Die 0164 ist eine Service-Rufnummer für Pagingdienste, früher als Funkrufdienste bekannt. Die Kosten für Festnetz und Mobilfunk sind sehr unterschiedlich. Weitere Pager-Vorwahlen sind 0168 und 0169.
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Die 0164 kostet aus dem Festnetz 6,2 Cent pro 20 Sekunden. Aus dem Mobilfunknetz schwanken die Preise zwischen 49 Cent bei Congstar oder gar über 2 Euro + 2,04 Euro als Prepaid-Kunde von Rossmann.
Bei Pagingdiensten werden Mitteilungen einseitig übermittelt. Dieser Service besteht seit dem Jahr 1974 durch die Firma Eurosignal in Deutschland. Heutzutage werden Pagingdienste in der Privatwirtschaft nur noch selten genutzt und Pager immer seltener wegen mangelnder Nachfrage hergestellt, weshalb die 0164 stetig an Bedeutung verliert. Lediglich in Behörden, Krankenhäusern oder Feuerwehren wird die Vorwahl 0164 noch für die Pagingdienste genutzt, da durch die hohen Nutzerkosten im digitalen Zeitalter die Pagerdienste für private Konsumenten faktisch nutzlos geworden sind.
Mittlerweile gibt es kaum noch Pagingdienste. Diese wurden immer mehr durch Messenger und Apps ersetzt, die ähnliche Funktionen deutlich komfortabler und einfacher abbilden können und darüber hinaus noch zusätzliche Funktionen bieten. Beispielsweise kann man mit WhatsApp mittlerweile auch sehr gut Videos und Musik verschicken – beides war mit Pagingdiensten nicht möglich. Die 0164 ist daher mittlerweile kaum noch genutzt und viel weniger bekannt. Früher oder später kann man davon ausgehen, dass dieser Nummernkreis einem anderen Zweck überführt wird.
Inhaltsverzeichnis
VIDEO Alarmierung der Feuerwehr auch per Pager
Spam von Vorwahlen mit der 0164
Die Vorwahl 0164 wird nicht für normale Rufnummern und Sprachanrufe vergeben. Spam von dieser Nummer ist daher nicht bekannt, wenn ein Anruf mit dieser mobilen Vorwahl ankommen sollte, kann man auch sehr sicher davon ausgehen, dass die Rufnummer manipuliert ist. Per Anrufer-Spoofing ist das nach wie vor leider sehr einfach zu machen und oft stecken dann Spam Anrufe oder Ping Calls dahinter. Generell kann man aber davon ausgehen, dass ein Anruf mit einer Vorwahl 0164 kein echter Anruf ist und die Rufnummer manipuliert wurde. Es lohnt sich daher meistens nicht, den Anruf anzunehmen: einfach weg drücken und die Rufnummer blockieren.
VIDEO Pager – kennt die noch jemand
Pager – weiterhin im Einsatz
Pager gibt es noch, und sie werden auch heute noch aktiv genutzt. Obwohl sie im Alltag der meisten Menschen komplett durch Smartphones ersetzt wurden, spielen sie in bestimmten Spezialbereichen nach wie vor eine entscheidende Rolle. In Deutschland gibt es schätzungsweise immer noch über eine Million aktiver Pager.
Warum werden sie überhaupt noch genutzt?
Smartphone-Netze sind zwar vielseitig, haben aber für kritische Situationen entscheidende Schwachstellen. Pager bieten hier entscheidende technische Vorteile:
- Extreme Zuverlässigkeit und Erreichbarkeit: Pager nutzen oft niedrigere Frequenzbereiche (z. B. im 2-Meter- oder 70-Zentimeter-Band). Diese Funkwellen dringen weitaus besser durch dicke Betonwände, in Keller, Tunnel oder Tiefgaragen als Handysignale.
- Keine Netzüberlastung: Bei Großschadenslagen (wie Naturkatastrophen oder Anschlägen) brechen Mobilfunknetze durch das hohe Telefonie- und Datenaufkommen oft zusammen. Pager-Netze arbeiten unabhängig davon und senden Nachrichten über „Gleichwellen“ gleichzeitig an alle Geräte – die Nachricht kommt garantiert in Sekunden an.
- Lange Batterielaufzeit: Ein klassischer Pager hält mit einer einzigen AA-Batterie oder Akkuladung oft mehrere Wochen oder sogar Monate durch, da er nicht ständig Daten sendet oder ein großes Farbdisplay betreiben muss.
- Passive Sicherheit (Kaum ortbar): Da die meisten klassischen Pager reine Empfänger sind (One-Way-Pager), senden sie selbst keine Signale aus. Sie sind dadurch praktisch nicht zu orten und extrem schwer abzuhören.
Wo werden Pager heute eingesetzt?
Die Einsatzbereiche teilen sich hauptsächlich in sicherheitskritische Infrastrukturen und logistische Spezialanwendungen auf:
1. Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz
Das ist der wichtigste Bereich. Wenn die Leitstelle die freiwillige Feuerwehr oder den Rettungsdienst alarmiert, geschieht dies in Deutschland, Österreich und der Schweiz fast immer über digitale Funkmeldeempfänger (meist nach dem sogenannten POCSAG-Standard). Der Feuerwehrmann trägt den Pager am Gürtel, der im Ernstfall laut schrillt und die Einsatzadresse als Text anzeigt.
2. Krankenhäuser und Kliniken
Ärzte, Chirurgen und Pflegekräfte in Rufbereitschaft nutzen oft Pager. Mobilfunksignale sind in manchen Klinikbereichen (z. B. in der Nähe von MRT-Geräten oder in abgeschirmten Operationssälen) schwach oder unerwünscht, weil sie sensible medizinische Geräte stören könnten. Der Pager stellt sicher, dass der Arzt bei einem Notfall sofort erreicht wird.
3. Industrie und Kernkraftwerke
In großen Industrieanlagen, Fabrikhallen oder Kernkraftwerken, in denen dicke Beton- und Stahlwände den Mobilfunk blockieren, werden Pager zur Alarmierung bei Störungen oder für Sicherheitsmeldungen an Techniker genutzt.
4. Gastronomie und Logistik (Lokale Paging-Systeme)
- Restaurants: Viele kennen die runden „Gäste-Pager“ (Coaster), die man an der Kasse bekommt und die vibrieren oder blinken, sobald das Essen abholbereit ist oder ein Tisch frei wird.
- Logistik: Lkw-Fahrer erhalten auf großen Betriebshöfen oft Pager, die ihnen signalisieren, an welche Laderampe sie fahren sollen.
5. Katastrophenwarnung der Bevölkerung
Über die Funknetze von Pagern (wie dem e*BOS-Netz in Deutschland) werden teilweise auch Wetterstationen und Warnsysteme mit Katastrophenmeldungen der Behörden versorgt.
Fazit: Man kann Pager heute zwar nicht mehr ohne Weiteres als Privatperson im Elektronikmarkt kaufen, um damit wie in den 90er-Jahren mit Freunden zu chatten. Als hochspezialisiertes Werkzeug für Lebensretter und kritische Infrastrukturen sind sie jedoch nach wie vor absolut unverzichtbar.
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen – einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir: Wer schreibt hier?
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