Neu bei Vodafone: die NFC-Simkarte

Mobiles Bezahlen ist in Deutschland immer noch eher wenig genutzt. Wenn man davon hört dann eher im negativen Zusammenhang mit Abofollen oder unberechtigten Abbuchungen von der Handyrechnung. Das soll sich nun – wieder einmal – ändern. Die Netzbetreiber setzen dabei auf die NFC Technik, die Bezahlen auch drahtlos möglich machen soll. Die NFC Technik wird auch heute schon über sogenannte NFC Tags genutzt, die ähnlich wie QR Codes das Smartphone bestimmte Aktionen ausführen lassen. Da nicht alle Geräte diese Technik beherrschen, wird NFC in den Simkarten implementiert. Vor wenigen Wochen wurde bereits verkündet, dass diese Technik bei allen Netzbetreibern in den Startlöchern steht und nun hat Vodafone im Blog bestätigt, das ab sofort die Simkarte in Verbindung mit bestimmten Geräten NFC tauglich sein werden.

Allerdings reicht NFC allein zum bezahlen nicht aus, es muss auch ein Konto verknüpft sein und der Betreiber muss die Zahlung auch akzeptieren. Vodafone schreibt deswegen zur weiteren Entwicklung:

Mit Simkarte und Smartphone sind natürlich nur die technischen Voraussetzungen gelegt. In Kürze geht aber eine App an den Start, die nach und nach zur digitalen Geldbörse ausgebaut wird: Die Vodafone Wallet. Über die App kann dann mithilfe eines NFC-fähigen Smartphones an allen Visa payWave Akzeptanzstellen bezahlt werden. Zunächst ist dies mit der Bezahlkarte Vodafone SmartPass möglich. Die Wallet wird sukzessive um weitere Funktionen, wie z.B. Coupons und Treuekarten erweitert.

Für die Bezahlung ist dann im Übrigen die Hardware entscheidend. Für Google Wallet sind derzeit nur wenige Handys zertifiziert:

  • Samsung Galaxy S3
  • Samsung Galaxy S3 LTE
  • Samsung Galaxy S4
  • Sony Xperia Z
  • Sony Xperia L
  • HTC One
  • VF Smart 3

Mit anderen Geräten ist ein Bezahlen also vorerst noch nicht möglich. Anders sieht es dagegen bei den Tarifen aus. Die Bezahlung über NFC hat nichts mehr mit der Handyrechnung zu tun und ist unabhängig vom Tarif. Egal ob man einen Mobilfunktarif zum telefonieren und surfen nutzt oder mit einer UMTS-Datenflatrate auch von unterwegs aus bezahlen will, solange der Wallet Zugang da ist funktioniert das System. VISA selbst hat die NFC Technologie bereits auf den neueren Karten implementiert. Für das Bezahlen per NFC braucht es eigentlich also nicht mal ein Handy.

Ob sich die Technik durchsetzen wird dürfte an der Akzeptanz der Händler und am Einsatz liegen. Falls es wieder viele Mißbrauchsfälle und intransparente Abrechnungen gibt, wird auch NFC eher kritisch betrachtet werden und nicht als allgemeines Zahlungsmittel zum Einsatz kommen. Das mobile Payment Angebot von Starbucks ist auch eher in die Bedeutungslosigkeit zurück gefallen. Ein Problem ist natürlich auch die Kopplung an Google Wallet. Man muss sich beim diesem Dienst anmelden um mitmachen zu können. Das dürfte nicht alle Nutzern gefallen, immerhin wird die Dominanz des Unternehmens jetzt bereits kritisch betrachtet.


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