Das Netz und die Netzqualität bei BILDconnect

 

FLAT 2000 LTE
Das Netz und die Netzqualität bei BILDconnect – Nachdem in den letzten Jahren schon einige Discounter wie ALDI, Kaffeeröster wie Tchibo und auch Fernsehsender Projekte im Mobilfunkmarkt realisiert haben, kam 2015 auch die BILD-Zeitung dazu. BILDmobil und BILDconnect heißen die Mobilfunkmarken, die unter der Dachmarke der auflagenstärksten Zeitung Deutschlands vermarktet werden. BILDconnect wurde erst 2016 gestartet. Bei BILDconnect es handelt sich um eine Marke, die normale Postpaid Handytarife und Allnet Flatrates anbietet. Doch in welchem Netz surft und telefoniert man mit BILDconnect eigentlich? Wie ist die Netzabdeckung? Und wie sieht’s mit LTE in den BILDconnect Handy Flat aus?

Das Netz bei BILDconnect

IMMER SUPERSCHNELL UNTERWEGS
IM GRÖSSTEN MOBILFUNKNETZ DEUTSCHLANDS.

„2 Netze sind besser als eines“: Bei BILDconnect profitieren Sie automatisch vom „National Roaming“ von o2. Dadurch erleben BILDconnect Kunden eine noch bessere Netzabdeckung im städtischen als auch ländlichen Raum. Die SIM-Karte wechselt dabei automatisch in das Netz, welches aktuell am besten verfügbar ist. Sie genießen somit beim Telefonieren, Simsen und Surfen ein deutlich verbessertes mobiles Erlebnis.

Im Gegensatz zu anderen Mobilfunkanbieter wird bei den BILDconnect Tarife kein Geheimnis aus dem Netzanbieter gemacht. Unter der Rubrik „Das Beste aus zwei Netzen“ wird ganz deutlich, dass die Nutzer von BILDconnect im Netz von O2 unterwegs sind. Auf der Website wird weiterhin damit geworben, dass sich das Surferlebnis durch den Zusammenschluss der Netze von O2 und E-Plus und das damit verbundene „National Roaming“ von 56% auf 71% in Gebäuden und von 76% auf 88% draußen gesteigert hat. „National Roaming“ heißt, dass die SIM-Karten von O2 und E-Plus für die jeweils andere UMTS-Netzversorgung freigeschaltet werden. Immer dann, wenn die SIM-Karte im Heimatnetz nur eine GSM (2G)-Versorgung hat und über das andere Netz eine UMTS-Versorgung verfügbar ist, wechselt die SIM-Karte automatisch zum anderen UMTS-Netz. Somit soll garantiert werden, dass man immer im best- und schnellstmöglichen Netz unterwegs ist.

Die Netzqualität

Auf der Website von BILDconnect wird natürlich nur in höchsten Tönen über die Netzabdeckung berichtet, und auf der Website von O2 selbst heißt es

Um die Netzabdeckung weiter zu optimieren, haben wir in den letzten Jahren 4 Milliarden Euro in unsere Infrastruktur investiert. Das Ergebnis: Unser Netz ist eines der modernsten in ganz Europa. Um die digitale Zukunft zu gestalten, investieren wir auch weiterhin in modernste Technologien, die Erweiterung von Kapazitäten – und in den Ausbau der LTE Abdeckung.

Schaut man sich jedoch ein paar Netztests an, muss man feststellen, dass das Netz von O2 zumindest im deutschlandweiten Vergleich eher schlecht abschneidet. Denn leider sieht es für die Telefónica in den „Netzchecks“ von connect.de und Computer BILD eher mäßig aus. O2 belegt in allen Kategorien – Telefonie, LTE-Ausbau und Internetgeschwindigkeit – den letzten Platz, hat aber im Vergleich zum letzten Test in allen Bereichen an Qualität zugelegt: Das macht zumindest für die Zukunft Hoffnung.

Das größte Problem scheint man mit dem O2-Netz zu haben, wenn man auf dem Land wohnt oder Zug fährt. im CHIP-Netztest heißt es dazu:

Denn vor allem der LTE-Ausbau ist in Deutschland schon weit vorangeschritten, nur Telefonica-Kunden, die in einer ländlicheren Gegend wohnen, haben nicht viel vom LTE. Ländliche Region und Telefonica-Netz scheint eine schlechte Kombination. Auch auf Überlandfahren mit dem Auto, also durch ländlichere Regionen, hatten die Tester mehr Probleme mit dem Netz von O2. Hier gab es bei VoLTE, also Telefonie über das LTE-Netz, die meisten Verbindungsabbrüche. Bis auf diese Einschränkung funktioniert VoLTE aber sehr gut, sogar besser und schneller als Telefonie über GSM und UMTS.
Auch beim Surfen im Zug gibt es vor allem Aussetzer und Frust. Die Telefonica erreichte bei Testdownloads im Zug nur eine Erfolgsrate von 62 Prozent. Bei dem Aufruf von Websites immerhin eine von 72. Bei Vodafone werden im Test immerhin 82 Prozent und bei der Telekom 89 Prozent aller Websites erfolgreich aufgebaut.
Man muss dazu aber sagen, dass noch keiner der deutschen Netzanbieter es geschafft hat, dieses Problem zu beheben. Probleme mit dem Netzempfang auf dem Land und in Zügen hat man eigentlich in allen deutschen Handynetzen. Bei O2 jedoch leider am häufigsten.

Für die Zukunft ist geplant, die Netze von O2 und Eplus komplett zu vereinigen. Es soll ein neues großes Handy-Netz entstehen, dass die Kunden von O2 und Eplus umfasst. Dann wird es auch möglich sein, die LTE Bereiche von Eplus mit zu nutzen. Das ist bisher im Zuge des National Roaming noch nicht möglich. O2 arbeitet aber daran, auch diese Bereich frei zu geben. Es kann allerdings noch einige Zeit dauern, bis die Netze komplett zusammen geschaltet sind und darüber hinaus ist unklar, wie genau sich die Vereinigung auf die Netzqualität auswirken wird.

Es gibt allerdings auch gute Nachrichten: in Sachen mobile Daten oder LTE-Ausbau sind zwar ein paar Mängel festzustellen, bei der Telefonie ganz generell scheint es aber bei o2 keine Probleme und auch keinen großen Unterschiede zur Konkurrenz geben. Auf Focus Online heißt es nämlich:

Trotz des ganzen Smartphone- und Mobilen-Internet-Hypes: Das Telefonieren ist immer noch eine der Kernaufgaben der Mobilfunknetze – und dieses Jahr zeigen die Betreiber, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht haben. Alle vier Netzbetreiber erreichen beim Voice-Test Noten zwischen 2,1 und 2,4. Das bedeutet, dass Sie in allen deutschen Mobilfunknetzen gut telefonieren können.

Die Netzabdeckung

Ob sich die LTE-Tarife von BILDconnect lohnen, sollte vorher in einer sogenannten Netzabdeckungskarte geprüft werden. Bemängelt wird beim Telefónica-Netz immer wieder der schlechte Ausbau und der schlechte Empfang in ländlichen Gebieten. Sollte man also eher im dörflichen Umfeld leben, bietet sich ein Blick auf die Netzabdeckungskarte von O2 an. Diese findet man hier.

LTE bei BILDconnect

Glücklicherweise nutzt BILDconnect das Netz von O2. Sonst wäre es dem Discount-Anbieter höchstwahrscheinlich nicht möglich, seinen Kunden Zugang zum Highspeed-LTE Netz zu bieten. Der Ausbau des LTE-Netzes wurde von O2 nach eigenen Angaben in den letzten Jahren kräftig vorangetrieben und unterstützt. Das LTE-Netz bietet seinen Nutzern zahlreiche Vorteile im Vergleich zu seinen Vorgängern; schnellere Seitenaufrufe, problemlose und schnellere Up- und Downloads und hohe Leistungsfähigkeit und ist in den allermeisten Gebieten in Deutschland nutzbar. Wo aber generell LTE nicht möglich ist, steht in immer mehr Regionen auch das schnelle UMTS/HSDPA Netz mit theoretisch bis zu 42,2 Mbit/s von O2 zur Verfügung.

Im LTE-Bereich verfügt Telefónica Deutschland über eine breite Abdeckung im 800- und 1800-MHz-Frequenzbereich. 77 Prozent der deutschen Bevölkerung wird derzeit bereits LTE angeboten (Outdoor Coverage Ende Juni 2016) und der Ausbau geht zügig weiter. Beide Netze verzeichnen in Verbrauchertests wie dem COMPUTER BILD Netztest regelmäßig Erfolge. Mittelfristig baut das Unternehmen ein voll integriertes, mobiles Highspeed-Netz auf. Künftig werden die Kunden überall dort, wo sie schon jetzt Datendienste in guter Qualität nutzen, mit Highspeed im Internet surfen können.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es im Vergleich zu den Konkurrenten zwar eher mäßig für die Telefonica aussieht, man ganz generell  mit einem Vertrag im O2 Netz aber auch nichts falsch macht:

Falls man in einer Großstadt lebt, merkt man den Unterschied zu den anderen Anbietern nicht so stark. In ländlichen Gebieten kann es nach wie vor zu einer zögernden Verfügbarkeit von Telefonie und mobilen Daten kommen, was sich dank der Zusammenlegung der Netze von o2 und E-Plus in Zukunft erheblich verbessern wird. o2 ist als einer der günstigsten Anbieter eine gute Wahl für all jene, die Kosten sparen wollen und den einen oder anderen Abstrich bei der Netzverfügbarkeit machen können.


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