01373 – Alles Wissenswerte zu dieser Vorwahl

Wofür wird die Vorwahl 01373 genutzt? – Alle Vorwahlen, die mit 0137 beginnen, werden ausschließlich als Abstimmungs- und Gewinnspielnummern verwendet.

Die Vorwahl 01373 kostet immer 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, egal, welchen Anbieter man hat. Wer aus dem deutschen Mobilfunknetz anruft, zahlt meistens deutlich mehr. Wie teuer ein Anruf aus Mobilfunknetzen wird, hängt von der Uhrzeit, vom Netz und davon ab, ob man Pre- oder Postpaidkunde ist. Für die 01373 zahlen Vertragskunden bei O2 beispielsweise 49 Cent pro Minute und 49 Cent für den Anruf, bei E-Plus werden 1 Euro pro Minute und 20 Cent für den Anruf fällig.

Nummern, die mit der Vorwahl 0137 beginnen, bezeichnet man als MABEZ-Nummern: Das steht für Massenverkehr zu bestimmten Zielen. Solche Nummern werden dafür benutzt, um Teilnehmer anzusprechen, die allein durch die Anzahl an angesprochenen Personen schwer zu erreichen wären. Früher wurden MABEZ-Nummern in erster Linie für Televoting benutzt, heute sind sie auch sehr häufig für Gewinnspiele übers Radio oder übers Fernsehen in Benutzung. Bisher sind Anbieter noch nicht dazu verpflichtet, den Maximalpreis für einen Anruf aus dem Mobilfunknetz anzugeben. Wer häufiger über sein Handy auf 0137-Nummern anruft, sollte bei seinem Anbieter die genauen Kosten erfragen.

Konkret sollte man bei diesen Rufnummern im Hinterkopf behalten, dass sie als Sonderrufnummern geführt werden. Es gelten damit nicht die normalen Verbindungspreise. Auch Flatrates und Allnet Flat gelten nicht für Anrufe auf der 01373. Stattdessen werden diese Rufnummern separat bepreist und Anrufe auf dieser Nummer werden daher auch extra auf der Handyrechnung ausgewiesen.

Weitere MABEZ Rufnummern im Überblick

  • 01371: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01372: 0,14 Euro pro Minute
  • 01373: 0,14 Euro pro Minute
  • 01374: 0,14 Euro pro Minute
  • 01375: 0,14 Euro pro Anruf
  • 01376: 0,25 Euro pro Anruf
  • 01377: 1,00 Euro pro Anruf
  • 01378: 0,50 Euro pro Anruf
  • 01379: 0,50 Euro pro Anruf

Die Kosten beziehen sich dabei wie bereits geschrieben nur auf die Kosten aus dem Festnetz. Wer mobil auf diesen Rufnummern anruft, zahlt in der Regel mehr, da hier jeder Anbieter selbst die Kosten fest legt. Bei Congstar liegen die Kosten für 01371, 01372, 01373, 01374 und 01376 Rufnummern pauschal bei 69 Cent pro Minute und damit deutlich höher als bei Anrufen aus dem Festnetz. Bei o2 kostet ein Anruf auf so einer Nummer bis zu 59 Cent und der Anbieter unterscheidet hier sogar noch zwischen Hauptzeit und Freizeit. Dazu berechnet das Unternehmen für diese Rufnummern bei mobilen Tarifen noch eine einmalige Verbindungsgebühr pro Anruf. Man kann also hier sehr viel Geld sparen, wenn man diese Rufnummern aus dem Festnetz nutzt und nicht das Handy bzw. Smartphone dafür verwendet.

Generell sollte man vor der Nutzung der 0137 prüfen, welche Kosten beim Anbieter entstehen, denn die Preise unterscheiden sich nicht nur aus dem D1 Netz, dem Vodafone Netz und dem o2 Netz, sondern auch je nach Anbieter in den einzelnen Netzen.

Spam von Rufnummern mit der 01373

Die Rufnummer mit der Vorwahl 0137x sind nur für eingehende Anrufe gedacht und können daher nur angerufen werden. Sie werden nicht für Anrufe genutzt. Wenn man also einen Anruf von einer 0137 Rufnummer bekommt, kann sicher davon ausgehen, dass es sich um Spam oder einen Ping Anruf mit einer falschen Rufnummer handelt. Allerdings finden sich bisher keine Fälle in dieser Hinsicht – Spammer scheinen also diesen Rufnummernkreis eher zu meiden.

Die Verbraucherzentrale meldet aber mittlerweile Ping Anrufe mit 0137 Nummern. Dann wird versucht, Verbraucher auf kostenpflichtige Nummern zu lenken und so Einnahmen zu generieren:

Die Anrufer:innen lassen das Handy kurz klingeln und legen sofort wieder auf. Die Rufnummer wird aber als “nicht gespeichert“ in der Anrufliste angezeigt. Wer neugierig ist und wissen möchte, wer angerufen hat, sollte einem spontanen Rückrufreflex aber besser widerstehen. Denn bei der angezeigten Rufnummer handelt es sich oft um eine Nummer mit der Kennung 0137-7 bzw. +49 1377. Handy-Nutzer werden beim Rückruf zur Kasse gebeten, auch wenn keine Ansage, sondern nur ein Knacken oder Rauschen in der Leitung zu hören ist.

Diese Rufnumern sind aber an sich gar Nummern für ausgehende Anrufe, daher kann man solche Calls direkt löschen.

0162 – Welches Netz hat diese Vorwahl und welche Anbieter nutzen diese Nummer?

0162 – Welches Netz hat diese Vorwahl und welche Anbieter nutzen diese Nummer? – Die Vorwahlen vor eine Handy-Nummer lassen sich zwar mittlerweile in jedes Netz mitnehmen, werden aber original nur von bestimmten Netzbetreibern und damit auch nur von bestimmten Anbietern vergeben. Jedem Anbieter sind dabei bestimmte Vorwahlkreise vorgegeben, aus denen er Rufnummer für neue Kunden entnehmen kann.

Die 0162 als mobile Vorwahl steht dabei immer für Rufnummer, die original im Netz von Vodafone angesiedelt waren. Diese Rufnummer-Vorwahl gehört also zum Rufnummernkreis von Vodafone. Wenn man sie von einem Anbieter bekommt, kann man daher davon ausgehen, dass der dazugehörige Tarif im D2 Netz von Vodafone angesiedelt ist.

Aber Achtung: Das gilt nur, wenn diese Rufnummer noch nicht portiert wurde. Durch die Mitnahme der Rufnummer kann die 0162 mittlerweile auch für einen anderen Netzbetreiber stehen. Wenn man also eine Nummer mit der Vorwahl 0162 anruft, muss dies nicht zwangsläufig ins Vodafone Netz führen. Wer sicher gehen will, sollte daher lieber vorher prüfen, in welchem Netz sich die Rufnummer aktuell befindet.

Folgende Nummern stehen zur Netzabfrage zur Verfügung:

  • Deutsche Telekom: Anruf über die Kurzwahl 4387. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch die Telekom das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Telekom Netz kostenfrei.
  • E-Plus: Anruf über die Kurzwahl 10667. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch Eplus das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Eplus Netz kostenfrei.
  • Vodafone: Anruf über die Kurzwahl 12313. Danach erfolgt eine Ansage durch den Betreiber und man kann danach die Rufnummer samt Vorwahl eingeben. Es muss sich dabei im eine mobile Rufnummer handeln. Dann wird durch Vodafone das zugehörige Netz angesagt. Die Abfrage bei dieser Kurzwahl ist für Kunden aus dem Vodafone Netz kostenfrei.
  • O2: SMS mit „Netz Rufnummer“ an die Kurzwahl 4636 senden. „Rufnummer“ muss in der SMS durch die Nummer, die man abfragen will, ersetzt werden. Man bekommt danach eine SMS mit dem passenden Netz zugeschickt. Diese SMS ist kostenfrei.

Andere Vorwahlen aus dem Rufnummernkreis von Vodafone sind beispielsweise auch die 0172 oder die 0152.

HINWEIS: Rufnummer mit der 0162 Vorwahl sind auch aus dem Ausland zu erreichen, dann muss man aber die internationale Vorwahl für Deutschland vorwählen. Das ist die 0049 bzw. +49 und eventuell werden dann auch andere Kosten abgerechnet.

Welche Anbieter nutzen die 0162 für ihre Tarife?

Da die 0162 zum Rufnummernkreis von Vodafone gehört, sind es auch in erster Linie D2 Vodafone Discounter, bei denen man diese Vorwahlen zur bekommt. Häufig findet man die 0162 bei den Tarifen von Callmobile, Freenet mobile oder auch Klarmobil. Bei Vodafone selbst findet man die 0162 als Vorwahl dagegen eher nicht, das Unternehmen nutzt eher andere Vorwahlen und grenzt sich damit zumindest auch bei den Rufnummern etwas von den Discountern im eigenen Netz ab. Man kann die 0162-Rufnummer aber ohne Probleme zu Vodafone portieren (und natürlich auch in alle anderen Mobilfunk-Netze).

Spam von der 0162

Die 0162 ist als Rufnummer bereits viele Jahr auf dem Markt und daher gibt es leider auch einige Fälle, bei denen diese Rufnummer zu Spamzwecken (Werbeanrufe oder ähnliches) missbraucht wurde. So schreibt bereits 2006 ein Nutzer bei Antispam EV:

Zu allererst klingelte mein Handy, eine Rufnummer (0162…) wurde angezeigt. Ich meldete mich (dummerweise) mit meinem Nachnamen und hörte nur Hintergrundgeräusche. Kurz darauf wurde aufgelegt.
Kurze Zeit später bekam ich von derselben Rufnummer eine SMS:
„Hi M… (mein Vorname!) wie geht es dir? Ich habe mich lange nicht gemeldet, deshalb wollte ich mal nach fragen ob du dich erinnern kannst? Gruß linda“
Da ich keine Linda kenne und mir die Nummer unbekannt war, hielt ich es für einen Scherz meiner Freunde und antwortete (an die 0162-Nummer). „Linda“ schrieb auch zurück und ich fühlte mich im Scherz bestätigt. Deshalb rief ich bei der Nummer an und erreichte eine Vodafone Voicemailbox, allerdings unbesprochen (dort wo normalerweise der Name kommt war nur ein kurzes Rauschen). Ich hinterließ eine alberne Nachricht auf der Mailbox – diese wurde offensichtlich abgehört, denn es kam eine Reaktion per SMS.

Und bei tellows heißt es zu solchen Rufnummern:

der Anrufufer stellt gezielte Fragen auf die man mit JA antwortet und einem verspricht Informationen zukommen zu lassen um sich weiter über das Produkt zu informieren. Fakt ist, daß durch das Herauslocken eines JA`s ein Abbo untergejubelt werden soll. VORSICHT ist geboten, denn die homepage die mir genannt wurde existiert nicht und die Firma die ihn als Kundenbetreuer beauftragt hat kennt das Produkt nicht denn diese renomierte Firma die er am Telefon nannte kennt jeder und die gibt es jedoch nicht das Produkt wofür er angeblich ein kostenloses Probeabbo zur verfügung stellt Vorsicht ist geboten

Auch einige Dialer-Systeme scheinen ab und an diese Vorwahl genutzt zu haben, insgesamt scheint sich das Spamaufkommen von dieser Rufnummer aber in Grenzen zu halten. Mehr Hinweis, was man gegen Spam tun kann, haben wir in diesen Artikel zusammengestellt: Ping-Anrufe Kosten und Hilfe | Voicemail Spam auf der Mailbox

Eigenes Netz herausfinden – so findet man den eigenen Netzbetreiber

Eigenes Netz herausfinden – so findet man den eigenen Netzbetreiber – Für viele Einstellungen (beispielsweise bei den SMS oder auch den APN Zugangsdaten) ist es wichtig zu wissen, welches Netz die eigene Simkarte und der eigene Tarif nutzt.

Einige Anbieter machen es den Verbrauchern dabei einfach. Congstar, Telekom, Vodafone oder auch ALDI Talk nutzen derzeit nur ein Netz und daher kann man sich sicher sein, welchen Netzbetreiber man bei den jeweiligen Anbietern bekommt. Bei anderen Anbietern gibt es gleich mehrere Netze und daher muss man entweder beim Vertragsabschluss aufpassen, welches Handynetz man bekommt oder hinterher prüfen, welches Netz genutzt wird. Die kennt man beispielsweise von den Klarmobil Netzen und auch von den Mobilfunk-Netzen bei Freenet Mobile (natürlich auch das Mobilcom-Debitel Netz), aber auch die Drillisch Anbieter haben teilweise Alttarife im Vodafone Netz und neuen Tarife bei O2. Generell gilt aber: nach Abschluss eines Vertrags ist das Netz fest und ändert sich nicht mehr.

In diesem Artikel wollen wir zeigen, wie man die eigene Rufnummer heraus findet und was es dabei zu beachten gilt.

HINWEIS: Mittlerweile nutzen die meisten Verbraucher Allnet Flat, bei denen Gespräche in alle Netze ohnehin kostenlos sind. In dem Fall spielt es also aus Kostengründen kaum noch eine Rolle, welches Netz man nutzt oder in welches Handy-Netz man anruft. Wichtig kann das eigene Netz aber dennoch werden, wenn es beispielsweise Störungen gibt und man kein Netz und keinen Empfang hat. Dann ist es schon wichtig herauszufinden, wer der eigene Netzbetreiber ist und an wen man sich im Zweifel wenden muss.

Das eigenen Netz abfragen

Zur Abfrage des Netzes einer Mobilfunk-Nummer haben die Netzbetreiber eine Reihe von Diensten geschaltet. Diese kann man natürlich auch dann nutzen, wenn man nicht weiß, welches Netz die eigene Handynummer hat:

  • Telekom: Nummer 4387 + Eingabe der gesuchten Handynummer
  • Vodafone: Nummer 12313 + Eingabe der gesuchten Handynummer
  • O2: SMS mit Inhalt NETZ + gesuchte Handynummer an 4636
  • Festnetz: Nummer 0800 5052090 + gesuchten Handynummer wählen

Sinnvoll ist in dem Fall natürlich nur die letzte Option, da man gar nicht weiß, welches Netz man nutzt. Man sollte also mit dem Festnetz die 0800 5052090 anrufen und dann die eigenen Rufnummer angeben. Dann bekommt man angesagt, welches Netz genutzt wird. Die Nutzung dieser Abfrage ist dabei gratis – allerdings ist das Eintippen nicht ganz einfach. Wer häufiger diese Abfrage nutzt, sollte also zumindest die 0800 5052090 abspeichern.

Apps zur Netzabfrage

Daneben gibt es auch spezielle Apps, die man nutzen kann um das eigene Netze zu ermitteln. Zur Auswahl stehen dabei kostenlose und kostenpflichtige Versionen:

  • Die App „Welches Netz?“ gibt es kostenlos im Google Playstore für Androidhandys. Mit ihr kann man ganz unkompliziert feststellen, welches Netz eine Rufnummer nutzt. Das abgefragte Netz wird im Telefonbuch dargestellt, unbegrenzt viele Abfragen stehen kostenfrei zur Verfügung. Wer noch mehr Funktionen braucht, kann auch zur kostenpflichtigen PRO-Version greifen.
  • Die App „Netzfinder“ gibt es sowohl im Google Playstore (kostenlos) als auch im Applestore (aktuell 89 Cent pro Monat oder 2,69 Euro für sechs Monate). Für die Abfrage selbst entstehen in beiden Stores allerdings keine Kosten. Auf Wunsch kann man eine Nummer entweder von Hand eingeben oder gleich das ganze Telefonbuch überprüfen lassen.
  • Auch die App „PIMP – People in my Pocket“ im Applestore hilft dabei, festzustellen, welches Netz eine Rufnummer nutzt. Sie kostet einmalig 89 Cent. Zusätzlich zum Netz erkennt diese App auch sehr viele Discountanbieter. Die Verteilung der Netze auf die Nummern in Telefonbuch kann man sich in übersichtlichen Statistiken anzeigen lassen.

Die kostenpflichtigen Varianten der Apps lohnen sich vor allem dann, wenn man sie häufiger nutzt und Komfortfunktionen nutzen möchte. So kann man sich beispielsweise bei einigen Apps automatisch zu den Nummern im Telefonbuch anzeigen lassen, welches Netz sie nutzen.

Das eigene Netz im Kundenbereich herausfinden

Die meisten Mobilfunk-Betreiber mit mehreren Netzen haben im Online-Bereich die Möglichkeit, den Netzbetreiber anzeigen zu lassen. Man loggt sich also einfach in den Kundenbereich an und sieht dann dort, welcher Netzbetreiber genutzt wird. Sollte man dies nicht finden, kann man natürlich auch einfach im Kundenservice nachfragen.

Graue Flecken – teilweise übergreifende Netznutzung möglich

Mittlerweile arbeiten die Netzbetreiber in einigen Bereichen zusammen, um Versorgungslücken zu schließen. Das bedeutet für Verbraucher, dass sie auch andere Netze durch Inlandsroaming mit nutzen können, wenn das eigene Netz in dieser Region zu schwach ausgebaut ist. Telekom Kunden können in solchen sogenannten grauen Flecken auch das Vodafone Netz mit nutzen und auch o2 hat entsprechende Vereinbarungen zur Öffnung der Netze für andere Kunden.

Die Telekom schreibt selbst zu dieser Vereinbarung:

Vor einem Jahr haben Vodafone und Telekom vertraglich vereinbart, deutlich mehr als 3.000 so genannte graue Flecken zu erschließen – vor allem in ländlichen Regionen. Also dort, wo es im Netz noch immer an einigen Stellen zu nervigen Gesprächsabbrüchen und langen Ladezeiten beim Surfen kommt. […]

Bei grauen Flecken handelt es sich um Mobilfunk-Standorte, an denen bislang nur ein Anbieter seine Kunden mit schnellem LTE-Netz versorgt. Die Kunden des anderen Anbieters hingegen lebten hier bislang in einem LTE-Funkloch. Mit Network Sharing können in diesen ausgewählten Gebieten nun auch Kunden des jeweils anderen Anbieters das Netz nutzen. Die Zusammenarbeit beruht auf einer fairen Vereinbarung: Vodafone und Telekom öffnen jeweils eine gleiche Anzahl von Mobilfunk-Stationen auch für die Kunden des Kooperationspartners. Bis zum Sommer wollen Vodafone und die Telekom die vereinbarte Schließung der grauen Flecken vielerorts abschließen. 

Dieses Roaming in fremden Netzen ist in Deutschland allerdings noch die absolute Ausnahme. Generell ist man auf das gebuchte Netz des eigenen Tarifs angewiesen.

Vorwahl 0041 – was steckt dahinter und sind solche Rufnummern seriös?

Vorwahl 0041 – was steckt dahinter und sind solche Rufnummern seriös? – Deutsche Nutzer werden ab und an mit Rufnummern mit der Vorwahl 0041 konfrontiert. Das kann auf dem eigenen Handy oder Telefon sein, wenn angezeigt wird, dass eine entsprechende Rufnummer anruft oder angerufen hat, teilweise findet sich diese Rufnummern aber auch im Internet bei Virenwarnungen und Popups, wenn es um angebliches Hacking und Virenangriffe auf die eigenen Geräte geht.

Viele Verbraucher sind in solchen Fällen unsicher, was man genau bei Anrufen mit 0041 Rufnummern tun soll und ob sich hinter dieser Vorwahl seriöse Anwender befinden oder es sich um Spam bzw. um Betrugsversuche handelt.

In diesem Artikel wollen wir klären, was hinter der Vorwahl 0041 steckt und was man bei Anrufen mit dieser Vorwahl beachten sollte.

Was steckt hinter Rufnummern mit der 0041?

Die Vorwahl 0041 ist eine internationale Vorwahl und damit eine ganz normale Rufnummer im System. Die 0041 (bzw. +41 als GSM Schreibweise) steht dafür für nur ein Land: die Schweiz. Wenn eine Rufnummer mit der 0041 anruft, weiß man daher, dass die Rufnummer aus der Schweiz kommt und entweder eine mobile Rufnummer oder ein Festnetzanschluss sein kann. Weitere Länder sind der 0041 nicht zugeordnet.

Nach der +41 folgt dann in der Regel noch die Schweizer Ortsvorwahl. Unter der 004122 erreicht man beispielsweise Genf. Die 004144 steht für Rufnummern in Zürich und die 004131 führt nach Bern. Das System ist dabei in etwa so aufgebaut wie auch das deutsche System der Ortsvorwahlen.

Generell ist die 0041 damit eine normale Auslandsvorwahl wie man sie auch von anderen Ländern her kennt. Die 0042 steht beispielsweise für Rufnummer aus Tschechien und der Slowakei, die 0032 ist die Auslandvorwahl für Anschlüsse in Belgien und die 0040 steht für Rumänien. Auf diese Weise kann man an der Vorwahl bereits erkennen, woher eine Rufnummer kommt.

Leider gibt es auch einige deutsche Ortsvorwahlen, die eine 041 beinhalten und daher sehr leicht mit der Auslandvorwahl 0041 verwechselt werden können. So erreicht man unter der deutschen Vorwahl 04101 beispielsweise Pinneberg und die Vorwahl 04154 steht für Anschlüsse in Trittau. Mit der Vorwahl 04128 kommt man in Kollmar heraus. Man sollte also genau hinschauen, ob es sich um eine Ortsvorwahl handelt oder nicht. Wenn eine doppelte 0 oder ein + vor der 41 steht, sind es aber in jedem Fall Anrufe aus dem Ausland und konkret aus der Schweiz.

Spam und bekannte Betrugsversuche rund um die Vorwahl 0041

Grundsätzlich kann es durchaus seriöse Gründe für Anrufe mit einer Vorwahl 0041 geben. Geschäftskontakte in die Schweiz sind nicht unbedingt selten, auch Urlaubsreise und Unterkünfte in der Schweiz können zu solchen Anrufen führen, wenn es beispielsweise im Vorfeld noch etwas zu klären gibt. Gleiches gilt für den Fall, dass es Bekannt oder Verwandte in der Schweiz geben sollte: dann sind Anrufe natürlich durchaus plausibel.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Leider muss man aber festhalten, dass es auch immer wieder Beschwerden rund um wenig seriöse Anrufe mit der 0041 Vorwahl gibt. Im Vergleich zu anderen Ländern fällt die Schweiz dabei eher mit wenig Spam auf, aber es gibt doch immer wieder Fälle und Wellen mit Anrufen, die klar Betrugsversuche sind. Ab und an mussten deswegen auch bereits auf Aufsichtsbehörden aktiv werden und Rufnummer mit +41 Vorwahl sperren oder einschränken.

Die Bundesnetzagentur schrieb dazu am 14. März 2022:

14.03.20220041799772627, 0041799773292, 0041799773293, 0041799773294, 0041799773296, 0041799773297, 0041799778040, 0041799775608, 0041799775607, 0041799775609, 0041799773299HackingIsoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot  vom 06.03.2022 bis 07.03.2022

Aktuell sind rund um die Vorwahl 0041 zwei große Problembereiche bekannt:

  • Ping-Anrufe mit der Vorwahl 0041 versuchen, Nutzer dazu zu verleitet, auf teurere Rufnummer mit 0041 Vorwahl zurückzurufen. Die Rechnungen sind dann oft deutlich höher als bei normalen Gesprächen und viele deutsche Nutzer haben nicht auf den Schirm, welche Kosten bei welchen Schweizer Vorwahlen entstehen. Daher ist dies nach wie vor eine beliebte Masche um hohe Abrechnung zu verursachen.
  • Rufnummern mit der 0041 werden oft als Support-Nummern angeben, die angebliche gehackten Nutzern angeboten werden um ihre Systeme wieder freizuschalten und abzusichern. Oft ist das aber reiner Fake, es gibt gar keine Malware und keinen Hack auf den eigenen Systemen, sondern durch solche Anrufe wird dann erst versucht, den Zugriff zu bekommen. Man sollte auf solchen Rufnummern aus dem Netz daher gar nicht erst zurück rufen.

Generell gilt daher auch bei Anrufen von 0041 Rufnummern, dass man die bekannten Sicherheitstipps beachten sollte: keine persönlichen Daten weitergeben, keine Zahlungsdaten angeben und bei Zweifeln am besten direkt auflegen. Auch auf Ratespiele am Telefon („Rat mal wer hier anruft“) sollte man sich auf keinen Fall einlassen.

So schützt man sich gegen Spam von der 0041

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist dauerhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

In der Fritzbox kann man beispielsweise eine Blacklist anlegen und missbräuchlich genutzte Rufnummern mit der 0041 dort eintragen. Dann kann so eine Nummer zumindest nicht nochmal anrufen.

Daneben kann man diese Rufnummern auch bei der Bundesnetzagentur melden. Diese ist zwar in erster Linie in Deutschland zuständig, greift aber natürlich auch ein, wenn es Probleme mit Rufnummern aus dem Ausland gibt. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Ob ein konkretes Anwählverhalten eine unzumutbare Belästigung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellt, ist für jeden Einzelfall unter Abwägung sämtlicher Aspekte des jeweiligen Sachverhalts zu beurteilen. Dazu ist die Bundesnetzagentur auf Ihre möglichst detaillierten Beschwerden über die belästigenden Telefonanrufe mit Hilfe des Formulares angewiesen. Insbesondere ist der Grad der Belästigung im Einzelfall wichtig für ein Vorgehen gegen den Verursacher. Ihre Beschwerde sollte daher möglichst genau beschreiben, zu wie vielen Anrufen in welchem Zeitraum bzw. zu welcher Uhrzeit es gekommen ist.

Den Überblick über die Beschwerdemöglichkeiten bei der Bundesnetzagentur gibt es direkt hier:

So eine Beschwerde ist grundsätzlich kostenfrei, eine Garantie auf einen Erfolg gibt es aber natürlich nicht.

Vodafone GigaGarantie – 90GB als Wiedergutmachung für schlechtes Netz

Vodafone Gigagarantie – 90GB als Wiedergutmachung für schlechtes Netz – Wer gerne etwas mehr Datenvolumen hätte (zumindest für kurze Zeit) kann dies bei Vodafone über die sogenannte GigaGarantie einmal im Monat bekommen. Dies ist also Entschädigung für Kunden gedacht, die mit dem Netz und der Netzqualität bei Vodafone nicht ganz so zufrieden sind. In diesem Fall können sie über die Gigagarantie einmal im Monat 90GB Datenvolumen extra bekommen.

Der aktuelle Ausbaustand und die Netzabdeckung bei Vodafone können direkt auf der Netzabausbaukarte eingesehen werden, die das Unternehmen anbietet. In der Praxis kann es allerdings durchaus Abweichungen geben, beispielsweise wenn zu viele Nutzer das Netz beanspruchen oder es technische Probleme gibt. Das kann da zu sehr langsamen Internet-Verbindungen führen bis hin zu einem kompletten Ausfall des Vodafone Netzes. In solchen Fällen greift die GigaGarantie von Vodafone: bei einer Kundenbeschwerden wegen schlechtem Netz gibt es eine Gutschrift von 90 Gigabyte Datenvolumen auf die jeweilige Simkarte.

Die GigaGarantie gilt allerdings nur für die originalen Vodafone Tarife und Flatrates:

Drittanbieter im Vodafone Netz (wie Bildmobil, Otelo oder 1&1) sind leider nicht in der GigaGarantie eingeschlossen. Auch die Prepaidkarten und Prepaid Tarife von Drittanbieter werden leider nicht mit erfasst.

Die GigaGarantie wurde bei Vodafone bereits 2016 eingeführt und ist bis heute nutzbar. Das Unternehmen hat am System dahinter nichts geändert (und auch nichts an den 90GB kostenlosem Datenvolumen). Mittlerweile gibt es aber auch andere Vodafone Sonderaktionen, bei denen man kostenlosen Volumen erhält – oft gibt es dieses Datenvolumen aber nur für Neukunden, während die GigaGarantie auch von Bestandskunden genutzt werden kann.

Mittlerweile bietet Vodafone auch erste 5G Netze an und die Tarife erlauben auch, 5G kostenfrei mit zu nutzen. Die GigaGarantie greift auch bei 5G – wer damit unzufrieden ist, kann dies auch über die App melden und bekommt den Bonus (nach den gleichen Regeln).

Wie bekommt man die GigaGarantie von Vodafone?

Die GigaGarantie bei Vodafone lässt sich recht einfach über die App buchen und man muss nicht direkt ein Funkloch oder schlechten Empfang nachweisen. Es reicht, als Feedback zu geben, dass man nur langsames Internet hatte und man bekommt das zusätzliche Datenvolumen von 90GB für 24 Stunden.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Dann sag uns bitte, womit Du nicht zufrieden bist. Dadurch können wir jeden Tag ein bisschen besser werden. Für Dein Feedback schenken wir Dir einen Tag lang zusätzliches Datenvolumen.
Und so geht’s:

  1. Öffne die MeinVodafone-App auf Deinem Smartphone oder Tablet.
  2. Geh im Menü auf GigaGarantie.
  3. Schick uns Dein Feedback.
  4. Und in kürzester Zeit bekommst Du Dein zusätzliches Datenvolumen.

Bevor man aber schlechtes Netz meldet, sollte man auf jeden Fall sicher stellen, dass es auch wirklich am Netz liegt und alle Einstellungen am Smartphone korrekt sind. Im Wikoblog sind 4 Punkte aufgeführt, die man auf jeden Fall vorher checken sollte:

  1. Eventuell ist der Flugmodus aktiviert
  2. ein falscher Netzbetreiber/ Netz ist ausgewählt
  3. möglicherweise sind die mobilen Daten deaktiviert
  4. eventuell ist der Energiesparmodus aktiv und damit sind keine Datenverbindungen möglich

Erst danach lohnt es sich, eine entsprechende Meldung an Vodafone zu machen.

Vodafone Netztest – die Ergebnisse

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP Netztest 20202Note 1,25Note 1,39
CHIP Netztest 20192Note 1,35Note 1,55
Connect Netztest 20192304/340 Punkten408/510 Punkten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

Vodafone Netz-Abdeckung

Vodafone bietet für die Abfrage der Netzabdeckung im D2-Netz einen eigenen Service an, der hier kostenfrei genutzt werden kann. Es reicht die eigene Adresse einzugeben um zu ermitteln, welche Netze und welche Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen. Im Mobilfunk Bereich hat das Unternehmen dabei mit der Telekom fast gleichgezogen – in zukünftigen Netztests wird es also spannend werden, welcher Betreiber das beste Handy-Netz bieten wird (vor allem im 5G Bereich).

Die Abfrage erfolgt dabei aber nur anhand des Ausbaustandes. Gerade spezielle Situationen wie Indoor-Empfang oder Empfang an bestimmten Standorten werden dabei nicht berücksichtigt. Wer sich unsicher ist sollte in jedem Fall bei Freunden und Bekannten Erfahrungen mit Vodafone und dem D2-Netz erfragen. Man kann auch selber mit einer kostenlosen Sim Karte testen. Callya bietet mit der Callya Freikarte solche gratis Simkarten an. Diese erreichen die gleichen Geschwindigkeiten wie die normalen Vodafone Tarife und Verträge.

Die GigaGarantie gilt allerdings nur für die originalen Vodafone Tarife und Flatrates:

Vodafone Netz-Qualität

Im Datenbereich bietet Vodafone fast flächendeckenden Ausbau mit LTE . Damit ist mobiles Surfen möglich, bei den kleineren Discountern gibt es bis zu 21,6MBit/s. Schneller Verbindungen gibt es in Ballungszentren, beispielsweise bekommt man in vielen Großstädten bereits LTE und 5G mit bis zu 500Mbit/s. Im Vergleich mit der Telekom liegt das Vodafone Netz immer noch etwas hinter dem D1-Netz, aber in der Praxis sind die Unterschiede eher gering. Lediglich im 5G Bereich ist die Telekom mit dem Netzausbau deutlich weiter. Wer also 5G Technik nutzen will, findet bei Vodafone etwas weniger Ausbau, aber auch hier geht der Netzaufbau immer weiter.

Da es aktuell große Diskussionen um die Netzneutralität und die Drosselung bei der Telekom gibt: Die mobilen Flatrates sind bei Vodafone alle gedrosselt (lediglich das neue RED XL Angebot hat keine Drosselung), im DSL-Bereich gibt es dagegen keine Pläne für eine Drosselung.

5G im Vodafone Netz

Die Vodafone GigaGarantie gilt auch für Probleme im 5G Bereich, wobei es da natürlich häufiger noch unausgebaute Bereiche gibt, denn Vodafone arbeitet derzeit gerade am Netzausbau. Von eine flächendeckenden Versorgung ist man daher im Vodafone Netz noch weit entfernt und daher kann es sich lohnen, die GigaGarantie für 5G Tarife etwas häufiger einzusetzen. Aktuell spricht Vodafone dabei aber nur vom 4G Netz, Nutzer berichten aber auch, dass sie bei 5G Problemen diesen Service genutzt haben.

Vodafone schreibt selbst zum Netzausbau im 5G Bereich:

Auch beim Netzausbau im Mobilfunk drückt Vodafone aufs Tempo: Das 5G-Netz wächst schneller als alle anderen Mobilfunk-Netze zuvor und doppelt so schnell wie ursprünglich geplant. 5G von Vodafone erreicht rund 45 Millionen Menschen in Deutschland – in der Stadt und auf dem Land. Und das schon vielerorts dank der modernen Standalone-Technologie nicht nur mit hohen Bandbreiten, sondern auch mit Reaktionszeiten, die so schnell sind wie das menschliche Nervensystem. Bis 2023 wird Vodafone mehr als 60 Millionen Menschen mit 5G zuhause erreichen. Für alle Nutzer ist dann auch direkt die moderne 5G-Standalone-Variante verfügbar, also ein 5G-Netz mit allen Vorteilen.

Generell sollte man aber vor einer Entscheidung für 5G bei Vodafone auf der Netzausbaukarte prüfen, ob diese Technik bereits angeboten wird. Nur dann lohnt sich 5G wirklich, sonst kann man auch mit 4G/LTE im Vodafone Mobilfunk-Netz recht schnell surfen.

0181 – Wofür wird die Vorwahl 0181 genutzt?

Wofür wird die Vorwahl 0181 genutzt? – Vorwahlen, die mit 0181 beginnen, gehörten aus dem 0180-Segment für VPN-Nummern (Virtuelles privates Netzwerk), die v.a. für Kunden-Dienste genutzt wurden. Seit dem 01.10.2014 untersagt die Bundesnetzagentur die Nutzung wegen intransparenter Kosten. Neben der 0181 gilt dies auch für die 0182 bis 0189. Rufnummern mit der Vorwahl 0181 sollten also mittlerweile nicht mehr in Gebrauch sein.

Die Kosten der Vorwahl 0181 bis 0189 konnten vom Betreiber frei gewählt werden, da das Telekommunikationsgesetz keine Regelung vorsah und bei Anruf auch keine Verpflichtung seitens der Betreiber bestand, die Kosten anzusagen. So wurden vor allem Anrufe aus dem Mobilfunknetz exorbitant teuer und Kosten auch teils auf den Mobilfunkanbieter abgewälzt.

WICHTIG: Die Vorwahl 0181 hat nichts mit den 0800 Rufnummern zu tun und wird auch anders abgerechnet. Das gilt auch für die 0180 Rufnummern. Man sollte die Vorwahlen daher nicht verwechseln, mittlerweile sollten aber ohnehin keine 0181 Nummern mehr im Einsatz sein.

Gemeinsam mit der 0900-Vorwahl sperrten einige Mobilfunkanbieter deshalb bereits im Vorfeld das 0181-Segment, wie O2 im Jahr 2010. Bis dato nutzten mehrere Organisationen und Banken die VPN-Nummern für ihren Kundenservice, z. B. Deutsche Bank oder Barmer. Die Sperrung von O2 gefiel nicht allen Nutzern, da so kein Telefonat zu diversen Kundenservice-Leistungen möglich war. Wegen der Ähnlichkeit zur 0180, dessen Leistungen auf 60 Cent/Minute gedeckelt waren, sind auf der anderen Seite viele Kunden in Kostenfallen hineingetappt, so dass die Entscheidung der Bundesnetzagentur nur folgerichtig war.

Die einzige Ausnahme  bildet die 0185-99950100, die heute noch aktiv ist. Sie ist die Durchwahl für den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie deren Ableger. Der Anruf kostet 6,5 Cent/Minute aus dem Festnetz. Durch die Sperrung der VPN-Nummern ist die Nummer über Mobilfunk selten erreichbar, kosten dann zwischen 49 Cent und 1 Euro.

Spam von diesen Rufnummer ist bisher nicht bekannt, da diese in der Regel nur für eingehende Anrufe genutzt werden und nicht, um damit direkt mit dem Kunden zu telefonieren. Von daher gibt es keine Anrufe mit dieser Nummer und auch keinen Spam aus diesem Vorwahlkreis.

Spam von der 0181

Bisher sind keine Probleme mit Spam von dieser Rufnummer bekannt, die Vorwahl ist an sich auch nur dazu gedacht, um angerufen zu werden und nicht für ausgehende Verbindungen. Sollte man einen Anruf von der 0181 bekommen, kann man sehr sicher davon ausgehen, dass die Rufnummer manipuliert ist. Dann handelt es sich meistens um Spam Anrufe oder Ping Anrufe, die man ignorieren oder gleich blocken sollte. Bei Anrufen mit der 0181 als Vorwahl kann man davon ausgehen, dass die Rufnummer manipuliert wurde (Call ID Spoofing) und dies passiert in der Regel vor allem, um Spam oder Betrugsversuche zu decken.

Video: eigene Rufnummer unterdrücken

Call ID Spoofing – gefälschte Rufnummern und Anrufkennungen erkennen und verhindern

Call ID Spoofing – gefälschte Rufnummern und Anrufkennungen erkennen und verhindern – Deutsche Verbraucher kennen das Problem, dass ein Anruf auf dem Display erscheint, man aber bei einem Rückruf nur ziemlich überraschte Nutzer erreicht, die keinen Anruf getätigt haben. Umgekehrt gibt es Verbraucher, die Rückrufe erhalten von anderen Nutzern, die sie angeblich angerufen haben.

Hintergrund hinter solchen Vorkommnissen sind oft gefälschte Rufnummern. Der Anrufer nutzt dabei ein fremde Rufnummer als Displaykennung. Die im Display beim Angerufenen angezeigte Rufnummer ist daher nicht die echte Rufnummern. Diese Vorgehensweise wird Call ID Spoofing oder auch Anrufer-Spoofing genannt und steht für alle Fälle, in denen die eigene Rufnummer verschleiert wird.

In diesem Artikel wollen wir die Hintergründe zu solchen Betrugsversuchen erklären und auch zeigen, wie man sich davor schützen kann.

Was ist Call ID Spoofing

Call ID Spoofing ist generell die Verschleierung der eigenen Rufnummer. Dabei geht es nicht um die Unterdrückung der eigenen Rufnummern, sondern um die Anzeige einer fremden Rufnummer beim eigenen Anruf. Es gibt durchaus Business-Cases für so ein Spoofing (etwa bei Sekretariatsservices) aber in vielen Fällen wird Anruf-Spoofing beim Spam-Anrufen und auch bei Betrugsversuchen am Telefon eingesetzt. Mittlerweile gibt es auch Erpressungsversuche, bei denen Unternehmen Geld (Bitcoin) bezahlen sollen, sonst würde man mit der eigenen Rufnummer Kunden belästigen.

Leider ist es vergleichsweise einfach, Rufnummern vorzutäuschen. Die Bundesnetzagentur schreibt selbst dazu:

Um eine Rufnummer zu manipulieren und bei Anrufen eine falsche Rufnummer zu übermitteln und anzeigen zu lassen, ist es nicht erforderlich, sich diese Rufnummer auf irgendeine Weise zu verschaffen, d.h. sie zu erwerben oder sie freischalten zu lassen. Von der Manipulation betroffen sein können dabei einerseits real existierende – auch ausländische – Rufnummern, obwohl der Inhaber der Rufnummer mit dem Anruf nichts zu tun hat. Andererseits können Phantasienummern verwendet werden, also Rufnummern, die nicht vergeben wurden und daher niemandem zugeordnet werden können.

Mit dem Aufsetzen einer Rufnummer wird beabsichtigt, die wahre Identität des Anrufers zu verschleiern. Anrufe mit gefälschten Absenderinformationen haben dabei nach den Erfahrungen der Bundesnetzagentur durchaus unterschiedliche Hintergründe – die Bandbreite reicht von harmlosen, sogenannten „Spaßanrufen“ bis hin zu kriminell motivierten Anrufen, für deren Aufklärung die Strafverfolgungsbehörden zuständig sind. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten daher bei einem entsprechenden Verdacht in jedem Fall zunächst die zuständige Polizeidienststelle kontaktieren.

Generell gibt es beim Call ID Spoofing zwei Szenarien, in denen Nutzer betroffen sind:

  • Man wird mit einer manipulierten Rufnummer angerufen und dann wird versucht, einen Vertragsabschluss zu erreichen oder es wird Zugriff auf den eigenen Rechner versucht zu bekommen. Das Spoofing wird dann oft eingesetzt, um die eigene Rufnummer zu verschleiern und so eine Strafverfolgung schwieriger zu machen und anderer Seite das Vertrauen in den Anruf zu erhöhen, in dem man deutsche und regionale Vorwahlen nutzt. Vor allem bei sogenannten Schockanrufen wird dies gerne genutzt.
  • Die eigene Rufnummer wird für manipulierte Anrufe missbraucht. Dann erhalten Angerufene Calls mit der eigenen Rufnummer und man wird dann oft zurückgerufen. Das kann sehr nervig sein und auch viel Zeit kosten.

Mittlerweile gibt es einige technische Regelungen, die Call-ID Spoofing schwerer machen sollen. Anrufe aus dem Ausland dürfen mittlerweile nicht mehr mit einer deutschen Rufnummer angezeigt werden, auch die Nutzung von zentralen Notrufdiensten wie 110 und 112 dürfen nicht mehr verwendet werden. Das gilt auch für die Nutzung von 0900 Rufnummern als Rufnummernkennung. Die beliebte Methode, Rufnummer aus dem Ausland mit Vorwahlen 0043, 0039 oder 0090 mit deutschen Vorwahlen zu tarnen, geht damit erfreulicherweise nicht mehr.

So erkennt man, ob die eigene Rufnummer von Call ID Spoofing betroffen ist

Wir die eigene Rufnummer bei Call ID Spoofing missbraucht, erkennt man dies sehr einfach an vielen Rückrufen, die plötzlich auftauchen und nachfragen, warum man angerufen hat. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die eigene Rufnummer für Anruf-Verschleierungen missbraucht wurde.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Werden real existierende Rufnummern bei Anrufen aufgesetzt, kommt es vor, dass der wahre Nummerninhaber vermeintliche Rückrufe auf seinen Anschluss erhält. Dies geschieht z. B. dann, wenn die real existierende Rufnummer (widerrechtlich) etwa im Rahmen einer Werbekampagne als Absenderrufnummer genutzt wird, bei der z. B. über einen Telefonie-Dialer eine Vielzahl von Menschen unter Anzeige dieser Rufnummer angerufen wird. Wird der Anruf nicht angenommen, taucht die Rufnummer in der Liste der entgangenen Anrufe auf. Rufen die Betroffenen zurück, erreichen sie den tatsächlichen Rufnummerninhaber, auch wenn dieser mit den Anrufen nichts zu tun hat. […] Je nach Anzahl der abgesetzten Anrufe kann es in der Folge zu erheblichen Beeinträchtigungen des tatsächlichen Anschlussinhabers durch vermeintliche Rückrufe kommen.

Manipulierte Rufnummern kann man leider als Angerufener nur schwer erkennen. Auch Spamfilter und Spam-Apps helfen wenig, da die angezeigte Rufnummer meistens nicht verdächtig ist und daher durchgestellt wird. Man kann lediglich bei bestimmten Vorwahlen und Rufnummern, die nicht für Anrufe genutzt werden, erkennen, dass es sich um eine manipulierte Rufnummer handelt.

Schutz gegen Call ID Spofing und Hilfe für Betroffene

Aufgrund der technische Regelungen kann man sich aktuell recht wenig gegen Anruf mit manipulierten Rufnummern schützen und auch einen Schutz gegen die Verwendung der eigenen Rufnummern bei manipulierten Calls gibt es kaum. Man kann die eigene Rufnummer nur geheim halten, um die Gefahr gering zu halten. Das ist aber beispielsweise bei Unternehmen mit öffentlichen Support-Rufnummern keine wirkliche Hilfe und ab und an werden auch Zufallsnummern genutzt – das kann dann mit etwas Pech auch die eigene Rufnummer sein.

Die Telekom gibt generell folgende Tipps für Betroffene:

  • Wenn Sie am Telefon dazu aufgefordert werden, sensible oder private Daten herauszugeben, tun Sie das nicht. Auch nicht über die Tastatur, um beispielsweise eine PIN einzugeben.
  • Seien Sie immer misstrauisch, wenn ein Anrufer von Ihnen Personalien, Bankdaten, PIN/TAN oder Zugangsdaten erfragt. 
  • Fragen Sie den Anrufer nach seinem Namen, der offiziellen Firmenbezeichnung und seiner Erreichbarkeit. Oftmals endet das Gespräch dann bereits an dieser Stelle. 
  • Lehnen Sie ab, wenn der Anrufer Ihnen wegen eines technischen Problems eine Fernwartungssoftware für Ihren Rechner installieren möchte. 
  • Es ist durchaus möglich, dass ein Call-Center im Auftrag eines großen Unternehmens einmal Daten mit Ihnen abgleichen will. Sie werden dabei aber nie zur Herausgabe von sensiblen Informationen aufgefordert oder zur Überweisung von offenen Rechnungen. Wenn Sie misstrauisch sind, rufen Sie das Unternehmen über eine im Internet angezeigte Hotline-Nummer an, um das Anliegen zu verifizieren. Nutzen Sie nicht die Nummer, die auf Ihrem Telefon angezeigt wird.
  • Generell sollten Sie in der Öffentlichkeit Gespräche vermeiden, in denen Sie sensible Daten nennen. Denn damit liefern Sie Betrügern unnötig Material für solche Attacken.

Mittlerweile kann die Bundesnetzagentur aber in solchen Fällen aktiv werden und bei den Anbietern Auskünfte zum Anruf einholen. Das Call ID Spoofing betrifft nur den Angerufenen selbst, der Telekommunikationsanbieter sieht dagegen die echte Rufnummer und kann daher den echten Anrufer bestimmen. Diese Daten kann die Bundesnetzagentur abfragen. So ist sie befugt, bei den Anbietern, die die jeweilige Telefonverbindung realisiert haben, Auskunft über die Rufnummer, von der der Anruf ausging sowie über für die Verfolgung erforderliche personenbezogenen Daten (wie Name und ladungsfähige Anschrift des Nummerninhabers) zu verlangen.

Allerdings ist auch das oft eine Sackgasse, da es Rufnummer im Ausland sind, die für das Spoofing genutzt werden oder VoIP Rufnummern aus dem Netz. Generell sollte man aber als Betroffener diese Möglichkeit auf jeden Fall nutzen. Diese Daten sind auch für die Polizei recht wichtig und hilfreich um weitergehende Ermittlung anstellen zu können. Die entsprechende Anrufe kann hier gestellt werden:

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Telekommunikationsgesetz (TKG) § 120 Rufnummernübermittlung

(1) Anbieter von öffentlich zugänglichen nummerngebundenen interpersonellen Telekommunikationsdiensten, die Endnutzern den Aufbau von abgehenden Verbindungen ermöglichen, müssen sicherstellen, dass beim Verbindungsaufbau als Rufnummer des Anrufers eine vollständige national signifikante Rufnummer des deutschen Nummernraums übermittelt und als solche gekennzeichnet wird. Die Rufnummer muss dem Endnutzer für den Dienst zugeteilt sein, im Rahmen dessen die Verbindung aufgebaut wird. Rufnummern für Auskunftsdienste, Massenverkehrsdienste oder Premium-Dienste, Nummern für Kurzwahldienste sowie die Notrufnummern 110 und 112 dürfen nicht als Rufnummer des Anrufers übermittelt werden. Andere an der Verbindung beteiligte Anbieter dürfen übermittelte Rufnummern nicht verändern.

(2) Endnutzer dürfen zusätzliche Rufnummern nur aufsetzen und in das öffentliche Telekommunikationsnetz übermitteln, wenn sie ein Nutzungsrecht an der entsprechenden Rufnummer haben und es sich um eine Rufnummer des deutschen Nummernraums handelt. Abweichend von Satz 1 darf im Falle einer Rufumleitung als zusätzliche Rufnummer die übermittelte und angezeigte Rufnummer des Anrufers aufgesetzt werden. Rufnummern für Auskunftsdienste, Massenverkehrsdienste oder Premium-Dienste, Nummern für Kurzwahldienste sowie die Notrufnummern 110 und 112 dürfen von Endnutzern nicht als zusätzliche Rufnummer aufgesetzt und in das öffentliche Telekommunikationsnetz übermittelt werden. Die Bundesnetzagentur kann nach Anhörung der betroffenen Fachkreise und Verbraucherverbände Voraussetzungen festlegen, unter denen das Aufsetzen einer ausländischen Rufnummer abweichend von Satz 1 zulässig ist.

(3) Sämtliche an der Verbindung beteiligte Anbieter öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste müssen sicherstellen, dass Rufnummern für Auskunftsdienste, Massenverkehrsdienste oder Premium-Dienste, Nummern für Kurzwahldienste sowie die Notrufnummern 110 und 112 nicht als Rufnummer des Anrufers übermittelt und angezeigt werden. Sie haben Verbindungen, bei denen als Rufnummer des Anrufers Rufnummern nach Satz 1 übermittelt und angezeigt werden, abzubrechen.

(4) Sämtliche an der Verbindung beteiligte Anbieter öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste müssen sicherstellen, dass als Rufnummer des Anrufers nur dann eine national signifikante Rufnummer des deutschen Nummernraums angezeigt wird, wenn die Verbindung aus dem öffentlichen deutschen Telefonnetz übergeben wird. Wird eine Verbindung, bei der eine national signifikante Rufnummer des deutschen Nummernraums angezeigt wird, aus dem ausländischen Telefonnetz übergeben, haben die Anbieter sicherzustellen, dass netzintern der Eintrittsweg der Verbindung in das deutsche Netz eindeutig gekennzeichnet wird; die Rufnummernanzeige ist zu unterdrücken. Ausgenommen von Satz 1 ist das internationale Roaming im Mobilfunk. Angerufene müssen die Möglichkeit haben, Anrufe mit unterdrückter Rufnummernanzeige auf einfache Weise und unentgeltlich abzuweisen.

(5) Absatz 1 gilt entsprechend für Anbieter nummerngebundener interpersoneller Telekommunikationsdienste bei der Übertragung von Textnachrichten über das öffentliche Telekommunikationsnetz. Abweichend von Satz 1 sind Nummern für Kurzwahldienste sowie alphanumerische Absenderkennungen zulässig, wenn der Absender für den Empfänger hierüber eindeutig identifizierbar ist und hierüber keine zweiseitige Kommunikation ermöglicht wird.

Kein Handy Empfang und kein Netz bei der Telekom – so kann man sich helfen

Kein Handy Empfang und kein Netz bei der Telekom – so kann man sich helfen – eine Netzstörung beim Gebrauch von Handys ist keine Seltenheit, wenn es aber dazu kommt, dass man plötzlich nicht telefonieren oder Anrufe empfangen kann, sorgt das in der Regel für Unannehmlichkeiten. Damit man die Probleme schnell und schmerzlos beheben kann, ist es ratsam, den folgenden Beitrag zu lesen. In diesem wurden unterschiedlichen Tipps und Lösungsansätze zusammengefasst, sodass man bei auftretenden Komplikationen auf diese sofort zugreifen kann. 

Prinzipiell gilt: das D1 Netz der Telekom ist an sich recht stabil und zuverlässig. In den Netztest bekommt das Telekom Mobilfunk-Netz immer wieder die Bestnoten in Deutschland. Die Stiftung Warentest schreibt beispielsweise zu den Ergebnissen aus dem Netztest 2022:

Die Telekom behauptet den Spitzen­platz, wenn auch knapp. Bester Konkurrent ist Vodafone. Knapp dahinter liegt O2. Dieser Anbieter holte im Vergleich zum Test 2017 deutlich auf. Gut für den Geldbeutel: Ein neues Handy mit 5G für mobile Daten ist in den nächsten ein bis zwei Jahren nicht unbe­dingt nötig: Das 4G-Netz ist alltags­tauglich und das neue 5G-Netz noch lange nicht fertig.

Die Telekom bietet damit stabil das beste Handynetz in Deutschland. Daher ist ein Netzausfall wirklich selten, es gibt aber andere Fehlerursachen, die Probleme bereits können. In dem Artikel geht es dazu auch um das Handy- bzw. Mobilfunk-Netz der Telekom und nicht um das Festnetz.

Die Testergebnisse des Telekom Netz im Überblick

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
Stiftung Warentest 20221 (GUT, Note 1,6)GUT, Note 1,8SEHR GUT, Note 1,2
CHIP 20201Schulnote 1,21Schulnote 1,30
CHIP 20181 (SEHR GUT)Schulnote 1,3Schulnote 1,39
Stiftung Warentest 6/20171 – GUT (1,9)gut (1,9)gut (1,9)
Chip Netztest 2013181,7 von 100 Punkten81 von 100 Punkten
Connect Netztest 20131129164 von 190 Punkten150 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20131Note 2,46Note 1,91
Die Ergebnisse der Netztest sind nicht unbedingt untereinander vergleichbar, da sowohl Bewertung als auch die Technik für die Messungen recht unterschiedlich sind. Die Entwicklung der Netztest des gleichen Magazins ist aber durchaus aussagekräftig.

Kein Netz und kein Empfang – sind die Handy Einstellungen korrekt?

HINWEIS – In diesem Artikel geht es nur um das Mobilfunk-Netz der Telekom (D1 Netz). Das Festnetz der Telekom kann auch Störungen haben, hier gibt es aber andere Tipps. Mehr dazu: Kein Internet bei der Telekom

Was bei Problemen solcher Art immer helfen kann ist den Grund bzw. die Ursache der Störung festzustellen. So können diese auch in der Software vorzufinden sein. Um das zu erfahren, muss man auf folgende Aspekte, welche man in der Regel in den Einstellungen des Gerätes vorfindet, achten:

  • Flugmodus: soll dieser aktiv sein, wird der Empfang automatisch ausgemacht. Diese Option muss man aus diesem Grund deaktivieren und kontrollieren, ob das Problem tatsächlich damit in Verbindung stand
  • richtiger Netzbetreiber: auch dieser soll korrekt ausgewählt sein, ansonsten bekommt man keine Verbindung
  • Sind die mobilen Daten aktiviert?: diese Funktion kann aus Versehen deaktiviert sein. In diesem Fall muss man sie erneut anschalten
  • auf Funklöcher achten: befindet man sich an Orten, an welchen der Verdacht entstehen könnte, die Verbindung wäre begrenzt, sollte man diese ändern und versuchen die Verbindung an einer anderen Position ausprobieren

Den Ausbaustand des Netzes kann man hier prüfen: Telekom (D1) Netzabdeckung*

Zwischen Telekom und Discountern wie Congstar (ebenfalls Telekom Netz) gibt es teilweise Unterschiede beim Netz (beispielsweise bei 5G). Daher gibt es auch andere Abfragen für die Discounter: Congstar Netzkarte (Telekom)*

HINWEIS: Mit der Abschaltung der 3G Netze bei der Telekom ist noch eine weitere mögliche Fehlerursache mit dazu gekommen. Teilweise sind die Modelle im Datenbereich fest auf 3G eingestellt und versuchen daher, Internet per UMTS und HSDPA zu bekommen, was aber im Telekom Netz nicht mehr angeboten wird. Daher sollte man prüfen, ob der Netzstandard im Handy auch LTE und 5G erlaubt und falls nicht, dies korrigieren. Bei alten 3G Handys nützt dies allerdings nichts, diese können im Telekom Netz mittlerweile nur noch mit 2G Speed (und damit nicht mehr für das mobile Internet) eingesetzt werden.

Netzstörung  bei der Telekom?

Des Öfteren hängen die Verbindungsprobleme auch mit dem entsprechenden Anbieter zusammen. Gelegentlich kommt es zu den Störungen im Netz, die dazu führen, dass man keinen Empfang hat. In diesem Fall lohnt es sich die Webseiten zu besuchen, die sich auf solchen Problemen spezialisieren. Des Weiteren können solche Angaben auch auf den sozialen Netzwerken gefunden werden, denn je mehr Leute sich über die Komplikationen beschweren, desto schneller wird man eine Lösung oder vorübergehende Maßnahme gegen die Störung finden können. Findet man tatsächlich Beiträge, aus welchen deutlich wird, dass der Anbieter für das Problem zuständig ist, kann man als Nutzer nicht allzu viel machen und eher auf die entsprechende Hilfe warten. In der Regel werden solche Störungen, vor allem, wenn es einen großen Prozent an Nutzern betrifft, schnell behoben. Prinzipiell gilt dabei: Wenn das Telekom Netz betroffen ist, sind auch die D1 Discounter ohne Netz und Empfang, denn auch das Congstar Netz und in Teilen auch das Klarmobil Netz ist das Mobilfunk-Netz der Telekom. Dann gäbe es es also auch bei Congstar kein Netz und bei Klarmobil keinen Empfang.

Ab und an gibt es auch lokalen Netzstörungen, wenn beispielsweise nur ein Mast oder eine Funkzelle ausgefallen ist. Diese Probleme kann man leider auch nicht selbst lösen und in dne sozialen Netzwerken sind solche Ausfälle auch deutlich weniger präsent als größere Störungen. Es kann aber helfen, direkt beim Support der Telekom oder des eigenen D1 Netz Anbieters nachzufragen, dort weiß man besser zu solchen kleineren Ausfällen bescheid.

Probleme mit SIM-Karte?

Liegt das Problem woanders, ist es ratsam die genutzte SIM-Karte zu überprüfen. Als erstes kann man diese selbstverständlich aus dem Gerät herausnehmen und putzen. Am besten lässt es sich mit einem Microfaser-Tuch erledigen. Des Weiteren sollte man auch gucken, ob nicht die SIM-Lock-Sperre eingestellt wurde. Das wird daran erkennbar, wenn das Gerät beim Einschalten eine weitere PIN verlangt, also um die Sperre aufzuheben. Die SIM-Karte kann aber auch defekt sein, sodass der Gebrauch dieser und die entsprechende Verbindung nicht ermöglicht wird. Um das zu überprüfen, sollte man die Karte in anderes Gerät einstecken und kontrollieren, ob diese dort funktioniert und für Empfang sorgt. Falls das der Fall ist, dann liegen die Probleme an dem Gerät selbst und man sollte diesen reparieren oder wechseln lassen.

Bei der Nutzung von eSIM kann es sich lohnen, das Aktivierungsprofil neu anzufordern und die eSIM nochmal neu einzurichten. Damit schließt man aus, dass diese Einrichtung eventuell fehlerhaft war.

Immer noch kein Empfang – Kundenservice informieren!

Haben die oben genannten Hinweise zu keinen erkennbaren Änderungen geführt und das Gerät empfängt immer noch keine Verbindung, sollen die Nutzer auf jeden Fall den Kundenservice kontaktieren. Dabei werden die Probleme schnell ermittelt und man kann innerhalb weniger Minuten schon wieder Anrufe tätigen. Sollte der Lösungsvorgang länger dauern, werden die Nutzer durch alle möglichen und bei Reparatur bzw. Behebung wichtigen Schritte begleitet und unterstützt.

PYUR Netz, Netzqualität und die Verfügbarkeit für die DSL- und Handytarife

PYUR Netz, Netzqualität und die Verfügbarkeit für die DSL- und Handytarife – PYUR ist der Markennamen und dem die TeleColumbus Gruppe (als Zusammenschluss von Tele Columbus, PrimaCom und pepco) mittlerweile ihre Leistungen vermarktet und Verbraucher finden dort mittlerweile neben Internet-Anschlüssen auch Handytarife und Flatrates. Die Umstellung auf den Namen PYUR erfolgte dabei bereits Ende 2017.

Für Verbraucher stellt sich dabei immer wieder die Frage, welches Netz bzw. welche Netze das Unternehmen in den verschiedenen Bereichen nutzt und welche Netzqualität man erwarten kann oder ob es Störungen gibt. Dabei muss man den Kabel-Netzbereich und den Mobilfunk-Netzbereich unterscheiden, denn PYUR nutzt zwar ein eigenes Kabel-Netz, hat aber kein Mobilfunk-Netz. Daher haben wird im nachfolgenden Artikel auch zwischen diesen beiden Bereichen unterschieden.

Schnelleinstieg:

Das PYUR Netz im Kabel- und DSL-Bereich

Im Bereich der DSL- und Festnetzanschlüsse nutzt PYUR ein eigenes Kabelnetz (das Tele-Columbus Kabelnetz) und ist damit weitgehend unabhängig vom Netzausbau beispielsweise der Telekom. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass man in erster Linie dort PYUR Internet bekommt, wo das Unternehmen bereits ein eigenes Netz ausgebaut hat (kennt man auch von anderen Anbieter mit eigenen Netzbereichen wie beispielsweise Netcologne).

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Tele Columbus betreibt vornehmlich Kabelnetze der Netzebenen 3 und 4. Bei der Netzebene 3 – auch NE3, Level 3 oder L3 genannt – handelt es sich um ein Kabelnetzwerk, das Signale von regionalen Verteilungsnetzwerken zum Übertragungspunkt außerhalb der Wohneinheit des Kunden trans-portiert. Mit Netzebene 4 – auch NE4, Level 4 oder L4 genannt – wird ein Kabelnetzwerk innerhalb einer Wohnanlage bezeichnet, das Signale ab dem Übertragungspunkt bis zur Anschlussdose in der Wohneinheit des Kunden verteilt.

Das Unternehmen bietet dabei eine recht einfache Verfügbarkeitsprüfung an, mit der man ermitteln kann, ob an der eigenen Adresse PYUR Anschlüsse verfügbar sind und auch, welche Geschwindigkeit man erwarten darf. Diese Abfrage ist immer die Grundlage für das weitere Angebot – zeigt die Verfügbarkeitsabfrage an, dass kein PYUR Netz vor Ort zur Verfügung steht, kann man leider auch keinen ANschluss beim Unternehmen buchen. Die Prüfung der Verfügbarkeit des PYUR Netzes ist also immer der erste Schritt hin zu einem neuen Anschluss beim Unternehmen. Diese Verfügbarkeitsabfrage findet man hier: PYUR Verfügbarkeit prüfen*

Teilweise arbeitet das Unternehmen aber auch mit großen Wohnungsgesellschaften zusammen, die dann in ihren Anlagen PYUR als Internet-Anbieter direkt angeschlossen haben. Dann ist oft gar kein anderer DSL- und Festnetzanschluss mehr möglich. In dem Fall muss man also zu PYUR greifen, wenn man einen Kabel-Internet Anschluss haben möchte. Alternativen sind in solchen Fällen dann oft nur noch die mobilen WLAN Router bzw. Homespot als Alternative zum Festnetz-Anschluss.

Das PYUR Netz im Mobilfunk-Bereich

PYUR bietet neben den Festnetz Tarifen mittlerweile auch zwei Allnet Flat an. Diese unterscheiden sich vor allem beim monatlichen Datenvolumen und sind beide ebenfalls direkt auf der Webseite des Unternehmens verfügbar. Wie oben bereits angemerkt nutzt PYUR in diesem Bereich kein eigenes Netz, sondern setzt bei den Handytarifen auf O2/Telefonica als Netzpartner. Die PYUR Mobilfunk-Angebote werden also aktuell im O2 Netz (mittlerweile meistens als Telefonica Netz bezeichnet) angeboten.

Das Unternehmen schreibt dazu recht knapp in den FAQ:

  • Welches Netz nutzen Sie bei PŸUR? – Standardmäßig sind Sie mit dem Netz von O2/Telefónica verbunden

Das Unternehmen tritt auf diese Weise gehen eine ganze Reihe von Mitbewerbern an. Im O2 Netz finden sich mittlerweile die meisten Discounter, beispielsweise ist auch das ALDI Netz, das Fonic Netz und auch das Drillisch Netz meistens das Netz von O2/Telefonica. Erfreulicherweise kann PYUR in diesem Bereich aber das komplette O2 Netz nutzen, auch die LTE Bereiche sind frei gegeben und damit haben die PYUR Handytarife und Allnet Flatrates auch LTE (allerdings nur bis maximal 50MBit/s). Interessant sind die PYUR Handytarife aber vor allem durch die kurze Laufzeit von nur 3 Monaten. Sie sind zwar damit keine Tarife ohne Laufzeit, aber 3 Monate Vertragsbindung ist dennoch vergleichsweise kurz und man bleibt in jedem Fall relativ flexibel.

Schnelleinstieg:

PYUR Netz Erfahrungen

Da PYUR ein eigenes Netz im Kabel-Bereich betreibt, sind die Erfahrungen mit den Festnetzanschlüssen durchaus interessant, denn sie sagen viel über die Netzqualität in die Stabilität der Verbindungen im PYUR Netz aus. Leider gibt es derzeit am PYUR Netz immer wieder Kritik, sehr viele Meldungen im Internet und in den sozialen Netzwerken beziehen sich auf Ausfälle und Störungen bei PYUR.

Im Heise-Forum schreibt ein Nutzer beispielsweise dazu:

ich bin im Januar 2018 nach Friedrichshain (Berlin) gezogen. Auf Anratung meiner Hausverwaltung, die 8€ in der Miete für den Kabelanschluss von Pyuer berechnet, habe ich auch Telefon und HD-Fernsehen bei Pyur (Tele Columbus) gebucht. Nach 5 Monaten, also im Mai 2018, sollte dann alles funktionieren, Kosten für den Anschluss wurden aber seit Februar 2018 munter abgebucht. Funktioniert hat nichts, HD Fernsehen total verpixelt, Telefon und Internetzugang regelmäßig ausgefallen und WLAN alle 3 Tage abgestürzt.

Und bei Computerbase schreibt ein Kunde:

PYUR befindet sich in schwerem Fahrwasser. Siehe Entwicklung des Tele Columbus-Aktienkurses seit Jahresbeginn und die dazugehörigen AdHoc-Meldungen. Es scheint massive Probleme bei der Zusammenführung der zugekauften kleinen Anbieter zu geben (z.B. Pepcom). Resultierend gab es wohl eine signifikante Kundenabwanderung. Eine neue Anleihe (Kredit) wurde begeben und Kundenanwerbe-Aktionen wurden angekündigt. Dies kann ich aus erster Hand bestätigen: monatelang kein Internet oder deutlich unter den Vetragbedingungen (max. 20% der vereinbarten Geschwindigkeit, teilweise unterirdische Pings, das kann man auch nicht mit „bis zu“ begründen, Messung über breitbandmessung.de).

Im PYUR Forum gibt es ebenfalls gemischte Aussagen zum Anbieter:

Meine Erfahrungen sind gemischter Natur.
Momentan läuft hier alles. Das war aber auch schon mal anders bzw. kann sich auch schnell wieder ändern.

Und einschlägige Erfahrungen mit der Service-Hotline habe ich auch schon gemacht. Gerade bei techn. Problemen, ist es eher ein „Glücksfall“ jemanden wirklich kompetenten zu „ergattern“ bzw. das Problem an die „richtige“ Stelle „geroutet“ zu bekommen.

So zumindest meine Erfahrung. Dabei war es auch egal ob ich Pyur über die App, das Kontaktformular oder per Telefon kontaktiert habe. Mal so, mal so.

Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass in einem Forum wie diesem (aber auch in anderen Foren) naturgemäß häufiger die Leute mit Problemen „aufschlagen“. Bei wem alles läuft, wird sich in der Regel hier nicht „melden“.

Derzeit lässt sich auch kein Trend zu einer Besserung hin erkennen. Es gibt nach wie vor immer wieder Meldungen zu Problemen mit dem Netz und dann sind häufig auch die Fernsehprogramme mit betroffen.  Von daher sollte man sich unter Umständen überlegen ob die guten Preise bei den PYUR Kabelanschlüssen eventuelle Probleme mit dem Netz wert sind.

PYUR Netzqualität im Mobilfunk-Bereich

Im Mobilfunk-Bereich nutzen die PYUR Handytarife das O2/Telefonica Netz und daher entspricht die Netzqualität und Abdeckung bei PYUR im mobilen Bereich auch der Netzqualität direkt bei O2. Im Vergleich mit den anderen beiden Handynetz von Telekom und Vodafone schneidet O2 aber leider in der Regel etwas schlechter ab. In den Netztest der letzten Jahre hat O2 immer wieder den letzten Platz unter den drei Netzbetreibern belegt und der Abstand zu Telekom und Vodafone war vergleichsweise groß. Da zeigt sich in fast allen Netztests:

Die O2 Netztest Ergebnisse im Überblick

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
Connect Netztest 20223375/450 Punkten276/300 Punkten
CHIP Netztest 20203Note 1,36Note 1,44
CHIP 20183 (GUT)Schulnote 2,16Schulnote 2,26
Connect 20183 (ausreichend)205/400 Punkten348/600 Punkten
Stiftung Warentest 6/20173 (2,6 – Befriedigend)befriedigend (2,7)befriedigend (2,6)
Chip Netztest 2013377,2 von 100 Punkten63,6 von 100 Punkten
Connect Netztest 20134129 von 190 Punkten130 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20134Note 2,43Note 3,11

Mehr Details zum O2 Netztest und den Ergebnissen haben wie hier zusammen gestellt: O2 Netztest

Vor einer Entscheidung für eine PYUR Handytarif sollte man daher auf jeden Fall die Netzqualität und den Ausbaustand des O2 Netzes vor Ort prüfen. Das Unternehmen bietet dazu eine kostenlose Netzausbaukarte an, auf der man schauen kann, welcher Netzstandard und auch welche Geschwindigkeiten zu erwarten sind. Dazu haben die Tarife natürlich auch nur eine kurze Laufzeit von 3 Monaten – sollte sich also zeigen, dass die O2 Netzqualität für die PYUR Tarife doch nicht so passt, kann man auch relativ schnell wieder zu einem anderen Anbieter und auf ein anderes Handynetz wechseln.

Schnelleinstieg:

Schockanrufe – das steckt dahinter und so kann man sich schützen

Schockanrufe – das steckt dahinter und so kann man sich schützen – Viele der aktuellen Betrugsmaschen laufen derzeit über das Telefon oder Handy und eine der hinterhältigsten Tricks sind die sogenannten Schockanrufe. Dabei wird meist älteren Menschen ein Unglück oder eine Notlage eines Angehörigen vorgegaukelt. Am Telefon wird dann beispielsweise erzählt, dass der Enkel einen Autounfall hatte und im Krankenhaus liegt. Für die Behandlung wird dann ein größerer Geldbetrag erbeten. Oft sind es fünfstellige Summen um die es geht. Die Übergabe der Summer erfolgt dann meistens anonym oder oder per Cash-Karten. Wurde erst mal gezahlt, ist das Geld dann meistens unwiederbringlich weg. Die Hilfsbereitschaft in der Familie wird also eiskalt ausgenutzt.

Die Polizei Rheinland-Pfalz schreibt beispielsweise dazu:

„Betrüger sind erfinderisch! Die neue Masche sogenannter ‚Schockanrufe‘ ist nun auch in Rheinland-Pfalz vermehrt festzustellen. So gelang es Unbekannten in Kirchheimbolanden bei einer Frau an größere Geldsummen zu kommen, indem sie die Notlage eines angeblichen Verwandten vortäuschen. Die Betrüger sprechen fließend Russisch und spielen in einem Telefonat gekonnt vor, ein angebliches Familienmitglied sei in einer Notlage und benötige dringend eine größere Geldsumme.
In fast allen dieser Fälle werden Frauen mit russischem Migrationshintergrund von russisch sprechenden Männern, angeblichen Verwandten, angerufen. Als Notlage wird ein schwerer Verkehrsunfall oder ein anderer tragischer Vorfall vorgegaukelt. Das Geld werde für eine dringend erforderliche Behandlung / Operation oder zur ‚Auslösung‘ des Sohnes aus dem Polizeigewahrsam benötigt. Noch während des Telefonats erscheinen ‚Boten‘ an der Haustür und erkundigen sich in russischer Sprache nach dem Bargeld. Der Empfang des Geldes wird dreisterweise dem Opfer bei Aushändigung quittiert.“

Und auch die Polizei Thüringen warnt eindringlich vor solchen Anrufen:

Mit unterschiedlichsten Geschichten (Verkehrsunfall, Todesfall, dringende medizinische Behandlungen) setzen sie ihre Opfer am Telefon unter Druck und fordern sie zu hohen Zahlungen auf. Die meist älteren Herrschaften glauben dann den vermeintlichen Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern und lösen ihre Sparkonten auf. Wir bitten um Sensibilisierung von Verwandten, Bekannten und Nachbarn. Auch Bankmitarbeiter sind angehalten bei hohen Abhebungen genauer nachzufragen. Meist werden die Opfer von den Betrügern schon so weit beeinflusst, dass sie die Bankangestellten auf Nachfrage belügen. Sie täuschen einen Autokauf oder Immobilienerwerb vor.

Schockanrufe werden gezielt an ältere Menschen gerichtet. Die Rufnummern werden oft aus dem Telefonbuch genommen und dabei werden Menschen mit älter klingenden Vornamen in der Regel bevorzugt angerufen. Sollte sich eine jüngere Stimme melden, legen die Betrüger auch direkt wieder auf.

Generell gibt es dabei kein Muster, von welchen Vorwahlen diese Anrufe kommen. Teilweise sind es Handy-Nummern, teilweise Ortsvorwahlen, die aber oft nicht stimmen. Ausländische Rufnummern werden dagegen selten genutzt, da man eine gewisse Regionalität vortäuschen will und kein Vertrauen verspielt werden soll. In der Regel erfolgen Schock-Anrufe auch nur auf Festnetz-Nummer. Mobile Rufnummern im D1 Netz, mit einem Vodafone Netz Tarif oder auch o2 Netz Sim werden kaum auf diese Weise angerufen.

HINWEIS: Teilweise werden auch gefälschte Telefonnummern genutzt. Dann wird die angezeigte Rufnummer manipuliert und dahinter stecken dann Anrufen mit Auslandsvorwahlen wie 0043, 0039 oder 0032.

Welchen Schutz gibt es vor Schockanrufen?

Wer ältere Verwandte vor Schockanrufen schützen will, sollte mit ihnen über diese Masche reden und darüber aufklären, mit welchen Mitteln Betrüger aktuell am Telekom vorgehen. Man kann in diesem Zusammenhang auch andere Themen wie etwa Ping-Anrufe, SMS Spam oder auch Mailbox Spam mit ansprechen und versuchen, die Hintergründe zu erklären.

TIPP: Man kann sich generell gegen Spam-Anrufe schützen und Betrugsversuche so direkt verhindern und natürlich kann man auch Maßnahmen gegen bestimmte Rufnummern ergreifen lassen. Wie das geht ist in diesem Artikel beschrieben: Schutz gegen Spam-Anrufe: Beschwerden, Blockieren und Black List. Wie man konkret Rufnummern blockieren, ist hier zusammengefasst: Rufnummer blockieren bei allen Systemen | Rufnummer blockieren

Wer sich selbst vor solchen Schockanrufen schützen möchte, sollte einige einfache Tipps beherzigen:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn ein unbekannter Anrufer Sie mit einem beunruhigenden Sachverhalt – wie etwa dem Unfall eines Angehörigen – konfrontiert und Geld von Ihnen fordert. Hinterfragen und Belegen anfordern hilft – oft legen die Anrufer dann selbst wieder auf.
  • Nehmen Sie selbst Kontakt mir den Angehörigen auf und fragen sie selbst nach, ob es wirklich Probleme gibt. Auf diese Weise kann abgesichert werden, ob es sich wirklich um einen Notfall handelt oder nur um einen Schockanruf.
  • Keine Ratespiele am Telefon machen – wenn sich ein Anrufer nicht direkt zu erkennen gibt, sollten Sie auch keine Details zu Namen von Angehörigen preisgeben.
  • Es kann helfen, den Eintrag im Telefonbuch zu verändern. Wenn man beispielsweise den Vornamen nicht ausschreibt, sondern nur den Anfangsbuchstaben listen lässt, wird man oft nicht angerufen, da Betrüger nicht sehen, ob es sich um ältere oder neuere Vornamen handelt.
  • Polizei einschalten – auch wenn der Anruf nicht erfolgreich war sollte man solche Vorfälle der Polizei melden und eventuell Anrufer und Rufnummern ermitteln lassen.

Schockanrufe werden uns wohl noch einige Zeit begleiten und daher sollte man sich und Verwandte absichern und versuchen, gegen solche Betrugsversuche möglichst gut gewappnet zu sein.