Viele hochwertige Smartphones sind weit über 1.000 Euro wert. Grund genug, sich dem Schutz der exklusiven Mobilgeräte zu widmen. Die Möglichkeiten reichen von Handyversicherungen bis hin zu schicken Cases und ultrastarken Schutzfolien. Praktische Tipps und Empfehlungen hier auf einen Blick.

Versicherungsschutz – wichtige Auswahlkriterien

Während sich eine Handyversicherung für preiswerte Mobilgeräte mit abgespeckter Ausstattung nur selten lohnt, kann eine entsprechende Police bei teuren Smartphones mit umfangreichem Funktionsumfang durchaus sinnvoll sein. Entscheidend ist allerdings, dass die Vertragsunterlagen genauestens geprüft werden. Viele Versicherungsgesellschaften formulieren ihre AGBs gern so, dass sie von Versicherten fast nie zur Kasse gebeten werden können. Bestes Beispiel ist der Diebstahlschutz. Nicht nur die Tatsache, dass der Raub des Elektrogeräts häufig gar nicht Teil des Versicherungsschutzes ist, erfordert einen kritischen Blick auf die Angebote. Auch raffinierte Klauseln, die den Diebstahlschutz auf den Tag beschränken und nachts hingegen ausklammern, können im Schadensfall für Ärger sorgen.

Hinzu kommt der Ausschluss grober Fahrlässigkeit. Da der Gesetzgeber bezüglich derartiger Versicherungen nicht geregelt hat, wo leichte Fahrlässigkeit aufhört und grobe Fahrlässigkeit beginnt, sind die Versicherungsgesellschaften flexibel in ihren Formulierungen. „Wer in einer vollen Straßenbahn sein Telefon in der Gürteltasche trägt, kann bereits grob fahrlässig handeln“, warnt ein Ratgeberportal, das zentrale Vertragsbestandteile und potenzielle Fallstricke zusammengestellt hat. Ergänzend wurden auf der Internetpräsenz aktuelle Versicherungsangebote gegenübergestellt, darunter auch Handyversicherungen ohne Selbstbeteiligung mit optionalem Diebstahlschutz.

Weitere Tipps zur Handyversicherung:

  • Da die meisten Handyversicherungen ausschließlich den Zeitwert erstatten, gilt es den Bedarf jedes Jahr neu zu überdenken. Im ersten Versicherungsjahr, wenn der Zeitwert in der Regel noch dem Kaufpreis entspricht, sind hochwertige Handyversicherungen für teure Geräte sicherlich eine Überlegung wert. Gleiches gilt für das zweite Jahr, wo der Zeitwert etwa 80 Prozent der Anschaffungskosten ausmacht. Im dritten Jahr sinkt der Zeitwert bereits auf 60 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt kann es günstiger sein, durch Ersparnisse für einen eventuellen Verlust vorzusorgen.
  • Erstattungen von Schäden erfolgen ausschließlich bis zur vertraglich vereinbarten Deckungssumme. Je nach Police beträgt diese nur rund 200 Euro. Bei einem exklusiven Mobilgerät wäre das zu knapp. Dann sind alternative Angebote mit Deckungssummen über 800 Euro ratsam.
  • Zu den gängigen versicherten Schäden zählen Flüssigkeitsschäden, Bruch- und Displayschäden, Konstruktionsfehler, Kurzschluss, Diebstahl durch Raub und Einbruch sowie Bedienungsfehler. Oft nicht versichert, sind Wetterschäden und Akkus sowie Verschleißteile.

Tipp: Für eine problemlose Abwicklung im Schadensfall sollte die Rechnung zum Handykauf griffbereit sein.

Smartphone-Hüllen für jeden Bedarf und Geschmack

Glasbruch ist der häufigste Displaydefekt bei Smartphones. Einmal kurz nicht aufgepasst, schon landet das kostbare Handy auf dem Asphalt oder knallt auf die Fliesen im Wohnzimmer. Ärgerlich ist das nicht nur, weil das Display womöglich gebrochen ist, sondern während der Reparatur gänzlich auf das Smartphone verzichtet werden muss. Da Vorbeugen bekanntlich besser ist als Nachsorge, ist die Verwendung robuster Handyhüllen empfehlenswert. Die beliebtesten Varianten kurz vorgestellt:

BezeichnungFunktion
EtuiEine edle Möglichkeiten Smartphone rund um vor Stößen, Kratzern und Fallschäden zu bewahren. Auch in Handtaschen, Rucksäcken und Co. bieten Etuis aus textilem Material oder Leder zuverlässigen Schutz. Viele Etuis verfügen nur an einer Seite über eine Öffnung, sodass Smartphones zum Bedienen herausgezogen werden müssen und dabei ungeschützt sind. Alternativen sind mit umlaufendem Reißverschluss ausgestattet. Auch hier ist das Gerät nach dem Entnehmen ohne Schutz.
CasesIm Vergleich zu Etuis empfinden viele Nutzer Smartphone-Cases als praktischer. Hierbei wird das Gerät zuverlässig in einem Rahmen fixiert, der wiederum fest mit der Hülle verbunden ist. Die Abdeckung wird seitlich oder nach oben geklappt, um das Gerät zu nutzen. Anders als beim Etui muss das Smartphone nie aus dem Case entfernt werden. Weder zum Telefonieren und Simsen noch zum Fotografieren.
Silikon und Kunststoff-HüllenWeiche Silikonhüllen eignen sich immer dann, wenn sich Handybesitzer möglichst minimalistischen Schutz wünschen. Auf eine Displayabdeckung muss allerdings verzichtet werden. Gegenüber Silikon dämpfen Kunststoffhüllen weniger gut. Das Material wird mit der Zeit brüchig. Vorteil: Kunststoff- und Silikonhüllen sind in zahlreichen Designs erhältlich.
BumperNicht zu vernachlässigen! Gemeint sind damit Handy-Rahmen aus besonders dickem Material. Bumper lässt sich im Deutschen mit Puffer oder Stoßfänger übersetzen, was bereits auf die Funktion hindeutet. Bumper bieten optimierten Schutz von allen Seiten, obwohl Vorder- und Rückseite frei bleiben. Im Video lässt sich die Besonderheit anhand eines Modells von Rhinoshield gut nachvollziehen.

Im Testbericht wird gleichzeitig auf Displayfolien hingewiesen. Ein solcher Oberflächenschutz kann die perfekte Ergänzung zu Bumper, Etui und Co. sein. Die Entwicklung ist längst soweit, dass die Schutzfolien eine erstaunliche Aufprallenergie abfangen und Displayschäden kraftvoll verhindern. Ob Schlüssel in der Tasche oder Aufprall aus mehreren Metern Höhe.

Auch an den Datenschutz denken!

Wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz vor Cyberkriminellen dürfen nicht fehlen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat dazu einen umfassenden Bürgerratgeber veröffentlicht, um einen Basisschutz bei mobilen internetfähigen Geräten zu gewährleisten. Tipps und Tricks rund um die Netzabfrage, hier im Fokus.