5G bei 1&1 – so soll der Aufbau des 5G Netzes bei 1&1 erfolgen

5G bei 1&1 – so soll der Aufbau des 5G Netzes bei 1&1 erfolgen – Vodafone und auch die Telekom haben bereits die ersten 5G Netzbereiche gestartet und bieten mittlerweile auch passende 5G Tarife an bzw. haben ihre Angebote alle für die 5G Nutzung kostenfrei mit frei gegeben.

1&1 hat in diesem Zusammengang auch 5G Frequenzen ersteigert und daher fragen sich viele Nutzer, wann es endlich bei 1&1 soweit sein wird und es die erste 5G Netze und 5G Angebote beim Unternehmen geben wird. Bisher nutzt das Unternehmen vor allem das Mobilfunk-Netz von O2/Telefonica mit (mehr zum 1&1 Netz). Zukünftig will man aber auch ein eigenes 4G/5G Netz starten.

Das Unternehmen schreibt selbst zum aktuellen Stand:

In einigen 1&1 LTE-Tarifen, die aktuell im Telefónica-Netzverbund realisiert werden, ist „5G ready“ verfügbar. In 1&1 Tarifen im D-Netz ist 5G ready aktuell nicht erhältlich. 1&1 Drillisch hat 2019 in der 5G-Auktion Frequenzen ersteigert, mit denen das Unternehmen in der Lage ist, ein leistungsfähiges und hochmodernes Netz aufzubauen. Aktuell laufen Verhandlungen mit potenziellen Partnern für den Netzaufbau.

Die aktuellen „5G ready“ Tarife bei 1&1

Tarif Preis pro Monat
(Aktivierung)
Netz Kosten Laufzeit
(Monate)
1&1 LTE S
1&1 LTE S
19.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (3000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

1&1 LTE M
1&1 LTE M
24.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (10000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

1&1 LTE L
1&1 LTE L
29.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (20000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

1&1 LTE XL
1&1 LTE XL
34.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (40000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

1&1 LTE XXL
1&1 LTE XXL
39.99€
(29.90€)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (100000MB/Mon)
24 zum
Anbieter

Die Netzabdeckung und die Netzqualität von 1&1 lässt sich hier nachschauen: 1&1 Abdeckung im Vodafone Netz | 1&1 Netzqualität im O2/Telefonica Netz. Zur Prüfung kann man auch die Freikarte von Vodafone nutzen.

1&1 5G Start erst ab 2021

Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang noch einige Probleme. Die ersteigerten Netzbereiche im 5G Segment sind erst ab 2021 nutzbar. Die ersteigerten 2Ghz Bereiche können sogar erst ab 2026 genutzt werden. 1&1 kann daher also rechtlich erst ab 2021 mit 5G Angeboten starten und daher wird es die ersten Tarife in diesem Bereich geben. Das hat der Vorstandschef von 1&1 Drillisch, Ralph Dommermuth, auch so bestätigt. Kunden des Unternehmens werden also auf jeden Fall bis 2021 auf 5G warten müssen.

Ein zweites Problem: die 2021 nutzbaren Frequenzen sind alle im 3,6MHz Bereich, eignen sich also gut um Ballungsgebiete zu versorgen, aber eher wenig für die breite Fläche. Bis zur Verfügbarkeit von weiteren Frequenzen ist 1&1 also weiterhin auf einen Netzpartner abgewiesen, der die Versrogung in den Bereichen übernimmt, die 1&1 noch nicht ausbauen konnte. Daher muss das Unternehmen in den ersten Jahren nach 2021 auf einen Nationalen Roamingpartner setzen. Das ist aktuell wahrscheinlich O2/Telefonica.

Das Unternehmen schreibt zum angestrebten Nationalen Roaming:

  • Der Aufbau eines bundesweiten 5G-Netzes in Deutschland ist nur mit zusätzlichen Frequenzen aus der nächsten Auktion möglich (800 MHz, verfügbar ab 2026). Schon allein aus diesem Grund ist das nationale Roaming in bestehenden Netzen für einen neuen Marktteilnehmer unerlässlich.
  • Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat dies in den Versteigerungsbedingungen berücksichtigt und den bestehenden Netzbetreibern die Verpflichtung zu Verhandlungen auferlegt. Die Agentur fungiert als Schiedsrichter.
  • 1&1 Drillisch stützt sich auf die Vergabebedingungen sowie auf die Entscheidungen der BNetzA.
  • Zusätzlich zu der allgemeinen Verpflichtung der BNetzA, für alle Netzwerkbetreiber zu verhandeln, wird in der MBA-MVNO-Vereinbarung mit Telefónica nationales Roaming ausdrücklich garantiert.
  • Als Bestandteil der Fusion mit E-Plus hat sich Telefónica verpflichtet, einem neuen Marktteilnehmer in Deutschland nationales Roaming anzubieten.
  • Einzelheiten sind in der MBA-MVNO-Vereinbarung und in den „VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION“ vom 29. Mai 2014 festgelegt.
  • Die MBA-MVNO-Vereinbarung ist bis zum 30. Juni 2020 gültig. 1&1 Drillisch kann sie bis zum 30. Juni 2030 zweimal um je fünf Jahre verlängern.

Wie sieht das kommende 1&1 5G Netz aus?

1&1 wird also die 5G netze erst 2021 starten und dann wohl auch in den ersten Kahren zweigeteilt arbeiten: dort wo es bereits 5G Ausbau von 1&1 gibt, können die eigenen Kunden direkt das 1&1 5G Netz nutzen, in den anderen Bereichen wird man wohl das Mobifunk-Netz von O2 weiter nutzen – wobei unklar ist, wie es dann mit 5G aussieht. Genaueres dazu müssen die Verhandlungen mit der Telefonica ergeben.

5G Frequenzen aus der Versteigerung endgültig zugeteilt

Die Frequenzauktion im 5G Bereich ist bereits seit einigen Wochen beendet, aber noch war nicht abschließnd klar, welche Bereiche konkret an welchen Netzbetreiber gehen sollten. Das hat sich nun geändert, denn die Bundesnetzagentur hat nun zumindest die Bereiche im 3,6GHz Bereich offiziell zugeteilt. Die vier Bieter hatten nach der Auktion zunächst Gelegenheit, sich über die Lage der abstrakt ersteigerten Frequenzblöcke in den Frequenzbereichen zu verständigen. Weil eine vollständige Einigung nicht erzielt wurde, hatte die Bundesnetzagentur am 2. August 2019 über die Zuordnung entschieden.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Die Bundesnetzagentur hat heute auf Antrag der Telekom Deutschland GmbH die ersteigerten Frequenzen im Bereich bei 3,6 GHz zugeteilt. Die Frequenzen der anderen erfolgreichen Bieter können auf Antrag ebenfalls zugeteilt werden. Zuteilungsanträge der Drillisch Netz AG und der Vodafone GmbH liegen vor und sollen in Kürze beschieden werden.

Die ersteigerten Frequenzen können nach der Zuteilung bundesweit für 5G genutzt werden. Die schnelle Breitbandversorgung liegt damit in den Händen der Unternehmen. Die Netzbetreiber können ihre Netzplanung konkretisieren und ihre Netze zügig ausbauen, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Damit kann nun der Ausbau auch praktisch starten, denn nun ist klar, welche Bereiche zu welchem Netz gehören werden. Vodafone hat bereits erste Funkzellen dafür gestartet und bietet 5G aktuell in allen RED Tarifen kostenfrei mit dazu an. Auch die Telekom hat neue Tarife gestartet, in denen man derzeit 5G kostenlos mit dazu bekommt. Für die Nutzung ist allerdings ein passendes Handy oder Smartphone notwendig und natürlich der passende Netzausbau in der eigenen Region.