Die 01803 als Vorwahl und Rufnummer – Kosten und Wissenswertes

Die 01803 als Vorwahl und Rufnummer – Kosten und Wissenswertes – Vorwahlen, die mit 01803 beginnen, werden ausschließlich für Servicedienste (früher: Geteilte-Kosten-/Shared-Cost-Dienste) verwendet. Früher wurden dabei die Kosten teilweise direkt mit von den Unternehmen übernommen und diese Rufnummern waren damit billiger. Mittlerweile ist es eher umgekehrt.

Die Vorwahl 01803 kostet 9 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, wer aus dem deutschen Mobilfunknetz anruft, zahlt bis zu 42 Cent/Minute. Der Preis für Festnetzverbindungen ist für Telefonate aus dem Netz der Telekom angegeben, andere Festnetzanbieter berechnen aber meistens die gleichen Preise.

Wer die 01803 wählt und nicht sofort mit einem Mitarbeiter verbunden wird, landet in der Warteschleife. Früher zahlte man auch für die Zeit, die man in der Warteschleife verbrachte. Seit dem 1. September 2012 sind die ersten zwei Minuten in der Warteschleife aber kostenfrei. Erst ab der dritten Minute in der Warteschleife oder sobald der Kunde mit einem Mitarbeiter verbunden ist, dürfen Kosten für den Anruf entstehen. Die einzige Ausnahme sind nachgelagerte Warteschleifen, diese kosten sofort. Als nachgelagerte Warteschleifen gelten alle, in die der Kunde im Verlauf des Gespräches gestellt wird oder über die man sich per Telefonanwahl („Wenn Sie … wollen, drücken Sie die 1.“) einwählt. Die Bundesnetzagentur schrieb zu den Änderungen bereits im Jahr 2010:

Ab dem 1. März 2010 gelten neue gesetzliche Regelungen für (0)180er Rufnummern. Insbesondere werden preisliche Obergrenzen eingeführt. Die bisherigen Preise für Anrufe aus dem Festnetz ändern sich nicht. Anrufe aus dem Mobilfunknetz auf (0)180er Rufnummern kosten ab dem 1. März  2010 maximal 42 ct/min.

Ab dem 1. März 2010 besteht außerdem die Verpflichtung, bei jeder Angabe einer (0)180er Rufnummer nicht nur den Preis für Anrufe aus dem Festnetz, sondern zusätzlich den Mobilfunkhöchstpreis anzugeben. Der bloße Hinweis auf möglicherweise abweichende Mobilfunkpreise reicht nicht mehr aus. Ferner heißen die in diesem Rufnummernbereich erbrachten Dienste nicht mehr „Geteilte-Kosten-Dienste“, sondern „Service-Dienste“.

Früher waren die 0180 Rufnummern und damit auch die 01803 gedacht gewesen, um Anrufe billiger zu machen. Mittlerweile sind aber die Kosten für Handytarife und auch für Festnetzanrufe so weit gesunken, dass die 01803 kaum noch wirklich attraktiv ist. Die Preise für diese Rufnummern wurden nicht im gleichen Zuge abgesenkt. Dazu gibt es mittlerweile Urteile, das Support-Hotline für Bestandskunden nicht teurer sein dürfen als normale Anrufe – auch das hat der Nutzung von 01803 Rufnummern deutlich geschadet.

Hinweis: die 01803 gilt als Sonderrufnummer und wird daher separat zu den normalen Rufnummern abgerechnet. Wer eine Allnet Flat nutzt, zahlt für 01803 Anrufe daher dennoch extra. Das sollte man bei der Nutzung wissen. In den meisten Fällen ist es daher billiger, eine normale Festnetz-Rufnummer zu nutzen.

Warteschleifen Abrechnung bei der 0180-3

Ab 1. Juni 2013 sind Warteschleifen, auch nachgelagerte, vollständig kostenfrei. Damit zahlen Kunden nur noch für die Dauer des Gesprächs und nicht mehr für die Zeit in einer eventuelle Warteschleife. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Eine Warteschleife liegt vor, wenn Anrufe entgegengenommen oder aufrechterhalten werden, ohne dass das Anliegen des Anrufers bearbeitet wird. Die Bearbeitung kann über einen automatisierten Dialog oder durch eine Person erfolgen. Beim ersten Einsatz einer Warteschleife im Rahmen des Anrufs hat der Angerufene bei Sonderrufnummern sicherzustellen, dass der Anrufende mit Beginn der Warteschleife über deren voraussichtliche Dauer informiert wird. Darüber hinaus muss dem Anrufer mitgeteilt werden, ob für den Anruf ein Festpreis gilt oder der Anruf für die Dauer des Einsatzes dieser Warteschleife für den Anrufer kostenfrei ist. Die Ansage kann mit Beginn der Bearbeitung vorzeitig beendet werden.

In diesen Fällen dürfen mittlerweile keine Kosten mehr berechnet werden.

Wissenswertes um die 0180-3

Aufgrund der Preisgestaltung und immer häufigerer Missbrauch haben Rufnummern mit dieser Vorwahl über die Zeit einen eher schlechten Ruf bekommen. Darauf reagieren auch teilweise die Anbieter. So hat die Bundesagentur für Arbeit beispielsweise ihre ehemaligen 0180-1 Rufnummer auf kostenfreie 0800 Rufnummern umgestellt.

Die 01803 wird in erster Linie als Zielrufnummer genutzt und weniger für Anrufe eingesetzt. Daher gibt es auch eher selten Fälle von Spam – die Nummern sind meistens für die Weiterleitung gedacht. Ping Anrufe oder Schockanrufe von diesen Rufnummern gibt es daher nicht, wenn so eine Rufnummer im Display auftaucht kann man auch recht sicher sein, dass es sich um eine manipulierte Nummer handelt.

Gut dagegen: bei einer 01803 kann man sich sicher sein, dass man einen deutschen Anschluss anruft (Auslandsrufnummern wie die 0044 oder die 0034 beginnen immer mit einer 00 oder einem +). Die Kosten sind dabei auch reguliert, so dass man immer weiß, was man bezahlt (auch wenn das mittlerweile teurer ist als ein normaler Handyanruf). Kostenfallen bei ausländischen Rufnummern gibt es daher bei diesen Vorwahlen erfreulicherweise nicht.

Video: Vorsicht vor Ping-Anrufen mit teuren Vorwahlen

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