der Verbraucher ist der Eintrag verpflichtend.

Video: Abzocke mit der 0900 erklärt

01374 – Das sollte man zu dieser Vorwahl wissen

Wofür wird die Vorwahl 01374 genutzt? – Alle Vorwahlen, die mit 0137 beginnen, werden ausschließlich als Abstimmungs- und Gewinnspielnummern verwendet.

Die Vorwahl 01374 kostet immer 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, egal, welchen Anbieter man hat. Wer aus dem deutschen Mobilfunknetz anruft, zahlt meistens deutlich mehr. Wie teuer ein Anruf aus Mobilfunknetzen wird, hängt von der Uhrzeit, vom Netz und davon ab, ob man Pre- oder Postpaidkunde ist. Für die 01374 zahlen Prepaidkunden bei E-Plus in der Hauptzeit beispielsweise 87 Cent pro Minute, außerdem werden 26 Cent pro Anruf fällig.

Nummern, die mit der Vorwahl 0137 beginnen, bezeichnet man als MABEZ-Nummern: Das steht für Massenverkehr zu bestimmten Zielen. Solche Nummern werden dafür benutzt, um Teilnehmer anzusprechen, die allein durch die Anzahl an angesprochenen Personen schwer zu erreichen wären. Früher wurden MABEZ-Nummern in erster Linie für Televoting benutzt, heute sind sie auch sehr häufig für Gewinnspiele übers Radio oder übers Fernsehen in Benutzung. Bisher sind Anbieter noch nicht dazu verpflichtet, den Maximalpreis für einen Anruf aus dem Mobilfunknetz anzugeben. Wer häufiger über sein Handy auf 0137-Nummern anruft, sollte bei seinem Anbieter die genauen Kosten erfragen.

Konrekt sollte man bei diesen Rufnummern im Hinterkopf behalten, dass sie als Sonderrufnummern geführt werden. Es gelten damit nicht die normalen Verbindungspreise. Auch Flatrates und Allnet Flat gelten nicht für Anrufe auf der 01374. Stattdessen werden diese Rufnummern separat bepreist und Anrufe auf dieser Nummer werden daher auch extra auf der Handyrechnung ausgewiesen. Konkret können solche Rufnummern aus dem Telekom Netz, dem Handy Netz von Vodafone und den Netzen von O2/Telefonica unterschiedliche Kosten ausweisen und sie werden wie gescchrieben auch NICHT von Allnet Flat mit erfasst.

Weitere MABEZ Rufnummern im Überblick

  • 01371: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01372: 0,14 Euro pro Minute
  • 01373: 0,14 Euro pro Minute
  • 01374: 0,14 Euro pro Minute
  • 01375: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01376: 0,25 Euro pro Anruf
  • 01377: 1,00 Euro pro Anruf
  • 01378: 0,50 Euro pro Anruf
  • 01379: 0,50 Euro pro Anruf

Die Kosten beziehen sich dabei wie bereits geschrieben nur auf die Kosten aus dem Festnetz. Wer mobil auf diesen Rufnummern anruft, zahlt in der Regel mehr, da hier jeder Anbieter selbst die Kosten fest legt.

Spam von der 01374

Derzeit liegen kaum Meldungen vor, dass die 01374 Nummer für Spam oder Betrug missbraucht würden. Das mag daran liegen, dass die Kosten dafür relativ niedrig sind und somit kein gutes Geschäft für Betrüger. Die Verbraucherzentrale schreibt als Schutz vor Spam von der 0137

  • Bei 0137- Rufnummern handelt es sich eigentlich um so genannte Televote-Nummern, die hauptsächlich von TV-Sendern für Gewinnspiele oder Zuschauerabstimmungen verwendet werden. Die Nummern werden von Netzbetreibern an telefonische Serviceanbieter vermietet und von Abzockern zweckentfremdet, um einen schnellen Euro zu machen.
  • Die 0137-Rufnummer wird häufig dadurch getarnt, dass statt der 0 die deutsche Auslandskennzahl 49 vorangestellt wird. Die Rückrufnummer lautet dann zum Beispiel (+49) 13 77 799 usw.
  • Selbst ein kurzer Rückruf kostet vom Handy in der Regel je nach Netz schon mehr als 50 Cent, teilweise sogar 2,- Euro. Je länger man die Leitung hält, desto teurer kann´s werden, wenn der Netzbetreiber zum einmaligen Verbindungspreis auch noch einen Minutenpreis verlangt.
  • Wenn Sie zum Rückruf unbekannter Rufnummern aufgefordert werden, sollten Sie nicht reagieren. Wir raten in einem solchen Fall dazu, die Bundesnetzagentur zu informieren und diese aufzufordern, unseriöse Praktiken schleunigst zu unterbinden.
  • Falls Sie auf den Trick hereingefallen sind und die Zahlung der Rückruf-Kosten verweigern wollen, müssen sie sich schriftlich gegen den entsprechenden Rechnungsposten wenden, der in der nächsten Telefonrechnung auftaucht. In dem Schreiben an das Telekommunikationsunternehmen, das den Betrag einfordert, sollten Sie detailliert darstellen, auf welche Weise die Kosten entstanden sind. Darüber hinaus sollten Sie das Unternehmen auffordern, die fällige Summe nicht einzutreiben.