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Bestimmte Netzanforderungen des Handys sind im Ausland vorteilhaft.

Das Smartphone ist ein täglicher Begleiter des Menschen. So verhält es sich auch bei Reisen und Urlauben im Ausland. Tatsache ist allerdings, dass jedes Handy andere Potenziale liefert, was auf die Qualität der Verbindung im Ausland Auswirkungen hat. Neben den technischen Aspekten fließt aber ebenso die Vertragsgestaltung mit dem jeweiligen Anbieter in die Bewertung der Qualität der Verbindung mit ein.

Eine Frage des Smartphones?

Wer heutzutage Smartphones kauft, profitiert bei den neuen Modellen immer von den wichtigsten Verbindungsstandards. Die brandneuen Modelle unterstützen mit 5G eine neue Qualität, die viel schneller im Herunter- und Hochladen von Dateien ist, als es beim bisherigen LTE der Fall war. In Deutschland ist das 5G-Netz allerdings bei weitem nicht flächendeckend zufriedenstellend ausgebaut. Lediglich in Großstädten, vor allem Berlin liefert einige wenige Lichtblicke, gibt es 5G-Netze. Sollte das eigene Smartphone 5G als Verbindungsstandard unterstützen, so ist dies insbesondere bei einer Reise ins Ausland von Vorteil. Denn in vielen Nationen, allem voran den Industrie-Nationen, sind die 5G-Netze viel verbreiteter, jedoch noch nicht so stark ausgelastet. Dies bedeutet insgesamt:

  • Schnellere Antwortzeiten von Websites
  • Beschleunigtes Surfen im Internet
  • Herunterladen und Hochladen von Inhalten in höherer Geschwindigkeit

Es lässt sich also zusammenfassend sagen: Ein Smartphone, das 5G als Verbindungsstandard unterstützt, bietet im Ausland einen enormen Spaß beim Surfen und Streamen. So lassen sich neue und hierzulande kaum bekannte Qualitäten der Netzverbindung erkunden.

WiFi-Direct: Netzwerke zwischen mehreren Geräten herstellen

Ist das Smartphone mit der Funktion WiFi-Direct ausgestattet, ist es möglich, zwischen mehreren Geräten Netzwerke herzustellen. Dies ist beim Versand von Daten von einem zum anderen Gerät ein Vorzug, da es die Sicherheit steigert. Angenommen, ein Nutzer würde kein WiFi-Direct nutzen und Daten stattdessen über einen öffentlichen Hot-Spot übers WLAN schicken: Hier bestünde das Risiko, dass andere Personen, die dasselbe WLAN-Netzwerk nutzen, die Datenverläufe zurückverfolgen und so an sensible und private Inhalte gelangen. Aus diesem Grund ist – insbesondere bei Geschäftsreisen ins Ausland, da hier von regelmäßigen Datenübertragungen mit hohem Volumen ausgegangen werden kann – eine WiFi-Direct-Verbindung zur Herstellung der Sicherheit eine dankbare Komponente. Die Alternative Bluetooth hat den Nachteil, dass hier die Übertragung großer Datenmengen eine lange Zeit in Anspruch nimmt oder gar scheitert.

NFC: Um den Luxus der schnellen Zahlungen zu nutzen

NFC ist die Abkürzung für Near Field Communication; zu Deutsch: Nahfeldkommunikation. Im ferneren Sinne ist diese ebenfalls den Netzanforderungen zuzuordnen, da sie bargeldloses Bezahlen in schnellem Tempo ermöglicht. Hierzu wird einfach der NFC-Chip eines Smartphones an den entsprechenden Scanner gehalten. Auch beim Datenaustausch kommt NFC zum Einsatz. Dabei dient es der beschleunigten Datenübertragung, indem die NFC-Chips zweier Geräte aneinander gehalten werden.

Da bei Zahlungen auf diesem Wege die Datenübertragung nur den Bruchteil einer Sekunde dauert und immer nur kleine Beträge bei dieser Zahlungsmethode fließen können, erweisen sich auch die Zahlungen als unbedenklich.

Navigation: Wie viele Satellitensysteme können angezapft werden?

Insbesondere diejenigen, die im Ausland in der Natur auf Reisen sind, setzen sich neben dem wundervollen Naturspektakel im gleichen Zuge potenziellen Risiken aus. Wohl dem, der vorbereitet ist: Hoch entwickelte Smartphones arbeiten nicht nur mit GPS zur Ortung, sondern spannen auch die Systeme GLONASS (Russland), Galileo (EU) und/oder Beidou (China) ein. Je mehr Ortungssysteme das Handy nutzt, umso genauer wird die Ortung, was bei Notfällen, aber ebenso bei der Navigation zum Lieblingsrestaurant in einer von Hochblöcken und somit vielen Störfeuern umgebenen Ortschaft vorteilhaft ist.

Auch auf die vertragliche Gestaltung kommt es an!

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Anbieter haben bei Verträgen leichte Spielräume.

Zurück von den Ortungssystemen zum Thema Mobilfunk, diesem mit dem Vertrag als Schwerpunkt-Thema: Damit sich die SIM-Karte überhaupt in das jeweilige ausländische Netz einwählt, muss dies im Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter geregelt sein. Dieser hat einiges an Spielraum zur Vertragsgestaltung rund um die Roaming-Gebühren:

  • Er kann Roaming nur bis zu einem gewissen Datenvolumen erlauben
  • Es ist ebenso möglich, die SIM-Karte im Ausland komplett zu sperren, sodass sie sich in gar kein Netz einwählt
  • Bei Reisen außerhalb der EU ist keine einheitliche Regelung gegeben, wodurch immer hohe Gebühren entstehen können

Dem Spielraum in der Vertragsgestaltung zum Trotz sind die Dinge in der EU mittlerweile äußerst transparent geregelt und haben die Qualität im Vergleich zu den früher vorhandenen Roaming-Gebühren wesentlich verbessert. So gilt grundsätzlich das Roaming zu Inlandspreisen, welches innerhalb des EU-Raumes dieselben Preise wie daheim für SMS, Telefonie und mobilen Datenverkehr verlangt. Auf Ausnahmen in der Vertragsgestaltung, die unter den Stichpunkten erwähnt wurden, ist bei Vertragsschluss Acht zu geben.

Damit es im Ausland entspannt ist: Eine gute Planung ist die halbe Miete

Im Falle im Ausland begrenzter Datenmengen lohnt es sich, möglichst viele Inhalte offline zu speichern, um die Mobildatenverbindung selten oder gar nicht nutzen zu müssen. Google Maps zur Navigation oder Spotify zum Musikhören haben beispielsweise Offline-Funktionen.

Außerdem nützlich: Updates und Aktualisierungen fressen viel Volumen. Werden diese vor der Abreise bereits daheim vorgenommen, dann entfällt ein hoher Datenverbrauch durch plötzlich eintretende Updates. Alternativ lassen sich automatisierte Updates auf „manuell schalten.

Tipp: Telefonieren geht noch viel besser über die WLAN-Verbindung im Hotel oder an anderen öffentlichen Plätzen. Hierzu sind Video-Anrufe über Whatsapp oder das bereits seit langer Zeit bekannte Skypen möglich. So bekommen „Telefonate“ eine bei weitem persönlichere Note. Um sich bei öffentlichen Netzwerken gegen unerwünschte Besucher oder sogar Datenklau abzusichern, gibt es die Möglichkeit, sogenannte VPN-Netzwerke zu nutzen. Diese werden von VPN-Anbietern zur Verfügung gestellt und übertragen die Daten verschlüsselt, sodass sie für niemanden zurückzuverfolgen und sichtbar sind.

Fazit: Eine Reise ins Ausland erfordert mehr als nur die Rücksicht auf Netzanforderungen des Handys!

Der Artikel begann mit den Netzanforderungen des Handys, offenbarte aber im Verlauf viele andere Puzzle-Teile, die für eine einwandfreie und sichere Nutzung des Handys im Ausland wichtig sind. Glücklicherweise sind die Aspekte allesamt einfach einzuhalten. Da die neuesten Handys bereits einen Großteil der wichtigen Verbindungsstandards abdecken, muss nur noch auf einen guten Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter geachtet sowie im Idealfall die Sicherheit mittels VPN-Verbindung gewährleistet werden.