Das Netz der Callya Freikarten, die Netzqualität und die Netzabdeckung – Die Callya Prepaidkarte ist die originale Prepaidkarte von Vodafone und damit ist relativ klar, welches Netz die Simkarte nutzt: natürlich das D2-Netz von Vodafone. Allerdings haben viele Kunden Bedenken hinsichtlich der Netzqualität und der Netzabdeckung. Kann eine günstige Prepaidkarte wirklich die gleiche Netzqualität bieten wie die originalen Vodafone RED Handytarife, die teilweise erheblich teurer sind?

Tatsächlich muss man bei der Nutzung der Simkarte unterscheiden: nutze man die Callya Karte im Talk&SMS Tarif, der ohne monatliche Grundgebühr auskommt oder hat man dazu eine Flatrate gebucht, beispielsweise den Callya Smartphone Special Tarif. Die Unterschiede beim Netz sind deutlich, denn es nutzen zwar beide Tarife das Vodafone Netz, im Talk&SMS Tarif sind aber bestimmte Netzbereiche nicht nutzbar. Das ist aber an sich auch kein Problem, denn der Internet-Zugang ist mit der Talk&SMS Karte ohnehin nur möglich, wenn man eine entsprechende Tarifoption dazu bucht. Dann steht auch (genau so wie im Callya Special Tarif) LTE zur Verfügung.

Mittlerweile bietet das Unternehmen auch die Allnet Flat unter dem Namen Callya Digital an. Der Name ist hier Programm, denn dieser Tarif wird digital verwaltet und auch der Support erfolgt nur über SMS oder WhatsApp. Dafür bekommt man aber auch eine komplette Allnet Flat und 10 Gigabyte monatlichen Datenvolumen für nur 20 Euro monatlich. Das können selbst Postpaid Tarife auf Rechnung mit 10GB Datenvolumen kaum mithalten. Keine Änderung gibt es dagegen bei Netz: auch die Callya Digital Flatrate nutzt das Vodafone Mobilfunk-Netz und unterstützt LTE.

LTE mit extrem hohen Geschwindigkeiten bei der Callya Prepaidkarte

Durch die Tarifoptionen und Smartphone Tarife ist die Callya Handykarte derzeit eine der schnellsten Prepaidkarte auf dem deutschen Markt. Das betrifft nicht nur die Konkurrenz im Vodafone Netz sondern auch die Prepaidkarten in allen anderen Netz. Mit der Callya Karte surft man derzeit mit Geschwindigkeiten von bis zu 500Mbit/s und kann auch das LTE Netz von Vodafone mit nutzen. Zum Vergleich: viele andere Prepaidkarten bieten gar kein LTE an und auch im Vodafone Netz bieten Discounter wie BILDmobil oder Otelo maximale Geschwindigkeiten von 21,6Mbit/s. Die Callya Karte ist damit mehr als 10 Mal so schnell wie vergleichbare Angebote im gleichen Netz. Auch die originalen anderer Netzbetreiber kommen da nicht mit. So bietet die Telekom beispielsweise bei der MagentaMobil Prepaid Karte maximal 300Mbit/s und auch im O2 Netz sind die Geschwindigkeiten der originalen O2 Prepaid Freikarte niedriger.

Die Freigabe der LTE Geschwindigkeiten ist allerdings noch nicht so lange online. Vodafone schrieb erst Anfang 2017 zu dieser Freigabe:

Maximale LTE-Geschwindigkeit: Nun auch bei CallYa 4G|LTE Max mit 500 Mbit/s … Zusätzlich profitieren alle Bestands- und Neukunden der CallYa Smartphone-Tarife von der maximal verfügbaren LTE-Geschwindigkeit und surfen nun auf rund 85 Prozent der Fläche Deutschlands mit 4G|LTE Max.

Etwas problematisch ist, dass Vodafone auf der einen Seiten von LTE Max schreibt, also suggeriert, dass die Karten immer so schnell surfen, wie es das D2-Netz vor Ort her gibt, auf der anderen Seiten aber mit den 500Mbit/s als maximale Geschwindigkeit arbeitet. Bisher war das kein größeres Thema, da 500Mbit/s ohnehin der maximale Speed im Vodafone Netz war. Das hat sich allerdings geändert und Vodafone hat bereits Basistationen, die deutlich schneller surfen können. In einer Mitteilung schreibt dazu Unternehmen sogar von 1000Mbit/s, also nochmal 500Mbit/s mehr als das aktuelle Maximum:

In Langenhagen bei Hannover funkt ab sofort Deutschlands schnellste Mobilfunk-Basisstation mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde. Alle Vodafone-Kunden mit Red-Tarif und geeignetem Smartphone können die neue Höchstgeschwindigkeit erleben. … Noch in diesem Jahr geht es rasant weiter: Vodafone macht 2016 zum Gigabit-Jahr. Im Mobilfunk folgen voraussichtlich schon im Herbst 525 Mbit/s und zur Weihnachtszeit soll dann die Schallmauer von einem Gigabit pro Sekunde durchbrochen werden.

In der Mitteilung ist leider auch sehr deutlich die Rede davon, dass die neuen hohen Geschwindigkeiten nur den „Vodafone-Kunden mit Red-Tarif“ zur Verfügung stehen. Die Prepaidkarten scheinen davon leider ausgenommen zu sein. LTE max heißt daher im Prepaid Bereich bei den Callya Tarifen wohl maximal 500Mbit/s – zumindest derzeit. Da sist aber sowohl im Prepaid Bereich als auch bei den kostenlosen Simkarten dennoch der beste Wert, den man derzeit in Deutschland bekommen kann. Wer wissen will, wie schnell er wirklich surft, kann dazu das kostenlose Tool der Bundesnetzagentur nutzen.

Trotz der Unterstützung von LTE gibt es eine Einschränkung: Gespräche können bei den Callya Tarifen nicht über LTE geführt werden, VoLTE wird also nicht unterstützt. Selbst bei der neuen Callya Digital Allnetflat muss für Anrufe (egal ob eingehend oder ausgehend) immer ins 3G oder 2G Netz zurück geschaltet werden.

5G Netz bei den Callya Freikarten

Vodafone hat für die eigenen Vodafone RED Angebote auf Rechnung bereits 5G frei geschaltet. Man kann daher dort den 4G/LTE Nachfolger bereits kostenfrei nutzen, sofern es dieses Netz vor Ort bereits gibt.

Im Prepaid Bereich sieht es dagegen noch schlecht aus. Die Callya Prepaid Sim unterstützen kein 5G und es ist bisher auch offen, ob und wann Vodafone diesen neuen Standard für die Prepaid Angebote frei schalten wird. Die D-Netz Anbieter haben bei LTE lange gebraucht, bis dieser Datenstandard auch im Prepaid Bereich genutzt werden kann, möglicherweise wird es bei 5G auch wieder so lange dauern.

Die Netzqualität bei Vodafone

Das Surfen mit solchen hohen Geschwindigkeiten ist natürlich nur dann möglich, wenn das Mobilfunk-Netz vor Ort auch entsprechend ausgebaut ist. Den aktuellen Ausbaustand kann man sich auf der Netzkarte von Vodafone anschauen, wobei dort natürlich nur der theoretische Ausbaustand angezeigt wird und nicht, wie gut oder schlecht der Empfang in der Praxis ist. Das hängt von vielen weiteren Faktoren wie Auslastung, Funkschatten und Indoor/Outdoor-Aufenthalt ab. Die Karte bietet aber in jedem Fall eine gute Orientierung, in welchen Bereichen sich die maximalen Geschwindigkeiten bewegen.

NamePlatzBewertung TelefonieBewertung Daten
CHIP 20182 (Sehr gut)Schulnote 1,35Schulnote 1,55
Stiftung Warentest 6/20172 - GUT (2,2)gut (2,2)gut (2,2)
Chip Netztest 2013277,5 von 100 Punkten74,3 von 100 Punkten
Connect Netztest 20132111 von 190 Punkten141 von 160 Punkten
ComputerBILD Netztest 20132Note 2,29Note 2,61

In den Tests der verschiedenen Fachzeitschriften kann das D2-Netz von Vodafone vor allem im LTE Bereich punkten. Das kommt auch den Callya Kundne zu Gute, da auch die Callya Prepaidkarten auf das Vodafone LTE Netz zurück greifen können. So schreibt das Magazin CHIP im Netztest 2015:

Vodafone bleibt auch in diesem Jahr hinter der Telekom, kann sich aber etwas von den beiden Telefonica-Töchtern absetzen. Insgesamt führt der Provider noch bei der LTE-Abdeckung, aber die Telekom rückt immer näher.

Auch in 2016 hat Vodafone wieder sehr viel Geld investiert, um das LTE Netz auszubauen und daher ist zu erwarten, das auch in 2016 beim nächsten Netztest das Ergebnis sehr gut ausfallen wird. Problematisch ist die Situation dagegen ohne LTE, beispielsweise weil das Handy noch kein LTE unterstützt. Dann hat man bei Vodafone oft nur 2G Netzqualität und surft damit extrem langsam. Das liegt daran, dass Vodafone das eigenen 3G Netz (also UMTS und HSDPA) im Vergleich mit LTE deutlich weniger ausgebaut hat. Wer LTE nutzen kann hat also mit der Callya Prepaidkarte dank des guten Netzausbaus von Vodafone wirkliche Vorteile – ohne LTE sieht es dagegen nicht ganz so gut aus.

Die Vodafone APN Zugangsdaten für das mobile Internet

Für den mobilen Internet-Zugang mit der Callya Prepaidkarte gelten die gleichen APN Zugangsdaten wie bei den normalen Handykarten und Allnet Flatrates von Vodafone. In der Regel werden diese Zugangsdaten dabei automatisch über eine sogenannte Konfigurations-SMS zugeschickt. Als Kunden muss man diese SMS dann nur noch bestätigen und die korrekten APN Daten sind im Gerät hinterlegt.

Falls die SMS nicht angekommen sein sollte, kann man diese auch nachträglich noch einmal anfordern. Vodafone bietet dazu eine spezielle Webseite an, mit der man je nach Gerät die Daten nochmal zugeschickt bekommen. Diese Webseite ist hier zu finden: https://www.vodafone.de/privat/hilfe-support/handykonfigurator.html

Man kann die Daten auch manuell ändern oder neu eingeben, das sollte man aber nur machen, wenn die automatische Einrichtung gar nicht mehr funktioniert. Die APN Daten für das Vodafone Netz lauten dabei:

Mobiler Internet-Zugang mit Ihrem Smartphone

APN: web.vodafone.de

Mobiler Internet-Zugang über Vodafone WebSessions mit Ihrem Surfstick

APN: event.vodafone.de

Nach der Eingaben der Daten (und dem Speichern) sollte man auf jeden Fall das Gerät neu starten, nur dann werden die Daten korrekt übernommen.

Video: Vodafone Callya APN verändern