Spam Anrufen – so schützt man sich vor bekannte Spam Rufnummern und Dialern

Spam Anrufen – so schützt man sich vor bekannte Spam Rufnummern und Dialern – Das Telefon und mittlerweile auch Handys und Smartphones sind mittlerweile eine beliebte Möglichkeit für Kriminell, um mit potentiellen Opfern in Kontakt zu treten. Dabei wird ausgenutzt, dass es kein direkte Kontakt ist, sondern der Anrufen anonym bleiben kann und die Telefonnummern von möglichen Opfern kursieren durch verschiedene gehackten Datenbanken in der Regel auch weltweit.

Generell sollte man daher mittlerweile besonders bei Anrufen misstrauisch sein und vor allem Geschäft am Telefon ablehnen. Nur der persönliche Kontakte garantiert, dass der Gegenüber auch wirklich echt ist und (beispielsweise bei Schock-Anrufen) auch wirklich ein Notfall vorliegt. Im Zweifel kann man sich auch mit der Familie kurzschließen und dort nachfragen, ob Probleme oder Ähnliches bekannt sind.

Die Bundesnetzagentur schreibt als Hinweis:

Die Bundesnetzagentur warnt eindringlich insbesondere davor, aufgrund solcher Anrufe oder in deren Nachgang Vermögensverfügungen z. B. in Form von Überweisungen vorzunehmen. Verbraucher sollten zudem äußerst sensibel mit ihren persönlichen Daten (Telefonnummern und sonstigen Kontaktdaten, aber insbesondere auch Kontoverbindungsdaten) umgehen.

Immer wenn es um Geld geht und vor allem um große Summen ist das Telefon allein daher nicht ausreichend und man sollte solche Transaktionen nach Anrufen und ohne zusätzliche Absicherung auf jeden Fall vermeiden.

WICHTIG: Die angezeigte Rufnummer kann recht einfach manipuliert werden. Dies ist zwar gesetzlich verboten, kommt aber dennoch leider vor. Man sollte daher nicht darauf vertrauen, dass eine Rufnummer im Display auch wirklich echt ist. Rückrufe können daher unter Umständen teuer werden (siehe Ping Anrufe)

Spam Anrufe mit der Nummer 110

Teilweise werden für Spam Anrufen auch Notfall Nummern eingesetzt, die an sich gar nicht für Gespräche genutzt werden können, sondern die sich nur anrufen lassen. In dem Fall kann man mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass die Rufnummer manipuliert wurden und dahinter wohl keine gute Absicht, sondern vor allem kriminelle Energie steckt.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Erscheint die Notrufnummer 110 als Absenderrufnummer bei einem Anruf, ist ihre Anzeige in jedem Fall manipuliert. Die Notrufnummer 110 dient der Polizei allein als Einwahlnummer, d. h. über diese Notrufnummer ist die Polizei für Bürger erreichbar. Notrufabfragestellen der Polizei rufen jedoch nie selbst unter Anzeige dieser Rufnummer an. Hierzu werden vielmehr die Ortsnetzrufnummern der einzelnen Polizeidienststelle verwendet.

Bei solchen Anrufen am besten gar nicht erst heran gehen, sondern den Anruf gleich wegdrücken oder sofort beenden.

Apps zum Schutz gegen Spam auf dem Smartphones

Für moderne Smartphones gibt es Apps, die Rufnummern prüfen und anzeigen, ob es sich um eventuellen Spam oder um seriöse Anrufer handelt. Solche Apps gibt es sowohl für Android Modelle als auch für iOS Geräte und sie können helfen, das Spammer erst gar nicht durchkommen. In der Regel nutzen diese Apps eine große Datenbank mit bekannten Spam-Nummern. Gegen unbekannte Anrufer können solche Apps aber leider auch nichts ausrichten.

Teilweise sind solche Apps kostenpflichtig, aber man zahlt dann einmalig wenige Euro und ist daherhaft geschützt. Solche Apps findet man beispielsweise hier:

Die Apps reduzieren den Spam und sparen so Zeit. Einen kompletten Schutz bieten aber auch solche Apps nicht, denn gegen gefälschte Anrufer-Nummern oder unbekannte Rufnummer

Voicemail Spam und Messenger-Spam

Neben reinen Anrufen werden auch Spam-SMS und Voicemail Spam gerne als Methoden genutzt, unerwünschte Botschaften weiter zu verbreiten. Teilweise sind auch die Messenger mittlerweile in diese Systeme einbezogen. Bei Messenger selbst kann man wenig machen, da diese Systeme mit eigenen Filtern arbeiten, aber bei SMS und Voicemail Spam helfen beispielsweise auch die genannten Apps.

Ziel ist dabei in der Regel, die Empfänger zu einem Klick auf die Links in den Nachrichten zu bewegen. Dort wartet dann Malware oder Phising Seiten um sensible Daten abzugreifen. Auch hier sollte man also solchen Nachrichten am besten sofort wieder Löschen und den Absender blockieren.

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