Netzausfall bei Vodafone – Norddeutschland gleich zweimal ohne Netz

Das D2-Netz von Vodafone fiel am Wochenende in Schleswig-Holstein aus. Dadurch hatten nebst den Kunden des Netzanbieters auch deren Partner wie beispielsweise 1&1 keine Möglichkeit, ihr Handy oder Internet zu nutzen. Der Schaden wurde inzwischen repariert, jedoch kann es gerade in ländlichen Gebieten noch zu Verzögerungen kommen. Zwischenzeitlich sorgte der Ausfall für größere Empörung bei den Kunden. Trotz offizieller Stellungnahme, dass das Problem behoben sei, brach das Netz daraufhin wieder großflächig zusammen.

Als Grund für die Störung wurde eine fehlende Stromversorgung des Netzknotenpunktes in Büdelsdorf bei Rendsburg genannt. Dadurch entstand laut Vodafone-Pressesprecher Alexander Leinhos eine Überlastung der Stromnetze, was schließlich zum Zusammenbruch des Netzempfangs führte. Gerüchte über einen Brand dementierte er. Netzknotenpunkte leiten die Datenverbindungen der Provider weiter und dienen als Schnittstelle zwischen Kunden und Anbieter.

Trotz Entwarnung folgten weitere Ausfälle

Am letzten Samstag passierten bereits die ersten Netzausfälle in Norddeutschland. Kunden von Vodafone oder 1&1 versagten der Handyempfang und die Nutzung des Internets. Schnell stellte sich heraus, dass sämtliche Nutzer des D-Netzes von Vodafone dieses Problem betraf. Gegen 19.30 Uhr am Samstag folgte dann offiziell Entwarnung. Vodafone vermeldete, dass das Problem behoben sei, indem Puffer eingebaut wurden, die die Stromschwankungen unter Kontrolle bekommen sollten. Keine 24 Stunden später jedoch begannen die Ausfälle erneut und Vodafone geriet in Erklärungsnot. Ab Sonntag, 11 Uhr folgten mehrere Berichte empörter Kunden, dass in sämtlichen Stadt- und Landgebieten kein Netz verfügbar sei. Erst einige Stunden später normalisierte sich allmählich die Situation. Das Netz baue sich „sukzessive wieder auf“, so Alexander Leinhos. Doch wie es den Anschein hat, ist auch heute die Situation noch nicht vollständig normalisiert. Heute früh berichteten Kunden bei verschiedenen Foren über weitere temporäre Ausfälle des Netzes in Norddeutschland, z.B in Kiel. Da Leinhos bereits meldete, dass es vor allem in ländlichen Gebieten länger dauern könne, bis der Empfang wieder vollständig hergestellt sei, bleibt zu hoffen, dass dies nur Einzelfälle sind.

Imageschaden für Vodafone
Technische Schwierigkeiten – egal ob selbst verschuldet oder nicht – lassen Provider nie in einem guten Licht dastehen. In diesem Fall handelt es sich mit Vodafone auch noch um den Betreiber des zweitgrößten in Netzes in Deutschland, weshalb sich Vodafone nebst dem größten Netzanbieter Telekom herausnimmt, auch entsprechende Preise für ihre Dienste zu verlangen. Die Falschmeldung, dass die Systeme wieder stabil seien und mangelhafte Informationen durch den Kundensupport führten folgerichtig zu großer Empörung seitens der Kunden, welche sich im Vodafone-Forum und in sozialen Netzwerken widerspiegelte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt und welche Maßnahmen sich Vodafone einfallen lassen wird, um sich bei ihren Kunden zu entschuldigen.


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