Yourfone Netz, Netzqualität, Netzabdeckung, 5G und die Erfahrungen

Yourfone Netz, Netzqualität, Netzabdeckung und die Erfahrungen – Yourfone startet 2012 als neuer Anbieter auf dem deutschen Mobilfunk-Markt und schockt die etablierten Anbieter in diesem Bereich gleich mit einer Kampfansage: die Allnet Flat in alle deutschen Netze inclusive Internet-Flatrate wurde für weniger als 20 Euro angeboten. Bis zu diesem Zeitpunkt zahlt man für ähnliche Angebote je nach Anbieter 40 bis 80 Euro monatlich. Mittlerweile haben sich alle Anbieter von diesem Schock erholt und es gibt neben Yourfone sehr viele andere Angebote für Allnet Flatrates auf dem deutschen Markt. Andere Discounter wie Klarmobil, DeutschlandSIM oder Smartmobil bieten Allnet Flats in alle deutsche Netze teilweise sogar günstiger als Yourfone an. Inzwischen hat Yourfone die Unternehmensgruppe gewechselt und gehört nun zu Drillisch. Die Marke wird mittlerweile vpr allem für die Ladengeschäfte des Unternehmens verwendet und man findet sie daher an vielen ehemaligen O2 oder BASE Standorten. Der Wechsel im Hintergrund hat aber auch Auswirkungen auf das Netz.

Schnelleinstieg:

  • zur Allnet Flat von Yourfone: hier

Die aktuellen Yourfone Tarife im Überblick

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Das Yourfone Netz seit Februar 2015

Mit dem Wechsel zu Drillisch hat Yourfone auch das Handy-Netz gewechselt. Wie fast alle neuen Tarife der Marken von Drillisch bietet das Unternehmen nun alle Handytarife im Mobilfunk-Netz von O2 an.  Aus Yourfone ist damit im Jahr 2015 ein O2 Discounter geworden. Andere Netze werden nicht angeboten, das D-Netz steht damit bei Yourfone aktuell komplett nicht zur Verfügung. Wer sich dafür interessiert findet dazu den Überblick hier: D1 oder D2 Netz. Auch 5G steht aktuell noch nicht bereit. Diese Technik wird wohl auch frühstens 2021 verfügbar sein.

Darüber hinaus profitieren die Kunden von Drillisch vom Zusammenschluss von Eplus und O2. Derzeit können Kunden beider Unternehmen das jeweils andere Netz mit nutzen, wenn die Netzqualität des eigenen Netzbetreibers nicht gut genug ist. Das funktioniert weitgehend automatisch und verursacht auch keine Mehrkosten. In den FAQ von Yourfone heißt es zu dieser Automatik unter der Bezeichnung National Roaming:

National Roaming bedeutet in diesem Falle die Freischaltung der SIM-Karten aus dem o2 und E-Plus Netz für die jeweils andere UMTS-Netzversorgung. Immer dann, wenn die SIM-Karte im Heimatnetz nur eine GSM (2G)-Versorgung hat und über das andere Netz eine UMTS-Versorgung verfügbar ist, wechselt die SIM-Karte automatisch zum anderen UMTS-Netz. Das gilt für das Netzerlebnis im Freien genauso wie in Gebäuden.

Die gemeinsamte Netz-Nutzung bezieht sich aber nur auf die 3G Bereiche (HSDPA und UMTS). LTE ist davon ausgeschlossen. Man kann also Yourfone Kunden damit zwar das 3G Netz von Eplus mit nutzen, die LTE Nutzung im Eplus Netz ist aber leider nicht frei gegeben.

Für die Zukunft ist allerdings geplant, dass die beiden Netze komplett vereinigt werden. Dann können die O2 Kunden (und damit auch die Nutzer von Yourfone) das komplette Eplus Netz mit nutzen, einschließlich der LTE Frequenzen. Bis es soweit ist, können allerdings noch einige Jahre vergehen, bisher testet O2 diesen Zusammenschluss nur in einigen ausgewählten Bereichen in ganz Deutschland. Mittlerweile gibt es bereits viele Bereiche in Deutschland, in denen das Netz zusammen geschaltet wird und es daher keinen Unterschied zwischen O2 und Eplus gibt. Das bemerkt man auch als Yourfone Kundr.

Das Yourfone Netz vor dem 02. Feburar 2015

Yourfone schreibt auf der eigenen Webseite öfter mal vom yourfone.de Netz, aber der Discounter betreibt natürlich kein eigenes Netz. Das Yourfone Netz war bis zum 2.2.2015 das Netz von Eplus und man kann dies auf der Webseite auch relativ leicht herausfinden.   In den FAQ steht gleich an erster Stelle der Hinweis auf das Netz:

Unser Technologie-Partner ist die E-Plus Mobilfunk GmbH.

Weitere Netze werden von Yourfone nicht unterstützt. Wer also einen Tarif oder nach einer Allnet Flatrate in den Netze von O2, Vodafone oder der Telekom sucht, ist bei Yourfone falsch. Es ist derzeit auch nicht erkennbar, dass sich dies ändern könnte. Yourfone ist derzeit eng mit Eplus verbunden und wird es aller Voraussicht nach auch bleiben. Mit der Übernahme hat sich auch das Netz geändert. Die neuen LTE Tarife (unter dem Namen LTE S,M und L) werden im Netz von O2 realisiert. Allerdings gibt es dazu kaum einen Hinweis auf der Webseite. Es fehlt ein entsprechender Hinweis in den FAQ und eine Netzangabe ist bei den Tarifen auch nicht vorhanden. Allerdings sind die neuen Tarife, die normalen Standardtarife von Drillisch die so nur bei O2 zu finden sind, daher kann man recht sicher sein, dass auch Yourfone mit den neuen LTE Tarife das Mobilfunk-Netz von O2 nutzt.

Yourfone Netzqualität

Yourfone hat die gleiche Netzqualität wie andere Karten im Netz von Eplus. Trotz der günstigeren Preise gibt es keine Benachteiligung der Yourfone Karten. Gerade im Datenbereich hat man damit aber nach wie vor Nachteile im Vergleich mit anderen Netzen. Während beispielsweise die Telekom regelmäßig den ersten Platz in den Tests der Netzqualität belegt und auch Vodafone immer ein gutes Datennetz bescheinigt bekommt, belegt Eplus oft den letzten oder vorletzten Platz. Das hat man im Unternehmen mittlerweile erkannt und investiert mehr in den Ausbau des Netzes, insbesondere im Datenbereich. Die Netzqualität schwankt dabei regional teilweise sehr stark. Wer sich unsicher ist, wie gut der Ausbau und die Netzabdeckung von Eplus und Yourfone vor Ort sind, sollte dies mit einer Simkarte von Freunde austesten. Dann sieht man sehr gut, wie schnell das Netz ist und ob Lücken vorhanden sind. Falls niemand im Freundeskreis Eplus hat, kann man sich für wenig Geld auch eine Prepaidkarte von Simyo oder Blau.de holen oder eine Eplus Freikarte (beispielsweise von Netzclub) . Die Yourfone Netzabdeckung entspricht dabei der Eplus Netzabdeckung und der Abdeckung der Eplus Discounter. In der Sidebar finden Sie dazu auch die Netzabdeckungs-Karte. Beim O2 Netz gibt es ähnliche Schwankungen wie bei Eplus.

Video: der aktuelle Yourfone Spot

https://www.youtube.com/watch?v=QqSx3TT_rto

 Yourfone Erfahrungen

Die neue Flatrate zu einen so günstigen Preis machte viele Nutzer erst eher misstrauisch, die Erfahrungsberichte dazu sind aber in der Regel sehr positiv. Bei Karrierebibel findet sich beispielsweise ein sehr guter Bericht über die Erfahrungen mit Yourfone. Negatives gibt es bei Toni Ritter. Erfahrungen zu den neuen Tarifen gibt es bisher noch nicht, dafür sind diese einfach noch zu neu.

Yourfone Angebote

Yourfone hat neben den Simkarten und Flatrates mittlerweile auch Handys und Smartphones im Angebot. Darüber hinaus gibt es immer wieder Sonderaktionen, über die man beispielsweise 2 Monate kostenlose Grundgebühr bekommt. Für Studenten existiert darüber hinaus noch ein weiteres Angebot. Für sie gibt es die Allnet Flat inklusive SMS Flat zum gleichen Preis. Wer kein Student ist sollte auf die aktuellen Aktionen von Yourfone warten, dann gibt es häufiger günstigere Handys oder zusätzliche Boni für die Flat.

Leider hat sich Yourfone seit 2016 aus dem Geschäft im Internet sehr stark zurück gezogen. Der Fokus liegt mittlerweile eher auf den vielen Ladengeschäften und dem Handel vor Ort. Den Online-Shop von Yourfone gibt es zwar noch und man kann da auch noch Handys und Verträge bestellen. Wie genau es damit weiter gehen wird, ist aber bisher kaum absehbar und wurde auch noch nicht klar vom Unternehmen mit geteilt.

Das Simfinity Netz und die Erfahrungen mit der Netzqualität und Netzabdeckung

Das Simfinity Netz und die Erfahrungen mit der Netzqualität und Netzabdeckung – Sat1 ist eigentlich eher als Fernsehsender bekannt und weniger im Mobilfunk-Bereich. Pro7 hat aber mit FYVE gezeigt, dass man auch mit Mobilfunk Geld verdienen kann, daher hat auch SAT1 mit Simfinity eine eigene Marke gestartet. Simfinity setzt allerdings auf Allnet Flatrates und weniger auf Prepaid Karten. Dazu bekommt man auf Wunsch beim Discounter auch Handys bzw. Smartphones mit dazu.

Mit Chixx und Sim.de bietet die Pro7Sat1 Media Group dazu noch einen weitere Handytarife, Simfinity steht aber derzeit im Fokus der Vermarktung und wird entsprechend prominent beworben. Allerdings hat sich 2017 leider einiges bei Simfinity geändert. Das Unternehmen bietet die Tarife nicht mehr länger für Neukunden an. Stattdessen vermarktet das Unternehmen Angebote von Blau und Check24. Die bestehenden Simfinity Tarife sind aber weiter nutzbar.

UPDATE: Simfinity bietet derzeit leider keine eigenen Tarife mehr an, sondern vermarktet nur noch Bundles eigener Anbieter und hat damit auch keinen eigenen Netz-Zugang mehr. Man nutzt stattdessen das Netz des jeweiligen Anbieters. Aktuell werden fast alle Tarife mit Blau Allnet Flat angeboten – man nutzt daher auch das Blau Netz und damit das Mobilfunk-Netz von O2/Telefonica.


Das Simfinity Netz

Bei Simfinity bietet man natürlich kein eigene Handy-Netz an sondern hat sich einen Partner gesucht, bei dem die Netzkapazitäten gemietet/gekauft werden.  Anders als viele andere Discounter hält Simfinity mit der Netzzugehörigkeit nicht hinter dem Berg sondern kommuniziert ganz offen, dass man das Mobilfunk-Netz von Eplus nutzt. Dies wird auch direkt beim Link so mit angezeigt, es findet sich in der Tarifbeschreibung der Hinweis „in Zusammenarbeit mit E-Plus“.

In den AGB ist daher auch als Vertragspartner nicht Simfinity angegeben, sondern das Eplus Mutterunternehmen Telefonica:

Vertragspartner sind die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (im Folgenden „Telefónica Germany“ genannt), Georg-Brauchle-Ring 23-25, 80992 München (AG München, HRA 70343) und der Kunde.

Über die Netzqualität von Eplus ist bereits viel gesagt worden. Viele Kunden sind durchaus zufrieden, andere Nutzer klagen dagegen über schlechte Anbindung und langsame Verbindungen. Die Erfahrungen mit Simfinity und den entsprechenden Tarifen hängen dabei wahrscheinlich in erster Linie vom Netzausbau ab. Im letzten Netztest von CHIP kam Eplus mit O2 zusammen nur auf den letzten Platz. Gerade im Datenbereich gibt es daher noch größere Probleme, vor allem, weil Eplus nach wie vor kein LTE anbietet. Andere Discounter sind da bei den Datentarifen schon weiter. Die Bewertungen von Nutzern sind entsprechend unterschiedlich.

Bei der Netzqualität sollte man sich nicht auf die Karte von Eplus verlassen sondern Freunde und Bekannte fragen, wie sie mit Eplus zufrieden sind. Auf diese Weise bekommt man den besten Einblick über den Ausbaustand und die Qualität des Netzes von Eplus vor Ort.

Das zweite Netz: Simfinity kann auch O2 nutzen

Durch den Zusammenschluss von O2 und Eplus gibt es für Simfinity Kunden einen weiteren Vorteil: man kann das O2 Netz mit nutzen, wenn das Eplus Netz zu schlecht ausgebaut sein sollte. Die Simkarten des Unternehmens wählen sich automatisch (und kostenfrei) ins O2 Netz ein. Man erkennt das an der + Anzeige auf dem Display. Statt Eplus steht dann Eplus+ als Netzkennung – ein Zeichen, dass man das O2 Netz mit nutzt.

Simfinity schreibt dazu:

Telefónica Deutschland schließt die UMTS-Netze von o2 und E-Plus zusammen! Durch den Zusammenschluss der beiden Netze entsteht für alle simfinity-Kunden eine noch bessere Netzabdeckung – ohne Zusatzkosten! Das Ergebnis ist National Roaming. Was ist National Roaming? Mit National Roaming hast du Zugriff auf die UMTS/3G-Netze von E-Plus und o2. Die Auswahl des jeweiligen Netzes erfolgt dabei automatisch durch dein Gerät und garantiert immer das Netz mit der besten Leistung an deinem Standort!

Leider gilt dieser Zusammenschluss bisher nur für die 3G Bereich des O2 Netzes. Man kann also maximal HSDPA und UMTS im O2 Netz als Simfinity Kunden mit nutzen. Das LTE Netz von O2 steht mittlerweile auch zur Verfügung – dafür wurde das LTE Netz von Eplus abgeschaltet.

Ziel ist es, ein gemeinsames Netz von O2 und Eplus zu schaffen und das umfasst dann auch die LTE Bereich. Dazu baut O2 auch qualitativ das Handy Netz weiter aus, beispielsweise wurde mittlerweile die gesamte Berliner U-Bahn mit LTE versorgt. Wenn die Netze komplett vereinigt sind, profitieren davon dann auch die Kunden von Simfinity – sobald es soweit ist.

Der Simfinity Tarif

Die Allnet Flat von Simfinity kostet monatlich in der günstigsten Version derzeit 19.90 Euro und bietet neben einer Internet Flatrate mit 500MB Volumen auch kostenfreie Gespräche ins komplette deutschen Mobilfunk-Netz und ins Festnetz. SMS werden mit 9 Cent pro Gesprächsminute abgerechnet, allerdings gibt es häufiger Sonderaktionen, bei denen man eine SMS Flat inklusive bekommt. Eine Aktivierungsgebühr gibt es nicht. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Die Tarife gibt es je nach Sonderaktion teilweise auch günstiger

Der Simfinity Tarif mit Smartphone

Wer ein Smartphone zur Allnet Flat möchte, kann sich dies aus einer ganze Reihe von aktuellen Modellen auswählen. Die Finanzierung erfolgt dabei über einen monatlichen Aufschlag auf die Grundgebühr der je nach Preis des Gerätes zwischen 5 und 15 Euro liegt. Dazu kommt bei teuren Modellen noch eine Einmalzahlung in Form des Kaufpreises. Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Modellen die nur 1 Euro kosten. Am Grundtarif ändert sich nicht, unabhängig ob man Simfinity mit oder ohne Handy bucht.

Simfinity und LTE

Mit dem Netzwechsel zu O2 hat sic im Bereich der Simfnity Tarife einiges geändert. LTE ist in den Tarifen offiziell verfügbar und die Geschwindigkeit kann bis 21,6MBit/s genutzt werden.  Allerdings sind die wirklich schnellen Geschwindigkeiten (bei anderen Anbietern sind mittlerweile bis 500MBit/s möglich) vergleichsweise langsam. Allerdings gibt es aktuell durchaus auch Mittelklasse Geräte wie das Motorola Moto G 2014 die kein LTE anbieten. Dann nützt natürlich auch ein LTE Tarif wenig.

Wichtig: LTE ist bei Simfinity mittlerweile auch fester Tarifbestandteil und wird nicht nur im Zuge der Sonderaktion vergeben. Man kann sich also mittlerweile beim Unternehmen darauf verlassen, dass LTE genutzt werden kann, sobald es im Netz verfügbar ist. Leider ist – wie bereits angesprochen – der LTE Netzausbau bei Eplus durchaus noch verbesserungswürdig.

Die Erfahrungen mit Simfinity

Die Erfahrungen mit Simfinity sind vergleichsweise durchwachsen. In vielen Punkten hängen negative Erfahrungen aber mit dem genutzten Eplus Netz und dem entsprechenden Ausbau zusammen. Vor einer Entscheidung für Simfinity sollte man also die Netzqualität von Epus vor Ort testen. Dazu lesen sich die Erfahrungen mit Simfinity auch nicht immer positiv. In einem bekannten Forum heißt es dazu beispielsweise:

Keine persönliche Erfahrung mit dem Anbieter. Allerdings habe ich einen Kollegen im Büro gehabt der letztes Jahr gute 3 Monate beinahe täglich wegen seinem Handyvertrag mit deren Service in Kontakt stand. Seine Meinung pendelte im Bereich „NIE wieder dieser Saftladen“ bis „Ich schalte einen Anwalt ein, wenn die mich noch weiter verarschen“.

Das hört sich natürlich nicht sehr vertrauenerweckend an.

Sind zwei Netze wirklich besser als eins? Das Eplus/O2 Roaming in der Praxis

Ab dem 15 April startet die Telefónica Deutschland nationales Roaming. Bereits ab dem 31. März war Telefónica mit der schrittweisen Freischaltung des National Roaming gestartet, nun schreitet die Fusion von E-Plus und O2 weiter voran und soll bis Mitte Mai als Leistungsmerkmal flächendeckend für alle Kunden zur Verfügung stehen. Die Fusion soll Verbesserungen und Vorteile für alle 42 Millionen Kunden bringen. Doch wie funktioniert das nationale Roaming genau und auf was muss man als Kunde der Telefónica achten?

Nationales Roaming – Nutzung des jeweils anderen Mobilfunknetzes

Prinzipiell hat man beim Nationalen Roaming die Möglichkeit, dass Netz des jeweils anderen Anbieters mit zu benutzen. Das bedeutet, Kunden von O2 haben bundesweit die Möglichkeit, sich auch in das UMTS-Netz von E-Plus einzuwählen. Umgekehrt, können so auch E-Plus-Nutzer ebenfalls deutschlandweit, auch das 3G-Netz von O2 verwenden.

Ist man bspw. im O2-Netz Kunde, so steht im Handydisplay nach dem Providernamen ein + dahinter, immer dann wenn das Gerät im UMTS-Netz von E-Plus eingebucht ist. Als Anwender kann man somit jederzeit unterscheiden, ob man im Heimatnetz eingebucht ist oder im National Roaming. Unabhängig davon, ob ein mobiler Hotspot, Surfstick oder nur ein einfaches UMTS-Handy genutzt wird.

Für E-Plus Kunden, steht dagegen hinter dem Providernamen immer ein +. Hierbei spielt es keine Rolle, ob gerade das E-Plus- oder O2-Netz genutzt wird. Aus technischen Gründen, lässt sich das laut Telefónica-Information, leider auch in Zukunft nicht ändern. Für E-Plus Kunden ist das natürlich unglücklich, jedoch die überwiegende Mehrheit der Nutzer dürfte das weniger interessieren, solange Telefonie, SMS und Datendienste noch problemlos funktionieren.

Manuelles Einbuchen und Netzwechsel

Im National Roaming sollte sich das Netz automatisch in das jeweils verfügbare Netz einwählen. Geschieht das innerhalb von wenigen Sekunden nicht, gibt es auch die Möglichkeit sich manuell in das jeweils andere Netz einzubuchen. In der Netzsuche im Handy, wird hierfür die jeweilige Verfügbarkeit von Handynetzen aufgelistet. Beim nächst möglichen Wechsel, bucht sich das Gerät automatisch in das andere Netz um. Beim Wechsel in das jeweils andere Handynetz, kann es allerdings zu zeitlichen Verzögerungen von 1 bis etwa eine halbe Minute kommen. Während dieser Zwischenzeit ist das Handy nicht im Netz eingebucht, so dass man telefonisch nicht erreichbar ist. Ähnliche Effekte gibt es aber auch teilweise beim Wechsel der Netztechnologie (GSM, UMTS, LTE), ohne Roaming.

Insbesondere, National Roaming funktioniert seit April nun auch für Kunden die mehrere SIM-Karten für einen Mobilfunkanschluss verwenden, ohne Probleme.

Für die problemlose Nutzung von National Roaming empfiehlt es sich zudem, gerade für jene Geräte bei der die Firmware des jeweiligen Smartphones nicht zwischen Inlands- und Auslands-Roaming unterscheiden kann, das Daten-Roaming zu aktivieren. Allerdings besteht die Gefahr, dass das Handy in Grenznähe, sich auch in ein Mobilfunknetz aus einem Nachbarland einbuchen kann.

National Roaming – Internet und Telefonie

Auch lässt sich im National Roaming problemlos eine mobile Internet-Verbindung aufbauen. Die Internet-Zugangsdaten mussten dazu nicht verändert werden, genauso wie es beim International Roaming im Ausland der Fall ist. Neben dem Internet-Zugang lassen sich auch Telefonate im National Roaming problemlos führen. Ist man bspw. mobil unterwegs, wird die Netzverbindung nach dem Gespräch automatisch unterbrochen und das Smartphone bucht sich nach Verfügbarkeit, wieder ins Heimatnetz ein.

National Roaming – Kundennutzen

Insgesamt betrachtet ist National Roaming ein deutlicher Vorteil für Kunden, welche bspw. in den Städten und Ballungsgebieten ein dichteres UMTS-Netz zur Verfügung haben. Besonders O2-Kunden können von einer größeren 3G-Flächendeckung auf dem Land profitieren. Lediglich Bedenken gibt es dahingehend, dass Telefónica sukzessiv Senderstandorte abschaltet, um eine vorhandene Doppelversorgung abzubauen, eventuell zum Nachteil der Funkversorgung.

E-Plus: „Die Highspeed für Jedermann-Aktion“ geht in die Verlängerung

[ad name=“Simfinity“] E-Plus: „Die Highspeed für Jedermann-Aktion“ geht in die Verlängerung – Bereits im Dezember 2013 rief E-Plus die Aktion Highspeed für Jedermann in das Leben. Das Ziel der Aktion war es LTE-Geschwindigkeit für jeden Nutzer zugänglich zu machen. Der Nutzer sollte hierfür keine weiteren Kosten tragen. Die Verlängerung betrifft alle Anbieter im Netz von Eplus, unabhängig vom Tarif oder Anbieter. So können auch die Prepaidkarten von Simyo und ALDI im Eplus Netz LTE nutzen.

Damals begründete Jürgen Rösger, Chief Marketing Officer bei E-Plus:

„Man zahlt nicht mehr. Mitte nächsten Jahres wollen wir uns das nochmal ansehen. Es soll dann aller Wahrscheinlichkeit so fortgesetzt werden. Es ergibt keinen Sinn, Spitzengeschwindigkeiten gesondert zu vermarkten“

Des Weiteren betonte Andreas Pfisterer, Chief Technology Officer bei E-Plus:

„Der Start von LTE ist für uns rein kapazitativ…Wir kriegen LTE jetzt zu einem ganz anderen Preispunkt als vor einem Jahr oder noch früher. Das Netz wird da ausgebaut, wo wir einen Kapazitätsbedarf feststellen.“

14 Monate später hat es den Anschein, als dass die Highspeed für Jedermann-Aktion nochmals verlängert wird. Der Unternehmenssprecher Klaus Schulze-Löwenberg teilte mit:

„Die Highspeed-für-Jedermann-Aktion im E-Plus-Netz wird im bisherigen Umfang bis zum Jahresende verlängert.“

Im Zusammenhang mit der Fusion von O2 und E-Plus könnte dies zu einer interessanten Entwicklung führen. Bislang lagen O2 und E-Plus hinter den führenden Anbietern Vodafone und der Telekom im Bezug auf Qualität und Verfügbarkeit. Durch die Zusammenlegung der UMTS-Netze von O2 und E-Plus, was voraussichtlich in der Mitte des Monats April geschehen soll, kann es einem deutlichen Fortschritt kommen.

O2-Kunden ist dann möglich im Netz von E-Plus zu telefonieren und auch das Internet zu nutzen. Dabei fallen keine weiteren Kosten an. Auch E-Plus-Kunden können ohne zusätzliche Kosten das Netz von O2 nutzen.

Bei den Mobilfunk-Tarifen des Anbieters 1&1 besteht die Option zwischen dem Vodafone-Netz und E-Plus-Netz zu wählen. Der All-Net-Flat Plus-Tarif beinhaltet beispielsweise eine Gesprächs- und SMS-Flatrate. Zudem kann eine Internetflatrate mit einem Datenvolumen von 1000 Megabyte genutzt werden. Die Mindestvertragslaufzeit ist auf 24 Monate festgelegt. Fällt die Entscheidung auf das E-Plus-Netz, liegt die Grundgebühr im ersten Vertragsjahr bei 19,99 Euro. Ab dem zweiten Jahr erhöht sich diese auf 24,99 Euro. Zudem erhebt 1&1 eine einmalige Anschlussgebühr von 29,90 Euro. In diesem Fall kann der Kunde ab Mitte April neben der LTE-Geschwindigkeit sowohl das E-Plus- als auch das O2-Netz nutzen.

Telefónica setzt ein kräftiges Ausrufezeichen. Es bleibt abzuwarten, wie die Telekom und Vodafone darauf reagieren werden.

Eplus-Übernahme unter Dach und Fach

Eplus-Übernahme unter Dach und Fach – Der rechtliche Teile der Fusion von O2 und Eplus ist abgeschlossen, der Mutterkonzern Telefonica hat insgesamt (bar und in Aktien) 8,5 Milliarden Euro für die Übernahme von Eplus bezahlt und kann das Unternehmen nun in den eigenen Verbund aufnehmen. Die europäischen Kartellbehörden hatten für die Übernahme grünes Licht gegeben, allerdings musste Telefonica einige Zugeständnisse machen:

  • etwa 600 Mobilfunk-Shops werden durch Drillisch übernommen
  • Netzkapazitäten werden an Drillisch verkauft. Damit entsteht ein neuer Netzbetreiber auf dem deutschen Markt.

Ziel der Übernahme war es, das größte deutsche Mobilfunk-Unternehmen zu schaffen und im Bereich des Netzausbaues und der Kundenbetreuung Synergien zu realisieren.  Gerade der Ausbau des O2 Netzes verschlingt große Summen und könnte mit der Fusion einfach angegangen werden, da zwei Unternehmen nur noch ein gemeinsames Netz ausbauen müssen.

„Uns kommt in unserer neuen Position eine besondere Rolle bei der Digitalisierung der Gesellschaft zu, die für einen radikalen Umbruch der gesamten Telekommunikationsbranche sorgt. Der Zusammenschluss unser beider Unternehmen bietet uns die einmalige Möglichkeit, unser Geschäft konsequent darauf auszurichten und als Schrittmacher im Wettbewerb einzigartigen Mehrwert für das Unternehmen und seine Kunden zu schaffen“, sagt Thorsten Dirks, CEO der Telefónica Deutschland Holding AG. „Unser klares Ziel ist es, das führende digitale Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu schaffen.“

Rechnet man die Kunden zusammen, kommen beide Unternehmen auf etwa 47 Millionen Mobilfunk- und DSL Anschlüsse mit einem Umsatzvolumen von knapp 8 Millionen Euro. Das ist im mobilen deutlich vor den beiden anderen Netzbetreibern Vodafone und sogar vor der Telekom.

Unklar ist allerdings nach wie vor, wie die Fusion im technischen Bereich und bei den Marken stattfinden soll. Die Unternehmen hatten bereits davon gesprochen, dass einige Marken (gerade im Discountbereich) möglicherweise  nicht mehr weiter geführt werden und in andere Anbieter übergehen werden. Beispielsweise wurde bereits bei der Einstellung der BASE Zuhause Option gemutmaßt, dass es im Zuge der Fusion geschehen sein könnte. Weitere Details zur Vorgehensweise der Fusionierung wurden aber leider nicht genannt.